Food Crimes - Was schmeckt dahinter?

Die Giftmörderin vom Niederrhein

Dienstag, 30. September 2025 · 53 min

MP3

Shownotes

Maria Velten führt ein Leben voller Entbehrungen. Mehrfach verwitwet, bleibt sie immer wieder mit Kindern und Sorgen zurück. Doch hinter ihrem unscheinbaren Alltag verbirgt sich ein Geheimnis: Über zwei Jahrzehnte sterben enge Angehörige und Ehemänner plötzlich und unerwartet. Erst durch einen Zufall kommt ans Licht, dass die Frau ein tödliches Muster verfolgt. Wie kam es dazu? Und wie konnte sie so lang unentdeckt bleiben?

Die Doku, auf die wir uns beziehen: ARD (2009): „Das Blaubeer-Mariechen“ aus „Wenn Frauen morden“. Von Ute Bönnen und Gerald Endres.

Die ganze Folge als Videopodcast inklusive aller Bilder findet ihr hier: youtube.com/zdfbesseresser

Noch mehr Infos zum aktuellen Fall findet ihr auf Instagram unter @wasschmecktdahinter.

"Food Crimes - Was schmeckt dahinter?" wird produziert von Storyhouse Productions.

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Im Oktober 1982 feiert Doris Lehmann zusammen mit ihrer Familie den Geburtstag ihres Vaters. Bernhard wird 86 Jahre alt. Doch das ist an dem Tag nicht der einzige Grund zum Feiern, denn es ist auch noch der Hochzeitstag von Bernhard. Und zwar der erste. Vor einem Jahr hat er noch einmal geheiratet. Eine sehr viel jüngere Frau, Maria, aber naja, Hauptsache er ist glücklich.

Denn vor allem nach dem Tod seiner ersten Ehefrau, die er bis zum Schluss gepflegt hat, freuen sich seine Kinder, dass es ihrem Vater wieder besser geht. Er ist zwar zugegebenermaßen nicht mehr der Jüngste, aber er ist gesund und munter und hat Lust, das Leben jetzt nochmal so richtig zu genießen. Und das macht natürlich mehr Spaß, wenn man dabei nicht allein ist.

Wie praktisch, dass er Maria kennengelernt hat. Die 65 Jahre alte Frau ist ebenfalls verwitwet und weiß, wie sich das anfühlt, wenn der Ehepartner stirbt. Mit Maria kann Bernhard all die Dinge tun, für die er in den letzten Jahren beim Pflegen seiner Frau keine Zeit mehr hatte. Sie ist fit genug, um Ausflüge mit ihm zu machen und, was ihm ebenfalls gut gefällt, sie kann gut kochen.

Aber schon ein Jahr nach der Hochzeit hat Doris, Bernhards Tochter, ein komisches Gefühl. Es fiel mir auf, dass die Blumen fehlten. Es stand nirgendwo ein Blumenstrauß. Es war ja nicht nur der 86. Geburtstag meines Vaters, es war ja gleichzeitig ihr erster Hochzeitstag. Und da habe ich meinen Vater mal so gefragt, als Maria gerade beschäftigt war, Papa, wo sind denn die Blumen? Hast du keine Blumen gekauft?

Und da hat er mich seltsam angeschaut. Ich habe auch da keine Antwort bekommen, weil, ja, kann Maria zurück und wir tranken weiter Kaffee, aber er hat mich seltsam angeschaut. Ja, und im Nachhinein denke ich, dass er an seinem 86. Geburtstag, dass er da schon irgendwie eine Ahnung gehabt hat, dass irgendetwas nicht stimmt. Und dass irgendetwas nicht stimmt, damit werden sowohl Bernhard als auch Doris leider recht behalten.

Denn die neue Frau ihres Vaters trägt ein dunkles Geheimnis mit sich rum. Und nur durch einen glücklichen Zufall kommt die Wahrheit ans Licht. Das ist Food Crimes. Was schmeckt dahinter? Mit Florian Reza und Lilly Temme. Ja, Flo, ich habe heute einen Fall mitgebracht. Eine Familiengeschichte. Und ich habe heute einen Fall mitgebracht, den sich mehrere Menschen in meinen Direktnachrichten bei Instagram gewünscht haben.

Spannend. Es ist ein sehr bekannter Fall. Okay, ich habe noch nie davon gehört. Ja, da bin ich jetzt froh. Aber vielleicht hat der eine oder die andere Hörerin schon mal von dem Fall gehört. Ich habe ihn trotzdem ausgesucht für heute, weil er in Verbindung steht mit einer Geschichte, über die wir hier schon einmal gesprochen haben.

Da kommen wir noch drauf zu sprechen hast du schon gesagt in welchem Jahr die Geschichte spielt, Ja, hast du gesagt, ne? Warte. Ja, hab ich. Ja, wie immer, ey, wirklich Jahreszahlen und Namen. Das ist ein relativ wichtiger Bestandteil für einen Podcast, aber irgendwie geht das nicht rein in unseren Kopf. Wann spielt die Geschichte?

Sie spielt in den 80ern. In den 80ern, okay. Und es hat was mit einem Fall zu tun, den wir schon mal behandelt haben. Ja. Du kannst ja ein bisschen drauf rumdenken. Ich werde an entsprechender Stelle mit dir darüber einmal sprechen. Ja, okay. Aber da gab es Verbindungen und die fand ich irgendwie aufregend oder auf jeden Fall spannend.

Und deswegen wird es heute um diesen bekannten Fall gehen. Alle O-Töne habe ich aus einer ARD-Doku-Reihe aus dem Jahr 2009, die ich euch in der Infobox auf jeden Fall verlinken werde. Wenn ich jetzt den Titel dieser Doku-Reihe nennen würde, würde ich, glaube ich, schon zu viel verraten. Deswegen mache ich das noch nicht.

Gut, gut. Ich bin sehr gespannt. Einen Familiendrama hatten wir jetzt eine Zeit lang nicht. Interessanterweise kommt nächste Woche auch von mir eins. Wir haben uns wahrscheinlich beide in ähnliche Richtungen wieder hier recherchiert oder in ähnliche Themengebiete. Ja, ich bin sehr gespannt, weil der Altersunterschied sind 21 Jahre.

Ich finde, es ist natürlich ein riesiger Altersunterschied in dem Alter. Ich meine, ich bin noch ein kleines Stück davon entfernt, aber so stelle ich mir das zumindest vor, in dem Alter, ob du jetzt fünf Jahre, zehn Jahre oder 20 Jahre auseinander bist, das kann schnell mal passieren. So, ja, verwischen, weil manche Leute sind ein bisschen aktiver, andere sind weniger aktiv, man hat vielleicht einfach gemeinsame Interessen, es ist ja nicht mehr so, dass das körperlich so sehr im Vordergrund steht, habe ich gehört, ja, also, habe ich gehört.

Und deswegen würde ich auf den Altersunterschied mal gar nicht, also, natürlich ist der groß, aber der löst bei mir jetzt noch keine Red Flag aus. Okay, spannend, dass du das so siehst. Ich kann den Gedanken nachvollziehen. Aber klar, man befindet sich vielleicht an einem ähnlichen Punkt im Leben, weil beide schon mit, falls vorhandenen Jobs, fertig sein müssten in dem Alter.

