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EINFACH AUSSTEIGEN – Der Auswanderer Podcast· Folge 317

Auswandern in die Schweiz: Für eine bessere Zukunft ihrer Kinder ausgewandert

Mittwoch, 26. August 2026 · 43 min

MP3

Shownotes

Sandy Fromm und ihre Auswanderung
🇨🇭 Die Schweiz ist mit Abstand das beliebteste Auswanderungsland der Deutschen. Gleichzeitig hört man immer wieder, dass Deutsche dort nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen werden und auch die hohen Lebenshaltungskosten können erst einmal abschrecken. Wie ist es also wirklich, als deutsche Familie in der Schweiz neu anzufangen?

In dieser Folge hörst du die Geschichte von Sandy Fromm. Im August 2025 ist sie mit ihrem Mann und den beiden schulpflichtigen Kindern von der Pfalz in den Kanton Aargau ausgewandert. Dabei hatten sie in Deutschland eigentlich ein gutes Leben: ein eigenes Haus, gute Jobs und eine schöne Region zum Leben. Trotzdem entschieden sie sich für den Neustart in der Schweiz.

Wir sprechen darüber, warum die Familie Deutschland verlassen hat, wie der Start in der Schweiz war, wie sie heute leben und arbeiten und wie viel teurer das Leben dort tatsächlich ist.

🎧 Im Bonus-Teil für alle CLUB-Mitglieder sprechen wir außerdem über:

– Sandys größtes Learning nach einem Jahr in der Schweiz
– Den Wechsel der Kinder ins Schweizer Schulsystem
– Kinderbetreuung und die Kosten dafür
– Krankenkasse und Gesundheitsversorgung in der Schweiz

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Ich komme aus dem Schwärm nicht raus und ich denke immer in Deutschland glaubt, gibt es doch keinen Mensch. Es ist einfach anders. meine Kinder spüren das wir spülen das alle und es macht am Ende des Tages viel mit dir wenn du das Gefühl hast die Menschen sind hier geduldiger es ist rücksichtsvoller es ist ja doch ein anderes Leben hier.

Einfach Aussteigen. Deutschlands größter Auswanderer Podcast Willkommen zurück! Ja, die Schweiz ist immer noch mit Abstand das beliebteste Auswanderungsland der Deutschen. Gleichzeitig gibt es aber auch viele Vorbehalte – immer wieder hört man, dass Deutsche in der Schweiz nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen werden und auch politisch wird über Zuwanderung gestritten.

Erst vor wenigen Wochen haben die Schweizer über die sogenannte Zehn-Millionen-Schweizer abgestimmt. Die Initiative wurde zwar abgelehnt, Wie stark die Bevölkerung noch wachsen soll, die beschäftigt das Land. Wie passt das also alles zu dem was du hier gerade am Anfang gehört hast? Das finden wir jetzt gemeinsam heraus denn heute geht es um die Geschichte einer Familie die vor genau einem Jahr den Neustart in der Schweiz gewagt hat.

Und wenn du noch auf der Suche nach dem richtigen Auswanderungsland für dich bist, dann empfehle ich dir den einfach aussteigen Länderkompass. Du beantwortest ein paar kurze Fragen zu deinem Leben und deinen Wünschen um bekommst am Ende einen persönlichen Ländervorschlag inklusive passender Regionen und vielen weiteren Infos!

Den Link zum Ländercompass gibt's in den Shownauts oder geh direkt auf die Webseite ländercompass.com Mein Podcast. Jetzt geht's also in mein Heimatland, die Schweiz. Das Land ist von der Fläche her gerade einmal halb so groß wie Irland – trotzdem leben dort fast doppelt so viele Menschen rund neun Millionen!

Es gibt vier Landesprachen, sechsundzwanzig Kantone und teilweise große Unterschiede bei Steuern, Schulen oder auch Lebenshaltungskosten je nachdem wo du wohnst. Die Schweiz gehört zu den wohlhaben Ländern der Welt. Die Löhne sind hoch gleichzeitig aber auch die Kosten vor allem Mieten, Lebensmittel-, Kinderbetreuung-Restaurantbesuche.

Die können einen schon schocken! Auf der anderen Seite ist die geografische Lage natürlich sensationell. alles ist schnell erreichbar und von der Natur her sehr vielfältig Alpenstädte Sehen Weinberge mediterrane Landschaften zum Beispiel auch im Tessin. also wirklich toll. mein heutiger Podcast ist Sandy from.

Sie ist mit ihrem Mann und den beiden schulpflichtigen Kindern eben im August, von der Pfalz in die Schweiz in den Kanton Aargau ausgewandert. Sie hatten vorher ein gutes Leben – mit Eigenheim-Superjobs in einer der schönsten Regionen. und trotzdem sind sie gegangen! Ja wie es zu dieser Auswanderung dann kam was sie beruflich heute machen und wie viel teurer das neue Leben wirklich ist?

Das uns viel mehr besprechen wir jetzt. Herzlich willkommen bei Podcast. Hallo Sandy Heu, genau. Schon richtig eingebürgert merke ich. Sandy wenn du bei dir aus dem Fenster schaust was siehst Du gerade? Ein Garten mit Trampolin! Ich sehe leider keine Berge aber es ist ja unser neues Zuhause. Liebst Du direkt am Halvielersee eigentlich?

Ich habe bis Dezember direkt mit Seeblick und Bergblick gelebt. tatsächlich und jetzt sind's zwei Kilometer. Also ihr seid in einer wunderschönen Region zu Hause im Seetal sehr hügelig grün mit vielen Schlössern, Schloss Halvill, Schlosse Lenzburg. Eigentlich auch eine Region die man als Tourist wenig kennt?

Wie seid ihr da ursprünglich mal darauf gekommen dort zu leben? Tatsächlich durch den verschiedenen Jobangebote oder durch den Arbeitgeber meines Mannes wobei das nicht direkt im Seethal ist. aber wir haben uns dann darauf geeinigt dass wir gerne hier im Seeteil leben würden. Und ja, und hier sind wir gelandet.

