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Shownotes
Judith Rainer ist Tourismustreibende in Sexten und HGV-Vizepräsidentin. Ein Gespräch über Südtirols Tourismus, über Sexten und über ihren Landsmann Jannik Sinner
Judith Rainer führt in Sexten gemeinsam mit ihrem Ehemann die Residence Königswarte Strata und zudem das Biwak 12, ein kleines Bed-and-Breakfast mit Restaurant. Zudem ist sie HGV-Vizepräsidentin und als Verbandsfunktionärin an vielen Fronten tätig. Sie gilt als Frau, die kein Problem damit hat, wenn ihre Meinung nicht allen gefällt. Und so beobachtet sie auch die touristische Entwicklung durchaus kritisch. Ihr Vater Willi war 15 Jahre lang Bürgermeister von Sexten.
Ursprünglich wollte Judith Rainer Kunst oder Archäologie studieren oder Journalistin werden. Dass es dann doch der Tourismus wurde, hat damit zu tun, dass Judith Rainer schon als Kind die Lust am Reisen auskosten durfte. Die Unterscheidung in "Wir Einheimische" und "Ihr Tourismustreibende" in Südtirols Tourismusdiskussion gefällt ihr absolut nicht. Genausowenig gefällt ihr, wenn die touristische Entwicklung eindimensional gesehen wird und sich nur auf die Hotellerie konzentriert.
Ob Sexten vom Sinner-Hype profitiert, was eine gute Chefin ausmacht und wie Judith Rainer selbst Urlaub macht, das alles verrät die Touristikerin in dieser Podcast-Folge.
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Ihr Touristiker und wir Einheimischen. Also diese Trennungslinie gefällt mir gar nicht, denn auch wir Tourismustreibenden sind einheimische.". Ich heiße Sie herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Business Podcasts Die SWZ trifft! Diesmal sitzt mir Judith Reiner gegenüber sechster Tourismustreibende und HGV-Fizepräsidentin.
Mein Name ist Christian Pfeiffer. ich bin der Chefredakteur der SWZ. Schön, dass Sie zuhören, wo immer sie gerade sind. Hallo Frau Reiner! Willkommen im SWZ-Podcast. Danke vielmals, freue mich hier zu sein. Grüß Gott! Judith Reiner führt in Sechsten gemeinsam mit ihrem Ehemann die Residenz Königswarte Strata und zudem das Bivak XII ein kleines Bed and Breakfast mit Restaurant.
Sie ist aber auch sonst äußerst engagiert, unter anderem ist sie Vizepräsidentin des Hotel- und Gastronomieverbandes HGV auf Landesebene sowie Gebietsobfrau im Hochpustertal. Sie sitzt zudem im Bord der IDM und ist VizEPräsidente in das Vereins sechsten Kultur. Über viele Jahre war sie auch HGV-Ortsobfrau in Sechsten und HGv Bezirksobfraue für das Bustertal und das Gadertal.
Im örtlichen Tourismusverein hat sich jedenfalls jahrelang für die Belange Sechsens unter Sechsen oder Lomiten eingesetzt, also eine ganze Reihe von Tätigkeiten neben ihrem Brotberuf. Ihr Vater Willi war Hotelier Bründungspräsident des Landesverbandes der Tourismusorganisationen LTS und zu dem fünfzehn Jahre lang Bürgermeister von Sechsten.
Und heute wollen wir mit Judith Reiner darüber sprechen, wie sie über Syduolstourismus denkt und den sogenannten Bettenstopp auf was es für Sie bei der Mitarbeiterführung ankommt – und natürlich auch ob sie ein Fan ihres berühmten Glanzmannes Janik Sinner ist! Zunächst Frau Reiner Blenden wir ein bisschen zurück.
Sie haben die Hotelfachschule in Lausanne besucht, die als eine der renommiertesten Hotelfach-Schulen in Europa gilt? Was haben sie aus jener Zeit in der Schweiz mitgenommen? Nun wenn man Hotelfach lernt dann ist die erste Adresse natürlich die Schweiz. Menschen aus der ganzen Welt kommen dorthin um diese Branche zu studieren und so durfte auch ich die Hotelfachschule.
Und es war sicherlich eben diese Weltoffenheit und diese vielen Kulturen, denen man begegnet ist die mich als junger Mensch besonders geprägt haben. Sie haben also auf Französisch studiert oder? Das liegt ja in der französischen Schweiz. Ja Richtig, ich habe zunächst in Meran das Sprachenloseum besucht schon mit der Absicht dann mein Studium auf Französisch machen zu können.
