Clint Cockwood liest Clint Cockwood

#022 Der Versicherungsvertreter

Freitag, 9. Oktober 2026 · 9 min

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Shownotes

Ich bin ein erfolgreicher Geschäftsmann! In dieser Folge zeige ich euch mein Businessmodell. Bitte behaltet es für euch, nicht jeder darf reich werden!

Schönes Wochenende und viel Spaß beim Hören!

LG & liebe Grüße,
Clint

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Hey, guten Morgen! Ich hoffe euch geht's gut. Bevor ich jetzt in meine Erzählstimme wechsle, würde ich noch mal Danke sagen für das. Jetzt mache ich eine Woche diesen Podcast eigentlich aus Spaß raus und jetzt haben wir es tatsächlich in die Top-Zwanzig der Trending-Podcast in Deutschland geschafft was sich echt sehr witzig findet wenn man diese Liste durchgeht unter Namen wie Hotel Matze und Paul Rondsheimer sind und dazwischen dann Clint Cockwood.

Der Name klingt ja doch bisschen dämlich, macht mich ein wenig stolz und ist genau das was ich immer sagte. Sondern nicht alles im Leben so ernst nehmen soll und dazwischen mal etwas lachen kann. Fühlt sich bis hin zu an als wäre diese Podcast-Liste die Anwesenheitsliste bei einer Vorlesung in der man fast einpent und dann lacht man auf einmal bei der Prof fragt wo fix sie hart man heute ist.

genauso fühle ich mich also ich hoffe euch geht's gut. Und dann habe ich jetzt auch genug gesagt und wechsel in meine Erzählstimme zur heutigen Geschichte. Jetzt habe ich auf fünf Tage die Woche eine neue Geschichte geschafft, muss ich auch sagen war schon anstrengend... Ich weiß nicht ob ich das jede Woche schaffe.

ihr müsst etwas Nachsicht mit mir haben. aber nichtsdestotrotz die Woche habe ich es geschafft und jetzt geht's los! Also der Versicherungsvertreter Business kennt keine Emotionen kriegt man immer wieder vorgepredigt. Doch ich bin der Einzige, der es zu Ende gedacht hat. Ich mache ohne Emotionen Business an einem Ort voller Emotion!

Ich verkaufe Versicherungen und Wertanlagen auf Beerdigungen. Mein Werdegang ist nicht der Riedewert – ich bin ein Totalversager. Alles was ich angefangen habe, habe ich erfolgreich abgebrochen bis ich dann mal im Internet dieses Versicherungsding entdeckt habe und mir den USP mit dem Beerdigungen einfallen lassen habe.

Ich zeige es euch! Es braucht Vorbereitung. In den Regionalzeitungen lese ich die Trauer anzeigen. Via SWOT-Analyse checke ich die beste Business Opportunity. Alte, weiße Leute mit deutschen Nachnamen – das ist meine Target Audience! Ich bin kein Rassist. Ich bin Analyst. Im geliehsten Porsche fahre ich Donnerstags an den Friedhof.

Nicht als Erster damit genug Leute den Porsche wahrnehmen nicht als Letzter. Ich will nicht unhöflich sein. Schwarzer Anzug, das Outfit sitzt. Es heißt nicht umsonst dass man auf Beerdigungen immer am besten aussieht. Am Eingang tausche ich den Stapelsterbebilder durch eine leicht frisierte Version aus.

anstatt Ruhe. in Friedenrohland steht dort nun Nur andere Worte. Ich stelle mein Handy auf laut und checke, ob ich die Taschentücher mit meiner Werbung dabei habe, bevor ich mit gesenken Haupt Richtung Grabstätte gehe. Es wäre die erste Beerdigung, auf der keiner weint – denn…ich lebe ja noch! Die Angehörigen treffen ein.

Sie sehen reich aus. Trauer liegt in der Luft. Langsam wird es still. Ich rufe mich mit meinem zweiten Handy aus der Tasche an. Ich lasse es ein wenig klingeln, bevor ich ran gehe. Nein! Ich kann heute nicht mit Herrn Präsidenten Steinmeier essen gehen – ich bin auf Roland's Beerdigung", sage ich mit lauter Stimme.

