Ecke Hansaring - Geschichte· Folge 388

ECKE HANSARING #388 - Erzbischof Engelbert I.: Der Mord im Gevelsberger Wald

Montag, 10. November 2025 · 2 h 36

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Shownotes

In dieser besonders langen und tiefgehenden Folge sprechen Michi, Moritz und Stefan Leenen vom LWL-Museum für Archäologie und Kultur über das Leben, die politische Rolle und die gewaltsame Ermordung von Engelbert I. von Köln. Als Erzbischof, Reichsverweser, Protektor und Machtmensch prägte Engelbert im frühen 13. Jahrhundert die Geschicke des Heiligen Römischen Reiches, besonders im Rheinland und Westfalen. Doch sein Aufstieg und seine kompromisslose Politik forderten viele Gegner und endeten am 7. November 1225 in einem der spektakulärsten politischen Morde des Mittelalters. Die drei zeichnen den Weg Engelberts von der höfischen Karriere bis zum Märtyrertod nach, analysieren seine Rolle als Kirchenfürst und weltlicher Machtfaktor und beleuchten die Tat selbst sowie ihre juristischen, religiösen und erinnerungskulturellen Folgen. Eine Episode voll historischer Tiefe, politischer Intrigen, biografischer Spannung und der Frage: War Engelbert Heiliger, Tyrann oder beides?

Unmittelbar vor der Veröffentlichung aber nach unserer Aufnahme fand eine Tagung des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe zu Engelbert statt. Stefan war natürlich da und bringt uns hier die neuesten Erkenntnisse der Forschung:

• Der Legat als Vertreter des Papstes bezeichnete Engelbert bei dem Treffen in Mainz als Märtyrer. Dies wird als Heiligsprechung angesehen, der Papst musste diese nicht noch einmal vollziehen. Damit wäre die Heiligsprechung durch den Papst nicht eine der Intentionen für die Vita des Caesarius, auch wenn sie natürlich weiterhin zu Engelberts Verherrlichung dienen soll.

• Es werden Namen der beteiligten Gefolgsleute des Überfalls bei Caesarius genannt, diese sind aber nicht exakt den realen Namen in Urkunden usw. zuzuordnen.

• Die aktuelle Forschung zu Caesarius sieht seinen Bericht als glaubwürdig an, so auch, dass Friedrich von Anfang an auf einen Mord aus war. Hierfür wären auch weniger komplizierte Argumente anzuführen als für die These der Gefangennahme, auch wenn m. E. aus heutiger Sicht einige Ungereimtheiten bleiben. Grund für die Mordabsicht könnte die Verletzung von Ehre und Rang durch die Einmischung Engelberts in die Angelegenheiten des Grafen (oder vll. seines Schwiegervaters?) gewesen sein.

• Zur Zeit der Hochzeit seines Sohnes mit der Erbtochter der Grafschaft Berg war Walram noch nicht Herzog. Er führte auch nicht selbst den Angriff auf die Burg nach Engelberts Tod, sondern überließ dies seinem Sohn und seinem Bruder.

• Die Statue Engelberts aus Gevelsberg steht mittlerweile nicht mehr im RuhrMuseum sondern im Märkischen Museum in Witten.

Quellen und Links

Hier findet Ihr alle angesprochenen Quellen und Links zu den Folgen. (klappkatapult.notion.site/Ecke-Hansaring-Shown…)

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Shownotes

Unmittelbar vor der Veröffentlichung aber nach unserer Aufnahme fand

eine Tagung des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe zu Engelbert statt.

Stefan war natürlich da und bringt uns hier die neuesten Erkenntnisse

der Forschung:

• Der Legat als Vertreter des Papstes bezeichnete Engelbert bei dem

Treffen in Mainz als Märtyrer. Dies wird als Heiligsprechung angesehen,

der Papst musste diese nicht noch einmal vollziehen. Damit wäre die

Heiligsprechung durch den Papst nicht eine der Intentionen für die Vita

des Caesarius, auch wenn sie natürlich weiterhin zu Engelberts

Verherrlichung dienen soll.

• Es werden Namen der beteiligten Gefolgsleute des Überfalls bei

Caesarius genannt, diese sind aber nicht exakt den realen Namen in

Urkunden usw. zuzuordnen.

• Die aktuelle Forschung zu Caesarius sieht seinen Bericht als

glaubwürdig an, so auch, dass Friedrich von Anfang an auf einen Mord aus war. Hierfür wären auch weniger komplizierte Argumente anzuführen als

für die These der Gefangennahme, auch wenn m. E. aus heutiger Sicht

einige Ungereimtheiten bleiben. Grund für die Mordabsicht könnte die

Verletzung von Ehre und Rang durch die Einmischung Engelberts in die

Angelegenheiten des Grafen (oder vll. seines Schwiegervaters?) gewesen

sein.

• Zur Zeit der Hochzeit seines Sohnes mit der Erbtochter der

Grafschaft Berg war Walram noch nicht Herzog. Er führte auch nicht

selbst den Angriff auf die Burg nach Engelberts Tod, sondern überließ

dies seinem Sohn und seinem Bruder.

• Die Statue Engelberts aus Gevelsberg steht mittlerweile nicht mehr im RuhrMuseum sondern im Märkischen Museum in Witten.

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Burg Berge

Schloss Burg

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heiup.uni-heidelberg.de/catalog/book/1547

Burg Altena

Burg Isenburg

Beispiel für einen Hohlweg

seitenwaelzer.de/ecke-hansaring-86-von-crecy-u…

Engelbert (unter der Decke) vor seiner Geburtsburg. Fresko aus dem 19. Jh. auf Schloss Burg.

Reliquar von Engelbert

2000 Mark in Silber, ca. 500 kg

Schloss Hohenlimburg

Neu Isenburg

Monumentalstatue von Engelsbert

lwl-landesmuseum-herne.de/de – Stefans Museum.

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