
E#101 ☝️Oktober Monthly Folge: Lobbyismus Gut und Böse - wer schreibt eigentlich hier die Gesetze?
Freitag, 3. Oktober 2025 · 42 min
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Shownotes
📝 Von Copy & Paste im Ministerium, Säbelzahn-Preisen an der Börse und der V2G als letzter Hoffnung.
Links zu Artikeln aus der Show:
• 10 Punkte Papier aus dem Ministerium zum Energiemonitoring (bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/D…)
• Artikel zum Lobbyismus (table.media/climate/analyse/monitoring-bericht…)
• Ankündigung der New Energy Alliance (new-energy-alliance.de)
• [Zwei Jahrzehnte Klimakostenforschung, präventiver Klimaschutz ](diw.de/de/diw01.c.974540.de/publikationen/woch…
)
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Willkommen zum Energiezone-Podcast. Mal wieder ein Manzli-Energiezone. Das haben ja Ilan und ich aufgrund unseres Gründerstresses sträflich vernachlässigt. Aber wir wollen das wieder aufnehmen, weil es passiert nämlich so viel in der Energiezone. Hallo Ilan, wie verbrauchst du gerade deinen Strom? Mit Kohle oder aus erneuerbaren Energien mitten in Berlin?
Moin Alex und hallo, herzlich willkommen an alle Energiezonis, Energiezone-Fenster draußen. Ja, ich sitze am, heute ist der Tag der Deutschen Einheit. Wir nehmen auch an Feiertagen auf, bei sonnigen, ich glaube so 10 Grad oder so. Deswegen gehe ich schwer davon aus, dass niedriger Verbrauch, hohe Stromerzeugung durch Solar-PV, ich wahrscheinlich relativ grün bin gerade.
Auch in Berlin, okay, weil ich gucke ja gerade auf mein sozusagen OpenWB-Dashboard und da sehe ich, wer der aktuelle Preis, den ich bezahlen müsste über Tipper, in dieser Stunde wären 21,7 Cent. Das ist, glaube ich, das ist ja schon inklusive Netzgebühren. Das heißt, der Strompreis an der Börse dürfte bei ungefähr 0 Euro liegen, finde ich mir schon. schon als Unwesende, Grenze 20, 21 Cent bei mir.
Aber ich habe gelesen bei Armanien im Post, die Stundenzielweise, die ist schon veraltet. Demnächst gibt es jetzt Viertelstundenzielweise. Kannst du mir erst mal erklären, was das jetzt genau bringen soll? Ich fand Stunden schon relativ kleinteilig.
Ja, stimmt. Also im Vergleich zu vielen anderen Dingen, die man so handelt, ist der Wert des Stroms und die Preisbildung an den Märkten. Zumindest das, was wir bisher immer gesehen haben, natürlich, ja, höher frequent oder höher aufgelöst, als man das so kennt. Andererseits, wenn man jetzt irgendwie eine Aktie, wenn man einen Preis von einer Aktie an der Börse verfolgt, ändert sich das ja auch schneller als, also angeboten Nachfrage im Gleichgewicht, als jetzt nur so stündlich. Also genau.
Thema viertelstündliches Day-Ahead-Clearing. Genau, das hat bei den Leuten, die traden, wie zum Beispiel FlexPower und viele andere natürlich auch für richtig Puls gesorgt. Und es ging auch durch LinkedIn. Ich glaube, Amani, Leon hat auch ein paar gute Poster dazu gemacht. Und es war einfach der Wechsel von viertelstündlich, was wir im, Also von stündlich auf viertelstündlich, weil wir hatten im Day-Ahead-Markt noch stündlich, aber in den Märkten, die danach folgen, also den Intraday und Intraday Continuous und so hatten wir auch schon viertelstündlich.
Deswegen war es auch ein bisschen sozusagen unterschiedliche Trading-Floors, unterschiedliche Trading-Zeitfenster, unterschiedliche Granularitäten. Im Terminmarkt handeln wir ja sozusagen noch viel kruder. Da ist, glaubt es, die kürzeste Frist sind sozusagen Wochenprodukte. Also die liquidesten sind die Jahresprodukte, Base und Peak einfach für Belieferung über das ganze Jahr.
Dann kommt quartärlich, das ist auch immer noch so mit drei Quartalen im Voraus irgendwie einigermaßen liquide. Und dann die Monats- und Wochenprodukte, die werden schon ziemlich illiquide. Also da gibt es nicht mehr genügend Angebot und Nachfrage, dass die Preisbildung irgendwie super ist. Genau. Und Armani hat das, glaube ich, ganz cool oder Flexpower als Company auch so ein bisschen mit Live-Ticker-Atmosphäre da.
Auf LinkedIn angepriesen. Die haben ja das begleitet so ein bisschen wie so ein Sportereignis, wie so ein Live-Forten. Erst mit einer Wette auf LinkedIn, wer den Preisspread zwischen zwei Viertelstunden richtig tippt, weil es eben durch diese Umstellung einfach immer noch sozusagen Umstellungseffekte gibt und der Gewinn war dann irgendwie ein Flexpower-Hoodie oder so und dann die Analyse am Tag danach, da stand wohl der halbe Trading-Floor bei denen gebannt, auch an dem Bildschirm und was kam da raus?
Naja, genau das, was so die Profis ein bisschen erwartet haben, dass es so krasse Preiszacken gibt, die Trader nennen das so Säbelzahnmuster und das konkrete Beispiel und die Relevanz, um es einfach nochmal klar zu machen. An einem Punkt gab es so einen Preissprung von 96 Euro pro Megawattstunde von einer Viertelstunde zur nächsten.
Und wir haben sozusagen allgemein, also am Terminmarkt haben wir irgendwas zwischen 70 und 90 Euro pro Megawattstunde. Und dann untertägig, Day-Ahead kennt man ja auch schon, da hat man schon mal negative Preise und auch mal irgendwie ein paar hundert Euro, 300, 400 Euro vielleicht so im Extremen mal.
Also es gibt es schon, aber das sind dann schon starke Sprünge. Also mit 96 Euro pro Meter Stunde echt viel. Und warum ist das für alle da draußen, die nicht den ganzen Tag auf dem Trading-Screen starren, irgendwie trotzdem auch ein bisschen wissig? Naja, ganz einfach, die Preissprünge sind letztendlich pures Gold für jeden, der Flexibilität hat.