Was hat dir besonders gefallen an der Region? Ich glaube mir gefällt fast alles was ich bisher in der Schweiz gesehen habe. Aber tatsächlich einfach das Leben am See. Wir können zu jeder Zeit ans Wasser. Ich fahre auf dem Weg zur Arbeit An den See vorbei ist es einfach ein wunderschönes Gefühl. Man mangelt gerne.

Es ist für uns ein Traum Toll! Das Spannende ist, ihr kommt ursprünglich aus einer Region in Deutschland wo ich einmal zu meiner Frau gesagt habe sollten wir eines Tages. Aus welchen Gründen auch immer nach Deutschland zurückgehen? Da möchte ich genau da wohnen. Ihr habt nämlich an der berühmten Weinstraße geliebt in Neustadt.

Genau. Das ist ja traumhafter Es ist traumhaft ja Ich kriege gerade Gänsehaut Ja, es ist anders. Es ist auch schön. Ist einfach anders schön. und also wir sind aus einem kleineren Dorf in Ortsteil und da hattest du auch viel Tourismus und ja diese Weinberge einfach. Das war so ein bisschen Tuscana-Feeling und das ist schon was einen fehlt.

aber wir haben's nicht weit Wir sind regelmäßig zu Hause bei der Familie, bei den Freunden Und jetzt habe ich einfach zwei verschiedene Möglichkeiten um Zuhause zu sein. Ja, aber ihr kommt ja nicht weil bei uns war es so wir sind aus der Großstapeline laut und viele Leute usw. Und dann quasi eben in die einsame Natur nach Irland ausgewandert.

das war ja bei euch schon ja im vorher auch schon eine sehr idyllische Welt in der ihr gelebt habt oder? Es war eigentlich perfekt. also wir hatten auch unser Eigenheim unseren Garten super Nachbarschaft. Es gibt nichts darüber, ich mich jetzt beschweren könnte. Es war einfach sehr schön und es waren dann im Endeffekt doch andere Gründe die uns veranlasst haben zu gehen.

Ja, da kommen wir gleich noch dazu. Du hast schon ein bisschen erzählt, ihr hattet ein eigenes Haus. Dein Mann hatte einen guten Job als Energie-Elektroniker bei einem großen Konzern. Du arbeitest als Erzieherin plus zwei Kinder. Wie sah euer Alltag aus? War das so'n Traumleben nur von außen? oder wie hast du das in der Nachbetrachtung gefühlt?

Aufwärts nach Außentraumleben geführt haben! Eigentlich ein ganz normaler Alltag. Du gehst arbeiten, du kochst zur Verbringsteitung der Familie. Aber von der Wohnlage her würde ich schon behaupten es war ein Traum. Also die Tür raus war direkt in den Weinbergen. Ich hatte es nicht weit zum Wald. Es waren super Dorfleben auch für die Kinder.

Da hast du dich immer sicher gefühlt. Das war schon ein Traumen. Alles andere das hast du ja In unserer Situation überall. Du gehest ja arbeiten und hast den Haushalt aber sonst war's ja schon traumhaft. Woher kommt denn ursprünglich mal der Gedanke da weg zu wollen? Ja, durch meine Mama hab ich's dann irgendwie doch nicht gemacht.

Warum? Sie wollte das nicht oder warum? Ja, sie ... Ich bin die einzige Tochter und habe noch einen Bruder und es war einfach so eine junge Frau allein und ich hatte halt immer die verrücktesten Ideen. Was soll zu machen? Ich hatte damals die Möglichkeit nach Pergut zu gehen. Äh, ich kannte jemand, der hat ein Projekt eröffnet für Straßenkinder.

Okay! Das war die Tochter meiner Lehrerin und da hatte ich einfach einen guten Bezug Und das fand sie ganz furchtbar. Nicht wegen den Straßen. Du hast die Kriminalität, du bist im anderen Land und wir sind die Hygienemaßnahmen unseres Gesundheitssystems... Also es ist halt ja ... Es ist die Mama und ich bin selber Mama mittlerweile.

Ich kann es verstehen aber ich habe raus gelernt wenn meine Kinder gehen möchten. ich werde einfach alles dafür tun dass ich unterstützen kann weil du merkst einfach Jahre später du hast dein Traum nicht verwirklicht und jetzt sitzt du da. War das genau der Punkt, an dem du dich da wiedergefunden hast?

Eigentlich habe ich diesen Punkt immer. Wenn nicht andere Menschen höre, die darüber sprechen, dass sie im Aussand gediebt haben und durch den Arbeitgeber meines Mannes wusste sich, dass es ja viele Menschen machen und mein Mann hätte es aber niemals vorstellen können gerade weil er heimisch ist in der Pfalz.

Er hat's geliebt und sehr viel Verwandtschaft Und ich habe auch vor Jahren zu ihm gesagt, lass uns doch in die Schweiz ziehen. Und er meinte nur, bist du verrückt und es geht so gut? Und wie kannst du das den Omas antun? Dann sind die Enkelkinder weg! Ja... und dann die letzten Jahre haben wir einfach gemerkt dass sich Deutschland aktuell nicht mehr richtig für uns anfühlt und wir für unsere Kinder was anderes wollten.

Warum war der Grund oder was war der Auslöser? Es ist einfach Ich habe so das Gefühl, die Sicherheit ist nicht mehr so gegeben wie zu meiner Kindheit. Wahrscheinlich ein Problem, dass überall auf der Welt herrscht. aber du merkst einfach diese zunehmende Kriminalität und bei uns im Dorf war es nicht der Fall Aber den nächsten größeren Städte.

ich weiß was da tagtäglich passiert Und ich hab gesagt ich kann meine Kinder nicht immer festhalten irgendwann mit sechzehn acht zehn dann werden sie mit dem Zug irgendwo hinfahren. Das hat mir so keine Ruhe mehr gelassen auch. Ein Weihnachtsmarkt ist nicht mehr so, wie er früher war. als Frau fühlst du dich in manchen Situationen einfach nicht mehr wohl und wir haben gemerkt dass die Stimmung im Land einfach eine andere geworden ist.

es wird sehr politisch. ich habe gefühlt täglich egal mit dem Du gesprochen hast ob's nachbar ist oder auf der Arbeit Es kommt täglich dieses Thema Politik. Und ja, ich finde einfach es hat sich verändert. Ich will jetzt auch gar nichts schlechtreden oder über Deutschland schlecht sprechen. Es war einfach für uns so ein Gefühl wir müssen jetzt weg!

