
Maxie - vom Netz zum Meeresgrund (Teil 2)
Dienstag, 3. November 2026 · 40 min
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Shownotes
EP 28 - "Darknet Diaries Deutsch": Maxie - Vom Netz zum Meeresgrund (Teil 2)
Maxie Reynolds liebt Abenteuer, vor allem solche, bei denen sie (legal) in Gebäude einbrechen kann. Sie erzählt Geschichten aus ihrer Zeit als professionelle Pentesterin, darunter riskante physische Einbrüche, Chaos im Red Team und den einzigartigen Adrenalinkick, den das Hacken in der realen Welt mit sich bringt.
Deutsche Stimmen: Isabel Grünewald (Maxie), Marko Pauli (Jack)
Produktion: Marko Pauli
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Das Transkript zu dieser Folge findet Ihr auf heise online:
heise.de/-11505471
Englisches Original von Jack Rhysider:
darknetdiaries.com/episode/166
Shownotes:
Maxies Buch "The Art of Attack: Attacker Mindset for Security Professionals":
shop.heise.de/9781119805472-the-art-of-attack-…
Maxies Unternehmen zu Unterwasser-Rechenzentren:
subseacloud.com
Pentesting-Themen bei heise:
heise.de/thema/Penetration-Testing
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Dies ist Teil zwei von Maxi zwischen Netz und Meeresgrund. Maxi Reynolds hat früh ihre Heimat Schottland verlassen und noch einen Beruf gesucht, der ihr Abenteuer-und Reisen ermöglicht. Nach einem Studium der Unterwasser Robotik arbeitet sie zunächst als Piloten ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge bevor sie ihre Leidenschaft für IT und Cyber Sicherheit entdeckt.
Bei ihrem ersten physischen Pentest gibt sie sich als Mitarbeiterin aus Schweden aus, wird auf grundmangelnder Sprachkenntnisse jedoch enttarnt. Ein späterer Test bei einer Kommunalbehörde hat ernstere Folgen – Sie unterbricht versehentlich die Wasserversorgung einer Stadt. Maxi hält aber dennoch an ihrer neuen Laufbahn fest.
Das alles machte ihr einfach zu viel Spaß! Dies sind wahre Geschichten von der dunklen Seite des Internets recherchiert und geschrieben von Jack Reisider. Wir sind Isabel Grünewald, Judy Hohmann und Marco Pauli von Heise Online Und wir bringen euch die Darknet Diaries auf Deutsch. Maxi war begeistert von Pentests, von Red Teaming also von der realitätsnahen Simulation von Angriffen auf Unternehmen und von Social Engineering.
Physisch in Gebäude einzubrechen, war einfach ein Nervenkitzel für sie. Also suchte sie nach mehr Jobs wo sie damit zu tun hatte. Ich bekam einen autorisierten Red Team Vertrag um so eine Hochsicherheitslogistikfirma zu testen und dafür wurden zwei Tester gebucht. Es waren großes Unternehmen und Sie wollten das.
die beiden versuchten in eines ihrer Außenlager einzudringen. Pass auf, das gesamte Gelände ist von einem Zaun umgeben. An den Türen sind Alarmanlagen installiert Das gesamte gelände wird von Überwachungskameras überwacht und nachts patrouillieren Sicherheitskräfte. Sie wollten dann lediglich den Beweis, dass sie es bis dorthin geschafft hatte.
Also nicht das sie irgendetwas an den Maschinen anstellte oder so. Sie gaben ihr lediglichen kleines USB-Gerät und sagten hey wenn du es tatsächlich schaffst dort hin zu gelangen steckt das Gerät ein machen Foto das zeigt dass du da bist und das ist der Beweis dass du es geschafft hast. Sie und ihr Kollege fuhren tagsüber zu der Anlage hin.
Erst mal einfach nur dran vorbei, um sich den Ort anzusehen. Vorbeifahren geht allerdings sehr schnell. man kann da nichts erkennen. also entschieden sie sich auszusteigen und einfach unauffällig den Gehweg entlang zu laufen und das gesamte Gelände zu umrunden. Nurum zu sehen was ihnen da auffallen würde.
gibt es vielleicht doch irgendwo Punkte wo man eindringen kann? Gibt es Bereiche auf die die Kameras nicht gerichtet sind? Als wir einmal drumherum liefen, sahen wir das entlang der Grundstückslinie ein Metallzaun verlief. So einen Maschenbratzaun und dieser Maschen-Bratzaun war einfach ... Der war uralt, wahrscheinlich Jahrzehnte alt also war er ein bisschen wackelig Und da konnte man einfach den Rand hoch biegen.
Also wussten wir das schon mal. Sie machten sich noch ein paar weitere Notizen und verschafften sich einen Eindruck davon wie der Ort überhaupt aussah. Es gibt da ein zweistöckiges Lagerhaus mit Laderampen und zwei Parkplätzen davor. Einen normalen mit Transportern, Lkw und einen zweiten, der von einem Maschentradzaun umgeben war auf dem noch vielen mehr dieser großen Lkws standen.
Wir reden hier von Schwerlasttransportern also richtig großen Lastern. In dem Lagerhaushaus wurden diese Fahrzeuge beladen und dann lieferten sie die Fracht aus. Maxi und ihr Kollege fuhren dann weg, mit dem Plan um die Uhr wiederzukommen. Doch dann ein Anruf. Er meinte so ... Ich bin krank! Und ich dachte, ich hasse dich.