Also auch für Industriegroßverbraucher, die die Flexibilität haben. Stell dir vor, du hast ein Kühlhaus, die sehen, dass der Strom die nächsten 15 Minuten sau teuer wird. Also was machen die? Sollten die machen, auf jeden Fall, so mit Incentive oder irgendwelchen anderen, einfach mal die Kühlung anschalten, also abschalten für eine Viertelstunde, wenn es teuer wird oder wenn es günstiger wird, halt stärker anschreiben.
Aber die Preise kommen ja immer noch aus einer Zent... Wir haben ja immer noch eine Strompreiszzone in Deutschland. Das heißt, es könnte ja physisch durchaus sein, dass da, wo das Kühlhaus steht, durchaus auch in der teuren Viertelstunde Überschuss von Strom aus Wind und Solar da ist. Aber weil wir jetzt zentral konsolidierte Strompreiszone haben, entsteht quasi dieser Preiszacke.
Also es ist quasi irrational, es ist quasi ein Börseneffekt, aber es ist nicht unbedingt der physische Effekt, den das abbildet, lokal.
Genau, klar. Wir haben halt die eine Geburtszone, die eine Preiszone. Und wir sagen, wir machen Handel für ganz Deutschland.
Aber da hätte ich mal quasi eine Frage, was deine Prognose angeht. Ich hatte vor kurzem einen Artikel gelesen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von der Hanna Decker. Da wurde so ein bisschen darüber geredet, dass man das Stromnetz gar nicht so stark ausbauen muss. Heute wird das Stromnetz ja so ausgebaut, dass jeder Solarpark, jede Windkraftpark wird ja immer mit der Spitzenleistung angebunden an Stromnetz.
Das heißt, das Stromnetz muss dann auch diese, keine Ahnung, 50 Megawatt verkraften können in der Spitze, aber die findet ja nur selten statt, diese Spitzenleistung. Das heißt, man könnte auch doppelt dreifach überbauen. Zum Beispiel bei Solar wäre das ja gar kein Problem. Dann gibt es natürlich in den sonnigen Monaten weniger Einspeisemöglichkeiten, aber da ist der Strom sowieso wertlos, weil sozusagen Negativpreise.
Dafür gibt es dann in den Wintermonaten viel mehr Strom. Da könnte man dann den gleichen Trafos einfach drei, vier, fünfmal so viel Solar bauen. Ich hätte gedacht, das machen die schon. Das ist ja total unsinnig, immer zum Spitzenstrom das anzubinden. Würde sowas dazu führen, dass dieses Säbelzahnmuster flacher wird, weil dann länger und öfter günstiger Strom zur Verfügung stehen würde?
Ja, also ich glaube, es gibt ja verschiedene Erklärungsansätze, warum es diese Sprünge gibt. Der eine hat natürlich sicher auch irgendwas mit Netzrestriktionen zu tun. Und der andere ist aber auch, dass es einfach sowas wie Betriebsrestriktionen von konventionellen Kraftwerken gibt. Man nennt es Startup Shutdown Costs oder so Rampen, also man kann sozusagen nicht beliebig schnell ein- und ausschalten, sondern man kann das nur in einer gewissen Geschwindigkeit und das war eben auch ein bisschen der Kern der Nachrichten von Leon in seinen Posts, dass das aber teilweise trotzdem irrational ist, wenn man, so bietet, also dass es da ökonomisch sinnvollere Preis- oder, Bietstrategien gibt für die Überbauung, also du sagst, Wenn ich überbaue und
dann aber einfach lokal abregele, dann habe ich so einen kontinuierlichen, also durch die Abregelung glaubst du, dass du das dann als Profil plättest oder so, ne?
Weil ich habe quasi ja viel länger über den Tag verteilt, über das Jahr verteilt, Strom zur Verfügung. Das kann sich jeder gut vorstellen, man kann das ja auch privat planen. Man kann ja sagen, ich habe zwar eine 10 Kilowatt Peak Solaranlage, aber die macht das irgendwie nur, keine Ahnung, 100 Stunden im Jahr, diese 10 Kilowatt Peak.
Im Winter kommt da nichts. Wenn mein Dach viermal so groß ist, gar kein Problem, speise ich trotzdem maximal 10 Kilowatt Peak ein, habe aber im Winter ein bisschen mehr Strom, weil halt das Bauen dieser Anlagen so günstig geworden ist. Also vor allem ja in der Fläche ist ja noch viel billiger. Da reden wir ja von sozusagen sehr wenigen Euros, die dann quasi ein Kilowatt-Peak dann noch dann irgendwie kostet.
Und das fand ich eigentlich ganz spannend. Also frag mich halt, je mehr regelbare erneuerbare Energie im Markt ist, je mehr Batterien angeschlossen ist, desto weniger Säbelzahlenprofil, desto unglücklicher ist der Armani. Sozusagen das wird sicherlich noch viele Jahre dauern. Das ist ja wahrscheinlich auch in der Trader-Rente schon, bis das ausgebaut ist. weil Gaskarte jetzt ja dagegen steuert, aber die sprechen wir gleich nochmal drüber.
Aber genau, ich fand es aber total irrational, dass wir das Netz quasi so teuer ausbauen, weil Das muss ja ein Incentive sein, ein Interesse, was von den Übertragungsnetzbetreibern kommt, damit sie möglichst viele Zuschüsse bekommen für Netzausbau und dann sagen, nee, wir wollen das eigentlich immer, dass die Maximallast angeschlossen wird, aber das macht ja bei Erneuerbaren gar nicht so viel Sinn.
Zum einen kann man eine Batterie daneben bauen, dann kannst du es sowieso schon glätten und du kannst es noch deutlich überbauen, dann wird es ja vom Spiel fast wie ein Grundlastkraftwerk lang.