Ich frage auch deswegen bei das was du sagst hört man ja in letzter Zeit also in den letzten ein zwei Jahren immer öfters gibt keine wirkliche Vorfälle wo man sagt eben aufgrund dessen sind die Menschen ausgewandert sondern ist oft einfach so eine gefühls Sache Gefühl Sicherheit oder dann eben halt die ganze politische Stimmung, beziehungsweise einfach auch die schlechte Stimmung.

Also das ist auch was wo du auch merkst dass sich das total verändert hat weil man hat ja das Gefühl Ja es wurde ja schon immer eigentlich Die Deutschen waren schon immer nicht so die fröhlichsten positivsten Menschen aber da hast Du schon das Gefühl das hat sich verändert? Ja also ein Beispiel ich arbeite mit Kindern und Es war fassnacht Du kennst dich ja, die Kinder kommen verkleidet als Prinzessin Pirat.

Keine Ahnung alles Mögliche. und dann hatte ich Kinder auf der Arbeit, die kamen mit Aktenkoffer und Anzug. Und dann habe ich gefragt was seid ihr denn? Ja wir sind Politiker! Wir sind von der an der Partei. und dann dachte ich okay und das war für mich wo ich überlegt hab also du merkst es einfach schon vom Elternhaus und da gab's wirklich auf dem Schulhof Situation Du bist recht.

Wo ich dachte, was ist passiert? Als ich ein Kind war hat mich so etwas überhaupt nicht interessiert. Ich wusste bis zum gewissen Alter gar nicht, was meine Eltern wählen. Es wurde nicht drüber gesprochen es war einfach anonym und ich kann mich auch meiner Jugendzeit nicht daran erinnern dass jemals Politik so ein Thema war wie heute.

Und wenn du das täglich mitbekommst, es geht dann auf Rüstung für den Krieg. Du hast zwei Söhne und denkst ja was ist ein paar Jahren? Möchte ich dass sie in einen Krieg gehen der mich nicht betrifft, den ich nicht unterstützen möchte? also es waren einfach viele Faktoren. Es muss ja nicht jeder machen aber für uns war das so ein Punkt.

wir gesagt haben jetzt Jetzt wird's zu viel. Ich glaube du hattest Neuseeland auch auf der Uhr. Du wolltest glaub ich immer nach Neuseeland oder? Wie kommt das? Ich weiß nicht Intuition, es war ein Gefühl. Es ist auch irgendwann einfach entstanden. Ich bin aufgestanden und hab gesagt ich möchte dahin... ...ich hätte auch nie geglaubt dass sich mein Mann überzeugen könnte nach Neuseeland zu ziehen.

Hat aber ja offenbar nicht geglaubd! Wir sind ja runtergeflogen wir waren ja vor Ort. Wir haben das dann. im Mai habe ich ihm versucht zu überzeugen.. ..und im Juli-August waren wir schon unten. Für fast zwei Wochen haben wir es allerdings ohne Kinder gemacht, weil das jetzt kein Urlaub war. Wir haben uns Immobilien angeschaut und das Leben mit Auswanderern gesprochen vor Ort.

Wir wollten einfach wissen wie ist das Leben in Neuseeland? Aber wir sind dann ... ja, wir haben uns doch anders entschieden! Ja warum?! Also ein Faktor war tatsächlich diese Distanz die Eltern wenn ein Notfall ist du bist nicht schnell zu Hause Und unser Alter, also ich denke einfach... Ich bin jetzt einviertzig.

Er ist ja auch nochmal sechs Jahre älter als ich. Wir hatten ein gutes Leben und du bist da komplett am anderen Ende der Welt auf dich alleine gestellt und musst so viel zurückschrauben. Also wir haben hier dann mit einem Immigration-Leuer gesprochen, die ihn auch bezahlt und es sind einfach auch mit meinem Beruf das ist gar nicht so anerkannt.

Dann hatten wir eigentlich auch Angst mit dem finanziellen. Wie schaffen wir das? Also da hatten die einfach zu viel Angst und Respekt. Und ich glaube ohne Kinder, wenn man jünger ist dann hätte es für uns eher gepasst. Wir waren ja eigentlich im neuseeländischen Winter vor Ort. Da war's zwar mild aber es ist ja die unschönste Jahreszeit um Neuseeland zu besuchen.

Aber das hat uns auch gezeigt wie die Menschen dort leben und dass nicht alles so toll ist. Es gibt da einfach keine Zentralheizung im Haus. Ist es anders isoliert? Alles aus Holz und mein Mann, der sich ja sehr gut auskennt... Ihm haben dann diese Sachen zum Beispiel gestört und auf jeden Fall ist müssen ja beide wollen und das war dann einfach so.

ne wir können uns jetzt doch nicht vorstellen. Ihr seid dann im Oktober vierundzwanzig in die Schweiz-Gereis, habt euch die Schweiz angeguckt. Warum kamen denn ausgerechnet die Schweiz quasi infrage und nicht andere europäische Länder? Also wahrscheinlich sprachlich, aber Englischsprache wäre ja Irland oder so wäre auch gegangen.

Und warum seid ihr auf die Schweiz gekommen? Weil ich ursprünglich ganz aus der EU raus wollte und die Schweiz war dann ein Kompromiss wobei es... Gut, die ist ja mitten in der EU. ne! Ja, wie soll ich erklären? Du hast hier noch diese Demokratie. Es ist einfach ein anderer Lebensstandard und mir gefallen viele Länder aber ich kann mir nicht vorstellen überall zu leben.

Ich wollte auch dass meine Kinder in einem Land aufwachsen indem die Dinge funktionieren Auch mit der Sprache. das haben wir nur in Deutschland gemerkt. Ich spreche zwar fließend Englisch Aber es ist einfach was anderes wenn du dann dort arbeitest und den Papierkram hast. Es gibt sicherlich noch andere schöne Länder, aber die Schweiz war dann... Wir kamen ja zurück und dachten okay unser Traum ist der Platz.