Du bist doch nicht krank? Aber wie auch in letzter Minute fällt er aus. Den Auftrag kann ich alleine erledigen. Also dachte ich mir, ich mach das jetzt.". Sie wartete bis zum Abend. Zu dieser Zeit war der Ort komplett geschlossen und es sollten auch keine Arbeiter da sein, nur die Sicherheitspatrouillen von denen ihr erzählt wurde.
Ich hab hinter einer Baumreihe außerhalb des Logistikparks geparkt. Ich hielt mich vor den Lichtern fernen, ich blieb im Schatten. Okay jetzt geht's los! Ich mag es ja ebenfalls zu Fuß unterwegs sein. Man kann sich leichter verstecken, schneller die Richtung wechseln und sich insgesamt unauffälliger bewegen.
Also ich nähere mich durch diese Baumreihe, die sich seitlich am ganzen Komplex entlangzieht. Ich bewege mich ziemlich langsam. Ich bin weit genug entfernt, um die ganze Fassade zu sehen aber nahe genug dran, um möglicher Angesflächen zu erkennen und ich absolviere den üblichen ersten Durchgang. Ich breche nichts auf, ich berühre nicht.
sie geht am Gebäude vorbei. bei einem klassischen ersten Rundgang hat man immer eine plausibler Ausrede wenn man nichts anfässt oder das Gelände nicht betritt kann man einfach sagen man sei mir einfach nur vorbeigekommen falls irgendjemand fragt. Aber es ist still. Im Inneren sind keine Anzeichen von Anwiesenheit zu erkennen, keine Geräusche, keine offenen Türen, kein Licht.
Auf dem Parkplatz standen viele Lastwagen aber alle waren dunkel und still. Normale Autos gab's keine – aber überraschenderweise sah sie auch keine Security-Leute! Da sie sich nun auf der Rückseite des Gebäudes befand, testete sie die Türklinken und Fenster um zu sehen ob sich da etwas öffnen ließ. Alles Offensichtliche was man sich ansehen würde um Zugang zu bekommen ging nicht.
Türen zu, Luken konnte ich nicht sehen. Fenster im Erdgeschoss liessen sich nicht öffnend überall doppelt verglasste Fenster. also ja Gute Sicherheitsstandards sind immer ein bisschen frustrierend. Aber es war dieses Wellblech, alle Lagerhäuser in der Gegend waren aus einer Art Wellblecht, aus Stahl oder irgendeinem Metall.
Bei der Lager-Halle die ich mir vorgenommen hatte da war so eine schmale Grasfläche dahinter auf der Rückseite und bei einem benachbarten Lager stand ein Stapel von Paletten. also eigentlich stand den ganzen Weg entlang durch diese ja quasi Gasse einfach Paletten Und einer dieser hohen Stapel stand nur so etwa einen Meter von einem Fenster im zweiten Stock entfernt.
Das war nur ein kleines, recht echtiges Fenster aber es war offen! Ich dachte mir oh das könnte ein prima Weg sein um da reinzukommen. Also schub ich ein paar Paletten herum und fing an diesen anderen Hohenstapelpaletten hoch zu klettern. Die meisten von denen waren irgendwie aneinander befestigt worden also war das zwar immer noch ein bisschen wackelig Aber nicht schlimm.
Ich konnte nur hoffen dass sie mich einfach unter mir zusammen krachen würden. Das hatten sie nicht. Ich bin ziemlich leicht hüßig, ich bin ja flink als kräftig. Also komme ich oben an das Fenster und stecke meinen Kopf durch. Während das Gebäude den Anschein macht, als sei es zweistöckig ist es tatsächlich nur einstöckige aber eben mit sehr hohen Wänden.
Als sie also durchs Fenster reinschaut, sieht sie dass es direkt bis ganz nach unten zum Lagerboden geht und das ist nicht gut. Das ist viel zu hoch zum Runterspringen. Sie schaut sich um und entdeckt dass die Wände verkleidet sind mit. Es ist im Wesentlichen ein Lochblech. Also ein Loch. Blech ist im Grunde falls du es nicht kennst Das ist Stahl- oder Aluminiumblech.
Und das hat diese regelmäßig angeordneten, quadratischen oder runden Löcher. Im Grunde hängt man es normalerweise an Wände in Lagerhäusern und dann kann man ein schweres Werkzeug dranhängen. Also schaue ich mir dieses Lochblech an und denke okay da runter Klettern geht! Die Schwerkraft ist mein Freund.
Ich stecke einfach meine Finger in die Löcher und ich habe meine kleinen Tonschuhe an. Das war nicht so schwierig wie man denkt. Okay, sie hat es tatsächlich ins Gebäude geschafft. Schön! Jetzt ist ihr Ziel zu schauen ob sie irgendwie an diese Computer rankommen kann. Sie sieht sich nach ihnen um und entdeckt dann schnell dass da Monitore ansind und im dunkeln leuchten.
Ich komme zu diesen Terminals und die sind alle offen. Das war wunderschön. Kennst du diesen Moment im Film? Ha, das Himmelslicht! Das war großartig also... Ja die waren alle freigeschaltend. Ich musste nur dieses kleine Gerät, dass sie mir mitgegeben hatten anschließen und die erforderlichen Fotos machen als Beweis, dass ich das Terminal berühren konnte.
