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F.A.Z. Podcast für Deutschland· Folge 2092

Israel ohne klare Mehrheit · Merz in Japan · DFB-Pokal Sechzehntelfinale

Mittwoch, 28. Oktober 2026 · 10 min

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Shownotes

Podcast für Deutschland am Morgen
Kein Sieger bei der Wahl in Israel

Nach der ersten Wahl seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 zeichnet sich in Israel eine komplizierte Regierungsbildung ab. Weder das Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu noch die Opposition erreichte eine Mehrheit von 61 Mandaten – ein vorläufiges Endergebnis könnte noch mehrere Tage auf sich warten lassen.

Eine Frau für Schloss Bellevue – nur welche?

Die SPD und CSU favorisieren Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, doch die CDU bringt nun eine eigene Kandidatin ins Spiel: Ines Claus, stellvertretende CDU-Vorsitzende und Fraktionschefin im Hessischen Landtag. Eine Entscheidung soll bereits Anfang November fallen, als möglicher Termin gilt die CDU-Präsidiumssitzung am 9. November.

Merz zu Besuch beim „asiatischen Kernpartner"

Bundeskanzler Friedrich Merz setzt seine Asienreise heute in Japan fort, wo er von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi empfangen wird und an einem deutsch-japanischen Wirtschaftsgipfel teilnimmt. Beide Länder verbinden gemeinsame Werte und Herausforderungen – von der Abhängigkeit gegenüber den USA bis hin zur Sicherung freier Handelswege.

„Woche der Wahrheit" an den Finanzmärkten

Die US-Notenbank Fed entscheidet heute über ihren nächsten geldpolitischen Schritt, wobei Analysten eher mit einer Zinspause als mit einer Erhöhung rechnen. Parallel legen Techriesen wie Microsoft und Alphabet ihre Quartalszahlen vor, während der KI-Anbieter Anthropic mit einem Börsenprospekt den Countdown zu seinem Nasdaq-Debüt gestartet hat – inklusive einer 90-seitigen Liste von Risikofaktoren.

Rund um die Uhr: Deutsche Börse startet 24/7-Handel

Seit Dienstag können Anleger Aktien der 40 Dax-Konzerne über die Plattform 360X auch nachts und am Wochenende handeln. Damit nimmt die Deutsche Börse europaweit eine Vorreiterrolle ein – allerdings dürften die Spreads außerhalb der regulären Handelszeiten deutlich größer ausfallen als im klassischen Xetra-Handel.

Warum den Flüssen das Wasser fehlt

Deutschlands große Flüsse leiden weiterhin unter Niedrigwasser – ausgelöst durch schneearme Winter in den Alpen, Rekordtemperaturen im Sommer und unterdurchschnittliche Herbstniederschläge. Experten sehen im Klimawandel die Hauptursache und fordern mehr Raum für Flüsse und Auen sowie die Vernässung von Mooren.

Welcher Bundesligaklub fliegt noch aus dem DFB-Pokal?

Fünf Bundesligisten sind bereits in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden, darunter Werder Bremen nach einem dramatischen 2:3 gegen den BVB. Heute Abend stehen unter anderem das Erstligaduell Paderborn gegen Stuttgart sowie die Partie FC Bayern gegen den 1. FC Magdeburg auf dem Programm.

Eine Produktion von ella Verlag und Medien GmbH (ella-verlag.com/podcast) für F.A.Z.

Host: Jan Niklas Andresen

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zur Folge? Schreiben Sie uns gerne per E-Mail: podcast@faz.de

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Guten Morgen. Heute an diesem Mittwoch, dem eighthundzwanzigsten Oktober richtet sich der Blick zunächst nach Israel. Nach der Wahl zeichnet sich keine klare Mehrheit ab. Die Regierungsbildung dürfte kompliziert werden. Außerdem setzt Bundeskanzler Friedrich Merz heute seine Asien-Reise in Japan fort Und im DFB Pokal geht es um die letzten Plätze im Achtelfinale.

Diese und weitere Themen hat Simon Hüsken aus der FHZ Redaktion für sie zusammengestellt. Mein Name ist Janiklas Andresen und wir freuen uns, dass auch Sie mit uns in den Tag starten. Die Wahl in Israel hat zunächst keinen klaren Sieger hervorgebracht. Nach aktuellem Stand ist die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mit rund siebenundzwanzig Sitzen stärkste Kraft.