Wir bleiben jetzt in Deutschland. Ist einfach so! Aber das Fieber hat dich gepackt. du weißt du willst eigentlich weg? Und die Schweiz hat sich dann richtig für uns angefühlt weil wir auch einfach nah zu Hause sind und wir waren am Oktober dort und dann waren wir... also wir waren sofort verliebt. es war eigentlich dann klar warum zögern wir jetzt noch?

Hattet ihr so eine Art Checkliste dabei, wo ihr quasi immer überlegt habt okay gut das passt. Das passt vielleicht auch nicht. oder woran habt ihr dann gemerkt dass es das richtige Land ist? Wir hatten eigentlich nur Angst was es finanzielle betrifft weil das hörst du einfach und das weißt du das in der Schweiz andere Kosten gibt als in Deutschland.

aber alles andere hat uns sofort zugesagt. also wir sind hierher Unser jüngerer Sohn, der war ja komplett gegen das Auswandern. Und wir sind praktisch hin als Familie im Oktober und haben es als Urlaub verklickert. Das ist jetzt nicht wieder dieses Thema auswandern! Es war einfach zu Hause ganz arg Thema... Mein Mann sagt mir zum Spaß, hey hier gefällt's mir, hier bleibe ich.

Und mein jünger Sohn sagt nur Papa, mir gefällts auch, ich bleib mit dir hier. Es war, ja wir sind halt auch sehr naturverbunden. Wir sind es ja von zu Hause gewohnt viel grün um uns herumzuhaben. Mein Mann Angelt macht Wintersport also er ist mit seinem Welo ständig unterwegs! Wir sind ja die Menschen die mehr draußen sind als drinnen und das war einfach so ein Traum bis zu sehen ja einfach alles auch die menschen diese offene art.

ich weiß man darf's mir deutschlandig vergleichen viele deutsche machen das ja ganz oft. Es ist auch gar nicht zu vergleichen, weil es hier komplett anders und genau das lieben wir. Ich glaube dann ging es ja los mit der Jobsuche, weil das war ja quasi so Pflicht. Also man braucht hier einen Job und in der Schweiz eben du hast gerade die Kosten da sprechen wir auch noch drüber überhaupt sich das Leben da leisten zu können.

Wie hat das denn funktioniert? Eben dein Mann hat für den großen bekannten Konzerne Deutschland gearbeitet. natürlich super sicherer Job denke ich mal wie war das für ihn jetzt eben da auf Jobsuche in der Schweizer unterwegs zu sein? Es war schon ... Er wusste halt, er wird hier viele gehen ja in die Schweiz wegen dem Geld oder dieses Angebot ist ja verlockend.

Man bekommt das Doppel-Dangehalt und er hat einfach einen super Job in Deutschland gehabt und hatte eigentlich ja Angst davor dass jetzt das nicht so einfach für ihn wird weil er einfach ein super Arbeitgeber hatte. aber er hatte dann verschiedene Angebote. hat sich das angeschaut? Es ist jetzt auch niemals der Punkt gewesen, dass es hier schlechter war als in Deutschland.

Also auch hier er hatte einen mega guten Arbeitgeber. Ja an dieser Branche hast du da einfach auch etwas gefunden. und dann was ist da passiert? Ich glaube das war der ein zwanzig zwölfte. wir waren dann hier Und er hatte dann dieses Probearbeiten und da kam raus und war auch super mega glücklich und Wir sitzen im Auto auf dem heimweg und haben dann schon die zusage bekommen.

Das war einfach, ja das Gefühl ist sehr überwältigend weil dann hast du so den ersten Punkt und weißt jetzt wie es ernst. So hast hier wirklich einen Job der dir gefällt. Dir gefällt die Lage hier Und dann ging alles sehr schnell. Hattest du, weil ja dieses ganze Auswanderungsthema ja von dir ausgeht und das ist ja häufig so gerade in Beziehungen oder in Familien dass einer das mehr will als die anderen.

Hattes du bevor ihr dann da in ausgewandert seit zwischenzeitlich ein schlechtes Gewissen oder hast gedacht Boah was machen wir wenn das schief geht? Und ich dann am Ende in der Anführungsstrichin Schuld bin? Darüber denkt man nach, man spricht auch darüber Aber ich habe ja seine Begeisterung gesehen.

Und er ist ja dann schon vor uns hier gewesen und meint immer, wieso haben wir es nicht schon vor zehn Jahren gemacht? Und das war dann für mich so okay! Ich muss mir jetzt darum Gott sei Dank keine Sorgen machen. Habt ihr vorher noch weil du das Finanzielle noch angesprochen hast. habt ihr das vorher mal durchgerechnet?

eben wie teuer das wird in der Schweiz im Vergleich zu dem was er da dann verdient? Genau und da hatte ich halt einfach auch Respekt. In Deutschland hatten wir, wir waren abgesichert. Wir hatten's Eigenheim. hier ist so hohe Mietkosten. Wir wussten ja auch noch gar nicht wo ich irgendwann arbeiten werde.

und mit der Gesundheitssystem du zahlst dir die Krankenversicherung. es waren einfach viele Faktoren wo ich dachte oh hoffentlich geht das gut und es hat alles geklappt. Ja eure Kinder du hast ja vorher schon eben erwähnt, dass glaube ich der Jüngere oder der Ältere nicht so Fan war vom Auswandern. Der Mann ist dann vorgegangen.

ihr seid dann im August letzten Jahres also jetzt eigentlich ein Jahr her seit ihr auch in die Schweiz ausgewandert. wie war das für die Kinder? In Deutschland war es noch okay. wir haben ganz offen drüber gesprochen Und sie wussten ja, es ist ein maximal vier Stunden Autofahrt. Wir sind regelmäßig zu Hause bei der Familie, bei den Freunden und das war auch in Ordnung.

Es wurde erst dann schwer als die Schule hier losging weil unser größerer hatte einfach schlecht Anschluss gefunden und ab da fing ich an zu zweifeln ob wir jetzt wirklich die richtige Entscheidung getroffen haben. Was heißt schlechter Anschloss gefunden? Ich denke, das ist das Alter. Er ist jetzt zwölf.