Ich habe dann ein halbes Jahr eine Sprachkurs intensiv in Lausanne besucht und anschließend ja meine Studium an der Colotelier de Lausann begonnen. Okay, also Sie sprechen Deutsch, Sie sprechen Italienisch, Sie sprachen Englisch-Französisch... Das kann man so sagen, ein großer Vorteil in unserem Beruf.
Das stimmt nicht nur in Ihrem Beruf! Die Sprachenkennnisse sind in jedem Beruf vom Vorteil. Ich habe gelesen das bei Ihnen lange nicht so sicher war dass Sie in den Tourismus einsteigen. Stimmt es, dass Sie Journalistin werden wollten? Auch das habe ich gelesen. Das ist richtig, also meine ursprüngliche Idee wäre gewesen Kunst zu studieren.
Mein Vater auf den ich mein ganzes Leben lang gehört habe fast hat mir abgeraten gesagt na Kunst ist nicht so ideal. Archäologie war auch auf meiner To-do Liste Auch das hat ihn nicht so sehr eingeleuchtet. und dann der dritte Favorite sozusagen war Journalistin. Und auch da fand er, dann müsste ich in der ganzen Welt herum kutschieren.
Nein es wäre besser etwas zu finden wo man in Südtirol bleiben könnte und das wäre doch das Hotelfach. Der hatte recht! Ja also Sie hätten eigentlich alles andere tun wollen als den Tourismus? Was war denn der Auslöser, dass sie trotzdem in den Tourismus gegangen sein? Ihr Vater letztendlich?! Also mein Vater hat den Anstoß gegeben, aber ich muss sagen das Hotelfach insbesondere hat mich von Kind an immer wirklich begeistert.
Wir hatten das große Glück als Kinder schon weitreißend zu dürfen was nicht selbstverständlich war in den Siebzigern. also ich kann mich erinnern wir haben sechs und siebzig unsere erste große Flugreise gemacht nach Kenia. ein Bruder meines Vaters lebte dort Und das war schon sehr außergewöhnlich. und diese Reise-Lust ist dann bei mir, könnte man sagen.
Das war die Initialzündung. Und das Hotelfach selber... Ich hatte das große Glück Eltern zu haben, die diesen Beruf mit Leidenschaft ausgeübt haben. Sie waren richtig gute Vorbilder! Ich habe die Hotellerie immer als positiven Arbeitsplatz erlebt. Es war ein Vorteil meine Mutter zu sehen Praktisch im Hotel, dass wir ein großer Haushalt funktionieren, stets für jede Frage bei der Hand zu haben.
Und inwiefern waren die Reisen wie sie als Kind machen durften? Ein Auslöser! Haben Sie gemerkt, wie schön Reisen ist und wollten das im Grunde anderen Menschen auch geben? Ja also ich habe diese Freude gespürt Wenn man reißt und deswegen stoße ich mich heute oft daran, wenn wir über die Touristen schimpfen.
Denn wir sind alle Selber-Touristen und wir sind das also alle, die ich kenne sehr gerne. Jeder von uns reist gerne aus den verschiedensten Gründen Und diese Willkommenskultur dann auch bei den Gästen, die zu uns herkommen. Ich finde das enorm wichtig! Das war es was sich dann auch in der Hotellerie so besonders gefunden habe.
Eigentlich diese schöne Aufgabe haben Menschen aus der ganzen Welt mittlerweile willkommen heißen zu dürfen in unseren Betrieben, ihnen unser Land zu zeigen. Die Schönheit unseres Landes auch über die Historie dieses Südtirols zu sprechen und ich denke... Das sind Privilegien, die wir als Hoteliers schon haben.
Lassen Sie uns über den Tourismus in Südtirol sprechen und auch über dem Tourismus im Sechsten. Der Tourismus von Rekord zu Rekords in Südtirol eilt. Auch der Tourismus ist in den vergangenen Jahrzehnten gewachsen. Was sagen sie als Tourismustreibende? Und ich weiß auch, als kritische Tourismustreibender hat Sechstens das richtige Maß im Tourismus gefunden!
