Freak Show· Staffel 3· Folge 303

FS303 Your frustration, however, is valid

Mittwoch, 11. Februar 2026 · 3 h 30

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Shownotes

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Mac Apps — EuroSky — CrossOver — Bugs Apple Loves — OS 26 — Tim Cook — AirDrop — Apple und EU — Linux — OpenClaw/Moltbook

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Heute sprechen wir ein wenig über das Wetter, die TB303 und ein paar Mac Apps sowie den Launch von EuroSky. Ralf berichtet von seinen Erfahrungen, Windows-Games auf dem Mac laufen zu lassen und dann sprechen wir über die Bugs, die Apple so liebt, dass sie uns davon nicht befreit. Dem folgt eine vorübergehende Bewertung der 26er Betriebssystem-Releases von Apple, die uns nur so begrenzt glücklich machen. Einen großen Block widmen wir Linux, da Ralf sich mal einem Selbsttest unterzogen hat. Ist 2026 nun endlich das Jahr von Linux auf dem Desktop? Zum Schluß schauen wir auf das Datenmassaker OpenClaw und dem Social Network Moltboook, in dem AI Agents sich gegenseitig aufhetzen, Religionen und Casinos gründen.

Dauer:

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Tim Pritlove

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Shownotes

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This is why your RAM is 500 bucks (instagram.com/reel/DTlbJgrk9tX)
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VÖBB (@voebb@openbiblio.social) (openbiblio.social/@voebb/115988589889340103)
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Roland TB-303 (de.wikipedia.org/wiki/Roland_TB-303)

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Roland - T-8 | Beat Machine (roland.com/de/products/t-8)
— Roland

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Roland - J-6 | Chord Synthesizer (roland.com/de/products/j-6)
— Roland

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Aeronaut for Bluesky (aeronautapp.com)
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CrossOver Runs Thousands of Windows Programs. Does it Run Yours? (codeweavers.com/compatibility/?curPos=50)
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Game Porting Toolkit - Games - Apple Developer (developer.apple.com/games/game-porting-toolkit)
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Bugs Apple Loves (bugsappleloves.com)
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It’s hard to justify Tahoe icons (tonsky.me/blog/tahoe-icons)
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Apple Vorstand - John Ternus (apple.com/de/leadership/john-ternus)
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Apple Vorstand (apple.com/de/leadership)
— Apple (Deutschland)

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AirDrop-Support für Android: Google weitet Verfügbarkeit auf weitere Geräte aus (heise.de/news/AirDrop-Support-fuer-Android-Goo…)
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MacPaw Pulls the Plug on SetApp Mobile App Marketplace (daringfireball.net/2026/01/macpaw_pulls_plug_o…)
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U+002C (@cb@treehouse.systems) (social.treehouse.systems/@cb/115910689747332079)
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Linux Chooser - Finde deine perfekte Linux-Distribution (themorpheus407.github.io/LinuxChooser)
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Home - Linux Mint (linuxmint.com)
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Linux für Kinder - HedgeDoc (pad.wolkenbar.de/linux4kids?view)
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mitp-Verlag | Let's Play: Programmieren lernen mit Python und Minecraft (mitp.de/IT-WEB/Lego-Games/Let-s-Play-Programmi…)
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Enterprise Open Source and Linux | Ubuntu (ubuntu.com)
— Ubuntu

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How to Make Ubuntu Look Like MacOS TaHOE (*NEW UPDATE*) (youtube.com/watch?v=JKU7yFqzYnw)
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balenaEtcher - Flash OS images to SD cards & USB drives (etcher.balena.io)
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Helium Browser (helium.computer)
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Nix & NixOS | Declarative builds and deployments (nixos.org)
— Nix & NixOS

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OpenClaw — Personal AI Assistant (openclaw.ai)
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OpenClaw: Die Büchse der Pandora ist GEÖFFNET (youtu.be/OwHnp9CFT68?si=OZ-ClIvZ_U0G-u80)
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OpenClaw: Ja, der Hype ist gerechtfertigt (youtu.be/ps7kqEXkwEs)
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Max von Webel (@343max@mastodon.social) (mastodon.social/@343max/116024200965934542)
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Moltbook was peak AI theater (technologyreview.com/2026/02/06/1132448/moltbo…)
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moltbook - the front page of the agent internet (moltbook.com/post/b08e0227-3abd-4993-80d0-8a59…)
— moltbook

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2001: A Space Odyssey 4K HDR | The Shutdown Of Hal (youtu.be/UwCFY6pmaYY?si=DJZdzc0IrUc2pRdP)
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Tim Pritlove Hallo und herzlich willkommen, hier ist die Freakshow, Ausgabe Nummer 5.

Ralf Stockmann What is that?

Tim Pritlove 49,8 FFTP. Ich hab meine Notizen nicht dabei. 303, wow, 303. Ha, das fällt mir ja jetzt erst auf. Das ist ja episch. Und dann müssen wir ja einfach, da müssen wir ja drüber reden. Also ich meine, du weißt schon worüber, oder?

Ralf Stockmann Ja, ja.

Tim Pritlove Ja, ja.

roddi Okay.

Tim Pritlove Ja, ja.

roddi Du hast gerade ganz fürchterlich gebröselt und man hat die Hälfte nicht verstanden, leider.

Tim Pritlove Oh, ich habe gebröselt. Ja, weil ich bin remote heute und ich hoffe, das funktioniert so halbwegs. Wird es jetzt besser?

Ralf Stockmann Ja, jetzt ist es besser. Jetzt bist du wieder...

roddi Jetzt, wo du dich gestreckt hast.

Ralf Stockmann Jetzt bist du wieder available at a different URL.

Tim Pritlove Okay, ja im Zweifelsfall müssen wir hier auf Videoübertragung verzichten. Genau, also hallo nochmal Freakshow 303, wir greifen die Zahl gleich auf. Ich bin remote und wir sind aber alle am Start. Ralf ist da, hallo Ralf.

Ralf Stockmann Hallo, schönen guten Abend.

Tim Pritlove Roddy ist da.

roddi Hallo.

Tim Pritlove Genau und wir machen das jetzt hier über mehrere tausend Kilometer. Ich meine es ist doch irgendwie auch mindblowing, dass sowas geht.

Ralf Stockmann Aber es ist näher, als du in Asien warst, oder? So Luftstrecke.

roddi Also zeitzonenmäßig natürlich.

Tim Pritlove Zeitzonenmäßig näher und auch ansonsten ein bisschen näher, genau.

roddi Aber es ist auf der Südhalbkugel, nahe den Pinguinen.

Tim Pritlove Das stimmt. Ich habe auch schon welche gesehen hier in Südafrika, wo ich bin. Spoiler. Habe ich auch schon Pinguine gesehen. Pinguine, Paviane, ein paar komische Vögel.

Ralf Stockmann Was klassifiziert Vögel als komisch? in deinem...

Tim Pritlove Na, die sehen anders aus als unsere Vögel. Also wir haben so andere Federn und Formen und also so definitiv nicht so die Hühner, die hier so rum, also die bei uns so rumlaufen. Also hier schon. Das ist halt andere Fauna. Definitiv. Ah ja, und Strauß habe ich auch schon gesehen. Eigentlich aus großer Distanz. Da war noch nicht so viel zu holen, aber das wird sich bald ändern.

Tim Pritlove Genau. Es ist wirklich ein interessantes Land. Das kann man nicht anders sagen. Und es ist vor allem Sommer. Das ist ein echtes Feature.

Ralf Stockmann Dafür haben wir in Berlin zum ersten Mal seit gefühlt 15 Jahren Schnee und Winter und Kinder können rodeln und Glatteis und alle sterben.

roddi Ich weiß ja nicht. Also deine Anforderungen an Schnee sind, glaube ich, relativ niedrig.

Ralf Stockmann Oder? Die sind tüchtig runtergegangen hier, seit ich in Berlin wohne.

roddi Okay, alles klar. Dann kann man sich darauf einigen, dass das Schnee ist. Ansonsten ist es nur furchtbar.

Ralf Stockmann Ja, wir hatten für letztes Wochenende eigentlich den Plot, lass uns mal irgendwo hinfahren in die Umgebung, 200 Kilometer Radius, wo mal so richtig Schnee liegt. Das kannst du leider komplett vergessen, wenn du in Berlin bist. Egal in welche Richtung du fährst, du musst quasi bis zum Brocken und das ist dann halt dann schon eher so dreieinhalb Stunden, das willst du nicht.

Ralf Stockmann Oder halt ganz nach Süden, so Grenze Tschechien, da ist auch sehr schön, aber ist halt auch irgendwie dreieinhalb Stunden. Das heißt, wenn du erstmal in Berlin sitzt, ist das nichts mit Schnee. Dammit.

Tim Pritlove Tja, tut mir ja sehr leid. Ich habe schon gehört, dass alle total leiden unter dem Glatteis und alle regen sich über alles auf und die Straßenbahnen streiken.

Ralf Stockmann Ja, wir hatten eine schöne Aktion von den FAB-Bibliotheken. Wir haben, als das jetzt richtig hoch herging, noch mal vor zwei Wochen und wirklich die ganzen Gehwege spiegelglatt waren, haben wir die Ausleihfristen für unsere ganzen Medien verlängert. Haben gesagt, so Leute, ihr müsst nicht am Montag euch irgendwie die Haxen brechen, sondern bleibt mal schön zu Hause.

Ralf Stockmann Wir packen mal drei Wochen drauf an Ausleihfrist, behaltet die Sachen länger, passt schon. Das kam sehr gut an, das war unsere mit Abstand erfolgreichste Social-Media-Kampagne bisher. Haben wir also quasi Profit geschlagen aus der Situation. Wenn Berlin es als Stadt schon nicht hinkriegt, dann laufen wenigstens die Bibliotheken.

Tim Pritlove Und einfach mal freundlich sein.

Ralf Stockmann Einfach mal nett sein.

Tim Pritlove Genau. Einfach mal nett sein, das ist ja jetzt auch nicht unbedingt mein Wort.

roddi Das ist sehr unberlinerisch, wenn ich das mal so sagen darf.

Tim Pritlove Ja, das ist ein antizyklisches Sozialverhalten.

roddi Da wird doch der Berliner Misstrauisch.

Tim Pritlove Oh Mann, oh Mann.

Ralf Stockmann Ja, aber es nähert sich jetzt dem Ende hier mit dem Glatteis. Also es sind jetzt Temperaturen über 0 Grad und die Sache kommt langsam jetzt zu einem guten Ende. Aber was wirklich verstörend ist, ist irgendwie so die Räumpolicy von Berlin. So es denn überhaupt irgendwie eine gibt. Die scheint also irgendwie dann gekoppelt zu sein, ob es halt Schneefall gibt.

Ralf Stockmann Das heißt also, Salz darf ja sowieso nicht gestreut werden. Großes Politikum in dieser Stadt. Also haben sie überall halt diesen kleinen Splitt drauf, der ja auch durchaus so für Trittfestigkeit ganz gut funktioniert. Und dann war es jetzt aber halt an zig Tagen so, dass tagsüber es knapp über 0 Grad war und die feste, kompakte Eisdecke sich in eine Matsche verwandelt hat, auf der man dann halt mehr oder weniger gut matschend halt durchgewartet ist.

Ralf Stockmann Und dann nachts sind die Temperaturen aber wieder deutlich unter 0 Grad gegangen. Der ganze Splitt, der drüber gestreut war, ist natürlich runtergesunken unter das Wasser und du hattest dann morgens eine spiegelglatte Wasserfläche. Aber nichts musste geräumt werden, weil es ja kein Schnee gefallen hat.

roddi Ja, und irgendwann hat es auch tatsächlich noch drauf geregnet, während alles noch relativ unter Null war, alle Oberflächen. Das war schon, das war sehr spannend, weil man den Splitt, den konnte man deutlich erkennen. Nur er war halt Zentimeter von der Schuhsohle entfernt, tief im kompakten Eis, aber ich habe vor zwei Wochen oder so, habe ich einen großen Sack Splitt gekauft und der hält auch immer noch und der splittet gut.

Ralf Stockmann Ich habe mir vor zwei Jahren den Fuß gebrochen hier bei den einzigen zwei Tagen, wo Glatteis war und seitdem fahre ich nur noch auf dem Fahrrad bei solchen Witterungen Da.

roddi Bricht man sich wenigstens nicht den Fuß.

Ralf Stockmann Sondern was anderes? Meine Beobachtung ist, dass du auf einem Fahrrad eigentlich stabiler unterwegs bist als zu Fuß. Weil wenn das Rad erstmal so eine Traktion und eine Richtung hat und so Masse, die sich bewegt, dann musst du dich schon doof anstellen und relativ enge Kurven fahren, damit du irgendwie in ein Problem reinkommst.

Ralf Stockmann Oder zu abrupt bremsen. Wohingegen du beim Laufen halt mit jedem einzelnen Schritt ja diese Lageveränderung und Ausbalancieren und Belastung irgendwo hast. Das Problem ist halt nur, dass gerade die Fahrradwege dann auch natürlich als aller aller allerletztes irgendwie geräumt werden nach Straßen, die ja immer top sind für unsere Autostadt Berlin und Fußwege, die sind so okayisch und naja, wer braucht schon Fahrradwege.

Ralf Stockmann Da hast du den ganzen Müll zusammengeschoben von links und rechts.

roddi Aber immerhin weiß ich jetzt, dass man ein zweieinhalb Tonnen Elektrobus gut driften kann, weil der Heckantrieb hat. Sollte man nur eigentlich nicht tun, aber hey, naja.

Tim Pritlove Hörst du jetzt Elektrobus? Du bist auf den Bass umgestiegen.

roddi Genau. Das hatte ich aber, glaube ich, vor zwei Sendungen schon erzählt.

Tim Pritlove Ja, das ist bloß noch nicht komplett so in mein Kurzzeitgedächtnis reingesickert. Ja, okay, Heckantrieb.

roddi Und der wiegt halt leer und ohne mich schon zweieinhalb Tonnen. In solchen Situationen merkt man es dann, dass es doch ein recht schweres Gerät ist. Ansonsten ist der sehr leichtfüßig unterwegs.

Tim Pritlove Aber dann…, Ja, also auf jeden Fall war das eine schöne Weitererzählung des Failed State Berlin. Ich weiß ja nicht genau, wie das jetzt in anderen Städten gelaufen ist, aber offensichtlich beschwert man sich in Berlin immer besonders darüber.

roddi Naja, andere hatten auch das Problem, aber ich glaube nicht so dauerhaft. Also in Berlin waren das jetzt schon ein paar Tage am Stück. Und dazu kommt natürlich noch so Kleinkram wie, dann brennen mal welche eine Strombrücke weg. Und was war das? 20.000, 30.000 Leute waren mehrere Tage ohne Strom. Das war natürlich auch sehr spannend.

Ralf Stockmann Sechs, sechs Tage glaube ich.

Tim Pritlove Ja gut, gegen Terroranschläge kann man sich jetzt nicht so ohne weiteres verteidigen.

roddi Naja, man kann schon argumentieren, wenn man schon ein Kraftwerk, ein Kraftwerk wohlgemerkt, mit zwei Stromanschlüssen wegen der Redundanz anbietet, dass man vielleicht nicht beide Anschlüsse über die gleiche Brücke über den Kanal verlegt, das wäre schon sinnvoll. Und dann haben sie es halt doch gemacht.

Tim Pritlove Ja, also ich bin mir da nicht ganz sicher. Ich habe diese Diskussion versucht ein bisschen zu verfolgen, aber ich meine, es gab schon langfristige Pläne, das auch zu ändern, ist es nur halt noch nicht geändert worden.

roddi Pläne sind in Berlin immer langfristig.

Tim Pritlove Nein, Pläne sind überall langfristig. Naja, egal. Darüber wollte ich gar nicht sprechen, aber vielleicht nochmal zu dieser Schneeräumaktion. Das zeigt mal wieder sehr schön, wieso auch private Lösungen einfach an manchen Stellen komplett der falsche Ansatz sind, weil dieses…. Irgendwelche privat beauftragten Räumunternehmer malen dann so Schiffe versenkenmäßig einzelne schwarze Flecken ins Eis quer verteilt über die Stadt.

Tim Pritlove Das ist halt einfach mal null effizient und die Annahme, dass das eine gute Lösung ist, muss glaube ich nochmal deutlich überdacht werden. Und das ist einfach die Zeit des Kollektivismus. Also man muss wirklich zusammenrücken und solche Probleme mal holistisch lösen. Und es ist ja schön, dass es private Unternehmen gibt, die bereit sind, diese Geräte vorzuhalten, sodass man vielleicht die Chance hat, tatsächlich so eine Riesenstadt wie Berlin auch innerhalb kürzester Zeit vielleicht nicht schneefrei zu bekommen, aber zumindest ein paar entscheidende Schneisen zu machen.

Tim Pritlove Aber dann wäre es halt sinnvoll, wenn dieser einzelne Apparat nicht irgendwie in Linienstraße 13, Linienstraße 52 und dann Schönhauser Allee 17 kurz mal was macht, während die anderen andere Lücken machen, sondern dass man das einfach zentral plant, die da hinschickt. Jeder macht eine Straße, alle fahren einfach durch, weil zwei Drittel der Zeit verbringen die ja sozusagen nur, um von Kunden zu Kunden zu fahren, anstatt wirklich den Schnee zu entfernen. Und das ist einfach mal sowas von bekloppt.

roddi Mir erschließt sich auch die Logik nicht, warum ein Anlieger, sprich jemandem, dem ein Grundstück gehört, jetzt plötzlich irgendwie den Gehsteig vor dem Grundstück, der ihm gar nicht gehört, räumen muss. Das ist irgendwie... Klar, kann man so machen, aber ist halt erstens nicht logisch und zweitens nicht sinnvoll.

Ralf Stockmann Also mein Kleiner geht ja jetzt in die erste Klasse und den bringe ich im Moment halt noch immer zur Schule morgens und das sind vielleicht 400 Meter, die wir laufen. Mehr ist das nicht. Und jetzt, die letzten Tage war das wirklich, da bist du durch sechs verschiedene Räumzonen gekommen vom Räumungsgrad her.

Ralf Stockmann Da ist einer mit einer Maschine durch, die alles wegfräst, hinten trocknet, Streu hinten dran macht, wo du so wirklich perfekt geräumt hast. Es ist einfach mal gar nichts passiert. Und du kannst dir sicher sein, vor der Schule ist immer der Status, es ist gar nichts passiert. Diesen 400 Metern, das mit Abstand bescheuertste Stück ist immer vor der Schule.

roddi Der Lehrer, der dran war, ist halt krank.

Ralf Stockmann Na ja, Berlin. Dit is Berlin.

Tim Pritlove Gut. Dann, Kapitelmarke, 303 ist die Nummer und vielleicht kann man mal was zur 303 sagen. Roddy, was fällt dir da so ein?

roddi Ein Gerät von Roland hätte ich im Angebot.

Ralf Stockmann Toller Drumcomputer. Das ist die 303.

roddi Ja toll, da kann man natürlich diskutieren.

Ralf Stockmann Das eine ist Bass, das andere ist Drum.

roddi Aber auf jeden Fall legendär.

Ralf Stockmann 303.

Tim Pritlove Die 808 ist dran.

roddi Also 303 ist dann der Basssequenz. Patterns sind die.

Ralf Stockmann Ah ja, okay. Dieses Acid-Gefiepe ist dann der 303.

Tim Pritlove Genau. Und das war halt einfach mal so eine einfache Maschine. Und wenn man sich das Gerät ja so anschaut, ist es ja einfach nur so ein kleiner, Plastikkasten, der, glaube ich, als er so vorgestellt wurde, der Welt auch noch nicht sonderlich beliebt war, aber dann erst in Zeiten, des Techno so richtig zu seiner Bedeutung gekommen ist.

Tim Pritlove Und dieses ganze Acid-Gedudel, das kommt halt im Prinzip aus diesem Apparat raus. Und mittlerweile sind diese kleinen Plastikkästen, glaube ich, schon richtige Sammlerstücke. Keiner, der einen hat, rückt einen raus. Gibt natürlich mittlerweile Nachbauten, aber das Original ist natürlich immer besser.

roddi Ja, und jeder, der Softwareinstrumente baut, hat so ein Ding im Angebot. Auch wirklich jeder. Ja.

Tim Pritlove Das reicht wahrscheinlich mittlerweile auch, aber trotzdem glaube ich, richtige Musiker müssen so einen haben. Ich habe keinen.

roddi Ich habe auch keinen.