Aber ich finde zwischen 65 und 86 bin ich schon noch ein kleiner Unterschied. Aber gut, das können wir uns ja mal merken. So ist auf jeden Fall die Ausgangssituation jetzt, in der wir uns befinden. Bevor es mit der Geschichte losgeht, natürlich, wie immer der Hinweis. Es gibt Fotos und weiteres Material auf unserer Instagram-Seite.

Was schmeckt dahinter? Schaut da gerne mal vorbei. Abonniert diesen Podcast bei Spotify oder bei Apple oder wo auch immer ihr diesen Podcast hört. Abonniert natürlich auch ZDF Besseresser, falls ihr das nicht schon längst getan habt. Und schreibt uns gerne Fälle, über die wir mal sprechen sollen, wenn ihr möchtet, dass wir sie hier behandeln, indem ihr uns private Nachrichten schreibt.

Am besten bei Instagram. Ich glaube, das ist das leichteste. Apropos privat. Lady, wir konnten ja gerade nicht privat sprechen, bevor der Podcast hier losging, weil wir ein bisschen Zeitstress heute haben. Aber wo wir beim Thema Familie sind und Familienessen, wollte ich dir noch erzählen, wir waren nämlich gestern in New York für ein Abendessen und dann ist Macron vorbeigelaufen.

Nicht dein Ernst? Ja, weil hier ist ja gerade UN-Week und dann war auf einmal so eine 30-köpfige Traube, die da vorbeigelaufen ist. Und ich weiß nicht, was das genau für eine Garde ist, Aber es war irgendwie so eine französische Militärkarte. Und der Typ hatte so einen sehr quadratischen Hut, wie man das aus den 50ern kennt von so Straßenpolizisten.

Also es war so eine ganze Entourage, die mit ihm da die Straße runtergelaufen ist. Und er ist da gerade Macron vorbeigelaufen. Das ist ja voll aufregend. Hat wirklich heute nichts mit dem Fall zu tun. Naja, in New York müsste man halt Abendessen gehen. So, aber die Geschichte wollte ich dir eigentlich nur mal kurz erzählen.

Ja, danke. Weil wir noch nicht privat sprechen konnten. Ich habe mir die extra aufgespart für dich. Ja, ja. Ach toll. Vielleicht wollen die Leute uns ja auch ein bisschen kennenlernen. Vielleicht auch nicht. Wenn nicht, schreibt das gerne. Was gab es denn zum Abendessen? Das würde mich jetzt interessieren.

Ich will immer wissen, was die Leute essen. Ja, es war fantastisch. Also wir hatten da ein ganzes Menü. Es gab Brisket, also so ganz langsam gekochtes Fleisch. Es gab, oh Gott, ich muss das einmal durchgehen, richtig geile grüne Bohnen mit viel zu viel Knoblauch. Es gab Challah, also so ein Priochebrot. Es gab ...

Alles Mögliche. Also das Restaurant heißt Peggy's. Wer mal in New York ist, da vorbei schon. Es war sehr lecker. Schön. Wenn ich dich irgendwann mal besuchen kommen sollte, können wir da vielleicht auch einen Abschlecht machen. Was heißt denn für sollte? Das klingt ja so als wäre das well. Ja, werde. Das ist jetzt kein Katzensprung, Flo.

Aber wir fangen an mit der Geschichte. Wir kommen von der Geschichte weg. Wir verheddern uns hier. Richtig. Wir springen jetzt erstmal zurück in die Anfänge des Lebens von besagter Maria. Maria wird 1916 geboren und wächst in Armut am Niederrhein auf. 1934, mit 18 Jahren, heiratet sie und bekommt vier Kinder mit ihrem Ehemann.

Aber die Ehe ist alles andere als glücklich. Ihr Mann ist Alkoholiker und betrügt sie. Im Zweiten Weltkrieg muss er an die Front und kehrt niemals zurück. In den Nachkriegsjahren bekommt sie zwei weitere uneheliche Kinder und versucht jetzt, sich als alleinerziehende Mutter und ihre mittlerweile sechs Kinder irgendwie über Wasser zu halten.

Da sie keine Ausbildung hat, findet sie keine Arbeit und sie lebt mit ihren Kindern in Notunterkünften. Aber Maria weiß, das kann kein Dauerzustand sein. Sie muss sich und ihre Kinder irgendwie aus dieser notdürftigen Situation befreien. Sie will, dass ihre Kinder ein besseres Leben haben. Sie will geordnete Verhältnisse.

Und deshalb beschließt sie, einen neuen Mann zu suchen. Einen, der ihre schwierige finanzielle Situation verbessern kann. Und den findet sie 1959. Sein Name ist Peter Eulenpesch. Auch er ist verwitwet und auch er bringt viele Kinder mit in die neue Beziehung. Einige sind schon aus dem Haus, aber als er und Maria zusammenziehen, leben zehn Kinder bei den beiden.

Es gibt natürlich ein Foto von Maria und Peter. Ja, und den zehn Kindern? Nein. Das ist amtlich. Zehn Kinder finde ich auch viel, gelinde gesagt. Also ich komme mit meinem eigenen Leben manchmal schon nicht klar und ich habe noch keine Kinder, aber manchmal frage ich mich, ob ich das jemals oder wenn ich das mal haben sollte, wie ich dann sein werde, wie das so laufen wird. Agro. Ich glaube.

Weniger Trash-TV-guckend auf jeden Fall. Naja, ich habe dir auf jeden Fall das Foto geschickt. Die beiden sehen nicht aggro aus. Also dafür, dass die zehn Plagen zu Hause rumrennen. Wahrscheinlich sind die auch schon ein bisschen älter. Aber die beiden sehen relativ entspannt aus. Das ist eine charakterstarke Tapete im Hintergrund.

Das stimmt. Und die beiden sehen irgendwie entspannt, gemütlich aus. Ist wahrscheinlich bei einem Familienfest entstanden, das Bild. Sie sehen ein bisschen schicker gekleidet aus. Also jetzt wahrscheinlich nicht so, wie man jeden Tag rumgelaufen ist. Wir sehen beide super nett aus. Warte mal, das ist er, der 20 Jahre älter ist? Oder ist das noch ein Mann davor?

Nein, das ist Peter Eulenpesch. Das ist der, der 20 Jahre älter ist? Nee, das ist nicht der Mann aus dem Intro. Das ist jetzt erst mal Peter Eulenpesch. Wir befinden uns jetzt im Jahr 1959. Peter Eulenpesch, das klingt wie so ein Name eines bildenden Künstlers. Ja, war er nicht ganz, der Peter. Ja, sie sehen super nett aus, irgendwie herzlich. Da gibt es, glaube ich, eine gute Götterspeise bei den beiden zu Hause mit Vanillesoße.

Ja, Nachtische spielen im Leben der Maria eine Rolle. Oh, oh, oh, okay. Aber weißt du, das ist für mich so ein 60er-Jahre-Gericht. Wackelpudding mit Vanillesoße. Vanillesoße. Vanille. Vanille. Habe ich sehr lange nicht mehr gegessen. Ja. Wahrscheinlich das letzte Mal auf einer Party und der hatte eine Wodka-Infusion.

Isst du nicht, warte mal, bei dem deutschen Restaurant, wo wir hin und wieder essen gehen, gibt es doch auch manchmal als Nachspeise so einen Wackelpudding, den lässt du immer aus. Immer wenn ich da mit euch hingehe, gibt es nicht den Wackelpudding, sondern da gibt es irgendwelche anderen Pudding-artigen Dinge und ich mag ja keinen Pudding.

