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Shownotes
Gemüsebeete können auch ganz anders aussehen - probiert euch aus!
Spezielle Beetformen – mehr als nur Hochbeet!
Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter neudorff.de
Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de
Muss ein Beet immer rechteckig und flach sein – oder kann man da auch kreativer werden?
• Unbedingt kreativ! Gibt Beetformen, die richtig clever sind.
• Manche heizen von innen, andere sammeln Wasser, wieder andere düngen sich von allein.
Viele schwärmen vom Hügelbeet. Was genau ist das?
• Quasi ein „Komposthaufen zum Bepflanzen“.
• Man schichtet Äste, Laub, Kompost und Erde wie im Hochbeet zu einem länglichen Hügel.
• Ca. 1,2 bis 1,5 m breit und bis zu 1 m hoch.
• Im Inneren verrottet das Material
• Dabei entsteht Wärme und es werden Nährstoffe freigesetzt.
Also ein eingebautes Heizkissen für den Garten?
• Genau! Im Frühjahr starten die Pflanzen schneller durch.
• Schräge Seiten nutzen die Sonne besser.
• Mehr Anbaufläche durch die schrägen Seiten.
• Rückenschonender ist es auch.
• Kostet außer Arbeit fast nichts.
Und der Haken?
• Oben trocknet es schneller aus.
• Nach 5 bis 6 Jahren sackt der Hügel zusammen. Dann muss man nachfüllen oder neu aufbauen.
• Wühlmäuse fühlen sich im lockeren Hügel sehr wohl – Wühlmaussperre einbauen.
Welche Pflanzen fühlen sich im Hügelbeet besonders wohl?
• Am Anfang alles, was viel Nährstoffe braucht; Z. B. Kürbis, Zucchini, Gurken, Sonnenblumen lieben die Wärme und die frischen Nährstoffe.
• Tipp: Kürbis und Zucchini an den Rand pflanzen.
• In nicht mehr ganz so frisches Hügelbeet wächst auch alles andere.
Vom Hügel geht’s jetzt in die Tiefe: Was ist ein Trichterbeet?
• Rundes Beet mit Vertiefung.
• Wird auch Kraterbeet genannt.
• Wasser läuft automatisch in die Mitte.
• So wird’s gebaut: In der Mitte kegelförmig ausheben, aus dem Aushub einen Wall bilden.
• Norden Wall höher machen wegen Windschutz, Süden Wall niedriger wegen Sonne.
• Schützt Pflanzen vor Temperatur-Extremen und reduziert Wasserverbrauch.
Also perfekt für trockene Sommer?
• Ja. Gerade in trockenen oder windigen Regionen sehr praktisch.
• Mitte ist feucht und warm.
• Am Wall ist es trockener und windgeschützter
• Nachteil: Man muss viel Erde ausheben und stabil bauen, sonst rutscht die Erde ab.
Welche Pflanzen fühlen sich im Kraterbeet wohl?
• Mitte = feucht und windstill, warmer Boden
• Tomaten, Paprika, Auberginen, Melonen, Gurken, Zucchini, Basilikum.
• Hänge = trockener, Sonneneinstrahlung je nach Lage unterschiedlich
• Radieschen, Petersilie, Buschbohnen, Feldsalat, Zwiebeln, Möhren, Salate.
• Wallzone = trocken mit viel Sonne
• Bestens für Kräuter wie Salbei, Thymian, Oregano, Lavendel, sowie Wildstauden und insektenfreundliche Pflanzen wie Wegwarten, Natternkopf, Wiesensalbei, Katzenminze, Wilde Möhre, Hornklee, Storchschnabel, Gundermann.
Das hier klingt verrückt: Gemüse in Stroh pflanzen.
• Ja, das ist die Strohballen-Kultur. Wurde zufällig auf einem Bauernhof in den USA entdeckt.
• Joel Karsten hat beobachtet, dass kräftiges Unkraut in alten Strohballen besonders gut wächst.
• Ab den 1990er Jahren damit experimentiert, Pflanzen direkt in vorbereitete Strohballen zu setzen.
• Prinzip: Stroh verrottet und gibt Wärme ab. Vorteile:
• Man braucht keinen guten Gartenboden und die Pflanzen wachsen schneller.