Da kommst du in den Schulhof und es stehen einfach schon Gruppen da. Es war nicht schüchtern aber er ist nicht die Person, die einfach auf die anderen zugeht und sagt hey hier bin ich! Und das fiel ihm schwer. also er hatte gar kein Problem mit der Schule auch nicht mit einzelnen Kindern. Er wurde auch nicht gemobbt.

Das war einfach das Gefühl ich stehe jetzt alleine und traue mich nicht auf die Anderen zuzugehen. und es ging über Monate Und da hat er gelitten und immer wieder, warum haben wir das gemacht? Können wir zurück. Also es war von allen, glaube ich für mich die schlimmste Situation. Wie helfe ich jetzt meinem Kind?

Ich kann ihm keine Verabredung da ausmachen. Er ist ein alter, er muss es alleine schaffen. Das war dann schon schwierig. Was hat er geholfen? Viel reden! Ich glaube es ist wichtig eine gute Beziehung zu seinen Kindern zu haben. Und was tatsächlich in unserem Fall geholft hat unsere Kinder sind ... zwanzig Monate auseinander.

Das heißt, sie waren ja in derselben Schulklasse. Fünfte Sechste ist dann in einer Klasse und Sie hatten sich! Und die Umstellung war ja auch – das hat auch der Groß immer wieder erwähnt – meine Arbeitszeiten. Das kannten diese von Deutschland gar nicht. Ich komme abends nach Hause, sind viel auf sich alleine gestellt... ich glaube, es war einfach schwierig.

Es hätte wahrscheinlich vieles erleichtert wenn ich die ersten paar Monaten oder wenigstens Wochen zuhause gewesen wäre mit den Kindern. Aber es, ja wir hatten halt direkt das volle Programm und das war dann einfach nicht so schön am Anfang. Das heißt du bist auch direkt den Job dann gestartet? Ja ich hatte direkt meinen Vertrag ab ersten achten und ich bin kaum angekommen, kaum Deutschland alles verkaufte.

Es ging dann direkt los! Was hast Du gemacht? Ich bin hier jetzt als Farbe-Kinder angestellt in der Talestruktur betreue Kinder im Alter von vier bis vierzehn Ja. Okay, wow! Aber das heißt was war ja dann eigentlich mit Vollgas direkt in der Schweiz gestartet? Also eben du hast gerade gesagt das ganze Leben in Deutschland abgeschlossen und dann direkt beide mit Jobs gestartet die Kinder sofort in die Schule.

wie würdest du diese Phase denn jetzt im Nachhinein sehen die ersten Monate da? Gute Frage. Verrückt aber so sind wir... Wir sind halt schon immer ein bisschen anders. Es ging eigentlich dann noch viel verrückter weiter bei uns und wir haben es geschafft. Ich muss jetzt drüber lachen, in dem Moment war mir überhaupt nichts zum Lachen zu muten.

aber ich bin schon von Kind auf gewohnt auch einfach dass nicht alles einfach ist und da war einfach die große Sorge mein Sohn leidet Aber wir haben's geschafft und ich denke man kann alles irgendwie schaffen wenn man es versucht. Wie war denn so für euch jetzt mal abgesehen vom beruflichen? Wie war sonst das Ankommen in der Schweiz mit den Schweizern, wie hat das funktioniert.

Sehr schön! Es gibt so tolle Erlebnisse. also es ist ja schon du ziehst ein und kriegst einen Geschenkgekorb von Vermieter. sowas kannte ich jetzt auch nicht. meine große Angst war er auch als ich in Deutschland gesagt habe würden die schweiz ziehen. Dann kam ganz oft dasselbe Kommentar, was wollt ihr dort?

Die hassen ja die Deutschen. Und davor hatte ich echt Respekt! Man sieht es uns vielleicht nicht an wo wir herkommen aber man hört das einfach und... Aber ich bin glaube ich.. Ich bin halt sehr offen und ich habe jetzt noch keine einzige Erfahrung. Ich hab kein Anlebnis wo ich sagen kann. Ich hatte ein Problem weil ich aus Deutschland komme.

Die Schweizer sagen ja auch, ich werde dieses Problem niemals haben. Weil ich anscheinend wohl anders bin oder sehr offen und herzig nennen sie mich immer. Ich wusste erst gar nicht was es bedeutet. Also wir haben dann in so einem Mehrfamilienhaus gewohnt. Und gegenüber waren ein Familienhäusern. dann abends beim Gassi gehen mit dem Hund treffe ich dir eine Frau auf der Straße und habe mich einfach vorgestellt... reicht und gesagt, wer ich bin.

Und falls sie sich wundert was wir hier machen? Sie fand es mega schön! Sie sagte, hier ziehen immer mehr Leute ein und eigentlich kennt man niemanden und ich komme einfach her und stellen mich vor. Dann hat sie mir gleich Eier geschenkt und ja... Ich kann nicht erwarten dass in einem Land ziehen die Menschen den roten Teppich ausrollen.

Ich muss auch etwas dafür tun. Leider kenne ich es auch aus Deutschland. Es gibt einfach Menschen, die grüßen sich nicht auch im Geschäft. Das ist eine andere Stimmung und bei uns zu Hause wurde ganz viel Wert darauf gedeckt diese Höflichkeitsformen und diesen Respekt. Ich war zum Beispiel mit den Kindern am Sehen.

das war eigentlich so die verrückte Erfahrung und wir sitzen da an Picknicken und dann war der ältere Dame mit einem her und irgendwann hat sie uns angesprochen woher wir kommen und wie alt die Kinder ... Sie waren sehr interessiert Und bevor sie gegangen ist, streckt sie mir die Hand aus und sagt nur ich bin die Frehnie.

Wollen wir uns das du sagen? Ich denke, die Frau ist wirklich um einiges älter und also mich hat noch nie eine fremde Ältere Dame angesprochen dass sich Sie direkt dutz sind. Also ich komme ja viel ins Gespräch gerade mit ältern Menschen aber irgendwie... Das war nochmal neu und dann habe ich sie zufällig zwei drei Wochen später gesehen auf einem Kirchenfest.