Eins für den Angriff und eins für den Kontakt. Und dann suchte ich nach einem Ausgang denn beim Blick auf das Lochblech war mir klar ein Hochklettern ist ein bisschen was anderes ist ein bisschen anders als sie. Okay, also sie erkannte dass sie nicht auf dem selben Weg raus klettern konnte wie sie reingekommen war.
Sie schaut sich dann um ob es einen anderen Ausweg da drin irgendwo gibt. Sie sieht viele Türen. Sie könnte vielleicht einfach eine öffnen und hinaus gehen? Nein Moment warte mal. das wäre vielleicht nicht so gut denn es gibt ja Alarmeinlagen und die sahen sich die Tür dann genauer an. Okay, das fällt also weg.
Es würde Alarm auslösen. Da sie bisher noch nicht von Sicherheitskräften entdeckt wurde, will sie jetzt nicht deren Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Also sucht sie nach anderen Fluchtwegen.". Das war ein Ladetour, was nicht im besten Zustand war – so eine Art Ramper an die der Lkw rückwärts ranfährt um beladen zu werden.
Der ist dann auf einer Ebene mit dem Lager und man braucht nicht immer einen Gabelstapler! So was war es? Und das Tor lief über einen Flaschenzugsystem und war nicht an einem Alarm angeschlossen. Was verrückt war, wenn man bedenkt wie sicher die sein wollten? Auf jeden Fall war dieses Tor ein bisschen an der Seite verbogen und vielleicht war es deshalb nicht alarm gesichert.
ich habe keine Ahnung aber dass ist nur ein kleines Flaschenzugsystem und ich ziehe die Kette also gerade genug hoch um rauszuschlüpfen und dann gehe ich durch den Wald zurück zu meinem Auto was für mich übrigens bei weitem der schlimmste Teil der Geschichte war, weil ich Insekten nicht ausstehen kann.
Aber auf jeden Fall bin ich dann schon fast an meinem Auto und rufe meinen Ansprechpartner an und melde, was für mich ein Erfolg ist.". Ich bin reingekommen! Ich habe die Vor-Dust. Ich bin also fertig und schreibe euch einen Bericht. Er hat zu und sagt, wir erweitern jetzt den Auftrag!". Eine Erweiterung des Auftrags.
Das heißt, der Kunde möchte ändern was sie für ihn tun soll? Ich schätze einfach mal. er war einigermaßen beeindruckt von dem was die da alles geschafft hatte und wollte dann dass sie sich an noch mehr versuch. Er meinte zu ihr diese Lkw dahinten auf unseren Parkplätzen. Versucht man sie zu klauen! Sie erwiedert dann... ich weiß nicht wie man einen Lkv kurzschließt.
darauf eher nein nein nein Schau doch einfach mal ob du Schlüssel zur LkW findest und wenn ja fahr sie weg. Ich dachte, okay das lässt sich machen. Hundertvierzig interessante Jobs in meinem Leben? Das hier könnte einer davon sein! Sie geht also tatsächlich zurück durch den Wald, flucht überall die Spinnennetze an denen sie hängen bleibt und schaut sich dann die Anlage an.
Da stehen diese großen langen Lkw. Die haben sechs bis zwölf Meter lange Container hinten drauf. Ich bin noch nie ein von denen gefahren. Einige befinden sich innerhalb des Umzeugendenbereichs, andere nicht. Na klar fängt sie dann bei denen an die sich nicht im umzeugenden Bereich befinden. Schritt eins prüfen ob die Tür unverschlossen ist.
Bei dem ersten den Sie ausprobiert lässt sich tatsächlich die Tür öffnen. Wow! Sie öffnet sie also und setzt sich auf den Fahrersitz. Sie schaut zur Zündung kein Schlüssel aber Und zu ihrer Überraschung liegt einer im Getränkehalter in der Mittelkonsole. Das war schon irgendwie witzig, acht Milliarden Menschen auf der Erde und ich bin die beste Fahrerin?
Also denke ich mir, ich werde all diese Lkw bewegen! Ich werd aber gar nicht erst versuchen den LkW rückwärtszufahren – das schaff' ich eh nicht. Also war mein Plan sie einfach nur rüber zum anderen Ende der Sackgasse zu fahren. Da war so ein kleiner ruhiger Platz, eine Art Logistikparkplatz. Also parkte ich sie alle dort oben.
Sie parkte ihn etwa eine Viertelmeile entfernt und rannte dann zurück um einen weiteren Laster zu holen. Die Schlüssel wurden nicht konsequent kontrolliert Und die Flotte wurde nicht konsequent innerhalb eines abgesicherten Bereichs geparkt. Also wurde daraus eine Live-Demonstration der Risiken. Sie fand dann für einen nach dem anderen Laster die dazu gehörigen Schlüssel, also wenn die Fahrer irgendwann außerhalb der Arbeitszeiten ankommen, dann lassen sie offenbar die Schlüssel einfach da.
Sie legen sie unter den Schmutzfänger oder lassen sie direkt im Lkw. Kaum zu glauben wie viele Schlüssel sie in und um die LkW fand. Manchmal steckten sie noch in der Zündung oder sie lagen auf dem Sitz. Ein paar stecken in der Sonnenblende, andere lagen unter den Spritzwängern. Manchmal waren sie aber auch überhaupt nicht da.".
