Jobkiller China - mit Kanzler Merz auf Rettungsreise in Fernost
Samstag, 31. Oktober 2026 · 44 min
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Shownotes
Der Kanzler war fünf Tage nicht im Berliner Regierungsviertel. Das ist kein Skandal, sondern es war notwendig: Der „China-Schock 2.0“ gefährdet den deutschen Wohlstand. Kann Friedrich Merz Deutschlands Arbeitsplätze in Fernost retten?
In der neuen Folge von „Löhr & Pennekamp“ ordnen die F.A.Z.-Ressortleiter Julia Löhr und Johannes Pennekamp Friedrich Merz’ Asienreise vor dem Hintergrund des wachsenden Wettbewerbs aus China ein. Julia schildert ihre Eindrücke live aus Seoul und diskutiert mit Johannes, warum Deutschland neue Handelspartner braucht, wie Europas Reaktion auf chinesische Subventionen aussehen könnte und weshalb Diversifizierung nicht bedeutet, sich vollständig von China abzukoppeln.
Hosts: Julia Löhr und Johannes Pennekamp
Redaktion und Produktion: Florian Hofmann und Anna Louisa Schroer
Studie zum China-Schock 2.0 (cer.eu/publications/archive/policy-brief/2026/…)
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Johannes, ich habe mein erstes Erdbeben erlebt. In Tokio war das! Ich bin ja gerade mit März in Asien unterwegs und wir waren gestern Nacht in Tokio und kurz nach Mitternacht lag ich im Bett, nachdem das Programm zu Ende war und plötzlich knackten die Fenster und dann knarsten die Wände in dem Hotelzimmer und dann hat auf einmal alles sich so ein Stück zur Seite geruckelt Und dann war alles wieder da, wo es sein sollte.
Dann dachte ich schon so oh okay, das war ein Erdbeben. und dann schrieb mir auch direkt Tim unser Tokio-Korrespondent also das Erdbäben gemerkt ja Also es hatte eine Stärke von fünf Komma vier Da am Entstiegungsort nicht weit von Tokio in der Stadt selbst war es dann deutlich niedriger. also Tim meinte Ja ist ein Anfängerbeben sowas haben sie alle zwei Monate Aber für mich war es echt eine neue Erfahrung.
Ich glaube, ich möchte auch nicht mehr als ein Anfänger-Bieben miterleben. Das wünsche ich dir natürlich auch! Steckt dir der Schock noch in den Knochen? oder können wir podcasten heute? Nein, wir können podcasten. Ich hab ja auch sonst noch was erlebt. Julia ist diese Woche unterwegs in Asien. Sie begleitet den Kanzler auf seiner Außenhandelsreise.
Wir sind da ganz nah dran und beobachten Julia auch ein bisschen bei der Arbeit dieser Woche. Wir wechseln bei Löhren Pennecamp aber auch die Perspektive. Wir schauen einmal nicht auf den Reformstau und all die wirtschaftspolitischen Probleme im Inland, sondern wir gucken auf die Export-Nation Deutschland.
Es hängen in Deutschland extrem viele Arbeitsplätze daran dass wir als Export Nation unsere Waren im Ausland erfolgreich verkaufen. Aber dieses ganze Geschäftsmodell wackelt, denn China macht uns massiv Konkurrenz mit diversen Mitteln. Es fallen viele Arbeitsplätze weg und darum reden wir hier heute über den Chinaschock-undist.
Kanzler Merz erfolgreich mit seiner Rettungsreise in Asien. Und damit herzlich willkommen bei Leur & Pennecamp dem Wirtschaftspolitischen Podcast der FAZ! Mein Name ist Johannes Pennecamp. ich bin Ressortleiter für Wirtschaftsberichterstattung in Frankfurt Und ich bin Julia Löhr, Ressortleiterin für Wirtschaftspolitik in Berlin und jetzt gerade in Seoul wie man vielleicht ein bisschen im Hintergrund an der Skyline sieht.
Kleiner Hinweis für alle Zuhörer und Zuschauer wir zeichnen das hier Donnerstagabend koreanischer Zeit, Donnerstachmittag deutscher Zeit auf. also wenn ihr den Podcast hören dann sind wir schon wieder zurück in Berlin. Ja, Julia. Ich hab's gesagt. Rettungsreise in Asien ... Du bist jetzt vier Tage ganz nah dran am Kanzler?
Schiller doch mal deine stärksten Eindrücke, die du da gerade hast! Also zuerst würde ich sagen das Wort Rettungseise würde er nicht so gerne hören weil das ja schon ein bisschen verzweifelt klingt und so soll es natürlich auf keinen Fall klingen. Weil wir sind ja ein starkes Industrieland und wir suchen nach neuen Partnern wie wir auf den freien Handel wertlegen.
also dass ist so die Erzählung die wir hier seit in der Tat jetzt vier Tagen hören. Also, wir machen das aus einer Position der Stärke heraus. aber ja du hast es richtig angesprochen Ganz so stark sind wir eben nicht mehr. Früher haben wir alle möglichen Waren nach China geliefert und damit viel Geld verdient.
Jetzt macht uns China zunehmend Konkurrenz Und wir brauchen andere Handelspartner in Asien. Das ist das Leidthema dieser Reise. Wir haben angefangen in Singapur dann waren wir im Tokyo Hier in Seoul und von dort aus geht es dann wieder zurück nach Berlin. Okay, ja ich sitze hier ein bisschen fest im FAZ Tower in Frankfurt wenn du schön die Welt bereisen kannst.
Ich habe schon ein bisschen den Überblick verloren wo du immer gerade dich meldest, Singapur Japan Südkorea. wollen wir das einmal kurz durchgehen. ihr wart ja auch nicht alleine unterwegs glaube ich sondern begleitet von der großen Manager Delegation. Ja, es ging los am Montagmittag in Berlin. Wie du sagst mit dreißig Managern die den Kanzler begleiten einem nicht ganz so großen aber auch grüßen.
