
Drei Unternehmen, drei unterschiedliche Geschichten – und drei Aktien, die gerade ziemlich interessant sind
Mittwoch, 3. Juni 2026 · 35 min
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Shownotes
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Wochenrückblick: Die zweite Reihe des US-Techsektors holt auf, der Dax hat mindestens einen Aufsteiger.
Klein, aber oho: Das neue Elektromodell Luce von Ferrari ist ein ziemlicher Fehlgriff und hat die Aktie zusätzlich belastet. Aber das Kerngeschäft läuft weiter ziemlich rund.
Deal or no deal? Der Mobilitätskonzern Uber will den Lieferdienst Delivery Hero übernehmen. Was bedeutet das für die Uber-Aktie?
Das Ganze sehen: Die Aktie des US-Medizintechnikherstellers Boston Scientific steht seit Monaten unter enormem Druck. Ein Warnzeichen oder eine gute Einstiegsgelegenheit?
Um diese Aktien geht es: Dell (A2N6WP), Intel (855681), Hochtief (607000), Ferrari (A2ACKK), Uber (A2PHHHG), Delivery Hero (A2E4K4) und Boston Scientific (884113)
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Bevor es losgeht, ein wichtiger Hinweis. Dieser Podcast ist keine Anlageberatung oder Empfehlung. Alle Angaben sind ohne Gewehr. Diese stellen keinen Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung dar. Werteentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung. Hallo und herzlich willkommen. Ja, die vergangene Woche war ruhig und sehr, sehr solide.
Der DAX ging hoch bis auf 25.400 Punkte und konnte auch zum Wochenende die 25.000-Punkte-Marke verteidigen. Geopolitisch gibt es mal wieder nichts Neues. Ein schon gewohntes Hin und Her zwischen Waffenruhen und Angriffen, was die Kapitalmärkte nicht weiter bewegte. Wir haben heute wieder drei Unternehmen dabei. Und über wen reden wir denn heute, Timo?
Wir gehen nach Italien, wo der Autobauer Ferrari meinte, ein neues Modell vorstellen zu müssen, den Luce, das erste Elektromodell des Konzerns. Das neue Auto kam allerdings nicht ganz so gut an, kann man glaube ich sagen. Und es hat die Aktie, die ohnehin seit einigen Monaten im Rückwärtsgang sich befindet, noch weiter nach unten gezogen.
Und wir wollen, Petra, heute einmal über das Modell sprechen, aber auch über das Unternehmen und die Aktie. Und wir hatten sowohl das US-Unternehmen Uber als auch den Berliner Lieferservice Delivery Hero im Podcast. Uber ist profitabel, Delivery Hero ist es nicht. Und nun will Uber den deutschen Lieferservice übernehmen. Das wird bzw.
Ist schon spannend und wir schauen, wer der Gewinner dieses Deals sein könnte. Und zu guter Letzt nochmal ein Wert aus dem Gesundheitssektor in den USA. Die Aktie des Medizintechnik-Konzerns Boston Scientific steht seit längerem unter Druck und sieht inzwischen sehr günstig aus. Wir werden der Frage nachgehen, ob das schon eine Einstiegsgelegenheit ist.
So, und wer zu einem dieser drei Unternehmen direkt springen möchte, der kann dies tun und orientiere sich dann an den Timecodes in den Shownotes. Petra, was war sonst noch los? Du hast schon den DAX erwähnt. Was ich ja interessant finde, ja, die Märkte laufen so ganz stabil irgendwie im Nahen Osten.
Das läuft so hin und her. Man weiß es nicht so genau, aber die Investoren scheinen sich damit abgefunden zu haben. Interessant ist ja aber, wenn man schon mal so eine Fünf-Monats-Bilanz für dieses Jahr zieht, dass Year-to-Date der S&P 500 deutlich im Plus liegt bei 10,5 Prozent, während der DAX nur mit 2,3 Prozent im Plus steht.
Das ist ja eine interessante Tendenz, sage ich mal, weil es ja letztes Jahr zum Beispiel im ersten Amtsjahr von Donald Trump noch ein bisschen umgekehrt aussah. Was sind die Treiber? Ich glaube, ein Treiber ist erstmal der Iran-Krieg, der Europa härter trifft als die USA, oder? Ja, richtig. Belastet uns natürlich wesentlich näher als die Vereinigten Staaten von Amerika.
Wir haben in Europa wesentlich mehr damit zu kämpfen, mit den Auswirkungen, mit Inflation, wobei Amerika am langen Ende wohl auch. Aber bei uns macht es sich bemerkbar. Das heißt also, die europäischen oder deutschen Aktienmärkte sind da etwas verhaltener, aber immer noch auf einem sehr soliden Niveau.
Das andere, was ich total spannend finde in den USA, ist sozusagen eine Sektorrotation im Sektor der Tech-Aktien. Nachdem es ja letztes Jahr sowieso sich schon so ein bisschen die Spreu vom Weizen getrennt hat bei den Magnificent Seven, kommen ja jetzt in diesem Jahr vor allen Dingen die Tech-Aktien der zweiten und dritten Reihe zurück.
