4 Schwestern

KINDHEIT

Montag, 19. Oktober 2026 · 46 min

MP3

Shownotes

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In Folge 54 geht‘s zurück in die Kindheit: Die Schwestern kramen alte Erinnerungen raus und erzählen, wie sie eigentlich aufgewachsen sind.
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Zu einer neuen Folge Vier Schwestern. Sandra ist noch gar nicht mit am Start. Doch, ich habe jetzt gerade meinen Termin in der Stadt gelöscht. Ja, weil Sandra wollte sich heute eigentlich ummelden, aber Prioritäten setzen. Ich brauche ganz dringend einen neuen Reisepass, weil man mich wirklich auf diesem Reisepass kaum erkennt. Auf deiner, was hast du mir gestern gezeigt? Krankkassenkarte?

Jede Karte von Sandra. Ich schwöre, du sollst mal ein Leben darüber machen. Vorher, nachher jetzt. Leute, wirklich, auf meinem Ausweis sehe ich ganz anders aus. Also ich hab mich ja wirklich die letzten Jahre hatte ich ganz in diesem Jahr, muss ich sagen, hatte ich so viele optische irgendwie Veränderungen, weil ich finde, dieses Jahr hat man nochmal im Gegenteil, so wie ich letztes Jahr bei Let's Dance angefangen hab, Januar zu jetzt, ich erkenne mich kaum wieder und das ist ein verficktes Jahr her, jetzt anderthalb Jahre.

Wenn ich zurückblicke, es gibt eine Phase, wo du diesen kurzen Pony hattest blond. Das war mit deine schlimmste Phase. Ich glaube, das war deine schlimmste Phase. Wenn ich darauf zurückblicke, bin ich so, nee, das ist nicht meine Sandra. Boah, aber soll ich euch ganz ehrlich was sagen? Ich kann später meinen Kindern wirklich zeigen, ich war 10 Persönlichkeiten. Ja, du kannst wirklich, also du kannst...

Das ist wie dieser Psychofilm, kennt ihr den, der so viele Persönlichkeiten hat? Wirklich, ja. Ja. Aber auf jeden Fall sehe ich auf jedem Dokument, außer das Dokument, ganz anders aus, ganz verschieden. Ich würde am nächsten auch mein Führerscheinbild ändern. Ich finde es aber so witzig, wenn man von allen Leuten, also wenn man so auf dem Profil alle Karten sehen würde, weißt du, nur die Fotos, die es gibt.

Wenn du anhand, also so zum Beispiel bei Tinder müsstest du all deine Dokumente quasi hochladen, nur die Fotos davon, um zu sehen, wie man aussehen würde, weil ich glaube, das wäre so Lachkick. Das wäre surreal, glaube ich. Ich wünsche, ich könnte das alles von meinen Freunden. Ja, aber ich wünsche, ich wünsche wirklich, ich würde das von all meinen Freunden kennen, weil, kennt ihr noch mein Knastbild, wo ich blonde Haare habe?

Na klar, na klar, na klar. Kennt ihr Svetlana's Führerscheinbild? Das ist aber so iconic. Ja, das ist wirklich diese... Wie sah deine Mutter in den 90er Jahren aus? Ja, Dauerwände, die passen nicht mal mit aufs Bild. Nein, das war keine Dauerwände. Maren mit kurzen Haaren, aber mit diesem feuchten Gel hoch. Einfach.

Ja, aber was war das nochmal für ein... Das war so ein normales Bild, ne? Diese fettrunde Brille. Nee, hatte sie da nicht drauf. Ohne Brille. Nein, das war ohne Brille. Ohne Brille, ohne Brille. Aber richtig müde Augen. Weil gerade vier Kinder produziert. Man muss ja auch sagen, Mama hat den Führerschein sehr, sehr spät gemacht und, da danken wir wirklich immer noch Tietzwerda Parschenzimmer, die wie eine Oma für uns war.

Tietzwerda, also das heißt Tietzwerda, also das heißt Tante, genau, Tante, das war Mamas beste Freundin, die war zehn Jahre älter, aber die hat meiner Mutter immer so heftig Real Talk gegeben, die hat gesagt, du hast vier Kinder, wie willst du, also dann, da waren wir noch zu viert und haben in einer kleinen, so drei Zimmer Wohnung gelebt? Ja.

Das war jetzt nicht Plattenbau. Doch, war schon Plattenbau. Safe Plattenbau. Das ist auf jeden Fall Plattenbau. Wir haben im Plattenbau gelebt. Aber jetzt nicht die Leute, die aus Berlin kommen, dass die denken, unsere Platten gehen nicht bis zum 40. Stock. Genau, es geht zum 6. Oder zum 8. gibt es auch.

Hierfür ist schon hoch, weil wir sind eher ländlich. Aber die hat meiner Mutter immer so heftig Feuer unterm Hintern gemacht. Und ich weiß noch, die hat gesagt, wie willst du deinen Kindern da, bla bla bla, du brauchst Führerschein und so weiter. Weil meine Mama hatte immer einen Kinderwagen dabei, Wasserflaschen.

Immer da, gut, dass wir Kaufland um die Ecke hatten, das wurde aber neu gebaut. Vorher musste Mama immer bis in die andere Stadt gehen, weil bei uns in der Stadt waren nur so kleine Tante-Emma-Läden, wisst ihr? Also man kann sagen, es war einfach eine Freude, die man sich einfach gewünscht hat. Und die einfach jemandem gesagt hat, ey, du musst das jetzt machen.

Das ist genauso, wie wir Schwestern untereinander sind. Das ist jetzt, nee, kriegt deinen Arsch hoch und macht das jetzt. Und wie war das, glaube ich, für Mama so eine Schwester? Ohne das, ich erinnere mich so krass gerade an die Zeit zurück, wir sind wirklich so, kann man fast schon echt, arm aufgewachsen.

Wir sind wirklich arm aufgewachsen. Armutsgrenze, kann man so sagen. Nein, wir waren unter Armutsgrenze. Aber uns ging es gut. Aber checkt ihr, ich hätte nichts anders gewollt. Aber soll ich sagen, weil wir einander hatten, weil da habe ich mit Nick drüber gesprochen, der kommt aus einem, also mein Ehemann kommt aus einem richtig guten Elternhaus und die hat eine Haushälterin. Voll krass.

Wirklich, wirklich. Ich war nie Haushälterin. Ist so, ich war ernst, die Haushälterin bei uns zu Hause. Aber weißt du, warum du das übernommen hast? Relativ frühen Freund und zu Hause waren halt viele Kinder und Sandra wollte halt, dass es ordentlich ist, dass man auch checkt, weißt du? Das fing schon viel früher an, Lorena. Nee, aber ich glaube, da wurde extrem.

Nee, nee, nee, das allererste Mal, da war es noch in der Wohnung, da weiß ich noch ganz genau, da war Mama so gefordert, da habe ich unser Kinderzimmer aufgeräumt, vier Stunden lang, weiß ich noch ganz genau. Boah, wir haben so viel Ärger mal bekommen. Ja, und ich habe das ganze Ich habe das ganze Zimmer aufgeräumt und ich weiß noch ganz genau, ich war fünf oder so und aus Taschentüchern habe ich Kraniche noch gemacht, weil ich das im Kindergarten gelernt habe.

