Das Sommerhaus der Stars· Staffel 8· Folge 9

Couple Check: Julian F. M. Stöckel & Marcell

Dienstag, 11. August 2026 · 25 min

MP3

Shownotes

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Wunder gibt es also doch immer wieder. Julian F. M. Stöckel zieht mit Marcell ins Sommerhaus der Stars! Wir sprechen mit den beiden, wieso sie jetzt trotz Zweifel an der Reality-Welt beim Sommerhaus dabei sind, wie die beiden ihren Alltag als Paar bestreiten und was Julian genau an seinen Reality-Kollegen stört.

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Nehmen wir an, ich hätte jetzt einen Schnaps mitgebracht, Carlotta. Was könnte das dann bedeuten? Wir müssen auf etwas anstoßen. Ja, vielleicht auf ein Du. Auf ein vermeintliches Du. Weil ich möchte behaupten, die Horsts der diesjährigen Staffel ziehen ein. Julian F.M. Stöckel und sein Freund Marcel, wir müssen jetzt glaube ich erstmal sitzen, bevor wir ihn zu nahe treten. Genau.

Ich habe gelesen, dass Ihnen das wichtig ist. Ja, ich hasse es geduld zu werden. Es ist so, ich finde dieses Gedutze, ich will nicht von jedem Kellner, von jeder Stewardess, von jedem, weiß ich nicht, dem, der im Leben geht, geduzt werden. Ich mag das überhaupt nicht im Restaurant. Wenn man im Restaurant sitzt und den Kellner kommt, sagst du, was willst du trinken?

So gut kennen wir uns nicht, außer du bezahlst. Also von der Decis. Jetzt muss ich aber dazu sagen, für diejenigen, die das vielleicht nicht wissen, Martin und ich kennen uns schon sehr lange. Ja, meine Historie. Weswegen wir quasi schon perdu sind. Also muss ich mir nur noch das Du erkennen. Ja, es ist übrigens so, Carlotta, ich bin ja Knigge-Coach auch.

Und es ist so, das Du kann immer nur vom Älteren angeboten werden. Jetzt weiß ich nicht, das könnte man jetzt ausknobeln, wer die Ältere von uns beiden ist. Dann muss ich also warten für immer. Wieso? Vielleicht bist du ja die Ältere. Verlogenes Besen. Okay, gut. Also wenn du jetzt sehr nett bist und lustige Fragen stellst und ich ein Minimum an Spaß heute habe, würde ich dir am Ende des Podcasts vielleicht sie anbieten. Vorher nicht.

Wir waren sogar so weit, dass er mir erzählt hat, wofür das FM in seinem Namen steht. Du darfst raten, wofür stehen die beiden Initialen? Ich glaube, ist es nicht das Gerücht, dass es irgendetwas Versautes ist? Aber ist es, ne? Komm, sprich es aus. Sag es ruhig, Carlotta, komm. Fick mich? Ja, geil. Geil, Carlotta. Du hast ab 18.000, oder? Carlotta, ich hatte dir eben schon gesagt, dass es so schnell nicht geht.

Ich freue mich über Ihre Fragen. Okay, ich darf echt nichts überschauen. Oh, ich werde auch gesitzt, ja? Na gut. Ja, ja, ja, ja, ja. Wir wärmen uns vielleicht noch auf im Laufe der Staffel. Wir können ja damit anfangen, dass wir euch ein bisschen besser kennenlernen. Julian, dich brauchen wir gar nicht vorstellen. Du bist ja eigentlich Television-Royalty.

Du bist schon seit sehr kurzen Jahren dabei. Eigentlich für dein junges Alter, aber hast schon sehr viel Erfahrung. Dein Freund Marcel fängt erst langsam an, ins Rampenlicht zu treten. Deswegen würden wir dich bitten, dass du Marcel kurz vorstellst. Du hast 60 Sekunden Zeit dafür. Erzähl uns, wer er ist und warum du ihn liebst.

Ab jetzt. Ich bin seit neun Jahren mit Marcel zusammen. Er arbeitet als Barbie-Designer, hat eine Ausbildung zum Bäckerei-Fachverkäufer, ist eine sehr schillernde, sehr honorige und sehr besondere Person, besitzt Rückgrat, hat sehr viel Herzenswärme und schützt mich immer vor den Bösen, vor blöden Leuten und ist eine Person, auf die ich nicht verzichten will.