Absolut. Aber woher kommt es? Das sind halt etablierte Mechanismen, sehr sicherheitsorientierte Mechanismen, die sich über viele Jahrzehnte etabliert haben, wie man Netzplanung macht und das, was du sagst, sind ja neuere Effekte und in der Zeitrechnung von Regulierungsbehörden und von Netzbetreibern, die irgendwie Assets bauen für 30, 40 Jahre, 50 Jahre Betrieb, ist es so, ja, was in den letzten drei bis fünf Jahren in Kostendigressionen und Möglichkeiten entstanden sind durch günstige Batterien und durch günstige Erneuerbare, ist ja sozusagen also in einem Windballschlag, gerade eben erst passiert und deswegen nur um eine kleine Lanze für die auch zu brechen, dass das sich wahrscheinlich noch nicht angepasst hat, sollte schneller gehen,
aber kriegen wir wahrscheinlich irgendwann auch.
Aber ich habe quasi eine gute Nachricht gefunden für den Armani, die das Säbelzahlenprofil nach vorne wieder verstärkt. Und zwar haben wir jetzt ja eine Wirtschaftsministerin, die sagt, komm, Gas zurück, lass uns wieder abhängig machen von Russland und den USA. Wir brauchen mehr grundlastfähige Gaskraftwerke und da hat es ja auch starke Lobbyisten an ihrer Seite, wo, glaube ich, alle, die so ein bisschen Ahnung haben von diesem Markt, die Hände und den Kopf zusammenschlagen.
Sogar die Menschen aus dem Wirtschaftsrat sagen, das kann ja gar nicht sein. Und da hast du ein interessantes Papier gefunden, was möglicherweise ihr Interesse offenlegt.
Ja, also ich habe das schon so munkeln hören in Berlin, wenn man sich zum Land trifft und irgendwie in der Energiebubble spricht. Aber genau, jetzt habe ich auch einen Artikel dazu gefunden. Ein Journalist hat sich sozusagen rausgetraut damit. Ähm, genau kleiner Lobby-Krimi aus Berlin der es, wie ich finde, in sich hat und du weißt ja wir schauen immer genau hin und wer wir wollen.
Es ja verstehen, wenn Gas die bessere Lösung ist für uns alle, sagen wir hier bei Energiezone Gas first gar kein Problem genau,
Genau und genau, diese Woche ich glaube letzte Woche war das jetzt schon sah es so aus als ja, als, RWE und E.ON da irgendwie größere Aufmerksamkeit von BME oder von Gaskarty bekommen haben. Genau, also pass auf, Wirtschaftsministerin, Katharina Reiche stellt den offiziellen Energiewende-Monitoring-Bericht vor, also die, das war so vor drei oder vier Wochen oder so, als die große offizielle Analyse, wo wir stehen und wenn wir jetzt mehr Realismus brauchen und vielleicht weniger erneuerbar, mehr Gas oder so, mal gucken, wie das dann wirklich am Ende kommt, aber gleichzeitig legt sie aber auch einen eigenen Zehn-Punkte-Plan vor und das war so ein bisschen schräg, weil, also es gab halt diese Studien, die ja vom EWI.
Maßnahmen zum Monitoring-Bericht verlinken, die habe ich hier gerade gefunden, verlinken wir in den Shownotes, ja.
Genau, und das war so ein bisschen schräg, weil irgendwie, es gab halt diesen Bericht und der wurde halt irgendwie wissenschaftlich erstellt und da waren jetzt auch gar nicht so viele krass überraschende, Gas-News drin, sozusagen, oder Dinge, die abweichen von dem Stand der Technik oder Stand des Wissens und, ja, sie legt diesen 10 Punktefahren vor auf den Tisch und das Kuriose war so ein bisschen, die eigenen Fachleute aus dem Ministerium, Da habe ich auch mit ein paar sprechen können.
Die kannten diesen Plan nicht oder kaum und wurden einständig irgendwie so zum Kaffeekochen geschickt, während im kleinen Kreis der Ministerin diese Papiere geschrieben wurden. Und das ist untypisch. Ja, normalerweise geht das ja durch die Hierarchien und muss von allen gegengekritzelt werden und so.
Und dann, ja, weiß ich nicht, wo das fast schon ein bisschen dreist, man muss kein Plagiatsjäger sein, um zu sehen, wo die Inspiration für dieses 10-Punkte-Papier herkommt. Es gibt so ein Positionspapier von RWE und E.ON aus dem Frühjahr irgendwie. Und ich gebe dir mal zwei Beispiele. Also RWE und E.ON schreiben, weit über 15.000 Rechtsnormen belasten die Energiewende.
Das Ministerium schreibt dann, über 15.000 Rechtsnormen stellen die Energiewende auf den Prüfstand. RWE und E.ON fordern, man sollte Leitplanken setzen. Und das Ministerium fordert klare Leitplanken statt die Detailsteuerung. Das ist kein Zufall, dass das jetzt sozusagen fast eine Blaupause. Und der entscheidende Punkt war Wasserstoff. Und am kritischsten wird es eben da.
Da hat das Ministerium quasi die komplette Wunschliste der Konzerne übernommen. Punkt eins, strenge Definition von grünem Wasserstoff zu aufgeweicht werden. Punkt zwei, Kohlenstoff am Wasserstoff, also blauer Wasserstoff aus Erdgas mit CCS wird gleichberechtigt. Und das ist ja alles fein. Die Meinung kann man ja vertreten. Aber Punkt drei, die heimischen Ausbauziele für Elektrolyseure werden durch flexible Ziele ersetzt, was die höfliche Umschreibung für, wir begraben jetzt das Ziel der heimischen Produktion ist.
Ja, und deswegen so ein bisschen, also die Vermutung liegt nahe, während also dieser offizielle Monitoringbericht, den die Ministerin selbst, die Ministerin selber vorgestellt hat, vor genau diesen Dingen warnt und mehr Wettbewerb fordert, macht ihr Plan das genaue Gegenteil. so ein bisschen. Und da muss man sich schon fragen, Alex, ist das jetzt noch cleverer Lobbyismus oder hat man die Energiepolitik da direkt...
Ja, das ist natürlich ein bisschen plump. Plumper, als Jens Spahn das macht. Vielleicht sollte sie sich mit ihm unterhalten. Da kann es ja meistens noch zwei, drei Jahre verbergen. Aber es passt natürlich quasi zur Partei. Aber es ist natürlich sozusagen ungünstig. Es gibt ja auch viele, die deutlich schlauer sind, auch in diesem Umfeld.