Boah, krass. Also, wir haben noch kein Tü. Und dann hatten wir so, weißt du noch, hatten wir so drei Plastikstühle von Ikea. Jeder kennt sie. Alles hatten wir ultralange, jedes Möbelstück. Ja, normal. Und da habe ich drei Kraniche für Alex, dich und mich, weil Lorena war einfach noch zu klein. Lorena gab es noch gar nicht. Doch, ich war ein Jahr alt, als wir aus der Wohnung ausgezogen sind. Aber als du schon warst, gab es das noch gar nicht.

Achso, gar nicht auf der Welt, glaube ich. Nein. Das kann sein, vielleicht war Mama da gerade schwanger. dass wir ein Leben ohne dich hatten, ne? Ja, aber ich hatte kein Leben ohne euch. Ja, das stimmt. Oh nein, das stimmt. Das heißt, du kanntest nur richtig das, aber du kanntest dann quasi nur richtig das Haus. Ja.

Krass, weil ich kann mich noch so an die Wohnung erinnern, Michelle. Ich auch. Weißt du noch, dieser übelst fette Spiegel im Flur. Und ich weiß nicht, ob du das noch weißt, wir hatten so einen Computerschrank, erinnerst du dich? Im Flur und der war immer abgeschlossen, weil nur unser Papa da dran durfte, aber da gab es ja Paint, wo man malen durfte und dann haben wir gemalt und wir hatten so eine...

Ich weiß noch genau, wie die Wohnung aussieht, eins zu eins. Ich auch, aber es war eine Top-Wohnung. Haben wir Fotos noch von der Wohnung? Guck mal, du kommst rein, da war ein XXL-Flur. So ein fetter Flur. Kannst du dir vorstellen, der war so rund, aber die Wohnung war top, weil da war ein Gästeklo, da war ein Badezimmer, wo kein Klo war.

Doch, da war ein Klo. Nein? Dann hatten wir ein Wohnzimmer, Wenn du rausgekommen bist, links war direkt das Schlafzimmer, das große Schlafzimmer, da haben wir immer alle geschlafen. Dann bist du im Flur so eher nach links. Ja, eher links bist du, also geradeaus, dann war das Wohnzimmer, fettester Spiegel, den ich je in meinem Leben gesehen habe.

Dann bist du so, rechts war natürlich die Küche und dann bist du nochmal so einen kleinen Minigang gegangen, Miniflur und dann war das so unser Zimmer. Und dann bist du geradeaus durchgegangen, das große Bad. Du warst ja auch noch klein. Aber Leute, das ist wirklich so. Das war so geil, weil wir hatten vor unserem Zuhause hatten wir so eine Spielwiese, wo auch alle ihre Wäsche aufgehangen haben. Also da waren so Wäschestangen.

Und dann war links und rechts ein Sandkasten. Rechts der Sandkasten kam irgendwann weg, weil die Jungs den angezündet haben. Dann hatten wir nur noch links. Und dann haben wir im Sand Wohnung gebaut. Wisst ihr das noch? Dann haben wir so Sofa in der Ecke gebaut mit Sand und so. Und das war halt so geil, weil alle Kinder draußen immer zusammen gespielt haben.

Aber das hatten wir auch. und jetzt heutzutage fahrt man über die Straßen, ich sehe keine Kinder. Ich sehe auch keine Kinder mehr. Ich sehe keine Kinder, die richtig spielen, so wie wir damals. Ich sehe auch keine Kinder mit Fahrrädern mehr. Doch, ich schon. Wisst ihr noch, wie wir damals immer WM gemacht haben mit Fahrrädern?

Ich wohne in einer sehr Jugendgegend. Hier muss man sagen, wo noch viele Kinder sind. Ich sehe jeden Tag Kinder, die spielen draußen. Ah, hab ich gestern auch gesehen. Aber eine ganze Gruppe, ne? Genau, ich sehe jeden Tag Kinder, die hier spielen. Ich glaube, man muss aber auch sagen, da wo Lorena lebt, Also da würde ich auch aber auch keine Kinder hin, weil Lorena wohnt direkt an der Hauptstraße.

Dann Michelle, du kennst unsere Nachbarn, die sind alles Rentner. Das stimmt. Da, wo Michelle und Mama leben ja zusammen. Die ganzen Nachbarn sind eigentlich U50 ist halt echt so eine Rentner-Gegend. Aber ich wohne noch in so einer richtigen Family-Gegend und ich sehe jeden Tag Kinder, die spielen. Vielleicht muss G dann immer hierhin kommen und spielen. Natürlich, natürlich. Weil, ist so, mit wem soll Baby G da, also da ist ja wirklich niemand.

Darüber habe ich auch schon viel nachgedacht. Ja, aber es kommt ja in den Kindergarten, das ist ja ein natürlicher Prozess. Ich denke auch. Aber so cool, wie wir es hatten. Und ich sage euch, ich hätte nichts an unserer Kindheit geändert. Nicht eine Sache. Nee, ich auch nicht. Was ich aber zu Ende erzählen wollte. Nicke hat ja Haushälterin und dann habe ich so darüber nachgedacht.

Und gerade jetzt checke ich ja eh nicht, wie Mama das, das sage ich auch fast einmal am Tag, wie Mama das mit fünf Kindern geschafft hat. Ja, checke ich auch nicht. Ich habe ein Kind, einen Haushalt, ich habe einen Mann. Ich sitze manchmal schon auf Klo zehn Minuten und denke über mein Leben nach, aber einfach, weil man so denkt, wie soll ich das schaffen, weil man will alles perfekt haben und dann.

So, dann denke ich mir, Haushälterin und so, ich lebe ja auch in dem, als Nick und ich beide gearbeitet haben, konnten wir auch ab und zu jemanden kommen lassen, der uns im Haushalt unterstützt hat, ne? Übelst privilegiert, aber wir waren den ganzen Tag am arbeiten. Jetzt wüsste ich nicht mal, also jetzt denke ich mir, würde ich auch gerne machen, aber man hat gar keinen, also ich habe erstens nicht, dafür will ich kein Geld ausgeben gerade, weil ich keinen Job mehr habe und sowas.

Und man schafft es auch, aber es ist ja vorher normal gewesen, dass man das schafft, dass Mama das auch geschafft hat. Und dann habe ich über unsere Kindheit nachgedacht. Auf jeden Fall waren bei Nick in der Siedlung nicht so viele Kinder und dann musste er relativ viel auch immer alleine im Garten machen und mit dem Hund auch.

Und wir hatten das nicht. Wir hatten halt alle einander und uns und dann dachte ich mir, boah. Wir hatten immer übelst viele Kinder bei uns auch in der Gegend. Und ich schwöre und dann dachte ich mir, boah, würde ich jetzt vielleicht auch sogar in Drei-Zimmer-Wohnungen in so einen Plattenbau ziehen wollen, damit ich weiß, da sind übelst viele Kinder, mit denen man spielt.

Aber heutzutage ist das auch nicht mehr so krass. Man weiß es nicht. Ich weiß ja, unsere Cousine hat ja da noch in der Gegend gelebt. Und... Ich weiß gar nicht, also immer wenn ich da war, ob ich da besonders... Sie hat doch gesagt, über ihr haben doch Kinder gewohnt, die übelst laute mal getobt haben.

Aber man muss auch sagen, damals war das fast schon wie so eine Community, die da gelebt hat. Also wirklich, weil man muss ja auch sagen, unsere Eltern sind ja ausgewandert, ne? Nein, ja. Wir sind Spätaussiedler, weil meine Oma ist Deutsche. So. Und dann sind wir wieder eingesiedelt. Also hat unsere Familienantrag gestellt.