Journalisten Tross und genau diversen Mitarbeitern, auch parlamentarische Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium waren dabei und dann ging's nach Singapur. Singapurt deshalb war das der Knotenpunkt für alle Asien-Geschäfte. der Unternehmen ist sehr viel Rechtssicherheit. Auch eine hohe Lebensqualität für alle, die dort vor Ort sind und das ist so gewissermaßen das Tor nach Asien.
Und Singapur hat auch zwei sehr finanzstarke Staatsfonds und Friedrich Merz möchte dass sie mehr in Deutschland investieren. da hatte er dann auch abends einen Abendessen mit dem Premierminister und den Chef dieser Staatsfond. Da waren wir jetzt nicht dabei Und vorher hat er eine Grundsatzrede gehalten, in der es darum ging, dass wir Partnerschaften schmieden müssen.
Dass wir mit Ländern wie wir freien Handel hoch halten und neue Abkommen schließen sollten. Wir Europäer stehen vor denselben Herausforderungen wie die Länder in der Region des Indo-Pacifiks. Wir müssen uns in einer zunehmend von Unsicherheiten geprägten Welt behaupten, wir müssen das nach innen und nach außen tun.
Wir wollen unseren Wohlstand sichern, wir wollen unsere Wettbewerbsfähigkeit bewahren und wir wollen die großen technologischen Entwicklungen mitgestalten. Und wir müssen unsere Interessen in einem internationalen Umwelt der neuen Großmachtkonkurrenz behaupte. Diese neue Welt eröffnet uns aber auch Chancen, unsere Partnerschaften gemeinsam zu vertiefen und deshalb bin ich heute hier!
Da gibt es ein relativ kompliziertes Kürzel, CPTPP. Ich weiß nicht, wer sich das immer ausdeckt ... Das wär auch meine Frage! Wer denkt sich diese Kürzeler? Es ist nicht gerade Sexierungen. Ich kann dir sagen, je häufiger man es ausspricht, desto flüssiger geht es allerdings mit einem zunehmenden Schlafmangel während dieser Reise.
Bist du an Jackleck? Wie viele Stunden hast du in den letzten vier Tagen geschlafen? In Sommer vielleicht sieben? Ja So um den Dreh, vier plus drei. Gut! Dann könnt ihr euch überlegen mir doch nochmal ob ich mit dir tauschen will? Wir gehen gleich noch weiter nach Japan und Südkorea. aber erzähl doch mal vielleicht ganz kurz wie nah kommt man denn da an den Kanzler ran?
sitzt man im Flugzeug auch mal neben ihm oder ist man bei einer Bar bevor man dann ins Hotelzimmer geht zusammen? wie läuft das ab? Genau, also jetzt auf dem Flug nach Singapur gab es einen sogenannten Hintergrund. Das ist üblich bei solchen Reisen dass dann der Kanzler oder auch Minister dann nach hinten kommen und mit den Journalisten einordnend reden.
das sind Gespräche aus denen man nicht zitieren darf aber die so helfen zu verstehen was die Absichten dieser Reise sind wie er ja bestimmte Sachen einschätzt. eben zum Hintergrund. Und dann begann das Programm, dass wir direkt zum Sitz des Parlaments in Singapur gefahren sind und dort quasi bei den Vorbereitungen schon mal ein bisschen zwischendeparkt wurden.
also wir haben sehr oft das Blasorchester gehört wie es die deutsche Nationalhymne noch einmal zur Sicherheit geprobt hat, die natürlich auch beim ersten Mal Proben schon eins A geklungen hat. aber sei's drum ... So viel wie mit unserem Podcast. Ja genau richtig! auf Anhieb, da muss man eigentlich gar nichts proben.
Aber da wurde sehr akribisch geprobt. Wir hatten auch sehr viel Zeit die Orchidee zu bewundern, die jetzt nach Friedrich Merz benannt wurde. Wanda, Wanda-Friedrich-Merz heißt sie und ich muss sagen, sie hat jetzt keine Begeisterungsstürme in der Journalistendelegation ausgelöst weil Sie hat so lila Blüten aber mit einem sehr starken braunen Unterton.
also ja ich weiß nicht ob das Wer das ausgewählt hat. Olaf Scholz hat eine rote Architee bekommen, als er in Singapur war oder was? Vielleicht dann auch ein bisschen einfacher. Genau und da gab es dann eine kleine Pressekonferenz des Prämies von Friedrich Merz. Und spannender war der Termin am Nachmittag.
Da hat Merz eine Grundsatzrede gehalten von einem Institut in Singapore. die sogenannte Singapore Lecture Haben schon viele Staats- und Regierungschefs gemacht. Auch Angela Merkel hat das schon mal gemacht, ist aber schon lange her. Ich glaube, es war das in den letzten Jahren. Genau, jetzt hat Friedrich Merz diese Rede gehalten.
Das war tatsächlich so ein bisschen die programmatische Ansage für diese Reise ... Ja, fast doch mal zusammen! Er hat davon gesprochen, dass man neue Partnerschaften knüpfen muss. Er möchte dieses Abkommen CPTPP? Mhm, wer ist das? Wir haben eine Karte, die können wir jetzt mal einblenden. Aber genau das handelt sich um einen Abkommen von verschiedenen Pazifik-Anreinerländern.
Singapur ist dabei, Japan ist dabei Australien, Vietnam aber auch Länder wie Peru oder Großbritannien und es gibt so ein bisschen diese Idee dass man dieses Abkommen erweitert, dass vielleicht auch die EU und damit Deutschland Teil dieser Gemeinschaft werden könnte. also das wäre quasi ein Handelsbündnis was die USA und China, also die beiden Problemfälle des internationalen Handels so umschifft.
Also eine Handelsallianz um diese beiden Länder herum. das sind allerdings alles sehr langfristig vorhaben. Das wird jetzt sicherlich nichts in den nächsten Jahren aber Merz hat deutlich gemacht dass er sich das wünscht. der singapure stückpremier hat auch gesagt dass es sich das wünscht und Dass man die gespräche darüber jetzt vertiefeln will.