Dahinter folgt die Yashar Partei des früheren Militärchefs Gadi Eisenkott mit etwa einundzwantzig Mandaten. Für eine Regierung reicht das aber keinem der beiden Lager. Netanyahus bisherige Koalition kommt in den wichtigsten Prognosen auf etwa einundfünfzig bis zweifünftig, der insgesamt hundertzwanzig sitze – die Opposition auf etwa fünfzig bis einundfünftig!

Für eine Mehrheit sind einundsechzig nötig. Eine entscheidende Rolle könnten damit die arabischen Parteien spielen, die zusammen auf achtzehn- bis neunzehn Mandate kommen.". Bei gut einem Viertel der ausgezählten Wahlohnen liegt Netanyahu's Lager derzeit deutlich vorn und käme rechnerisch sogar auf eine Mehrheit.

Dieser Zwischenstand ist allerdings ausdrücklich noch nicht repräsentativ – viele Stimmen unter anderem von Soldaten und Reservisten werden erst später ausgezählt. Entsprechend unterschiedlich bewerten Eisencotte und Netanyah das Ergebnis bislang. Eisencott sieht darin einen Votum gegen den bisherigen Ministerpräsidenten.

Die Bevölkerung hat für einen Wechsel gestimmt, die Koalition des Versagens hat das Vertrauen der Menschen verloren. Die israelische Bevölkerung hatte gegen eine weitere Amtszeit Netanyahu als Ministerpräsident Israels gestimmt. Netanyah sieht das offensichtlich anders und warnt vor einer Regierung, die auf die Unterstützung arabischer Parteien angewiesen wäre.

Wir müssen eine starke nationale rechte Regierung bilden. Es ist verboten, schlicht verboten Israel dadurch zu gefährden dass eine Regierung gebildet wird die auf antizionistische arabische Partei angewiesen ist was am frühen morgen bereits fest steht. die regierungsbildung dürfte schwierig werden. Die gute Nachricht für die Demokratie, die Wahlbeteiligung lag bei seventy-seven Prozent und damit so hoch wie seit nineteenhundertneunundneunzig nicht mehr.

Bis endgültig feststeht wer Israel künftig regiert kann es noch Wochen dauern. Bevor's weitergeht. ganz kurz dieser Hinweis in eigener Sache! Nächste Woche am dritten November wählen die USA. Was bei den Midterms entschieden wird hat Folgen weit über Washington hinaus Für Deutschland, für Europa, für die Märkte.

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Den Link zum Angebot finden sie in unseren Shownotes. Wer folgt Frank-Walter Steinmeier ins Schloss Bellevue? Über diese Frage zeichnet sich ein möglicher Streit zwischen CDU und CSU ab. Die CSU wirbt seit Längerem für die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Eigner, auch aus der SPD gibt es inzwischen deutliche Unterstützung für sie.

Die CDU wiederum will offenbar eine eigene Kandidatin ins Renn schicken. Seit gestern wird dabei vor allem Einnahme genannt, Ines Klaus. Die neunundvierzigjährige ist stellvertretende CDU-Vorsitzende und Fraktionschefin im hessischen Landtag. Auf die mögliche Kandidatur angesprochen sagte sie es sei eine große Ehre in diesem Zusammenhang genannt zu werden.

Anders als Eigner hat Klaus bislang keine Regierungserfahrung auf Landes oder Bundesebene. Eigner war mehrere Jahre. Bundeslandwirtschaftsministerin Friedrich Merz hat sich bislang nicht festgelegt. Anfang November soll die CDU entscheiden, mit wem sie in die Wahl des nächsten Bundespräsidenten gehen will.

Bundeskanzler Friedrich Merts setzt seine Asienreise heute in Japan fort. In Tokio trifft der Ministerpräsidentin Sanae Takaiichi und spricht unter anderem über Wirtschaft, Sicherheit und die Zusammenarbeit in der Rüstungspolitik. März hatte Japan kurz nach Takaiji's Amtsantritt als asiatischen Kernpartner Deutschlands bezeichnet.