Ist natürlich total dämlich, Danke. Das so zu machen, das wird ja jetzt jeder vorholen, bei jeder möglichen Gelegenheit ihr Lobbyismus vorwerfen und daran wird sie dann irgendwann auch sozusagen zerbrechen. Das ist ja auch ein bisschen dämlich. Ich glaube, es ist auch dumm von E.ON und den anderen, sie so zu instrumentalisieren.
Das ist ja noch nicht mal mehr verdeckt. Das ist ja nur offensichtlich. Aber gut, müssen sie selber wissen, was sie da irgendwie vorhaben. Der Ausbau der Gaskraftwerke wird ja wahrscheinlich in Europa scheitern.
Es geht meistens dann durch die Hintertür durch Europa, dass man sowas dann einfängt, wieder auch aus den Ministerienstrukturen. Aber ich war, ja, Lobbyismus gab es schon immer, aber es ist halt irgendwie jetzt so really in your face.
Wir kommen nachher nochmal zum anderen Lobbyismusbeispiel, was ich auch sozusagen gut finde. Und wir hatten ja hier im Podcast, aber nicht hier im Podcast, aber im Partner-Podcast Kassenzone mit Thomas Heimann sozusagen gelernt, Lobbyismus ist ja die einzige Art und Weise oder die effizienteste Art und Weise auch Politik zu beeinflussen und die Dinge, die einem wichtig sind, Unternehmen oder Industrie oder Bürgern, nach oben zu bringen.
Und das lauteste Gewinn, so funktioniert nun mal auch sozusagen Regierung. Nicht das beste Gewinn, das muss man, glaube ich, akzeptieren. Und deswegen sehe ich das sportlich, aber es ist natürlich schon sozusagen, wenn es mit dem Fußballvergleich ist, wie so eine Schwalbe, ohne dass 20 Meter in der Nähe ein Gegenspieler steht.
Dann ist ja schon relativ klar, dass das eine Schwalbe ist. Das ist ziemlich dumm. Aber okay, fair enough. Lass du was Positiverem kommen. Du hast was über Klimakosten gelesen. Wenn ich dich in Erinnerung habe, hier im Vorgespräch sagst du, es macht Sinn, in Klimaschutz zu investieren. Korrekt? Und ich sage dir mal, warum das nicht schlau ist.
Warte mal, du kommst dann bestimmt mit Resilienz und Unabhängigkeit und so.
Nein, nein. Vielleicht doch.
Okay, aber genau, das ist ein Thema, ich dachte jetzt eigentlich wie für dich gemacht, ehrlicherweise, weil wenn ich mich richtig erinnere, dann predigst du ja immer mal wieder auch, wir müssen weg von diesem, ich sag mal, Weltverbesserer-Gerede und knallharte Wirtschaftszahlen auf den Tisch legen. Darauf kommt es an und wenn es um Energiewende geht, also ich würde sagen, der DIW hat geliefert und zwar ziemlich gut.
Beim DIW gibt es so ein Format, das nennt sich Wochenbericht, das ist dann immer nicht ganz so ein Riesenbericht, sondern irgendwie gut aufbereitet, auch in kürzerer, schlankerer Form, aber sehr wissenschaftlich fundiert. Ganz viele Studien von denen und von anderen fließen dann da ein. Also wer sozusagen nicht komplett abgeneigt ist, auch mal ein bisschen wissenschaftlicher zu lesen und mal von Bild und Spiegel und so wegkommt, das ist eigentlich ein schönes Einstiegsformat in wissenschaftliche Kommunikation.
Halte ich fest, allein in Deutschland hatten wir bis 2021 schon 145 Milliarden Euro an realisierten Klimaschäden. Und das ist ziemlich gut belegt. Also man kann sozusagen sagen, keine Ahnung, Flut im Ahrtal, wie viele Häuser sind überschwemmt worden, müssen neu gebaut werden und keine Ahnung, wie viel kostet es, den ganzen Müll wegzuräumen und so.
Also sozusagen ziemlich harte Kosten, die man gut belegen kann. Und was schon irgendwie überraschend ist oder spannend ist, dass es da eine Beschleunigung gibt. Also 80 Milliarden davon sind allein seit 2018 angefallen. Und das ist keine schleichende Entwicklung mehr, sondern das ist irgendwie einfach eine Kostenexplosion, die wir, wenn wir wollen und ehrlich hinschauen und uns Daten anschauen, einfach gerade live miterleben können.
Und jetzt, Achtung, Business Case für Klimaschutz. Der Nutzen, also Kostenseite haben wir, Nutzen ist, jetzt sozusagen kommt die Zahl, die man sich eigentlich irgendwie besonders doll merken sollte, der Nutzen, also sozusagen das Nutzen-Kosten-Verhältnis von Klimaschutzmann liegt laut der Studie zwischen 1,8 und 4,8 und im Klartext heißt das dann, jeder einzelne Euro, den wir heute in die Hand nehmen, um den Klimawandel zu bekämpfen, zahlt sich volkswirtschaftlich aus mit fast dem doppelten bis fünffachen.
Positiv und das bedeutet, also wie die das herleiten, kann man da nochmal genauer nachlesen, aber da guckt natürlich sozusagen, wie viel kosten uns die Erneuerbaren, wie viel bringen sie, wie viel Gas verdrängen sie und wie viel teurere Technologien verdrängen sie und solche Themen und auch, Also selbst wenn man sozusagen nach Forward-Looking nicht wirklich glaubt, dass, keine Ahnung, die Tonne CO2, die emittiert werden soll, irgendwie 800 Euro statt 300 Euro bepreist sein soll, dann kann man sich halt sozusagen nach hinten ganz gut angucken, weil man eben die Klimakosten, die ja vorher auch geschätzt wurden vor 10, 20, 30 Jahren oder so, die wurden ja geschätzt auch von Wissenschaftlern, die sind halt ziemlich genauso eingetreten, also diese 145 Milliarden.