Aber damit war dann gewissermaßen so der Ton für diese Reise gesetzt. Was man an dieser Stelle vielleicht als Hintergrund mal sagen muss, das sind ja alles die sogenannten Mittelmechte, das ist ein Begriff den Mark Kani geprägt hat in seiner Rede. In der er wirklich kraftvoll gesagt hat wir als Mittelmächte Kanada Deutschland EU Japan Wir müssen uns eigentlich zusammenschließen und wir müssen auch selbstbewusst sein Selbstbewusstsein rücken gerade machen und uns eben nicht von Trump oder von chinesischen handelspraktiken Kleinmachen lassen.
so und darauf zahlt es wird alles ein oder Genau, richtig. Ja das war dieser berühmte Rede in Davos beim Weltwirtschaftsforum eine Rede die auf Friedrich Merz vielleicht hätte halten können wollen. ich weiß es nicht aber genau wo McCarney diese Ansage an die an die mittelgroßen Länder gemacht hat. so vereinigt euch und bindet eure Kräfte und Das geschieht dann jetzt auch.
Und ich weiß nicht soll ich weiter machen mit den anderen Stationen oder willst du sonst noch? hast Du sonst noch Detail fragen? Ja, ich könnte vielleicht sonst unseren Zuschauerinnen und Zuschauern einmal noch erklären. Warum eigentlich diese neuen Handelsbündnisse so notwendig sind? Da ist ja zum einen Donald Trump mit seiner Zollpolitik gut.
Das ist schmerzhaft. man weiß aber auch nicht wie lange die Zölle überhaupt noch Bestand haben werden. Aber das viel größere Thema ist natürlich China und die Konkurrenz aus China. Und da hört man jetzt immer häufiger das Stichwort Chinaschock. Das muss, glaube ich, einmal kurz erklärt werden. Genau!
Das viel auch hier auf der Reise durchaus häufiger. Nimmt der März das eigentlich in den Mund? Oder wäre das ein Affront gegen die Chinesen? Nee er nimmt das Wort China selten in den Mond sondern betont eher dass es darum geht eben mit gleichgesinnten Partnern... Bündnisse zu schmieden, die zusammenarbeit zu stärken.
Es soll nicht wie eine Anti-China-Allianz klingen. Okay gut meine geliebten Ökonomen sprechen auch inzwischen nicht mehr so sehr vom Chinashock zwei Punkt null sondern vom China-Syndrom. und der Grund ist ein Schock. das ist ja was das kommt schnell und geht schnell so ähnlich wieder einen Erdbeben neulich in der Nacht.
aber ein Symptom ist etwas dass dauerhaft bleiben wird und wir sprechen deswegen am besten hier jetzt auch mal von einem Chinasyndrom. Und die Entwicklung war wie folgt. In den USA wurde China damals noch als sehr armes Land in die WTO, in die Welthandelsorganisation aufgenommen und damit öffnete sich auch einmal dieser riesen Milliardenmarkt wirtschaftlich zum einen... Oh du hast eine Cola!
Zum EIN... Ich muss mich einfach halten! Zum einen flossen natürlich auf einmal massiv chinesische Exporte in alle Welt, zum anderen konnten wir und andere Länder auch unsere Waren plötzlich in China verkaufen. Für Deutschland war das eine super Sache weil die Chinesen wollten unsere Autos, unsere Maschinen.
Wir hatten ein zwei goldene Jahrzehnte wirtschaftlich for free sozusagen dadurch gewonnen. aber dadurch dass China so viel exportiert hat haben andere Länder zum Teil darunter gelitten. Einerseits in Amerika hatten die Konsumenten billige Waren, billige Textilien und zum Teil auch billige Maschinen. aber es ist auch zu einer Deindustrialisierung im Rust-Belt, im mittleren Westen gekommen dadurch ein Grund dafür dass die autoritären Parteien dort im Aufwind sind.
so das war der sogenannte China Shock I. Aber seit fünf sechs Jahren erleben wir eigentlich Eine ganz andere Entwicklung. China stellt nicht mehr nur billigwaren her, sondern spezialisiert sich ganz gezielt durch die fünf- jahrespläne auf hochwertige Industriegüter und richtig tolle Elektroautos mit viel Technik drin – auch die deutschen Maschinenbauer in höchster Qualität.
Und diese neue Welle an chinesischer Produktion? Ja! Das Epizentrum dieses Schocks, dieses Erdbebens. Wenn man will dass von da aus ausgeht ist die deutsche Wirtschaft weil das sind eins zu eins die waren Die wir bislang in China verkauft haben. Ja. Da sind die fünfzehntausend Arbeitsplätze die bei uns in der Industrie im Moment jeden Monat verloren werden.
Genau zehn bis fünfzehn tausend. Da gibt es Berechnungen von verschiedenen Instituten. Also das IW-Institut hat berechnet Wir haben in den letzten Jahren vierhunderttausend Industriearbeitsplätze wegen China verloren. Was man da vielleicht noch kurz inner chinesisch hinzufügen muss, das hat verschiedene Gründe warum China auf einmal so erfolgreich ist.
die sind technologisch extrem gut, extrem schnell, extrem viel besser geworden. Das ist das eine. aber das andere was natürlich auch zur Wahrheit und zu dieser Erzählung gehört ja es fließen massive Subventionen in die neuen Fabriken. Jede chinesische Provinz, zum Teil auch Städte hat ein Anreizeigene Fabriken zu bauen.
Überall entstehen Autoverbricen und Maschinenfabriken und es entsteht eine massive Überproduktion an Waren. Der Konsum in China selbst ist schwach. das heißt diese ganzen Waren werden zu unglaublich niedrigen Preisen ins Ausland geschwemmt. Und das ist ein Problem! Das ist hier auch immer wieder von einer Zahl die Rede, dass China ja ungefähr dreißig Prozent aller Waren, die auf der ganzen Welt quasi verkauft werden und abgesetzt werden produziert.