Also Intel zum Beispiel oder auch Dell. Intel ist ja so eine Trauma-Aktie von dir, Petra. Ist sie jetzt geworden, ja. Bist du eigentlich damals wirklich ausgestiegen oder... Ja, ich bin konsequent. Und wir hatten es auch einige Male hier an dieser Stelle schon besprochen, dass ich immer geglaubt habe, boah, Intel schafft die Kurve und die kommen da wieder raus.
Und nach einigen Jahren des wirklich, des Dahinsiechens habe ich gesagt, okay, jetzt bin ich konsequent und schmeiße das Unternehmen raus. Und wenn ich jetzt zurückblicke auf ein Jahr mit einer Performance von 481 Prozent, passiert bei mir das, was sonst nie passiert. Rückblickend betrachtet, tut es echt weh. Also was bei dir das Apple-Trauma ist, ist glaube ich jetzt bei mir das Intel-Trauma.
Aber wer sich den Chart anguckt, das konnte wirklich keiner ahnen, dass gerade dieser uralt traditionelle Chip-Bereich hier so anzieht. Also das finde ich schon beachtlich. Ja, ein Revival ist okay, aber fast 500 Prozent Rendite auf ein Jahr ist schon Wahnsinn. Der andere Konzern ist Dell, haben wir gerade schon angesprochen.
Dell hat in der vergangenen Woche auch sensationelle Quartalszahlen für das erste Quartal 2026-27 vorgelegt. Die haben ja auch so ein leicht versetztes Geschäftsjahr. Das betrifft dann also den Zeitraum Februar bis April. Umsatz plus 88 Prozent im Vorjahresvergleich, Gewinn je Aktie 4,86 Dollar, erwartet worden waren 2,94 Dollar.
Und jetzt für das Gesamtjahr erwartet man einen Umsatz von 165 bis 169 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von etwa 18 Dollar. Auch das eine deutliche Steigerung. Petra, wir haben Dell, ich glaube, vor zwei Jahren hier mal im Podcast besprochen oder vor anderthalb Jahren. Da stand die Aktie, glaube ich, so bei 140, 150 Dollar.
Tja, jetzt steht sie bei 420. Ja, also du willst mich fragen, ob ich jetzt noch einsteige? Ja, sowohl als auch. Also ich würde dich fragen, würdest du noch einsteigen? Ich meine, bei den Gewinnaussichten ist das ja vielleicht eine berechtigte Frage. Samsung war ja vor zwei Wochen auch so ein Fall. Die andere Frage ist im Grunde genommen, hat man das so in dieser Dramatik kommen sehen?
Ich weiß noch, damals haben wir über Dell gesprochen, weil auch da schon die Umsätze so stark gestiegen sind. Große KI-Hoffnung lag da drin. und dann ist die Aktie aber erst mal noch so weitergelaufen. Man fragt sich so ein bisschen, was ist da jetzt gerade in den letzten fünf, sechs Monaten so los, dass diese Aktien so durch die Decke gingen?
Ja, das sind natürlich auch diese Infrastruktursparten, die hier natürlich zum Tragen kommen. Bei Dell sind es, glaube ich, gerade aus diesem Bereich ein Plus von 181 Prozent. Das ist ein absoluter Hype. Was wir vorher bei den Tech-Giganten Richtung Nvidia und bei den Rechenzentren gesehen haben, ist jetzt so ein bisschen in der zweiten Reihe, will man sich hochhypen. Das tut man auch.
Aber wenn ich mir das natürlich angucke, und vom KGV gehen wir jetzt mal völlig weg. Wenn wir uns die Charts angucken, Dell auf drei Jahre 785 Prozent Gewinn. Herzlichen Glückwunsch an jeden, der dabei war. Und Intel auf ein Jahr knapp 500. Muss ich einfach sagen, da ist wirklich, der Zug fährt immer noch.
Ja, aber für mich ist er abgefahren und ich steige da nicht mehr auf. Kommen wir nach Deutschland. Da gibt es auch einen Aufsteiger, nämlich den Baukonzern Hochtief, den wir auch hier vor einiger Zeit, ich glaube vor ziemlich genau einem Jahr im Podcast besprochen haben. Der soll jetzt gute Chancen haben, in den DAX aufzusteigen.
Die Aktie hat sich seit unserer letzten Besprechung vor einem Jahr etwa verdreifacht von 150 auf 480 Euro. Das Ganze geht zurück auf diesen großen Infrastruktur-Boom sowohl in Europa, Stichwort Sondervermögen, 500 Milliarden Euro, wobei wir immer mitbekommen, dass so viel da gar nicht verbaut wird. Aber Hochtief profitiert eben auch über eine US-Tochter von dem enormen Bauboom bei Rechenzentren in den USA.