Und das finde ich so irgendwie spannend und ja, das sind ja die richtig fiesen Risiken und die sind da noch gar nicht mehr drin, also so die ganzen berühmten Kipppunkte und so, die sind noch nicht mit eingepreist. Also Fazit ist meines Erachtens brutal und relativ klar. Die Frage ist nicht mehr so richtig, ob wir Klimaschutz uns leisten können, sondern ob wir uns für uns leisten können, bei der Umsetzung zu zögern.
Und ja, meines Erachtens Zahlen sind da. Was hält uns ab, deiner Meinung nach, Alex?
Wie würdest du darüber sprechen? Es fällt ab, die Übersetzung von volkswirtschaftlichen Nutzen zu betriebswirtschaftlichen, also mikroökonomischen Nutzen. Nur weil es dann der Volkswirtschaft irgendwie besser geht, heißt das jetzt ja nicht, dass ein Unternehmen, was auf grüne Energie umstellt, davon irgendwie was direkt hat.
Also die direkte Verbindung ist halt schwierig. dass es für die Volkswirtschaft gut ist, ist, glaube ich, smart und ist, glaube ich, sogar unbestritten. Aber im Detail kostet es ja Unternehmen erst mal Geld, also eine Individualausgabe, und alle haben etwas davon, weil Risiken werden ja in der Regel über die Gesellschaft versichert Und diese geringeren Kosten oder die Schäden sind ja Risiken, das sind ja keine Gewinne, Es sind ja Risiken, die nicht eingetreten wären, hätten wir besser in Klimaschutz investiert, gesamtwirtschaftlich.
Das heißt, es gibt eine Entkopplung zwischen individuellem Investment, mit gesellschaftlichem Nutzen. Das macht es halt schwer für Unternehmen. Bedeutet aber natürlich, dass auf der politischen Ebene nach oben gezogen wird. Du hast es ja vorhin schon genannt, Resilienz und Dezentralität. Dezentralität finde ich deshalb spannend, kommen wir nochmal zu in dem New Energy Ding, was da rausgebracht wurde.
Das können Leute richtig anfassen. Die wissen, okay, wenn ich hier eine Windkraftanlage in meinem Dorf gebaut wird und ich jetzt irgendwie 5 Cent weniger zahle, haben die einen ganz anderen Blick da drauf. Und Resilienz ist, glaube ich, das Ding der Stunde. Du hast jetzt jeden Tag irgendwelche Drohnenthemen.
Der Flughafen steht still und du kannst jetzt relativ viel packen unter wir müssen unabhängiger werden, wir dürfen nicht mehr angreifbar sein, irgendwelche Pipelines müssen uns egal sein, jedes Dorf kann das gallische Dorf sein, was unabhängig ist und es ist übrigens auch billiger. Das ist ja das, was mich am meisten immer rastcht hat, auch in den Podcasten im letzten Jahr.
Es ist ja mittlerweile für einige Industrieunternehmen billiger, sich ein Inselstromnetz zu bauen, also inwieweit Baubetrieb und Co. Und dann vielleicht noch ein bisschen Weiterverkauf an die Nachbarn, als vom Netz zu kaufen. Das zeigt ja schon sehr deutlich, wie ineffizient eigentlich unsere sozusagen Netz- und Erzeugungskapazitäten gebaut werden.
Also da haben ja quasi die Kritiker schon einen Punkt. So wie wir das heute bauen mit den Netzkosten, macht das eigentlich nach vorne keinen Sinn. Dann macht es schon fast Sinn, sich zu entkoppeln und dann selber Strombetreiber zu werden, wenn man in so einem Industrieumfeld lebt, wo man dann auf einen ein paar großen Batterien, ein bisschen Windkraft, Solar auf allen Dächern, dann den Strom erzeugt. Das ist jetzt sicherlich keine Lösung für die Aluhütte, Aber für die allermeisten reicht das wahrscheinlich aus. Das wäre so mein Punkt. Okay.
Ja, fair Punkt.
Ja, aber wir haben noch mehr Themen. Es reicht ja hier nicht, dass wir hier mit nur ein, zwei Themen vorankommen, sondern ich habe noch auf jeden Fall zwei Themen mitgebracht.
Mach du mal, weil ich habe hier noch Kernfusion. Das ist vielleicht ein guter Abschluss.
Ich dachte, das Thema haben wir schon beerdigt.
Ja, aber lass zum Schluss machen.
Profiteure ever. Wir haben doch schon überall Solarenergie und das ist ja eine Form von Kernfusions-Ernte für diejenigen, denen das nicht mehr bewusst machen sollte.
Ja, aber ich glaube, also sozusagen ist es ein bisschen jetzt weiter weg von den anderen Themen. Ich mache es gerne zum Schluss nochmal kurz und knapp, aber lass gerne zum bidirektionalen oder zu der New Energy Studie weitergehen und dann schließe ich ab.
Genau, lass mal bidirektional machen. Also BMW hat ja ein neues Auto rausgebracht, den iX3 oder generell der Auto-Plattform. Und was mich überrascht hat dabei ist, sie kommen jetzt nicht nur mit einem neuen Auto, was jetzt auch wieder auf dem Niveau ist der chinesischen Herausforderer, bisschen teurer natürlich, aber Ladeinfrastruktur, also Ladeleistung und Ausstattung und auch Cockback, alles extrem modern.
Sie sagen auch, hey, lieber BMW-Kunde, ab dem nächsten Jahr, glaube ich, kannst du dir hier auch unsere bidirektionale Wallbox mitnutzen. Kostet auch nur 2.000 Euro, also viel billiger als alles, was es heute am Markt gibt. Und dann kommt noch ein Stromtarif von, ich glaube, E.ON mit dazu und schon kannst du dein Auto als Batterie nutzen und hast einen deutlich günstigeren Strompreis.
Das finde ich schon krass. Ich hätte gedacht, das ist noch viele, viele Jahre weg, dass das jetzt quasi als Komplettlösung kommt von BMW und ja sehr wahrscheinlich auch von Mercedes dann mit den neuen Autos. Ergibt für mich nochmal so ein ganz neues Momentum für die Batteriewende. Wenn jetzt wirklich, das sind ja alles dann große Autos, immer so 80 Kilowattstunden Batterien, wenn da mal ein paar 10.000 im Markt am Stromnetz hängen und von den großen Versorgern quasi als Pufferspeicher mitgenutzt werden können, dann könnte das tatsächlich dazu führen, dass der Strom doch deutlich schneller geglättet wird. Also weniger Säbelzahnprofil.