Ralf Stockmann Also ich habe Nachbauten zu Hause, sowohl von der 303 als auch von der 808. Aber jetzt nicht eins zu eins Nachbauten, sondern so...

Tim Pritlove Funktionale.

Ralf Stockmann Ja, so angelehnt, sagen wir mal.

Tim Pritlove Was machst du damit?

Ralf Stockmann Das ist in der Tat, die kannst du in Serie schalten. Das heißt also, die hast du quasi einen MIDI-Link zwischen den beiden. Was also auch, wenn du irgendwie Tempoänderungen machst auf dem einen, wirkt es sich auch auf dem anderen aus. Und damit kannst du wirklich so stundenlang schön dich in so einen Flow reinmixen, was halt so Asset-Techno angeht.

Ralf Stockmann Und das ist so eine Musikgattung, die ich durchaus noch schätze. Du kannst rumschranzen. Du kannst deine Filterwut voll auswählen. Ich muss ausleben. Ich muss eben gucken, wie die hießen. Ich recherchiere das mal raus und schmeiße es gleich mal in den Chat.

roddi Also wenn mir jemand einen schenken würde, dann würde ich den in Ehren halten und wahrscheinlich auch benutzen, aber ich glaube, brauchen tue ich jetzt keinen, um es mal so zu sagen.

Ralf Stockmann So, der eine heißt T8, Roland T8, genau, und das andere ist dann... Und die kosten, das Schöneste, die kosten so 120 Euro oder sowas. Dafür ist das natürlich ein großer Spaß. Aber die sind dann auch schon von der Funktionalität her abgespeckt. Das ist nicht the real deal, aber klingen einigermaßen authentisch und so das eine oder andere auch in der Bedienung ist ähnlich.

Ralf Stockmann So, das ist der eine. Mal gucken, wo der ist. Aber da sieht man auch so die Historie.

roddi Das ist jetzt so ein Nachfolger von denen oder was?

Ralf Stockmann Ja, das ist so quasi die Spaßvariante der 808.

roddi Ah, und der 808 ist aber für ernste Angelegenheiten, oder was?

Ralf Stockmann Genau. Ja, schon.

roddi Ah, ja, ja, nee, nee, das gibt total Sinn.

Ralf Stockmann So, ah nee, Gott, solange ich das gemacht habe, ich habe Quatsch erzählt. Was ich jetzt gerade reingepostet habe, diese T8, das ist eine Kombination der 808 und der 303. Das heißt also, da hast du schon einen Fipe-Bass und die Drum-Machine gleichzeitig. Das heißt also, auf einem einzigen Gerät kannst du quasi beides machen.

Ralf Stockmann Und was ich da noch dazu habe, ist noch der Chord-Synthesizer, das ist der J8.

roddi Aber mal ganz ehrlich, der hat einen USB-C-Anschluss, ich bin misstrauisch.

Ralf Stockmann Ja, das ist alles nicht true, das ist schon klar. Ah, so, Roland J8, J8, nee, J6 ist es, ich glaube, an Alpha Juno 6 angelehnt, wenn, wir müssen irgendwann mal nochmal so eine Synthesizer-Folge machen.

Tim Pritlove Ich habe schon mal ein CAE zu Synthesizer gemacht.

Ralf Stockmann Ich weiß, ich weiß. Aber da hört ihr ja an der entscheidenden Stelle auf. Der ist wirklich schön, muss unbedingt in die Shownotes reinwerfen. Weil ihr da ja wirklich so anderthalb Stunden Analog-Synthes quasi aufbaut und verschaltet und richtig gut herleitet, so wie funktioniert das eigentlich und was ist eigentlich ein Filter und wie sind diese Neues-Generatoren und was macht das alles?

Ralf Stockmann Und du hörst ja halt, wie lange geht das, anderthalb, zwei Stunden und du hörst keinen einzigen schönen Sound während der ganzen Sendung, weil es halt alles so dieses Unprozessierte, ganz rohe und jetzt überhaupt nicht irgendwie auf Wohlklang getunte ist. Du hast danach gut verstanden, wie es funktioniert, aber irgendwas, was so nähernd nach schöner Musik anhört, das vermisst man dann da schmerzlich.

Ralf Stockmann Und ich dachte immer, man müsste eigentlich mal einen zweiten Teil machen davon, wo man quasi dann mal zeigt, was wird dann irgendwann mal, wenn man dann noch so eine Prozessierungsebene drüber schickt eigentlich aus diesen ganzen rohen Sounds.

roddi Das war aber nur Analog-Synthes, also AM-Synthese und keine FM-Synthese.

Ralf Stockmann Das war alles analog, ja.

roddi Ja, das ist natürlich, das braucht einen eigenen CAE, die FM-Synthese, aber...

Ralf Stockmann Genau, das ist ja auch eine Legende hier in Berlin, den du da in der Sendung hattest. Der hat ja hier wirklich dieses Synthesizer Pilgerstätte. CE-Synthesizer. Google findet wieder gar nichts. Mann, Mann, Mann.

Tim Pritlove 303 ist natürlich auch ein schöner HTTP-Code. Das haben wir zwar eigentlich mal alles in LMP besprochen. See Other heißt ja. See Other. Was bedeutet das? Ja, see other. Was würdest du denn jetzt so aus dem Bauch heraus denken, was HTTP 303 see other bedeutet? Ich muss das natürlich jetzt auch nachschlagen. Ich will jetzt gar nicht so klug daherreden, aber nur so vom Gefühl her.

roddi Man soll woanders gucken.

Tim Pritlove Ja, man soll woanders gucken, genau. Das ist es eigentlich auch. Das heißt, wenn man irgendwie so eine Put oder Post oder Delete Action gemacht hat, dann kriegt man sozusagen das zurück mit so, ja okay, habe ich zur Geltnis genommen und jetzt guck mal hier. Das ist sozusagen so ein, nach einer Confirmation Page oder weiterreichen und so weiter. Das machen wir hier weiter.

Tim Pritlove Ja. Du meinst, du schickst ein Formular zum Beispiel mit einem Post und dann ist der HTTP 303 so und jetzt bitte da weitermachen.

roddi Anderen Clients gefiel dieser Request auch ganz gut.

Tim Pritlove Genau. Andere Webbrowser wählten, Freakshow. Genau. Das ist dazu zu sagen. Ja, okay. Alles klar. Dann haben wir das ausreichend gewürdigt, würde ich sagen.

Ralf Stockmann 303.

Tim Pritlove 303. Und hier ist Freakshow 303, falls es noch nicht gemerkt habt. Das bedeutet jetzt auch erstmal nichts Besonderes. Ich wollte nochmal ein paar kleine Updates machen zur Meta-Ebene. Und zwar hatte ich ja versprochen, dass wenn ihr alle so nett seid und mich weiter unterstützt, was ihr natürlich getan habt, dann belohne ich das auch mal mit einem schnellen Download.

Tim Pritlove Anderswo nennt man das Erpressung. Naja, ich sage ja nur, es hat ja auch...

roddi Wäre doch schade, wenn ihre Downloads langsam wären.

Ralf Stockmann Wie lange kann man die Leute kräftigen?

Tim Pritlove Das wäre nicht nur schade, das war sogar schade. Ich habe das ja selber immer so bereut. Ich meine, es war halt so eine Kalkulation mit, okay, wie lange kann es irgendwie schon ein Problem sein? Und es war dann meistens so ja ein, zwei Minuten ein bisschen Hiccup und dann hat sich das wieder gefangen.

Tim Pritlove Aber irgendwie ist die Nachfrage weiter gestiegen, sodass das dann immer so Konsequenzen hatte, vor allem dann noch für die Webseite, die auf demselben Rechner werkelte. Jetzt ziehe ich, bin ich gerade im Prozess des Umzugs. Dank und Grüße an Sebastian an der Stelle, der mich da tatkräftig unterstützt.

Tim Pritlove Das heißt, es gibt jetzt einen neuen Server. Der Server sollte an sich schneller sein, aber vor allem hat er 10-Giga-Bild-Anschluss. Und das heißt, das sollte jetzt alles der Vergangenheit angehören. Das heißt, schon diese Sendung eigentlich sollte schnell geladen haben und ich will jetzt nichts mehr hören von Ladeproblemen.

Tim Pritlove Gucken wir mal, ob es dann auch den entsprechenden Erfolg hat, aber ich gehe mal davon aus, das wird alles total supi. Ja, und da ich ja sogar in Südafrika auf Hörerinnen stoße, aber feststellen musste, dass nicht alle Podcasts von mir kennen, wurde ich sozusagen nochmal darauf hingewiesen, dass es doch mal eine gute Idee wäre, das mal zu benennen. Und dann mache ich das hier nochmal.

Tim Pritlove Habe ich zwar neulich schon mal gemacht, mache ich aber jetzt nochmal. Also Werbeblog. Hallo, hier ist die Mitter-Ebene. Hier gibt es mehr als nur Freakshow. Hier gibt es außerdem noch UKW. Wenn ihr auf die Webseite geht, dann seht ihr oben übrigens Links auf alle anderen Podcasts. Da kann man sich auch einfach durchklicken.

Tim Pritlove Aber ich produziere derzeit noch UKW mit Pawel zusammen. Vor allem viel über Ukraine derzeit, weil es ja so ein bisschen der Krisen-Podcast. Gibt aber immer mal wieder auch andere Gäste zum gleichen Thema oder auch zu anderen Themen. Ich habe Serbien behandelt und so weiter. Wir haben auch schon viel über diese Venezuela-Situation gesprochen und all das.

Tim Pritlove Wir sind jetzt nicht irgendwie das Auslandsjournal schlechthin, sondern versuchen halt irgendwie Krisenbegleitung zu machen. Und da kommt dann immer mal wieder was und geht immer weiter. Dann gibt es Logbuch Netzpolitik, LNP, das gibt es vergleichsweise oft, in der Regel eigentlich jede Woche. Raumzeit gab es jetzt gerade vor zwei, drei Tagen, neue Folge, da will ich jetzt wieder regelmäßig produzieren.

Tim Pritlove Und dann gibt es noch Forschergeist, der Wissenschaftspodcast, auch der soll regelmäßig wieder werden, ist noch nicht ganz so regelmäßig, aber da gab es zumindest auch eine neue Folge. Also das könnt ihr euch alles mal anhören, wenn ihr irgendwie Freakshow toll findet, dann ist da vielleicht auch was für euch dabei.

Tim Pritlove Genau, ja das war es eigentlich auch schon. Zum Werbeblock.

Ralf Stockmann Werbeblock Ende.

Tim Pritlove So. Wer will anfangen?

Ralf Stockmann Kleinkram wolltet ihr machen?

Tim Pritlove Ja.

Ralf Stockmann Was haben wir denn?

Tim Pritlove Also ich habe so ein bisschen Kleinkram. Ich wollte mal so ein bisschen, es kommt immer so ein bisschen zu kurz, weil wir sind ja eigentlich auch irgendwo, irgendwo sind wir ja auch im Macintosh-Podcast. Muss man ja mal so sagen. Auch wenn Linux jetzt auf dem Desktop...

Ralf Stockmann Noch für zwei Stunden, dann...

Tim Pritlove Dann ist alles vorbei.

Ralf Stockmann Dann gelten ja andere Spielregeln.

Tim Pritlove Genau. Genau, da wollte ich mal ein paar kleine Apps nochmal erwähnen. Und das leitet jetzt vielleicht auch gleich noch auf ein anderes kleines Thema um. Das würde ich bestimmt freuen. Also erst mal, es gab bis Ende des Jahres die App Mac Updater, die ich eigentlich immer sehr freudig benutzt habe.

Ralf Stockmann Oh ja.

Tim Pritlove Weil die einem immer gesagt hat, was sich alles so geupdatet hat. Und das hat eigentlich super funktioniert, aber irgendwie schien das kein tragendes Business-Modell zu sein. Und der Entwickler hat jetzt den Support eingestellt und es gibt keine neuen Versionen mehr. Und jetzt ist das auch nur noch so begrenzt nutzbar, weil wenn er nicht im Hintergrund fleißig an diesen Update-Datenbanken mit rumgepflegt wird, dann ist das keine ordentliche Experience.

Tim Pritlove Ist ein bisschen schade, aber auf der Suche nach einer Alternative ist mir die App Latest untergekommen. Die ist auch kostenlos und die ist nicht ganz so mega sophisticated, sag ich mal, wie jetzt das mit MacUpdater der Fall war, aber das ist sozusagen eine Möglichkeit, hier sich schnell mal anzeigen zu lassen, was sich denn so an Apps aktualisiert hat, was jetzt selber nicht ausreichend darauf hinweist. Sagen wir es mal so.

Tim Pritlove Und viele Apps machen das ja, aber manchmal wartet man ja auch auf irgendetwas und das kann man dann mit Latest ganz nett machen. Genau. Und ja, dann habe ich noch einen zweiten App-Tipp, weil mir das sehr entgegenkam und zwar Aeronaut. Aeronaut ist eine neue Mac-App für Blue Sky. Benutze ich nämlich auch noch, aber ganz ehrlich, wenn ich etwas nicht ordentlich auf dem Mac benutzen kann, dann ist so ein Netzwerk für mich ein bisschen schwierig.

Tim Pritlove Einer der Gründe, warum ich irgendwie dann auch am Schluss mit Twitter immer mehr meine Probleme hatte und für mich war ja das Twitter-Ende eigentlich das Ende von Tweetbot. Nachdem Tweetbot von Elon Musk gecancelt wurde, war für mich dieses Netz auch gar nicht mehr so richtig benutzbar. Jetzt mal ganz abgesehen von dem sonstigen politischen Wirren, die das alles mit sich gebracht hat und vielen guten Gründen, da nicht viel Zeit zu verbringen.

Tim Pritlove Aber es gibt ja neben Mastodon was ich relativ fleißig benutze mittlerweile gibt es ja auch noch Blue Sky was ich nicht ganz so fleißig benutze aber jetzt ein bisschen fleißiger denn es gibt mit Aeronaut einen brauchbaren McClient, der ganz ordentlich programmiert ist und ja, soweit funktioniert. Da ist schon bei Version 1.4 angekommen, da werden auch relativ schnell die Fehlermeldungen beziehungsweise die Support-Anfragen beantwortet und das sieht soweit alles ganz gut aus.

Tim Pritlove Das ist im Prinzip so ähnlich wie Ivory für Masse-Lauten, ist auch Aeronaut. Also von der ganzen Ergonomik her hat man da nicht viel zu machen. Also wenn man sozusagen beide Netzwerke verfolgen möchte, dann kann man das damit ganz gut tun. So und jetzt habe ich endlich mal einen ordentlichen Client, weil dieser Standard-Blue-Sky-Client, den kann man zwar auf dem Mac fahren, aber das ist halt nur so eine iPhone-App und das schon irgendwie auf dem iPad nicht zu ertragen.

Ralf Stockmann Wenn du gesagt hast, wenn man beiden Netzwerken folgen will, du kannst jetzt aber nicht deinen Mastodon-Account reinkoppeln und auch in derselben App hin.

Tim Pritlove Der ist ein reiner Art Protoklient. Und die Macher von, Ivory hatten ja auch geplant, schon vor längerer Zeit einen Client für Blue Sky rauszubringen unter dem schönen Namen Phoenix. Das hängt aber immer noch ein bisschen in der Luft, weil irgendwie in der Familie von einem der Entwickler gab es irgendwie Krebsfall und das scheint da ein bisschen das Leben geändert zu haben.

Tim Pritlove Dementsprechend hat sich da nicht so viel getan und Aeronaut füllt jetzt im Prinzip diese Lücke für mich zumindest. Genau und in dem Zusammenhang würde ich auch gerne nochmal dieses Eurosky Projekt. Erwähnen denn wir hatten das schon mal wir haben es ja schon mal irgendwie über Blue Sky generell, Mastodorn und wie hat man das so zu sehen und diese ganze Debatte mit Unabhängigkeit und Independence Day und so, und jetzt ist ja so, dass bei Blue Sky das dahinterstehende Protokoll, das ist Ad-Protokoll, das erlaubt ja im Prinzip, dass man die Software nimmt und damit sich auch sein eigenes Netzwerk aufbaut.

Tim Pritlove Das haben ja immer alle gesagt, so, oh, amerikanische Firma, ganz schlimm. Und ist ja auch richtig, dass Blue Sky da derzeit mit seiner Kohle. Den Großteil der Infrastruktur stemmt, der so ja aus drei, vier Komponenten besteht, um das ganze Netzwerk sozusagen am Laufen zu halten. Das ist ja im Gegensatz zu Mastodon, was ja mehr so, ich sag mal, mehr den Gedanken der Mailbox-Zeiten der 80er Jahre atmet.

Tim Pritlove Also eigentlich ist ja Mastodon eine lokale Instanz für Leute einer Community. So ist es irgendwie designt. Du kannst darüber streiten, ob es auch so gedacht ist, aber so ist es auf jeden Fall Design. Du hast halt diese Instanz, du hast diesen Server, da hast du deinen Account, da hast du deinen Admin und da hast du eigentlich auch deine Welt, weil nur da kannst du auch suchen, weil nur dort sind die Daten von den Daten, die dort eben gepostet werden.

Tim Pritlove Und jetzt gibt es natürlich das Fediverse und diese ganze Federation, sodass es also über das Activity-Pub-Protokoll die Möglichkeit gibt, eben diese ganzen Informationen auch über eine Instanz hinaus zu posten bzw. Von anderen Instanzen zu beziehen. Und dadurch gibt es dann eben so ein Geflecht, was den Eindruck gibt, es würde sich dabei um ein Netzwerk handeln.

Tim Pritlove Aber es ist ja eigentlich nicht ein Netzwerk, sondern es ist ein Netzwerk von Instanzen. Und Blue Sky verfolgt halt eine ganz andere Idee und greift halt eher die Idee auf von den anderen Netzwerken vor allem natürlich das von Twitter, weil da ist es ja auch mal von der Idee her geboren worden. Und ist von daher technisch komplett anders aufgebaut es ist aber eine komplexe Struktur aus mehreren Protokollen, die zusammengreifen, aber man kann im Prinzip sagen, das ist halt das Ad-Protokoll und, Jetzt gibt es seit einer Weile schon diese Initiative, die nennt sich Eurosky und die sind jetzt auch irgendwie online gegangen.

Tim Pritlove Also die gab es hinter den Behind-the-Scenes, ist das schon aufgebaut worden, aber jetzt kann man auch offiziell sich bei Eurosky.Social Accounts holen, wenn man das will. Und wenn man halt bei Eurosky Social einen Account hat, dann speichert halt Eurosky den Account und nicht Blue Sky. Und sie haben halt auch eine eigene Tweetschleuder. Also der ganze Aggregator etc.

Tim Pritlove Also sie bauen im Prinzip dieselbe Infrastruktur nochmal auf, aber sind halt auch mit Blue Sky kompatibel. Das heißt, man kann halt irgendwie auch denselben Account benutzen. Und ja, ich weiß immer noch nicht so richtig, was ich so insgesamt darüber denken soll. Ich meine, auch die verfolgen die Idee der Unabhängigkeit, also einer europäischen Infrastruktur und sehen ja auch zu, sich so entsprechend fördern zu lassen und machen da großen Aufwand, um das zu erreichen.

Tim Pritlove Und aus der Bubble kommen auch so ein paar Apps, wie zum Beispiel dieses Skid und. Habe ich vergessen, wie hieß es nochmal, Flashes, das ist so ein Instagram-Klon und so, also da gibt es sozusagen auch die Bemühungen, so eine eigene Infrastruktur von unabhängigen Apps zu machen, die halt zwar auf dem Ad-Protokoll, basieren und damit auch mit BlueSky funktionieren, aber eben genauso gut auch mit Eurosky.

Tim Pritlove Jetzt kann man auf jurosky.tech gehen und da kann man dann irgendwie auch auf einen Account betteln. Ja, das ist eigentlich so das.

roddi Bevor du weiter reitest, ich hätte dich vorhin schon gerne unterbrochen, aber die Sache mit Latest und den Updates der Apps, wenn man das für die Kommandozeile haben will, kann ich immer noch Topgrade empfehlen. Das ist für Kommandozeilentools aller Art und Homebrew und auch Systemupdates und so weiter.

roddi Das ist so ein, ich weiß nicht, ob man das als Skript bezeichnen kann, Das ist ein Kommando-Zeilen-Tool, das Kommando-Zeilen-Tools updatet. Und zwar alle, die er so findet, inklusive irgendwelchen absurden Kram wie Microsoft Office und sowas. Ich finde das ganz nützlich. Ein Befehl, alles wird geupdatet.

roddi Gut, es macht auch so Ruby und so einen Käse.

