
AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie· Staffel 2· Folge 55
Saturn-Ringe und ein verlorener Mond
Donnerstag, 22. September 2022 · 23 min
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Shownotes
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Im Jahr 1610 beobachtete Galileo Galilei als erster Mensch die Ringe des Saturn durch ein Teleskop. Er wusste zwar nicht genau, was das für seitliche Ausbuchtungen am runden Planeten sind und notiert sich diese „Ohren“ in seinem Notizbuch. Später erkannten Astronomen die Gestalt der Ringe, aber erst in den 1970er und 1980er Jahren haben Raumsonden vom Ringplaneten atemberaubende Fotos zurück geschickt.
Vor ziemlich genau fünf Jahren ging die letzte Saturnmission erfolgreich zu Ende: Cassini-Huygens versank am 17. September 2017 in der dichten Atmosphäre des Saturn. Der Orbiter Cassini umkreiste mehrere Jahre lang den Planeten und seine Monde und die Landeeinheit Huygens setzte sogar auf dem Saturnmond Titan auf.
Eine Unmenge an Daten hat Cassini zur Erde zurück geschickt. Bis heute läuft die Auswertung und ist für viele Überraschungen gut. In dieser Folge vom AstroGeo-Podcast erzählt Yvonne Maier, wie Forschende nun anhand der Cassini-Daten ausgerechnet haben, wie es dazu gekommen ist, dass die Rotationsachse des Saturns knapp 30 Grad geneigt ist und warum er so ein beeindruckendes Ringsystem hat – und was ein verschwundener Mond damit zu tun haben könnte.
Weiterführende Links
• WP: Saturn (de.wikipedia.org/wiki/Saturn_(Planet))
• WP: Galileo Galileo (de.wikipedia.org/wiki/Galileo_Galilei)
• WP: Saturnringe (de.wikipedia.org/wiki/Ringe_des_Saturn)
• WP: Cassini-Huygens (de.wikipedia.org/wiki/Cassini-Huygens)
Bei den Weltraumreportern
• Leben fernab erdähnlicher Planeten (riffreporter.de/de/wissen/lebensfreunduniversum)
Quellen
• Wisdom, Jack et al.: Loss of a satellite could explain Saturn’s obliquity and young rings, Science (2022) (science.org/doi/10.1126/science.abn1234)