Schlechte Nachricht wieder für Armani. Also zwei schlechte, eine gute heute.
So vielleicht vermarktet er ja dann die Autobatterien und kriegt dann dann ein Malo drauf.
Ich persönlich als DIY-Bastler würde natürlich daran stören, dass das wieder so eine geschlossene Lösung ist. Also ich brauche das Auto von BMW, die Wallbox von BMW, den Stromtarif dann im Zusammenspiel. Und da muss ich mir dann, dann weiß ich jetzt noch nicht genau, wie ich mein eigenes EMS da irgendwie reinbringe. egal ob es jetzt über Grid X läuft oder 1,5.
Aber es ist ja auf jeden Fall ein Thema, was ich auch nochmal mit Philipp Schröder besprechen würde, wie die da drauf schauen oder ob sie lobbyieren, dass das auch ein offener Standard wird. Das war für mich eigentlich so der größte Aha-Moment bei der Veröffentlichung der neuen Klasse.
Bist du mal BMW gefahren?
Bin ich mal BMW gefahren, im Taxi sicherlich und als Mietauto. Ansonsten war es für mich immer eine Marke, die relativ weit hinten ran hing, jetzt wie Audi auch, also technisch abgehängt, vor allem beim Bereich E-Mobilität. Aber die neue Klasse finde ich jetzt wieder sehr, sehr spannend, was sie da machen. Vor allem das neue Compa-Design spricht mich an.
Ob das jetzt massenmarktfähig ist, da wetten sie ja drauf. Bin ich gespannt. Das ist wirklich ein sehr progressiver Move am Ende. Aber die Designs mit diesen Riesen-Nieren, das hat mir nie so gefallen. Du, bist du BMW-Boy?
Nee, ich bin auch bei den anderen Süddeutschen bisher gewesen.
Aber da vergleiche ich noch mal eine kleine Anekdote. Ich bin ja quasi sozusagen großer Leser des MyDeals-Forums und sehe da immer die Deals. Ich glaube, es gibt keine Automarke, die so stark verloren hat im Ansehen wie Audi, wenn es um die Elektromobilität gibt. Und da war, letztens war jetzt da ein Audi Q4, also sozusagen ein E-Audi, ein E-Tron, wenn ist das Q4? Also nicht die 6er-Größe.
80 Kilowatt-Schwunden-Batterie für 35.000 Euro. Denkt man ja, das ist ein geiler Preis. Ich meine, dann halt für 35.000 Euro schon einen relativ großen Audi, können irgendwie so viele Leute mitfahren. Ich glaube, es gibt kaum Autos, die so schlecht besprochen werden wie die e-Trons, weil die müssen wirklich so schlecht sein, was Reichweite und Software und auch Verarbeitung angeht.
Ich glaube, keine Marke hat so hart aufs Mauer bekommen wie Audi in den letzten Jahren. Da bin ich mal gespannt, wie da der Befreiungsschlag aussieht. Klar, die hängen auch in dem Volkswagen-Konzern drin mit diesen ganzen Plattformen, aber der Skoda Enyaq wird ja auch positiv besprochen, der ID.7 wird positiv besprochen, aber überall, wo e-tron dran klebt, melden sich direkt 20 e-tron-Fahrer, die sagen, ja, hatte ich auch, nie wieder würde ich nur noch mit Zuzahlung nutzen von Audi. schon ganz wichtig.
Deswegen finde ich es cool, dass BMW mal so einen progressiven Move macht und jetzt wirklich bidirektionelles Laden, große Batterien in Haushalte bringt, die dann zentralisiert werden. Das hat ja Octopus Energy macht das ja auch mit BYD in UK. Da gibt es, glaube ich, so einen Deal, da kannst du ein BYD-Seal, glaube ich, kriegst du subventioniert und 12.000 Kilometer kostenlos Ladeleistung, wenn du das Auto mindestens 20 Tage im Monat für jeweils 10 Stunden am Stromnetz hast.
Das dürfte fast jeder schaffen, der irgendwie ein Haus hat mit einer Ladestation. Wenn das jetzt ein Markt ist, der sich öffnet, auch über dieses Voranschreiten von BMW, finde ich total cool, super positiv, dass da jemand diese Initiative nimmt und ja auch jetzt in Vorleistung gegangen ist beim Thema Ingenieursleistung und jetzt Gleichstrom, Wallboxen zu so einem Preis rausbringt. Die waren aber gar nicht verfügbar.
Also Vorleistung ist ein großes Wort. Also ich habe es ja auch schon öfter gesagt hier im Podcast. Ich bin grundsätzlich ziemlich enttäuscht mit der deutschen Automobilindustrie, weil ich habe irgendwie 2008 zum ersten Mal über Elektroautos nachgedacht in meiner Abschlussarbeit. Und so, wenn man denkt irgendwie deutsche Ingenieurskunst und so, wir waren da immer Vorreiter, das irgendwie so langsam und so schleppen, jetzt ist 2025 und jetzt kommen sie mal endlich.
Ich glaube, es wird höchste Zeit, weil wenn du zum Beispiel anguckst in Norwegen, Da gibt es ja super viele Zulassungen, fast 100 Prozent jetzt, der Neuzulassungen sind elektrisch einfach. Irgendwie so, es war doch irgendwie absehbar und genau, ich fand es irgendwie insgesamt ziemlich langsam und langweilig, was da gekommen ist.
Von daher gut, dass BMW kommt und ich musste bei der BMW-Meldung sofort an unsere Folge mit Johanna von jetzt Neon, aber vorher TUM, also Unternehmertum München und Markus von dem Mobilityhaus denken, weil, genau, die haben ja damit bei diesem Projekt Grids & Benefits darüber gesprochen, auch was da die Potenzial ist und wer da nochmal genauer nachhören will, ich weiß nicht, vielleicht vor irgendwas 95, 96 oder so war, das müsste das gewesen sein, muss man reingucken, aber da, ja, von daher, cool, wenn BMW jetzt erste Serienfahrzeuge da auch wirklich lieb hat, was die technisch League-to-Grid können und dann da den Hardwarebeweis liefern.
