Carl-Auer Sounds of Science

S4 #2 Der Mensch ist mehr als seine Krankheit | „Jetzt werden sie alle alt ...“

Freitag, 12. September 2025 · 20 min

MP3

Shownotes

Biographische und soziographische Daten können Aufschluss geben in Begleitsituationen, die u. a. zunächst unklare Fragen über Zugehörigkeit und Beziehungsgeschichte aufbringen. Ein Genogramm erstellen und lesen zu können ist sehr nützlich und sollte zum Standard gehören ... Eine berührende Geschichte über die Findung neuer gemeinsamer Zukunft in sehr hohem Lebensalter.
Der Mensch ist mehr als seine Krankheit. So lautet der Titel des vielgelobten Buches von Ursula Pabsch zu Systemischer Sozialer Arbeit im Krankenhaus. Der mehrteilige Podcast bei Sounds of Science Specials mit Ursula Pabsch beleuchtet detailliert und auf dem Hintergrund der immensen praktischen Erfahrung der Gesprächspartnerin viele Kontexte und Anforderungen dieses wichtigen Arbeitsfeldes. Anhand von Fallbeispielen werden die Vorzüge systemischen Denkens und Handelns direkt erfahrbar. Eine Auswahl von Reflexionsfragen (siehe Anhang) lädt die Hörer:innen in jedem Post ein, die Arbeit und sich selbst weiter zu beobachten und zu professionalisieren.

Ursula Pabsch, Dipl. Päd., ist Systemische Therapeutin, Beraterin, Supervisorin und Organisationsentwicklerin; langjährige Tätigkeit in der klinischen Sozialarbeit; selbstständig in außerklinischem Case Management und Supervision; Inhaberin des Intensivpflegeportals www.leben-mit-intensivpflege.de; Beraterin von Intensivpflegediensten.

Literatur:
Pabsch, Ursula H.: Der Mensch ist mehr als seine Krankheit. Systemische Soziale Arbeit im Krankenhaus. Heidelberg: Carl-Auer Verlag 2024

Systemische Grundsätze/Haltung:
Biografisches Arbeiten, um Verhalten einordnen zu können. Dabei ist es wichtig, mutig nachzufragen, um fantasievolle Konstrukte der Lebenswirklichkeit zu vermeiden.
Neutralität als Prinzip, hier als Altersneutralität zu verstehen.
Würdigung des bisherigen Lebens

Weitergehende mögliche systemische Fragen:
An den Patienten:
• Wow, Sie haben schon damals sehr emanzipiert gehandelt. Wie haben Sie es geschafft?
• Was ist Ihnen heute wichtig?
• Was möchten Sie den jungen Frauen von heute sagen?
• Was wäre für Sie eine erfolgreiche Rehabilitation?
• Ihr Sohn und Ihre Schwiegertochter sind bestimmt sehr stolz auf Sie. Woran merken Sie es?
Der Blick zu mir:
• Was löst ihre Biografie bei mir aus?
• Welche Lebensweisheit leite ich davon ab?
• Was bedeutet für mich „Emanzipation“?

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