Ja, aber wenn man jetzt Papa anguckt, kommt er nicht aus Deutschland. Papa nicht, aber Mama. Und dadurch, dass die verheiratet waren, hatte er auch einen Anspruch, an Deutschland zu kommen. Aber weißt du, du hast diesen Gentest gemacht und da war einfach nichts deutsch? Ja, ich glaube, da glaube ich auch nicht.

War wirklich nichts deutsch. Aber gab dir daran... Naja, egal, auf jeden Fall, wir sind ja Ausländer, also das heißt, unsere Eltern sind irgendwann mal halt aus wahrscheinlich, was weiß ich welchen Gründen, nach Deutschland, um einfach eine bessere Zukunft zu haben. Das ist einfach so. Weil unsere Eltern kommen ja aus Usbekistan und wenn man sich Usbekistan anguckt, da gibt es wirklich erste bis dritte Welt wirklich alles noch.

Und ich muss sagen, mittlerweile bei TikTok sehe ich voll viele Videos, die dahin fliegen, um Urlaub zu machen, weil das so eine schöne Natur ist. Aber man darf nicht vergessen, das sind auch nur die Hauptstädte, auf den Dörfern nicht. Ja, genau, das sagt Mama ja auch, ich weiß. Und Mama hatte trotzdem eine schwierige Jugend, weil da haben Mama und ich uns noch eine Doku zu angeguckt, da sind ganz, ganz viele Religionen.

Und unser Papa ist ja muslimisch zum Beispiel und Mama ist weder christlich noch, aber schon eher christlich aufgewachsen. Und die Welt ist kollidiert, also irgendwann wisst ihr, da war, das war wirklich schwer für eine junge Frau, da Arbeit zu finden und unser Opa hatte ging schon wieder an der Nase.

Unser Opa hatte eine Schuhfabrik und da haben die halt gearbeitet und irgendwann war ja auch Krieg und, die unter sich auch und Mama hat auch erzählt, Opa hatte ich weiß jetzt nicht, ob ich das sagen kann, aber die hatten auch eine Granate unterm Bett Jeder Haushalt hatte Waffen und solche Sachen, weil es hätte jeden Moment...

Einfach. Ist halt übelst korruptes Land. Keine Ahnung. Ich bin froh, dass wir jetzt hier sind. Die Story geht noch weiter. Warum? Ich finde diese Folge total schön, dass wir über unsere Vergangenheit mal reden. Leute, aber... Findet ihr das nicht ein bisschen privat? Finde ich gar nicht. Ich finde, das kann Mama so erzählen. Ja, aber nicht so, aber so wie die Kindheit für uns war.

Ja, das finde ich, aber jetzt nicht, wie Mama da gelebt hat und wie sie jetzt das wollte ich jetzt so erzählen. Aber man muss ja sagen, dass in unserer Siedlung auch schon echt viele Russen gelebt haben. Eigentlich fast nur komplett. Und Polen. Aber das war irgendwie so, wenn ich mich so an diese Gegend zurückerinnere, denke ich so, boah, das war so ein safe place auch für Mama und Papa irgendwie damals gewesen.

Die konnten uns einfach sein lassen. Also die konnten einfach quasi erstmal natürlich echt mit der eigenen Sprache so, dass Mama Deutsch gelernt hat, da ist auch erst in den letzten zehn Jahren so richtig was passiert. Als sie richtig arbeiten gegangen ist. Genau. Und davor hat Mama echt sehr, sehr gebrochen Deutsch gesprochen.

So, unser Vater, man muss ja auch sagen, der ist dann irgendwann wieder zurück nach Russland. Man muss sagen, so wie wir damals gelebt haben und ich glaube, das können Leute, die. Wie kann ich, also ohne, vielleicht können manche auch relaten, aber ich finde, das war so voll der safe place. Weil jeder war gleich, weißt du, was ich meine? Jeder war gleich.

Wir haben nicht, ich habe erst im Kindergarten oder in der Schule gecheckt, dass es reiche Menschen gibt. Ja, ich auch. Weißt du, was ich meine? Weil wir haben nur in unserer Ecke da gelebt und jeder war gleich. Jeder hatte so die gleichen Struggles. Jeder hatte irgendwie gleich wenig Geld und wir haben uns wirklich mit den kleinsten Dingen, haben wir uns einfach so das schönste Leben gemacht.

Aber das kann man jetzt im Nachhinein reflektieren. In dem Moment war es alles, was wir hatten und es war genauso perfekt. Also ich sage, wir hatten in unserer Straße, wir waren, glaube ich, immer zehn Leute, zehn Kinder, Minimum, immer Abendspiele. Wir haben McDonalds gespielt, wir haben uns irgendwas gesammelt, wir haben so viele Spiele gespielt, uns alles ausgedacht. Wir hatten sogar eine Tierärztin.

Wir haben einfach bei ihr geklingelt, wenn irgendwas mit Tieren war. Und dann checkt ihr noch? Könnt ihr euch daran erinnern? Also die war, nein, nein, nein. Die war an der Straße, ich weiß. Die war Tierpsychologin oder sowas. Ja, aber sie hatte so eine Connection mit dir. Von Bruno, ne? Nee. Nein. Die war das letzte Haus an unserer... Frau Schütz. Frau Schütz, genau.

Ich hab da immer geklingelt, wenn irgendwas mit einem Tier war. Ich so, das Tier kann nicht laufen. Leute, warum haben wir das gemacht? Keine Ahnung, sie war für uns einfach Tierärztin. Ja, aber sie war auch so. Sie war immer Katzen. Sie war immer Katzenpsychologin oder sowas. Sie haben selber nicht gedacht.

Nein, das war was anderes. Aber die hatte immer viele Katzen. Ja, und das war so cool. Mich hat es gerade noch gesagt, kannst du dich noch an Bruno erinnern? Ich hatte mit Bruno ganz geile Connection. Bruno war so ein großer Berner Zen-Hund. Der hat geslabbert. Die hatten so eine Routine immer morgens Gassi gegangen, mittags und abends, wenn wir dann auch da waren. Und der war so ein richtig gemütlicher Hund.

Ganz toller Hund. Der wird auch hier irgendwie reinpassen. So ein Riesen-Bruno. Er ist zu groß für die Treppe. Ich weiß aber, weil der so gemütlich ist. Er war so am Schlendern. Er war immer am Schlendern. Ja, das war ein ganz toller Hund. Und Bruno ist dann gestorben und dann haben die ein Baby Bruno bekommen.

Und wir hatten auch eine Katze, Betty. Also nicht unsere Katze, aber von unserer Nachbarin. Und die hat lange gelebt. Wir haben uns schon gewundert, wann so weit ist. Als wir da eingezogen sind, war die schon sechs. Und wir haben ja mindestens zehn Jahre länger, ne? Bis ich 18 war da geliebt. Bis ich 19 war, 18 Jahre. Wann habe ich das Haus für Mama gekauft? 2020, glaube ich.

Nee, vor sechs Jahren. Von 2004 heißt das bis 20? Wann habe ich das erste Haus? Ich glaube, ich war da, glaube ich, frisch. Nein, nein, 2002, nach Corona war das. Bei Corona haben wir noch Weihnachten altes Haus gefeiert. Ich weiß gar nicht, wann ich das Haus gekauft habe. 22, glaube ich. Ich glaube auch 22. Ist ja vier Jahre, ja.