Einige Lkw-Aber waren verschlossen und konnte weder hineinkommen, noch sie irgendwie bewegen. Sie überlegte dann, ob sie vielleicht wieder durch das Fenster des Gebäudes hinein klettern und drinnen nach den Schlüsseln suchen sollte. Aber sie hatte ja bereits bewiesen, dass sie dahinein kamen. Sie versuchte es dann einfach weiter bei anderen Lkw.
Nachdem sie dann so einige davon vom ungesicherten Parkplatz mitgenommen hatte, wollte sie auch in den Umzäuntenbereich um von da vielleicht welche mitzunehmen. Sie erinnerte sich daran wo man dem Zaun anheben und hindurch klettern konnte. Also huschte sie darunter hindurch und sah sich dort die Lkwe an – und tatsächlich auch hier lagen die Schlüssel meist in oder um die Lastwagen herum.
Sie sprang in einen hinein, fand die Schlüssel, startete dem Motor und wollte gerade rausfahren. Als hier klar wurde, ach ja das Tor ist ja abgeschlossen! Sie stieg aus, schaute sich das Vorhänge-Schloss an und überlegte ob und wie sie es vielleicht knacken könnte. Das funktionierte nicht und ich dachte, Yvette?
Es gibt irgendwo ein Schlüssel dafür. also überlege ich gehe zurück rein kletter ich nochmal die Paletten hoch und das Gitter runter. Aber dann dachte ich mir, wisst ihr was? Das hier ist wahrscheinlich Beweis genug. Das ist schlimm genug! Weil im Bericht stehen wird... Ich konnte nicht in euren Hochsicherheitsbereich einbrechen.
Warum parkt ihr eure Lkw nicht da drin?! Um zwei Uhr morgens hatte sie eine Menge LkW fortgeschafft und war eigentlich auch der Meinung den Auftrag abgeschlossen zu haben. Keine Security stoppte sie dabei. die ganze Nacht war niemand da. Sie ist dann also zurück zum Auto, ruft ihren Ansprechpartner an und erzählt ihm das sie die Lkw gestohlen hat.
Er sagt so was wie wow ok super. Könntest du morgen früh mal ins Büro kommen und uns erzählen wie das alles so gelaufen ist? Klar aber lass mich erst mal schlafen meinte sie. ich bin echt erledigt. Danach ist sie nach Hause gefahren. Am nächsten Tag kamen die Mitarbeiter dann also morgens zum Lager. Die Tagschicht kam an und sie bemerkten eine ganze Weile lang nicht, dass etwas nicht stimmte.
Es hat ganz schön lange gedauert bis bei ihnen der Groschen fiel. Die Alizentrale rief schließlich an und ich nehme an mein Kontakt hatte ihnen erzählt was bei der Sicherheitsüberprüfung rausgekommen war. Schließlich gaben wir unseren Bericht ab. wo war die Sicherheit? Sie sollten rund um die Uhr wach Leute im Schichtbetrieb haben.
Wo waren die denn? ich habe die nicht gesehen. Warum gibt es Paletten? Warum gab es unverschlossene Fenster. Warum waren die Ladebuchten nicht an das Alarmsystem angeschlossen, solche Dinge? Behandelt Schlüsse wie Zugangsausweise nicht wie Souvenirs? Gabs eine Nachbesprechung wo du dann berichten konntest was passiert ist Nicht bei der Anlage selbst, also ich bin danach dort nicht mehr hingegangen.
Ich gab den Bericht ihrer Zentrale, wir gingen hin und hielten eine Präsentation und übergaben dem Bericht. Und wie eigentlich immer fällt den Leuten die Kinnlader runter Und ich denke, das Herz rutscht den auch in die Hose. Die denken wie konnte das passieren? So was in der Hand. Ja und dann kommt ja noch der Moment wo sie sich fragen warte mal wer war das eigentlich?
Wir haben diese Person Max dafür engagiert es zu tun Dieser Typ Max Was muss das für Lidiot sein einzubrechen und all dass. Dann tauchst du da auf und sagst hi Ich bin Maxi, ich bin diejenige, die all eure RKW gestohlen hat. Es tut mir so leid! Man muss sanft mit ihnen umgehen. Nun vielleicht ist das nur mein persönlicher Ansatz aber ich finde man sollte behutsam sein.
Diese Leute wissen zum größten Teil nicht dass unsere Branche überhaupt existiert. Ja sie wissen dass es da draußen böse Leute gibt Aber Sie haben keine Ahnung dass ein paar von uns sowas beruflich machen. Man muss reingehen und man muss behutsam sein. Es ist nicht Ihre Schuld, das gehört dazu wenn man eine Firma führt.
Nicht alles ist sicher! Man kann es den Angreifern ein bisschen schwerer machen aber das ist unser Job, Ihnen das zu sagen Und ich denke einfach sag' es Ihnen zwar klar und deutlich Aber so behutsamt wie möglich. Wir wollen ja niemandem die Schuld in die Schuhe schieben. Ich ging also zu der Zentrale und fing an.
Ich denke, ihr habt vielleicht gehört was passiert ist. Also ja ich habe jetzt in meinem Lebenslauf Profikletterer und Lkw-Fahrerin stehen.". Sie führte noch viele weitere Pentests durch und steckte so tief im Thema drin das sie ein Buch geschrieben hat mit dem Titel The Art of Attack – attacker mindset for security professionals zu Deutsch in etwa die Kunst des Angriffs Die Denkweise eines Angreifers für Security-Experten.