Beide Länder verbindet vor allem ihre Abhängigkeit vom freien Welthandel und von den USA als Sicherheitspartner. Gleichzeitig stehen sie vor ähnlichen Herausforderungen in Industrie- und Technologie. Wir wollen unseren Wohlstand sichern, wir wollen unsere Wettbewerbsfähigkeit bewahren. Wir müssen unsere Interessen in einem internationalen Umwelt der neuen Großmachtkonkurrenz behaupten.".

Begleitet wird der Kanzler von rund dreißig Managern. Bei einem deutsch-japanischen Wirtschaftskipfel soll es heute unter anderem um engere Kooperationen zwischen Unternehmen beider Länder gehen. Auch China dürfte eine Rolle spielen, Merz hatte bereits zum Auftakt seiner Reise in Singapur erklärt die deutsche Chinapolitik werde erwachsen.

Deutschland wolle sich wirtschaftlich stärker absichern, ohne sich von China abzukoppeln. Japan ist die zweite Station auf März fünftägiger Asienreise. An den Finanzmärkten steht eine besonders ereignisreiche Woche an. Heute entscheidet zunächst die US-Notenbank Fed über ihren weiteren Kurs bei den Zinsen.

Die Inflation in den Vereinigten Staaten liegt weiterhin über dem zwei Prozentziel. Trotzdem rechnen die meisten Analysten heute nicht mit einer weiteren Zinserhöhung. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird derzeit nur auf rund neun Prozent geschätzt. Viele erwarten, dass die Fett mit dem nächsten Schritt bis Dezember wartet!

Für Anleger geht es in diesen Tagen aber nicht nur um die Geldpolitik – Heute legen auch Microsoft und die Google-Mutter Elferbett neue Quartalszahlen vor. Morgen folgt dann Amazon…. Zusätzlich entscheidet morgen die Europäische Zentralbank über die Zinsen am Freitag die Bank of Japan. Für Bewegung sorgte außerdem der geplante Börsengang von Entropic, der KI-Anbieter hinter Claude will im November an den Nest deck und strebt dabei offenbar eine Bewertung von bis zu zwei Billionen Dollar an – kein Wunder also dass Marktbeobachter bereits von einer Woche der Wahrheit sprechen!

Deutschlands große Flüsse führen weiterhin ungewöhnlich wenig Wasser. Besonders sichtbar ist das am Rhein, wo breite Uferstreifen trocken liegen und sonst überspülte Inseln weit aus dem Wasser ragen. Nach Angaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde liegen die Abflussmengen vieler Orts im Bereich sehr niedrig oder sogar extrem niedrig.

Die Ursachen reichen bis in den vergangenen Winter zurück. In den Schweizer Alpen viel wenig Schnee, im Sommer ließen hohe Temperaturen zusätzlich viel Wasser verdunsten. Auch der Herbst hat bislang zu wenig Regen gebracht um die Lage deutlich zu entspannen. Fachleute sehen darin auch eine Folge des Klimawandels.

Künftig dürften sich Trockenheit und Hochwasser stärker abwechseln. Gleichzeitig fordern sie, Flüssen und Auen wieder mehr Raum zu geben. Morisch stärker zu vernessen und Wälder auszubauen. Die niedrigen Pegel haben längst praktische Folgen. Wegen der angespannten Lage bleibt das Sonnen- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen teilweise bis zum zwanzigsten Dezember ausgesetzt.

Und zum Schluss noch den Blick auf den DFB Pokal. Fünf Bundesligisten sind in der zweiten Runde bereits ausgeschieden Mindestens einer kommt heute noch dazu. Am Abend treffen der SC Paderborn und der VfB Stuttgart direkt aufeinander. Für eines der beiden Teams ist der Pokal damit garantiert vorbei. Titelverteidiger Bayern München empfängt den ersten FC Magdeburg.

Trainer Vincent Kompani fehlt krankheitsbedingt, dafür steht Ballon d'Or Gewinner Harry Kane zur Verfügung! Und dann ist da noch der letzte große Außenseiter aus dem unteren Liegen. Regionalligist Jedelo II spielt gegen zweitliga Tabellenführer Hertha BSC um den Einzug ins Achtelfinale.

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