Auf jeden Fall haben wir ja ultra lange da gelebt und Betty hat fast bis zum Schluss dann noch die war am Laufen. Ich glaube ein Jahr, bevor wir ausgezogen sind, haben wir sie nicht mehr gesehen. Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, Leute, Leute. Leute, nein. Betty war schon längst tot.

Seid ihr verrückt? Doch. Sandra, Betty war schon längst... Betty kann nicht 40 Jahre leben. Das ist nicht 40, die war 6 oder 4. Ja, aber Michelle, das geht nicht von der Zeit. Wir sind 2005 in der Zeit. Und die Katze war schon... Könnte 20 Jahre leben. Leute, jetzt will ich das mal wissen. Brauchen wir jetzt auch einen Faktencheck hier bei uns im Podcast oder was?

Sandra, aber Betty hat ultra lange... Ich weiß, aber jetzt nicht ein Jahr, bevor wir umgezogen sind, hat Betty noch gelebt, Leute, nein. Ja, jetzt nicht ein Jahr, aber nicht lange, bevor wir umgezogen sind. Leute, nein. Die haben sich auch eine neue Katze gekauft. Betty hat nicht so lange gelebt. Die haben sich keine neue Katze gekauft. Leute, passt auf, Wohnungskatzen leben auf 15 bis 18 Jahre.

Ja, aber Michelle... Die war auch noch nicht sechs, glaube ich, als sie da umgezogen sind. Ja, das kann sein. Die Michelle, Sandra, ich sag dir wirklich... Rekordstolz 38 Jahre eine Katze. Ja, genau, das ist Betty, Alter. Nein, ich höre. Aber die war locker 20 Jahre alt, die Katze. Weil sonst hätten wir unsere Nachbarin singen gehört.

Nein, Leute, ich schwöre euch, ich wünschte damals, RTL wäre einmal vorbeigekommen oder so und hätte einfach mal unsere Straße aufgenommen, weil man kann nicht beschreiben, wie viel da los war. Ich schwöre, wir hatten... Dance Battle. Okay, wir fangen... Wir haben damals gelebt. Man muss sagen, diese ganze Straße war normal, mit normalen Menschen. Ärzte haben da gelebt. Alle haben da gelebt und da wurden sechs Häuser gebaut von der Stadt für Leute, die so viel Geld haben.

Schwache Häuser. Und in denen haben wir geliebt, dass in eine ganz normale Siedlung hat man uns reingeschickt. Boah Leute, das ist eigentlich so ein Fiebertraum. Das ist so heftig. Und jeder war verrückt als. Der andere. Und man konnte das Haus auch nur mit vielen Kindern beziehen. Das muss man dazu sagen.

Das heißt, jeder hatte einen fetten Charan oder Nissan immer so aus 18 Jahren vor der Haustür stehen. Und ich schwöre, die in der Mitte gelebt haben, die hatten immer neue Autos, aber die hatten immer dieses eine mit Blau und Silber. Stimmt, stimmt, stimmt, stimmt. Ja, ist so. Und unsere Nachbarn von uns, keine Ahnung, woher die das Cash hatten, die hatten aber alle drei, vier Jahre neues Auto. Die hatten immer neuen Nissan. Aber ich sag, uns allen ging es gut.

Irgendwie ging es allen gut. Ja, aber Lorena, man muss ja sagen, geldlich gut oder halt normal lebend. Geld gut ging es euch super schlecht, weil ich erkläre euch mal, wie das war. Wir hatten eine Spardose. Sandra, ich meine jetzt für uns, es war, also, Aber wir lachen ja drüber, Leute. All good. Ich will nur einmal sagen, damit ihr checkt, wie arm wir waren.

Nochmal Reality-Check. Wir hatten eine Spardose mit 1 und 2 Cent-Stücken. Da war kaum gelbes Geld drin. Und Münzen schon gar nicht. So 1 Euro, 2 Euro, gar nicht. Und von diesem Geld, wir hatten einen Laden um die Ecke. So 5, 2 Minuten mit Fahrrad. Oh, der war schön, ja. Und wir haben diese Spardose in den Sommerferien aufgemacht.

Ein Wassereis hat 10 Cent. und bei uns war unsere Rechnung im Kopf immer, wie viel Wassereis können wir davon kaufen? Das heißt, wir saßen alle vier, fünf Tage saßen wir da mit dieser Spardose und. Haben gezählt, wie viele Wassereise wir uns kaufen können. Das war unser, und dann hatten wir Mission, wisst ihr?

Wir haben nicht über Geld nachgedacht, sondern es war nicht, es war direkt, okay, wie viel können wir kaufen? Und wir waren ja schon im Kopf, ah, dann fahren wir jetzt gleich, wir müssen zehn Wassereise kaufen, wisst ihr? Ja, genau. Ein Euro. Ja, jeder hat sein Geld einfach zusammengetan und das war nicht so, oh mein Gott, wir haben jetzt, Ding, 5 Euro, nee, so viel hatten wir erstens nie, aber zweitens, ehrlich, wir haben in Wassereis umgerechnet, ah geil, dann können wir jetzt 10 Wassereise davon kaufen.

Wenn andere mit Kamelen rechnen, haben wir echt mit Wassereis im Sommer immer gerechnet. Boah, das sind so und so viele Wassereise. Aber das war so cool. Ich schwör's euch, Leute, wenn ich zurückdenke an diese Häusereihe, das war wirklich... Fiebertraum. Aber beste Leben. Aber ich sag euch ehrlich, ich wünschte, es wäre eine Doku darüber gewesen, weil ihr könnt euch nicht vorstellen, jeder Haushalt hatte einen Knall. Ist so, wir waren mit Abstand die lautesten, weil wir uns immer gestritten haben, weil wir es willst so machen. Fünf Kinder, alle in einem Alter.

Wir waren immer die lautesten, weil wir uns immer angemeckert haben. Dann eine Nachbarin, eine Nachbarin, die uns abends immer Konzerte gemacht hat. Sie sagt immer mit ihrem Mann und ihrer Gitarre. Und sie hat uns abends immer laut vorgesungen, ganze Straße hat das gehört. War es jetzt der perfekte Gesang? Nein, aber jeder hat das Gefühl.

Aber war schön, war schön, war schön. Immer so russische Songs. Dann das Haus daneben, das kann man gar nicht beschreiben. Waren auch viele Kinder, laut. Auch ganz viele Kinder, ganz laut. Aber die waren schon ein bisschen älter. Ja. Dann daneben auch ganz große Familie. Ja, übelst groß. Riesige Familie. Riesige Familie.

Die waren aber auch schon älter, nur die beiden Jüngsten haben mit uns so gechillt. Haben mit uns auch gechillt. Aber super hübsche Kinder. Ja, das stimmt. Ja, und dann, ab dann war ja wieder normal. Der letzten Bein war normal. Und dann kam unsere Tierärztin, die keine war. Und sie war halt, wie sie war. Die haben wir letztes Mal im Kaufland getroffen.

Weil die Tochter hat, seitdem sie schon jung ist, immer bunte Haare. Und das fand ich so cool. Also wirklich pink, lila, orange, alles. Also wirklich, es war Villa Kunterbund alles, also unsere Straße finde ich, wir hätten uns Villa Kunterbund nennen können, da war von A bis Z und von 0 bis 20 Kinder, ich schwöre es war so geil, weil meine Nachbarin war älter und man guckt ja als Jugendliche immer zu den Älteren hoch und die hat Bauchtanz gemacht und die hatte so Kostüme und wir haben in der Garage immer Dance Battles veranstaltet, aber ihr konntet auch richtig geile Dance Battles machen, ja ich denke wir denken nur dass wir das konnten, Michelle hat immer uns Hip Hop Kurs gemacht, Aber wie schön wäre es, hätte man das wirklich aufgenommen, ne?