Ja, zu meinem Buch kann ich nur sagen... Ich erkläre das kurz! Wenn das für euch nicht interessant klingt, dann kauft es einfach für jemanden den ihr nicht mögt. Wenn es euch aber gefällt, dann ist das alles mein Verdienst. Ihr solltet es kaufen und es ist großartig. Nein, im Ernst. Das heißt The Art of Attack Und die Kernthese ist, dass Sicherheitsprofis diese sogenannte Angreiverdenkweise annehmen müssen um Verteidigungsstrategien aufzubauen.
Die wirklich funktionieren! Die grundlegende Aussage ist das es einfach nicht ausreicht sich nur auf Tools, Netzwerke oder Richtlinien zu konzentrieren. Das ist alles notwendig aber es reicht nicht. Also zu verstehen wie ein Angreifer denkt? Wie er plant manipuliert hartnäckig dran bleibt ist grundlegend für den Aufbau widerstandsfähiger Systeme.
Ich würde so weit gehen zu sagen, dass die Fähigkeiten eines guten Angreifers dieselben Fähigkeit sind, die ich auch im Alltag haben will als Person, die durch das Leben geht. Das sind Dinge ,die ich auch meinen Kindern beibringen würde Durchhaltevermögen, Entschlossenheit. Wir sind zielorientiert wir sind wiederstandsfähig und so weiter.
Es sind kognitive Fähigkeiten, die wir brauchen Und es zählt wie wir sie anwenden. Das ist im Grunde die Kernaussage des Buches. Da machte sie einen Pentest, der ihr Leben verändern sollte. Das war wahrscheinlich der stressigste und nervenaufreibendste Job meiner Karriere zu dem Zeitpunkt eine Firma von der wir alle gehört haben und die wir alle nutzen.
Wir wurden von ihrem internen Red Team begleitet. Das Unternehmen verfügte über ein großes Rechenzentrum und man wollte wissen, ob es möglich war sich da unbefugten Zugang zu verschaffen. Nun weiß ich nicht, ob ihr schon mal in einem solchen Rechencentrum wart aber solche Anlagen sind manchmal extrem gut gesichert.
Ich habe zum Beispiel schon welche kennengelernt bei denen großer Zaun um das Firmengelände herum verläuft Und um überhaupt auf den Parkplatz zu gelangen, muss man an einem Wachposten vorbeikommen. Dort wird der Ausweis kontrolliert und sichergestellt das man berechtigt ist sich dort überhaupt aufzuhalten.
Wenn man es dann geschafft hat sein Auto zu parken und zur Eingangstür des Gebäudes zu gelagen Ist diese verschlossen so dass man einen Ausweis benötigt um da hineinzukommen. An offene Fenster ist da nicht zu denken die lassen sich grundsätzlich nicht öffnen dort. Wenn man dann hineingeht, beobachtet ein Security-Mitarbeiter was man da tut.
Aber man befindet sich erst mal nur in der Lobby. Man ist also noch nicht einmal im Rechenzentrumsbereich des Gebäudes angekommen. Um dahin zu gelangen benötigt man einen zweiten Schlüssel und manchmal wird sogar ein Iris-Scan durchgeführt um die Identität zu überprüfen. Außerdem gibt es Personenschleusen das heißt es darf jeweils nur eine Person durch damit man kontrolliert werden kann.
Im Rechenzentrum selbst sind die ganzen Server-Racks manchmal mit einer Art Käfig umgeben und, um dorthin zu gelangen benötigt man oft einen dritten Schlüssel sowie eine zusätzliche Form der Identifizierung wie ein Fingerabdruckscann oder ähnliches. Also ums kurz zu machen es ist verdammt schwer sich ins Herz eines Rechencentrums einzuschleichen.
Es gibt nur tatsächlich bewaffnete Wachleute, die auf dem Gelände Streife gehen. Es gibt Fahrzeuge, die auf Auffälligkeiten durchleuchtet werden. Das ist in Bezug auf Sicherheit eine sehr robuste, umfassend gesicherte Anlage. Das Rechenzentrum wird alles kontrolliert. Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden auf die Nachkommastelle genau überwacht.
Strom- und Glasfasserleitungen, die da durchlaufen, sind redundant. Es gibt explosionssichere Leitungen. Jeder Korridor, jede Tür, jedes Beit ist quasi verschlossen. Wenn man erst mal drin ist, ist man drin. Und staatliche Akteure werden da irgendwie reinkommen weil sie von nichts zurückschrecken. also war das unser Job.
Ihr Plan war es dann zu versuchen direkt durch das Vordertor reinzugehen. Also fuhr sie einfach mit ihrem Auto direkt zum Sicherheitskontrollpunkt und dazu als gehörte sie dahin Sie redete mit dem Wachmann Hallo, ja wir sind Besucher oder am Hi. Wir sind hier um das zu machen denn über Osend kann man einige Anknüpfungspunkte finden.
also wenn irgendwo öffentlich steht dass sie Immersionskühlung nutzen wissen wir dass die Flüssigkeit gewartet werden muss zum Beispiel. Also geht mein hin und sagt Ja wir sind hierum das zu warten. Manchmal kann das funktionieren und sie sagen, okay. Lass mich der zuständigen Person Bescheid geben oder wartet kurz.