Da ist man drauf spezialisiert und das steckt sich hier im Kurs nieder. Auch da Glückwunsch, glaube ich, wer früh dabei war und alle anderen. Was sagst du, Petra? Ja, bei Hochtief sehe ich das ein bisschen anders als jetzt bei Dell und Intel. Die sind sehr erfolgreich in das Jahr 2026 gestartet. Es gibt hohe Gewinnzuwächse, die so nicht erwartet waren und die Auftragsbücher sind dank KI-Boom prall gefüllt. Und auch die australische Tochter Turner liegt über den Erwartungen.
Also rundum läuft es hier sehr, sehr gut. Die Nachfrage nach moderner Infrastruktur steigt immer stärker. Hier sehe ich ehrlich gesagt noch kein Ende. Okay, selbst bei einem KGV von 35 bist du da noch ganz freundlich. Bin ich recht relaxed, ja. Okay, interessant. Kommen wir noch kurz zur Lage an den Anleihenmärkten und der Zinsentwicklung.
Du hast, glaube ich, die Inflationsentwicklung schon angesprochen. Die Preise steigen sowohl in den USA als auch in Europa. In Europa steht in der kommenden Woche eine EZB-Entscheidung an, am 11. Juni. und erwartet wird tatsächlich ein erster Anstieg des Leitzinses von aktuell 2 auf dann 2,25 Prozent.
Das ist zumindest so das, was die EZB signalisiert hat. Was ist da gerade los an den Anleihemärkten? Wir sehen ja weltweit einen starken Anstieg der Anleiherenditen, wahrscheinlich auch in Erwartung steigender Leitzinsen schon, sowohl in den USA als auch in Großbritannien und in Japan. Wie gefährlich kann das eigentlich werden für den Aktienmarkt? Was sagst du?
Das wird gerade noch irgendwie völlig vernachlässigt, dieser Ausblick. Und ja, wir glauben natürlich alle daran, dass aufgrund der Gemengelage die Inflation steigt und weiter steigen wird. Wir wissen, das kannst du nur über steigende Zinsen bekämpfen. Also genau in die falsche Richtung läuft dieses Vehikel da, wo es sich Trump vorstellt. Und es wird nicht nur für uns Bürger teurer, wenn wir Kredite aufnehmen wollen.
Das bedeutet, Häuslebauer zukünftig, das macht schon einen Unterschied, ob du vor ein paar Jahren noch mit einem Prozent finanziert hast oder mittlerweile also locker in Richtung drei, vier, eventuell auf fünf Prozent gehst. Und das macht was einfach mit der Konjunktur. Wir halten uns weiter zurück. Und auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Unternehmen, die wir uns ganz genau anschauen müssen, welches Unternehmen hat hohe Schulden.
Weil auch das Finanzieren von Schulden wird teurer. Und das drückt auf Margen und Gewinnen. Das wird Auswirkungen haben, müssen wir abwarten. Wird momentan noch komplett außen vor gelassen und unterschätzt. Ja, und bei einer Anleiherendite von 4 bis 5 Prozent in den USA zum Beispiel, kann man sich ja schon fragen, nimmt man das lieber mit, als jetzt irgendwie in einen hochgelaufenen Aktienmarkt zu investieren.
Auch da wird es ja möglicherweise eine gewisse Umschichtung geben, oder? Da sehe ich noch nicht so wirklich die Gefahr oder die Konkurrenz 4,5 Prozent. Und in den USA, ja, da bekomme ich das vielleicht. Aber da liege ich auch im US-Dollar, der ja auch in der Vergangenheit immer mal wieder Schwächen gezeigt hat.
Ich denke, als Anleger der vergangenen Jahre sind wir höhere Renditen gewohnt und können uns solche Anleihenrenditen momentan noch nicht hinterm Kamin hervorlocken. Ich glaube aber eher, dass die hohen Finanzierungskosten uns so ein bisschen die Party vielleicht versauen könnten. Da müssen wir dieses Jahr drauf achten. Klein, aber oho.
Ja, Röm Röm. Ferrari, der weltbekannte Hersteller von Luxussportautos und Formel 1 Rennfahrzeugen, war bereits im November 2023 in unserem Podcast. Damals stand der Kurs bei ca. 330 Euro mit einem KGV von knapp bei 50. Und trotz Höchststand haben wir durch die Auftragsbestände und auch das gut gemanagte, begrenzte Angebot der Fahrzeuge weiter auf Kurssteigerung gesetzt.
So kam es dann letztendlich auch. Der Kurs legte bis Sommer letzten Jahres auf fast 490 Euro zu. Nochmals ein Gewinn von fast 50 Prozent. Nochmal kurz zu Ferrari. Wir kennen es natürlich alle, die roten Flitzer. Das Unternehmen selbst ist aber registriert mit dem Firmensitz in den Niederlanden und der operative Hauptsitz ist im wunderschönen Maranello in Italien.