Ich hätte das gerne auf Band, weil ich kann mir nicht vorstellen, dass ich, also man muss sagen, Garage offen, dann drei Meter und da sind halt übelst viele Leute spazieren gegangen, weil war ja trotzdem eine relativ wohlhabende, also alle mit Hund sind da spazieren gegangen. Es haben wirklich Ärzte da gelebt, muss man ja mal sagen, es war eine wirklich.

Ab uns war halt verrückt. Nee, danach ging es ja auch noch schlimmer weiter. Verrückt weiter, ja. Ach so, stimmt. Ja, aber ab der Reihe. Das war wirklich... Gut, gut, gut, Absturz. Noch mehr Absturz gefühlt, ist das, was ich meine? Wirklich, wirklich. Das fand ich so legende, dass Dennis Fahrradmechaniker auch war. Ja, alles.

Der Vater, der hat Fahrräder repariert. Genau, der hat Fahrräder repariert. Dennis wollte dann auch Fahrräder reparieren und er hatte so kleines Werkzeug. Wir mussten eigentlich unsere Straße nie verlassen. Ich schwöre, wir hatten alles da, oder? Wir hatten ein Fahrradding da, der hat uns unsere Fahrräder auch verkauft. Wir mussten nichts machen.

Wenn ich danach wirklich zurückdenke, das war wirklich so eine Legendenzeit. Sandra auch immer abends, die muss morgen zur Schule und dann muss ich so, Mama, mein Reifen ist schnell zum Nachbar gebracht. Aber immer schnell repariert, morgens abholt. Ja, aber es hat sich natürlich irgendwann geswitcht. Wir haben trotzdem irgendwie noch lange dort gelebt, aber man muss ja nicht sagen, irgendwann haben wir selber auch angefangen zu arbeiten. Aber das waren wirklich so die Zeiten, bis wir so 10, 12 Jahre alt waren.

Die Zeit war es. Danach ist ja auch Michelle schon langsam ausgezogen, du bist langsam ausgezogen. Aber ich glaube, bis ich 10, 11 Jahre alt war, war unser Leben so. Und dann wurde es immer besser. Weil Mama hat dann irgendwann auch angefangen. Finanziell wurde es immer besser. Ja, genau. Und hat irgendwann dann natürlich auch angefangen zu arbeiten, weil unser jüngster Marley kam dann ja noch auf die Welt. Und dann hat Mama glücklicherweise wirklich angefangen zu arbeiten.

Ja, konnte es. Und da war es halt irgendwann alles leichter und bla bla bla. Jeder hatte irgendwie einen Job. Und sind da irgendwie aber trotzdem noch lange leben geblieben. Weil es aber auch ein schöner Spot war, weil wir haben da gelebt und Mama hat ganz oft auf uns quasi auf der Mitte gewartet. Wir sind mit dem Fahrrad gefahren, bis dann eine Straße kam.

Da hat Mama dann auf uns gewartet und dann sind wir quasi zusammen nach Hause gesteppt. Das können sie bei Malik machen, bei mir. Alex hat sie noch zur Schule gebracht. Dann hat unser kleines Auto wieder immer stehen geblieben. Du musst den Leuten das mal erklären, weil die checken das nicht, wie so Mama auf der Straße stand. Hä? Ich hab gesagt, auf der Hälfte hat sie uns getroffen an der Straße auf dem Rückweg von der Das ist alles gut.

Von der Schule. Achso, von der Schule, ja. Hälfte der Strecke, genau, wenn sie es von der Schule abgeholt hat. Aber was ich auch noch... Wusst ihr, Digga, das war als Kinder richtig schön, aber ich war ja schon älter als ihr. Und das ist jetzt auch lieb. Aber für mich war ganz klar, dass ich relativ früh von zu Hause ausziehen möchte.

Weil für mich war es richtig komisch in meinem Kopf. Weil ich dachte mir, okay, ich muss ein bisschen mehr Geld verdienen. Weil, wisst ihr noch, ich weiß noch, Ich habe das erste Mal Geld verdient. Dann sind wir nach Bielefeld gefahren. Haben Nike Blazer gekauft. Und Timbalands gekauft. Nike Blazer. Das war Sandra Schuh. Ich habe den so geliebt. In Grau, ne? Nee, Schwarz. Wer hatte Grau? Alex.

Du Schwarz-Weiß. Du bist eigentlich noch viel zu jung, Lorena. Nein, nein. Ich habe danach noch die Nike Blazer getragen. Für mich war ich gefühlt 13. Sandra, aber ich kann mich genau an Nightbase erinnern. Wie viele Jahre Unterschied haben wir? Vier, ne? Nein. Fünf. Das passt, da weiß man das schon. Natürlich, weil natürlich kenne ich deine Nightbase. Sandra, bitte.

Du tust, als wäre ich im Kinderwagen gewesen. Für mich macht das so einen Unterschied, dass du nicht von der Wohnung weißt. Ich habe da irgendwie mein halbes Leben gelebt. Eigentlich nicht, aber du hast ja vier Jahre gelebt. Ein Jahr danach bin ich in die Schule gegangen. Ja, aber es sind wichtige Jahre, weil da fängst du an, dich an deine Jugend, an deine Kindheit zu erinnern. Also ab drei oder vier hast du Erinnerungen.

Das ist genauso wie der Zeitpunkt, wo du ausgenommen hast, der Zeitpunkt, wo Malik auf die Welt kam. Ungefähr der Abstand bei uns, weißt du? Ich kann mich ja auch noch, weil ich war auch so vier und du warst ja dann auch ungefähr vier, wo ich auf die Welt kam. Vier, fünf. Und weißt du, das ist bei Malik und mir der Unterschied. Und ich kann mich auch noch daran erinnern, wie wir dann im Krankenhaus saßen, auf Malik gewartet haben und so.

Also es stimmt, das ist so die Erinnerung, wo das einsetzt. Ja, genau. Wo man sich daran erinnern kann. Deswegen sind die auch so prägend. Und das ist halt so verrückt, weil ich hatte dann irgendwann das Bedürfnis, euch ein gutes Leben zu... Oder das klingt so dumm, weil es materiell ist, aber man hat ja Wünsche, die hat man als Kind noch nicht. Man sieht das ja auch bei den anderen Mitschülern.

Die haben alle ihre Lamy-Stifte, die haben Faber-Castell. Und wir kommen halt mit anderen Sachen. Trotzdem, auch mit dem. Mama hat uns immer versucht, alles, also wir mussten wirklich Chapeau an unsere Mutter. Wir hatten immer die neuesten Klamotten. Ich weiß nicht, ich schwöre, Leute, ich weiß nicht, wie sie es geschafft hat.

Wir hatten immer die neuesten Klamotten. Wir hatten immer gute Fahrräder. Wir hatten immer, überlegt mal unsere Schulturnister, Leute, waren immer auch so Markendinger und die neuesten Dinger. Wir waren immer gut angezogen. Wir waren immer sauber, immer ordentlich. Darauf haben wir mal richtig geachtet. Ja, wir waren wirklich, und das darf man nicht vergessen, weil es hätte auch ganz schnell in eine andere Richtung für uns alle gehen können.