Das wäre auch so ein Restaurant, was wir eigentlich hier mal droppen sollten. Auf der anderen Seite sind die Preise dort so dermaßen günstig und nicht, dass das jetzt so ein In-Ding wird, nicht, dass das jetzt so hochgehypt wird. Flo, also überschätzt man nicht deinen Einfluss auf die Welt. Okay, da sage ich einfach, es ist in der Nähe der Brückenstraße in Berlin.

Gibt es ein deutsches Restaurant, wo man sehr günstig, sehr geil essen kann. Boah, lecker, lecker. Und wir kommen hier vom Fall weg. Also, die beiden sehen sehr nett aus. Ja, du findest, ja. Die sehen nett aus. Es gibt Götterspeise, findest du, und alles gut, alles schicki, alles klar. Die beiden, also Maria und Peter, leben nach traditionellem Rollenmodell.

Sie kocht, putzt, schmeißt den Haushalt und kümmert sich um die Kinder. Er kümmert sich um das Geld. Doch schon bald hat Maria nicht mehr nur zehn Kinder zu Hause zu versorgen, sondern auch noch ihren Vater. Die beiden haben kein besonders gutes Verhältnis. Er hat die Familie im Stich gelassen, als Maria noch ein Kind war.

Aber er ist pflegebedürftig und Maria nimmt ihn bei sich auf. Das macht sie aber vor allen Dingen auch aus einem Grund. Als ehemaliger Lokomotivführer bekommt er eine gute Rente und Maria bekommt als Gegenleistung für ihre Pflege Zugriff auf die Rente. Diese zusätzliche Einnahmequelle kommt ihr ganz gelegen.

Der Preis, den sie dafür zahlt, ist jedoch hoch. Ihr Vater ist cholerisch, rastet ständig aus, will bei Maria und ihrem Mann Peter über alles bestimmen. Er sieht sich als Familienältester und auch als Familienoberhaupt. Und das passt Maria überhaupt nicht. Und gleichzeitig wird ihr Vater immer pflegebedürftiger und Maria muss viel Zeit dafür aufwenden, sich um ihren kranken Vater zu kümmern.

Sie hat irgendwann das Gefühl, dass die Arbeit, die sie reinsteckt, nicht adäquat entlohnt wird. Die Rente ist gut, aber auch nicht so gut, dass sich ihr Lebensstandard merklich verbessert. Dann die regelmäßigen Tyranneien des Vaters. Maria ist überfordert. Und ihr Mann Peter ist auch keine große Unterstützung.

In dieser Zeit keimt in Marias Kopf zum ersten Mal der Gedanke auf, wie es wohl wäre, wenn ihr Vater nicht mehr leben würde. Sie kommt auf eine Idee. Denn in den Medien wird gerade von einer aufsehenerregenden Mordserie berichtet. Ist das der Hinweis? Ist das der Querverweis in den 80ern? Nee, jetzt sind wir noch nicht in den 80ern. Wir sind in den 60ern.

Ist das, den Namen habe ich vergessen, war das unser dritter Fall aus Köln? Äh, äh. Es ist ein Fall, den du gemacht hast. Den ich gemacht habe. Ah, ist das das E605? Mhm. Ich habe einen O-Ton dabei aus der Wochenschau von damals. Okay. Den hören wir jetzt. Vor dem Mainzer Schwurgericht begann der Prozess gegen die 31-jährige Christa Lehmann aus Worms.

Ihr wird ein Giftmord, ein versuchter Mord und ein versuchter Totschlag zur Last gelegt. Ja, das ist also die Geschichte, die ich eben angesprochen habe, die in Verbindung steht mit unserem heutigen Crime. Christa Lehmann ist das Stichwort. Wenn ihr die Folge noch nicht gehört habt, tut das gern. Ja, ich schaue gerade mal nach. Die war? 31. März. Ja, schau mal nach.

31. März. Ah, vom 31. März, ja. Ja, also es ist jetzt auf jeden Fall so, dass der Fall von der Christa Lehmann durch die Medien geht und Maria, die Protagonistin der heutigen Folge, von Christa Lehmann hört. Und ich sage jetzt mal, sich inspirieren lässt. Das ist ja bei vielen negativen Ereignissen, so würde ich es mal zusammenfassen, immer wieder ein Thema, wie sehr berichtet man darüber, weil es natürlich immer eine gewisse Inspirationsquelle oder einen Anschub geben kann.

Und ja, ich bin gespannt, ob sie jetzt auch auf das E605 setzt oder auf was anderes, Weil bei dem E605 war ja das Thema, dass es relativ zugänglich war für Christa Lehmann. Und ja, ich bin gespannt, wo es hingeht. Ja, du hast das Gift schon angesprochen. Genau wie Christa Lehmann organisiert Maria sich jetzt also Gift.

Und zwar E605, ein Pflanzenschutzmittel, das man damals noch in jeder Drogerie kaufen kann. Seit 2002 ist es übrigens erst verboten. Sie mischt das Gift ins Essen, das sie ihrem Vater zubereitet. Was genau sie ihm zubereitet, ist nicht bekannt. Aber der kranke alte Mann stirbt. Und niemand ist über den Tod des alten Herrn verwundert. Der Hausarzt stellt einen Totenschein aus, der Bestatter kommt und Marias Vater wird beerdigt.

Sie ist überrascht, wie leicht es ging. Das ist ja wirklich sehr, sehr ähnlich zu Christa Lehmann. Ich will jetzt noch nicht so viel vorwegnehmen, wie die Geschichte ablief, Aber ja, da gibt es auf jeden Fall Parallelen. Es bleibt auch nicht bei der einzigen Parallele. Innerhalb kürzester Zeit ist Maria von einer Hausfrau und Mutter zu einer Mörderin geworden.

Und niemand hat es bemerkt. Wir befinden uns jetzt im Jahr 1963. Sie ist 47 Jahre alt. Doch es dauert nicht lang. Da steht Maria vor einem neuen Problem. Eine alte Tante von ihr benötigt ebenfalls Hilfe bei der Bewältigung ihres Alltags. Sie bittet Maria, sie zu pflegen und Maria willigt ein. Als sie bettlägerig wird, gibt sie Maria die Vollmacht für ihr Konto, damit Maria sich um Einkäufe und andere Dinge kümmern kann.

Doch dann kommt es zum Streit. Denn Maria hebt heimlich mehr Geld ab als vereinbart, um Dinge für ihre Kinder zu kaufen. Ihre Tante ist sauer, das war schließlich nicht der Deal und sie fühlt sich hintergangen. Maria zeigt keine Spur von Einsicht, deshalb erstattet ihre Tante Strafanzeige gegen sie. Und, das kann man sich ja sicher vorstellen, das Verhältnis der beiden wird immer schlechter.

Nachdem Marias Tante zwei Schlaganfälle erleidet und ihre Betreuung immer mehr Zeit in Anspruch nimmt, entscheidet sich Maria dazu, auch ihrem Leben ein Ende zu setzen. Sie mischt ihr E605 in die Medizin. Und Marias Tante stirbt. Wieder stellt der Hausarzt einen ganz normalen Totenschein aus, wieder kommt der Bestatter und Marias Tante wird beigesetzt.

Maria ist jetzt zweifache Mörderin. Und wieder hat es niemand bemerkt. Ich habe übrigens mal nachgeschaut und eine Studie der Uni Rostock aus dem Jahr 2017 hat festgestellt, dass 27 Prozent aller Totenscheine mindestens einen schwerwiegenden Fehler aufweisen. Also die Fehlerquote in Totenscheinen ist erschreckend hoch, damals wie heute.

