Höhepunkte des Schweizer Spoken-Word-Schaffens am woerdz
Donnerstag, 29. Oktober 2026 · 57 min
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Shownotes
Alle zwei Jahre treffen sich im Kulturzentrum Südpol in Luzern Slampoeten, Kabarettistinnen, Musiker und Autorinnen zu vier dichten Abenden voller Wortkunst. Eine Blütenlese der Ausgabe 2026 von Literaturredaktor Markus Gasser.
Die vielen grossen und kleinen Krisen der Welt machen vor den Bühnen nicht Halt. Das wird schnell klar bei der diesjährigen Ausgabe des Spoken-Word-Festivals. «Alls wird zu Stoub» singt etwa Paquita Maria und das Duo «Bass und Bieder» malt sich aus, wie elend es einer Simultandolmetscherin zumute sein muss, die an einer Politkonferenz all die Heuchlereien und Lügen übersetzen muss, die sie aus dem Mund der Mächtigen hört. Ihre vernichtende Diagnose: «Krieg erklären ist Mansplaining im Endstadium».
Das Schwere darf aber auch leicht daherkommen, spielerisch. Etwa wenn Manuel Stahlberger erzählt, wie er 1984 in einem Krippenspiel das Jesuskind spielte. Oder wenn in einem Gedicht von Simon Lappert das Krokodil findet, es müsse nicht immer um den Angriff gehen, «mir reicht es zu lauern»!
Krisen jedenfalls, so die Erkenntnis nach dem woerdz-Festival, befördern die Qualität und Dringlichkeit der Bühnenwortkunst.
Im zweiten Teil der Sendung erläutert Gabriela Barth vom Schweizerischen Idiotikon die Familiennamen Gebistorf, Heimberg und Reichenbach. Es sind alles Herkunftsnamen, also Familiennamen, die auf die Ortsnamen Gebenstorf, Heimberg und Reichenberg zurückgehen.