- #153 Religion & Spiritualität
- #153beste Platzierung
- monatlichErscheinungsrhythmus
- 34 mintypische Länge
- 15. Okt.letzte Folge
Passen Feminismus und Bibel zusammen? Auf jeden Fall, sagen die Theologinnen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich. Sie ordnen biblische Texte mit feministisch und sozialgeschichtlich geschultem Blick neu ein. Sie hinterfragen tradierte Lesarten und interpretieren die biblischen Geschichten ungewohnt – nämlich politisch und zugleich spirituell. Sie lesen die Bibel als ein Buch der Beziehungen, auf der Suche nach Heilwerden, Gerechtigkeit und Frieden. Und sie verbinden diese Suche mit den Fragen der Gegenwart.
Ulrike Metternich und Luzia Sutter Rehmann engagieren sich als Bibelwissenschaftlerinnen seit rund 30 Jahren für eine feministische Theologie. Ulrike Metternich leitete als Projektstudienleiterin an der Evangelischen Akademie zu Berlin 16 Jahre lang die Feministische befreiungstheologische Sommerakademie. Luzia Sutter Rehmann ist Professorin für Neues Testament an der Universität Basel, hat mehrere Bücher veröffentlicht und für die Bibel in gerechter Sprache das Lukas-Evangelium neu übersetzt.
www.eaberlin.de/feministische-bibelgespraeche
Folgen
Nennt niemanden Vater auf Erden
Warum eigentlich ist dieses Jesuswort eher unbekannt: „Ihr sollt niemanden Vater nennen auf Erden“ (Matthäus 23,8-12)? Es enthält eine fundamentale Machtkritik – und ja: Die betrifft das Patriarchat. Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metterni
Anders in die Welt sehen
Was heißt „neu und anders in die Welt sehen“? Dem gehen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich in dieser Folge anhand von zwei Bibelstellen nach: Paulus sieht nach seinem „Damaskuserlebnis“ alles neu. Diese Erfahrung setzen die beiden T
Paulus lesen im Schatten des Imperiums
Die kühnste Vision des Paulus steht in seinem Brief an die Galater:innen: Es soll kein Über- oder Untereinander von jüdischen und griechischen, freien und versklavten, männlichen oder weiblichen Menschen geben. Im Gespräch mit der Theologin
Jesu wahre Verwandte?
In einer Episode im Markusevangelium (Mk 3,30-35) fallen von Jesus die Worte: „Wer ist meine Mutter? Wer sind meine Geschwister?“ In dieser Folge stellt Luzia Sutter Rehmann die gängige Auslegung, hier gehe es um einen Familienkonflikt, Wor
„Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“
Die letzten Worte am Kreuz hat Jesus in seiner Muttersprache Aramäisch gesprochen: „Eli, eli, lema sabach thani?“ (Matthäus 27,46-50) Warum legen die Evangelien Jesus Worte aus Psalm 22 in den Mund? Und warum in seiner aramäischen Mutterspr
Nicht sakrosankt: Das Schweigegebot auf dem Prüfstand
Viele Bibelübersetzungen lassen noch immer das „Schweigegebot für Frauen“ (1 Kor 14,34-35) unkommentiert stehen, als ob es gottgegeben oder doch zumindest von Paulus wäre. Aber stammt das Schweigegebot überhaupt von Paulus? Und sollen chris
SklavInnen in der Gemeinde von Korinth
Im römischen Korinth galten Sklavinnen und Sklaven nicht als Menschen, sondern als Körper, als sprechende Werkzeuge. Sie konnten beliebig für sämtliche Bedürfnisse ihrer BesitzerInnen gebraucht oder missbraucht werden. Die kleine messianisc
Schwimmt gegen den Strom! Der Brief an die Gemeinde in Rom
Zu Gast bei Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich ist die Theologin Claudia Janssen, die für die Bibel in gerechter Sprache den Brief an die Gemeinde in Rom („Römerbrief“) übersetzt hat. Der erweist sich im Gespräch als Zeugnis einer l
Brot in schlechten Zeiten
Die „Speisung der Fünftausend“ lässt sich auch als eine Gegengeschichte zum Bankett des Herodes lesen, an dem Johannes der Täufer ermordet wurde. Bei Herodes herrschte Überfluss, während draußen die Menschenmengen hungerten. Die Herrschende
Thekla, Paulus und die Rolle der Frauen
Die Akten der Thekla und des Paulus spiegeln einen Konflikt wider, der in den christlichen Kirchen bis heute nicht gelöst ist: Wie steht es um die volle Gleichberechtigung der Frauen? Die kleine Schrift aus dem 2. Jahrhundert erzählt von de
Pharisäer*innen?!