Das ist auf unterschiedliche Gründe zurückzuführen. Also man kann jetzt nicht einfach nur sagen, dass es eine lästige Arbeit für Ärztinnen ist und die ihren Job schlecht machen. Das hat natürlich auch was damit zu tun, dass es viele Gesetze und Vorschriften gibt, die so eine Totenscheinausstellung komplizierter machen.

Es gibt unterschiedliche Gründe. Auch einer ist, das betont der Leiter dieser Studie, dass viele Ärzte, die einen Totenschein ausstellen, dass ihnen einfach die Routine fehlt. Weil das manchmal einfach Hausärzte sind, die zweimal im Jahr zu einer Leichenbeschauung kommen. Und ja, und das einfach... Dass ihnen einfach die Routine fehlt, ne? Genau. Der Leiter dieser Studie, der Rechtsmediziner ist, betont...

Ganz kurz, weil es ist gut, dass du das ansprichst, weil ich habe wirklich die ganze Zeit, während du diese Fälle jetzt durchgegangen bist, mir gedacht, in dieser Zeit, wie viele... Leute wurden nicht aufgedeckt, weil das, ich meine jetzt, dass sie irgendwann aufliegt, wissen wir ja wahrscheinlich, sonst wäre dieser Fall nicht bekannt.

Aber wie viele Leute haben eben genau das gemacht und haben dann eben vielleicht beim ersten oder nach dem ersten Mal aufgehört und es ist nie rausgekommen. So wie groß ist die Dunkelziffer? Weil so wie, da haben wir auch in unseren Entführungsgeschichten schon drüber gesprochen, wie viele Entführungen gab es, von denen man eben nichts mitbekommen hat. Es gibt ja immer irgendwo auch Fälle, die eben am Ende nicht an die Öffentlichkeit kommen.

Und das finde ich vor allem in dieser Zeit, wenn das jetzt schon die zweite Geschichte ist, die nach einem ähnlichen Muster funktioniert, wie viele diese Fälle gab es, die nie aufgedeckt wurden? Vor allen Dingen, weil der Fall heute auch nur aufgedeckt wurde, weil es einen anderen Vorfall gab, der dann dazu geführt hat.

Man weiß natürlich nicht, man kann jetzt nicht sagen, ob er niemals aufgeklärt worden wäre, aber du hast schon recht und den Gedanken hatte ich natürlich auch beim Recherchieren, dass die Dunkelziffer wahrscheinlich relativ hoch ist, weil es sehr einfach war, in dieses Gift zu kommen. Und gerade wenn die Leute alt und krank sind guckt vielleicht jemand nicht ganz so genau hin.

Bei Maria und ihrem Mann Peter kehrt nach dem Tod der Tante erstmal wieder etwas Ruhe ein die ersten Kinder sind aus dem Haus Maria wird zum ersten Mal Oma, aber eine Sache bereitet ihr immer wieder Bauchschmerzen Geld sie würde ihren Kindern und Enkelkindern so gerne schöne Dinge schenken, same Maria we feel you, Ja, sie würde ihren Enkelkindern und Kindern gerne schöne Dinge kaufen, Klamotten, Naschereien oder Ausflüge mit denen machen, aber das ist finanziell einfach nicht drin, weil ihr Mann Peter zwar einen Job hat, aber der ist auch nur einfacher Arbeiter und er kann weder lesen noch schreiben.

Also das heißt, die Aussicht auf einen besseren Job ist auch eher nicht gegeben. Und ständig geraten die beiden deshalb in Streit. Maria gibt viel zu viel Geld aus, Geld, das sie nicht haben. Und irgendwann hat Peter die sogenannte Schnauze voll und sucht sich einen Anwalt. Er will sich scheiden lassen.

Doch dazu wird es nicht kommen. Nachdem Peter Eulenpesch beim Anwalt war, erhält Maria ein Schreiben, in dem steht, dass ihr Ehemann die Scheidung eingereicht hat. Kurze Zeit später, im Jahr 1976, stirbt Peter Eulenpesch. Und vielleicht ist das zur Einordnung ganz interessant zu wissen. Bis 1977, also bis ein Jahr nach Peter Ollenpeschs Tod, gilt in Westdeutschland bei einer Scheidung das Schuldprinzip.

Also die Ehe gilt grundsätzlich als etwas fürs Leben, deswegen heiratet man. Geschieden wird nur in Ausnahmefällen und meistens dann, wenn ein Partner dem anderen gegenüber ein eindeutiges Fehlverhalten zeigt. Und wer schuld an der Scheidung ist, hat es danach richtig schwer. Zum Beispiel ist es dem schuldigen Partner fast unmöglich, das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder zu bekommen. Aber auch beim Thema Unterhalt sieht es schlecht für den oder die Schuldigen aus.

Einige Ansprüche fallen weg und stattdessen muss man sogar häufig den Ex-Partner noch unterstützen. Und zwar oft sogar dann, wenn man sich das gar nicht leisten kann. Das heißt, wenn Peter sich jetzt von Maria hätte scheiden lassen, weil sie zu viel Geld ausgegeben hat, das heißt, sie wäre die Schuldige, dann hätte es richtig schlecht für sie ausgesehen. Und das weiß sie natürlich.

Aber ganz ehrlich, auch wenn das jetzt 1977 reformiert wurde, auch heute, ist eine Scheidung nicht einfach mal so mir nichts, dir nichts gemacht. Also ich finde das, na klar, es ist fürs Leben, aber am Ende sozusagen gibt ja auch Ehen, die vielleicht glücklich aussehen am Anfang, aber dann in Gewalt oder in Abhängigkeiten rutschen.

Und dann da rauszugehen, einfach zu sagen, ich gehe jetzt und bin weg, das ist gar nicht so einfach. Nur weil du jetzt sagst, ich will nicht mehr in dieser Ehe sein, das reicht nicht. Also es ist, da müssen ja dann beide irgendwie zustimmen und man muss sich, Und es ist, finde ich, immer noch relativ absurd, wie kompliziert das eigentlich ist und wie, selbst wenn es sozusagen eine dysfunktionale Ehe ist, am Ende müssen beide zustimmen, da irgendwie rauszukommen.

Ja, damals war das aber vor allen Dingen für die Frau, weil viel mehr traditionelle Rollenbilder ja geherrscht haben und die Frauen häufig die waren, die zu Hause geblieben sind, kein eigenes Einkommen hatten und es, ja, wenn sie die Schuldige war, auch so aussah, dass sie wirklich nichts hatte am Ende, waren es sehr prekäre Situationen.

Und Maria möchte natürlich jetzt auf gar keinen Fall, dass Peter die Scheidung einreicht, beziehungsweise sie geschieden werden. Und deshalb entscheidet sich Maria für eine Option, die ihr vor ein paar Jahren schon zweimal geholfen, das sage ich jetzt in Anführungszeichen, hat. Nachdem sie für ihren Mann Essen gekocht hat, bringt sie ihm einen Nachtisch.

Pudding mit Blaubeeren. Der eignet sich besonders gut für das, was sie vorhat, denn in den Blaubeeren fällt die leuchtend blaue Warnfarbe des Gifts, das sie untermischt, nicht auf. Ah, okay, also das war schon mit einer Farbe versetzt. Zu der Zeit, ja. Ich konnte jetzt nicht herausfinden, ab wann die 605 diese Warnfarbe in sich hat, aber es sind ja jetzt ein paar Jahre vergangen seit ihrem letzten Mord.