Da habe ich gearbeitet an dem Tag und sie hat mich auch sofort erkannt. Und hat mir ihre Visitenkarte gegeben, meinte, komm doch mal vorbei! Ich komme irgendwie leicht ins Gespräch mit der älteren Generation. Ich weiß nicht warum. also es gab dann auch im Supermarkt... Also auf mich kommen komischerweise viele Schweizer zu und sprechen mich an.

positive Erfahrungen und ich komme aus dem Schwärm nicht raus. Und ich denke immer in Deutschland glaubt, geht es doch kein Mensch? Es ist einfach anders. meine Kinder spüren das wir spülen das alle und es macht am Ende des Tages viel mit dir. wenn du das Gefühl hast die Menschen sind hier geduldiger es ist beim Autofahren merkst du dass es rücksichtsvoller beim einkaufen.

ja doch ein anderes Leben hier Ja, also viele sagen eben die Schweizer mögen keine Zuwanderer. Es gab ja vor kurzem die Initiative C-Million Schweiz. Also quasi Deckel drauf das da nicht noch mehr Menschen in die Schweiz einwandern sollen. Nicht mehr als C-million! Du erlebst es ganz anders und das ist auch das was ich ja auch erlebe.

Ich komme ursprünglich aus der Schweiz und weiß am Ende so wie man in den Wald... Das klingt so blöd so wie wenn man in dem Wald hineinruft so schalt's halt hinaus Und ich glaube, dass du und du hast es gut beschrieben eben wie du auf Menschen zugehst. Wie du dich verhältst jetzt bist natürlich auch eine Frau dann fällt's wahrscheinlich noch mal leichter aber eben mit einem lächeln und freundlich und die Leute zugehen sich vorstellen und einfach so ganz normal miteinander umgehen und dann funktioniert das auch.

oder habt ihr auch noch eben euch in Vereine eingebracht und solche Dinge noch gemacht? Das war also es fing an. wir wussten wir werden umziehen Und wir wussten ja, wo es hingeht und haben dann als erstes die Kinder im Sportverein hier angemeldet. Das war für uns die beste Entscheidung, weil der erste Schulter ... Da lagen Welten dazwischen.

Die kamen nach Hause, hey kann da Ben morgen kommen? Ich so wow! Sie hatten jetzt paar Monate auf der anderen Seite des Sees gelebt und keine einzige Verabredung. Über den Sportvereinen konnten sie einfach Monate vorher schon Freundschaften entwickeln. Und mein Mann ist hier auch ein Sportverein angemeldet.

Also man kennt uns im Dorf, die Leute wissen wer wir sind! Ja genau also hier wird auch wirklich viel für die Kinder und für die Gemeinschaft gemacht. Einmal hat mich dann so einen Pärchen gegrößt und ich wusste gar nicht wer es ist. Wahrscheinlich wurden sie mir schon vorgestellt aber das ist ja einfach so viel Neues hier.

Dann habe ich sie nochmal gefragt... Dann habe ich nur gesagt, ja. Ich versuche mich jetzt zu integrieren. Deshalb zeige ich mich überall an. Sie meinten nur hey, Sandy ihr braucht euch nicht mehr zu integren. Ihr seid integriert macht euch keine Sorgen. also euch kennt hier schon jeder und ich muss dann lachen.

Wir dachten es ist super süß weil wir jetzt auch ein schwarzer Freundeskreis haben die uns mitnehmen und Sachen zeigen. und äh ja es ist also es ist Gott sei Dank nie so gekommen wie man's uns in Deutschland vorgesagt hat. Toll also das freut mich für euch und ich find's toll, dass du das hier auch erzählst.

Dass man eben auch mal diese Seite mitbekommt und nicht nur eben das was halt eben hauptsächlich in der Presse und so bei Social Media abgeht wenn man sich da die Kommentare drunter durchliest unter gewissen Videos. vielleicht noch kurz zur Sprache Es ist ja immer so die Frage, muss man Schweizer Deutsch können?

Finden das die Schweizer Doof wenn man das versucht. Also das ist ja meine Meinung. aber wie hast du das erlebt mit dem Schweizer-Deutsch? Die ersten Tage waren... Ja da kostete es mich sehr viel Konzentration beim Zuhören. Ich glaube ich habe ja genau und am schlimmsten fand ich's einfach gerade am Anfang macht ihr ganz viel am Telefon.

Da fand ich es einfach schwierig. Du hast dein Gegenüber nicht vor dir, das war einfach... Ich habe zwar vieles verstanden aber es war doch nicht so einfach. und ich glaube ich hab den Vorteil, ich arbeite hier mit Menschen, ich arbeite mit Kindern die auch nicht immer der Sprache ganz gewachsen sind oder selber vielleicht aus dem anderen Land kommen.

Ich höre es einfach den ganzen Tag und ich kenne hier Deutsche, die einfach noch Hausfrau und Mutter sind, die tun sich da viel schwerer. Zu Hause versuchen wir schon unter uns die Schweizer deutschen Wörter zu übernehmen. Draußen habe ich da schon noch Hemmung, weil ... Ich weiß ja manche mögen es nicht andere finden's cool und das ist immer so ein Mittelding für uns glaube ich.

Im du hast so Worte wie Velo hab' ich vorhin gehört, streust Du dann so ein? Weil die Frage ist auch eben Hast Du das Gefühl dass Schweizer das wollen, dass Du Schweizer Deutsch redest? Nee oder? Es wurde nie verlangt. Also meine Chefin, die lacht immer weil sie sagte Sie ist erstaunt wie schnell ich einfach alles verstehe und anfangs hat sie noch versucht langsam in Hochdeutsch zu sprechen und irgendwann ging es los.

Und dann sagt sie ein paar Jahre werde ich wahrscheinlich aus Schweizer-Deutsch antworten und ich habe ja den Vorteil aus der Pfalz zu kommen. Es gibt Wörter, die sind gleich und ich kann bis heute kein richtig sauberes Hochdeutchen. Du bist ja für mich diese Umstellung. Ich glaube, als Felser hast du einfach den Vorteil, dass du es hier schneller verstehst.