Wer waren eigentlich die Pharisäer, von denen in denen im Neuen Testament so oft die Rede ist? Waren Sie wirklich Gegner Jesu? Oder waren es gerade sie, die sich zutiefst für seine Lehre interessierten, ja ihn regelmäßig einluden? Und gab e
Gekrümmt und aufgerichtet
Eine Frau sitzt in sich zusammengesunken in der Synagoge. Jesus hilft ihr, sich wieder aufzurichten. Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich legen neben diese Geschichte aus dem Lukas-Evangelium (Lk 13,10-17) eine römische Münze, auf der
Augäpfelchen – Jairus' Tochter
Ein Mädchen legt sich hin, verstummt und stirbt. Warum? Was hat das Kind? Sein Vater rennt durch die Gassen und drängt sich durch die Volksmenge zu Jesus. Den fleht er an, seine Tochter zu retten, damit sie lebe. Luzia Sutter Rehmann und Ul
Marthas Frage
Martha – ist das nicht die mit dem Kochlöffel? Die sich bei ihrem Gast Jesus beschwert, ihre Schwester lasse sie allein dienen (Lukas 10,38-42)? Jahrhundertelang wurde das Dienen der Martha als Bewirtung und Küchenarbeit verstanden. Dabei l
Zu ihrem Gedächtnis
Die Passionsgeschichte beginnt mit einer geheimnisvollen Frau. Sie betritt die Bühne, nachdem die Mächtigen und Romfreundlichen sich im Hofe des Hohenpriesters abgesprochen hatten, Jesus festnehmen und töten zu lassen. Sie kommt mit äußerst
Fieber, Feuer, Auferstehung
Dass Frauen und ihre Entdeckungen oft übersehen werden, ist heute gut erforscht. Auch die erste Frau, die im Markus-Evangelium auftritt, wurde immer wieder übersehen: die Schwiegermutter des Petrus. Sie wurde geheilt und bediente Jesus und
Der mutige Sklave: Das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden
Ein Sklave der seinem Herrn widerspricht? Das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden (Lukas 19,11-28) hält der Gesellschaft einen Spiegel vor und entlarvt Herrschaftsstrukturen. Ulrike Metternich und Luzia Sutter Rehmann betten es in die Re
Die Jungfrau Maria
Ein Engel kündigt Maria an, dass sie schwanger werden soll. Was wurde nicht alles über Marias Schwangerschaft gesagt! Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich stellen die biblischen Worte in die Mitte und entdecken dabei eine kritische ju
Elisabet. Eine Frau tritt aus dem Schatten
Die biblische Figur der Elisabet steht meist im Schatten Marias, der Mutter Jesu. Aber die Mutter Johannes des Täufers ist weit mehr als das Vorprogramm von Weihnachten. Sie ist die erste Frau im Lukas-Evangelium. Ulrike Metternich und Luzi
Die törichten Jungfrauen
Im Zentrum dieser Podcast-Folge stehen junge Mädchen. Im Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen (Matthäus 25,1-13) müssen sie in der Nacht draußen — auf der Strasse, vor der Tür — auf einen Bräutigam warten, bis sie eingelassen w
Nächstenliebe auf dem Prüfstand
Gibt es eine feministische Seite an der Nächstenliebe? Sehr oft wurden und werden von Frauen Liebe und Verständnis bis zur Selbstaufgabe gefordert. In dieser Folge ihres Podcasts ordnen die Theologinnen Ulrike Metternich und Luzia Sutter Re
Die zwölf Apostel – alles Männer?
Sind die zwölf Apostel, feministisch gesehen, ein hoffnungsloser Fall? Nein, im Gegenteil: Punkt für Punkt schauen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich die Zahl Zwölf an: In den Namenslisten der Evangelien gibt es zum Beispiel Variati
Die Frau, die Jesus widerspricht
Eine Frau kommt zu Jesus und bittet um Hilfe, denn ihrem kleinen Kind geht es sehr schlecht. Es heißt, es hätte einen Dämon. Doch Jesus will nicht so recht helfen. Eine seltsam schwierige Begegnung beginnt – zwischen Jesus und einer klugen
Der Tod muss warten. Aufstehen gegen Gewalt
Ein Teenager wird in einer Kleinstadt zu Grabe getragen. Jesus sieht die trauernde Mutter – und die vielen Menschen, die sie begleiten – und tritt an die Bahre. Diese Geschichte aus dem Lukas-Evangelium lesen Ulrike Metternich und Luzia Sut
Gotteskraft hautnah
Eine Frau berührt die Kleider Jesu und spürt: Ihre leidvollen Blutungen hören auf – und sie beginnt zu reden. Diese Geschichte aus dem Markus-Evangelium verlangt keinen kindlichen Wunderglauben, und doch spürt die Frau in der Berührung etwa
Maria Magdalena ohne Klischee
Wer war die in den Evangelien erwähnte Maria Magdalena und was ist ihre Botschaft? Wir fragen nach, was in den Texten steht und was reine Legendenbildung ist. Die Frau aus Magdala war wohl kaum die Geliebte Jesu, wie mitunter gemutmaßt wurd
Junia und das weite Netz von Freund:innen
Netze von Freundi:nnen, die tragen und die Welt verändern – das gab es schon zu biblischen Zeiten. Und ausgerechnet Paulus macht diese Netzwerke sichtbar. Lange Zeit wurden die Frauen in diesem Beziehungsnetz übersehen, kleingeredet oder so
Rahel – die standhafte Frau mitten in der Gewalt
Rahel ist die große Frauenfigur in der Geschichte Israels und in der Weihnachtsgeschichte. Im Zusammenhang mit dem Befehl des Königs Herodes, alle kleinen Kinder in Bethlehem zu ermorden, wird an Rahel mit einem Zitat aus dem Prophetenbuch
Frieden, um Himmels willen!
Warum steht der Name des römischen Kaisers Augustus in der Weihnachtsgeschichte? Roms Macht reichte damals bis in den Nahen Osten, bis nach Bethlehem. Die jüdische Bevölkerung war dem militärisch Unterwerfungsfrieden schutzlos ausgeliefert.
Fromm und politisch: Maria singt
Was Maria im ersten Kapitel des Lukas-Evangeliums singt, ist höchst politisch. In ihrem „Lobgesang“ geht es um die Umkehrung der politischen Verhältnisse und die Entmachtung der Mächtigen. Marias Lied ist von der Poesie der Psalmen geprägt