Vielleicht ist das in der Zwischenzeit erst geschehen, weil vorher war nicht die Rede von einem Blaubeer-Pudding. Bei Christa Lehmann war das ja auch farblos. Ja, dann ist es in der Zwischenzeit blau eingefärbt worden. Und damit man das eben nicht merkt, mischt sie es in den Blaubeerpudding, weil die blaue Farbe da nicht erkennbar ist.

Und Peter verschlingt den Nachtisch und kurze Zeit später ist er tot. Und wieder geht alles seinen Gang. Wieder stellt der Hausarzt einen ganz normalen Totenschein aus. Wieder kommt der Bestatter und Peter Ollenpesch wird beigesetzt. Maria ist jetzt zweifache Witwe und dreifache Mörderin. Das ist krass. Wir hatten das ja schon häufiger im Podcast, dass viele Tötungsdelikte von Frauen auf Gift zurückgeführt werden.

Das macht ja auch Sinn, weil Frauen häufig körperlich unterlegen sind und deshalb eher zu Mitteln greifen, die keine körperlichen Auseinandersetzungen erfordern. Der andere Vorteil, will ich jetzt mal sagen, von Gift ist auch, dass man das einer Person ja einfach geben kann und dann auch das Haus verlassen kann, theoretisch.

Und dann bei diesem Sterbeprozess überhaupt nicht dabei ist. Also man hat irgendwie auch eine gewisse Distanz zu diesem ganzen Sterbeprozess, wenn man will. Bis jetzt ist sie immer da geblieben, hat das Haus nicht verlassen, wenn sie Menschen vergiftet hat. Aber ihr könnt euch ja vielleicht alle denken, dass das nicht Marias letztes Opfer ist.

Und bei ihrem nächsten Opfer verhält sie sich ein bisschen anders. Und ich erzähle euch jetzt wie. Maria will nach dem Tod ihres Ehemannes nicht alleine sein und findet über eine Zeitungsanzeige einen neuen Partner, mit dem sie auch zusammenzieht. Der ihr auch ein bisschen Geld bringt, oder? Weil das ist ja eigentlich auch ihr Thema gerade, weil sie hat ja keinerlei Einkommen groß.

Genau, sie hat kein Einkommen, denn sie hat sich ihre Witwenrente, das finde ich auch spannend, bei der Heirat mit Peter Eulenpesch schon auszahlen lassen. Das konnte man machen. Okay, krass. Das heißt, sie bekommt jetzt keine Witwenrente und ist dringend darauf angewiesen, Geld zu bekommen, ja. Wow, okay.

Ihre Kinder sind mittlerweile alle aus dem Haus. Trotzdem hat sie Regen Kontakt zu ihnen und will ihnen auch weiterhin Geschenke machen können und Kleidung kaufen und sucht jetzt einen neuen Partner, der das irgendwie finanzieren kann. Über eine Zeitungsanzeige findet sie ihn auch. Sein Name ist Heinrich Hückerseifer.

Die Namen? Maria ist mittlerweile 60 Jahre alt. Ja, mit den Namen haben wir es ja eh hier in diesem Podcast. Sie ziehen zusammen, aber schon kurz nachdem sie bei ihm eingezogen ist, fangen die Probleme an. Heinrich grabscht Marias Enkelin an. Dass ihre Familie von diesem Mann bedroht wird, passt ihr natürlich überhaupt nicht.

Ihre Kinder und ihre Enkelkinder fühlen sich da nicht wohl und nicht sicher. Und wir wissen ja mittlerweile, dass ihre Kinder und Enkelkinder für Maria wirklich das allergrößte und wertvollste sind und auch generell ist das Zusammenleben mit Heinrich nicht das, was Maria sich so erhofft hat. Ja, der ist so ein, ich würde jetzt mal sagen, so ein ekliger alter Mann, der nur zu Hause rumhängt und stellt irgendwann für Maria ein Problem dar.

Die beiden verstehen sich auch immer schlechter und wie löst Maria Probleme? Das ist jetzt Nummer 4, ne? Die Hand ist bald voll. Ja, sie serviert ihm eines Tages Blaubeerpudding. Dann geht sie aber in die Stadt, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Und als sie irgendwann später am Tag wiederkommt, sitzt Heinrich tot im Sessel.

Ein Totenschein wird ausgestellt, der Bestatter kommt. Maria kümmert sich um die Beerdigung. Mit Heinrich hat sie die vierte Person getötet. Aber er soll nicht das letzte Opfer bleiben. Findet das alles in der gleichen Stadt statt? Das findet alles in NRW statt. Sie ist ja am Niederrhein geboren. Zum Ende der Geschichte wohnt sie in Kempen.

Die nächste Person, die sie kennenlernt, kommt aus Wuppertal. Also in diesem Raum in NRW findet das alles statt. Ich überlege bloß gerade, ob es da dann unterschiedliche Zuständigkeiten etc. Gab, weil dass einfach eine Person oder im Umfeld einer Person viermal Menschen relativ überraschend sterben, das muss ja irgendwann mal jemand auffallen.

Es ist so, Maria hat jetzt nicht besonders viele Freunde, denen das irgendwie auffallen könnte. Der Bestatter sagt später aus, dass er sich darüber gewundert hat, dass je häufiger diese Frau jemanden bestattet, desto größer wird diese Beerdigung. Also sie hatte immer mehr Möglichkeiten, sich um eine tolle Beerdigung zu kümmern.

Es ist immer mehr finanzielle. Und jetzt, wo ich das ausspreche, fällt mir auch ein, wenn das immer der gleiche Bestatter war, wird das alles in einem relativ überschaubaren Radius stattgefunden haben. Ich sag mal so, der hatte eine gute Kundin. Ja, stimmt. Das wäre jetzt ein Turning Point, wenn die unter einer Decke stecken würden.

Aber ich kann schon mal spoilern, die stecken nicht unter einer Decke. Ich hole mal kurz einen Gast, aber du kannst die Geschichte gleich weiter. Flo holt einen Gast. Ich nehme an, dieser Gast ist klitzeklitzeklein. Ich nehme an, dieser Gast hat sehr viel Haar, rauhaar vielleicht sogar. Ähm... Oder? Ja, wir müssen jetzt hier mit Gast arbeiten, weil Madame ist wach geworden.

Nicht, dass ich die kleine Maus jetzt verschrecke mit meiner Gruselgeschichte. Nee, hörte ich ja nicht. Gut, dann soll ich schreien ins Mikro. Wir befinden uns jetzt im Jahr 1980. Und Maria ist nach dem Tod von Heinrich nicht lang allein. In Wuppertal lernt sie den 85-jährigen Witwer Bernhard Felten kennen, der bis vor kurzem seine Frau gepflegt hat.

Die ist mittlerweile verstorben und Bernhard sehnt sich nach einer Person, die noch fit genug ist, um Dinge mit ihm zu unternehmen, die für ihn da ist, damit er sich weniger einsam fühlt. Und er staunt nicht schlecht, als die wesentlich jüngere Maria sich für ihn interessiert. Nach Ablauf seiner Trauerzeit heiratet Bernhard dann schließlich Maria.