So würde ich das jetzt in meiner Situation behaupten! Gut und ich glaube Kantho und Agau, wo ihr seid geht's auch noch ne? Also es gibt natürlich so Bern oder Zürich würde ich sagen ist wesentlich schwer dann zu verstehen. Ja also ich wurde schon gewarnt im Ballis, würde ich wohl nix mehr verstehen... Da verstehst du nichts mehr!

Das kommt dann irgendwann wenn ich dann Zeit habe mal alles anzusehen Was würdest du sagen in ihr Leben seit einem Jahr da? Konkret, was hat sich für euch im Leben in der Schweiz verbessert im Vergleich zu früher. Wir sind noch mal mehr draußen als wir es vorher schon waren weil du einfach diese Natur hier hast.

Du willst einfach so viel sehen. ich weiß ich fahre nicht mal eine Stunde und bin schon am Vierwaldstädter. sehe Ich seh die Berge Ja, fünfzehn Minuten weiter kommt der nächste See. Es ist einfach so viel zu entdecken. Das tut uns unheimlich gut. Uns fasziniert hier einfach sehr viel. und ich glaube also Ich habe Freunde die sind auch in ein anderes Land gezogen wegen dem Arbeitgeber aber ganz anders angekommen.

Und ich denke das Problem ist wenn du irgendwo hinziehst nur weil es dein Job so möchte Ist vielleicht was anderes wie wenn du dir selber deine Wahlheimat aussuchst. ja und Für uns ist einfach noch vieles so sehr abenteuerlich. Also wir laufen spazieren, entweder in irgendeinem Ort und denken wow wie schön.

Wir hatten es zwar schön vor aber es ist einfach nochmal ein sehr schönes Gefühl zu sehen wenn ihr besucht bekommt. alle hoffentlich schön ihr lebt ja wow und ihr habt alles richtig gemacht. für mich ist das einfach eine große Sache. Jetzt nach einem Jahr wahrscheinlich zum Thema Sicherheit, was zu sagen?

Wahrscheinlich eher noch so ein bisschen schwierig. Aber eben wenn du jetzt Thema Sicherheit oder du hast vorhin auch gesagt den politischen Diskussion und Meinungen in Deutschland vergleichst, jetzt eben mit heute in der Schweiz ist das da deutlich anders? Ja ich würde schon sagen es ist also jetzt wo ich hier lebe und natürlich mehr Nachrichten mitbekomme und lese.

Da siehst Du auch dass mal hier und da etwas passiert. aber... in unserem Dorf, dieses Dorfleben. Ich kann die Kinder draußen lassen bis es dunkel wird. sie haben eine tolle Klicke gefunden und das ist überall sauber. also ich habe hier jetzt keine Ecke gesehen der. ich dachte oh Gott wo bin ich hier gelandet?

Und in Deutschland sehe ich diese Ecken leider sehr oft und es gibt ja schon andere Sicherheitsgefühle. Es ist ähnlich wie zu unserer Zeit als wir in den neunzigern aufgewachsen sind. so würde ich das jetzt einfach vergleichen. Der einzige Haken, der ja bei der Schweiz meistens eben ins Spiel kommt ist ... Das ist ja einfach so brutal teuer da.

So mein Gefühl ist also. früher war das Gap irgendwie größer. ich habe das Gefühl es ist mittlerweile nicht mehr ganz so schlimm eben zwischen den Preisen in Deutschland und der Schweiz weil irgendwie Deutschland auch deutlich teurer geworden ist. aber wenn wir jetzt mal über die Lebenshaltungskosten sprechen wie hat sich das bei euch verändert?

Also Wie viel mehr oder weniger bleibt da am Ende des Monats übrig? Also, am Anfang wir haben wirklich ganz vorsichtig das Geld ausgegeben. Also wirklich nur das Nötigste... Ich meine du brauchst ja im Anfang auch nicht so nimmst du die Möbeln alles mit und auf dem Supermarkt einfach aus Angst es könnte vielleicht nicht reichen aber die Angst war unbegründet.

Wir haben hier eigentlich genau denselben Standart wie vorher auch in Deutschland Auch wenn du jetzt mit deinen Kindern Ausflug machst, ich finde die Ausflüge sind gar nicht viel teurer. Es sind einfach einige Lebensmittel. Sprit ist ja auch günstiger als in Deutschland und... Ich bin aber auch in Deutschland schon der Mensch gewesen, der jetzt nicht ständig ins Restaurant muss.

Wir konnten sehr gut mit Geld umgehen. Dadurch hat sich für uns jetzt gar nichts so viel verändert. Am Anfang machst du einfach ... Du ziehst die Bremse weil du Angst hast Und erst mal warten muss, bis die ganzen Rechnungen bezahlt sind. Was hast du im Monatsende übrig? Aber uns geht es jetzt genauso gut wie vorher auch.

Liegt das am Schweizer Gehalt oder würdest du einfach aus sagen ja also Mieten und eben Restaurant und so dass ist schon deutlich teurer? Ja, das ist auf jeden Fall viel teurer! Also auch jetzt haben wir am Monatsend tatsächlich mehr weil wir gekauft haben und da fällt diese hohe Miete nicht mehr weg.

Wie hoch war sie? Okay. Das war so drei, vier Zimmer oder was? Genau, vier Zimmer. War auch super schön Neubau, Sehblick wie gesagt und auch Toplage. aber ich weiß es gibt Menschen die Zahlen nochmal über dreitausend in Zürich wohl noch mehr. also ich glaube für die Lage war das alles berechtigt aber es war einfach nochmal mehr Geld.

Du hast es gerade gesagt, ihr habt ein Haus in der Schweiz gekauft. Ich habe das vorher, weil wir führen ja so ein kurzes Vorgespräch auch jeweils vor den Folgen, hab das mitbekommen und dachte irgendwie was? Ein Haus in einer Schweiz kaufen! Weil das ist ja mittlerweile unter eine Million anderthalb Millionen kann man da ja gar nichts mehr kaufen.

also ist das offenbar noch möglich dann auszukaufen. aber ich glaube die wenigsten können sich das leisten. Wir hatten auch einfach Glück, wir hatten ja unsere Immbi den Deutschland verkauft. Ansonsten hätten wir hier niemals ein Haus gehabt. also das war einfach so unser Checkport, wir bringen Geld mit und was machen wir damit?