Ich denke, Sechste... ist ein gutes Beispiel über den Tourismus allgemein in Südtowoll zu sprechen. Ich finde, Sechsten ist gesund gewachsen. also wir haben viertausend zweihundert Gästebetten ich sage mal jahrzehntelang gehalten. eine Nachbesserung nach oben hat sich ergeben mit der Bettenzählung die wir aufgrund der Pettenobergrenze vornehmen mussten.
das bedeutet nicht dass neue Betten massiv dazugekommen sind, sondern ist einfach eine neue Zählmethode die man nun anwenden muss. und aktuell sind wir in Sechsten bei fünftausend zweihundert Betten. Bei sie vielen Einwohnern finde ich eine erprägliche Zahl. es ist auch wichtig wenn man vor sechsten spricht zu wissen dass es einen großen Campingplatz in sechstem gibt Das heißt auch dort, wenn man dann die Nächteungssaal anschaut.
Die Achthundertsechzigtausend ist, die Südtirol gesehen doch sehr hoch liegt, dass auch sehr viel von diesem Campingplatz Ernächtigungen generiert wird. aber im Großen und Ganzen wie gesagt finde ich sechsten ist es sehr gut Gewachsen sehr ausgewogen. Wir haben eine enorme Vielfalt an unterschiedlichen Betrieben, wir haben ein Bikehotel, das Design Hotel, das Familienhotel und das Wanderhotel.
Eben eben einen Campingplatz, auch Privatzimmervermietung. Also wir haben einen Querschnitt der Südtiroler Hotellerie und des Gastgeberseins von einem sehr gesunden Blickwinkel wie ich finde. Sechsten wird ja auch immer genannt, wenn es um Zweitwohnungen geht. Das ist eine Gemeinde mit sehr vielen Zweit-Wohnungen.
Wie sehen Sie dieses Phänomen? Sagen sie, das ist problematisch oder sagen sie die sind halt nun mal da und damit müssen wir leben? Die sind nun einmal da. Damit müssen wir nun mal leben. Ist korrekt Es geht aber um die Anzahl Und zu viel ist nie gut. Man verliert seine eigene Identität um die dreihundert Zweitwohnungen.
Was möchte man meinen, noch überschaubar ist? Bei den Nachbargemeinden sieht es wesentlich, ich sage jetzt bewusst schlechter aus. also sprich Inichen und Doblach haben wesentlich mehr Zweit-Wohnungen und sicherlich wird die Gastronomie, Tagesgeschäft davon profitieren. aber im Großen und Ganzen kann das nie gut sein wenn Menschen von außerhalb unseren Boden, unserem Grund und Boden kaufen zu preisen die unsere menschen hier sich nicht niemals leisten können.
Und somit diesen Wohnraum wegnehmen. das kann nicht der richtige Weg sein. und weil sie sagen dass da Zweitwohnungs-Tourismus im Grunde auch preistreibend ist, das ist ja auch der Tourismus. Zumindest wirft man dem Tourismus das immer vor. also dann könnte man den Vorwurf ja auch ihnen als Tourismus treibende machen sie treiben durch den Tourismus die Preise die sich dann die Einheimischen nicht mehr leisten können.
Also dass wir der Tourismus die alleinigen Preistreiber seien für den Wohnungsmarkt, das möchte ich so eigentlich nicht stehen lassen. Weil es gibt viele Faktoren, die da mit hinein spielen und mit Sicherheit ist es nicht nur der Tourismus aber Auch wir tragen dazu bei. Auch wir fördern die Begehrlichkeit dieses Landes, auch wir haben das tatsächlich jahrelang auch promotet.
Wir wollten ja der begehrlichste Lebensraum Europa sein und offensichtlich haben wir das geschafft und es ist ein Appell schon auch an die Politik hier doch massiv tätig zu werden. Man hat eh schon einige Handbremsen gezogen das Ganze zu Maß regeln. Zum Glück! Über diese Bremsen werden wir auch noch sprechen, zunächst noch kurz zum Sechsten.
Ein großes Thema bei Ihnen im Sechstens ist auch immer der Zusammenschluss der Skigebiete. Siljan Komeliko Befürworter sind Chancen Kritiker sehen eher die landschaftlichen Eingriffe. Wie stehen Sie dazu? Nun, dieser Wunsch sechsten Metzillian über eine lieftechnische Verbindung zu verbinden besteht seit über zehn Jahren.
