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ERF Plus - Bibel heute

Donnerschläge

Samstag, 7. November 2026 · 12 min

MP3

Shownotes

Der Bibeltext Offenbarung 10,1-11 - ausgelegt von Rainer Kroninger.

Donnerschläge: Gottes Ruf zur Umkehr
Kurz gefasst warnt der heutige Bibeltext: Seht doch, wie es in der Welt und in der Natur drunter und drüber geht! Und denkt nicht, das ist Gott egal. Gott macht sich nicht klein; er wartet nicht untätig. Denen, die sehenden Auges sind, zeigt er seinen Zorn. Unübersehbar groß ist dieser gewaltige bibleserver.com/video/ADP/Engel/5. Er gleicht fast denen, die uns die Bibel als Wächter des Paradieses schildert. Und dieser Engel zeigt: Ihr habt längst Grenzen überschritten. Ihr seid dabei, alles zu zerstören: die Zusagen Gottes, eure Zukunft! Haltet inne!
Aus Sorge um uns Menschen macht Gott diesen Engel sichtbar. Und sieben machtvolle Donnerschläge erschüttern Land und Meer. Aber ich bin mir sicher, dass viele Menschen damals und heute sich einfach wegducken. Einfach so weitermachen wie bisher. Klar, die meisten zucken zusammen, wenn in den Nachrichten von den Donnerschlägen eines schlimmen Erdbebens berichtet wird; oder von unfassbaren Gewalttaten; von riesigen Bränden oder von schreiendem Unrecht, das schamlos immer wieder begangen wird. Doch dabei bleibt es oft. Leider. Ich schaffe oft nicht das Umdenken; will nicht verzichten! in diesem Jahr gibt es wesentlich mehr als sieben gewaltige Donner: Halb ausgetrocknete Flüsse; jede Menge unzufrieden sich gebärdende Menschen: auch frustrierten, blinden, unsinnigen Protest. Ich sehe zwar Aufbegehrende, Verzweifelte und Schuldzuweisende, jedoch keine wirkliche Umkehr! Ich kann mich jedoch aus diesen Zerreißproben unserer Zeit nicht heraushalten. Warum beuge ich mich den markig angebotenen Scheinlösungen – und achte dabei Gottes Lebensworte nicht? Die, die mich vor ihre Interessen spannen wollen, sind nicht von echter Besorgnis geleitet. Sie stehlen mir letztlich die Zukunft. Sie verlangen auch heute, dass ich ihnen mehr gehorche als dem lebendigen Gott.
Unsere Zeit – ja, das spüre ich – hat etliche Krebsgeschwüre. Viele meiner eigenen Entscheidungen gehen in die falsche Richtung. Gott hofft, dass ich aufmerke. Hofft, dass ich umdenke und mich neu an seinem Wort ausrichte. Denken Sie bitte einmal nach: Wo hat Gott Ihnen in letzter Zeit solche Donnerschläge zugemutet? Wo habe ich seine Erschütterungen – wieder einmal – verdrängt?
Ich bete (bibleserver.com/video/ADP/Beten/38), dass es in unserer Zeit solch sehende Menschen wie den Johannes gibt: Menschen, die die Sprache der Donnerschläge verstehen. Den warnenden Engel sehen. Wache Christinnen und Christen, die die Zeichen unserer Zeit erspüren und deuten können. Denn Gott ruft schon lange. Immer wieder. Laut, ja sogar donnernd.

Das kleine Buch: Unbequeme Konsequenzen
Johannes, der Seher der Offenbarung, beeindruckt mich. Er geht zu diesem riesigen Engel hin. Er stellt sich dessen Botschaft und Warnung. Er bittet ihn sogar um das kleine Buch. Und – hallo: Haben Sie schon mal ein Buch gegessen? Ich nicht. Da sträubt sich alles in mir! Und genau da ist der wunde Punkt: Wir können dem Unguten nicht ausweichen! Schwer verdauliche Konsequenzen müssen ausgehalten und angepackt werden. Ja, alle Ursachen unserer Zeitprobleme beginnen mit Ausreden und Beschönigungen. Weite Teile unserer Gesellschaft haben längst Gott abgemeldet; haben ihm ihre Zuwendung und Zugehörigkeit aufgekündigt. In totaler Selbstüberschätzung denken viele: Ich bastele mir mein Leben selber zusammen! Was auch immer angepriesen wird – von den Engeln des Wohlstandes oder den Netzbotschaften der Meinungsmacher: Na, da bin ich dabei! Will doch mein Leben voll auskosten.
Sie und ich wissen es vermutlich: Es dauert oft lange, bis wir das Unverdauliche spüren. Bis wir unsere Sackgasse sehen und das ganze Ausmaß erkennen. Ja, ich leide oft mit, wenn ich sehe, was sich Menschen in meiner Nähe selbst antun. Welche Erschütterungen sie sich zufügen. Und auch dies sehe ich: Wie viel unbewältigtes, qualvolles Leben unsere Zeit an die Oberfläche spült. Es sind letztlich die kleinen, bequemen Abkürzungen, für die ich mich oft entscheide. So verweigere ich Gott mein verantwortliches und sorgsames Handeln.

Gottes Treue gibt Halt
Ich möchte mit Ihnen ein anderes Lied anstimmen: „Dass dein Wort in meinem Herzen starke Wurzeln schlägt; und dein Geist in meinem Leben gute Früchte trägt, deine Kraft durch mich die Welt zu deinem Ziel bewegt, Herr, du kannst dies Wunder tun!“ Nur der Heilige Geist (bibleserver.com/search/LUT/heiliger%20geist) vermag es, den Lauf der Verhängnisse und die unselige Selbstüberschätzung unserer Zeit zu bremsen. Er schafft jene Veränderung in den Herzen; lässt mich irrsinnige Ansprüche zurechtrücken.
Gottes warnendem Engel und den hoch aufgetürmten Problemen unserer Zeit möchte ich tapfer ins Auge sehen. Wie Johannes damals das heute annehmen, was ich mir heutzutage eingebrockt habe. Ich habe das mit vielen anderen gesät. Und ernte es in der ganzen Wucht und Tragweite. – Aber drei Beobachtungen trösten und ermutigen mich: Erstens: Gott warnt noch – beharrlich und treu. Zweitens: Über dem Kopf des Engels sieht der Seher Johannes den Regenbogen, das leuchtende Zeichen von Gottes Bewahrung und Lebenskraft. Drittens: Seit Domitians schlimmer Verfolgung sind mehr als 1900 Jahre vergangen. Gottes Treue sehe ich darin. Sie gibt mir Halt auch in den heutigen Krisen und Bedrückungen! – Dorthin richte ich meinen Blick: Zu dem lebendigen Gott. Ihm befehle ich mich an; auch all die bedrohten, verirrten und belogenen Menschen heute.

Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Rainer Kroninger
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