Du hast noch 39 Sekunden. Ach so. Er sieht sehr gut aus, er ist sehr attraktiv, er ist acht Jahre jünger als ich, alt bin ich nämlich alleine. Im Alter würde er sich um mich kümmern, würde mich im Rollstuhl setzen, mir den Turban aufsetzen und mich durch die Gegend fahren. Und ja, wir sind sehr lange schon zusammen, sind sehr ein eingespieltes Team und passen aufeinander auf, haben Respekt voreinander und ja. Noch 20.

Mein Name ist Jürgen F.M. Stöckel, ich bin Entertainer und Moderator. Dein Freund. Ich bin seit Jahrzehnten im Showbusiness, ich rede wahnsinnig gerne über mich, habe jetzt viel zu lange über andere gesprochen, deswegen geht es jetzt zum Glück wieder um mich. Marcel, fehlt da irgendwas? Er hatte noch ein bisschen mehr Zeit gehabt, dich vorzustellen.

Nee, ich muss sagen, er hat das sehr gut erklärt, muss ich schon sagen. Ich sage mal, wir kennen uns ja schon neun Jahre und ich sage mal, es ist ja auch echt, ich sage mal, in der heutigen Zeit wirklich lange, weil wenn man überlegt, wie lange andere zusammen sind, ich sage mal, da ist man froh, wenn die zwei Jahre dabei sind, das ist dann schon gut.

Ich sage mal, manche ja noch kürzer und ich denke mal daher, wir machen das ganz gut. Wir wissen, ich sage mal, wer wir sind, wohin wir wollen und warum wir uns lieben. Wir können uns aufeinander wirklich verlassen. Wir wissen auch, wir können uns beim anderen fallen lassen. Und ich muss auch sagen, bei Jürgen fühle ich mich sehr sicher und geborgen. Das ist gut.

Das freut uns sehr. Sehr süß. Ich? Aber er mich beschützt oder ich ihn beschütze? Julian, dich beschützt? Ja, ich beschütze ihn schon sehr. Also ich glaube, dass Marcel eigentlich in einer Art Kokon lebt mit mir, weil er nie was machen muss. Ich organisiere alles, alle Reisen, alle Termine, alle Dinnerpartys, alles, was geht.

Marcel kommt als Grand Dame am 10 und sagt, hallo, hier bin ich und so. Erlebt eigentlich das Leben einer Kathi Hummels aus dem Osten und ist quasi eine elegante Fußballergattin. Die nicht moderieren kann? Das habe ich nicht gesagt. Uh, Martin. Liebe Grüße, Kathi und dich. Der Martin hasst dich. So, also von daher, ja, also ich glaube, Marcel hat ein ganz schönes Leben an meiner Seite. Ich muss auch sagen, dankjohann komme ich echt viel rum, wo ich vorher noch nie war. Ich sage mal, der Plan, eine Reise nach der anderen.

Ich weiß schon gar nicht, an welchen Koffer ich noch packen soll. Also wirklich, es ist echt der Wahnsinn. Und zurzeit geht alles auf einmal ab. Guck mal, letzte Woche waren wir in Wien, in Hamburg, in Essen, in Gelsenkirchen, überall waren. Die Metropolen der Welt. So ist es. Fehlt noch Paris und Bonn. Und alle haben gestrahlt, wo sie uns gesehen haben.

Streit um euch herum? Strahlt. Achso. Vielleicht, wenn du dein Gerät lauter stellst, Charlotte. Gestrahlt. Vielleicht bin ich doch älter, ne? Das könnte sein. Also jetzt Sommerhaus. Ja. Machst du da mit? Ja, ich bin nicht so berühmt wie ihr, leider. Da fehlt noch was. Aber ich meine mich zu erinnern, dass ihr eigentlich, oder beziehungsweise du, Julian, Sie, Julian, es ausgeschlossen hast, in dieses Format zu gehen.

Woher kam der Sinneswandel? Also es ist so, ich bin ganz ehrlich, ich mache natürlich alles für viel Geld. Ich bin quasi nicht eine, die von einfachem mitspielen will, sondern ich will eben auch von hinten den Teppich aufrollen. Von daher habe ich mich jetzt aus meinem Elfenbeinturm herabgelassen und bin gekommen zum Sommerhaus der Stars.