Es ist viel Zeit mittlerweile verstrichen. ich als gebürtige Ostirolerin könnte dem Gedanken schon etwas abgewinnen Ostirol und Südtirol näher zusammenzuführen. Ich verstehe auch den unternehmerischen Gedanken, mehr Frequenz in das Skigebiet zu bringen. Auch das ist schlüssig. allerdings wie gesagt es sind zehn Jahre vergangen und heute sind die Voraussetzungen andere.
Es ist eine andere Tourismusgesinnung im Land. Die Menschen sehen solchen Projekten nicht so wohlwollend entgegen. Der Klimawandel und die stets nach oben steigende Schneegrenze sind. Fakt, auch das kann man nicht wegleugnen. Und auch das sollten gerade wir als Touristiker, die wir von dieser Natur leben, nicht verleugnene.
Dann muss ich sagen, man erschließt sollte es zu diesem Zusammenschluss Siljan VI kommen Einem Gebiet, einem österreichischen Gebiet wo man keinen Dolomiten sieht. Praktisch zum Nulltarif die Sechstener Dolomitten also. ich finde das wertet das sechsten Tal wo eigentlich dass das Herzstück ist sehr wohl für seine dort losschierenden Gäste ab auch vor allem weil man die Qualität des Skigebietes vielleicht durch mehr Frequenz nicht unbedingt erhöht.
Ich sehe als Vertreter in der Hotellerie und der Gastronomie auch hier eine Konkurrenz. In Ostirol sind völlig andere Voraussetzungen ein Hotel zu führen, zu gründen. Es ist steuerlich begünstigt. Es gibt Förderung in hohem Maße. Mitarbeiterhäuser beispielsweise lassen sich über Nacht aufstellen zum Großteil gefördert vom Land.
Urbanistisch ist man auch wesentlich weniger eingegrenzt als bei uns. Also für mich sind die Nachteile für diesen Zusammenschluss als Hoteljesicht größer, als die Vorteile. Wo ich hingegen mit der Idee leben kann, ist der Anschluss an das Comelico. Ich denke, ich bin kein Techniker. Aber vom Aufwand und vom Eingriff in die Natur, denke ich ist das doch geringer als die Überquerung des karnischen Kammes bis nach Osterol.
Das Komeliko würde sich anbieten auch weil man so denke ich viele Tagestouristen die von Treviso, von Venetica rauf kommen in Giornata um Skis zu fahren. Die könnten dort abgefangen werden und würden somit nicht durch das Sechstental fahren und von dem her sehe ich dort schon einen gewissen Vorteil. Okay wenn wir über Sechsten reden dann müssen wir natürlich auch über Janik Sinner reden ihren berühmten Landsmann.
verfolgen sie so was er macht? der ist ja derzeit verletzt aber wenn er spielt Ja natürlich, also ich glaube wer verfolgt ja nix inner nicht in Südtirola. Alle freuen sich über seine Resultate alle fiebern mit ihm mit. Alle wünschen ihm viel Glück jetzt da er verletzungsbedingte aussetzen muss und... Also ich glaube es hat fünfhunderttausend Südtirola hinter sich.
Die sechste nach sowieso. Spürt man eigentlich den Sinn nach Haib? touristisch. Touristisch, wenn sie meinen Zahlen. quantitativ glaube ich nicht, Fakt ist dass tatsächlich Leute wegen ja nix Sinn erkommen oder nach ihm fragen und die wollen das Haus sehen. Ich möchte aber schon für die sechster Bevölkerung hier eine große Lanze brechen, weil man schützt also die Privatsphäre der Familie aus meiner Sicht wirklich sehr.
Sie werden kein Plakat finden. es gibt an der Deniz Halle ein Plakat von Janik Aber man respektiert hier den Wunsch, den ausdrücklichen Wunscht der Familie auf Ruhe und auf Abgeschirmtheit. Und deswegen, ich denke auch wenn Gäste uns fragen ja wo wohnt der Novella Casa Sinner? Ja dann ist sie halt hier irgendwo Assister und das ist es dann auch.
Also dass man nicht eine Pilgerstätte für Sinner Fans schafft? Nein man hat das. wie gesagt auf ausdrücklichen Wunsch der Familie hat man dem explizit entsprochen und man gönnt ja nichts wenn er dann mal zu Hause ist seine... Privatsphäre und der Familie seine ihre Privatspferde. Janik Sinner ist regelmäßig auf Heimatbesuch, trifft man ihn dann im Dorf an?