• Keine Bodenbearbeitung und fast kein Unkraut jäten.
• Weniger Krankheiten, keine Bodenmüdigkeit.
• Nachteil: Braucht Vorbereitung, muss oft gegossen werden, enthält von sich aus kaum Nährstoffe.
• Funktioniert im Prinzip auch auf dem Balkon oder der Terrasse.
Wie legt man eine Strohballen-Kultur an?
• Strohballen (am besten Bio) an einen sonnigen Platz mit der Schnittseite nach oben in Reihen aufstellen.
• Die kleinen, quaderförmigen Strohballen bekommt man z.B. beim nächsten Reiterhof.
• 3-4 Wochen vor dem Pflanztermin mit dem „Aktivieren“ beginnen. Normalerweise streut man reichlich mineralischen Rasendünger auf die Ballen und gießt ordentlich.
• Naturgemäße Alternative: Neudorff Vegane Hornspäne (neudorff.de/produkte/azet-vegane-hornspaene)
• Ballen gut wässern, gute Portion (1 Tasse) Neudorff Vegane Hornspäne draufstreuen, eingießen.
• 2 Wochen lang alle zwei bis drei Tage wiederholen, bis Rotte begonnen hat (süßlicher Geruch).
• An Tagen ohne Dünger nur gießen; bei Regen abdecken, damit Nährstoffe nicht auswaschen.
• Danach 5 cm NeudoHum Tomaten- & GemüseErde (neudorff.de/produkte/neudohum-tomaten-und-gemu…) auf den Ballen aufbringen, andrücken.
• 3-4 Wochen nach dem Aufstellen ist der Ballen bepflanzbar: Aussäen oder Jungpflanzen setzen.
• Regelmäßig gießen! Stroh trocknet schnell aus.
• Am Ende der Saison das verrottete Stroh als Mulch oder Bodenverbesserung im Garten verteilen.
Welche Pflanzen kann ich in die Strohballen setzen?
• Z. B. Tomaten, Paprika, Salat, Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Schnittlauch. Möhren, Radieschen, Erdbeeren, Mangold, ….
• Nach 4-6 Wochen nachdüngen mit Azet Hochbeet- & GemüseDünger. (neudorff.de/produkte/azet-hochbeet-und-gemuese…)
Jetzt zu einem geheimnisvollen Beet: dem Schlüsselloch-Hochbeet. Was hat es damit auf sich?
• Sieht aus wie ein rundes Hochbeet mit einem Eingang in Schlüssellochform.
• In der Mitte steht ein Korb, in den man Grünschnitt/Küchenabfälle wirft (= Kompost)
• Beim Verrotten geben die Abfälle die Nährstoffe direkt ins Beet ab.
• Super effizient, platzsparend und durch den Eingang sind alle Stellen im Beet sind gut erreichbar.
Klingt genial. Aber gibt’s auch eine Schattenseite?
• Bau ist aufwendig: stabile Umrandung (ca. 80 hoch), Kompostbehälter, Schichtaufbau wie Hochbeet.
• Kompost muss gepflegt werden.
Und welche Pflanzen passen in das Schlüssellochbeet?
• Fruchtgemüse wie Tomaten, Auberginen, Paprika, Bohnen und Gurken.
• Blattgemüse wie Mangold, Spinat und Salate.
• Wurzelgemüse wie Karotten, Pastinaken und Zwiebeln.
• Nicht geeignet für Kräuter und Schwachzehrer (zu nährstoffreich).
Wie pflegt man ein Schlüssellochbeet?
• Mulchen hilft, Feuchtigkeit zu bewahren und Unkraut zu reduzieren.
• Gießen gerne durch den Kompostkorb in der Mitte
• Immer wieder Kompostmaterial in den Korb werfen.
Mehr Beetformen:
• Rahmenbeete mit Holz oder Stein.
• Klassische Flachbeete.
• Dekorative Kräuterspiralen.
• Ich würde sagen, das ist Stoff für eine weitere Episode!
3 Tipps
• Trau dich zu experimentieren!
• Denk daran: Verschiedene Beetformen brauchen unterschiedlich viel Pflege.
• Jedes Beet lebt und verändert sich – nach ein paar Jahren lohnt ein Neustart.