Und da muss ich sagen, den größten Respekt an Mama, weil meistens ist es so, dass Leute, also dass Migranten mit vielen Kindern, ihre Kinder... Junge, ich bin auf dem Gymnasium angekommen, war ein halbes Jahr da, alle dachten, ich bin Baptistin. Ich hab, wisst ihr, weil wir viele Kinder haben. Ich auch. Michelle.

Ich bin in die erste Klasse gegangen, jeder dachte das auch, weil ich hab nur Röcke getragen, weil Mama uns immer so mädchenhaft angezogen hat. Aber weil man das in der Schule in Russland auch so gemacht hat. Ja, weil man voll schick in der Schule hat. Man hat uns so schick zur Schule eindruckt. Leute, ich war auf den Klassenbildern, ich war als Einzige mit Kleid und so. Ja, richtig.

Ich hatte Business-Hose an zur Einschulung, Business-Hose und weiße Bluse. Ja, ich hatte genau dasselbe Outfit, die mir jetzt auch zu meiner eigenen Schulung an. Leute, check dir. Ich hatte nur Röcke an, dass Leute mich auch gefragt haben, bist du Baptistin? Was natürlich nicht schlimm ist, aber wir sind es halt nicht.

Aber ich meinte so, ich mag das, das ist doch normal. Da muss ich doch gut ansehen zur Schule. Aber wir haben schon viel... Wir haben schon früh viel, trotzdem auch, nicht Rassismus erfahren, aber wir haben schon früh das Gefühl bekommen, dass wir nicht so sind wie die. Wisst ihr? Also ich hatte das auf jeden Fall. Man muss auch sagen, man muss sagen, dass damals das Verhältnis zu, man kommt nicht aus Deutschland, also früher waren es einfach weniger Ausländer in den Klammern.

Und wir waren auf der falschen Schule, weil wir waren auf einer christlichen Schule. Die andere Grundschule, wo relativ viele waren, da bei Kaufland in der Nähe, da sind die ganzen Ausländer gelandet und Mama hat richtig dafür gekämpft, weil, wir waren im katholischen Kindergarten und dann war es auch klar, dass wir auf diese Schule, also dass wir dann auf die Schule kommen.

Ja, weil das war einfach zusammen. Genau, und wir sind ja dann aber auch umgezogen und dann wirst du ja einem Gebiet zugeteilt, wo der Kindergarten ist. Und dann war es aber richtig schwer, dass Malik und ich glaube du auch noch weiter in dem Kindergarten bleiben. Ich bin mir nicht mehr sicher. Aber solche Sachen halt.

Und das ist schon verrückt, weil wenn ich meine Freundin gehört habe, wie die auf der Grundschule waren, der war krass. War schon ausländisch, bei uns war das überhaupt. Ja, bei mir war es schon ein bisschen so. Ich muss sagen, bei mir war es gar nicht so. Also ich habe nie das Gefühl gehabt, also ich war in, ich habe gemerkt, dass ich jetzt nicht unbedingt genauso bin wie die, auch nicht so groß geworden bin und so.

Aber ich habe mich nie irgendwie... Vielleicht war das unsere Generation einfach anders. Auf jeden Fall. Wir waren die Ersten. Nie mit Klamotten, nie irgendwas. Nee, aber wir waren die Ersten. Trotzdem der erste Schwung, der dann ja auch diese Schule richtig nicht erst in die 8. Klasse kommt, sondern wirklich, dass wir in Deutschland auch im Kindergarten waren und auch geboren sind.

Und ich glaube, das war für die Lehrer auch ganz neu. Soll ich mal was sagen? Wisst ihr, wo ich das das erste Mal gemerkt habe? Ich hatte keine Broto, sondern es war meine Filme. Nein, alle Folie. Ich hatte ja auch selber eine Folie. Ich mache bis heute auch noch alle Folie. Ja, aber jetzt ist das deine Entscheidung. Warte mal kurz, Lorena. Ach Sandra, jetzt stresst dich doch nicht. Nein, aber das ist ja wirklich so.

Als ich das erste Mal gesehen habe, dass Leute wirklich so Brotdosen hatten. Mit Gemüse auch. Mit Gemüse und so. Und dann packe ich mein Körnerbrot. Jeder hatte so ein Ding und man konnte das noch so aufziehen. Und bei uns war es wirklich so, meine Mom, Alefolie. Ich glaube, das war so ein Unterschied, wo ich nochmal gemerkt habe.

Es gab auf jeden Fall viele Unterschiede. Da muss man ja wirklich sagen. Ich finde auch schon viele, wenn ich darüber nachdenke. Ich muss sagen, bei mir in der Grundschule wir hatten eine Lehrerin, die war ganz gemein guck mal, zum Beispiel manche Kinder manche Kinder sind ja so, die werden groß und die essen dann halt einfach Toastbrot mit Nutella, was ich voll in Ordnung finde mach, ne, jeder hat das ja selber zu entscheiden und dann geht die wirklich durch die ganze Klasse guckt in die Brotdosen und wenn die nichts, Gemüseartiges dabei hatten hat die von der ganzen Klasse gesagt so und jetzt guckt jeder in seine Brotdose und guckt was er quasi dem Kind geben kann und man hat sich so fremd geschämt, weil man dachte, stell dir vor,

ein Kind mag halt einfach jetzt keine Paprika essen. Man hat einen richtig auflaufen lassen. Ich hoffe, heutzutage gibt es sowas nicht mehr. Wirklich, das war, und dann alle, die halt in Deutschland geboren sind, die jetzt keinen, Migrationsgrund haben, die waren dann immer so hier, hier, hier, auch voll nett natürlich, aber trotzdem, die ausländischen Kinder hatten dann halt immer so, oder haben einfach nicht rausgeholt, weil die sich dann so geschämt haben, was sie dann dabei haben.

Aber es riecht auch anders, ausländisches Essen riecht auch anders. Du holst dein Alami-Brot da raus. Die russische Wurst, Alter, Knoblauchwurst, Alter, das ist so. Und bei, also das weiß ich, also Ausländer wollen ja nach außen auch immer zeigen, immer das Beste geben, wisst ihr? Und auch beim Essen.

Für meine Mama ist zum Beispiel ein Brot mit Frischkäse kein gutes Frühstück, um zu zeigen, dass alles gut bei uns zu Hause ist. Ich hoffe, das macht Sinn, wie ich das jetzt gerade erkläre. Also hat Mama uns immer Sandwiches gemacht und sowas. Sowas richtig, was schon müheaufwendig ist. Oder Blinschiki hatten wir.

Irgendwann später auch natürlich Brot. Den Schiffen und Pfannkuchen. Pfannkuchen, genau. Aber das kam erst... Das war so ab und zu, aber vorher am Anfang war es wirklich so. Und ich liebe dafür, Diane in meiner Klasse, die saß neben mir, war auch Rustin, erster Schultag oder zweiter Schultag, auf jeden Fall erster Schultag, an den ich mich erinnere, wir machen beide unsere Alufolie auf beides, nur mit Käse, weil sie mag keine Wurst, ich hatte Wurst und Käse mit Ketchup.

Das ist so geil, ja. Und es war so gut, dass ich sie gesehen habe und wir beide haben uns angeguckt und die anderen angeguckt, was die dabei haben. Aber wir waren nicht alleine, wir hatten einander, wisst ihr? Ja, das ist so wichtig. Aber ich liebe dieses Sandwich mit... Sender hat sie überhaupt zuzuckend mit dabei. Wisst ihr, wie das gegammelt hat?