Tim Pritlove Also wie Homebrew.

roddi Ja, top grade, updated auch das, was Homebrew installiert hat. Aber es gibt ja auch MINT und es gibt ja auch Mise en Place und und und und und. Egal, es gibt ja viele Tools, wenn man…, Wenn man Software entwickelt, dann braucht man halt Kommando-Zahlen-Tools ohne Ende und da gibt es halt dann Dinge, die man eben nicht über Homebrew installiert und updatet, sondern halt andere Sachen auch.

Tim Pritlove Aber habt ihr noch Anmerkungen zu Eurosky und dem ganzen Komplex?

Ralf Stockmann Ja, kurz zumindest. Wir haben ja schon mal drüber gesprochen, müssen wir nicht alles wiederholen. Ich sehe das Ganze halt ein bisschen kritisch. Ich habe jetzt hier mal die About-Seite verlinkt. Das sind halt genau drei Leute, die das machen. Und so wie ich es wahrnehme, ist es deren Hauptincentive, halt EU-Mittel ranzuholen unter jetzt halt wir brauchen digitale Souveränität.

Ralf Stockmann Kannst du schon so machen, aber mir wäre da irgendwie eine Initiative, wo dann auch irgendwie so ein paar etwas renommiertere Institutionen irgendwie daran beteiligt sind, dass auch bei deren Kooperationspartnerseite so, das ist alles sehr dünn. Also ich habe so meine Zweifel, ob die das alles jemals irgendwie zum Fliegen kriegen und ob sie die Aufmerksamkeit, die sie gerade generieren, ob die nicht in anderen freien vorhandenen Netzwerken besser aufgehoben wäre.

Ralf Stockmann Aber die Debatte müssen wir jetzt nicht nochmal von Null führen. Schauen wir mal, ob sie irgendwann was liefern und dann kann man ja gucken.

Tim Pritlove Naja, also das haben sie ja jetzt im Prinzip getan. Also die bauen diese Infrastruktur auf.

Ralf Stockmann Genau. Sie sagen, dass Sie diese Infrastruktur jetzt aufbauen. Das haben Sie getan. Genau. Wenn die Infrastruktur da ist und das alles up and running ist, dann gucke ich mir das gerne wieder an.

Tim Pritlove Ja, das ist auch schon up and running. Also bei den Accounts ist das jetzt sozusagen, wenn ich es richtig verstanden habe, man beantragt halt einen Account, damit sie das sozusagen skalieren können jetzt in dieser Phase, aber die Infrastruktur bauen sie, also die existiert schon. Also die eigentliche Datenschleuder dahinter, die läuft auch schon seit ein paar Monaten, soweit ich weiß.

Tim Pritlove Naja, könnt ihr euch ja mal angucken, so oder so. Mit AeroNaut kann man jetzt auf jeden Fall auf dem Mac auch mal, wer heißt denn das eigentlich dann? Skyen? Twittern. Ich sage einfach twittern.

Ralf Stockmann Dieses Kurznachrichten-Ding-Sie machen.

Tim Pritlove Ja, das Kurznachrichten-Ding, von dem jetzt alle irgendwie immer reden.

Ralf Stockmann Ich hatte auch eine kleine Mac-Geschichte. Ich bin in den letzten Wochen, kommt auch hinterher noch, so in diverse Rabbit-Holes abgetaucht. Und eins davon ist, dass aus Gründen ich jetzt doch mal Steam-Spiele auf macOS spielen wollte. Insbesondere eines, nämlich Bei.

roddi Manchen geht es ja out of the box.

Ralf Stockmann Bei manchen geht es out of the box, bei den meisten aber irgendwie nicht Und das, was nämlich jetzt gerade bei meinen Kiddies total hoch im Kurs steht, ist Planet Crafter. Dazu kann ich auch mal in die Shownotes reinwerfen Das ist auf den ersten Blick sieht das aus wie ein dreister No Man's Sky Rip-Off Also du strandest auf einem unwirtlichen Planeten und musst Ressourcen dir sammeln und Basen aufbauen und Dinge tun, aber es ändert dann den Spielcharakter, weil deine Aufgabe nämlich ist, Terraforming zu betreiben.

Ralf Stockmann Das heißt also, diesen Planeten in blühende Landschaften zu verwandeln, was ja immer total gut funktioniert bekanntlich. Das ist also der eigentliche Plot, also nicht von Planet zu Planet reisen und viel entdecken, sondern sich auf diesen einen Planeten zu konzentrieren und den dann halt dank Wissenschaft und Technologie in irgendwie ein Paradies zu verwandeln.

Ralf Stockmann So und das wollten meine Kinder also spielen und damit Papa dann da auch mitmachen kann, habe ich halt geschaut, okay, was gibt es denn mittlerweile eigentlich für Mittel und Wege, um auf macOS mit einem. Apple Silicon Rechner. Ich habe ja ein M2 Pro hier, sowas zum Laufen zu kriegen. Und was soll ich sagen?

Ralf Stockmann Das scheint im Jahr 2026 in der Tat ein weitestgehend gelöstes Problem zu sein. Ich bin da nämlich über einen Dienst gestolpert, der da wo heißt Crossover. Und viele von euch werden jetzt vielleicht mit den Augen rollen. Mein Gott, damit kommt er jetzt im Jahr 2026. Das gibt es also auch schon länger.

Ralf Stockmann Mir war das vorher nicht bewusst. Roddy, du hattest das auch noch nicht ausprobiert.

roddi Meintest du vorhin? Als das von Apple angekündigt wurde als Teil der Tools, wirkte das so wie etwas, ja, wenn ich selber ein Spiel schreibe, dann kann ich da mein Code reinwerfen und gucken, was dabei rumkommt.

Ralf Stockmann Ja, das ist das Framework unten drunter.

roddi Ja, aber das wirkte nicht nach Production Ready und nach etwas und dann habe ich es aus den Augen verloren.

Ralf Stockmann Genau, also die Geschichte war, dass Apple angeboten hat für Entwickler, Achtung, hier könnt ihr, habt ihr ein Framework, mit denen ihr quasi die APIs von Windows, die Gaming relevant sind, auch auf dem Mac mappen könnt. Und das war aber alles halt sehr defnah und sehr frickelig und das, was jetzt Crossover bietet, ist quasi oben drüber so eine Feel-Good-Oberfläche, wo du also dann einfach deinen Katalog hast an Spielen und durchgehen kannst, so läuft das hier drunter oder läuft es nicht.

Ralf Stockmann Das heißt also, diese ganze Technikgefrickel ist dann komplett weg abstrahiert. Und das hat eine 14-Tage-Testversion, die habe ich jetzt einfach mal ausprobiert. Und der Installationsvorgang ist schon wild. Also alleine der ist schon eine Experience, die man mal gemacht haben sollte. Es werden einem wirklich, kein Scherz, Windows 3.11-Dialoge dort angezeigt während der Installation.

Ralf Stockmann Wo du also dann wirklich so ein original Windows-GUI, und ich glaube, es ist wirklich noch nicht mal Windows 95, ich glaube, es ist wirklich 3.11-Design, was man da zu sehen bekommt noch, musst dann halt so diverse Pseudo-Entscheidungen treffen und klickst dich dann da so durch und das sieht alles sehr, sehr fishy und sehr, sehr komisch aus, aber am Ende...

Ralf Stockmann Da kannst du ein ganz normales Team hochfahren und kannst dich einloggen und kannst dein Spiel runterladen und es starten. Und was soll ich sagen? Dieses Planet Crafter, das ist durchaus ein bisschen anspruchsvoll, was Grafik angeht. Also die kommen wir hinterher noch zu, die Laptops von meinen Jungs.

Ralf Stockmann Da muss man schon die Auflösung sehr runterfahren auf 720p und die Details auf Minimum und dann läuft das ganz gut. Auf den Laptop CD haben und jetzt auf meinem M2 Pro habe ich jetzt 4K Auflösung und Ultra Details und habe satte 60 Frames per Second. Also es läuft echt, als ob ich da nativ eine Windows-Kiste hätte.

Ralf Stockmann So, aber, ja, Rabbit Hole, das ist dann wieder alles nicht ganz so einfach, weil seit einem halben Jahr funktioniert in dem Spiel dann nicht, dass Klicks auf irgendwie Touchpads erkannt werden. Das heißt also, du kannst dich schön bewegen und kannst alles dich umgucken, aber du kannst halt nichts anklicken, was für so ein Spiel auch schon eher so schlecht ist.

roddi Du musst eine Maus anschließen oder was?

Ralf Stockmann Ja, mit einer Maus geht es glaube ich auch nicht, aber du kannst einen Controller anschließen. Das heißt also ich meinen Xbox-Controller genommen, mit USB-C angeschlossen, das funktioniert eigentlich immer, bloß nicht irgendwie mit Bluetooth oder so, sondern einfach gutes altes USB-C-Kabel und dann kannst du mit diesem Controller wunderbar dieses Spiel spielen.

Ralf Stockmann Also es ist alles irgendwie noch so ein bisschen wackelig, aber wer da draußen Bedarf hat, so AAA-Spiele rechts unten grafikmäßig, wird wahrscheinlich nicht funktionieren, aber der Link, den ich reingeworfen habe, da hat man quasi eine Datenbank, wie gut die jeweiligen Programme, das geht jetzt nicht nur für Spiele, sondern auch für beliebige andere Windows-Software, wie gut die funktionieren und das scheint mir ein Weg zu sein, den man sich mal anschauen kann.

Ralf Stockmann Ansonsten, wenn ihr da komplett andere Erfahrungen gemacht habt und das für overhyped haltet und groben Unfug, dann gerne in die Kommentare zu dieser Sendung. Noch habe ich da kein Geld drauf geworfen. Ihr habt noch 14 Tage Zeit, mich davon abzuhalten. Aber man sieht das eigentlich, fand ich, ganz manierlich aus.

Ralf Stockmann Man muss ein bisschen basteln, aber dafür hat man dann...

Tim Pritlove Ist denn das, also was ich jetzt nicht ganz verstehe, basiert das auf irgendwas, was Apple entwickelt hat?

Ralf Stockmann Genau, also da ist ein Wine drunter und unter Wine ist ja wiederum dieses, mit diesen vier Buchstaben, diese Abkürzung, wie hieß denn das? L, P, N, T oder sowas?

Tim Pritlove Das mit den vier Buchstaben.

Ralf Stockmann Ja, warte mal. Also Wine ist ja das, was Apple rausgegeben hat für...

roddi Hing da nicht auch noch Steam mit im Boot? Die machen doch auch verdammt viel, auch so für Linux, dieser Translation Layer für Linux.

Ralf Stockmann Genau, da kommen wir noch zu. Ja, das hängt damit zusammen, aber es ist glaube ich auch doch was anderes. Also so wie ich das verstanden habe, hängt sich da Wine nochmal hinter dem, was Valve da mit Steam macht. Kevin, wie ist denn diese Abkürzung hier? Ich finde die jetzt hier gerade in meinen Unterlagen nicht.

Tim Pritlove Also da ist es.

Ralf Stockmann GPTK war das Framework von Apple. Toller Name auch.

Tim Pritlove GPTK?

Ralf Stockmann GPTK, Gameporting Toolkit.

Tim Pritlove Ah, Gameporting Toolkit, okay.

Ralf Stockmann Das hat sogar noch eine Webseite. Und diese Firma, die jetzt also dieses Crossover macht, die machen auch Wine. Das heißt also, die haben auch so einen Upstream-Kanal dann, dass das alles einigermaßen Hand in Hand geht.

Tim Pritlove Also mit anderen Worten, es gibt so ein Top-Down-Windows-Emulation für macOS dadurch und, das erlaubt sozusagen, dass man jetzt so eklige Windows-Programme nehmen kann und auf sein Mac laufen lassen kann. Aber das geht nur für Games.

Ralf Stockmann Ne, das geht im Prinzip für alle Spiele. Das geht im Prinzip für alle Programme. So, also es gibt dann Ausnahmen mit irgendwie, wenn du natürlich irgendwelche Dongle dran hast und so weiter, da wird das alles nicht funktionieren. Auch irgendwie bei Spielen, wo so diese Anti-Cheat-Ebene sehr hart ist, scheint das auch nicht zu funktionieren.

Ralf Stockmann Aber ich werde das auch mal mit dem ein oder anderen 0815 Windows-Programm nochmal ausprobieren.

Tim Pritlove Die einzige Frage ist, ist das sozusagen jetzt nur so Fullscreen-Games oder ist das auch die GUI selber, die dann da sichtbar wird?

Ralf Stockmann Nee, du hast kein Windows dann, sondern du hast quasi nur das Programmfenster. Und das Programmfenster läuft dann wirklich auf deinem Mac OS. Das finde ich ja eher charmant. Das heißt also, es simuliert eben nicht jetzt eine ganze Windows-GUI drumrum, sondern sagt wirklich, hier Programm, du läufst auf einem Windows, hier ist dein Fenster hin, das du reinzeichnest.

Ralf Stockmann Und das kann dann Fullscreen sein, muss es aber nicht. Aber diesen ganzen anderen Krempel, den du ansonsten bei Virtualisierung hast, den sparst du dir halt dadurch.

roddi Ja, aber wenn du ein Desktop-Programm von Windows brauchst, dann bist du mit einer Virtualisierung, mit einer normalen und einem installierten Windows wahrscheinlich eh besser aufgehoben. Vielen Dank. Also ja, naja, es gibt also so ein...

Tim Pritlove Ja, aber muss man ja Windows-Computer haben.

roddi Weiß ich nicht. Es gibt ja diverse, es gibt ja diverse Virtualisierungsumgebungen, die ja dann auch so nahtlosen Desktop machen, sodass du dann die Windows-Fenster irgendwie inzwischen deinen Mac-Fenstern hast. Das ist zwar ein bisschen uncanny, aber es funktioniert eigentlich gar nicht so verkehrt. Aber das Spielen ist ja eine ganz andere Anwendung.

Ralf Stockmann Und wo für mich das interessiert, sind Indie-Games, weil es gibt also pro Jahr so fünf bis zehn Titel, die jetzt nicht so rasend grafisch anspruchsvoll sind, wo sich aber halt irgendwelche unabhängigen Entwicklerbuden mal echt irgendwie in den Kopf gemacht haben, was ein cooles neues Spielkonzept wäre und die spiele ich gerne und gucke, was da so ausgeheckt wird.

Ralf Stockmann Das ist, finde ich, spannender als den 597. Ubisoft-Aufguss von immer demselben Spielprinzip. Und an die kommst du normalerweise auf dem Mac halt nicht vernünftig ran. Und darüber, da die alle samt und sonders über Steam zu holen sind, scheint mir das jetzt ein guter Pfad zu sein.

roddi Wobei man der Fairness halber sagen muss, dass sehr viele Indie-Games sind auf dem Mac auch verfügbar. Es gibt zwar so ein paar, die es nicht sind, aber gerade Indies haben eher so die Tendenz, auch auf dem Mac zu landen. Also insofern... Aber klar, also ich habe mal geguckt, BeamNG Drive läuft wohl ganz gut.

roddi Da habe ich ja das Problem, dass ich die Hardware wahrscheinlich nicht angeschlossen kriege. Und dann ist es auch wieder sinnlos, aber naja. Und wie du sagtest, Anti-Cheat, also das Kernel-Level-Anti-Cheat, die sind relativ hart, die Dinger. Also vor allen Dingen, da kann es dir passieren, dass wenn du irgendwie einen nicht gesignten Grafiktreiber vom Grafikkartenhersteller deiner Wahl benutzt, benutzt, weil da irgendjemand irgendwas optimiert hat, dann sagt der Anti-Cheat ne, ohne mich darfst nicht.

roddi Also das, aber gut. Ich glaube, wir sind alle aus dem kompetitiven Shooter-Alter raus. Insofern ist das, glaube ich, nicht so ein Problem.

Tim Pritlove Ich war da noch nie.

roddi Ja, vielleicht ein paar Wochen lang oder so. Aber musst du dann zugeben, nee, nee, andere sind viel besser.

Tim Pritlove Ja. Alright. Ich habe ja noch eine kleine Webseite, da wollte ich nochmal drauf verweisen. die ist ganz hübsch, die heißt Bugs Apple Loves. Habt ihr die schon entdeckt?

roddi Nein.

Tim Pritlove Also, das ist so ein bisschen tongue-in-cheek, aber sie haben sich wirklich richtig Mühe gegeben. Und zwar ist das eine Webseite, die Bugs auf den Apple-Plattformen vorstellt, ausführlich. Und zu jedem Bug also wirklich eine Hochrechnung macht, wie viele Menschen wie viel Zeit dadurch verlieren und das dann, und entgegenstellen wie viel Zeit es auch bekosten würde diesen Bug, vielleicht zu beenden also könnt ihr ja mal durch scrollen, geht hier gleich los irgendwie Mail Search doesn't work, kann ich absolut bestätigen, und jeder Bug wird also wirklich ausführlich präsentiert, the search bar is purely decorative.

Tim Pritlove You need to find an E-Mail. You type in the sender's name. Nothing. You try the subject line.

Ralf Stockmann Nothing.

Tim Pritlove You try a unique word you know was in the E-Mail. Nothing. You give up. Open Gmail in a browser. Search there. Find it instantly. This has been broken for over a decade. Genau. Und dann wird das halt hier schön hochgerechnet, wie viele User davon betroffen sind und so weiter. Und wo ist die Hochrechnung, wie viel Zeit damit jetzt verloren wurde, genau, also hier the damage, wasted per day 4200 Jahre pro Tag, 31,1 Millionen Stunden von Human Life.

Tim Pritlove Macht pro Jahr 1,5 Millionen Jahre. 1,5 Millionen Jahre pro Jahr, die verschwindet werden. Und warte mal, wo war denn die Hochrechnung, was Apple... Die Zeit zum Fixen, da unten genau. Man könnte angeblich mit 320 Engineering Stunden, könnte man das wahrscheinlich beheben. Cost to Humanity 406 Milliarden US-Dollar per year in Lost Productivity.

roddi Da sind aber auch schöne Dinge dabei. Autocorrect won't take a no for an answer. You type a word. Autocorrect changes it. You delete it and type what you meant. Autocorrect changes this again. You fix it again. It changes it again. Now you've manually corrected this word twice, clearly signaling you want it this way. Autocorrect doesn't care. It will die. It will die on this hill.

Tim Pritlove Ja, das ist einfach so schön und da sind auch so viele Sachen drin, wo ich wirklich sagen kann, ja, das hatte ich auch schon und so. Ich meine, sie geben auch zu, ihre ganzen Hochrechnungen sind halt irgendwie Spaß und das kann man natürlich auch anders machen. Aber es zeigt den Punkt irgendwie, dass es vielleicht dann doch mal ganz angemessen wäre, sich solcher Fehler mal anzunehmen, weil kennt ja ja auch jeder.

Tim Pritlove Ganz neu übrigens auch dieser macOS 26 Windows Resizing Fehler mit dieser Ecke. Das wurde ja auch weitgehend diskutiert. Ihr wisst, was ich meine. Dadurch, dass jetzt die Rundungen der Fenster jetzt so anders sind. Aber der Bereich, wo man reinklicken muss, um ein Fenster wirklich auch zu resizen, ist irgendwie so merkwürdig gewählt, dass man einfach sehr oft daneben haut.

roddi Ja, das war tatsächlich in den Release Notes zum letzten Update auch drin, weil sie haben wohl das Rechteck des Fensters benutzt, um herauszufinden, ob sie jetzt den Pfeil anzeigen wollen oder nicht und die Ecke vom Rechteck ist natürlich von der Rundung relativ weit weg, deswegen fühlt es sich komplett weird an, aber angeblich haben sie es gefickt, gefixt, sorry, laut Release Notes.

Ralf Stockmann Ich bin ja auf der aktuellen Version jetzt irgendwie der Punkt 3 und da finde ich, scheint es mir plausibel, wo die Greifpunkte sind hier in den Ecken.

Tim Pritlove Der Punkt 3? Du hast schon eine Beta-Version installiert, meinst du?

Ralf Stockmann Ja, hatte ich ja immer, aber die ist auch vor ein paar Tagen auch official geworden, oder? Also ich habe 26.3 drauf, aber eigentlich.

Tim Pritlove Release-Kandidat sind wir gerade.

Ralf Stockmann Ah, okay.