Also ich weiß es haus in der Schweiz wird auch niemals abbezahlt sein. aber es ist wieder das Gefühl wie in Deutschland, wir haben unsere eigenes Ding, wir können mir etwas Wichtige dann Garten zu haben. Man kann ja auch wirklich alles, also wir werden es uns einfach schön machen nach und nach. Aber wir hätten jetzt mit unseren Gehältern wahrscheinlich gar nicht leisten können.

Es war einfach nur... Wir haben Geld mitgebracht, hier haben die im Mobil in Deutschland verkauft und dann war das für uns auch möglich! Und der Preis von dem Haus war noch so im Rahmen oder wie? Wenn du als Deutscher kommst erschreckst du schon weil.... Das sind Zahlen, die sprichst du Deutschland gar nicht aus.

Also zumindest jetzt nicht unserem Freundeskreis. ich gehöre nicht zu Edith aber es war schon so ein Schock. Aber ja wir haben uns dann doch getraut. Ja, es ist also wirklich krass diese Immobilienpreissprung in der Schweiz. Ich meine's ist über nach oben auch in Deutschland in beliebten Regionen und Städten und so sind die Preise natürlich explodiert.

In der Schweiz war schon früher immer teuer aber da hat man zumindest noch früher als ich Kind war hat man für eine Million das waren natürlich richtig viel Geld ja heute immer noch viel Geld Aber hat man ein richtig tolles Haus bekommen? Und heute ist halt eine Million irgendwie... Kriegst du vielleicht noch in vier Zimmerwohnungen?

Du kriegst für eine Million Standardhaus, also wirklich nicht mal die beste Ausstattung und... Genau. Oder ein altes Haus oder irgendwas. Genau! Ja. Also deswegen das ist wirklich ne große Herausforderung da was zu finden. Toll dass es für euch geklappt hat. wenn du jetzt so oft des Jahr zurückblickst gibt's etwas was dir fehlt Mal abgesehen von Freunden an der Familie.

Ich glaube, mein Mann fehlt der Wein. Was fehlt dein Mann? Bestimmt der Wein aus der Weinstraße. Ja aber sonst vielleicht... Das hat ja nix mit der Schweiz zu tun und ich glaube wenn du da nebenan irgendwo gelebt hast und auswanderst dann wirst du immer irgendein Artikel vermissen ob es jetzt Lebensmittel sind oder Drogerieartikel so Kleinigkeiten vielleicht.

Aber jetzt allgemein dass sich jetzt sage ich vermiss hier was. Nee eigentlich nicht! Wenn jetzt Leute zuhören, die in die Schweiz auswandern wollen. Was würdest du denen für Tipps mitgeben? Also was sind so die Duesentones wenn man in der Schweiz neu anfangen will? Höflichkeit, Lächel sei erfreundlich, sei offen und auf jeden Fall bringt genug Geld nicht!

Ja, also du brauchst ja dann irgendwie schon für den Anfang auch wenn du jetzt keinen Job hast. Du kannst jetzt nicht einfach hier mit nichts herkommen. das ist unvorstellbar glaube ich zumindest für die Anfangszeit zu überbrücken. Ja da geht es ja dann auch noch um Aufenthaltsbewilligung. Das ist ja auch noch so ein Punkt.

ihr habt ja glaube ich eine Aufentalsbewilligung B ne? Die bekommt man wenn man einen Job hat und kann dann da zumindest eben solange man den Job hat bleiben. oder wie habt ihr das gemacht? Genau, also wir haben jetzt einfach alles beantragt. Das war ganz easy und wir hatten ja auch beide unsere Arbeitsverträge Und die sind auch wichtig wenn du eine Wohnung suchst.

es ist Dadurch hatten wir keine Situation in der irgendwas nicht funktioniert hat. Zum ende hin Wenn wir so ein bisschen in die Zukunft schauen eben wir spulen so ein paar Jahre vor zwei drei jahre. Was denkst Du? wie sieht euer Leben aus? Also was habt ihr noch für Ziele? Ich möchte einfach Ein friedliches, langweiliges Leben.

Unsere Kinder wollen mittlerweile auch nicht mehr zurück und das ist für uns das Schönste die größte Bestätigung des größten Geschenks. Sie sind hier superglücklich einfach dass wir ganz viel gemeinsame Zeit haben werden. wenn es so weiterläuft jetzt dann sind wir auf dem besten Weg. Sandy, wir wachsen jetzt in den einfach aussteigen Club für den Bonus-Zeit zu dieser Folge.

Da spreche ich mit dir dann noch über das Schulsystem, über die Kosten bei der Kinderbetreuung in der Schweiz und auch über das Gesundheitssystem. also eben kurz wie seid ihr eigentlich krankenversichert? Und wie funktioniert es da in der schweiz? Also wer das hören möchte, dann Mitglied werden im club von Einfach Aussteigen Das geht ganz einfach über den link in der bio und mit deiner Mitgliedschaft unterstützt du meine Arbeit hier im Podcast.

Sandy, erst mal herzlichen Dank bis dahin! Ja danke dass wir teilnehmen durften und dass du dich für uns interessierst und sehr sehr spannend vielen dank. Das war die Geschichte von Sandy Fromm die mit ihrer Familie genau vor einem Jahr in die Schweiz ausgewandert ist. jetzt interessiert mich was sagst du zu Ihrer Auswanderung und zu dem neuen Leben der Familie?

Vor allem auch eben zu den ganz anderen Erfahrungen die sie mit den Schweizern gemacht haben. Ich bin sehr gespannt auf Dein Kommentar. Schreib den gerne direkt in die Spotify-App oder per E-Mail über die Webseite derauswanderpodcast.com. Bilder von Sandy und der Region, wo sie heute in der Schweiz leben findest Du natürlich auf dem Instagram Kanal von Einfach Aussteigen.

Schau da auch mal rein! Ich freue mich auf jeden Fall auf Dich in der nächsten Woche direkt hier. Bis dahin alles Gute, ciao.

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