Okay, jetzt aber noch zum eigentlich wichtigsten Thema, weswegen wir gesagt haben, wir brauchen eigentlich eine neue Folge Manzli. Wir haben das jetzt auf allen Kanälen gesehen. Und zwar kam jetzt von Roland Berger geleitet eine neue Studie raus. Im Auftrag von Enpal übrigens, aber in Partnerschaft mit 1,5, Octopus, O-Strom, GridX, Bosch, Eli, Techam, Termondo, Tibber, die gesagt haben, alle sind mit dabei, die gesagt haben, wenn wir jetzt mal ein bisschen Gas geben zum Thema dezentrale Lösungen, dann können wir volkswirtschaftlich 250 Milliarden Euro hebeln.
Da habe ich gesagt, so geil, warum machen die das denn nicht schon seit ein paar Jahren? Die ganzen großen Konzerne kriegen die einen Studie nach der nächsten sozusagen die Gaskarte, die einfach kopiert, offensichtlich. Warum bauen denn jetzt die erneuerbaren Energieanbieter nicht sozusagen Kopiervorlagen, nennen wir es mal, die dann sozusagen übernommen werden können in die politische Programme?
Und das fand ich extrem cool. Die Studie verlinken wir natürlich auch. Hast du mal reingeschaut? Hast du mal Gelegenheit, Gab zu lesen?
Ja, irgendwie 13 Milliarden Euro jährlicher gesamtwirtschaftlicher Mehrwert, 50 Prozent geringere Energiekosten für Haushalte und KMU, 100.000 neue Arbeitsplätze waren so die Stichpunkte, die ich mitgebracht habe. Aber was ich cool fand, es waren halt wirklich, also ich meine 1,5, also dieses Foto, wo die alle da stehen.
Also 50 oder ne, warte mal. Ich glaube 6, ne, 4 von 6, 5 von 6 waren bei uns schon im Podcast. Also wir scheinen auf jeden Fall die richtigen Leute zu interviewen.
Wir laden natürlich weiterhin auch sozusagen die Gasinteressen. Ich würde sehr gerne mal verstehen, warum diese Grundlastfähigkeit da so beschrieben wird. Vielleicht verstehen wir auch irgendwas nicht und uns kann da vielleicht geholfen.
Aber es ist schon interessant, also als wir angefangen haben mit Philipp Podcasts aufzunehmen und mit den Octopus und dann Empire war ja auch mit Benny Merle und so, Irgendwie, wir haben die ja am Anfang schon als einfach starker Wettbewerber in einem sich entstehenden Markt irgendwie gesehen und jetzt treten sie halt so geschlossen auf und das ist, glaube ich, auch ein bisschen ein Zeichen der Zeit, dass die jetzt wirklich zusammenarbeiten und Lobby machen, um überhaupt da diese Ideen da weiter, dass die weiter Bestand haben.
Aber auch da, was ich in dieser Studie mir gewünscht hätte, wäre deutlich mehr Pochen auf Resilienz. Schön, also man kann doch jetzt durch die russischen Drohnenattacken und durch die Unzuverlässigkeit der USA, kann man doch so hart auf die Resilienzkeule kloppen und sagen, hey, das findet keiner in der Welt.
Also nicht ein Euro volkswirtschaftliche Leistung entsteht dadurch, dass wir hier eine Stunde Gas verbrennen. Das kommt nicht von uns, das wird geliefert. Das entsteht im Grunde nur, wenn wir dezentrale, hier erzeugte Energie und hier verteilte Energie nutzen. Es wird ja sehr stark über Dezentralität in dieser Studie gesprochen.
Es wird natürlich sehr stark über den volkswirtschaftlichen Nutzung gesprochen, also CapEx-Einsparungen sozusagen, also 30 Milliarden weniger für Netzausbau, 5 bis 10 Milliarden weniger für zentrale Backup-Kapazitäten. Und vielleicht das auch nochmal, damit das nicht falsch verstanden wird, also wir werden zentrale und dezentrale Backup-Kapazitäten brauchen.
Das wird in den Regionen, wo es viel Biogas gibt, wird das wahrscheinlich über eine Biogas-Lösung funktionieren. Das funktioniert aber jetzt auf größerer städtischen Ebene in der Regel nicht so gut. Dann wird man schon Gas brauchen, kurzfristig Erdgas, mittelfristig vielleicht Wasserstoff. Das wird sich noch zeigen, wenn sich das Elektro-Resource-Thema zeigt.
Aber da diese Ersparnis zu pushen und zu sagen, hey, wir können dann billiger wirtschaften. Ja, es liegt an uns, wenn wir das dezentral machen. Es liegt an uns, Flexibilität auszubauen, die am Ende uns gar nicht viel kostet. Also wie gesagt, das Kühlhausbeispiel, was du vorhin genannt hast, wenn das mal in 10 Minuten nicht läuft.
Sind das nur 0,2 Grad weniger oder mehr Temperatur, aber spielt für die Kühlung jetzt gar nicht so eine große Rolle, hat aber irgendwie hunderte Euro gespart in dieser Viertelstunde. Darum geht's auch.
Schauen wir mal, wie lang die brauchen, um die Resilienz, das Resilienz-Narrativ mit aufzugreifen und das zu nutzen noch mehr.
Ja, also ich glaube, wenn ich mir gucke, wie gerade jetzt diese ganze Start-up-Ökonomie rund um Drohnen oder Droh- und Abwehr-Pumpt, wäre das mal ein absoluter Favorit und zu sagen, naja, also hier, jeder Kubikmeter Gas fördert am Ende nur Irgendwelche Schurkenstaaten. Also damit meine ich jetzt explizit übrigens nicht die USA, aber alles, was wir in Gas verbrennen, fördert natürlich Infrastruktur, die rund um Gas und Gastransport ausgebaut worden ist.
Und es erzeugt halt hier Wertschöpfung. Wir brauchen halt hier Wertschöpfung. Wir dürfen uns da nicht abhängig machen. Da kann man ja auch das ganze Thema China von mir aus auch spielen und sagen, guck mal, jetzt sind wir schon von Batterien und Co. Abhängig. Jetzt haben wir mal die Chance, Produktion zurück nach Deutschland zu holen.