Dort wurde auch 1947 der erste Sportwagen durchgeführt. Gebaut. Seither werden alle Fahrzeuge in Maranello konstruiert und produziert und über ein weltweites Händlernetzwerk in über 60 Ländern verkauft. Anfang 2016 nach der Ausgliederung aus dem Fiat Chrysler Konzern als eigenständiges Unternehmen wurden dann die Ferrari Aktien an der Mailänder Börse notiert.
Und was uns Anlegern natürlich gut gefällt, ist das Management, das immer wieder Ziele anstrebte, die einen recht anspruchslosen Eindruck machten. Die Äußerungen zum Preis- und Produktmix sowie die Auftragsbücher waren bisher immer eine solide Grundlage für die kommenden Jahre. Aber nun haut der italienische Sporthersteller einen raus, was wirklich für Spott und Häme sorgt. Und Timo, die Frage an dich, hast du denn den neuen Luce schon gesehen und hast du dich auf die Käuferliste eintragen lassen? Ja, absolut sofort.
Nein, im Ernst, also 500.000 Euro für ein Elektrofahrzeug, was so ein bisschen aussieht auch wie so ein... So ein Spielzeugauto aus dem Überraschungsei von Ferrero, also anderer italienischer Konzern, aber egal. Nee, da bin ich raus, muss ich zugeben. Ansonsten würde ich natürlich, klar, mir immer so ein Auto in die Garage stellen für 500.000 Euro.
Nein, ich finde ja, ich habe das Auto mir angeguckt, ich finde es nicht schön. Ehrlicherweise, es sieht halt so aus wie viele andere Elektrofahrzeuge. Das ist aber ja eben auch genau das Problem. Es fängt ja schon damit an, dass es jetzt ein Fünfsitzer ist mit vier Türen. Muss man jetzt als Ferrari nicht unbedingt machen, glaube ich.
Und dann bewegt man sich im Design irgendwie in einem Markt jetzt auf einmal, wo die Chinesen eigentlich, glaube ich, relativ groß sind. Ich finde, das sieht überhaupt nicht mehr italienisch aus, auch nicht nach Ferrari. Ich glaube, damit hat man sich tatsächlich überhaupt keinen Gefallen getan. Ich finde es jetzt aber auch nicht so eine Katastrophe. Es ist halt eher so die Frage, was bedeutet das für die Marke Ferrari und da hätte ich den ganz grundsätzlichen Einwand, glaube ich, dass es eine Quatschidee war, überhaupt ein Elektroauto auflegen zu wollen.
Also dass du jetzt in diese ganz schmalen Flitzer nur schwer irgendwie ein Batteriepack reinbekommst, der dann dich irgendwie über mehr als 50 Kilometer trägt bei den PS-Zahlen, die diese Autos da aufrufen, das kann ich verstehen. Aber dann hätte man doch einfach sagen müssen, wir sind eine Verbrennermarke und wir bleiben beim Verbrenner und wir lassen das mit diesen Elektroautos.
Machen andere ja auch wie Porsche, Lamborghini und Aston Martin. Naja, Porsche hat ja einen Taycan rausgebracht. Und der sieht aber auch nicht schlecht aus. Aber wenn wir mal in die Mythen des Rennsports oder der Herstellung von wirklich tollen Flitzern gehen, sagt natürlich Porsche beim 911er auch, wir bleiben da lieber bei unseren Verbrennern und verabschieden uns von den E-Modellen.
Und deswegen gebe ich dir in einem Fall recht, ich glaube in der Tat, dass sich Ferrari damit keinen Gefallen getan hat. Wo ich dir nicht recht gebe, ist das Design, finde ich, wirklich eine absolute Katastrophe. Ich auch, aber das ist doch, also ich habe doch gesagt, das Auto sieht aus wie aus so einem Überraschungsei.
Ja, stimmt. Also für mich sieht es aus wie ein Fake-Tesla und die Felgen sehen aus wie Gullideckel. Und was hat man sich bitte schön dabei gedacht, sorry jetzt für den Ausdruck, den auch noch in Schlüpperblau zu präsentieren. Also da ist wirklich alles schief gegangen. Also ich glaube Enzo Ferrari würde sich wohl im Grabe umdrehen beim Anblick des Luce.
Da haben sie wirklich, also die Sport und Häme kann ich wirklich sehr, sehr gut nachvollziehen. Aber sie wollen mithalten. Ferrari ist Mythos im Rennsport. Und sie wollen halt jetzt bei Elektro-Rennsport auch mitmachen. Aber da setzt natürlich ein anderer die Benchmark. Und das ist der chinesische Hersteller Xiaomi, den wir eigentlich mehr als Smartphone-Hersteller mit innovativen Technologien kennen.
Aber die beherrschen in der Tat den Elektro-Rennsport. Und ich habe mir mal die Daten angeguckt und da sieht es für Ferrari echt schlecht aus. Und das hätte man vorher vielleicht besser prüfen sollen. Gucken wir uns einen Ferrari an. Der macht von 0 auf 100 Sekunden. Das schafft einen 2,5 Sekunden. Xiaomi schafft es einen 1,97. Hätte ich nie erwartet.