Aber selbst nur weniger als fünfzehn Prozent davon konsumiert. also das es einfach gezielt für den Export massiv produziert, subventioniert mit einer unterwerteten Währung unterstützt. Das ist das, was dann im Politiker-Sprech so schön vornehm als wirtschaftliche Ungleichgewichte bezeichnet wird. Und da hat es jetzt durchaus auch in der deutschen Politik einen kleinen China-Schock oder ein Chinasyndrom gegeben.
Da hat sich doch der Kurz in den letzten Monaten deutlich geändert. Da sind jetzt viel kritischere Töne zu hören. Ja, lass uns da mal ein bisschen ins Detail gehen, was man da konkret ... machen kann, vielleicht auch machen sollt. Aber du hast gesagt der Ton hat sich verändert. wie war Deutschlands Position vor zwei drei Jahren?
Wie würdest du das heute beschreiben? Ich würde sogar ein Ticken länger zurückgehen. also ich mein Angela Merkel war als Kanzlerin ja ich weiß gar nicht wie oft mit einer Wirtschaftsdelegation in China aber sehr oft. Sie war jetzt auch nicht unbedingt bestrebt chinesische Unternehmen aus deutschen, sensiblen Wirtschaftsbereichen rauszuhalten.
Wir erinnern uns an die Huawei-Debatte als es um unser Mobilfunknetz ging. also das war sehr freundlich und auch Olaf Scholz als Kanzler der Ampelkoalition, die sich ja eine recht kritische China Strategie durchaus gegeben hatte hat diesen Kurs durchaus weitergeführt. Er hat ja dann zum Beispiel dieser chinesischen Rederei Costco den Einstieg am Hamburger Hafen ermöglicht, da waren die Grünen in der Regierung total dagegen.
Robert Habeck als Wirtschaftsminister war wirklich sauer, dass er da überstimmt wurde. Da hat Olaf Scholz auch durchaus, weil die Wirtschaft es damals so wollte, einen recht freundlichen Kurs gefahren und das waren alle ziemlich gespannt wie Friedrich Merz, der Kanzler der Wirtschaft sich selbst sieht und auch in der Wirtschaft durchaus gesehen wird, wie er das machen würde.
Und am Anfang war er auch eher auf Merkels- und auf Scholzspuren unterwegs, hat das partnerschaftliche betont als im Februar in China wahr. Aber jetzt in den letzten Monaten hat sich das deutlich verändert. also wir haben ja auch damals schon gepodcastet, als ich beim G-Sieben-Gipfel war und da hatte er es ja zum ersten Mal wirklich sehr explizit angesprochen dass man da was machen muss konkrete Vorgaben für die Unternehmen kommen werden, wie sie zum Beispiel ihre Abhängigkeit bei bestimmten kritischen Rohstoffen senken sollen.
Da war er und er hat die unterbewertete Währung kritisiert. also da war er sehr ausboken Und das hat sich jetzt tatsächlich auch sofort gesetzt. Also auch hier quasi bei jedem öffentlichen Auftritt auf dieser Reise, bei dem wir dabei sind spricht er das mehr oder weniger deutlich an. nicht immer jetzt klar Richtung China gerichtet, aber er betont halt was wir mit den anderen Partnerländern.
Was wir anders machen würden dass wir genau an die Regeln bestimmte Regeln halten das uns freier Handel wichtig ist, dass wir eben nicht mit Zollen agieren also dass es quasi Wirtschaftsbeziehungen so auf Augenhöhe respektvoll sein sollen und das wird natürlich in China sehr wahrgenommen. Es wurde dort auch wahrgenommen, dass März zuerst nach Indien gereist ist.
Vorher nach China gereist es und kam in Peking nicht so gut an. Und diese Reise dürfte jetzt in Piking durchaus aufmerksam verfolgt werden. Weil das ist schon ein Statement, was Friedrich Merz hier macht. Ich meine, er ist fünf Tage unterwegs. Das ist jetzt nicht so, dass in Deutschland gerade nichts los wäre.
Zum Teil verfolbt uns das ja ... Bundespräsidenten-Stichwort? Ja genau! Das Stichwort Präsidentenkür oder Präsidentinnenkür Also, das spielt dann auch hier mit rein. Aber er ist fünf Tage weg und das ist schon mal eine Ansage die ganz klar macht so... Das sind jetzt unsere neuen Freunde. Singapur, Japan, Korea.
Jeder mit einem bisschen anderem Bezug aber genau, es ist schon eine Botschaft. Seht her! Liebe Chinesen wir können auch anders was mich vielleicht kurz noch erzählen, warum jetzt Japan und warum Korea. Also Japan ist deswegen wichtig weil die es auch aus einer größeren Betroffenheit heraus schon früher damit angefangen haben ihre Abhängigkeit von China zu reduzieren.
also da gibt's schon seit sehr langer Zeit diese Diversifizierungsbemühungen weniger Rohstoffe aus China mehr tatsächlich selbst fördern aufbereiten mit anderen Ländern in Südamerika oder Kanada-Partnerschaften schließen. Also, da kann Deutschland durchaus was von Japan lernen. so gesehen und Korea... Da sind wir jetzt.
zum einen weil hier die Asienpazifikonferenz der deutschen Wirtschaft stattfindet eine recht große Konferenz, wo man sich dann austauscht vernetzt, Geschäfte macht, Partnerschaften anbahnt. aber auch bei Korea ist ein relativ stark im Bereich der sogenannten industriellen KI wenn es zum Beispiel das man Das ist ein Hoffnungswert in Deutschland, dass wir da kommen.
Genau! Dadurch, dass Deutschland weder Deutschland noch Korea die großen KI-Modelle entwickelt – das machen die Amerikaner und die Chinesen dieser Markt – ist verteilt. Aber was man mit der KI macht, das ist jetzt der nächste Zukunftsmarkt. Da will Deutschland eine wichtige Rolle spielen, die KI in der Industrie anwenden.