Produktion zurück in Deutschland. 100.000 Arbeitsplätze, die dafür sorgen, dass es bei uns billiger wird. Das ist doch Hammer News. Das würde ich viel stärker nochmal pushen. Was ich mich eher frage ist, wann schafft es diese Studie In die sozusagen in die entsprechenden politischen Vorlagen. Weil das ist jetzt ja eine perfekte Kopiervorlage. Also, wenn ich jetzt Katharina Reiche wäre, dann würde ich das doch jetzt kopieren, weil ich kriege doch nur Applaus.
Und Katharina Reiche und Co. geht es doch um Machterhalt. Machterhalt funktioniert ja mit Zuspruch und Applaus. Wenn sie jetzt einfach nur E.ON-Standpunkte kopiert, kriegt sie ja gar keinen Applaus. Sie merkt ja, sie bekommt extrem viel Gegenwind, weil diese Standpunkte halt veraltet sind, ja, in einer veralteten Lobby.
Interessen sozusagen stärken. Wenn ich wiedergewählt werden möchte und eine bessere Position will im Kabinett, funktioniert das doch mit Applaus. Jetzt kann sie jetzt eine neue Kopiervorlage bekommen, daraus kann sie auch einen aktualisierten 10-Punkte-Plan ableiten und würde ja von diesen ganzen Unternehmen ganz viel Applaus bekommen, die ja alle auch digital sehr stark sind.
Ich würde das machen. Und dann ist es auf einmal die Solarkarte und nicht die Gaskarte.
Das wäre eine große Wandlung, aber let's see.
Die Unternehmen, die ihr beratet, da nochmal eine Abschlussfrage und wo ihr dann auch dafür sorgt, dass deren Stromkosten sinken. Wie stark gehen die denn auf das Thema Unabhängigkeit und Resilienz ein und sagen, naja, jetzt können wir hier einkaufen, aber Herr Momba, haben Sie nicht mal jemanden, der uns hier beraten kann, auf unsere ganzen Dächer ein bisschen Solar zu bauen und da hinten auf dem Acker, da könnten wir euch auch einen Windgrad hinstellen, ist doch noch billiger.
Ja, also genau, das ist immer in Verbindung mit, also wenn wir sprechen, ist ja immer Mittelfrist, Langfrist, Beschaffungsthemen, also bessere Energieabsicherungsgeschäfte tätigen, also sozusagen planbar Kosten reduzieren für die Zukunft und da ist oft, haben wir PPAs mit im Angebot und PPAs sind ja für uns wirklich auch nur, also wie gesagt, Power Purchase Agreements, Direktabnahmeverträge mit erneuerbaren Anlagen typischerweise, aber geht natürlich auch um einen anderen Erzeuger.
Und für uns sind PPAs wirklich auch nur eine Instanz der Klasse Absicherungsgeschäft. Und oftmals kommt man ins Gespräch darüber, dass man sagen kann, ja, also das ist dann eher in Norddeutschland, bei Produzierenden und Unternehmen in Norddeutschland, die natürlich einfach die Windräder sehen und auch sehen, wenn die stillstehen und so weiter und darüber nachdenken.
Die Thematik, machen wir dann eine Direktbeteiligung oder finanzieren wir selber, werden wir sozusagen Projektierer, Projektentwickler und machen nicht nur einen Direktabnahmevertrag des Outputs, aber da ist dieses Thema Unabhängigkeit und lokale Wertschöpfung auch immer ein Thema und wird relevant besprochen, auf jeden Fall.
Also da ist auch dann Biogas mit dabei, also für diejenigen, die Wärme brauchen und ja, also es ist auf jeden Fall schon ein Thema, was da in den Köpfen ist. Genau, wo wir gerade bei spannenden Diskussionen über die Zukunft von Energiemarkt und Co. sind. Ich habe auch noch was für alle, die Lust haben auf Events.
Am 16. Oktober veranstalten wir, also ONU Energy mit FlexPowered Incentive zusammen ein Event in Hamburg, From Fix to Flex. Und da geht es genau darum, wie Industrieunternehmen Energie strategisch steuern und beschaffen können. Und ich habe da sogar die Ehre, auch als Moderator durch den Nachmittag zu führen.
Es gibt so eine hochkarätige Panel-Diskussion unter anderem.
Wie bitte? Wo in Hamburg ist das?
Im FlexPower Office.
14 Uhr?
Genau, irgendwie, ich lasse mich nicht lügen, aber sowas wie 13 bis 18 Uhr plus, oder 14 bis 18 Uhr oder sowas plus Abendessen. Und da gibt es einen Experten von McKinsey, der Flexibilitätsstudie auch vorstellt. Und genau, Vorträge von den einzelnen Unternehmen. Tim Mayer, der bei uns war.
Vielleicht kann der McKinsey-Experte auch nochmal seinen Gasexperten mitbringen über diese Gas-McKinsey-Studie. Da haben wir ja in den ersten Jahren von Energiezone ja auch ausführlich gesprochen. Aber noch wollten sie sich nicht vor der Kamera äußern.
Genau. Und wenn wir das technisch hinkriegen, da die Panel-Diskussion aufzunehmen, dann streiten wir die vielleicht sogar auch aus, wenn das von Interesse ist für die Energiezonis. Genau. Aber wer also unser Energiefrühstück kennt und gemocht hat und die Diskussion da spannend fand, da ging es ja auch immer um industrielle Flexibilität, vielleicht ist es da auch spannend.
Könnt ihr euch gerne bei mir melden und oder das irgendwie auf den jeweiligen LinkedIn-Seiten und so findet ihr auch da die Anmelde links aber genau, Anmeldung ist noch offen, Link packen wir noch in die Shownotes und wäre mega ein paar von euch Energiezonis da persönlich zu treffen wie immer, freue mich drauf Geiles Ding.
Vielen Dank, das war es dann schon für die Mansli und dann haben wir den jetzt auch mal vielleicht noch am dritten 10. hoch, schauen wir gleich mal, wann er ersteint erstmal,
Tschüss, tschüss Danke, ciao.