Denn Julian ist immer eher eine Teilzeitspielerin und keine Vollzeitspielerin. Also von daher ist sie gerne in der Mitte dabei, nicht von Anfang an. Ich habe auch nicht so viel Zeit wie die anderen. Die ganzen jungen Reality-Stars, die haben ja alle so viel Zeit, gehen von Bums-zu-Bums-Format. Ich muss ja arbeiten, ich muss moderieren, singen, tanzen, steppen, dralala. Verstehst du? Du hast ja auch ein bisschen Sorge wegen der anderen Paare. Ja, ja, ja.

Ich habe wahnsinnige Angst. Ich habe Angst vor so vielen Doofen, vor welchen, die sich prügeln und kloppen und sich beleidigen gegenseitig und so. Und ich habe auch schon überlegt, wie viele Tabletten ich mitnehmen muss, da ich das alles überlebe und wie viele Baldrian. Und ich habe auch mein Haus, hat es gefragt, wie viele Stunden er braucht, bis er schnell zu diesem Haus kommt, um mir eine Beruhigungsspitze zu geben.

Dr. Schmidt, liebe Grüße an Sie, Dr. Schmidt. Ich sage Ihnen Bescheid, wenn es schlimm wird. Julian meinte eines Tages, Reality-Stars sehen aus wie eine Parkuhr und werden trotzdem irgendwie berühmt. Ja, genau. Ist da Neid in dem Satz drin? Der Witz ist, auch wenn du es mir vielleicht nicht glauben willst, überhaupt nicht.

Ich bin eher quasi jemand, der kritisch mit diesem Wandel umgeht, weil ich es finde, früher war es ja so, du bist berühmt geworden. Beziehungsweise du bist bekannt geworden, weil dich jemand für sein Talent irgendwie gut fand. Dann bist du irgendwie bekannt geworden, bist dann vielleicht berühmt geworden, aber im Unterschied zu vielen anderen ist es ja so, berühmt sein ist ein Status, der durch Leistungen erfolgt.

Und ich habe früh genug gemerkt, okay, nur berühmt sein reicht nicht. Und ich habe dann an mir gearbeitet, habe überlegt, was willst du machen? Habe gesagt, okay, du bist nicht der größte Schauspieler, du bist vielleicht noch nicht der beste Sänger. Ich bin dann sehr ins Entertainment gegangen, habe viel moderiert und so weiter.

Und das ist jetzt eigentlich meine wirkliche Profession. Und ich glaube halt, heute ist es ja so, dass man heute so unsagbar schnell berühmt werden kann. Aber die Haltbarkeit des jeweils Einzelnen ist so kurz geworden. Und ich vergleiche es immer so ein bisschen wie mit so einem Joghurt. Du stellst einen Joghurt in den Kühlschrank, er isst haltbar vielleicht zehn Tage, dann isst du ihn nicht, dann verfault, dann wird weggeschmissen.

Und so, glaube ich, ist das heute mit Teilen dieser ganzen Reality-Stars. Aber du hast ja auch eigentlich deinen Weg eher während des Gehens gefunden, oder nicht? So ist es. Weil ich glaube schon, dass du ja auch von Anfang an gesagt hast, berühmt sein fände ich interessant, fände ich spannend. So ist es.

Und hast ja dann erstmal geguckt, was könnte denn... Die Basis dafür sein. So ist es. Und man muss dazu sagen, Entschuldige, wenn ich dich unterbreche, es ist so, als ich gefragt worden bin, ob ich ins Dschungelcamp gehen will. War es so, ich war so jung und habe gedacht, naja, es ist vielleicht eine historische Chance, dich, über Berlins Grenzen hinaus zu präsentieren, dich bundesweit zu zeigen, aber habe, und das muss ich wirklich sagen, und das kannst du mir, ich glaube, du glaubst es mir, weil wir uns lange kennen, ich habe, als ich das Dschungelcamp gemacht habe, nie darüber nachgedacht, dass ich ernsthaft berühmt werden könnte.

Dass ich durch meine Person da irgendwie lustig war, dass Sonja und Daniel lustig über mich gesprochen haben, dass alle gesagt haben, naja, Julian ist quasi der Zuschauerkandidat, weil er am unbekanntesten war von allen und so weiter. Das ist mir ja alles in den Schoß gefallen und ich hab, muss ich sagen, auf Holzklopfen einfach wahnsinniges Glück gehabt und konnte dann dadurch eigentlich den Start meiner Karriere bilden und du hast es so schön gesagt, das muss ich dir wirklich lassen, ich bin auf dem Weg dann eigentlich zu dem geworden, der ich heute bin.