Aber es war so lecker und wir haben immer zusammen gegessen. Ja, naja, was ich eigentlich sagen wollte, darauf können wir eigentlich auch mega stolz sein auf Mama, weil, das wollte ich eben gerade sagen, dass es ist einfach so, wenn Leute einen Migrationshintergrund haben und auch meistens viele Kinder haben, dass die Eltern einfach dadurch, dass sie in einem fremden Land sind, den Kindern das auch nicht so zutrauen, weil sie selber so eingeschüchtert sind.

Es gibt wirklich sogar eine Studie dazu. Echt? Gibt es wirklich? Und da muss ich einfach sagen, dadurch, dass Mama der Sprache einfach nicht mächtig war und uns trotzdem, und man muss ja sagen, die erste Sprache, die wir gelernt haben, war russisch. Die erste Sprache, die wir gelernt haben, war einfach russisch und nicht deutsch.

Außer Malik, glaube ich. Malik hatte Deutsch, aber da haben wir ja schon mit ihm kommuniziert. Ja, aber ich finde das so krass, dass Mama uns trotzdem, alle irgendwie mit dem besten Ziel aufs Gymnasium stecken wollte und alles dafür getan hat, wenn ich schlechter Schule war, meine Mutter war die Erste, die mich zur Studienhilfe gebracht hat.

Und ihr wisst, also Studienhilfe war damals so teuer, ist wahrscheinlich immer noch sehr teuer, das ist so Nachhilfe, die es in jeder Stadt gibt. Stimmt, du warst auch in der Studie, ja, stimmt. Ja, weil ich in der Zeit lang war ich so cracky in der Schule. Boah Leute, da könnte ich irgendwie heulen. Ich hab ja immer noch Hormone, aber ich denke so viel generell über Jugend und wie wir aufgewachsen haben.

Wie oft sie uns überall hingebracht hat. Das ist so verrückt. Ich finde es ganz schlimm, weil sie durchlebt ja durch uns jetzt gerade noch mal auch ihre Jugend. Und wir sind alle richtig gut befreundet. Und jeder von uns hat das Bedürfnis, dass Mama das Beste auf die Welt zu geben. Das ist unermal krass. Wisst ihr, wenn die jetzt einen Arzttermin hat oder so, dann sind wir alle hinterher und wollen auch wissen, einfach das Bestmögliche, was es auf der Welt gibt, wünsche ich dieser Frau. 100 Prozent.

Und generell dankbar, dass sie das alleine geschafft hat, weil sie musste sich so vielen Scheißsachen stellen in ihrem Leben. Wie du gerade sagst, einfach dumme Vorurteile bei Elternsprechtagen, solche dummen Kommentare, wo ich mir denke, das hat nichts zur Sache. Du stempelst jetzt jemanden ab, zum Beispiel habe ich mich lange nicht getraut, Deutsch zu sprechen in der Schule und wollte einfach nicht laut vorlesen.

Ich konnte lesen, aber ich wollte einfach nicht laut irgendwas sagen, weil ich hatte, ich war nicht sicher genug. Weißt du, in der Schule vier Stunden redet man Deutsch und dann zu Hause wieder Russisch. Man ist nicht sicher. Dann wurde man aufgezogen und Mama musste sich so einen Scheiß anhören und dann, ganz früh hat man angefangen, trotzdem wurde man damit konfrontiert und dann wollte ich meiner Mutter beweisen, Mama, du musst dich nie wieder für mich schämen, ich lese jetzt, wisst ihr?

Dann habe ich mir immer aufgezeigt zum Vorlesen und sowas, was mir ja Mut gegeben hat danach, weil es nicht so schlimm war. Aber diese Frau hat einfach so viele kleine Signale uns mitgegeben, die wir bis heute haben, wo man danach einfach drüber nachdenkt und weiß, woher das kommt. Und das war ein Minimoment, wisst ihr? Das war so ein Minimoment, der aber so prägend für einen war, dass man weiß, okay, nein, für Mama das Beste.

Ja, deswegen glaube ich, uns fragen ja auch immer Leute so, wie kann es sein, dass ihr so selbstbewusst seid? Wie kann es sein, dass ihr so untereinander seid? Aber ich glaube, es ist einfach Mama. Man kann alles in eine Bubble tun, in einen Sack tun und ich sage euch, oben drauf steht Mama. Ja, und sie musste es wirklich tun. Da sagt sie uns bis heute, sie hat gesagt, wenn sie an der Kasse stand, hat sie immer nachgerechnet, ob das gerade so passt.

Sie hat gesagt, wenn sie gesehen hat, dass ein neues Produkt wie Maxi King auf dem Markt ist, hat sie das gekauft. Anstatt, sie liebt halt Kaffee anstatt Kaffee oder so, also wisst ihr einfach andere Sachen, damit ihre Kinder den anderen Leuten in Russland, sagt man, nicht in den Mund gucken müssen, dass man nicht geiert quasi, damit wir alles schon mal probiert und kennen.

Ja, aber ich muss einfach weinen. Es ist aber, ich finde... Das ist halt Realtalk, weil viele von uns sind so aufgewachsen. Und das muss man mehr appreciaten, weil das, was unsere Eltern für uns leisten, ist wirklich nicht von dieser Welt. Und auch wir füreinander, wir wären nicht da, wenn wir einander nicht hätten, Leute, wirklich. Weil ...

Darüber redet man selten, aber es ist so schön, weil dadurch, dass Mama mir das mitgegeben hat und ich große Schwester war, habe ich das Sandra mitgegeben. Sandra hat das dann, weil ich früh ausgezogen bin, auch an Alex und Lorena weitergegeben, wisst ihr, selbst Malik gestern, wir waren essen, Malik wollte gestern Abend noch cashen, wisst ihr, der jüngste, wisst ihr, aber es ist einfach, jeder von uns ist so füreinander, ich weiß nicht, wie man das sagen soll, aber es sind einfach so viele mini, mini, mini Dinge, die uns dazu gemacht haben, wie wir sind, und das ist das aller, allerschönste Geschenk, Weil wir lachen immer und sagen, Bruder, steck uns in zwei Zimmerwohnungen für immer. Wir kommen klar. Ja, ist so.

Egal, was brennt, egal, was scheißt drauf. Und ich glaube, dadurch, dass wir mit so einer Leichtigkeit durchs Leben gehen, genießen wir das Leben auch. Weil wir kriegen so viele Nachrichten. Warum seid ihr so und so und so und so? Aber das ist einfach der Grund. Wovor sollen wir Angst haben? Wir haben Angst davor, dass jemand von uns etwas passiert. Genau, gesundheitlich oder so.

Das ist allergrößte Sorge. Wenn wir merken, bei jemandem von uns geht gerade nicht in die richtige Richtung, Wir sind alle da, aber es ist halt. Verrückt, weil das darf man ja auch sagen, Sandra ist berühmt und verdient einfach Unmengen an Geld. Das werde ich nicht verdienen in meinem normalen Leben. Das werden wir alle nicht verdienen. Warum heulen wir alle? Aber es ist nie zur Sprache gekommen, dass es auch unser Geld ist.