Sie heißt von nun an Maria Felten. Und von der Hochzeit der beiden habe ich ein Foto. Das werde ich euch jetzt zeigen. Ich habe kurz überlegt, ob die die Tapete jetzt zu den Kleidern umgearbeitet haben. Ja, es wird viel mit Farbmustern gearbeitet in dieser heutigen Folge. Also ich muss sagen, so von dem anderen Bild zu dem, was es jetzt ist, wirkt sie auf jeden Fall nicht mehr ganz so freundlich und offen.

Ich finde, sie hat eine gewisse Härte bekommen. Es mag sein, dass ich da jetzt was reininterpretiere. Und er erinnert mich an irgendjemand, an einen Politiker. Aber ich weiß gar nicht an wen. Ja, wie gesagt, ich mag das rein interpretieren. Ansonsten wirkt er eigentlich relativ glücklich und entspannt.

Ja, im Hintergrund sieht man auch noch ein paar Menschen stehen. Also sie haben auch nicht nur zu zweit geheiratet im winzigen Kreis, sondern mit ein paar Angehörigen und vielleicht auch seinen Freunden. Wie viele Jahre ist das jetzt nach dem anderen Bild ungefähr? Also wir haben jetzt 1981 und das andere Bild war ja aus den 60ern ungefähr, 20 Jahre später ungefähr. Okay, dafür hat sie sich nicht groß verändert, finde ich.

Aber der Gesichtsausdruck, der sich nach deinem Empfinden verändert, den können wir uns mal merken. Ich habe noch zwei andere Bilder heute dabei und ich finde auch, dass man in ihrem Gesicht eine Art von Veränderung sieht. Veränderung und auch irgendwie emotionalem Verfall, will ich es jetzt mal nennen, sieht.

Also die beiden sind jetzt verheiratet, doch schon nach einem Jahr Ehe im Jahr 1982 scheint das Verhältnis der beiden nicht mehr ganz in Ordnung zu sein. Der Tag, an dem Bernhard und Maria ihren ersten Hochzeitstag feiern, ist gleichzeitig auch Bernhards 86. Geburtstag. Das ist jetzt die Situation, in der wir uns auch im Intro befinden.

Und von dieser Zeit habe ich auch ein Foto. Kannst du da nochmal sagen, wie die beiden da für dich aussehen? Oh, also da ist jetzt die Stimmung ein bisschen abgesackt, würde ich sagen. Kalt, würde ich sagen. Also sie hat ein, also ihr hängt die Fluppe runter. Also das ist wirklich so von der freundlichen, offenen Frau auf dem ersten Foto zu dem Bild.

Das ist wirklich Tag und Nacht und auch er, ja, wirkt eher so, oder seine Augen sagen, ganz ehrlich, müssen wir dieses Foto jetzt hier machen. Also die sitzen in einem Café, sieht eigentlich ganz nett aus, das Café, aber die beiden haben eigentlich gar keinen Bock auf das Foto, so sieht es zumindest aus.

Ja, ich finde auch, die Stimmung sieht super betrübt aus und die beiden sehen unglücklich aus und sind es auch. Ja. Und Bernhards Tochter Doris Lehmann hat ein komisches Gefühl, die haben wir eben schon mal im Intro gehört. Sie wundert sich, weil am Hochzeitstag keine Blumen für Maria da sind, die sie eigentlich erwartet hätte und ihr Vater wirkt irgendwie bedrückt.

Er und Maria lachen nicht mehr zusammen. Sie wirkt angespannt. Und der Gedanke, dass hier irgendwas nicht stimmt, lässt Doris nicht los. Und sie soll Recht behalten. Denn hier stimmt etwas gewaltig nicht. Maria hatte Bernhards Unterschrift gefälscht und damit Zugang zu seinem Bankkonto erhalten. Hier hebt sie jetzt munter Geld ab, das sie dann wiederum für ihre eigenen Kinder und Enkelkinder ausgibt.

Aber Bernhard ist ehemaliger Buchhalter. Es wird nicht lange dauern, bis er davon Wind bekommt und womöglich Konsequenzen ziehen wird. Deshalb entscheidet sich Maria dazu, dieses mögliche Problem auf ihre Weise zu lösen. Ach, Maria. Sie mischt ihm Gift ins Essen und Bernhard Felten stirbt. Maria ist jetzt dreifache Witwe und fünffache Mörderin.

Als Doris Lehmann im November 1982 vom Tod ihres Vaters erfährt, ist sie überrascht. Oton? Sie hat uns gesagt, euer Vater ist tot. Und wir haben natürlich gefragt, wieso? Er war ja vor fünf Wochen noch topfit. Erst vor kurzem hatten Doris und ihre Geschwister ja noch den 86. Geburtstag ihres Vaters gefeiert. Und jetzt war er tot?

Sie versteht die Welt nicht mehr. Und Maria? Die geht nach dem Tod von Bernhard erst mal shoppen. An einem einzigen Tag soll sie 15.000 Mark für Klamotten und alle möglichen Dinge ausgegeben haben. 15.000 Mark? An einem Tag? Also, ich wüsste schon, ich würde auf den Kudamm gehen und dann da bei Gucci und so, da kann man schnell 15.000 Euro loswerden, wenn man da irgendwas findet, was einem gefällt.

Aber die Vorstellung ist komplett absurd. Also es klingt nicht nur so, als wäre das halt eine ruchlose Mörderin, Maria, sondern auch eine Frau, die relativ schlecht mit Geld umgehen kann. Ja, absolut. Also, 15.000 Mark, also das ist ja, keine Ahnung, auf was man das hochrechnen müsste heute, aber das ist ja absurd viel Geld.

Ja, sie kauft in der Zeit auch ein Pferd für eine ihrer Enkelinnen und ihrem Sohn gibt sie Geld für ein Auto. She was a giving woman. Richtig, ja. Ein Pferd. Ja, aber ich meine, sie wollte diese fürsorgliche und liebende Oma und Mutter bleiben, die sie war oder für die sie sich gehalten hat. Und dazu gehörte für sie, ihrer Familie materiell auch auf jeden Fall was bieten zu können.

Doch nur ein paar Monate später wird Marias Mordserie durch einen Zufall beendet. Denn eine Schwiegertochter von Maria sucht einen Anwalt auf, weil sie sich von ihrem Ehemann, Marias Sohn, scheiden lassen will. Im Gespräch mit diesem Anwalt erwähnt sie, dass sie furchtbare Angst vor diesem Schritt hat, weil sie so eine schreckliche Schwiegermutter habe, Maria Felten.

Und in diesem Gespräch mit dem Anwalt kommt dann raus, warum sie Angst hat, weil der Anwalt das natürlich ein bisschen komisch findet. Weil die 1 und 1 und 1 und 1 und 1 zusammenzählen. Ja, richtig. Vielleicht, also nicht nur das, also ehrlich gesagt, sie hat schon noch ein paar mehr Informationen. Aber der Anwalt denkt sich, also ja, eine Scheidung ist nichts Schönes.

Und ja, eine Schwiegermutter kann wahrscheinlich auch mal ein bisschen stressig sein oder irgendwie eine Gefahrenquelle darstellen. Aber der versteht nicht so ganz, warum diese Frau so panische Angst hat vor ihrer Schwiegermutter. Aber irgendwann erwähnt sie dann, dass sie Angst vor ihr hat, weil sie schon mehrere Menschen auf ihrem Gewissen hat.