Das war ich nicht, als ich im Dschungel kam. Aber können das denn die anderen nicht auch vielleicht, dass sie erstmal ihrem Drang berühmt zu werden folgen und dann gucken sie, ob sie vielleicht ein Single rausbringen wie du, ob sie vielleicht Naked Attraction moderieren wie du. Also kann man denen nicht so ein bisschen...

Zeit geben? Ich glaube, du hast recht. Und ja, es wird sicherlich auch den einen oder anderen geben, der die Möglichkeit hat, zu begreifen, dass die bloße Existenz nicht nutzt, um eine nachhaltige, auf Jahre lang gemachte Karriere zu bilden. Ich glaube aber, dass die meisten von diesen jetzt jünger kommenden Reality-Stars gar nicht mehr den Anspruch haben.

Also ich glaube, sie suchen gar nicht danach, dass sie sagen, okay, man versucht jetzt irgendeine Art von nachhaltiger Karriere zu bilden. Und wenn ich einen nennen müsste oder sollte, oder du wirst mich nach einem fragen, würde ich einen Kollegen sagen, der neueren Generation, wo ich finde, der es unglaublich gut gemacht hat, ist Calvin Kleinen.

Weil ich glaube, und wir waren einmal zusammen einen Werbespot gedreht in Thailand und waren abends essen und er hat zu mir einen sehr bedeutenden Satz gesagt. Ich weiß gar nicht, ob er das will, dass man das sendet, aber er hat zu mir gesagt, weißt du, ich möchte lieber zu euch, zu eurer Regel. Ihr habt aus eurer Karriere etwas gemacht und ich möchte nicht in diesem Becken mit all diesen Reality-Stars weiter. Und er hat es geschafft.

Er singt jetzt auf Mallorca, das kann man gut oder schlecht finden, aber er moderiert, er tritt auf. Er hat also seiner Karriere eine Nachhaltigkeit verliehen und das bewundere ich und dafür ziehe ich auch meinen Hut. Das heißt, was ich sagen will damit schlussendlich, es ist möglich, aber ich glaube nicht alle begreifen es.

Wie ist es auf deinem Weg geworden, Marcel? Du bist ja früher in der Bäckerei tätig gewesen. Wie sehr hat sich dein Leben, seitdem du mit Julian zusammen bist, verändert? Also ich muss sagen, es hat sich schon extrem verändert. Also ich sag mal, dadurch, dass ich jetzt so einer bin, ich sag mal, der sich dadurch auch nicht wichtiger fühlt, waren viele Leute doch erstaunt, dass ich, ich sag mal, trotz eines so berühmten Freundes noch sehr normal geblieben bin und ich sag mal auch keine großen Ansprüche hatte. Ja.

Wenn mein Vater dich sieht, würde er sicherlich sagen, dass du normal geblieben bist. Aber das ist das Problem meines Vaters. Ja, deswegen, also ich muss sagen, ich sag mal, es ist schon sehr interessant, das Leben. Ich sag mal, auch sehr interessant, was hinter den Kulissen abgeht. Und ich sag mal, dadurch, dass ich ja ewiger Zuschauer war und dann auf einmal doch mal hinter den Kulissen gucken dürfte, dank Julian, also war das für mich echt, wo ich sagen würde, ich sag mal, manches, wo ich sagen würde, wow, und manches, wo ich sagen würde, boah, wie frech.

Aber naja, also von daher ist es schon mal was anderes, ja. Kann ich empfehlen, ja. Ja, kannst du seit Julian auch quasi der Passion des Puppendesigners nachgehen? Ja, also ich muss sagen, ich konnte es auch vorher schon gut, weil ich sag mal, Barbie ist auch ein Selbstläufler, also ich sag mal, die Puppe läuft so oder so und ich sag mal, es ist wie ein Kunstobjekt und Kunst verkauft sich immer gut und ich muss sagen, ich hatte schon immer meine Kunden, die, ich sag mal, es geliebt haben von mir zu kaufen und ich habe es auch schon immer gut gemacht.