Und da ist Korea schon ... schon deutlich weiter, wie da KI in Fabriken zum Einsatz kommt. Dann auch durchaus die Lücken, die eine alternde Gesellschaft in der Belegschaft lässt, dann füllt. und auch da geht es darum zu lernen. aber das heißt natürlich immer wir schließen Abkommen auf Augen oder Partnerschaft.
Der Nvidia-Chef war ja letzte Woche in Berlin und hat genau diesen Punkt gemacht und gesagt Deutschland hat diesen enormen Datenschatz an Industriedaten. Und ja, der Witt hat dann natürlich auch das nächste große Geschäft. Aber wäre jetzt auch meine Perspektive eine Chance für Deutschland da im KI-Bereich auch ein Stück vom Kuchen abzukriegen?
Genau richtig! Also da sind wir sicherlich gut aufgestellt. hier mit an Bord ist auch der Chef des Maschinenbauverbandes mit gereist. also Da wurde auch die Wirtschaftsdelegation schon so ausgesucht, dass das gut passt. KI, Industrie, Rüstung spielt da auch eine wichtige Rolle also... Das ist ganz gut gemischt!
Aber meine Frage wäre, waren wir in Deutschland lange zu naiv? Warum passiert das alles erst jetzt? diese Suche nach neuen Partnern dieser neue Kurs gegenüber China und meine These dazu warum das so lange...? Dauert ist eigentlich, also das hat einmal mit unserem Bild vom Freihandel zu tun. Der Freihandel ist liberalen Ökonom erst mal heilig.
es gibt da eine zweihundert Jahre alte Theorie die im Kern auch stimmt. wenn zwei Länder miteinander handeln profitieren am Ende beide davon eigentlich ganz egal wie reich oder arm diese länder sind der kuchen wächst für beide. Wie gesagt, die Theorie stimmt auch im Kern aber die stimmt nur unter besonderen Voraussetzungen.
Unter anderem natürlich wenn beide Seiten mit fairen Regeln spielen nicht übermäßig subventionieren und nicht die Währung manipulieren Und so weiter. Dieser Erkenntnisprozess hat viel zu lange gedauert, ne? Auch viele Ökonomen waren davon überrascht beim China-Shock I., aber der ist ja nun auch schon wieder ein Vierteljahrhundert her und klar die deutschen Unternehmen haben tolle Geschäfte gemacht.
Die haben bestimmt superlobbyiert in Berlin, VW und Co. Wie toll das alles in China leutet! Ja, ist es nicht immer so... Ist es nicht nur immer so dass der Leidensdruck erst so... Also erstmal groß sein muss oder groß werden muss bevor tatsächlich was passiert. Also ich meine, das erleben wir ja in so vielen Politikfeldern... Du musst spüren dass es weh tut damit du etwas veränderst.
Genau aber die anderen EU-Länder waren da schon ein Schritt weiter. Deutschland war auf der EU-Ebene immer der Bremser wenn es darum ging gegen China auch ein bisschen härter vorzugehen und das war der Stand garantiert. die wirtschaftlichen Eigeninteressen dahinter ist jetzt mal meine These. Auch die Industrie hat da ja durchaus ein Lernprozess gehabt.
Ich erinnere mich, noch im Jahr twohntausendneunzehn gab es große Aufregungen in Berlin, weil der BDI, der Große Industrieverband einen Papier veröffentlicht hatte, in dem China als systemischer Rivalen bezeichnet würde und das war hoch umstritten in der Industrie. Das fanden viele überhaupt nicht gut, dass die Spitze des BDI so vorgeprescht ist geändert, also inzwischen sagen ja mehr Unternehmen so hier helft uns bitte und zieht Schutzzäune hoch damit wir nicht noch mehr von chinesischen Waren geflutet werden.
Also auch da hat sich ja durchaus was verändert, nicht nur politisch. Ich habe mal eine Zahl im Kopf die deutschen Exporte nach China im Laufe diesen Jahres bislang sind im Vorjahresvergleich um ungefähr zwölf Prozent zurückgegangen. Da sieht man mal das Ausmaß und es ist eine wichtige, einer der wichtigsten Exportpartner die wir haben.
Insgesamt kann man jetzt kurz zum Positiven wenden. Die deutschen Exporte laufen nicht so schlecht wie das vielleicht scheint weil die deutschen Unternehmen schaffen es nämlich gerade in der EU ihre Maschinen zu verkaufen und ihre Autos. insgesamt haben wir also Ein plus und das ist auch vielleicht ein Signal der Stärke, mit dem man gegenüber China auch auftreten kann.
Und auch gegenüber Amerika. also wir sind nicht so schwach wie es jetzt manchmal scheint. Es gibt dieses riesige Chinaproblem. aber lasst uns mal ganz kurz auf die EU-Ebene schauen. da war ja Mitte des Monats gab's einen EU-Gipfel um China. Und im Vorfeld wurde daher auch lansiert, was die EU plant an Folterinstrumenten gegen China und vor allem zwei Dinge.
Eins ist das sogenannte Zweitschlags-Instrument also wenn die Chinesen sagen wir mal uns von irgendeiner seltenen Erde abschneiden, die wir unbedingt brauchen kann in Brüssel die Kommission auf den Knopf drücken und China vom europäischen Binnenmarkt und von diesen Abermillion Kunden abschneiden. Das gibt es noch nicht, aber das wird jetzt auf den Weg gebracht.
und das andere ist dieses Diversifizierungsinstrument dass Unternehmen wirklich dazu gebracht werden müssen dann auch zwangsmäßig dazu gebracht werde müssen sich nicht zu abhängig von China zu machen. Und das war ja natürlich bekannt und die Chinesen haben im Vorfeld dieses Gipfels Ja, ein Zugeständnis gemacht und gesagt.
Wir liefern nur noch, ich glaube, dreihundertfünfzigtausend Hybridfahrzeuge im Jahr nach Europa. Und das ist eine... und steigern das auch jedes Jahr um wenige Prozent. Da sieht man ja mit dieser... mit so einer Doppelstrategie, Diplomatie aber auch zeigen was wir zu bieten haben kann man in China was erreichen.