Aber jedes Konto gehört jedem. Sandra war da auch ganz schnell so transparent. Er hat gesagt, Leute, mein Geld ist euer Geld. Und hat auch die Verantwortung übernommen, weil ich weiß nicht, ob Mama vielleicht nicht dann doch nochmal eine Ausbildung gemacht hätte, wisst ihr? Ich weiß nicht, ob Mama heute, ob es ihr heute so gut gehen würde, wenn du sie nicht, also wenn du da zum Beispiel nicht ihr die Sicherheit gegeben hättest, das Finanzielle, weil es war einfach so lange Druck, dass sie performen musste.

Du hast einfach nochmal eine Ausbildung gemacht, ich finde das so krass. Leute, sie sind einfach zur Schule gegangen. Mit wie vielen Jahren? 45? Ich bin fast so eine Legende. Die ist nach Bielefeld. Dass das angefangen hat, 45 so langsam im Prozess. Und Leute, sie saß an ihrem Tisch, sie saß neben mir am Tisch, hat ihre Aufgaben gemacht, hat gelernt, das ist so real. Und ich hab mit Mama weiß ich...

Wie ist die, die immer noch in Bielefeld. Die ist so eine Legende. Die war mit ihrem Schultasche so geil. Ja, aber jetzt hört mal zu, das war so ein Krampf und ich hab mich so mit Mama gestritten, da war ich das erste Mal Mutter für Mama, weil ich zu ihr gesagt habe, du hast fünf Kinder auf die Welt gebracht, du musst jetzt was für dich tun und du musst mal was auf Papier haben, was dir Spaß macht, weil sie Sie macht immer Macht, macht, macht. Und für einen selber, ihr wisst das selber, weißt du?

Wenn das nicht gesehen wird für dich selber, ist es für uns generell als Charakter schwer, etwas anzunehmen, was wir gemacht haben. Aber wie stolz war sie dann, weil sie diesen Scheißzettel hatte und konnte sich dann einfach bewerben. Als meine Mama Bewerbung geschrieben hat, sie konnte mitreden, darum geht es.

Sie konnte endlich mitreden und konnte sagen, ich habe jetzt eine richtige Arbeit, ich habe Arbeitskollegen, ich habe einen Job, ich habe mich selber beworben. Ich habe Bewerbungsgespräch. Leute, sie haben Bewerbungsgespräch. Das ist das erste Mal, dass Mama richtig in der Gesellschaft mitreden konnte, und dadurch ist sie nochmal wie eine Blume. Ja, finde ich auch.

Sie konnte mitreden. Auch ein ganz wichtiger Punkt. Auch für ihr Selbstbewusstsein. Das haben wir ja gerade schon so ein bisschen angeschnitten, wie sich ihre Sprache verändert hat, dadurch, dass sie jetzt Arbeitskollegen hatte. Was hat sie gestern nochmal gesagt? Sie hat ihren Wort so erweitert. Auf einmal verstehen wir ihren Humor. Sie war schon immer witzig, aber seitdem sie auch so die Sprache wie wir so sprich, die ist so witzig.

Oh mein Gott, ich habe mich bepisst vor zwei Tagen. Wir hatten natürlich wieder Gruppencall und Mama und ich waren die letzten, die drin waren und Michelle sagte immer Heide. Und was du als Mama sagt, zwei Sekunden spüren und ich sage auch Heide. Und legt auf und ich war ganz alleine noch in diesem Call und hab mich so bep...

Du sagst, ich hab mich so bepisst. Jackie, sie macht einfach eine Heide. Sie macht so Peace, Heide. Die Kackse. Bro, ich war schock. Ich war schock. Das ist so heftig. Es geht einfach in deinem Scheiß. Aber ich schwöre sie. Und das finde ich auch gut. Mama hat nie aufgehört, neugierig zu sein. Sie fragt auch richtig oft, wenn sie Wörter nicht versteht.

Fragt sie auch richtig oft nach. Aber was ist das? Und oft, wenn es für uns sogar offensichtlich ist. Und sie fragt, dann rudern wir auch zurück und erklären ihr das nochmal und dann eine Woche später benutzt sie das auch. Das heißt, sie denkt richtig darüber nach und benutzt das dann und sie analysiert uns auch sehr, was wir dann sagen und sie möchte ja auch sein wie wir.

Aber sie ist wie wir. Sag mal, mit wem verbringt ihr am liebsten Zeit? Mama. Leute, ich hab eine ganz große Sucht, egal wo ich hinfahre. Ich zwinge meine Mutter mitzukommen. Aber mir ist es doch auch so. Wenn wir shoppen gehen oder so, meine Mutter sagt immer, ah nein, ich hab alles, ich brauche... Ohne Mama ist es nicht dasselbe. Ohne Mama ist es nicht dasselbe.

Ich finde, das ist so ein schönes Fazit. Wollen wir das Thema... Ich würde sagen, wir lassen den Kummerkasten heute weg. Heute war unser Kummerkasten unser Leben. Heute haben wir einfach mal gesprochen. Ja, passt gut. Und wir können nächste Folge mal eine ganze Kummerkasten-Folge vielleicht machen, weil uns haben einige Sachen erreicht. Oder vielleicht zwei, drei Kummerkasten-Sachen mit reinnehmen.

Ja. Wir haben einfach wirklich Leute... Mensch, wer hätte gedacht... Wir müssen ja sagen, es ist 9.48 Uhr, Leute. Alle Montag. Ich hab's schon predicted, weil ich war nicht geschminkt heute. Aber ich finde es schön, dass wir... Ich finde das gut, weil ich glaube, dass... Also es gibt ja auch diese Armut als Deutsche. Weißt du, was ich meine?

Das trifft ja nicht nur Ausländern, sondern ich glaube, es geht ganz vielen Leuten einfach so. Auf jeden Fall. Und dadurch, dass Deutschland irgendwie verdammt fucking teuer geworden ist, geht es auch den jüngeren Zuschauern, wahrscheinlich einigen genauso. Und, keine Ahnung, vielleicht seht ihr das irgendwie als bisschen Hoffnung.

Keine Ahnung. Oder so ein bisschen, keine Ahnung, dass man uns... Ich glaube, auch bei Dick und Doof gab es auch nie so die Möglichkeit, darüber zu sprechen. Unsere Plattform finde ich apropos sehr, sehr schön, weil wir deep darüber reden können. Weil es war eher so ein Unterhaltungspodcast und das ist auch ein Unterhaltungspodcast, aber auch so voll Komfort. Familia, genau, Komfort.

Wir sind so voll der Komfort-Podcast. Aber das kriegen wir von euch auch richtig oft als Feedback, dass wir richtig Komfort und euch auch irgendwie Motivation geben und so. Ich finde das so toll, deswegen, ja. We love you, Leute. Schön, dass wir euch haben, Leute. Aber mein Tipp der Woche, weil das hatten wir früher mal, Mein Tipp der Woche ist, an alle jungen Leute, die zuhören, darüber habe ich nämlich nachgedacht, sucht euch, sobald ihr könnt und die Kraft habt und die Zeit habt, einfach einen Nebenjob.

Also wenn ihr in so einer Situation gerade steckt, wie wir die gesagt haben, fangt an, Minijob irgendwie Zeitung auszahlen, in einem Getränkeladen, jede Kleinigkeit. Das formt euch für später wahnsinnig. Und das ist immer schön, ein bisschen eigenes Geld in der Tasche zu haben. Jede Sommerferien habe ich gearbeitet. Ja, und von unserem ersten Geld haben wir alle Mama mal was gekauft.

Ja, das stimmt. Okay, schöne Woche.

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