Und von daher muss ich sagen, dank Jürgen habe ich auch, ich sag mal, eher den deutschen Markt für mich entdeckt, weil vorher war ich eigentlich eher im Ausland, also hatte man England, Frankreich. Aber was ist das Business genau? Ich designe Puppen. Was heißt das? Also ich male das Gesicht komplett neu, ich frisiere die Haare komplett, ich sag mal, entweder entferne ich sie und mache sie komplett neu, nähe die Klamotten selber, gestalte alles selber und ich sag mal, kann das wirklich manchmal eins zu eins, so wie auf einem Bild, was mir dann gegeben wird, nachkreieren.

Das heißt, die Puppen, die du jetzt da auf den Schultern hast, die hast du selber designt, oder? Die jetzt witzigerweise nicht. Ja, weil ich dachte, die passen jetzt besser zur Optik. Die sind aus dem Barbie-Film und ich fand das halt so niedlich, die beiden zusammen. Süß. Ja, und deswegen, also meine Selbstdesignten habe ich jetzt gerade leider nicht mit, aber ich werde sie natürlich mit ins Sommerhaus nehmen.

Ist Julian eine designte Puppe von dir? Ja, Julian ist extrem durchgestylt. Ich habe auch schon bestimmt dreimal Julian gemacht als Puppe. Ja, es gibt drei Barbies von mir, also drei Puppen von mir. Ja, und letztes Mal hat doch einer, die gewonnen war, nicht von RTL? Ja, stimmt. Der Roja Zaha hat bei meiner Tombola, bei der Dschungelparty, die UNFM Stökelbarby gewonnen.

Er muss sie irgendwo im Erdkosmos aus seinem Schreibtisch gestellt haben. Und ich muss dazu sagen, Entschuldigung, wenn ich das ergänzen darf, Marcel macht ja nicht nur Puppen, sondern Marcel hat es ja auch geschafft, quasi Stars zu kreieren. Er hat ja zum Beispiel John Collins eine Barbie gemacht, Sonja Ziedler hat eine eigene Barbie, Anthony hat eine eigene Barbie, Olivia Jones hat eine eigene Barbie und eins seiner Kunstwerke ist ja bereits im Olivia Jones Museum, in ihrem eigenen Museum auf der Reeperbahn sogar in einem Schaukasten ausgestellt.

Also ich meine, du stellst es immer so ein bisschen unter deinen Scheffel, aber du hast wirklich das Talent mit Augenmaß. Man muss dazu sagen, Marcel hat es ja nicht gelernt. Marcel hat weder Schneiderei gelernt, noch hat er quasi Bildhauerei gelernt. Er macht es alles nach Augenmaß. Und ich messe auch nichts ab.

Und er messt nichts nach. Und ich sage ja immer, wenn jemand etwas von Hause aus kann durch Augenmaß, ist das Talent. Und er hat es ja früher immer nebenbei gemacht, bevor er noch in der Backstube gearbeitet hat. Und ich habe ihn immer dazu gemacht zu sagen, nein, du machst dich jetzt selbstständig nur noch mit den Barbies. Und das macht er jetzt.

Und das ist auch toll so, weil er jetzt seiner Passion nachgehen kann. Und es gibt ja nichts Besseres, als seinem Talent wirklich zu folgen. Absolut. Folgen zu können auch. Der größte Traum, wenn man das machen darf. Wer kann das schon eigentlich heute? Ihr beiden lebt, glaube ich, sehr spannend zusammen. Ihr lebt wie meine Großeltern, nämlich in getrennten Schlafzimmern, was ich komplett nachvollziehen kann.

Deine Großeltern auch? Ja. Toll. Wie würdet ihr es im Haus machen? Also der Witz ist, wir waren ja vor, ich weiß nicht, letztes oder vor zwei Jahren, waren wir ja bei Couple Challenge und da haben wir, glaube ich, zum ersten Mal in neun Jahren überhaupt in einem Bett miteinander geschlafen, weil wir das bis zu dem Zeitpunkt nicht kannten.

Weil ich finde, es ist nichts wichtiger als Respekt dem anderen gegenüber zu haben und dem anderen Raum zu lassen. Und das meine ich durchaus haptisch Raum zu lassen. Dass ihn quasi, man kann morgens in Ruhe aufstehen, man kann in Ruhe seinen Toilettengang machen, du kannst die Dinge des Alltags erleben und so weiter.