Tim Pritlove Ich habe die 2.2.

roddi Aber wie gesagt, da stand es auch in den Release-Nodes drin. passen müsste.

Tim Pritlove Ich habe schon genug unter den Beta-Versionen von Mac OS 26 gelitten. Da bin ich jetzt erstmal wieder aufs Table zurückgegangen.

roddi IOS Text Selection ist pure Chaos. Ja. Ja.

Tim Pritlove Also es sind wirklich schöne Sachen dabei, kann man schön durchscrollen.

Ralf Stockmann ICloud-Fotos, Uploading X-Items, Uploading 847-Items, You Wait Next Day, Uploading 847 Items, Weeks Later, updating 847 item. Is it stuck? Is it not working? Faith-based Cloud Storage.

roddi Airdrop shuffles, targets, mid-tap. You aimed for Sarah, you hit Dave. Dave now has your meme.

Tim Pritlove Genau. Also ganz unten steht auf der Seite auch, this site is satire not affiliated with Apple Inc. The bugs are real, the math is not. All estimates are made up. Your frustration, however, is valid. Das finde ich besonders schön. Your frustration, however, is valid. Ja, so sieht es nämlich aus.

Ralf Stockmann Ja, aber toll gemacht die Seite. Wirklich schön. Danke dafür. Ist gut.

Tim Pritlove Ich bin gespannt, ob sich da was ändern wird. Was ist euer Tipp? Wir haben ja, glaube ich, noch gar nicht drüber geredet, aber dieser Design-Chef von Apple ist ja weg. Oder haben wir das schon mal besprochen? Wir haben es nicht besprochen. Ne, genau. Also dieser Alan Dye, der ja im Prinzip für alles verantwortlich war.

Tim Pritlove Vielleicht hat er sich das nicht selber ausgedacht, aber er hat zumindest dann nicht verhindert. Also all das, was jetzt in den 26er Betriebssystem, Updates kam, war letztlich unter seiner Ägide entstanden und kaum war es halt ausgerollt, hat er sich dann von dannen gemacht. Hat sich von Meta rauskaufen lassen und ist jetzt bei Meta und ich hoffe, dass er dem Laden genauso viel Schaden zufügt wie Apple.

roddi Schwierig. Genau.

Tim Pritlove Und der potenzielle Nachfolger von ihm, oder nicht nur der potenzielle, sondern der Nachfolger von ihm, der ist ja schon benannt worden. Wie ist er noch gleich? Steven? Der Nachnamen war, glaube ich.

Ralf Stockmann Schwierig.

Tim Pritlove Ja. Der kommt ja zumindest aus dem User-Interface-Bereich. Und war auch einer der Miterfinder des iPhone. Und das lässt natürlich hoffen, dass Apple so ein bisschen eine Kurskorrektur betreibt, weil ich muss auch sagen, dieses nicht alles ist schlecht, finde ich, an diesem 26er-Releases. Aber es mutet einem dann doch schon eine ganze Menge zu.

Tim Pritlove Und es sind einfach so viele Sachen, die so nützlich waren, nicht mehr da. Das nervt mich schon enorm. Also es macht mich einfach fertig teilweise.

roddi Ja, wir brauchen ein Snow-Tahoe-Release, das stimmt schon.

Tim Pritlove Insofern gefallen mir die Gerüchte, dass die 27er Releases ja wieder so in Richtung Snow Leopard gehen, also wer da noch nicht gelebt hat, das war ja quasi das Betriebssystem Release, was Apple mal, mit dem Slogan rausgebracht, no new features. Und alle jubelten und ich glaube, wenn sie das nochmal bringen, dann würden wieder alle jubeln, weil nichts braucht, glaube ich, diese Plattform mehr als eine Konsolidierungsphase.

Tim Pritlove Ich meine, ich verstehe zwar, dass Verbesserung irgendwie gewünscht ist und natürlich auch immer irgendwie mehr Features, aber es macht halt auch einfach die Rechner langsamer, es macht den Speicherbedarf größer, es macht die Softwarekomplexität größer und vor allem dieser Druck permanent immer an was Neuem zu arbeiten, verhindert einfach, dass das, was so halbgar ausgeliefert wurde, auch irgendwann mal gar wird.

Tim Pritlove Und das merkt man für meinen Geschmack mittlerweile an zu vielen Stellen. Also es ist einfach, ich habe mich immer, ist ja auch bekannt, also ich finde ja die Plattform irgendwie toll und man war auch irgendwie immer so ein bisschen stolz, da ein Teil davon zu sein, weil einfach so viel gut gemacht und gut gemeint war.

Tim Pritlove Und mittlerweile habe ich nicht mehr so das Gefühl, dass alles gut gemacht ist. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass es noch nicht mal gut gemeint ist.

roddi Naja, vor allen Dingen Konsistenz ist viel verloren gegangen. Also ich meine, jeder, der das erste Mal so ein Linux aufmacht und versucht, einfach nur an einer App zu kopieren, um es in einer anderen App wieder einzufügen, verzweifelt ja sofort. Und von Drag und Drop sprechen wir gar nicht erst. Aber das war so, auf dem Mac war das halt immer Basics, die immer funktioniert haben.

roddi Also es ist ja eigentlich immer noch so, Drag and Drop ist ein bisschen weniger geworden, aber halt einfach diese Konsistenz, dass das alles irgendwie interoperabel ist, ist halt irgendwie, ja und dann.

Ralf Stockmann Also Konsistenz ist das Sprichwort, das ist eine Sache, die mich persönlich halt immer hart triggert, also ich weiß nicht, ob ihr euch erinnert, da war ich noch gar nicht hier fest in der Freakshow, sondern hab mal zwischendurch irgendwann vor, weiß ich nicht, sechs Jahren oder sowas, mal eine neue Ultraschallversion vorgestellt.

Ralf Stockmann Und da hatte ich so ein Screen mitgebracht der ganzen anderen Audioeditoren, die man ansonsten so für Podcasting nimmt und wie die so mit Buttons umgehen und mit Abständen und mit User Interfaces, und dass das alles innerhalb einer und derselben App total Kraut und Rüben war und selbst halt die Apple Produkte da einfach nicht gut aussahen.

Ralf Stockmann Also auch GarageBand und so hatte irgendwie fünf verschiedene Arten, wie sie Buttons gezeichnet hatten zu dem Zeitpunkt. Ist ein bisschen besser geworden seitdem. Also sowas schmerzt mich hart und wenn ich mir jetzt hier Tahoe angucke, die Border-Radien. Also, dass jetzt Apple also hingegangen ist und gesagt hat, so, wir erweitern jetzt den, so alle Ecken sind jetzt weiter gerundet, als das vorher der Fall war.

Ralf Stockmann Sind jetzt glaube ich auf 26 Pixel, wenn ich mich richtig erinnere. Vorher waren es glaube ich 18.

roddi Klingt glaubwürdig bei der Versionsnummer.

Ralf Stockmann Vorher waren es 18. So, und die Apple eigenen Apps setzen das auch größtenteils um. Du hast aber, An ein paar Stellen hast du dann innen drin nochmal einen Border-Radius, der plötzlich noch den alten Radius hat innerhalb des größeren. Das heißt, du hast so zwei sich verschiebene Radien und vor allen Dingen die ganzen Third-Party-Apps müssen sich halt nicht dran halten.

Ralf Stockmann Das heißt, die laufen alle nach wie vor, sofern sie es nicht selber, irgendwann mal freiwillig umstellen auf 18-Pixel-Radius. Das heißt, du hast jetzt eine Nutzeroberfläche.

roddi Nicht ganz. Wenn sie noch mit dem alten Xcode, dem nicht Xcode 26, kompiliert wurden, dann laufen sie quasi im Kompatibilitätsmodus des alten macOS und haben deswegen die neuen Radien nicht. Das heißt, du recompilst mit dem neuen Xcode, hast plötzlich einen anderen Border-Radius und sieht eventuell total scheiße aus, weil dein gesamtes Design auf den alten Radius abgestimmt ist.

Ralf Stockmann Klar, genau, das ist nämlich auch ein Problem natürlich für die UX-Designer, die sagen, naja, also eigentlich hatte ich aber schon eine klare Vorstellung, wie das da jetzt oben in der Ecke aussehen soll und jetzt soll ich plötzlich alles sehr viel luftiger machen, schwierig hier. Aber auch die ganzen Elektron-Apps sind davon betroffen.

Ralf Stockmann Und die kannst du nochmal nicht durch eine neue Xcode-Version durchschicken. Und das führt dazu, dass dieses Tahoe einfach inkonsistent aussieht. Und an zig Ecken kannst du, das ist jetzt ein Beispiel, ich könnte noch diverse andere aufzählen. Und das macht mich fertig. Und das hat dazu geführt, dass dieses Jahr das Jahr des Linux werden muss.

Ralf Stockmann Wo es ja alles total konsistent ist. Spoiler.

roddi Obwohl, ich meine, wir haben das Ganze mit iOS 7 gesehen, wie plötzlich jemand eine tolle Idee hatte. Jetzt muss alles anders und dann brach alles auseinander. Und das ist jetzt halt diesmal wieder passiert. Warum die Welt Liquid Glass braucht, hat Apple bis jetzt nicht konsistent erklären können. Oder überzeugend, meiner Meinung nach. Es sieht zwar irgendwie ganz nett aus auf so einer Präsentation, aber wenn man es täglich benutzen muss, irgendwie kann es schon mal scheiße rüberkommen.

roddi Und naja gut, jetzt fängt halt die Konsolidierungs- und Aufräumphase an, wenn sie jetzt den Typen rausgeworfen haben, der das verbrochen hat. Also angeblich ist es ja freiwillig gegangen, aber wer weiß. Ich blicke da ganz, ganz vorsichtig optimistisch in die Zukunft, sagen wir mal so.

Tim Pritlove Ja, und ich meine, sie haben sich ja vor allem, also es wird ja besser machen, ist das eine, aber sie müssen natürlich jetzt auch eine ganze Menge reparieren. Ihr habt ja sicherlich auch diesen Blogpost gesehen, ich hau den hier auch nochmal kurz in den Chat rein, über die Icons in Menüs. It's hard to justify Tahoe-Icons, wo er mal so richtig visuell aufzeigt, was alles mittlerweile auf dem Mac so an Icons benutzt wird.

Tim Pritlove Und irgendwie gibt es halt jetzt diese Vorgabe, man soll jetzt jeden Menü-Eintrag mit Icons vollballern. Und das hat natürlich das Problem, dass es gar nicht genug Icons gibt, die immer in der Lage sind, jeweils ein Menü-Item zu verpacken. Erläutern, ja, weil ich meine, wie viele Icons willst du machen und wie viel kannst du auch in so einem kleinen schwarz-weiß Icon überhaupt zum Ausdruck bringen.

Tim Pritlove Menü, Einträge sollen vielleicht, vielleicht sind sie ja auch so gedacht, immer ganz grundlegende Sachen zu machen, aber das hängt natürlich immer extrem von der App ab. Und jetzt alle dazu zu zwingen, ist halt schwierig. Und dazu kommt, dass einfach dann oft, ja, einfach da in die Kiste gedrückt wird, so, oh, jetzt brauche ich aber ein Icon, jetzt habe ich aber nichts, was passt, nehme ich halt irgendwas, was vielleicht so ein bisschen in etwa passt, so wie ich mir das jetzt gerade vorstelle.

Tim Pritlove Und so ist das jetzt im ganzen Betriebssystem, dass du halt einfach dann dieselben Icons hast für alle möglichen. Menüeinträge. Dann hast du drei Varianten von irgendeinem Kommando, dann haben die alle das gleiche Icon und dann hast du einfach nur noch so visuellen Klatter und es wird einfach alles sehr unübersichtlich und hilft einem irgendwie kein bisschen weiter. Das ist wirklich schlimm.

Tim Pritlove Also das wird schwierig werden, aber ich bin noch nicht komplett ohne Hoffnung, dass sie das jetzt angehen und wenn dieses Mac OS 27, also wenn die 27er-Releases jetzt wirklich Bug-Fixing sind und dann auch vielleicht mal zeigen, dass weniger mehr ist, dann bin ich schon ganz froh. Wobei weniger mehr natürlich nicht überall gilt.

Tim Pritlove An anderen Stellen dürften sie gerne mal wieder was hinzufügen. Gerade bei Liquid Glass dieses ganze Zusammen- Quetschen, um möglichst wenig Menubar zu haben, was schon dazu führt, dass man manchmal gar nicht weiß, wo man das Fenster noch anfassen soll, um es zu verschieben.

roddi Das finde ich auch ganz schlimm, ehrlich gesagt.

Tim Pritlove Ja, und warum kann ich nicht einfach irgendeine Taste mal drücken, so ein Modifier und dann klicke ich irgendwo ins Fenster, um es zu verschieben? Warum muss man das an irgendeiner bestimmten Stelle anklicken? Man könnte ja auch Space drücken und wie man in Photoshop irgendwie Bilder verschiebt, so möchte ich auch gerne meine Fenster verschieben, um es einfach mal einfach zu machen. Solche Sachen kommen irgendwie nicht durch.

Tim Pritlove Aber was mich am meisten nervt, ist dieses Fehlen des Proxy-Icons. Was mich zum Beispiel völlig fertig macht, ist, wenn du in der Mail-App eine Mail öffnest oder anders erzählt. Ich muss immer mal wieder Mails, ich benutze Receipts für Belege, hatten wir schon mal besprochen und wenn ich halt jetzt so einen Beleg bekomme und die E-Mail ist der Beleg, also nicht da ist ein PDF in der Mail, sondern in der E-Mail ist hier, du hast das und das jetzt gekauft und es gibt halt nichts Besseres.

Tim Pritlove Und das ist sozusagen wie zum Beispiel, wenn du bei Apple irgendwas kaufst im App Store. Dann kriegst du immer so eine Mail von Apple, ja hier, du hast jetzt irgendwie dieses Programm gekauft oder hier hast du irgendwie iCloud wieder monatlich bezahlt, dann möchte ich gerne diese Mail mit Drag & Drop in dieses Receipts reinziehen.

Tim Pritlove Geht auch, wenn ich das aus der Liste herausnehme. Wenn ich aber die Mail öffne und vor meiner Nase habe, gibt es keine Möglichkeit, die Mail als solche irgendwo hinzudraggen. Das mag vielleicht für manche Leute ein bisschen komisch vorkommen, aber das war jetzt jahrzehntelang der Standard auf dem Mac, dass wenn du so ein Fenster hast, dass du da ein Proxy-Icon hast, was dieses Fenster selbst repräsentiert, dieses Objekt selbst repräsentiert, du das nehmen kannst und das irgendwo hindragen kannst.

roddi Zumindest im Finder.

Tim Pritlove Ja, also es geht immer noch an vielen Programmen, aber so bei Mail ist es dann halt einfach mal rausgefallen, weil wozu sollte man sowas, warum sollte man eine Mail irgendwo hindracken? Ja, wüsste ich schon, warum, Apple.

roddi Und im Finder wird das Icon ausgeblendet, man muss da irgendwie erst draufklicken, dass es wiederkommt.

Tim Pritlove Ja, da gibt es so ein Hidden Setting, was man einschalten kann, dass es immer da ist. Du kannst manches noch über Defaults auf der Kommandozeile kannst du noch retten, was jetzt gerade nicht auswendig gibt es aber. und ja.

roddi Hidden.

Tim Pritlove Hidden Settings. Es gab glaube ich auch so eine App für den Mac, die diese ganzen Hidden Settings nochmal mit dem eigenen User Interface bringt. Komme ich gerade nicht drauf. Falls das jemand im Chat weiß, dann bitte mal darauf hinweisen. Naja, genau. Also genug gerantet. Wir können ja mal gucken, ob sich irgendwas verbessert.

Tim Pritlove Ich bin nicht komplett hoffnungsfrei, aber es nervt.

roddi Was ich auch beim Feiner nicht verstehe, es gibt immer mal wieder so Ordner, da kann man nicht umsortieren.

Tim Pritlove Kann man was nicht umsortieren?

roddi Aus irgendeinem Grund kann man nicht umsortieren.

Tim Pritlove Du meinst, du kannst nicht in die Spalten reinklicken?

roddi Genau.

Tim Pritlove Was meinst du? Also die Spalten, Titel sind da und du klickst die an und es tut sich nichts.

roddi Ja, ich habe jetzt kein gutes Beispiel, aber es gibt diese, Ordner die sind irgendwie, äh, beziehungsweise, ja, also es ist ganz merkwürdig, der Feinde, der verhält sich eh komisch. Aber gut, das nur so am Rande.

Tim Pritlove Ja, soviel dazu.

Ralf Stockmann Das ist auch nicht die einzige Personalie, die bei Apple gerade da in Rotation ist. Also es wird ja ohnehin viel gemunkelt, wann denn der Chef dann mal auch irgendwie zur Seite geht, damit das auch mit diesem ganzen Trump-Irsinn und diese ganze Bücklingsherrschaft da mal ein Ende hat. Und es sind jetzt irgendwie so drei oder vier Schlüsselpositionen gerade neu besetzt.

roddi Du meinst, Tim Cook wird irgendwann Bauernopfer sein, wenn Trump weg ist?

Ralf Stockmann Ja, also wem so dieses ganze Personalkarussell interessiert, kann ich wie üblich nur ATP-Podcasts empfehlen. Die reden da sehr viel und sehr regelmäßig drüber, was sie da in Hoffnung und Wünschen mit verbinden. Und so eine dieser Thesen ist ja, ja Tim Cook, der opfert sich jetzt für Apple. Der macht sich jetzt also besonders mit Trump gemein und hält damit die Firma schadlos und er nimmt die ganzen Blame und die ganze Schande auf sich.

roddi So wirkt es auch ein bisschen.

Tim Pritlove Das glaube ich auch, dass das so ist, ganz ehrlich. Also das ist, ich kann mir das nicht anders erklären. Und deswegen wird es wahrscheinlich auch noch ein bisschen dauern, mindestens bis zu den Midterms. Also wenn es jetzt gelingen sollte, diese Machtergreifung, die da gerade stattfindet in den USA, durch Wahlen zu verändern.

Tim Pritlove Also die nächsten Wahlen würden es verhindern, deswegen werden sie versuchen, die Wahlen zu verhindern. Und wenn sie verhindern können, dass sie die Wahlen verhindern, dann will ich nicht sagen, es ist wieder alles gut, Aber dann ist zumindest da was geschehen, was unter Umständen die Sache noch retten könnte. Das ist wahrscheinlich die letzte Chance für die USA.

Tim Pritlove Und das wäre dann, das ist alles sehr hypothetisch, ich weiß, aber dann würde es mich halt auch nicht wundern, wenn wir dann quasi im Nachgang, sprich im nächsten Jahr 27, dann auch einen Machtwechsel bei Apple sehen. Weil derzeit, wenn jetzt diesen John Ternis, der ja im Gespräch ist, ob er es werden wird, wissen wir nicht, aber der ist auf jeden Fall so ein bisschen der wahrscheinlichste Kandidat, wenn man der ganzen Gerüchteküche in irgendeiner Form glauben darf und der macht ja eigentlich auch einen ganz guten Eindruck, weil er ist halt sowohl lange bei Apple als auch sehr verdient.

Tim Pritlove Der hat ja diese ganze Hardware-Engineering unter sich und sicherlich jetzt mit der Hardware-Entwicklung von Apple der letzten fünf Jahre, da gibt es relativ wenig zu meckern, mal davon abgesehen, dass die Mac-Box immer noch kein LTE haben, was aber glaube ich eher eine politische Entscheidung ist und nicht unbedingt die der Hardware-Abteilung.

roddi Das kommt höchstens mit dem nächsten Funk-Standard.

Tim Pritlove Also die Klippe müssen sie auf jeden Fall noch nehmen, bevor ich da dabei bin und diesen Notch, der Notch muss weg dann kaufe ich das auch, aber davon abgesehen, macht der ja einen ganz guten Eindruck also wenn man sich so die Präsentationen anschaut und so, der kommt recht frisch daher der ist in der Lage irgendwie sein Team zu führen und so er dann irgendwie die Skills hat auch als CEO zu gelten, soll das meinetwegen gerne, werden, dann hätten wir mal jemanden, der so ein bisschen mehr, Product Person ist. Was sicherlich Apple genauso gut tun könnte, wie eben ein User Interface speziell zuständig sein zu lassen für das User Interface.