Genau, das ist richtig. Aber die große Voraussetzungen, die Europäer müssen dafür geeint auftreten. Das war lange Zeit nicht so und das hat sich jetzt tatsächlich zumindest in einer wesentlichen Achse geändert. dieses Zweitschlagsinstrument was du erwähnt hast. Das haben Merz und Macron zusammen vorgeschlagen der EU-Kommission und dadurch hatte es natürlich sehr viel Macht.
und also wenn du mich jetzt von einem Jahr gefragt hättest ob März in der China Politik auf Macron-Linie, der ja schon immer ziemlich China kritisch war liegen würde. Ich hätte dich glaube ich ... Ja, ähm... Ich hätte mich natürlich ernst genommen und darüber nachgedrückt auch das so sagen könnte aber ... Aber ich hätte dir wahrscheinlich versucht es auszureden.
Und jetzt sind wir genau an diesem Punkt! Das ist schon wirklich erstaunlich. Es ist aber nicht so dass das total unumstritten ist. Also es gibt in der CDU durchaus im Wirtschaftsflügel einige die und das mit etwas Befremden so registrieren, was da gerade passiert. Auch die Wirtschaftsministerin ist nicht ganz davon begeistert, weil sie eigentlich auch eher mehr den partnerschaftlichen Aspekt und nicht den Handelshürden- und Drogebertenaspekt betont.
Und gut umgekehrte SPD ist das alles noch nicht genug? Die würde am liebsten für chinesische Investoren in Deutschland einen Joint Venture zwang verankern und solche Sachen. also Ich glaube, die China-Politik wird jetzt schon noch weiter umkämpft sein. Aber im März hat auf jeden Fall eine grobe Linie festgelegt und hatte mit dieser Reise auch unterstrichen ... Da sollen jetzt dann auch im nächsten Jahr das deutsch-japanische Regierungskonsultationen geben.
Und Korea soll nächstes Jahr vom Digitalgipfel das Partnerland sein. Also da wird auch einiges dafür getan, dass es so Öffentlichkeitswürze deutlich wird. klingt jetzt alles Kooperationsvereinbarung, Partnerschaftsabkommen und und. Ich war nicht begeistert als ich diese Texte angeboten habe. Und ja, Drucken was halt?
Ja nein so ist das nicht gemeint! Ich frage mich nur wirklich... Was wird das am Ende de facto bringen? Wird ein deutsches Unternehmen dadurch mehr Umsätze im Ausland machen werden, Arbeitsplätze in Deutschland dadurch tatsächlich gesichert. Wie ist denn da nur so nah dran bis deine Einschätzung? Nee ich glaube schon du kannst ja nicht in Zahlen jetzt festmachen wie viel das sein wird.
aber ich glaube einfacher ist für die Unternehmen jetzt, wenn sie mit dem Kanzler hier unterwegs sind. Dass Sie ernst genommen werden in diesen Ländern? Dass sich Türen öffnen, die sonst vielleicht verschlossen bleiben würden und dass das natürlich auch hilft um die wirtschaftliche Basis dieser Unternehmen dann zu verbessern und davon profitieren.
also profitieren wäre entweder wenn es Exporter aus Deutschland hier nach Asien sind oder wenn die Unternehmen hier vor Ort investieren, Fabriken bauen und die dann Gewinn machen. Dann hilft das ja auch uns in Deutschland. Also von daher finde ich glaube schon dass sich das auszahlt. aber es wäre natürlich jetzt eine Illusion zu glauben, dass sich alle Unternehmen von China los sagen und sagen also ab heute nur noch Japan, Vietnam und Singapur heien Das wird natürlich nicht so sein.
Die Unternehmen fahren eine sowohl als auch Strategie Sowohl China als auch andere Länder in Asien Und die deutschen Unternehmen haben ja unglaublich viel in China investiert. Also BASF hat in China ein Werk, das ist so groß wie das große Werk in Ludwigshafen. VW hat einen zweites Wolfsburg da aufgebaut und diese Woche kamen die Meldung, dass sie diese Fabrik jetzt nutzen weil sie ihn ... Ich denke mal auch aus dem Grund, weil Sie in China einfach nicht mehr so viele verkaufen, dass Sie diese Fabrike aber nutzen um die ganzen Länder, die du jetzt auch bereist hast in Südostasien von dort aus dann zu beliefern mit billigeren, guten Autos.
Das heißt ja die werden da ja nicht verschwinden. Und umgekehrt kommen auch die Chinesen nach Europa. so BYD der Elektroautohersteller ist ja dabei Fabriken auch in Europa zu bauen. Da dürften mittelfristig auch mehrere Zehntausend Arbeitsplätze in Europa entstehen. also auch dafür ändert sich was. Da ist ja auch erstmal gar nichts Verwerfliches dran, aber was mich jetzt schon interessieren würde.
Würdest du denn sagen wir brauchen noch höhere Handelshürden? Noch mehr Abschottung mit China als wir es jetzt haben? weil da gibt's ja immer zwei Seiten. also einmal ist natürlich schön wenn die günstigen Elektro Autos aus China hier auf den Markt kommen und wir die kaufen und nutzen können. andererseits Ja, gibt's ja auch wirklich von der OECD-Erhebung dazu.
Wie stark diese Produkte subventioniert sind? Dass das eine Wettbewerbsverzerrung ist, dass hier die Arbeitsplätze wegfallen... Wie kann man da einen Gleichgewicht finden? Mein Eindruck ist, was da jetzt geplant ist über bestimmte Import oder Exportkontingente zu sprechen bei ... zu hohen Subventionen auch Zölle zu erheben, dass das schon berechtigt ist.
Ich glaube noch mehr musst du da jetzt im Moment nicht ins Schaufenster stellen. ich glaube die Botschaft in China ist schon angekommen. Wenn man sich Europa wehren muss, ja. Wir sind in einer nicht so schlechten Verhandlungsposition. China ist auch auf uns angewiesen auf Europa. Der amerikanische Markt ist für China faktisch zu seit Donald Trump die Zollhürden hochgeschraubt hat und von daher haben wir da ein Pfund mit dem wir wuchern können ... Ich glaube aber, dass sich niemand der Illusion hingeben sollte.