Und warum muss er mir in mein aufgequollenes, aufgeschwemmtes, alterndes Gesicht sehen? Ja, das will auch keiner. Wer will das sehen? Und am Ende soll es noch mit mir pennen und soll es mich dann auch noch geil finden. Ja, wo ist dann die Erotik? Wo soll die hingehen? Also die fliegt ja dann wie das Geld zum Fenster raus.

Also von daher, Marcel sieht mich auch quasi selten. Natürlich gab es das schon, aber selten jetzt ungeschminkt, ungemacht, ungeduscht. Da wart ihr euch da aber von Anfang an auch einig, dass ihr das so handhaben möchtet. Naja, am Anfang, ich glaube, Marcel fand es, ich meine, du kommst aus einer anderen Familie, wo es eigentlich anders gelebt wird.

Deine Eltern leben ja ganz normal und so weiter. Aber du fandst es, glaube ich, ganz schnell gut. Ich fand es super, weil ich muss sagen, damals in meiner Ex-Beziehung bin ich auch, sobald ich aufgewacht bin, sofort auf die Couch gezogen, weil ich meine Ruhe haben wollte. Also immer dachte ich schon, ich will meine Ruhe.

Und dadurch, dass ich, sag mal, in den normalen Standard es ja nicht, ich sag mal, gegeben ist, dass man sagt, man hat getrennte Zimmer, denkt man auch nicht drüber nach, weil es dir auch keiner erzählt. Und als ich das gehört habe, dachte ich erst so, aber das ist ja nicht, ich sag mal, so wie das alle machen. Und wir haben selbst im Urlaub zwei Hotels im Zimmer. Ja, wirklich.

Aber nochmal die Frage zum Sommerhaus. Wie wird es da aussehen? Also wie gesagt, dadurch, dass wir bei Kappe-Challenge schon mal so ein bisschen üben konnten, ist es lustigerweise passiert, oder anders gesagt, es ist jetzt das Ergebnis dessen, dass es uns nicht schwerfällt. Also wir können... Miteinander in einem Bett schlafen, ohne dass uns das jetzt stört.

Aber wir machen es halt nicht in unserem Alltag. Also nicht auf getrennte Betten im Sommerhaus. Nö, also wenn wir welche kriegen, wäre es natürlich schön. Den Kappen fände ich aber ganz schön, wenn ihr das durchboxen wollt. Naja, ich meine, wir kommen natürlich viel später als die anderen. Da leiden die schon tagelang.

Da wird natürlich quasi der Maßstab zu kommen, zu sagen, ich möchte aber das und das als erstes haben, glaube ich, ein bisschen schwierig. Gibt es auch noch andere. Bereiche eurer Beziehung, wo ihr das so handhabt, dass ihr auch mal euer eigenes Ding macht? Also ich glaube, das Einzige mit Schlafen wäre ein Reisen.

Also wir reisen ja wahnsinnig viel zusammen, aber wir reisen auch alleine. Also ich reise zum Beispiel mit einer sehr guten Freundin ganz oft, Marcel reist ganz oft mit seiner besten Freundin. Also es ist glaube ich am Ende sozusagen, dass wir einfach nicht so ein Paar sind, die von morgens bis abends aufeinander hängen müssen und die auch von morgens bis abends einander deren Aufmerksamkeit benötigen.

Und ich finde das auch wichtig. Und dazu gehört Vertrauen, dazu gehört auch das Gefühl, dass der andere da ist. Wenn du jetzt ihn brauchst, wenn er mich anrufen würde oder umgekehrt, wären wir ja füreinander da. Aber wir sind niemand, der jetzt quasi ständig sagt, wo bist du jetzt, was machst du jetzt, warum bist du jetzt nicht reichbar?

Es gibt ja so Leute, die schlafen zusammen, die arbeiten zusammen, die wohnen zusammen und alles zusammen und können sich gar nichts anders vorstellen. Bei uns ist es genau umgekehrt. Aber ich glaube, dieser Raum, den wir uns lassen, ist auch am Ende Geheimnis, warum wir überhaupt so lange zusammen sind. Wolltest du wissen, ob die beiden eine offene Beziehung führen?