Tim Pritlove Und Tim Cook, ich meine, ich glaube einfach, ich kann das, ganz ehrlich, ich kann mir das einfach nicht vorstellen, dass der Typ so evil geworden ist. Ernsthaft evil geworden ist. Der ist schwul, der ist irgendwie selber gebullied worden, der setzt sich seit Jahren für diese ganzen. Gleichheitsprogramme ein und hat sie ja auch bei Apple nicht eingestellt.

Tim Pritlove Dieser Druck-Diversity-Programme abzuschaffen, das ist ja bei vielen amerikanischen Unternehmen bis nach Deutschland durchgesickert, das hat Apple nicht gemacht. Und, Dass er da jetzt bei diesen Dinners anwesend ist und irgendwie ihm eine Million spendet, ich meine im Vergleich zu dem Beschiss, der da insgesamt stattfindet, sind das ja alles noch Kleinigkeiten.

Tim Pritlove Ich kann natürlich total verstehen, diese Perspektive, wie zum Beispiel jetzt die Marco Arment da im LTP-Podcast auch nachvollziehbarerweise vertritt, dass sich denen halt da der Magen umdreht. Wenn irgendjemand Trump in irgendeiner Form für irgendwas lobt und begleitet und da irgendeine Show mit abzieht, weil es geht ja nun mal auch alles überhaupt nicht, aber ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass sein Kalkül einfach ist, ich habe hier nicht mehr viel zu verlieren, mein letzter Kampf ist, mich jetzt hier schützen vor meinen Nachfolger zu stellen, weil was hätte denn dieser John Ternis für Alternativen, wenn der jetzt morgen CEO wäre, der kann ja nicht sich hinstellen und sagen.

Tim Pritlove Ja, nee, hier Revolution. Also, könnte er natürlich machen, aber wir wissen ja auch alle sofort, was passieren würde. Und das könnte eben bedeuten, dass er innerhalb kürzester Zeit, viele, viele Leute entlassen muss, weil diese Nazi-Regierung halt einfach jeden in Grund und Boden, zieht wirtschaftlich, der nicht zumindest den Anschein macht, ein bisschen nach seiner Nase zu tanzen. Das kann man scheiße finden, das ist auch scheiße.

Tim Pritlove Aber in der Situation will ich gar nicht erst sein, weil da kannst du nur falsche, Entscheidungen fällen. Das heißt so schön, es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Das ist sicherlich an der Stelle auch ganz, real einfach so. Also es ist nicht schön, mir gefällt das auch überhaupt nicht, aber ich deute das so, dass das so sei.

Tim Pritlove Ob's so ist, who knows.

Ralf Stockmann Tja, also eine ATP war ja so die Gegenthese, naja, die kriegen jetzt auch einfach mal eine Menge. Also sie profitieren auch einfach sehr davon, was Tim Cook da gerade macht, also Apple als Firma, was sie jetzt alles an Ausnahmeregelungen erwirken und so weiter.

Tim Pritlove Na, sie profitieren insofern, als dass sie nicht bestraft werden. Das ist sozusagen, dass also nicht irgendwelche, dass sie Zölle, ich meine, es würde ja sozusagen Apple in den Grund Boden ziehen, wenn du jetzt sagen würdest, ihr dürft nicht mehr in China produzieren. Wie sollen die jetzt innerhalb von fünf Jahren aus China abziehen?

Tim Pritlove Also unmöglich, es geht einfach nicht. Ich meine, die haben ja schon einiges nach Indien verlagert. Indien passt dann dem Trump auch wieder nicht.

roddi Thailand wohl auch.

Tim Pritlove Ja, also Das ist ja schon so ein längerer Prozess, auch andere asiatische Länder, die in der Lage sind, so ein bisschen denselben Skillset zu entwickeln, den ja die USA nicht haben und Europa schon gar nicht. Und das halt da zu diversifizieren, aber du diversifizierst halt nicht so ein Riesenunternehmen innerhalb von ein, zwei, drei Jahren, sondern das ist halt ein langer Prozess.

Tim Pritlove Dazu muss man auch sagen, wenn es einen Experten gibt für diese internationale Produktionsprozessentwicklung und in dem Fall dann auch so eine Diversifizierung, dann ist es Tim Cook, das ist sozusagen seine Superpower, das ist das, was der wirklich kann. Der war ja immer schon der Chief of Logistics und hat diese ganze China-Produktion in der Zeit von Steve Jobs überhaupt erst aufgebaut und war quasi der Architekt der neuen Produktionsmethode von Apple.

Tim Pritlove Und jetzt ist er quasi auch ein bisschen mit dabei, das so weit umzubauen, um da politisch überleben zu können, auch gegenüber China, was ja im Übrigen auch noch mit einzurechnen ist, weil die natürlich auch alles dafür tun, dass die großen Unternehmen nicht abziehen. Das ist so ein Balanceakt und ich glaube, es macht keinen Spaß, wenn du eigentlich mit allen, wo du international so tanzt, gibt es irgendwie die merkwürdigsten Regeln.

Tim Pritlove China drückt ja irgendwie seine Meinung auf. Die USA macht es jetzt genauso. Europa hat auch andere Ansichten und das irgendwie alles zu balancieren und die indische Regierung, die hat es ja auch nicht alle beisammen. Also das ist ja genauso so ein Erpresserverein. Also egal, wo du hinguckst, haben wir alle irgendwie echt eine Meise.

roddi Naja, die Inder sagen natürlich auch zu Recht, also wir sind ein großer Markt und wenn ihr bei uns mitspielen wollt.

Tim Pritlove Dann müsst ihr nach unseren Regeln spielen. Dann müsst ihr nach unseren Regeln spielen. Da gibt es dann die ersten Regeln und das ist generell so. Sowas gibt es übrigens auch hier in Südafrika. Lustigerweise gibt es in Südafrika offiziell kein Starlink.

roddi Okay.

Tim Pritlove Und der Grund liegt darin, dass wenn so ein Unternehmen wie Starlink jetzt hier ihre Services offiziell anbieten wollen würde, Also wollen tun sie das, aber wenn sie das auch tun würden, dann gibt es mittlerweile hier Gesetze, die vorschreiben, dass 30 Prozent dieser Unternehmungen lokalen Unternehmen gehören müssen, die irgendwie Südafrikanern gehören.

Tim Pritlove Sie müssten quasi einen Teil ihres Unternehmens hier für den Betrieb hier im Land verkaufen, wo sie natürlich keinen Bock drauf haben. Führt dazu, dass alle sich irgendwelche Roaming-Verträge in Namibia und Botswana und anderen angrenzenden Ländern organisieren und dann halt hier auf diesen Roaming-Tarifen arbeiten.

Tim Pritlove Aber genau, solche Einschränkungen findest du überall. Alle sind in irgendeiner Form in so einer Art Protektionismus, wer auch immer dabei geschützt werden soll. Ob das sozusagen nur die eigene korrupte Politmafia ist oder eben wirklich die Wirtschaft. Und das alles auszubalancieren, ist bestimmt kein Spaß.

Tim Pritlove Wir brauchen mehr Mitleid für CEOs.

roddi Ich guck mal, was sich machen lässt. Aber es sieht schlecht aus. Ich glaube, Mitleid für CEOs ist aus.

Tim Pritlove Start doch mal eine Petition. Tu doch mal einer was. Die haben Leute.

roddi Ich habe gar nicht genug Krokodile, um da irgendwelchen großen Krokodilstränen zusammenzubekommen.

Tim Pritlove Gut, eine letzte Kleinigkeit, dann können wir mal unser erstes großes Thema hier angehen. Was mir nämlich erst vor kurzem aufgefallen ist, und ich weiß gar nicht, ob das jeder weiß, AirDrop, das Feature, was wir so toll finden, also wenn es funktioniert, finden wir es toll, es funktioniert auch meistens.

Ralf Stockmann Es tauchte eben auch auf der Backliste auf.

roddi Es war schon mal schlimmer.

Tim Pritlove Genau, also wusstet ihr, dass das mittlerweile auch across Android und Apple geht?

roddi Ich hatte davon gehört, allerdings habe ich es mangels Möglichkeiten nie selber ausprobiert.

Tim Pritlove Also es ist natürlich, wie das so ist, nicht überall bei Android, sondern es erfordert dann eben noch jeweils den Support durch Google oder keine Ahnung, wer da jeweils noch machen muss. Aber es gibt bei Google halt dieses Quick Share und seit dem 21. November 25 arbeiten die tatsächlich zusammen. Mit anderen Worten, die haben sich da auf einen Standard geeinigt.

Tim Pritlove Na, ich würde mal sagen, Apple hat mal spezifiziert, wie das funktioniert und Google hat es jetzt genauso gemacht. Das heißt, diese Dateiübertragung ad hoc ginge angeblich. Ich habe das natürlich wie auch nie ausprobiert. Würde mich natürlich mal interessieren, ob sich jemand findet, der das gemacht hat.

Ralf Stockmann Ich habe doch ein Android-Handy dabei. Das ist von Google. Ob das von Google? Nee, das ist von Samsung. Das geht nur mit Google, sagst du?

Tim Pritlove Das weiß ich nicht. Also das geht, also wahrscheinlich brauchst du dieses Google, wie heißt das, Google, Plus oder Google Basis, wie heißt das nochmal, die Google Basis, die da drin sein muss und die da entweder drin ist oder nicht, das weiß ich nicht ganz genau.

roddi Also sagen wir mal so, alle Android-Entwickler, die ich kenne, haben schon mindestens einmal über Samsung geschimpft.

Ralf Stockmann Ja.

Tim Pritlove Du kannst das ja mal ausprobieren, vielleicht funktioniert es. Ich weiß nicht genau.

roddi Ja, jetzt müssen sie das nur noch für, wie hieß das, Remote iPhone, wie hieß denn das, iPhone Mirroring, so hieß das, hinkriegen.

Tim Pritlove Naja, das ist ja kein Interoperability Standard in dem Sinne. Also die EU hätte das ja gerne, aber Apple will das ja nicht.

roddi Ja, es ist kein technisches Problem, sondern ein politisches, schon klar. Aber war AirDrop wahrscheinlich auch lange.

Tim Pritlove Es ist ein Security-Problem. Also Vollzugriff auf das ganze Gerät von außen, remote über das Netz. Also sehr viel mehr Security-Relevanz kann es ja kaum entwickeln. Und es ist ja nicht reduziert auf eine einzelne Datei, sondern sozusagen auf den vollständigen Zugriff von allem. einschließlich des User-Interfaces, des File-Transfers und alles Mögliche.

Tim Pritlove Dass sie das nicht unbedingt öffnen wollen, dafür habe ich vollstes Verständnis. Aber gut, das ist ein anderes Thema mit der EU. Wie gesagt, ich denke, DSA ist eine gute Idee und DMA muss echt nochmal überarbeitet werden. Das funktioniert auch hinten und vorne nicht.

roddi Dieses Marketing-Ding?

Tim Pritlove Ja, Digital Markets Act, also es gibt ja im Prinzip diese beiden großen Pakete. Digital Services Act, das ist halt so für Social Networks und solche Online-Dienste gedacht und da sind ja auch viele sinnvolle Regelungen und Reglementierungen drin, wo jetzt auch X gerade ordentlich mitdrangsaliert wird und immer mal wieder Strafen ausgesprochen werden, auch für Facebook und so, damit die sich ein bisschen benehmen und nicht einfach die Daten klauen.

Tim Pritlove Der Digital Markets Act ist ja all about access sozusagen. Und das ist diese Idee, dass jetzt ein geschlossenes Betriebssystem-Environment, wie es zum Beispiel bei Apple ist, teilweise gilt das natürlich auch für andere Betriebssysteme, aber es gilt natürlich bei einem Betriebssystem-Modell, wie Apple das hat, also der vertikalen Integration aller Produkte nochmal besonders, dass sie halt immer wieder sagen, Wettbewerb kann nur gehen, wenn alles offen ist.

Tim Pritlove Aber alles offen heißt halt auch, dass, ja, weiß ich nicht, ob das so stimmt. Also die Frage ist, ob der Wettbewerb halt jetzt immer auf jedem einzelnen Feature eines Betriebssystems basiert oder nicht dann doch auf dem Gesamtpaket auch Konkurrenz gemacht werden kann. Und ich habe jetzt auch noch nicht so viel gesehen, dass jetzt über solche Regelungen Dinge freigeschaltet werden, die jetzt wirklich nennenswerte Verbesserungen oder neue Wirtschaftsmöglichkeiten geschaffen haben.

Tim Pritlove Also im Prinzip ist das eine schöne Vorstellung, aber so rein praktisch habe ich das jetzt noch nicht gesehen. Und es wird dann eben halt schwierig, wenn, man kann natürlich jetzt sagen, Apple ist doof und riecht nach Lulu und das ist ja alles nur vorgeschoben und die wollen ja keinen reinlassen, damit sie irgendwie ihre Kohle selber machen können.

Tim Pritlove Ja, okay, das kann natürlich so sein. Man kann aber auch sagen. Einem Unternehmen einzelne Features rauszutranchieren und zu sagen, das, was du dir da jetzt gerade ausgedacht hast, das musst du auch sofort allen anderen zugänglich machen. So als würde man einer Xbox vorschreiben, dass da auch andere Spiele für verkaufen könnten.

Tim Pritlove Da hat das ja auch nicht stattgefunden. Okay, dann gibt es natürlich diese Grenze mit, das ist jetzt ein marktbeherrschendes Ding, wo man sich dann halt darüber unterhalten kann, inwiefern macOS ein marktbeherrschendes Element hat derzeit. Das hat es sicherlich nicht, aber eben das iPhone. und schon wird dann diese Grenze mit, oh, das iPhone soll aber jetzt auf dem macOS steuerbar sein.

Tim Pritlove Dann geht es los mit der Schwierigkeit der Bewertung. Was bedeutet das jetzt? Ist das jetzt sozusagen ein Vorteil, den sich das iPhone, was ja ein kontrollierter Markt ist, weil es eben als wichtige Plattform gilt, verschafft auf diesem anderen Betriebssystem sichtbar zu sein und dann muss automatisch auch jeder andere Anbieter, der ein Telefon hat, sprich Google und Samsung, das auch tun können. Weil sonst wäre das ja unfair.

Tim Pritlove Das ist ja im Prinzip die Argumentation an der Stelle. Und weiß ich nicht, das sehe ich halt nicht so. Weil das Argument, dass das natürlich dann auch bedeutet, dass ein Riesenaufwand gemacht werden muss, um solche Schnittstellen auch wirklich sicher werden zu lassen, dass der auch valide ist. Also kann man getrennter Meinung darüber sein, ich finde nur, dass das DMA nicht viel bewirkt.

Tim Pritlove Also es hat irgendwelche abstrakten Ziele, dass man den Markt aufbrechen will, aber ich habe nicht so den Eindruck, dass das durch diese Regelungen derzeit wirklich passiert. Stattdessen macht es für alle nur alles komplizierter und wir haben immer noch keinen iPhone-Syncing.

roddi Ja ja ich glaube dass ich.

Tim Pritlove Hab das mal ausprobiert.

roddi Ich glaube dass die eu da aber auch ein bisschen vorsichtig ist mit den strafen den sie da aus die sie da aussprechen also gerade das was jetzt mit den mit den app stores passiert ist bei apple das ist schon, Das war ein klares Abwehrangebot, ein klarer Versuch, die Third-Party-Markets irgendwie klein zu halten.

Tim Pritlove Klar war es das, weil sie da gar kein Interesse daran haben und deswegen wird das halt auch nicht funktionieren, egal wie viel du da rein regulierst. Weil diese ganze App-Stores, die machen jetzt auch zu. Also da gab es jetzt auch gerade eine entsprechende Meldung hier, dieser MacPaw und so weiter, die ziehen halt jetzt ihre Apps zurück, dann gibt es die auch nicht mehr in diesem Store und dann sind halt auch die Kunden dann wieder gelackmeiert, weil das einfach nicht greifen wird. Also dieses...

Tim Pritlove Wie gesagt, das ist eine schöne Vorstellung, dass wenn wir nur viele Marketplaces haben, dann haben wir ein offenes Ökosystem und dann wird alles gut. Aber de facto passiert da nichts. Und jetzt kann man natürlich Apple anschreien und sagt, ja, aber ihr findet das ja nicht gut. Ja, Big News, das haben die von Anfang an gesagt, dass sie das nicht gut finden.

Tim Pritlove Und du kannst so etwas nicht erzwingen, das wird nie ein Environment sein, in dem alle irgendwie happy sind. Wenn man möchte, dass dieser Store, dieses Kaufen von Apps, dieses Anbieten von Apps, wenn das fair ist, dann muss man natürlich den Apple Store regulieren und nicht andere aufmachen, die dann andere Probleme haben.

roddi Ja, ich denke, das wird auch passieren. Also aus der Erfahrung heraus, die der Regulator jetzt damit gemacht hat, dass das, was sie da versucht haben, nicht funktioniert hat. Denke ich mal.

Tim Pritlove Das wäre zu hoffen, ja.

roddi Man könnte sich als Regulator natürlich hinstellen und sagen, wenn du das Device verkaufst, dann darfst du da auch nicht deinen eigenen Store anbieten. Aber dann ist richtig Stimmung.

Tim Pritlove Ich meine, die alternativen Stores haben ja auch bei Android keine große Bedeutung. Ja, natürlich.

roddi Also ich weiß noch sehr gut, dass damals Huawei mal auf uns zukam und gefragt hat, ob wir nicht unsere App auch beim Huawei Store listen wollen. Und das ist besonders für eine Umsonst-App, macht das halt nur Arbeit. Also du hast ja nicht mal den Vorteil, dass du da weniger Kommission zahlen musst oder so, sondern es macht halt einfach nur Arbeit, wenn ich die gleiche App in mehreren Stores einreichen muss.

roddi Insofern, ich meine, das gleiche Problem hat ja Gaming und Steam ja auch. Der Steam-Store, der ist so gut etabliert und der funktioniert so gut, dass andere Game-Stores nicht in der Lage sind, da auch nur halbwegs mitzuhalten. Also ich meine, nicht mal Apples eigener App Store kann irgendwie gegen Steam anstinken, was Mac-Spieler anbelangt.

roddi Was auch schon absurd ist, wenn man sich das vorstellt. Aber gut, ist halt so. Aber gut, dazu muss man natürlich sagen, dass der Steam Store halt auch einfach den Entwicklern deutlich mehr geboten hat. Auch als der Mac App Store, der wirklich eine Zumutung ist. Gut, ich meine der iOS App Store ist auch eine Zumutung für den Entwickler aber das ist nochmal ein anderes Thema also ja, ist einfach so also.

Tim Pritlove Na gut, aber wir wissen ja alle, Macintosh ist sowieso bald vorbei, weil jetzt kommt ja Linux und, Linux kann alle Windows Games fahren und hat Webbrowser und was braucht man schon mehr? Ralf, dein Einsatz.

Ralf Stockmann Was braucht man mehr?

Tim Pritlove Erzähl uns von der Revolution, die sich hier abspielt.

Ralf Stockmann Vor unseren Augen, live abspielt. Kurzer Nachtrag noch, ich habe das eben mal jetzt hier recherchiert und ausprobiert hier auf meinem Samsung Android Handy. Es funktioniert wohl auch auf Samsung schon. Ich habe auch das entsprechende Setting dafür. Müsste das jetzt aber mit meinem Google, mit irgendeinem Google Account verbinden, damit das Ganze funktioniert. Und da habe ich jetzt gerade mal keinen Bock drauf.

Ralf Stockmann Weil Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps und so. Genau, aber grundsätzlich scheint das zu funktionieren. Linux, also ich muss ein bisschen ausholen, weil das aus verschiedenen Richtungen geht. Jetzt gerade ein Thema für mich wird. Zum einen machen wir uns gerade an der Zentral- und Landesbibliothek ernsthaft auf den Weg so in Richtung digitale Souveränität.

Ralf Stockmann Und wie kommt man eigentlich von dem ganzen Microsoft-Stack weg und auch von diversen anderen Softwareabhängigkeiten, die uns gefühlt irgendwie nur nerven. Und wie wäre da eigentlich eine Alternative in der freien Welt? Und da haben wir so ein Phasenmodell jetzt entwickelt, so fünf, sechs Phasen. und Phase 6 wäre dann, okay, wollen wir nicht vielleicht sogar auch unsere ganzen Desktops auf und Laptops auf Linux umstellen.