Dass wir uns als EU quasi einzäunen können vor um liebsamem Wettbewerb. BYUD baut jetzt auch Fabriken in Europa. die werden auch den Fahrzeug von VW, BMW und Co. Konkurrenz machen. also das ... Der Wett Bewerb bleibt uns erhalten und das ist ja auch gut für uns als Konsumenten weil dann gibt es besser Produkte günstiger ... haben den Antrieb sich zu verbessern.
Ich meine, VW würde nicht ein Elektroauto für... ... was sind's? ...und zwanzigtausend Euro oder was entwickeln, wenn ich der Druck aus China so groß gewesen wäre,... ...dass sie jetzt auch mal etwas in diesem Preissegment machen muss.". Auch nicht nur der Druck! Auch technologisch kann man ja inzwischen.
was lernen offensichtlich von den Chinesen wie die ihre Fabriken-Design-, Wie die ihre Autos zusammensetzen und was die mit den Batterien machen. Das ist ja wirklich einen Technologievorsprung, von dem dann auch deutsche Kunden am Ende wiederum... profitieren können. Johannes, jetzt haben wir hier schon eine halbe Stunde geredet und du hast mich nicht einmal nach Ihnen das Klaus gefragt!
Ihnen ist mehr? Deutschland sucht die Superpräsidentin, Bundespräsidenten. Das war das Thema hier auf der Reise. Okay, das hatte ich verfolgt. bis nach Asien, okay? Ja natürlich hat mich das verfolbt. bis nach asien und ich habe ganze Texte darüber geschrieben. Ja ja hab' ich gesehen. Du hast sie gelesen.
Ist die sehr unbekannte CDU-Fraktionsvorsitzende in Hessen der CDU? Wird's die Bundespräsidentin? Äh ... Ich glaub es nicht! Ich glaube es wird irgendeiner. Aber Friedrich Merzi, das glaub ich nicht so oder will es noch nicht sehen. Das Thema hat uns hier auch verfolgt und ich fand das nur interessant weil ... Ich hab die Woche jetzt mehr Teamsnachrichten zu Ines Klaus und dieser Präsidentenfrage geschrieben als zu den Asien-Themen.
da war die Zentrale irgendwie nicht ganz so interessiert. Okay, die Berliner Hauptstadt Bubbelbubbelt bis nach Asien? Alles klar! Und die Frankfurter Bubblebubbled... Die Bubbled! Genau Ja, dann würde mich jetzt dein Fazit mal interessieren. Hat das sich gelohnt für den Kanzler für Deutschland diese fünf Tage, die ihr in Asien schon unterwegs seid?
Ich finde es schon. Also klar gab's auch schon im Vorfeld der Reise Kritik oder zumindest die Frage so muss das denn sein? also muss er da jetzt fünf Tage durch Asientouren und quasi Manager bespaßen. aber ja ich finde er muss das machen weil Wir müssen, können unseren Wohlstand nur erhalten. Wenn die Unternehmen sowohl in Deutschland als auch draußen in der Welt bestehen können und dafür braucht es eine politische ... Ich bin nicht benannt, man das rutsch sparen oder also irgendwer muss das ja in die Wege leiten dass sich Beziehungen verbessern Und das können eben vor allem die hochrangigen Politiker von daher Ja war das war das eine gute Reise.
ich ja ich hatte diese ganze Präsidentinnen Kiste nicht gebraucht. Das ist für mich wieder so ein Thema, wo sich dann alle drauf stützen. aber davon steht Deutschland nicht unbedingt besser da. Aber ja ich würde es auch nicht malig machen. wie ist dein Fazit? Mein Fazit ist eigentlich auch eher ein positives weil ich glaube der Kanzler in Deutschland insgesamt hat er jetzt eine Ton, eine Strategie gefunden die sinnvoll ist und die eigene Stärke nicht zu sehr zu verstecken.
Partner suchen, diesen Begriff der Mittelmächte weiter ausbauen. Das ist genau das was Deutschland auch als Exportnation eben braucht. Man kann nicht nur auf einem Bein oder zwei Beinen stehen, aber man sollte als Volkswirtschaft auf mehreren Beinen steht und das läuft gut. und ich glaube auch dass so das Gleichgewicht gegenüber China im Moment oder der Ton ganz gut getrunken wird.
Man bruskiert China nicht direkt, aber man zeigt auch dass das zumindest an den Stellen, an denen China unfairer Handelspraktiken anwendet wir auch dagegen halten werden. So darf ich jetzt ins Bett? Nee darfst du noch nicht! Wir fragen jetzt nämlich erstmal unsere Hörerinnen und Hörern nach ihrer Meinung.
wie sieht es denn da aus? vielleicht ist der ein oder andere der beim Industrieunternehmen arbeitet auch persönlich betroffen Härtere Handelsbandagen, Barrieren gegen China. Oder wird uns das nur auf die Füße fallen? Wie ist denn Ihre Meinung? Schreiben Sie uns gern auf Spotify und YouTube, LinkedIn, per Mail oder Podcasts at FAZ.de.
Wir sind da sehr gespannt! Das betrifft viele Leute. wie ist Ihre Meinung? Ich würde aber vermuten dass nicht ganz so viele Zuschriften kommen zu unserer Isabel. Ich glaube, Julia hat Wortfindung. Du kannst gleich in dein Bett rüberspringen! Aber es stimmt wir haben ja letzte Woche über antifaschistische Wirtschaftspolitik gesprochen und die Frage mehr Isabella Weber wagen sprich ein sozialismus leid in deutschland und es gab wirklich eine flut an zuschriften.
vielen dank dafür. wir kommen kaum hinterher das alles zu lesen und zu beantworten. das tun wir natürlich. Und es gab ganz unterschiedliche lager. die einen haben gesagt Warum beschäftigt man sich überhaupt mit diesen abstrusen Theorien von Preisbindung und Verstaatlichungen? Und wollten davon gar nichts wissen.