Und deswegen bittet sie diesen Anwalt mit diesem Scheidungswunsch auf jeden Fall vertraulich umzugehen und ihr irgendwie aus dieser Situation rauszuhelfen. Aber dieser Anwalt, der fackelt nicht lang und schaltet die Polizei ein, weil der das Gefühl hat, so da stimmt was gewaltig nicht. Und dann werden endlich Nachforschungen zu Marias bisherigem Leben angestellt.

Und die ermittelnden Personen finden natürlich schnell raus, dass all ihre Ehemänner, die sie in den letzten 20 Jahren hatte, gestorben sind. Und sie alle überlebt hat. Und Marias Schwiegertochter sagt außerdem aus, dass Maria sie an dem Tag, an dem sie Bernhard Felten umgebracht hat, mehrfach angerufen habe.

Und dann hat sie sie sozusagen auf dem Laufenden darüber gehalten, wie der Gesundheitszustand von Bernhard ist und wie sehr der sich die ganze Zeit weiter verschlechtert. Das ist aber spannend, dass sie damit so offen umgeht. Zeigt auch, dass zumindest von ihrer Seite, dass da ein gutes Verhältnis zu ihrer Schwiegertochter da ist.

Wenn sie ihr das anvertraut? Ja. Ich glaube, sie hat sich sehr in Sicherheit gewähnt, weil es so lange und so häufig ja schon gut gegangen ist. Ja. Und ja auch eigentlich alle immer davon profitiert haben, von ihren Taten. Also aus ihrer eigenen Familie. Ja. So nach dem Motto, da kommt, ich organisiere gerade hier das nächste Pferd.

So, vielleicht, ja. Scheiße. Aber klar, wenn du das schon viermal jetzt hinter dir hast, dann entsteht da vielleicht so eine Hybris, dass du dich unantastbar fühlst. Wie soll jetzt Nummer 5 rauskommen? Ganz ehrlich, wenn Nummer 4 und Nummer 3 schon nicht rausgekommen ist, wie soll dann Nummer 5 rauskommen? Ja.

Und auch der war ja sehr alt. Also mit 86 ist das ja dann auch, auch wenn er Top-Fit war vor fünf Wochen. Wie? Ah, da haben wir eine Referenz zur letzten Folge. Wie? Das war eine Udo Jürgens Referenz. Nee, Udo Jürgens. Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. Du meinst eine Referenz zum Chansonnier Udo Jürgs.

Ja, also da müssen wir noch mal reingehen. Da habe ich noch ein bisschen drüber nachgedacht. Also ein Chansonsänger ist das für mich wirklich nicht. Na gut. Könnt ihr uns das bitte mal schreiben? Ist Udo Jürgens ein Chansonsänger oder ist er ein Schlagersänger? Ja, vielleicht gibt es da irgendwie MusikwissenschaftlerInnen da draußen, die... Ist vielleicht Chansons nicht einfach nur französische Schlager? Ich glaube, ja.

Apropos Frankreich. Apropos Frankreich. Ich habe ja gestern Macron gesehen. Toll. Hatte er seine Frau eigentlich dabei? Nein. Okay. Ich stelle hier die wichtigen Fragen. Was hat er gegessen und war seine Frau dabei? Okay, also die Schwiegertochter hat jetzt ausgesagt, dass Maria ihr mehrfach an dem Tag, an dem Bernhard Felten gestorben ist, gesagt hat, dass sich sein Leben dem Ende nähert.

Und dann wird auch Bernhard Feltens Tochter Doris Lehmann verhört und sie hat ja sowieso schon ein ungesches Gefühl. Wir wussten ab da natürlich, dass unser Vater nicht eines natürlichen Todes gestorben war. Wir mussten uns verpflichten, das natürlich für uns zu behalten, ist klar, weil die Ermittlungen da noch liefen und ich glaube, die Maria noch gar keine Ahnung davon hatte, dass man sie irgendwie beschattete.

Aber sie wird jetzt beschattet und am 25. Juli 1983 wird die mittlerweile 68-jährige Maria verhaftet. Zu diesem Zeitpunkt lebt sie übrigens als Haushälterin bei einem wohlhabenden Veterinär. Und ich habe jetzt Maria Feltens Mugshots dabei. Okay. Die, finde ich, diese Bilderreihe von ihr dann wirklich nochmal perfekt abschließen. Uff.

Okay. Okay. Also, ich finde, das ist auch eine Reihe. Auf dem Linken sieht sie fast noch selbstbewusst aus, steht da und blickt irgendwie einfach in die Ferne und lässt es über sich hergehen. Auf dem zweiten Frontalen sieht sie auch noch so ein bisschen aus, so was willst du? Und das Dritte, da wirkt sie einfach nur noch traurig und irgendwie gebrochen.

Und so von der von dem ersten Bild, wo wirklich, ich gehe hier nochmal zurück, auf dem ersten Bild oder auf den ersten Beinen es ist irgendwie, wirkt wie eine stolze Frau, die auch irgendwie ihre Haare unter Kontrolle hat gut frisiert ist hin zu dem letzten Bild, wo sie, man wirklich merkt so, wahrscheinlich ist das auch alles nicht spurlos an ihr vorübergegangen Ja, irgendwie tut es mir mittlerweile leid, jetzt wo ich die Bilder sehe.

Obwohl sie natürlich fünf Leute auf ihrem Gewissen hat und das alles bewusst und hinterlistig durchgezogen hat, habe ich jetzt bei den Bildern so ein bisschen Mitleid. Okay, das finde ich spannend, dass du jetzt Mitleid mit ihr hast, nur weil sie da so leicht verwahrlost aussieht. Ja, auf dem letzten Bild sieht sie für mich, finde ich, einfach richtig traurig aus.

Ich meine, sie ist jetzt auch verhaftet worden und geht wahrscheinlich davon aus, dass man sie jetzt überführen kann. Und was erwartet eine Fünffachmörderin? Das ist Gefängnis, ne? Und die Verhöre beginnen jetzt auf jeden Fall und Maria bestreitet natürlich alle Taten. Aber Bernhard Feldens Leiche wird exhumiert und untersucht.

Und man findet in seinem Magen tatsächlich noch Reste vom tödlichen Gift. Und Maria gesteht daraufhin die Tat. und sie gesteht auch alle Morde, denn auch den ihrer Tante und den ihres Vaters. Und die beiden Morde hatten die ermittelnden Personen erst gar nicht in Verbindung gebracht mit ihrer Mordserie, weil das waren ja alles Partner, Lebensgefährten und Ehemänner.

Und die Tante und der Vater, erstens ist das schon 20 Jahre her teilweise und zweitens passt das erst mal gar nicht so in diese Ehemann-Mordserie. Aber auch die gesteht sie. Und dann werden alle Leichen exhumiert und toxikologisch untersucht, aber man kann nicht mehr in allen Leichen Reste vom E605 finden.

Trotzdem beginnt dann im September 1984 der Prozess gegen Maria Felten vor dem Landgericht Krefeld. Natürlich schmeißt sich die Presse auf den Prozess und den Fall. Maria wird als das Blaubeermariechen bezeichnet. Boah, diese Titel. Das ist ja wirklich auch, also es ist auf der einen Seite verherrlichend den Taten gegenüber, auf der anderen Seite auch macht sie so klein.

Macht sie, nimmt so ein bisschen das, ich finde, nimmt ihr irgendwie ein bisschen die Verantwortung fast. Das ist ja nur das kleine Blaubeermariechen. Mensch, Mensch, ist passiert. Stimmt. Also irgendwie finde ich auch, das ist verherrlichend und auch irgendwie ein bisschen so degradierend, auch wenn sich das Wort degradieren vielleicht komisch anhört in Verbindung mit einer Mörderin.