Also in der Bar oder ist er unterwegs? Ja das kann passieren dass er in der Bäckerei steht oder sich in der Skihütte eine Cappuccino bestellt dass er über die Straße läuft, am Gesteig mit dem Hund. Das kann alles passieren. Okay von Janik Sinner noch mal zurück zum Tourismus. Sie gelten als Frau, die durchaus kritisch auf die touristische Entwicklung blickt und deswegen würde mich interessieren war der sogenannte Bettenstopp.
Ich sage bewusst so genannt eine richtige Entscheidung, eine gute Entscheidung aus ihrer Sicht? Also der Betten Stopp war ja kein Betten stopp. Als solcher wurde er dann unbenannt von, ich weiß nicht von der Presse oder von wem auch immer. Ja das müssen wir auf unsere Kappe. Im Landesdurismus-Entwicklungskonzept zwanzig dreißig war immer die Rede von einer Bettenobergrenze.
Diese Bettenovergrenze hat man bei hundertfünfzig Betten festgelegt für bestehende Betriebe. In Tirol beispielsweise liegt diese Grenze, die Bettengrenze. man hat auch dort eine bei dreihundert Betten also doppelt so viel. Hundertfünfzig fand man in Südtirol sei eine wirtschaftlich verträgliche Zahl und eine Familie kann damit sehr gut leben und eine angemessene Qualität dem Kunden bieten, und auch eine angemesse Mitarbeiteranzahl entsprechend entlohnen.
Was man mit Hundertfünfzig Betten dann vielleicht wofür man nicht mal so interessant wäre, wäre für Großinvestoren. Und das ist das höre Ansinnen, dass man eigentlich im Südtirol die kleinstrukturierte Hotellerie und Gastronomie bewahren und fördern möchte. Nicht aber Großobjekte. Sie haben es richtig gesagt.
Betenstopp sagt man. Bettenobergrenze ist es eigentlich. Die Fakt ist, dass so durchgeklungen ist bei der Bevölkerung ja die Reden vom Stopp und dann kommen neue Betten dazu wobei es natürlich Fakt ist, dass es erworbene Baurechte gibt und die kann man nicht einfach so löschen. Also da ist in der Kommunikation schon einiges schiefgegangen wahrscheinlich.
Und das ist korrekt! Da ist leider sehr viel schief gegangen. wie gesagt Es war ein Herres ansehen und es war also richtig die Bettenobergrenze einzuführen was nicht richtig wahr ist ,dass man dann da gestoppt hat. Man hatte es nicht konsequent für Alle Kategorien durchgezogen, man hat einzig die gewerbliche Hotellerie gemaßregelt.
Man hat die Nicht-Gewerblichen nicht berücksichtigt. das heißt Urlaub auf dem Bauernhof konnte sich und kann sich weiterentwickeln Ich möchte nicht sagen nach Beleben, immer den urbanistischen Vorgaben entsprechend. Aber doch eigentlich nach Belebem. Privatsimmervermietung edem also die nicht gewerbliche Beherbergung hat man außen vorlassen.
es ist zu viel Zeit verstrichen. was ist passiert? man sieht das auch bei der Entwicklung in den Betten Südtirol weit. Es sind seit dem Betten Bettenerhebung, die man aufgrund der Zahlen von zwei Tausendundneunzehn machen musste. Mittlerweile, ich glaube, fünfundreißig tausend Betten nachgemeldet wurden und Herr- und Frau Südtirolerin sollte schon wissen dürfte wissen dass mehr als die Hälfte also nicht gewerbliche Betten waren.
bei den Gewerblichen spricht ein Hotelbetten muss man wissen, dass das nicht neue Betten sind oder nur zum Teil neue Bette sind. Sondern ein Großteil dieser Betten ist einfach gezählte Couchen. also das sogenannte italienische Divano Letto was in ganz Italien immer noch ein Divano Letter ist und in ganz Europa nur als Zustellbett gilt wird bei uns im Süddeo nun als effektives Bett deklariert.
Das heißt, ich habe nicht... Wenn ein Auto mit einer vierköpfigen Familie zu mir Urlaub machen kommt. Dann hatte bis zum Tag zwei Betten plus zwei Zustellbetten. Jetzt habe ich vier Fix-Betten die ich angeben muss. Es sind also nicht mehr Menschen geworden es sind nicht mehr Autos gekommen. Ich musste es einfach anders zählen und das vielleicht hat man auch versäumt in dieser Kommunikation unseren Menschen hier im Land genau zu erklären.