Vielleicht, aber es ist total einleuchtend jetzt gerade für mich, weil jeder, also man muss ja, also wirklich wie du sagst, man muss nicht immer aufeinander hocken und den Raum sich gegenseitig geben, das ist seiner Beziehung auch gut und jeder ist natürlich auch unterschiedlich. Es ist auch immer, warum eigentlich die Gesellschaft den Maßstab erwünscht sich quasi zu sagen, naja, wenn man ein Paar ist, muss man in einem Schlafzimmer schlafen, wenn man ein Paar ist, muss man jeden Tag das und das sagen, wer sagt das eigentlich?

Wer hat die Regeln geschrieben? Genau, wer hat die Regeln geschrieben und nach wessen Maßstäben leben wir da eigentlich? Wer hat denn das gesagt? Deswegen, man muss sie sich selbst machen. Aber es gibt ja auch viele, die können sich von diesem Gerüst gar nicht lösen. Und wollen sich auch nicht lösen. Und wollen sich nicht lösen und wollen dann diesem Standard folgen.

Ich glaube auch zum Beispiel, das ist so ein bisschen auch unser Geheimnis in unserer Beziehung, ist da glaube ich zu vertrauen, dass der andere Dinge auch mitmacht. Also dass man eben jetzt nicht immer gleich in Panik gerät und sagt, oh Gott, wenn ich jetzt das sage, reagiert er so. Wenn ich das sage, trennt er sich. Oder wenn ich das mache, passiert das und so weiter.

Also ich glaube, man muss für eine gute Beziehung, und ich war, wie gesagt, nie großer Beziehungsperte, ich bin es durch Marcel geworden, glaube ich, ist auch Dinge auszuhalten, auch die Meinung des anderen auszuhalten. Und es gibt sicherlich Dinge, die wir aneinander nicht gut finden. Aber es auszuhalten ist, glaube ich, das Grundprinzip auch einer guten Gesellschaft, zu akzeptieren, dass ich diese Meinung habe und du hast diese Meinung nicht zu sagen, weil ich sie sage, es meine richtig.

Und das geht für Politik, es geht für Gesellschaft, es geht für tausend Themen des menschlichen Zusammenlebens. Ja, genau. Die war zu philosophisch jetzt. Nein, ich fand das ganz schön. Also ich war kurz davor, das fast noch kurz aufzumachen. Wir freuen uns, wenn mal ein bisschen Tiefe hier in diesem Podcast kommt.

Wir können das fast gerne weiter aufmachen und fragen, kann es sein, dass vielleicht queere Menschen, schwule Menschen, lesbische Menschen, vielleicht eher bereit sind, neue Beziehungsmodelle einzugehen, weil sie eben kein Vorbild vielleicht hatten, wie vielleicht heterosexuelle Menschen, die Eltern haben, die zusammengelebt haben.

Kann man da vielleicht die Freiheit hernehmen? Also lustigerweise in meiner Familie gibt es eigentlich, also ich müsste jetzt wirklich schwer nachdenken, ich glaube nicht einen einzigen, Schwulen oder keine einzige Lesbe in unserer Familie, ich glaube ich bin der Einzige. Es kann natürlich sein, dass man es von dem einen oder anderen nicht weiß. Das ist ja möglich.

Aber ich glaube zum Beispiel, als ich dann so erwachsen wurde und als ich dann. So, ich sage mal, zu mir gefunden habe, hat nie einer meiner Familie mich nach meiner Sexualität gefragt. Also es hat, glaube ich, am Ende auch was mit Bildung zu tun. Es hat auch so ein bisschen was damit zu tun, wie du sozialisiert worden bist, wie du aufgewachsen bist, wie du erzogen worden bist.

Dieses Thema Schwulsein als Beispiel stand zum Beispiel nie zur Disposition innerhalb meiner Familie. Es wurde nie, hat einer gesagt, naja, also Julian ist schwul, das ist ja furchtbar. Es war ja gegen ihren Beruflichen, nach dem Motto, naja Julian will ins Fernsehen, ist ja kein Beruf, was ist das denn und so weiter.

Und wenn ich eins noch sagen darf, es war auch so witzig, als wir einander unserer Eltern kennenlernten, war es so, hat Marcel mir gesagt, naja, du weißt ja, mein Vater ist Bodybuilder und er macht viel Sport und so weiter und ich habe mir, kein so großes Bild davon gemacht, wie er vielleicht sein könnte.