Der Ferrari hat eine Motorleistung von 1050 PS in der Spitze. Xiaomi hat eine Motorleistung von 1548. So, und jetzt zahlt man für den Ferrari 500.000 Euro. Umgerechnet der Xiaomi mit sämtlichen besseren Leistungen für knapp 68.000 Euro. Also, das ist ein Unterschied, ist natürlich ganz klar. Ferrari kennt jeden seiner Kunden persönlich.
Kein Ferrari-Fahrer, behaupte ich mal, wird jetzt aufgrund dieser Daten, die ich eben gesagt habe, einen Xiaomi kaufen. Aber die sind nun mal jetzt wirklich sehr rennsporterprobt. Man hat Bestzeiten auch am Nürburgring gefahren. Also das muss Ferrari jetzt erst noch mal beweisen. Deswegen glaube ich, da hätten sie sich besser zurückgehalten.
Aber kommen wir mal ganz kurz noch auf die Aktie. Du hast ja selber gesagt, wir haben vor zwei, drei Jahren über die Aktie gesprochen. Da stand sie bei 330, glaube ich, und einem KGV von 50. Jetzt steht die Aktie bei unter 300, auch dank dem Luce. Und das KGV steht für 2026 bei etwa 30. Da könnte man ja jetzt sagen, okay, der Luce ist ein Fremdienst.
Doofes Missverständnis, den sackt man irgendwann wieder ein und lässt den irgendwo verschwinden. Aber ansonsten läuft das Geschäft ja. 13.000 bis 14.000 Autos jedes Jahr verkauft, 7 Milliarden Euro Umsatz zuletzt, davon 1,6 Milliarden Gewinn. Kann man jetzt sagen, okay, ganz interessante Gelegenheit jetzt.
Sich diesen Wert mal wieder ins Depot zu holen und ordentlich auf Verbrennerautos zu setzen. Genau so betrachte ich das Ganze auch. Also du hast es eben richtig gesagt, dank des Luches geht es hier nochmal ein bisschen runter. Wir haben im Vorfeld schon vom Hoch korrigiert, aber nichtsdestotrotz, es gibt die Fans, es gibt die Kunden, die Ferrari wohl auch nicht verlieren wird, die werden weiterhin Geld haben.
Wir wissen an den Kapitalmärkten, gerade gibt es immer mehr Millionäre und Milliardäre, die wollen ihren Ferrari fahren. Wir haben eine Dividendenrendite von 1,29 Prozent, ein KGV von um die 30 in Rossi. Also der Ertrag liegt bei 53 Prozent. Das ist ein hochprofitables Unternehmen. Was jetzt aufgrund der gesamten Gemengelage vom Kurs her korrigiert und zurückgekommen ist, diese Korrekturen können als Einstieg genutzt werden.
Deal or no deal. Ja, das sind die Meldungen, die Kurse beflügeln und die Stimmung der Aktionäre. Der US-Konzern Uber will den deutschen Essenslieferanten Delivery Hero übernehmen und hielt schon in der vergangenen Woche etwa 25 Prozent, exakt 24,99 Prozent der Stimmrechte. Man hatte also nochmal etwa 5% obendrauf gepackt.
Es liegt auch ein offizielles, aber unverbindliches Übernahmeangebot für die Delivery Hero Aktien vor. Das liegt allerdings nur bei 33 Euro und der Aktienkurs von Delivery Hero steht aber inzwischen bei etwa 40 Euro. Wir gehen gleich noch auf die Details dieser ganzen Angebote ein. Vielleicht nochmal kurz zu den beiden Unternehmen. Uber, klar.
Ein US-Unternehmen, das gestartet ist mit Taxidienstleistungen, auch in Europa in den 10er Jahren damit viel Ärger produziert hat, inzwischen aber sein Geschäftsmodell deutlich verändert hat. Im Grunde genommen bietet man so alles an, was rund um Mobilität und Fahrdienstleistungen irgendwie angeboten werden kann.
Es können auch Essenslieferdienste sein. Man hat schon einen eigenen Essenslieferdienst. Und Delivery Hero auf der anderen Seite hat sich aus dem deutschen Markt zurückgezogen, ist zwar ein deutsches Unternehmen operiert, aber in vielen anderen Ländern der Erde, ich glaube es sind 50 oder 60 inzwischen, aber nicht mehr in Deutschland.
Und das interessante ist auf der einen seite uber ist inzwischen hoch profitabel. Machen wirklich einen sehr ordentlichen Gewinn inzwischen, während Delivery Hero es nie geschafft hat, so richtig, ich glaube, es war mal irgendwie kurzzeitig knapp über der Gewinnschwelle, aber inzwischen sind sie wieder dick im Minus.
Und das ist gerade so die Konstellation. Uber hat erkannt, dass sie hier eine Gelegenheit haben, ihr eigenes Essenslieferdienstgeschäft auszubauen und zu konsolidieren, hier möglichst viele Synergien zu heben. Und ja, wenn man sich den Aktienkurs anschaut aus Sicht von Delivery Hero Aktionären, ist das ja eine sehr attraktive Offerte zunächst mal.
