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„Ein Aufruf zur Zerstörung Israels“ – Haidinger über den Grünen-Beschluss in Großbritannien

Sonntag, 18. Oktober 2026 · 1 h 04

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Shownotes

„Israel kann man nicht kritisieren – man muss es kritisieren.“ Historiker Martin Haidinger über die Grenze zwischen Kritik und Judenhass.

Warum die Juden? Warum seit der Antike, warum in fast jeder Kultur, warum von rechts, von links und aus islamistischen Milieus? Martin Engelberg spricht mit Martin Haidinger – Historiker, ORF-Journalist und Autor des neuen Buchs „Judenhass. Ein Virus, das die Welt umspannt“.

Haidinger beschreibt den Judenhass als „Cantus firmus“: einen Dauerton, der mal leiser, mal lauter ist, aber nie verstummt. Er verfolgt ihn von der Antike über das Christentum und den rassischen Antisemitismus des 19. Jahrhunderts bis zu den Demonstrationen nach dem 7. Oktober 2023.

Die Konfliktlinien dieser Folge:
▪ Israelkritik oder Judenhass? Für Haidinger ist Kritik an Israel Pflicht – antisemitisch wird es, wenn das Ziel die Zerstörung Israels ist. Als aktuelles Beispiel nennt er den Beschluss der britischen Grünen.
▪ Kapitalisten und Kommunisten, schwach und übermächtig: Warum Juden für völlig gegensätzliche Zuschreibungen herhalten mussten.
▪ 1967 als Kipppunkt: Wie aus dem israelischen David für Teile der europäischen Linken ein Goliath wurde.
▪ Der Mufti von Jerusalem – für Haidinger das Bindeglied zwischen nationalsozialistischem und linkem Judenhass.
▪ Die „besondere Verantwortung“ Deutschlands und Österreichs – und warum sie laut Haidinger einen doppelten Boden hat.
▪ Antiamerikanismus und Antisemitismus: für Engelberg und Haidinger Zwillinge.
▪ Wien als Fallbeispiel: nicht die antisemitischste Stadt ihrer Zeit, aber ein Labor für alles, was folgte.

Warum dieses Gespräch jetzt?
Drei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 sind sich Engelberg und Haidinger einig: Judenhass bricht in einer Form hervor, wie man es seit der NS-Zeit nicht erlebt hat – auch wenn es, so Haidinger, noch nicht so schlimm ist wie damals. Wer verstehen will, warum ausgerechnet nach einem Massaker an Israelis der Hass auf Israel explodiert, bekommt hier keine Parolen, sondern Herleitung.

Wo verläuft für Sie die Grenze zwischen Israelkritik und Judenhass? Schreiben Sie es in die Kommentare – und abonnieren Sie den Kanal, damit Sie keine Folge von „Engelberg & …“ verpassen.

Kapitel:
– Vorschau
– Begrüßung
– Warum „Judenhass“ statt „Antisemitismus“?
– Das Buch und der „Cantus firmus“
– Warum die Juden? Die Antike und das Opfer
– Das Christentum und das Blutgerücht
– Angst, Neid, Projektion
– Kapitalisten und Kommunisten zugleich
– Judenhass von rechts und von links
– 1967: Die Linke kippt
– Stalin und die Sowjetunion
– Der Mufti von Jerusalem
– Israelkritik, Antizionismus, Antisemitismus
– Der Beschluss der britischen Grünen
– Der 3D-Test
– „Besondere Verantwortung“ und ihr doppelter Boden
– Nach dem 7. Oktober
– Geld aus Katar und die Universitäten
– Antiamerikanismus und Antisemitismus
– Trump und Netanjahu als Hassobjekte
– Fallbeispiel Wien
– Was den Autor überrascht hat
– Eine Welt ohne Judenhass?

🎙 Über den Gast:
Martin Haidinger ist Historiker, Wissenschaftsredakteur beim ORF und Autor zahlreicher Sachbücher. Sein neues Buch „Judenhass. Ein Virus, das die Welt umspannt“ ordnet die Geschichte und die aktuellen Formen des Judenhasses ein.

📚 Über Martin Engelberg:
Martin Engelberg ist Psychoanalytiker und ehemaliger ÖVP-Nationalratsabgeordneter.

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