Aber Sie sagen doch, es ist in der Kommunikion was schief gegangen? Ja aber... Es ist auch die Betten-Obergrenze irgendwo löchrig gewesen! Sie hat nicht für alle gleichermaßen gegolten. Das ist korrekt. Also es wurde nicht konsequent durchgezogen. ebenso Tourismustreibenden und ebenso in der Tourismusbranche tätigen Beherbergungsformen wurden also vorgelassen.
Deswegen dieser Zuwachs auch an Airbnb, denn wir hier in Südtirol genauso wie auf der ganzen Welt massiv erleben. Die Zweitwohnungsvermietung praktisch, diese Parahotellerie hat Auswüchse angenommen die schon zu viel sind. Das ist zu viel, das wir alle spüren. Weil wir spülen es auch! Was mir ja nicht so gut gefällt ist wenn wir in Südtirol reden oder wenn ich auf Podiumsdiskussionen angesprochen werde mit ihr Touristiker und wir Einheimischen.
Also diese Trennungslinie gefällt mir gar nicht Denn auch wir Tourismustreibenden sind einheimische Und ich möchte diese Tourismustreibenden einmal genauer definiert haben. Wer sind die Tourismustreibende? Sind das nur die Hoteliers, auf die die Angriffe doch häufig auch ganz klar losgehen? oder sind Tourismus treibende eben alle Parahotellerieformen, die ich vorhin angesprochen habe?
Zählen wir zu Tourismustreibenden auch Aufstiegsanlagen, ohne Touristen funktionieren die auch nicht. Zähln wir zur Tourismus auch in gewissen Maße den Handel. alle profitieren vom Tourismus und in dieser Tourismusskursion also zu sprechen von euch Touristikern und wir Einheimische ist finde ich nichts sehr fair.
Nichtsdestotrotz haben wir heute ein Problem mit der Tourismus-Akzeptanz. Wie bekommen wir die Einheimischen wieder ins Boot? Dass sie auch merken, ja, der Tourismus bringt was, bringt natürlich auch Belastung aber bringt auch Vorteile. Es ist natürlich sehr schwer alle mitzunehmen. und etwas möchte ich noch vorausschicken Wir Südtirol attendieren ja sehr häufig Dazu zu glauben, wir wären eine Insel und die gewisse Entwicklungen gibt es nur bei uns.
Und auch das ist eine Sache, die mir überhaupt nicht gefällt, denn dieses sagen wir teilweise überborende Tourismus-Phänomen haben wir ja nicht noch in Südtirol. Das gibt es europaweit wenn nicht weltweit. also wären wir alle fair und ehrlich zu uns selber müssten wir generell unsere Reisefreudigkeit oder Willigkeit selber hinterfragen, denn vermutlich liegt ja da ein wenig die Krux begraben.
Wir alle wollen gern reisen wir alles sind gern Touristen aber niemand möchte Tourismus vor seinem Haus und niemand möchte Turismus in seinem Land. um nochmals auf Südtirol doch zurück zu kommen Ich glaube, was die Menschen besonders fühlen und das ist Fakt. Das ist der maßlose Verkehr. Der maßlose Verkehr, der uns alle plagt von Westen bis Osten, von Nord bis Süd.
Südtirol ist ein Durchzugsland. Wir haben einen massiven Warentransport also durch das ganze Land nicht nur die Brennerautopane es ist auch wie gesagt auf dieser Ost-West-Achse einen massiven Warenverkehr. Wir haben natürlich viele Pendler, unsere Leute müssen ja zur Arbeit fahren. auch das muss man einfach ganz fair zur Kenntnis nehmen.
wir sind auch vieles selber schuld und ich weiß jetzt nur die Zahl für das Pustertal. im Pustartale sagt man vierundzwanzig prozent des verkehrs oder fünf und zwanzig Prozent sind tatsächlich auf den Tourismus zurückzuführen Und das natürlich ist auch eine hohe Zahl, die man nicht wegläubnen kann und das eine zum anderen.
Was wir noch in unserem Land haben vor allem in den Dolomiten und auch in den Städten ist der Tagestourismus und auch der ist gefühlt enorm und belastet uns Einheimische alle! Auch uns belastete dieser Tagesturismus. Wenn ich beispielsweise vom Hochpustertal reden darf, es gibt eine Erhebung, wo man die Zugriffe ausgewertet hat.