Ralf Stockmann Das ist also das Endziel, was so irgendwann mal so 2030 oder sowas irgendwie aktuell wäre. Aber bevor ich sowas irgendwie verkaufe und verantworte, möchte ich immer ganz gerne selber ein Gespür dafür haben, sowas würde das denn dann wirklich bedeuten und wie fühlt sich das an und kann das funktionieren für so eine große Einrichtung? Und, Der entscheidendere Kick waren dann aber meine Kinder. Wir müssen doch etwas für unsere Kinder tun.

Ralf Stockmann Weil ich weiß nicht, Tim, deine sind ja aus dem Alter wahrscheinlich schon ein bisschen raus, Roddy, deine vielleicht auch. Meine Frau, Claudia und ich.

roddi Was, welchem Alter?

Ralf Stockmann Ich komme jetzt dazu. Vielleicht sind sie aber auch noch schlimmer drin, so mag auch sein. Also Claudia und ich, wir haben irgendwie sehr deutlich in den letzten Monaten wahrgenommen, dass iPads für Kinder scheiße sind.

Tim Pritlove Was?

Ralf Stockmann Weil die einfach dadurch automatisch in so eine Konsumhaltung irgendwie reingedrückt werden. Dass so das, was wir irgendwie mit Technologie verbinden und irgendwie immer spannend finden, nämlich Dinge tun und erschaffen und machen und ausprobieren, ist halt auf dem iPad dann doch immer gefühlt weiter weggestellt so und der nächste Klick irgendwie auf YouTube ist dann einfach doch irgendwie immer zu verlockend.

Tim Pritlove Ich muss dir da gleich widersprechen, Ralf, das ist mir einfach zu pauschal. Also meine Tochter und ihr iPad, das ist einfach eine Freude, ihr beim kreativen Arbeiten zuzuschauen, die ein paar Apps für sich erschlossen hat und einfach ihre Hausaufgaben macht auf eine wunderbare Art und Weise, dass ich einfach jedes Mal einfach nur baff bin, was dabei herauskommt.

Tim Pritlove Also dieses generelle, das iPad lässt eigentlich kreativ sein, das musst du mal anders formulieren.

Ralf Stockmann Also erste Frage, wie alt ist deine Tochter?

Tim Pritlove 16.

Ralf Stockmann 16, okay. So, wir reden jetzt, meine Jungs sind jetzt 6,5 und 9. Das heißt also, da ist mit irgendwie Hausaufgaben machen auf dem iPad ist einfach mal noch nichts. Das spielt also in der Schule zum Glück, würde ich sagen, einfach noch gar keine Rolle. Nächste Frage, hat sie eine Tastatur dran? Oder macht sie das alles auf dem Bildschirm?

Tim Pritlove Stift.

Ralf Stockmann Mit dem Stift. Okay, und auch wenn sie jetzt irgendwie so Texte schreibt, dann macht sie das mit der Bildschirmtastatur. Oder hat sie ein Keyboard davor? Oder in einem Case ein Keyboard drin? Ach, das weiß er nicht. Ist auch egal. Also der Große jetzt, Anton, die machen halt jetzt teilweise, machen die schon so Schultests und Schulaufgaben jetzt auch schon am PC in der Schule.

Ralf Stockmann Dann gehen die also in den PC-Raum, der in einem dramatischen Zustand ist, wie ich sagen würde, aber immerhin gibt es sowas überhaupt. Und dann siehst du, wer sich dort einen abkämpft, irgendwie die Tasten überhaupt zu finden. So, das heißt also, er hat einfach auch überhaupt keinen Bezug dazu, dass ein technisches Computerding sie irgendwie eine Tastatur hat und die für irgendwas sinnvoll ist, weil man kriegt ja alles über Wischen und in YouTube sucht er auch nichts, sondern klickt einfach immer nur auf, wo ist das nächste Video, was so im ähnlichen Kontext ist. Und genauso sind diese ganzen Dienste ja auch alle gestaltet.

roddi Der Fairness halber muss man aber sagen, mit sechs Jahren konnte ich Tastatur auch noch nicht so richtig gut.

Ralf Stockmann Genau, also mit sechs nicht, aber der größere ist neun.

Tim Pritlove Mit sechs Jahren gab es bei mir noch gar keine Tastatur.

roddi Doch, doch, doch, doch. Mein Vater hatte ja diesen TRS Tandy Radio Shack TRS 80 Model 1. Ein fürchterliches Ding, aber es hatte nur eine Tastatur. Und einen Kassettenrekorder. Und doch, ich habe da auf der Tastatur auch gerne nach den richtigen Tasten gesucht. Also, nee. Mit neun war es auch noch nicht besser.

Ralf Stockmann Aber jetzt ist halt... Wenn er es jetzt nicht lernt, ist der Zug irgendwann abgefahren. Also das ist so ein bisschen die Drohkulisse, die sich irgendwie...

roddi Ist das jetzt deine Angst oder kannst du das unterfüttern mit Fakten?

Ralf Stockmann Also wir haben auf jeden Fall erstmal externe Tastaturen angeschafft und haben gesagt, wenn du jetzt also was tippst und irgendwie was suchst und so weiter, dann nimm doch schon mal hier diese Tastatur, damit du wirst überhaupt mal ein bisschen so, wie fühlt sich das denn eigentlich an und dann liegen da die Finger so drauf.

roddi Aber die externe Tastatur hat doch genau das gleiche Layout wie die On-Screen-Tastatur.

Ralf Stockmann Ja, aber es ist, glaube ich, schon was anderes, wenn du so eine echte Taste runterdrückst und die Grenzen der Buchstaben siehst.

roddi Das ist schon geiler.

Ralf Stockmann Aber dann hast du halt dieses zusätzliche Teil, was immer irgendwie rumfliegt. Und wir waren dann also wirklich an dem Punkt, wo wir gesagt haben, okay, wäre es nicht eigentlich total sinnvoll, denen stattdessen einfach Laptops zu geben? Und zu sagen, die iPads hatten jetzt irgendwie so ihre Zeit als Entertainment.

roddi Einkassiert.

Ralf Stockmann Die weiß und sind jetzt mehr oder weniger einkassiert und stattdessen kriegt er jetzt Laptops, weil das ist schon, mag sein, dass die diffus ist und dass die übertrieben ist, aber ich habe schon irgendwie den Eindruck, so Computer werden in fünf Jahren sowieso sich sehr, sehr anders darstellen als heute.

Ralf Stockmann Wir kommen später noch umfangreich zu dem Thema und, Jetzt hat man noch so ein Zeitfenster. Ähnlich wie ich da vor zwei Jahren gesagt habe, wir brauchen unseren eigenen Minecraft-Server, wo wir als Familie drauf spielen, bevor die in der Peergroup in der Schule versaut werden und nur noch sich dagegen seitlich abmeucheln.

Ralf Stockmann Jetzt habe ich noch so ein Zeitfenster, wo ich denen noch beibringen kann, wie ein Computer eigentlich mal gedacht war. Und dieses Zeitfenster, das schließt sich. Dagegen will ich anarbeiten.

Tim Pritlove Du kannst auf jeden Fall, ich meine vielleicht bist du ja gesegnet jetzt mit zwei Söhnen, die das auch alle wirklich total interessieren, aber wenn dieser Wunsch nicht da ist, dann rennst du da auch schnell gegen Wände. Nur noch ein Hinweis, ich habe es auch erst mit Laptops probiert. Die hatten Laptops und die hätten da Tastatur und so weiter, da haben die auch irgendwie ihre Freundschaft mit geschlossen, aber für sie war dann einfach der Stift und das iPad einfach ein ganz anderer Schlüssel zur Kreativität.

Tim Pritlove Und die nimmt dann nicht die Tastatur, sondern die schreibt ihre Buchstaben von Hand. Also das ist sozusagen nochmal below.

roddi Was auch eine aussterbende Kulturtechnik ist.

Tim Pritlove Ja, genau, so ist es und deswegen, also ich bin da, ich sage nicht, also sagen wir mal so, es gibt da nicht nur einen Weg und ich verstehe deinen Ansinnen und mir war das natürlich auch immer ein Bedürfnis und ist es auch immer noch so ein Bedürfnis, gerade so all dieses erworbene Wissen auch irgendwie abzuwerfen, weil sonst ist ja dann verloren.

Tim Pritlove Und dann streicheln wir vor allem, glaube ich, unsere eigene Seele.

Ralf Stockmann Das mag sein, ja. Das ist alles verloren in der Zeit wie Tränen im Regen. Aber ich sehe es auch wirklich bei meinen Nichten. Die sind jetzt 18 und bald 16. Und die, würde ich sagen, sind, was Technologie angeht, verloren. Also da hat meine Schwester die Kurve einfach nie gekriegt. Vielleicht, weil sie die selber auch nie hatte.

Ralf Stockmann Die hängen einfach halt an ihren Tablets und alles andere ist für die irgendwie indiskutabel. Und ich will es jetzt mal probiert haben, damit ich mir hinterher nicht vorwerfen lassen muss. Vater, warum hast du mir das nie gesagt? Also jetzt haben wir noch ein Möglichkeitenfenster und man kann ja Incentives schaffen.

Tim Pritlove Apropos Incentives in der Hinsicht. Also ein Freund von mir hat das bei seinem Sohn auch so gemacht. Er hat gesagt, ja Bildschirmzeit für Computer so und so viel. Bildschonzeit für Linux-Computer ist plus drei Stunden.

Ralf Stockmann Exakt, genau. So einfach ist das dann nämlich. Und das Einfallstor für den Älteren und der Jüngere, kannst du dir vorstellen, der will natürlich bei allem auch immer sofort mitmachen und will auf gar keinen Fall irgendwas nicht die bei solchen Geschichten. Hat dann aber auch teilweise deutlich mehr Zucht zum Tor, was dann irgendwie diese zweieinhalb Jahre Unterschied auch ganz nett irgendwie auslevelt.

Ralf Stockmann Der Größere will Minecraft Plugins schreiben. So, das ist etwas, was er also auf seinen unzähligen YouTube-Videos sich dann doch irgendwie drauf geschafft hat, dass das ganz cool ist, wenn man also diese Spielwelt einfach nach eigenen Spielregeln umformen kann und da gibt es verschiedene Wege zum Ziel und das, was wir uns jetzt rausgesucht haben, ist okay, es läuft dann über Python, was finde ich auch eine coole Sprache so für einen Programmier-Einstieg generell ist und dann gibt es da Frameworks und dann kann man da schon ganz, ganz lustige Sachen machen.

Ralf Stockmann Wir haben ein echtes Buch gekauft, sein erstes Programmierbuch quasi, was auch Python und Minecraft zusammenbringt. Ich glaube, das haben wir sogar gar nicht im Fall, muss ich gestehen. Kann ich gleich auch mal irgendwo reinwerfen. Das ist schon allerdings ein richtiges Buch. Also das ist jetzt kein Kinderlernen, Programmieren Buch, sondern das geht schon relativ ans Eingemachte.

Ralf Stockmann Genau, also darüber war der Plan, holen wir ihn irgendwie rein. So und die letzte Komponente, man hätte jetzt auch irgendwelche gebrauchten Refurbished, irgendwie MacBooks irgendwie sich was holen können, aber ich habe es glaube ich auch schon mal in irgendeiner Sendung erzählt, ein alter Arbeitskollege von meiner Frau, der hat das dann halt so gemacht, als seine Kinder dann in das Alter kamen, hat er denen halt Laptops hingestellt und gesagt, so hier sind die Linux Distributions-CDs, kommt mal klar.

Ralf Stockmann Ja, fragt mich nichts. Es ist jetzt euer Job, herauszufinden, wie das jetzt hier weitergeht. Und das fand ich immer sehr harsch mit dieser Herangehensweise, habe sie aber auch ein Stück weit bewundert. Und jetzt machen wir es aber so. Also ein bisschen abgefedert, also sprich, sie müssen es jetzt nicht selber installieren, das finde ich jetzt für einen Sechsjährigen schon irgendwie, wobei die Installation, Spoiler, mit Abstand das Einfachste ist auf unserer ganzen Linux-Journey.

Ralf Stockmann Also nichts lief so unkompliziert wie die Installation der ganzen Geschichte. Aber das Setup ist also, die haben jetzt Laptops, da ist ein Linux drauf und jetzt lernt die ganze Familie begeistert Linux zu leben. Und, Eine Zwischenstation war noch, dass ich auf Mastodon mal gefragt habe, ja okay, welche Hardware würdet ihr denn empfehlen, die so einigermaßen Vanillamäßig ist und was für eine Distribution nimmt man denn, weil da fangen die ganzen Glaubenskriege natürlich alle schon an.

Ralf Stockmann Und das war aber eine super zivilisierte Debatte, die sich dann da auf Masse dann entspannt hat. Also nochmal vielen Dank an die, ich glaube irgendwie so 60 Leute oder sowas haben sich da zu Wort gemeldet und das war sehr zivilisiert. Keiner ist irgendjemanden an den Kragen gegangen. Ich habe mir ein kleines Tool gebaut, wo ich das mal ausgewertet habe statistisch. Ich habe glaube ich noch irgendwo Grafiken, muss ich mal gucken, ob ich die finde.

Ralf Stockmann Das Ergebnis war aber sehr, sehr eindeutig. Das war Hardware. Nimm ein gebrauchtes, refurbished Lenovo. Ja, ur, ur, urmals irgendwie IBM war das, glaube ich mal, vor ewigen Zeiten. Das sind die mit diesem roten Trackball-Knubbel. Und da halt irgendwie so die Business-Linie, die irgendwie ein bisschen RAM hat und irgendwie so fünf, sechs Jahre alt ist, das reicht völlig hin.

Ralf Stockmann Irgendwie 1080p-Monitor und 16 GB RAM und eine SSD schon drin mit irgendwie 500 GB oder sowas. Und das holt man sich dann halt, da gibt es ganz unterschiedliche Buden, wo man sowas refurbished kriegt. Wir haben unsere von, muss ich mal gucken, das hatte ich glaube ich auch hier, notebookgalerie.de. Das ist jetzt aber keine Spezialwerbung für die, sondern da gibt es würde ich sagen so vier oder fünf Stores, dass die das ziemlich gleichermaßen machen.

Ralf Stockmann Und dann kriegst du dann so einen Laptop für 320 Euro. Das ist jetzt Geld, aber jetzt auch ein Bruchteil von dem, was jetzt ein Apple-Gerät kosten würde. Und die haben dann auch so verschiedene Güteklassen, ob das Zustand sehr gut ist oder nur gut oder wie auch immer. Und das vom... Paul, also von dem kleineren, das hatte irgendwie Zustand sehr gut und da bin ich relativ sicher, dass es irgendwo vom Laster gefallen. Weil du siehst bei den, Lenovos sehr deutlich am Touchpad schon so, waren die wie lange irgendwie in Benutzung, weil sich so die oberste Patina sehr schnell abreibt bei denen schon nach ein paar Wochen und das war alles geleckt, da war kein Kratzer irgendwo dran.

Tim Pritlove Aber gerade wenn sie vom Laster fallen, sollte doch da ein Kratzer dran sein.

roddi So eine Ecke ab.

Ralf Stockmann Ja, also das fand ich schon irgendwie ein bisschen fishy. Ja, so Akku irgendwie 99 Prozent Lebens Vitalität.

roddi Vielleicht war es ein Rückläufer, weil das Trackpad kaputt war und dann haben sie ein neues eingebaut.

Ralf Stockmann Ja, mag alles irgendwie gehen. Vielleicht hatten wir auch einfach nur unverschämtes Glück. Aber auf jeden Fall dachte ich so, okay, das ist jetzt aber cool. Das war schon mal unerwartet. Und dann beim Größeren hatten wir auch Glück. Da habe ich dann für selbe Geld noch eins mit 32 Gigabyte gekriegt und noch eine i7 CPU.

Ralf Stockmann CPU, wobei das nicht immer nur Vorteile hat, so in dem anderen ist eine U5 drin. Aber wenn er dann wirklich mal irgendwie anfängt mit Programmierung und irgendwie die ganze Zeit noch Minecraft im Hintergrund offen und Java und sowas, dachte ich, ist so ein bisschen mehr RAM dann auch nicht so verkehrt.

roddi RAM kann man nie zu viel haben.

Ralf Stockmann Das ist ja gerade quasi auch Gold wert, ja, 32 GB, dachte ich so, das schaffst du allerdings. Das shoppen wir doch gleich mal für den Preis.

roddi Wahrscheinlich könntest du es RAM ausbauen und teurer verkaufen als das ganze Gerät.

Ralf Stockmann Also die Hardware war also relativ klar und da war halt die Ansage so, nimm das, egal was du an Distribution hast, das ist quasi so der Standard, der Vanilla-Way an Hardware, da kannst du davon ausgehen, egal was du installierst, das wird laufen, mit Webcam wird laufen und Audio wird laufen und Netzwerk und so, it just works.

Ralf Stockmann Die bisherigen Erfahrungen, ich habe jetzt drei von denen, ich habe selber noch ein X1 hier, ein altes, das habe ich jetzt auch gerade im Studio. Wir haben jetzt also drei von den Dinovos und was die Hardware-Schiene angeht, würde ich sagen, sind die alle drei wirklich sehr, sehr.

Tim Pritlove Aber es ist alles noch Verbrennertechnologie, ne?

Ralf Stockmann Verbrennertechnologie? Wie mein?

roddi X86.

Ralf Stockmann Achso, ja.

roddi Und auch echter Intel.

Ralf Stockmann Da sind echte Intels drin, ja. Wurkeits? Ja doch, doch. Es ist auch integrierte.

roddi Wenn du sagst i7 und i5, dann ist das auf jeden Fall Intel.

Ralf Stockmann Dann ist das ein echter Intel. Die haben auch eine integrierte Grafik, die 620. Da hatte ich überlegt, ob man da nicht doch irgendwas mit einer dezidierten Grafik haben will, weil die natürlich jetzt so für Gaming und sowas jetzt nicht so wirklich.

roddi Fünf Jahre, sechs Jahre alt sind.

Ralf Stockmann Aber dann bist du auch schon so bei 600 Euro und das war mir dann das Experiment dann doch nicht wert an der Stelle.

Tim Pritlove Kommen wir zu der eigentlichen Kernfrage. Welche Distribution?

Ralf Stockmann Welche Distribution? So, die Hosen runter. Da waren also die Rückmeldungen nicht so eindeutig. Da gab es drei Fraktionen.

Tim Pritlove Wirklich?

Ralf Stockmann Ja. Aber immerhin nur drei.

roddi Irgendwelche Leute haben da keine Ahnung, wenn es nur drei sind.

Ralf Stockmann Also es gab die Fraktion Sonstige, die sich aufgeteilt hat, da dröpft sich verschiedene Exoten. Dann auch solche Sachen wie, ich glaube, ARK ist das mit dem Gaming. Weil ich da irgendwie geschrieben hatte, es sollte schon Minecraft irgendwie vernünftig laufen. Das waren aber letztendlich immer nur so unterferner Liefen.

Ralf Stockmann Die zweitgrößte Fraktion war MINT und knapp davor Ubuntu. Das war jetzt, fand ich nicht shocking news, das war so in etwa das, was ich auch durch eigene Recherchen erwartet hatte, weil das so die beiden großen Vanilla, don't make me think, da hast du wahrscheinlich am wenigsten Stress und gerade für irgendwie in der Familie und Kinder und keine speziellen Use Cases fährst du damit vermutlich nicht. am besten.

Ralf Stockmann Aber die beiden Lager waren dann eben doch einigermaßen ausgeglichen.

Tim Pritlove Wir haben ja übrigens einen Tipp bekommen im Chat. Finde deine perfekte Linus-Distribution. Hier muss man sozusagen nur ein paar Fragen beantworten und schon kommt man hin. Kannst du jetzt auswählen. Wo ich da gelandet wäre. Personalisierte Empfehlung.

Ralf Stockmann Okay.

Tim Pritlove Nur drei bis fünf Minuten. Schnell und unkompliziert. Oder ehrliche Einschätzung inklusive Hinweise zur Einschränkung. Die werden sonst weggelassen.

Ralf Stockmann Ehrliche Einschätzung, das triggert mich sofort wieder.

Tim Pritlove Das klingt aber nach dem längsten Prozess.

Ralf Stockmann Das ist wieder LLM-Speak doch wieder so. Ehrlich und ohne Gedöns und so.

Tim Pritlove Nehmen wir mal eine personalisierte Empfehlung hier, ganz einfach irgendwie und dann mir wird Bersite empfohlen. Frage 1 von 15. Bist du bereit?

Ralf Stockmann Ich bin total bereit.

Tim Pritlove Wie viel Erfahrung hast du mit Linux?