Die meiden aber ihr seid nicht auf der Liste? Ihr kommt hier nicht rein! Okay es gibt also eine Liste. Das ist ein guter Hinweis. vielleicht kann man ja irgendwie auf diese Liste gelangen. Wer pflegt die Liste? Vielleicht kommt man ja drauf indem man tatsächlich einfach anruft Und so tut als wäre man vom Wartungsteam dass einen Flüssigkeitswechsel oder sowas vornehmen muss.
Also versuchten wir auf diese Liste zu kommen. Wir versuchte vorher anzurufen, wir versuchden Telefonnummern zu fälschen so dass es außer als würden wir hoffentlich vom Apparat das richtigen Ansprechpartners aus anrufen. Es funktionierte nicht! Es gab zu viele Kontrollen. die waren pinnibel, die waren robust sie waren clever.
also dachten wir, wir kommen hier nicht rein. Die hätten sich quasi eingemauert. Kommen wir uns so unterdurch, gehen wir oben drüber. Es hätte alles keine Rolle gespielt! Das war die Sensoren und die Sicherheit waren auf Zack. also dachten wir okay was machen wir jetzt? Zeit einen Schritt zurückzutreten um die Dinge mit Abstand zu betrachten und vielleicht einen unkonventionellen Weg zu finden wie man in dieses Rechenzentrum reinkommt.
Eine Möglichkeit ist es da, einfach erst mal noch mehr über dieses Unternehmen in Erfahrung zu bringen. Maxi wollte dann wissen wie das Gebäude überhaupt errichtet wurde? Also gingen wir zum Bauamt der Gemeinde. Wir konnten dort einige so was wie Baubläne bekommen und wir fanden heraus dass es in der Tat eine Abwasserleitung gab.
Okay, aber Abwasserleitungen sind natürlich zu klein damit man als Mensch da durchgelangen kann. Außerdem ist es eine ziemlich unappetitliche Vorstellung. Diese Leitungen allerdings verlaufen manchmal durch unterirdische Tunnel die wiederum für Servicepersonal zugänglich sind. Sie verfolgte den Verlauf der Leitung bis zur Stelle an der sie das Grundstück verlassen.
Das lag an einer Stelle, an die wir über einen anderen Zugangspunkt durch eine Art Kreuzung gelangen konnten. Nun warum es nicht einmal versuchen? Sie fahren zu der Stelle außerhalb des Grundstücks, an der sie einen Schacht vermuten. Wenn ihre Berechnungen stimmen würden die Rohre hier direkt ins Rechenzentrum führen.
Gibt es da vielleicht auch einen Wartungstunnel, der dorthin führt? Er war tatsächlich groß genug, um hineinzukriechen. Ohne lange zu überlegen, taten sie das. Dann sahen Sie da einen Tunnel der in Richtung Rechenzentrum führte. Sie kochen ihn einfach entlang. Es ist ein weiter Weg von einem Zugangspunkt im Kanalsickel zum anderen.
Aber was bleibt uns anderes übrig? Das ist nicht klammerös! Das war nicht angenehm aber wir haben es überlebt Und tatsächlich führte er sie direkt zum Rechenzentrum. Dann machen wir uns auf den Weg in die Anlage und dann ins Rechen-Zentrum. Sie kamen also rein, sie machten ein paar Fotos um zu beweisen dass sie tatsächlich unbefugt dort drin waren... ...und dann riefen sie von dort aus der Security Team an, um ihn zu sagen Tja!
Dass sie drin sind Die Security meinte was? Wie zur Hölle habt ihr das geschafft? Also war unser Bericht Euer Sicherheitskonzept ist perfekt. Das hat uns echt gewohnt, das war unglaublich! Ihr habt uns hier nicht reingelassen. Wir konnten nicht vorher angerufen und keine Dokumente fälschen. Nichts von Leben, was wir normalerweise versuchen würden, hat bei euch funktioniert.
Wir hätten für keine Ablenkung sorgen können durch die eure Sicherheitsleute kurz die Tore aus dem Blick gelassen hätten damit wir durchrutschen können während die nicht hinschauen. Das passiert nicht, keine Chance. durch einen Kanaldeckel für eine Abwasserleitung in euer Rechenzentrum. Und das war der Großteil unseres Berichts, der Rest war vorbildlich!
Aber das war ich nicht egal... Sie meinten aber ihr seid trotzdem reingekommen. Ja, we still go in.". Die Sache brachte Maxi jedoch ganz schön ins Grübeln. Wie kam es schaffen einem Rechen-Zentrum die allerhöchste Sicherheit zu geben so dass wirklich niemand jemals dort eindringen kann? Da kam hier plötzlich eine Idee.
Ich habe mir überlegt, wenn man sie so absichern will stellt man sie unter Wasser. Ein Unterwasser-Rechenzentrum. könnte das überhaupt funktionieren? Wenn ich starte, denke ich, oh ist wahr! Dann fing ich an zu überlegen, hatte ich da gerade eine gute Idee? Unglaublich! Also rief ich meinen alten Chef an für den ich eine Weile Offshore gearbeitet hatte.
Ich meinte hey was hältst du davon? und er meinte Ich habe tatsächlich ein etwas ziemlich Ähnliches gedacht. Und ich hatte zu dem Zeitpunkt diese Zeichnung eher optimierte das Design etwa, so meinte, hast du Lust bei mir einzusteigen? Das ist das was ich tun will! Ich will Rechenzentren unter Wasser bauen.