Ja, ist es oder war es, wir befinden uns ja auf dem Niveau, ich finde das Ganze natürlich mittel- oder langfristig für Uber die interessantere Variante, weil Uber ist jetzt schon hoch profitabel. Wir haben es anfangs gesagt, Delivery Hero ist es nicht. Trotzdem gelten die aber als einer der wenigen großen multinationalen Player im Online-Lieferservice.
Und für Uber wäre das jetzt natürlich die Möglichkeit, die Marktplatzstärke in den zentralen Wachstumsmärkten auszubauen. Und da hat natürlich Delivery Hero eine unglaublich starke Präsenz in Asien, in Südeuropa, der arabischen Halbinsel, in Afrika. Also da zählen sie weltweit zu den größten Essenslieferdiensten.
Und das sich jetzt natürlich anzueignen auf Seiten Uber, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Und das finde ich zukünftig sehr interessant. Was ich ja spannend finde, ist, wie Sie diesen Deal eingefädelt haben. Also das Ganze geht ja zunächst mal zurück auf eine Entflechtung bei Prosus. Prosus, das ist diese Beteiligungsholding aus Südafrika, die wir hier im Podcast auch schon vor einiger Zeit mal besprochen haben.
Die hielten bisher 25 bis 30 Prozent an oder etwas mehr als 25 Prozent an Delivery Hero, müssen diese Anteile aber verkaufen, zumindest deutlich senken, aufgrund einer EU-Auflage, weil Prosus wiederum bei einem Wettbewerber von Delivery Hero eingestiegen ist. Und nämlich Just Eat Takeaway, die haben sie komplett übernommen.
Das ist ein britischer Rivale. Also da hat sich Uber vor einiger Zeit schon mal so knapp 5% an Delivery Hero gesichert für etwa 20 Euro. Und jetzt haben sie erstens noch weiter zugekauft und sie haben sich offenbar, schreibt zumindest die Financial Times, den Anteil des Hongkonger Vermögensverwalter Aspects an Delivery Hero gesichert.
Die haben jetzt schon einen Teil verkauft und so kommt man eben dann jetzt auf diese etwa 25 Prozent, die man an Delivery Hero schon hält. Tja, bei Aspects hat man jetzt wohl an die 40 Euro auf den Tisch gelegt, schreibt die Financial Times. Deswegen hat der Kurs auch schon so stark angezogen. Jetzt muss ja im Grunde genommen, der nächste Schritt ist doch, dass Uber jetzt das allgemein verbindliche Angebot oder das allgemeine freie Angebot, muss man ja sagen, es ist ja kein verbindliches Angebot, aber das müssen Sie doch eigentlich jetzt aufstocken, weil die 33 Euro, die Sie mal in den Raum gestellt haben, die sind ja eigentlich jetzt unrealistisch, wenn man weiß, dass die auch bereit sind, 40 Euro oder mehr pro Anteil zu zahlen.
Ja, und sie haben sich die Aspeksanteile ja auch gesichert. Und das ist ja ein bisschen mehr als das, was wir hier haben. Also das wird auch schon gemunkelt von Financial Times und Bloomberg, dass es hier mehr Anteile gibt. Und es war auch abzusehen, weil Aspeks selbst als großer Vermögensverwalter war, stets ein großer Kritiker vom aktuellen Management bei Delivery Hero, die halt wegen im Branchenvergleich eine unglaublich niedrige Ertragskraft, und das ist noch bei den Verlusten nett ausgedrückt, immer wieder sich davon trennen wollten.
Hier hat Uber zugeschlagen, das haben sie sehr, sehr gut gemacht. Der nächste Schritt ist natürlich offiziell diese 25 oder 30 Prozent Schwelle zu überschreiten und dann auch mit einem Pflichtangebot an die Aktionäre zu gehen. Jetzt ist ja die Uber-Aktie... Delivery Hero ist gestiegen, klar, sind jetzt wie gesagt bei 40 Euro.
Uber ist ein bisschen runtergekommen in den vergangenen Wochen und Monaten, steht aktuell bei 70 Dollar, KGV bei 24. Eigentlich ein ganz interessanter Moment jetzt in diese Aktie einzusteigen, oder? Ja, ich finde es auch etwas erstaunlich, dass die Uber-Aktie selbst nicht positiver auf diesen Deal reagiert.
Und wenn wir uns mal Marktkapitalisierung 143 Milliarden US-Dollar, wir sprechen hier wirklich von einem megagroßen Konzern. Also wir müssen mal so ein bisschen, also ich zumindest die Perspektive, da fährt so ein Taxi vorbei. Das ist wirklich ein ganz international agierender Fahrdienstlieferantenservice mit einer wirklich internationalen Präsenz.