Ralf Stockmann Also ich mache zu viele Schritte. Also ich bin Einsteiger, weil ich auf diversen Distributionen seit zehn Jahren immer mal wieder was rum experimentiere.

Tim Pritlove Zweite Frage. Verwendungsspeck, täglicher Gebrauch, Gaming, Softwareentwicklung.

Ralf Stockmann Kann man da mehrere ankreuzen oder nur eins?

Tim Pritlove Ich habe jetzt irgendwas von Plugins gehört.

Ralf Stockmann Du kannst da nicht diesen Kreis da anklicken, dass man mehrere hat. Da müsste doch mehrere gehen.

Tim Pritlove Oder? Das ist jetzt hier, das soll ein Jahr, weißt du?

Ralf Stockmann Okay, also dann mach mal echt, man darf nur eins.

Tim Pritlove Gaming oder Softwareentwicklung, du musst dich entscheiden. Oder täglicher Gebrauch. Fünf Felder sind frei. Mach mal täglicher Gebrauch. Täglicher Gebrauch. Quasi nur irgendwie Browser.

roddi Das finde ich interessant. Egal was du da anklickst, nirgendwo wird Ubuntu.

Tim Pritlove Jetzt haben wir mehrfach Ausweise. Internet surfen, Office arbeiten, gelegentliches Gaming.

Ralf Stockmann Wir wollen Internet surfen, ja. Wir wollen Office arbeiten, ja. Gelegentliches Gaming, ja. Programmieren, ja. Medien, ja. Bildbearbeitung und Video. Also wir machen auch Stop-Motion-Filme damit schon. Fällt das da drunter? Unklar, ne? Ja, lass die mal so, die Auswahl, das dürfte ungefähr hinkommen. Wie alt ist dein Computer? So, die sind drei bis fünf Jahre, das dürften die sein.

Tim Pritlove Okay. Wie viel Arbeitsspeicher?

Ralf Stockmann 16.

Tim Pritlove Sowas wird auch gefragt.

Ralf Stockmann Welche Grafikkarten hast du? Da haben wir eine Intel integriert. Eine 620 ist das. So Feldwald und Wiesen.

Tim Pritlove Welches Desktop-Layout bevorzugt? Windows-ähnlich, macOS-ähnlich, modern, minimalistisch?

Ralf Stockmann Mac OS-ähnlich hätte ich es natürlich gerne.

Tim Pritlove Aha, dann doch. Dann doch.

Ralf Stockmann Ja, aber with a spin.

Tim Pritlove Wie wichtig ist dir Anpassbarkeit?

Ralf Stockmann Moderat. Ich will einiges anpassen können.

Tim Pritlove Moderat ist hier die Mitte sozusagen. Aber unten gäbe es auch noch, ist mir egal.

Ralf Stockmann Nein, das ist mir nicht so egal.

Tim Pritlove Das dachte ich mir schon fast. Was ist dir wichtiger? Stabilität oder aktuelle Software?

Ralf Stockmann So, das ist nämlich die Große. Das ist gut, dass diese Frage kommt. Weil du kannst dich halt wirklich entscheiden, willst du es stabil haben, aber im letzten Jahrtausend leben? Oder willst du aktuell haben und nichts funktioniert. Zum Glück gibt es hier Ausgewogen. Ein guter Mix aus beidem.

Tim Pritlove Ist nicht immer stabil, aber dafür ist die Software auch nicht so aktuell.

Ralf Stockmann Benötigst du bestimmte Software? Ne, das benötige ich eigentlich gar nichts. Open Source ist okay. Das ist ja Teil des Deals. Es soll nur Open Source drauf. Wie viel Zeit willst du ins Lernen investieren? Ich lerne gerne und scheue nicht vor neuen Konzepten. Das ist Teil des Ganzen.

roddi Tief eintauchen, ich will.

Ralf Stockmann Ist dir eine deutschsprachige Community wichtig? Wäre nett, würde ich sagen. Kann man hier drei Optionen. Wie wichtig ist dir Privatsphäre? Das ist ja lustig.

Tim Pritlove Wichtig, sehr wichtig, paranoid. Paranoid.

Ralf Stockmann Nee, Paranoid sind wir nicht, aber wichtig, würde ich sagen.

Tim Pritlove Du achtest auf deine Daten.

Ralf Stockmann Welches benutzt du aktuell? So, ja, Mac OS. Da kann man auch wieder nur eins ankreuzen.

Tim Pritlove Ja, das gibt noch. Kennen wir ja only one.

Ralf Stockmann Brauchst du Secure Boot Unterstützung? Nee, kein Windows 11 Dual Boot. Nicht nötig.

Tim Pritlove Deine Empfehlung ist Pop-OS mit Cosmic. Was ist das denn?

roddi Pop-OS mit Cosmic.

Ralf Stockmann Das habe ich sogar auch gelesen schon.

roddi Pop-OS mit Cosmic.

Tim Pritlove Das ist geil.

roddi Das klingt nicht nach einem Betriebssystem, sondern eher nach einer Pornoseite. Aber gut.

Ralf Stockmann Aber guck mal.

Tim Pritlove Platz zwei wäre Linux Mint gewesen, drei wäre Ubuntu.

Ralf Stockmann Da siehst du, da haben wir doch Da haben wir doch aber alles mit Gnome und mit Cinnamon. Scrollen wir nochmal nach oben, wie die Prozentzahlen quasi sind. Also 59% für Pop-OS und dann aber 57% Linux und 55% Ubuntu. Das heißt also, da habe ich alles richtig gemacht schon. Ich habe nämlich sowohl Mint als auch Ubuntu installiert.

Ralf Stockmann Um zu gucken, wie verhält sich das denn so im Vergleich. Aber guck, das Ergebnis ist jetzt sinnvoller, als ich gedacht hätte. Also gut, Pop-OS hatte ich jetzt nicht auf dem Schirm, aber alles dahinter.

roddi Pop-OS bekomme ich aber auch empfohlen.

Ralf Stockmann Wobei das alles sehr dicht beieinander ist. Also selbst hier Platz 10 hat dann 52% Abdeckung. Das heißt, da liegen dann auch nur irgendwie 6% dazwischen.

Tim Pritlove Eigentlich ist es scheißegal, was du nimmst. Hauptsache Linux. Gut, okay. Ich wollte das nur geklärt haben. Jetzt kannst du uns berichten, wie das so gelaufen ist.

Ralf Stockmann Ja, wie lief dann die ganze Sache? Also erstmal die Installation selber, sagte ich eben schon, das ist mit Abstand das Einfachste überhaupt. Also das haben die gestreamlined. Das ist deutlich entspannter als eine aktuelle Apple-Installation, muss man wirklich sagen. Ich weiß nicht, wann ihr mal zum letzten Mal wirklich eine macOS frisch aufgesetzt habt.

Ralf Stockmann Was du da mittlerweile so an Scare-Sheets und Achtung, du musst unbedingt hier dich registrieren, sonst passieren schreckliche Dinge. Also das sind bestimmt so fünf, sechs, sieben Schritte irgendwie dazugekommen in den letzten Jahren, wo du denkst, oh Leute, muss das jetzt wirklich sein und Siri einrichten und dieses und jenes.

roddi Ja, das kannst du aber alles skippen.

Ralf Stockmann Das kann man alles skippen, aber es nervt irgendwie hart. Und demgegenüber, sowohl bei Mint als auch bei Ubuntu, du hast halt diesen USB-Stick, da gibt es auch ein Programm, das schreibe ich nochmal, dokumentiere ich hinterher nochmal runter. Die du dir vom macOS aus schreiben kannst, wählst du dann aus, was für eine Distro du haben willst und dann baut er dir deinen Stick.

roddi USB-Stick schreiben ist eigentlich immer der härteste Teil irgendwie.

Ralf Stockmann Wieso?

roddi Ja, weil die ganzen Tools sind alle komisch und dann weißt du nie so genau. Dann dauert es Stunden und dann weißt du hinterher, okay, er bootet doch nicht. Also es ist so...

Ralf Stockmann Warte mal, wie... Also da gibt es wirklich unter für macOS oder aber auch glaube auch für windows gibt es da genau ein programm was das auch super professionell und die sie macht was.

Tim Pritlove Usb sticks beschreiben.

Ralf Stockmann Mit linux distribution ja.

roddi So dass er hinterher bootet natürlich.

Tim Pritlove Ja, also übrigens, ich meine es ist nicht zu beklagen, dass jetzt Apple Siri in der Konfiguration hat beim Setup. Ich meine, wenn ein OS gar kein AI Assistant hat, dann können wir ihn natürlich auch nicht aufsetzen.

roddi So, welche Distro hattest du jetzt verwendet?

Ralf Stockmann Also ich habe einen Mint genommen und einen Ubuntu. Und zwar bei Ubuntu ist dann ja vor allem auch noch die Frage, okay, willst du die LTS-Version, also die Langzeitsupport-Version, da ist die letzte die 24.

roddi Ja, die ist immer maximal zwei Jahre alt oder so. Die 24 ist schon richtig alt.

Ralf Stockmann Dieses Jahr müsste wieder einer rauskommen, die 26. Oder willst du halt irgendwie Bleeding Edge sein und quasi so die aktuellste, das ist dann die 2510 glaube ich im Moment. Und danach habe ich dann gesagt, naja, das war ja eben auch die Frage, so ein bisschen aktuell will man es ja schon irgendwie haben.

Ralf Stockmann Und gerade wenn es dann irgendwie so um Zooming im Bildschirm, dieses Fractual Scaling oder so ähnlich, also quasi so High DPI Ansteuerung von Screens und sowas geht, da passiert schon eine Menge im Moment. Da nehmen wir mal die 2510. Das war, glaube ich, schon nur so eine mäßig gute Entscheidung. Da freue ich mich aber auch auf eine nachgeführte Debatte. Also dieses so, Und bei macOS gehe ich ja wirklich auch in die ganzen Alpha-Releases rein.

Ralf Stockmann Also diese ganzen Developer-Geschichten habe ich alle bei mir auf dem Laptop drauf und komme da ganz gut mit klar. Aber ich habe den Eindruck, dass das bei Linux alles mehr Bleeding Edge ist. Und das ist da vielleicht irgendwie auf der LTS entspannter gewesen wäre, das eine oder andere. Aber das mag eine Fehlwahrnehmung sein.

Tim Pritlove Du meinst, die Kante ist da blutiger?

Ralf Stockmann Die ist, glaube ich, ein bisschen blutiger, die Kante. Ja, aber da ist, also da kommt sowieso viel Blut noch.

roddi Also blutige Kante, ich habe so das Gefühl, nachdem Ubuntu von Gnome weg ist, ist es eigentlich nur noch Iron Maiden. Also also eine Jungfrau, das ist einfach nur noch schlimm irgendwie. Aber gut, das ist vielleicht auch meine persönliche Meinung.

Ralf Stockmann Ja, naja.

Tim Pritlove Kurze Nachfrage, seitdem was von was weg ist, kannst du das nochmal erläutern?

roddi Ubuntu von Gnome Desktop runter ist. Die haben ja dann ihren eigenen Desktop geschrieben. Der war richtig schlimm. Und ich weiß nicht, was sie jetzt momentan machen. Ich habe es mir lange nicht mehr angeguckt. Aber ich fand das so unbenutzbar dann.

Ralf Stockmann Also zu den Desktops komme ich gleich noch.

Tim Pritlove Wenn man sagt Linux on the Desktop, dann muss man erst mal fragen, welcher Desktop?

Ralf Stockmann Ja, so ein.

roddi Das schon. Also mir wurde jetzt hier fast nur Gnome angeboten.

Ralf Stockmann Genau, also Gnome ist der aktuelle. Also auf der 2510 ist ein Gnome drauf.

roddi Achso, die sind zurück zum Gnome.

Ralf Stockmann Ja. Es gibt noch K-Bodentow, wo dann KDE quasi drunter ist.

roddi Aber sie hatten nochmal ihr eigenen Desktop gebastelt.

Ralf Stockmann Das weiß ich nicht. Das kann ich dir jetzt nicht sagen.

roddi Okay, gut. Ist auch nicht so wichtig.

Ralf Stockmann Auf jeden Fall. Ich also beides draufgepackt, um irgendwie ein Gespür dafür.

Tim Pritlove E-QS-User sind jetzt auf jeden Fall schon mal ausgestiegen.

Ralf Stockmann Ja, ich wollte ein Gespür dafür haben, okay, wenn das jetzt so die beiden Platzhirsche sind und so das Middle of the Road, so wie sehr unterscheiden die sich eigentlich und wie groß ist so die Zickigkeit, mit der man da so jeweils leben muss. Das finde ich erstmal ein ganz, ganz erforschenswertes Fragestellung. Naja, und, Grundsätzlich ist es ja so, Mint wird von einem deutlich kleineren Team entwickelt und die haben so Stabilität und Robustheit eigentlich auf ihre Fahne geschrieben.

Ralf Stockmann Das heißt also darum, diese Frage, die du vorhin hattest, will man irgendwie aktuelle Software oder Stabilität? So, Mint steht immer für No Bullshit und lieber mal noch ein Jährchen warten, bis wir irgendwo eine Technologie übernehmen. Ja, also so eine klassische Frage ist immer so, X11, Windows, Grafikkarten-Engine oder Wayland, ja, und da sperren die sich also seit mittlerweile X Jahren.

Tim Pritlove Das wäre bei Debian immer so, dass die so komplett in der Vergangenheit leben.

roddi Naja gut, Mint, bei dem Namen ist irgendwie klar, dass die versuchen pur und unverbraucht zu sein.

Tim Pritlove Ja, wieso? Was sagt der Name da aus?

roddi Naja, Mint ist doch ein Zustandsbeschreibung. Also bei Comics sagt man Mint Condition. Bedeutet halt, dass es im Prinzip nicht mal ausgepackt wurde und auch nie benutzt. Das ist halt Mint Condition im Englischen. Und ich nehme mal an, dass der Name darauf abzielt, dass das ein unverbrauchtes, unverbasteltes Linux ist und nicht irgendwie.

Ralf Stockmann Ja, wie es der Zufall so will, ist es mir dann aber gelungen, in weniger Tage es so zu verbasteln, dass es wirklich nicht mehr im MINT war, ohne dass ich mir aber auch im Nachhinein und peinlicher Befragung meiner selbst irgendeiner Schuld bewusst wäre, außer immer auf Updates zu klicken, die mir das System vorgeschlagen hat zu tun. So, also...

Ralf Stockmann Und was ist passiert mit der MINT-Installation? Ich habe mich irgendwann angefangen zu fragen, also einer der Use Cases, die wir haben, wir haben jetzt eine lustige kleine USB-Kamera, mit der wir so Lego-Stop-Motion-Filme machen. Das war ein weiteres Incentives für die Kiddies. Das klappt nämlich mit dem iPad alles nicht so wirklich vernünftig so.

Ralf Stockmann Da könnt ihr dann hier eure Stop-Motion-Filme richtig professionell jetzt auf dem Laptop schneiden und das haben die auch gut kapiert und haben das auch gemacht. Da gibt es auch irgendwie schöne einsteigerfreundliche Software für. Sondern dann hast du hinter dir diese Filme und dann ruckelt das alles so doof.

Ralf Stockmann Aber nicht, weil das Stop-Motion ist und ohnehin ruckelt mit irgendwie 10 Frames per Second oder so, sondern so in sich so, dass du siehst, die Grafik baut sich überhaupt nicht flüssig auf für ein Video. Und dann spielst du ein anderes Video ab und merkst, das ist überhaupt nichts flüssig hier, was irgendwie ein bisschen Auflösung hat.

Ralf Stockmann Was ist denn hier los? Und Minecraft lief dann irgendwie mit 5 Frames per Second in einer 720p-Auflösung und das war der Moment, wo dann klar war, irgendwas ist hier so braun. Naja, eine Komponente habe ich jetzt noch nicht erzählt.

roddi Das mit dem, hier war was braun, war das nachdem du gebastelt hast oder hast du dann das Basteln angefangen?

Ralf Stockmann Ich habe nicht gebastelt, sondern nur auf Update gedrückt. Aber offensichtlich war dann irgendwo mal ein Update dabei in diesem ganzen Graphics-Tag, der ja auch nicht so ganz trivial ist unter Linux, der dann dort einfach mal sich verklemmt hat an der Stelle. Aber jetzt kommt noch die fehlende Komponente.

Ralf Stockmann Ihr kennt aus Star Wars 4 diese Szene im Millennium Falcon, wo gerade Alderaan zerstört worden ist und Obi-Wan Knobi zusammenzuckt, weil er eine Erschütterung in der Macht gespürt hat und Millionen Seelen gleichzeitig aufgeschrieben haben und sowas. So einen Effekt werden wir jetzt hier mal provozieren in der Freakshow.

Ralf Stockmann Das erste, was ich nämlich gemacht habe, nachdem die Grundinstallation durch war, ist Cursor draufsetzen. Auf die Linux-Systeme und sagen, habe mir ein Prompt gebastelt, ein Metaprompt, habe gesagt, hey, du bist jetzt mal ein Linux-Guru, ein sehr wohlmeinender, mit unendlicher Geduld, was immer ich dich hier frage, erklär mir mal, wie das hier so läuft.

Ralf Stockmann Weil also bis man sich das alles irgendwie zusammen recherchiert und gesucht hat so und in meinem näheren Umfeld ist da einfach mal keiner, den ich hätte fragen können, dachte ich so, na probieren wir das doch mal, wie sich das so anfühlt.

Tim Pritlove Und das Cursor ist nicht gleich abgestürzt, als du gesagt hast, an Linux-Guru mit unendlicher Geduld.

Ralf Stockmann Nee, das läuft alles erstaunlich stabil. Ich habe sehr klare Spielregeln da reingegeben. Im Gegenteil zu dem, wozu wir später noch kommen werden in der Sendung. Das heißt also, du darfst nichts schreiben, du darfst alles lesen, du darfst mir alles erklären. Auf gar keinen Fall hast du hier irgendwelche Sudo- oder Root-Rechte, wobei das auch wirklich hart schon in Cursor reingebacken ist.

Ralf Stockmann Also da ist ohnehin schon eine Grenze, wo man sich glaube ich ganz schön anstrengen müsste, um das auszuhebeln an der Stelle. Aber auch ansonsten kein Schreibzugriff, sondern erklär mir gut, was ich tun muss und dann mache ich das selber im Terminal und wir wollen auch ein bisschen was lernen hier bei der ganzen Geschichte.

Ralf Stockmann Und das war auf der einen Seite super fantastisch, weil der halt jetzt wirklich die ganzen Configs alle ausliest und sagen kann, so guck mal hier an der Stelle scheint mir irgendwie was zu sein, da sollten wir mal nachschauen und so weiter. Also ihr könnt euch das vorstellen, die irgendwie einigermaßen fähige LLM-Linux-Distribution, das kann die, glaube ich, im Großen und Ganzen ganz gut.

Ralf Stockmann Bis sie es halt nicht gut kann. Das heißt, das, was wir an zig Stellen hier schon in der Sendung hatten, mittlerweile habe ich, glaube ich, ein relativ gutes Gespür dafür, wann die aufs Glatteis kommen und das ist jetzt auf der Ebene nicht anders.

roddi Also du hast dein Linux-Geweib-Konfikt.

Ralf Stockmann Ja, so in etwa.

roddi Oh Gott.

Tim Pritlove Was wolltest du denn überhaupt einstellen? Ich denke, Linus ist deshalb, man installiert das und dann ist alles, wie man das haben will. Und für alles andere gibt es ein grafisches User-Interface, wo man sich dann die Optionen zusammenklickt.

Ralf Stockmann Nein, das ist so nicht. Das ist weder unter Minso noch unter Ubuntu so. Das fängt schon mal damit an, dass du erstmal, wenn du Programme installierst, musst du erst mal lernen, dass es unter Linux fünf oder sechs verschiedene Wege gibt, wie eigentlich Programme in diesem Rechner reingehakt sind. So, dieses APT-Install ist so der Klassiker.

Ralf Stockmann Dafür haben dann alle Distributionen auch so einen Store, der das Ganze nochmal so abstrahiert und den ClickMichBunty macht. Das ist auch alles ganz nett. So, da findest du aber gefühlt nur ein Drittel der Programme, die du suchst. Und dann gibt es ein Drittel an Programmen, die du nur als Snap-Install bekommst und dann gibt es ein weiteres Drittel an Programmen, die du nur als, wie heißt das andere große? Du weißt es bestimmt.

roddi Abtget?