Und zwei Drittel der Menschen, die sich im Hochpuster-Tal in der drei Zinneregion aufhalten sind nicht länger dort wie einen Tag. Also das spricht für sich. und auch hier Bitte nochmal an unsere Bevölkerung und auch an uns selber. Südtirol ist keine Insel, wir haben keine Grenzen die Mauern sind. Es kommen von allen Seiten Menschen in unser Land herein bei uns.
Wir sind dreißig Kilometer von Cortina entfernt. Cortina Lampedzo hat einen enormen Aufschwung erlebt Hat eine enorme An seinem Renommee jetzt arbeiten können Und man hat das heuer schon bemerkt im Sommer. Und diese Menschen, die haben wir alle nicht auf dem Schirm gehabt. Das sind nicht zytiroler Gäste.
Da können wir noch so viele Bettenstops einführen und das werden nicht weniger. Und vielleicht müssen wir unseren Menschen auch erklären... dass das Problem sind nicht die Hotelbetten, die wir jetzt aktuell haben. Es reicht! Ich gebe allen Recht es reicht und es soll hier eingefroren werden bis auf weiteres.
aber die Menschenmassen werden trotzdem mehr werden weil sie von Trentino, von Österreich, von Kärnten, von Ostirol vom Belunesischen einfach herkommen. Sie beschreiben das recht gut. der Tourismus ist sehr vielschichtig. es gibt nicht nur die Betten alleine, sondern man musste den Tourismus weitersehen und wahrscheinlich ist das auch ein Teil der Diskussion, der zu führen ist um die Tourismus-Akzeptanz ein bisschen ein Stück weit zurückzugewinnen.
Frau Reiner ich möchte Ihnen noch eine Frage stellen zur Führung. Sie führen Tourismusbetriebe auf. was kommt es aus Ihrer Sicht in Mitarbeiterführung im Hotel- und Gastgewerbe an. Da sind ja viele verschiedene Kulturen in der Mitarbeiter, im Mitarbeiterteam. also auf was kommt es aus Ihrer Sicht an?
Was macht eine gute Chefin aus? Nun ich denke ein guter Chef wird daran gemessen wie ehrlich er seinen Mitarbeitern begegnet und mit wie viel Wertschätzung er ihnen gegenüber tritt. Das heißt für mich, dass man jeden einzelnen Mitarbeiter anschaut. Wo steht er? Wo sind seine Fähigkeiten? Wo kann ich ihn fördern?
Welche Karrierechancen kann ich ihm bieten? Welchen Weiterbildungsmöglichkeiten? Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. vor allem für junge Menschen und vielleicht im Gasgewerbe ist es gut zu wissen Jene Branche sind die am meisten junge Menschen beschäftigen, also unsere Mitarbeiter sind im Durchschnitt dreißig fünf und dreißige Jahre alt.
Und ja da sind doch noch viele darunter die Führung brauchen denen man auch gerne eine Richtung vorgeben kann. Also auch in der Führung im Tourismus gelten im Grunde dieselben Grundsätze wie in anderen Branchen? Genau! Frau Reiner, wir kommen zum Abschluss. es gehört zur Tradition in unserem Podcast dass wir abschließend unseren Gesprächspartnerinnen und Partnern Fragen stellen mit ein bitte um ganz kurze Antworten.
das möchte ich auch mit Ihnen machen. meine erste Frage wo finden Sie Ruhe? Im Glauben In der Familie, in dieser Reihenfolge. Wenn Sie selbst im Urlaub fahren? Rundreise oder Liegestuhl? Wanderschuhe und Wasser! Und meine letzte Frage, welches war der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben? Ein Ratschlag meiner Mutter, die sie immer ihrer Tochter explizit nur ihrer Tochte immer wieder wiederholt hat nämlich sei dir niemals selbst genug Sternen weit spannet eine Ziele.
Frau Rainer Danke für Ihre Einschätzung zum Südtirol Tourismus, danke auch für die persönlichen Einblicke in Ihr Denken. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg im Tourismus! Danke auch Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer fürs dabei sein. Die nächste Folge unseres Podcasts gibt es in zwei Wochen und bis dahin gibt es natürlich jeden Freitag eine neue SVZ.
Online gibt es uns täglich mit neuen News auf svz.it natürlich auch! Bis zum nächsten Mal machen Sie's gut und bleiben sie gesund.