Und wenn wir uns den Umsatz anschauen von 52,02 Milliarden US-Dollar, bleibt ein Gewinn von 10,05 Milliarden übrig. Das ist schon sehr ertragsreich und daher, ich finde es interessant, was sich jetzt da tut. Der Kurs, du hattest es gesagt, ist von 102 US-Dollar auf aktuell 70 circa zurückgekommen. Das kann man sich wirklich anschauen und gucken, wann hier wirklich der Profit noch weiter ausgebaut wird.
Und entscheidend ist natürlich bei Übernahme, dass Uber aus diesem negativen Ertrag, also aus diesen Verlusten, die Delivery Hero halt nicht profitabel macht, dass sie hier den Deal, diese Synergien schaffen und das wirklich umwandeln. Aber Timo, das trauen wir denen zu, oder? Also Uber macht das nicht einfach nur mal so.
Hier kommen wirklich zwei große Schwergewichte zusammen und Uber weiß, wie es geht. Also das halte ich für sehr, sehr spannend. Das Ganze sehen. Schauen wir uns Boston Scientific an, einer der großen Namen in der Medizintechnik. Das Unternehmen wurde 1979 in Watertown, Massachusetts gegründet und entstand ursprünglich als Holding für Meditechnologie.
Der Grundgedanke dahinter ist bis heute derselbe geblieben. Boston Scientific entwickelt und vermarktet minimalinvasive Medizinprodukte, die Ärzten helfen, Krankheiten präziser zu diagnostizieren und zu behandeln. Das Portfolio reicht von, wer sich hier auskennt, Elektrophysiologie und kardiovaskulären Therapien über Gastroenterologie, Urologie bis hin zur Onkologie.
Besonders stark ist der Konzern im Herz- und Kreislaufbereich. Laut Unternehmen entfallen rund 66 Prozent des Nettoumsatzes auf diesen Bereich. Während die USA mit gut 64 Prozent den größten geografischen Markt hier abbilden. Und genau diese Kombination aus klaren Schwerpunkten und dieser starken Machtposition macht Boston Scientific zu einem typischen Qualitätswert im Gesundheitssektor.
So, aber jetzt reden wir mal über die Aktie, Petra, weil das ist ja auch der Anlass. Die zeigt es nicht. Genau, die zeigt es überhaupt gar nicht. Wir kommen nachher auch ein bisschen noch auf die Gründe. Also total solides Unternehmen, hochmoderne Produkte, alles total innovativ, starke Marktstellung, die machen 20 Milliarden Umsatz, knapp 3 Milliarden US-Dollar Gewinn, haben Cashflow von 4,5 Milliarden, alles wächst seit Jahren, alles geht immer hoch.
Die Aktie aber hat seit Mitte 2025 fast 60% des Wertes verloren. Es ging runter von knapp 110 Dollar auf aktuell unter 50 Dollar. Wie passt das zusammen, Petra? Also Hintergrund dieser Korrekturen sind vor allem die Belastungen in wichtigen Sparten des Unternehmens und ein vorsichtiger Blick auf das Gesamtjahr.
Das haben wir schon 2025 gemerkt. In 2026 haben wir das auch gesehen. Diese EPS-Guidance wurde pro Aktierhalt bis 3,41, wurden sie reduziert. Vorher lagen wir da wesentlich höher. Und das sehen natürlich Anleger nicht gerne, vor allen Dingen, weil wir andere Branchen haben, die natürlich absolut toll performen.
Und das ist auch hier der Grund, warum die Aktie so niedergeprügelt wurde, kann man ja fast sagen. Also wenn wir uns den Chart angucken von 110 auf jetzt mittlerweile unter 50, das ist schon ein erheblicher Verlust. Ich finde aber, dass das nicht wirklich gerechtfertigt ist. Ja, diese gesenkte Guidance ist ein Warmsignal.
Sie zeigt natürlich, dass selbst ein Qualitätsunternehmen nicht immun gegen kurzfristige Gegenwinde ist. Letztendlich haben wir hier auch ein großes Risiko. Operative Unsicherheit bei einzelnen Wachstumstreibern, vor allen Dingen in dieser Elektrophysiologie, gibt es Schwierigkeiten, Wenn diese wichtigen Segmente, die in der Vergangenheit natürlich Profit gebracht haben, jetzt plötzlich schwächer laufen als erwartet, kann das die gesamte Bewertungsstory belasten und das sehen wir auch hier.
Natürlich haben wir noch irgendwelche regulatorischen und juristischen Risiken, die wir hier immer bei solchen Unternehmen haben, Sammelklagen oder Rückrufthemen. Aber das Unternehmen hat sich ja auch dagegen gestellt. Das Unternehmen kündigt am 18. Mai an, dass es ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm über 2 Milliarden US-Dollar in den Markt schmeißen möchte.
Das zeigt ja im Grunde genommen, dass das Unternehmen selbst beurteilt, wir sind sehr, sehr günstig, wollen die eigenen Aktien zurückkaufen, weil wir glauben an unsere, wenn auch ein bisschen eingetrübten Jahresprognosen. Wir haben langfristiges Wachstum in der Medizintechnik. Wir haben viele Innovationen.