Aber ja, so ist sie dann. ein bisschen in die Geschichte eingegangen. Vor Gericht ist Maria zwar geständig, zeigt aber keinerlei Anzeichen von Reue oder Schuldgefühlen. Sie wird wegen mehrfachen Mordes zu mehrfach lebenslängig verurteilt. Die von ihr gestandenen Vergiftungen von ihrem Vater und ihrer Tante können, wie ich eben schon mal gesagt habe, nicht mehr nachgewiesen werden.

Diese Taten werden deshalb als versuchte Morde mit 15 Jahren Haft geahndet. Während ihrer Haftzeit erkrankt Maria an Demenz, Weshalb sie irgendwann als nicht mehr haftfähig gilt und in einem Pflegeheim untergebracht wird, in dem sie am 9. Juni 2008 stirbt. Ist alt geworden. Ja. Das war der Fall Maria Felten, aka dem Blaubeermariechen.

Sie hat immer gesagt, sie hätte es für ihre Kinder gemacht, die ja auch davon profitiert haben. Und manche Menschen haben auch gemunkelt, dass es ein stilles Einvernehmen innerhalb ihrer Familie gab, dass ihre Kinder über ihre Taten hinweggesehen haben, weil sie ja auch was davon hatten. Das konnte aber nicht nachgewiesen werden, weil es in diese Richtung keine Ermittlungen gab.

Und ein Herr von der Mordkommission, den man auch in der Doku, die wir euch in die Infobox schreiben, zu Wort kommt, sagt aus, dass sie aus den Kindern auch nichts rausgekriegt hätten, weil die, und jetzt zitiere ich ihn, alle so stupide und verbohrt gewesen seien. Oh Gott, freundlich. Ja, sehr freundlich. Ja klar, wie willst du das nachweisen? Also es wird ja niemand niedergeschrieben haben, Mama, you go girl, du machst das schon, bring uns die Pferde nach Hause. Wie willst du das nachweisen?

Richtig, aber ich meine, die Schwiegertochter hat ja berichtet, dass sie eine Ahnung hatte. Ja. Dass sie ihr so weirde Hinweise gegeben hat am Tag von Bernhard Felthens Tod. Aber ja, es wurde wie gesagt in diese Richtung nicht ermittelt und von denen wurde auch keiner verhaftet oder was auch immer. Aber ja, das ist die Geschichte von Maria Felten, einer Serienmörderin zwischen den 60ern und 80ern in Deutschland.

Verrückte Geschichte. Ich habe noch nie davon gehört. Ich finde es spannend, dass wir sozusagen eine Anschlussgeschichte an die E605-Geschichte haben. Ihr hört die gerne nochmal an. Es ist vor allem vor dem Hintergrund, dass sie das als Inspiration genommen hat. Und glaube ich, ganz interessant, den Fall nochmal durchzugehen, weil, das muss man ja wirklich sagen, Christa Lehmann hat das ja erst so auf die Landkarte gehoben, diesen Stoff als Gift.

Und Maria Felten hat das Ganze dann... Weil ich meine, auch bei Christa Lehmann war es am Ende ja ein Zufall, dass es rausgekommen ist und ein Unfall. Danke für den Fall, Lilly. Sehr, sehr spannend. Sehr gerne. Sehr gerne. Zum Glück ist E605 heutzutage nicht mehr frei erhältlich. Was aber frei erhältlich ist heutzutage, ist Florian Rezars persönlicher Foodcrime. Ja.

Der da wäre? Der da wäre. Wir haben ja hier immer einen kleinen Foodcrime im persönlichen, um wieder zurück ins Leben, in die Gegenwart zu kommen. Und meiner ist vielleicht jetzt nicht mehr ganz so saisonal. Aber mit Rückblick auf den Sommer, was ich wirklich einen absoluten Foodcrime finde, sind so eigentlich 99 Prozent aller Grillsoßen.

So ob es jetzt hier die Jägersoße ist oder die Schaschliksoße. Oder, ich meine, ganz ehrlich, vielleicht kann man das sogar noch auf viele Salat-Dressings, Tressi, Tressé, ist, glaube ich, ein lateinisches Wort, Dressing, also Tressé. So Thousand Islands und wie sie alle heißen, was am Ende irgendwo alles nur eine Mayo-Basis ist, wo man so ein paar Gewürze reinwirft und diese ganzen, auch diese ganzen Grillsoßen, die schmecken einfach süß.

Nehmt doch dann einfach Ketchup, aber, oder eine wirklich geile Barbecue-Soße, auch da, so die meisten Barbecue-Soßen, die man irgendwie kaufen kann, die schmecken nach nichts, die schmecken einfach nur süß. Kauft euch eine geile Barbecue-Soße, wo so richtig der Rauch rausknallt, dann macht die auch Spaß.

Aber die meisten Grillsoßen von dieser großen Marke, die mit K anfangen und was es nicht alles ist, alles Schmutz. Die Raucharoma, was ja häufig in solchen Soßen verwendet wird, gibt es auch eine interessante Folge von unserem geschätzten Kollegen Sebastian Lege hier bei YouTube. Die können wir euch mal verlinken. In die Endcard doch eigentlich.

In die Endcard kommt diese Folge. Aber Flo, ich kann das total nachvollziehen. Es gibt eine gigantomanische Auswahl an Grillsoßen und 80% schmecken wahrscheinlich gleich, heißen anders und sind wirklich immer eine sehr süße Pampe. Das ist eine absolut korrekte Beobachtung. Die gleiche Scheiße. Man kauft die, nimmt die einmal und dann verkrusten die bis November und dann macht man irgendwann so November, Dezember, denkt man sich, nee, das war es jetzt auch dieses Jahr und dann wirft man 80 Prozent weg.

Also wer macht die wirklich alle? Ja, richtig, und wirft sie dann weg, weil man merkt, oh, die laufen jetzt gleich ab. Ach, aber da sind so viele Konservierungsstoffe drin und so, das läuft nicht ab. Ja, aber wer ist die wirklich auch? Die haben diese Soßen lange in ihrem Kühlschrank stehen. Ja, weiß ich nicht, wer die aufisst. Wenn ihr diese Grillsoßen gerne esst, dann schreibt uns doch mal.

Kriegt ihr ein Care-Paket mit allen. Denn dann sammeln wir die von allen zusammen und schicken die zu euch. Nein, aber das war mein Foodcrime für diese Woche. Ja, vielen Dank. Vielen Dank. Ich werde, wenn die nächste Grillsaison wieder losgeht, werde ich an dich denken. Wenn ich meine Wurst mit dem ganz klassischen Senf esse.

Oder mein Go-To ist dann... Und Grillen tust du dann auch noch. Richtig, Okay Leute, also das war's für heute, wir hören uns nächste Woche wieder, schaut bei Instagram bei Was schmeckt dahinter vorbei, alle O-Töne, habe ich wie gesagt aus der ARD-Doku-Reihe, jetzt kann ich auch den Titel nennen, Wenn Frauen morden aus dem Jahr 2009, die Journalisten Ute Bönnen und Gerald Endres haben den Fall fürs Fernsehen rekonstruiert die Infos dazu findet ihr in der Infobox wir hören uns nächste Woche wieder, wir freuen uns, ich sage Tschüss, liebe Grüße, bleibt gesund und munter und geht in dieser großen Podcast-Welt nicht unter.

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