Gerade will ich einigen Angehörigen meine Taschentücher reichen als ich bemerke dass mir jemand gleich tut. Ein schmieriger Typ im Anzug verteilt auch wirklich ebenfalls Taschendücher einer Versicherung.". Jemand wildert in meinem Gebiet, unerhört und das auf einer Beerdigung. Unsere Augenpaare treffen sich.

Diese Beerdigung ist so klein für uns beide.". Der Pfarrer eröffnet die Bestattung im Namen des Vaters, des Sohnes und ich unterbreche ihn der HSG Versicherungs GmbH. Amen vielleicht etwas taktlos aber dass es die Firma meines Gegenspielers. Ich ernte böse Blicke. Marnend tippe ich auf seine Werbung, auf den Taschentüchern und schüttele meinen Kopf.

Die Leute verstehen – eins zu null für mich.". Es beginnt zu regnen! Wir beide sprinten los zu unseren Autos um die Werbeschirme zu holen. Roland liegt ruhig aufgebart in seinem Sarg. Der Unterschied zwischen einem Amateur und einem Profi ist dass ein Profi keine Fehler macht. Während mein Feind eine Handvoll Schirme per Hand trägt, belade ich den Friedhof-Schubkahn mit massenweise Schirmen.

Seine sind grün – meine schwarz. Passend zur Trauer! Was ein Amateur! Wir verteilen die Schirma in der Menge…. Das Grün geht unter im Schwarze…. Ich klemme Roland noch einen aufgespannten Schirm unter dem Arm um ihn vom Regen zu schützen. Während der Pfarrer predigt Bessere ich meine Portokasse noch ein wenig mit Taschendiebstahl auf.

Alte Schule Auf Regen folgt Sonne Die Schirme klappen zu In Windeseile sprintet der Feind zum Auto. Ich bleibe gelassen. Ich habe die Werbesonnenbrillen bereits in meiner Tasche. Gemütlich verteile ich sie in der Menge. Auch Roland nehme ich den Schieren ab und setze ihm eine Sonnenbrille auf. Zu meiner Überraschung kommt mein Gegenspieler nicht mit Sonnenbrillen, sondern mit Snacks zurück ans Grab.

Genervt nehme auch ich ein Lachsröltchen sowie einen Espresso und frisch gepressten Orangensaft. Konzentriert kau'e ich darauf rum währenddich meinen nächsten Zug plane. Es folgen Für bitten. Ich trete vor Roland hätte den Krebs mit einer Lebensversicherung besiegen können. Wir bitten dich Erhört mich und sorgt vor, sage ich.

Autounfall Roland habe zu spät gebremst. werde ich korrigiert? war er voll oder tal casco versichert frage ich wieder. ich noch mein feind verkaufen auch nur eine Versicherung. am rande der beerdigung stehend nähert sich uns eine nervige frau. hört mal Jungs hier gibt es nichts mehr zu holen. Ich war schneller sagt sie und winkt demonstrativ mit ihrem Ehring und einer Scherengeste.

Plötzlich verstehe ich die fehlende Trauer, warum sie uns alles haben durchgehen lassen? Das Erbe ist schon geregelt also kein Grund mehr für den meisten gestellt zu weinen. Roland war ein Unternehmer aber kein Guter. er hat Emotionen gegenüber einer Frau gezeigt. Tragisch! Bedrückt verlassen wir die Beerdigung.

nicht nur Roland sondern auch unser Geschäft ist gestorben. Ich kappe die Bremsleitungen des Autos von Rulands Ehefrau. Bis in zwei Wochen sage ich meinem Feind, bis in zwei Wochen sagt er Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Zwei Wochen später stehe ich am Grab von Roulands Frau. Autounfall! Erneut!

Zu spät gebremst heißt es tragisch. Dieses Mal weinen die Leute wirklich. Das Erbe ist also noch nicht geregelt. Eigentlich mache ich keine Tragödie, aber ein guter Unternehmer zeigt eben keine Emotionen!

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