Ich will das Modular bauen und ich will das machen weil es sie absichert. Also machten sich die beiden daran Modulare unter Wasser Rechen-Zentren zu entwerfen bei denen man die Server in einer Art kleinen, wasserdichten Schiffscontainer lädt den Mexi dann an einen sicheren Ort auf dem Meeresgrund hinunter fährt.
Es ist auch viel billiger! Also man spart im Vergleich etwa achtzig Prozent der Investitionskosten um die gleiche Rechenleistung unter Wasser zu bekommen So wie wir es machen. Also ich habe keine Ahnung von Unterwasser-Rechenzentren, das ist komplett neu für mich. Ich wusste gar nicht dass so etwas möglich ist oder dass so was überhaupt existiert.
aber du sagst mir, dass du sowas selbst gemacht hast. Das ist etwas, was wir gemacht haben. Wir haben es entwickelt und umgesetzt. Und inzwischen bieten tatsächlich viele Firmen sowas an. Gibt es da ein sehr langes Kabel? Dass man an diese Geräte anschließen kann oder wie funktioniert das? Ja, da gibt's einen wesentlichen Aspekt!
Also dass wirklich Interessante an der Unterwasserumgebung ist – und wir haben das vorhin schon kurz angerissen Das alles, was wir so im Alltag nutzen sowieso irgendwie auch über Stromkabel unter Wasser gespeist wird. So beleuchten wir Öl- und Gasplattformen – so schaffen wir es auf ihnen zu essen und solche Sachen!
Es gibt auch Länder die Strom exportieren. Frankreich exportiert Strom nach Dänemark. Wir haben vor nicht allzu langer Zeit ein Kabel dafür für sie verlegt. Also es gibt jede Menge Seekabel. Es gibt viele Seekabel irgendwie siebenhundert oder so, vielleicht inzwischen auch mehr. Die Internet-Signale leiten also senden Sie Licht?
Also müsst ihr keine eigenen Kabel verlegen! Ihr könnt die vorhandenen einfach anzapfen. Anzapfeln genau das hängt davon ab wo also wenn wir im Hafen sind dann könnten wir von einem Umspannwerk vom Land aus die Leitung verlängern. Wenn wir weiter draußen sind, dann würden wir das Stromkabel speisen und es nass einsetzen.
Offshore gibt es sogenannte Wetmade-Kabel also Nasssteckkabel. die sehen aus wie Kopfhörer mit einem Mikrofonklinkenstecker dran. Ja genau so halt nur richtig groß Und im Prinzip stecken wir die einfach in unsere Module. Diese Module sehen aus Wie zwanzig Fuß Schiffskontainer Und wir setzen sie auf den Meeresboden, sichern Sie dort durch Führungsfosten, verriegen Sie, stecken den Strom nass ein.
Also über so einen Wetmate und machen dasselbe mit der Glasfaser – und dann läuft es! Wir können jedes Modul mit etwa drei Megawatt betreiben was die meisten Leuten wahrscheinlich wenig sagt aber das ist quasi die notwendige Basis um eine kleine Menge Rechenleistung zu erzeugen da unten auf dem Meeresboten.
Aber was ist mit der Wartung und all dem, oder ihr müsst eine Festplatte austauschen? Ja also es gibt ein paar Methoden wie wir die Wartungen durchführen. Im Prinzip ist das tatsächlich nicht so viel anders als ein Land aber was man zunächst bedenken muss ist dass die Wardungszyklen reduziert sind weil es keinen Staub gibt.
Die Server sind umgeben von einer die elektrischen Flüssigkeit um Kurzschlüsse zu verhindern. Also gibt es da keinen Staub, es gibt keinen Schutt. Es gibt keine Leute die an Kabeln rütteln und das sind die größten Fehlerquellen bei Wartungsarbeiten. Deshalb fällt die Rechenleistung in der Zeit um achtzig Prozent?
Das haben wir nicht! Aber klar auch wir müssen die Anlage warten – es treten mal Fehler auf. Also machen wir das auf ein paar verschiedene Arten. Wenn einen Server ausfällt ist das eigentlich egal. Wir gleichen die Last aus oder leiten sie zu irgendeinem anderen Server auf irgendeiner anderen unserer Anlagen um.
Wenn ein ganzes Rack-Out-Feld, das kann auch mal passieren. Dann greift zunächst so einen Lastausgleich. Aber wenn ein Rack ausfällt und es wichtig ist – je nachdem wer der Kunde ist und was der Kune macht – müssen wir vielleicht die Einheit hochholen? Wir garantieren dass wir das innerhalb von etwa zwölf Stunden hinbekommen.
Also haben wir ein Schiff vor Ort. Das Schiff fährt hin Und holt das Module mit einem ROV hoch Denn das ist mein Fachgebiet und da weiß ich wie man das macht. also wir holen das Modul hoch Setzen es auf Deck, lassen die Flüssigkeit ab und reparieren das Gerät. Man kann so was oft auch aus der Ferne machen – es kommt immer auf den Pfeil drauf an!
Aber es kostet im Prinzip nicht mehr Zeit und es kostelt auch nicht mehr Geld. Und bevor die Leute jetzt auf mich losgehen muss ich mal etwas klarstellen Es heizt das Wasser nicht auf. Wir heizen die Ozeane nicht auf Das will ich nochmal betonen. Wasser erwärmt sich langsamer als Luft und es kann tatsächlich mehr Wärme speichern.