Die anderen haben gesagt, ja sie hat doch zu allein hundert Prozent recht. dieses neoliberale Regime muss doch endlich mal aufhören. Es gab auch differenzierte Meinungen dazwischen. bei manchen... Kann man auch noch mal was lernen. YouTube schrieb ein Nutzer zum Beispiel, dass ja Ludwig Erhardt den haben wir auch erwähnt in der letzten Folge als denjenigen, der die Preise liberalisiert hat in Deutschland das der aber auch nach dem Die Preise einmal freigegeben wurden in einen großen Generalstreik in Deutschland hineinliegen, wo die Leute auf die Barrikaden gegangen sind.
Weil das Leben so teuer wurde und dann die Preise erst mal wieder festgesetzt worden. Das stimmt auch später wurden sie wieder freigegieben. aber das gehört natürlich auch zur Wahrheit zur Entstehungsgeschichte der sozialen Marktwirtschaft. Und der Nutzer schreibt, wenn die Politik da scheinbar keine Lösung hat sondern vor dem Hintergrund multipler Krisen den einfachen Bürger noch mehr zumutet.
Dann kann es dazu kommen dass sich sogar die Bückbürger dagegen stemmen und ihrem Frust freien Lauf lassen so nach dem Motto Macht kaputt was euch kaputt macht. Wollen wir mal hoffen das wird an diesem Wochenende nicht auf dem den Straßen erleben. Tilo Franz schrieb uns zu den Preiskontrollen. Wie soll das im Detail eigentlich dann aussehen?
Will man die Anbieter dazu zwingen, etwas zu diesen regulierten Preisen zu verkaufen. Will man Leistungsträgern verbieten ins Ausland auszuwandern oder sich ins Privatleben zurückziehen wenn sie das nicht mitmachen wollen? Also die Frage nach den Details zu Frau Weber wurden gestellt. und dann bei Spotify.
da wollte ich auch kurz noch was vorlesen. Da schrieb jemand Tom Die beste antifaschistische Wirtschaftspolitik ist die soziale Marktwirtschaft, denn die von Frau Weber proklamierte Wirtschaftstheorie ist doch schon mehrfach krachend gescheitert im Kommunismus, im Sozialismus und im Nationalsozialismus.
Das ganze Gerede über dieses Buch ist deswegen vergeuderte Zeit! Wir haben aber trotzdem das ganze Interesse an diesem Thema zum Anlass genommen und können schon mal ganz vage ankündigen, dass wir natürlich auch mit Isabella Weber selbst den Austausch suchen. Und wer weiß? Im November wird es vielleicht einmal eine Isabella-Weber-Folge hier geben.
Spoiler! Spoiler?! Genau. Ja, ein kleiner Aufblick auf die nächste Woche Auf die nächste Woche. Du bist wieder in Berlin, wie schön! Es liegen nicht mehr X Stunden und Kilometer zwischen uns? Was steht an? Genau. Ja unter anderem mal wieder ein Termin mit Friedrich Merz da ganz spannend sein könnte. am Mittwoch ist er nämlich beim SPD Wirtschaftsforum und wird dort eine Rede halten wenn er nicht zu erkältet ist.
wir waren ja. als wir in Tokio waren hatten sich die Organisatoren was ganz Tolles ausgedacht. Eine Dachtterrasse, ganz im achzehnten Stock über dieser weltberühmten Shibuya-Kreuzung also wo man die Fußgänger aus allen Richtungen auch diagonal über die Zebra streifen. Laufen ist bei schönem Wetter sicherlich auch ein super Spot.
Leider hatte es halt so gefühlt neun Grad, einen eisiger Wind fegte durch Tokio und der Kanzler war ohnehin schon so ein bisschen erkältet und war nicht ganz so epig darauf, da jetzt zu lange da oben zu stehen. von daher mal gucken ob sich die Erkältung wieder verfliegt. Der Kanzer ohne Matze? Ja, das ist auch ziemlich kalt!
Ja, der Kanzler ohne Mütze und ohne Anzug. Na okay! Ohne Anzug? Was hat er denn anhört? Entschuldigung. nein jetzt schlägt das Reise-Dilirium durch. Ohne Mantel wollte ich nicht. Wir hatten uns gefragt warum hat keiner ihm einen Mantel gegeben als er sich davon in Kameras? Dabei ist doch bei Sankt Martin, da kann man den Mantel auch mal teilen.
Julia, wir haben das vergessene Thema noch vergessen und da will ich aber doch nochmal darauf hinweisen an dieser Stelle. Das vergessende Thema ist aus meiner Sicht die Tatsache dass während alle auf die Benzinpreise starren massiv der Gas- und der Strompreis an dem an den Terminmärkten nach oben schießt.
eine megawatt Stunde Strom kostet da hundertfünfzig Euro inzwischen. Das ist doppelt so viel wie zu Jahresbeginn und das wird auf kurz oder lang, auf die Verbraucherpreise durchschlagen. Da muss man kein hellseher dafür sein. Und meine Prognose Julia im Winter spätestens im Frühling reden wir hier wieder über Strompreisbremsen und Gaspreisbremsen in Deutschland.
Gute Rückreise! Ja Das war's dann jetzt aber wirklich von Leur und Pennecamp. Vielen Dank fürs Zuhören, vielen dank auch an Anna Schrörer und Florian Hofmann, unsere beiden neuen Kollegen die uns hier ganz tatkräftig bei Leur & Pennecamp unterstützen! Und jetzt heißt es wieder raus aus dem Bubbles rein ins Bett.
Julia würde ich sagen alles Gute. Hier kann gerade jede Menge Nachrichten während wir sprechen auf meinem Handy rein. Ich geh jetzt noch mal an die Bar, ich bin jetzt wieder wacht und wieder wach gemacht. Du und diese Cola das ist doch was Schönes! Das ist ein Kompliment, ich hoffe es hat allen gefallen.
viel Spaß und bis nächste Woche wenn es wieder heißt Lörr und PenneCamp.