Das Unternehmen glaubt an sich und ich halte auch die Abstrafung im Aktienkurs von über 50 Prozent für wirklich überzogen. Das Interessante ist ja, Sie haben tatsächlich den Ausblick für den Gewinn pro Aktie in diesem Jahr gesenkt. Du hast es angesprochen auf 3,34 bis 3,41. Ich finde das allerdings auch eine relativ schmale Korrektur von 3,45, die da vorher kommuniziert worden waren.
Jetzt sind ja die Geschäfte im ersten Quartal lustigerweise aber wiederum besser gelaufen als erwartet, weshalb auch dort das bereinigte Ergebnis je Aktie die Analystenschätzung übertroffen hat. Statt 79 Cent pro Aktie gab es 80 Cent, ist jetzt auch nur eine Marginalie. Ich verstehe halt nicht diese Abwertung von fast 60, 52, 55 Prozent.
Du hast jetzt ein KGV von 18 bei diesem Unternehmen, nicht mal 17,6 und die hatten historisch immer ein KGV, das lag irgendwo zwischen 50 und 100. Irgendwo muss doch da noch was anderes schief sein, oder? Oder warum wendet sich ein Markt zurück? Auf einmal so von einer Aktie ab? Ja, es ist hier wirklich der Blick auf Fantasie, auf eingetrübte Jahresprognosen.
Ich meine, wir Börsianer sind natürlich auch unglaublich verwöhnt von Zahlen, die wir von Nvidia und Co. Wir haben eben über Dell und Intel gesprochen. Dann findest du plötzlich, dann hast du so eine eingetrübte Jahresprognose, schlechtere Zahlen. Auch wenn sie nur einen Ticken drunter liegen, gehst du raus, dann hast du andere Alternativen.
Aber letztendlich finde ich das dann hier gerade interessant, um vielleicht auch mal das Portfolio wieder ein bisschen, ja, um Alternativen im Technologiebereich zu finden und das Portfolio breiter aufzusetzen. Und wenn wir mal wirklich in die Zukunft gucken, dann bedient Boston Scientific Bereiche, in denen Innovationen direkt zu diesen besseren Behandlungsergebnissen und auch zu höheren Effizienzen führen.
Und das macht die Produkte natürlich auch schwer ersetzbar und verschafft dem Unternehmen auch eine gewisse Preissetzungsmacht, natürlich auch wiederkehrende Nachfrage. Und die Pipeline ist gefüllt. Ja, die jüngsten Studienergebnisse und die FDA-Zulassung zeigen, dass das Boston hier wirklich nicht nur vom Bestandsgeschäft lebt, sondern auch wahrscheinlich aktiv neue Therapien in den Markt bringt.
Und das wird dann natürlich auch das Ganze wieder beschleunigen. Die wissen, warum sie ihre Aktien schon zurückkaufen, glaube ich zumindest. Wir machen ja jetzt diesen Podcast eine ganze Weile und ich habe von dir auch schon einiges gelernt. Ich hätte jetzt bei dieser Aktienkurve aber gesagt, naja, in dieses fallende Messer kaufe ich jetzt noch nicht rein, weil das kann ja irgendwie auch noch ein bisschen weiter runtergehen.
Ich will erst mal abwarten, dass ich da reingehe. Wie du das immer sagst, eine Bodenbildung sehe. Ja, okay. Also du würdest jetzt auch noch nicht sofort da reingehen, aber du guckst es dir mal an. Verstehe ich das richtig? Also definitiv. Ich hatte Boston Scientific überhaupt nicht auf dem Plan. Du hattest das Unternehmen vorgeschlagen. Dafür bin ich dir sehr dankbar.
Also wenn wir uns den Chart angucken, dann sehen wir um die 50 US-Dollar, sehen wir aus den Vorjahren, bevor es so steil bergauf ging, sahen wir einen Widerstand. Der wurde klar durchbrochen. Und hier setzen wir jetzt gerade auf. Du hast völlig recht. Wir haben momentan, wäre es ein Griff ins fallende Messer.
Ich habe gerne eine gewisse Bodenbildung. Vorher läuft uns der Wert vor allen Dingen im Gesundheitssektor auch nicht nach oben weg. Wir sehen hier kurzfristig diesen, nennen wir es mal, diesen Prognosedruck der Märkte. Aber das ist auch alles im Preis wirklich oder im Kurs ist das eingepreist. Ich halte das Unternehmen oder die Aktienentwicklung für äußerst interessant.
Und das ist ein Kandidat, den ich mir ganz gewiss auf die Watchlist setze. Danke, Timo. Vielen Dank, sehr gerne, Petra. Das war mal wieder Aktien fürs Leben, der Vermögenspodcast von Capital. Vielen Dank fürs Zuhören und Reinhören. Wir wünschen eine wunderschöne Woche und sind nächste Woche wieder für Sie da. Bis dahin, tschüss. Tschüss.
Aktien fürs Leben, der Vermögenspodcast von Capital. Mit Petra Ahrens und Timo Pache.