Also ist die spezifische Wärmekapazität von Wasser höher als die der meisten anderen Substanzen. Das bedeutet auch, dass Wasser mehr Wärme absorbiert, bevor seine eigene Temperatur um ein Grad steigt. Anders gesagt braucht Wasser etwa viermal so viel Energie, um seine Temperatur im einen Grad Celsius zu erhöhen wie dieselbe Menge Luft!
Wir haben in unseren Tests gemessen das sich das Wasser um etwa ein tausendstel Grad erwärmt was statistisch unbedeutend Und das innerhalb eines Meters um die Anlage herum. Stellt man ein Rechenzentrum an die Land auf, muss man erstens Klimaanlagen nutzen, um es zu kühlen? Zum größten Teil wird das so gemacht.
Also werden etwa vierzig bis fünfzig Prozent des gesamten Stroms den dieses Rechen-Zentrum verbraucht für die Klimatisierung verwendet und dann wird die Abwärme in die Umgebungsluft gepumpt. Der Ozean muss das dann aufnehmen denn der ist unser Wärmeregulierer. Und so erwärmt man die Ozeane. Also entspricht das vielleicht nicht den Bauchgefühl, aber es ist eine wissenschaftlich bewiesene Methode um wärmenlos zu werden steckt sie ins Wasser.
Und wenn jemand versucht, hier einen Pentest durchzuführen oder einzubrechen. Ich stelle es mir grad vor dann wird der Raum sobald die Tür geöffnet wird ja einfach überflutet und alle Computer sind da rein oder nicht? Man kann die Tür nicht öffnen! Im Grunde wäre unsere größte Bedrohung ein U-Boot zum Beispiel so ein russisches U-Boot.
also man bräuchte ein U Boot. Oder vielleicht, wenn wir in flacherem Wasser sind könnte man einen Taucher hinschicken. Aber auch ein Taucher wird nichts tun können! Man kann die Tür nicht aufziehen wegen des Wasserdrocks. Also im Grunde... ...könnte man es nicht wirklich pentesten ohne ein Schiff zu bekommen Ein ROV oder einen Haufentaucher oder ein Ruhrboot.
Viel Spaß dabei. Ich weiß nicht mal wie ich das machen würde. Wenn irgendjemand dieser Anlagen pentesten wird, werde ich das sein. Das wäre ein witziger Job. Aber sagen wir mal, ein staatliches U-Boot eines Gegners käme vorbei großartig. Es müsste sich irgendwie verbinden und es müsste die Anlage von den Sicherheitsmechanismen lösen mit denen wir sie am Meeresboden befestigt haben.
Und wenn man das tut würde man die Daten, die auf den Servern sind zerstören. Denn dabei wird ja das Gehäuse beschädigt dass die Server vor dem Wasser und dem Druck des Wasserschütz Also physisch sind die sehr, sehr sicher. Digital ist das dieselbe Leier wie überall. Man penntestet sie genauso wie jeden anderen Server oder Rechenzentrum oder einem Firma.
Unglaublich! Das Ganze verblüfft mich einfach und mir schießen auch alle möglichen Gedanken durch den Kopf. Kann man dann z.B. von Unterwasser bestimmte Dinge hosten, die nur in dieser Region legal sind? Oder auch echte Piraterie – ich meine jetzt Piraten auf See! Die gibt's ja auch. Ja, Pirateri ist weitverbreitet und ja es gilt das Seerecht aber dass sie sehr schwer durchzusetzen.
Man verlässt sich da weitestgehend auf Satellitenüberwachung Aber der Ozean ist riesig, also es ist sehr schwierig das Sehrecht durchzusetzen. Wir verlassen uns zum Grunde darauf dass sich die Leute auch an die Regeln halten und...das funktioniert nicht immer! Darum achten wir darauf, dass wir im grünen Bereich sind.
Wir bauen in der Nähe bereits existierende Offshore-Anlagen sowohl in nationalen als auch internationalen Gewässern. Jedes Land hat eine Art Wirtschaftszone. Die reicht so in etwa von der Küstenlinie bis zwölf Meilen raus aufs Meer. Dann, nur ein bisschen weiter draußen kommt man in internationale Gewässer und da kann man machen was man will.
Wer will dich hier aufhalten? Aber wir entscheiden uns bewusst dagegen. als amerikanische Firma also nutzen wir Standorte in der Nähe anderer Anlagen normalerweise Offshore Windplattform oder Förderplattformen oder verankerte Boote. Also ja ich denke unter Wasser liegt definitiv ein Teil der Zukunft für Rechenzentren.
Ich denke, Subsea ist definitiv die Zukunft für Datacentren. Ein großes Dankeschön an Maxi Reynolds, dass sie bei uns zu Gast war und ihre Geschichten erzählt hat! Ihr könnt mehr über ihr Unterwasser-Richenzentrum auf subseecloud.com erfahren Wenn ihr Ihr Buch haben wollt, es heißt wie gesagt The Art of Attack, Attacker Mindset.
Es ist das mit den Schachfiguren auf dem Kaffee. Diese Episode wurde im englischen Original von Jack Reesider erstellt. Den Text haben Isabel Grünewald und Marco Pauli übersetzt und gesprochen. Produktion Marco Paulie. Titelmusik Breakmaster Cylinder. Dies sind die Darknet Diaries Of Deutsch von Heiser Online.