Und ich kam zu Marcel nach Hause und es öffnete mir ein Mann, der 1,90 groß ist, so breit wirklich wie drei Typen nebeneinander, hat Oberarme wie manche Leute Oberschenkel und hat mich in den Arm genommen, mich fast zerdrückt und gesagt, willkommen in der Familie. Obwohl er wirklich der Prototyp eines Superheteros ist, hat er mich so angenommen für das, was ich bin.

Und da habe ich gewusst, in unserer beiden Familie ist dieses Schwulsein oder überhaupt diese ganzen Themen einfach gar nichts. Und ich glaube, nach diesem Credo leben wir auch. Deswegen ist das auch gar kein Thema, so nach dem Motto, naja, wie führt man eine Beziehung richtig, wie macht man es richtig.

Wir haben das einander, miteinander so entwickelt, das kann man eigentlich schon so sagen. Letzte Frage, wer darf nicht einziehen? Also lustigerweise sind es eigentlich, wir haben da auch schon drüber gesprochen, wären es alles Leute, die schon da waren. Also ich hätte ungern auf Maurice getroffen, ich hätte ungern auf Valentina getroffen, auf Sam Dillon, auf Raffi.

Das sind alles so Leute, die mich irre gemacht hätten und so weiter. Und. Ehrlich gesagt, ich hätte auch keine Lust auf 24 Tim, weiß ich nicht, Riccardo Simonetti. All die ganzen Schwulen wie jenen. Iris Verben wird ja wohl nicht gehen. Ja, Iris Verben kommt, Iris Verben. Ja, wir hatten viel Budget eingeplant für Iris, aber sie hat abgelehnt.

Obwohl schon viel für euch draufgegangen ist. Tut mir leid, an dieser Stelle mehr Kulpa. Bevor ihr einzieht, wir müssen noch was proben. Bitte gerne. Die Nominierungsrede, die steht euch ja auch bevor und die würden wir jetzt gerne einmal mit euch proben. Wer möchte es machen? Was nominiere ich jetzt? Ihr müsst ja im Sommerhaus Leute rausschmeißen.

Und dann stellt ihr euch nach vorne und butscht da den Magneten an die Wand. Und dann werdet ihr ja den Leuten auch erzählen, warum sie rausgehen sollen. Und das würden wir gerne mit euch proben, dass das einer von euch mal hier schon mal vorführt. Wir sind quasi das Paar, was sie rausschmeißen. Ihr müsst uns raus, das sollte ja nicht schwer sein. Projiziert mal auf uns.

Einmal ein Grund für die Auswahl. Schön. Gerne vorlesen. Ich soll es machen, ja? Mobbing-Drama. Ihr seid nur am Mobben. Ich akzeptiere kein Mobbing. Okay, sehr gut. Und jetzt erstmal die Deko umwerfen. Und jetzt noch eine Art und Weise, wie das Ganze vorgetragen werden muss. Es wird immer besser. Dann geht das Spiel. Wir sind gleich durch.

Martin weiß schon, ich habe keine Lust. Influencer auf Insta. Das ist ja dein Lieblingsthema. Also bitte, Nominierungsprobe. Los. Ja, liebe Freunde, liebe befreundeten Reality-Paare und so weiter, alle, die es noch werden wollen. Wir nominieren heute Martin und Karin, äh, Carlotta. Carlotta mobbt ja von morgens bis abends und liebt Mobbing und liebt es ja auch, die anderen immer auszugrenzen. Das geht meiner Person ganz fern.

Deswegen müssen wir sie leider nominieren. Und Martin geht ja keinem richtigen Beruf nach, sondern ist Influencer auf Insta. Und das ist natürlich etwas, was ich auch nicht besonders berauschend finde und die anderen amüsieren mich ein bisschen mehr, deswegen wählen wir Karin und, äh, Carlotta und Martin.

Wir gehen auf den Soberzeug. Ihr seid nominiert, tschüss ihr beiden Lieben. Habt ganz viel Spaß im Haus, vertragt dich mit den anderen Julian, ja? Verspannst du mir denn das? Naja. Jeder weiß, was damit gemeint ist. Was soll denn das heißen? Jetzt gucke ich dich schon wieder an, hallo. Habt ganz viel Spaß ab Hause. Danke euch. Karin sagt Tschüss.

Schöne Ferien. Tschüss ihr lieben Bussi.

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