Ralf Stockmann Nee, das ist ja der Klassiker, den es schon immer gab. Aber der Chat wird das gleich sagen, was die andere Alternative ist zu Snap. Und Ubuntu macht nur Snap und sperrt sich dagegen alles andere und es ist einfach ein einziger riesiger Clusterfuck. So, das heißt also.

roddi Hier schreibt jemand Flatpak.

Ralf Stockmann Exakt, danke. Flatpak ist es. Und das macht also dann Mint, aber Ubuntu schaut also Flatpak mit dem Arsch nicht an. Das heißt, du musst dann also erstmal dein Ubuntu so umkonfigurieren, dass du dort auch Flatpak irgendwie reinbringen kannst. App-Image ist dann die vierte Variante, genau. So, und du stehst dann da so und denkst dir so, was? Ich wollte eigentlich nur Software installieren.

Ralf Stockmann Was halt sowohl unter Windows als auch unter macOS ja doch irgendwie eher so steamlined ist. und, Da bist du dann mit klick mich bunty, kommst du da einfach nicht mehr weiter. Das heißt also, du musst dann sehr schnell, wenn du irgendetwas tun musst, bist du einfach auf der Shell und Terminal unterwegs, weil es geht nicht anders.

Ralf Stockmann Das fängt schon damit an, dass du also schon die Software zur Erweiterung, um irgendwie an der Nutzeroberfläche überhaupt irgendwas machen zu können, musst du schon darüber irgendwie über die Shell reinholen. Also es ist, man ist sehr schnell dann doch in dem Rabbit Hole drin. Sehr schnell bei der Shell.

Ralf Stockmann Die ersten zehn Klicks fühlen sich da alle sehr gut an.

Tim Pritlove Aber dann… Verdammt nah an der CD und verdammt schnell an der Shell.

Ralf Stockmann Dann verließen sie ihn. Und das ist halt der Gedanke so, das habe ich dann eben auch sehr, sehr schnell gemerkt, wo ich dann dachte, okay, jetzt brauchst du hier mal so einen Buddy, der dir mal zur Seite steht und dir ein bisschen Mut zuspricht und dich jetzt hier mal durchgeleitet. Naja, und ich glaube, in etlichen Bereichen funktioniert das ganz gut, bis es halt nicht mehr funktioniert.

Ralf Stockmann Und dann bist du in genau diesen LLM-Schleifen drin, die wir beim Vibe-Coding hier schon zigmal diskutiert haben, wo er dann anfängt, große Skandale aufzudecken. Ja oh wir sind ja was großem auf der spur guck mal diese datei ist nur vier kilobyte groß und das kann nicht sein und wir müssen den maintainer und so genau.

roddi Sicher aber ich habe das ich habe das auch schon gehabt dass ich dann, dass ich dann halt so nachgefragt habe so beim beim agent ja hier und dann was muss denn da eingeben ja hier habe ich mal ein befehl für die kommandozeile für dich so ich kopiere das ding pack's rein, Nee, also diesen Kommandozeilen-Switch gibt es nicht. Und dann denkst du dir so, what?

roddi So, naja.

Ralf Stockmann Ja, also die unterschiedlichen Modelle stellen sich da auch unterschiedlich an. Aber naja, also am Ende habe ich dann irgendwann das Mint dann wieder repariert bekommen. Aber das war auch schon irgendwie harte Arbeit. Sodass ich jetzt also insgesamt eigentlich jetzt alle Rechner eher auf Ubuntu gefahren habe. Weil ich also jetzt so diese Mint Experience insgesamt ein bisschen fragwürdiger und wackeliger fand.

Ralf Stockmann Das mag sich nochmal ändern, da bin ich jetzt also auch überhaupt nicht besonders festgefahren. Aber wahrscheinlich machen wir es erstmal mit Ubuntu. Aber was mich da halt kirre macht, und das hatten wir ja gerade eben beim macOS schon, ist halt diese Inkonsistenz der Nutzeroberfläche.

roddi Da musst du natürlich richtig.

Ralf Stockmann So und das ist halt insofern ein Schmerz, als dass ich finde, dass jetzt das Standardgnom von Ubuntu eigentlich ganz schön aussieht. Das heißt also, so die Dialoge, die die selber quasi in ihrem Herrschaftsbereich haben, also Settings, File Manager, so diese Einstellungs-Dingsis und sowas, das sind gut gestaltete Oberflächen.

Ralf Stockmann Die sind luftig, die sind irgendwie von der Ikonografie her gut aufgebaut. Ich sag ja immer, nie war es so einfach irgendwie ein besseres UX zu machen als Apple, als jetzt derzeit, was sie da jetzt auch so von der Hierarchie-Logik und sowas Apple alles irgendwie verbrät mit der Oh, hatten wir gerade eben.

Ralf Stockmann Das sieht alles gar nicht schlecht aus auf Ubuntu. Sobald du aber diese Standard-Apps irgendwie auch nur ein Pixel weit verlässt und irgendein anderes Programm startest, sagen wir mal Firefox oder sowas, bist du halt in einer komplett anderen UX-Welt unterwegs. Die Buttons sind ganz woanders und die sehen anders aus.

Ralf Stockmann Die Radien der Fenster sind alle anders. Die meisten Fenster haben gar keine Radien.

roddi Okay, das ist aber eine Diskussion, da bist du jetzt bei Linux schlecht aufgehoben, glaube ich.

Ralf Stockmann Ja, aber da muss doch mal da was tun. Also Windows hat runde Ecken, macOS hat runde Ecken, macOS hat noch viel gründere Ecken als vorher. Irgendwie ist sich doch die Welt einig.

roddi Deshalb, wir haben die rundesten Ecken oder was?

Ralf Stockmann Dass so ein bisschen runde Ecken irgendwie ganz nice sind. Und das Schlimmste sind Fenster, die oben runde Ecken haben, aber unten eckige Ecken. Was ist das für ein Fuck?

Tim Pritlove Ja, und vor allem bei Apple, du hast ja schon festgehalten, der Eckenradius ist jetzt 26, im Release 26, das heißt jedes Jahr kommt jetzt noch ein Pixel dazu.

roddi Ja, ja, macOS 27 mit 27.

Tim Pritlove Haben wir komplett runde Fenster sozusagen, nur noch so Circles.

Ralf Stockmann So, und dann, ihr wisst ja, das habe ich schon auch ein, zwei Mal erzählt in der Sendung, so mein erster Kontakt mit Macintosh war ja, dass ich in monatelanger Kleinstarbeit Windows-Rechner so umgethemed habe, dass er pixelgenau zu einer macOS Aqua Oberfläche geworden ist und, Da dachte ich, hey, ich bin doch jetzt hier auf Linux. Das geht doch hier auch.

Ralf Stockmann Ich habe schon mal Monate im Theming investiert. Nichts leichter als das. Die sollen mir mal kommen.

Tim Pritlove Das ist nicht dein Ernst. Oh Mann. Das hast du nicht wirklich getan, oder?

Ralf Stockmann Naja, also das Gute ist ja, man ist bei sowas ja in Zeiten des Internets nicht der Erste, der sowas tut, sondern… Du.

Tim Pritlove Hast Cursor gefragt.

Ralf Stockmann Nee, in der Tat einfach mal Google und YouTube und da findet man dann so etwas hier. So, ich werfe euch mal den Link dazu in die Shownotes. Was ist das hier?

roddi In den Slack.

Ralf Stockmann In den Slack, genau. Da gibt es also erwartungsgemäß eine Fraktion, die sich also eben widmet der Frage, wie kann man ein Ubuntu oder auch ein Mint, aber Mint ist schwieriger, wie kann man ein Ubuntu also möglichst identisch zu einer macOS Tahoe Optik irgendwie umskinnen. Und warum Tahoe?

roddi Na gut, okay.

Ralf Stockmann Ja, dasselbe gibt es auch für die macOS-Version davor. Das ist also nicht exclusive dafür. Und das guckst du dir so an und denkst dir, ja cool, okay. So die Toolchain ist schon mal der Horror. Also was du da alles schon hintereinander weginstallieren musst, um irgendwie so in diesen Bereich reinzukommen, ist nicht schön.

Ralf Stockmann Und das wirklich ganz ernsthafter Disclaimer von mir, so lasst es bleiben. Also guckt euch dieses Video mal an, wenn ihr Ahnung davon habt, könnt ihr auch gerne mal irgendwie schauen, was davon vielleicht hilfreich ist. Den kompletten Rotz von A bis Z wieder runtergenommen, weil das merkst du halt sehr schnell, sobald du irgendwo den normalen Vanilla Wave verlässt von Ubuntu Manche würden das falsch abbiegen nennen.

roddi Ja.

Ralf Stockmann Betritt so sehr schnell die Welt des Schmerzes. Und das fängt schon solche Sachen an, wie alternatives Dock unten irgendwie reinsetzen. Da gibt es irgendwie so einen Dock, was versucht so möglichst genau wie einen macOS Dock halt auszusehen und Ubuntu selber kannst du aber auch schon so einstellen, dass das Ubuntu-Doc nach unten und zentriert ist, wie in Windows 11 ja mittlerweile auch.

roddi Ich habe das immer rechts, aber gut.

Ralf Stockmann Und wenn du aber dann diesen Ersatz nimmst, das fühlt sich zwei Minuten cool an und sieht irgendwie schön aus und du hast dann auch die original Apple-Icon und sowas. Und dann startest du irgendwie drei Programme und dann ist einfach das Doc kaputt. Und niemand hat irgendwas getan und es passiert einfach. Dinge fallen einfach auseinander.

Ralf Stockmann Und andere Ebene war irgendwie so diese geblurrten, halbdurchsichtigen Fenster, die ich eigentlich sowieso scheiße fand. Aber wenn du halt diese Theming-Geschichte da durchgehst.

roddi Kaum hast du sie nicht mehr.

Ralf Stockmann Weißt du, was dir fehlt. Wenn du es mir schon anbietest, dann probiere ich es auch. Und dann installierst du halt eine Extension, die dir halt Bereiche der GUI halt blurrt. Du frisst natürlich alles Grafikkarte und sowas und das ist alles Quatsch.

roddi Und blurrt dann Dinge, die es nicht blurren sollte.

Ralf Stockmann Blurr Dinge, die es nicht blurren sollte. Und vor allen Dingen, blurrt es nicht oben die Ecken. Das heißt, sobald du das Blurren drin hast, hast du plötzlich schwarze Ecken oben und keine Rundungen mehr. Weil halt dann diese Rundungen nicht kompatibel sind zu dem Blur-Algorithmus.

roddi Da hat er sich verblurrt.

Tim Pritlove Naja, da reicht dann auch die Power der Grafikkarte nicht mehr so richtig aus für solche Experimente.

Ralf Stockmann So, also, sprich, lange Rede, kurzer Seele. Das habe ich alles wieder runtergeworfen. Bis auf eine einzige Sache. Eine Sache habe ich gesagt, das halte ich nicht aus, das muss anders. Und ich habe mich lange gefragt, dir gefallen eigentlich diese Ubuntu-Oberflächen echt gut? Auch dieser Spotlight-Ersatz, den die haben, ist als Konzept, finde ich, interessant.

Ralf Stockmann Das ist also quasi ein App-Launcher, integriert mit einer Suche, die sehr Spotlight-mäßig daherkommt, kombiniert mit irgendwie diesen Switcher von den verschiedenen Desktops, die man hat. Das finde ich alles cool, aber irgendeine Komponente störte mich daran. Ich bin da längere Zeit nicht draufgekommen, dann habe ich es aber gemerkt, die Schrift.

Ralf Stockmann Mag die ganzen Linux-Schriften nicht. Sowohl von Mint als auch von Ubuntu. Die sind nicht langweilig.

roddi Da sagst du was, ja.

Ralf Stockmann Die sind sehr opinionated, aber auf so eine Art, wir hatten es in der letzten Folge, mit diesem K. War das das K? Nee, das war das Y von der Kongressschrift.

roddi Das R glaube ich auch.

Ralf Stockmann Bei der Ubuntu-Schrift ist es das K. Wenn du also ein großes K machst, dann ist, also ein K hast du ja links einen Streifen runter und dann zwei, die halt gerade eigentlich sind und von den Querstreifen ist der obere gerade und der untere ist gebogen. Dass du denkst so, warum zum Teufel macht ein Fontdesigner jetzt sowas?

Ralf Stockmann Also klar, er will jetzt irgendwie ein Zeichen setzen und will irgendwie eine Einzigartigkeit drin haben, aber es sieht einfach mal scheiße aus und nicht wie ein K. Und die hat so etliche Manierismen, die Ubuntu-Schrift. Und bei Mint ähnlich, aber anders. So, was habe ich also gemacht? San Francisco installiert.

roddi Das Original Apple San Francisco.

Ralf Stockmann Das Original Apple San Francisco, weil das ist nämlich freigegeben für Privatnutzen. Man muss ein bisschen kramen, bis man da das richtige Repo findet. Dokumentiere ich euch alles. Auch den Weg, wie man es dann installiert, dass es in möglichst vielen Programmen dann auftaucht. Natürlich nicht in allen, denn wir sind ja bei Linux.

Ralf Stockmann Nichts ist in allen Programmen. Aber in sehr vielen. Und sofort, das war irre, Da dachte ich so, oh, ja, da ist meine Nutzeroberfläche. Diesen ganzen anderen Quatsch mit irgendwie durchsichtig und sowas geht mir weg. Das ist ziemlich gut, was ihr im Design macht, aber diese Schrift, guck mal, now we're talking.

Ralf Stockmann Also von daher, das wäre also der Punkt, wo ich sagen würde, wenn man eine Sache irgendwie anpasst, dann probiert es doch mal mit der Schrift, das ist eine gute Idee.

Tim Pritlove Also ich finde es ja bemerkenswert, was du schon für einen Aufwand treibst, für die Customization, bevor du auch nur irgendein sinnvolles Programm gestartet hast. Also vor allem erstmal die Customization, um überhaupt erstmal ein sinnvolles Programm runterzuladen. Aber das ist ja so der Schrei nach guter Software, das würde bei mir im Vordergrund stehen und der ganze andere Rest.

Tim Pritlove Na gut, damit beschäftigt man sich halt auf dem Mac eigentlich kaum.

Ralf Stockmann Ja, also ich hatte dann ein paar sehr schöne Erlebnisse auch schon, beispielsweise Thunderbird, so als Mail-Client, den habe ich zum letzten Mal bestimmt vor zwölf Jahren oder sowas genutzt. Also du hast ja so Firefox und Thunderbird, war ja immer so das Tandem und Firefox halt Webbrowser und Thunderbird halt Mail.

Tim Pritlove Ist der nicht eingestellt worden?

Ralf Stockmann Ne, der ist quicklebendig und total knuffig.

roddi Knuffig?

Ralf Stockmann Knuffig. Die haben eine schöne Nutzeroberfläche. Also ja, ich musste erstmal die Schrift ersetzen, händisch, in der Konfig durch San Francisco, aber dann war es geil. Die haben echt eine schöne UX hinbekommen. Das fühlt sich echt freundlich an. Das strahlt so freundliche, nette Software. Habe ich auch lange nicht mehr gehabt.

roddi Freundliche Software.

Ralf Stockmann 180 Grad entgegengesetzt, Firefox. Was ist das für eine Bloatware-Scheiße geworden? Also ich hatte es die letzten Jahre immer mal wieder gelesen, dass sie irgendwie viele Fans verloren haben. Aber boah, also womit du da zugemüllt wirst, was du alles irgendwie abonnieren und hier und da und KI und dieses und jenes.

Ralf Stockmann Also das war ein echter Abturner. Und da bin ich jetzt, das war in der Tat ein Tipp von Max. Hier um 343 Max, Ex-Freakshow, Helium als Browser zu nehmen. Und das ist in der Tat ein heißer Tipp, das solltet ihr euch mal angucken, wenn ihr also auch unter macOS, nämlich das ist ehrlich gesagt als Standardbrowser.

Ralf Stockmann Auch da gibt es natürlich den Link in den Chat. Der baut auf, no surprise hier, auf einem.

roddi Auf einem Chromium?

Ralf Stockmann Auf einem Chromium, genau. Und ist aber maximiert auf Security und Ad Awareness und alles Blocken, was irgendwo an Cookies unterwegs ist in der Welt. Und der funktioniert verstörend gut. Extrem leichtgewichtig, braucht viel weniger Ressourcen als irgendwie normaler Chrome und steht einem also echt nicht im Weg auf, wenn man einfach im Netz unterwegs ist und es ist irre, wie Spiegel Online auf dem aussieht.

Ralf Stockmann Ich weiß nicht, ob ihr irgendwie regelmäßige Spiegel Online Besucher seid, du hast links riesige Werbung, rechts riesige Werbung. Zwischen allen zwei Beiträgen hast du riesige Werbebanner und vor allen Dingen in jedem Beitrag, den du liest, ich habe da so einen Sponnen-Abo, Disclaimer, wirst du trotzdem mit Werbung zugeballert, die so kaputt ist, dass sie auf dem Safari große weiße Flächen produziert, wo dann der Text fehlt und dann musst du immer Reload drücken.

Ralf Stockmann So ist es also richtig kaputt, diese Spiegel-Online-Seite, was Werbung angeht. Im Helium wird das alles komplett weggezaubert und du hast einfach nur irgendwie dein Content. Also da hat Max, der hat mich damals ja auch zu Reaper gebracht, mal wieder ein Großwerk getan, mich auf diesen Browser hinzuweisen.

Ralf Stockmann Was der nicht hat, ist halt ein Passwortmanager, einen integrierten. Das heißt, da musst du also dann über ein Plugin, weil das Chromium ist, laufen halt die ganzen Chrome-Plugins, musst du halt in irgendein One-Passwort irgendwas Datensouveränes. Also ich probiere jetzt gerade hier auf meiner eigenen Infrastruktur, können wir auch mal eben droppen, habe ich, was ist es?

Ralf Stockmann Ähm, Fault Warden, genau, das ist quasi eine selbstgeholteste Version von Bitwarden. Fand ich jetzt erstmal so ganz hilfreich, um auch da mal irgendwie mit Daten souverän zu werden. Das muss man sich halt reinhängen, damit du also irgendwie nicht bei jeder, selbst bei Spiegel Online, wenn du das nächste Mal vorbeikommst, musst du dich halt wieder mit deinen Credentials irgendwie anmelden.

Ralf Stockmann Das willst du natürlich alles nicht. Also da musst du irgendwie halt ein Passwortmanager dann noch dranbauen halt über Plugin, aber das ist halt auch irgendwie mit vier Klicks getan und dann ist gut. Und dann ist dieser Browser also echt mal ein Experiment wert.

Tim Pritlove Wie installiert man denn da neue Plugins? Wie installiert man denn da neue Plugins? Versucht das hier gerade?

Ralf Stockmann Im Zweifelsfall, indem du einfach auf die Seite des Plugins gehst und dann kriegst du da einen ganz normalen Install-Button. Also die haben kein Store für Extensions. Sondern da kriegst du immer nur die eingebauten Extensions angezeigt. Aber du hast beispielsweise auch auf jeder Seite dann oben eine Anzeige, was alles weggeblockt wird. Und das ist echt verstörend.

Ralf Stockmann Wenn du also 54 Tracker irgendwie auf Spiegel online, also Tracker, nicht Werbung, sondern wirklich Tracker.

Tim Pritlove Das ist wirklich bemerkenswert muss ich sagen, also da haben ja sogar diese ganzen Ad-Plugins ihre liebe Mühe da Spiegel irgendwie aufzuräumen das ist in der Tat, macht das einen riesen Unterschied, das ist bemerkenswert, Ja, ist fix. Okay.

Ralf Stockmann Ja, also muss man gucken, wie sich die weiterentwickeln. Es ist ja auch so, manchmal leben solche Geschichten dann ja auch nicht so edelig lang. Aber jetzt hier gerade Stand 2026, also da mich Firefox echt frustriert hat, war das also in die erste Maßnahme, hier überall Helium reinzusetzen. Läuft auf allen gängigen Betriebssystemen.

Ralf Stockmann Genau. Naja, und das ist jetzt so in etwa der Stand. Das heißt also, wir sind jetzt so mit den ganzen Grundprogrammen alle up and running und gucken, dass wir uns jetzt da so durchwuseln. Ich werde das Ganze nebenbei mal dokumentieren. Ich habe den Link zum Pad auch schon in den Chat geworfen. Können wir auch in die Shownotes reinsetzen.

Ralf Stockmann Das ist ein Pad, das würde ich wirklich freischalten. Das heißt also, da könnt ihr gerne rein dokumentieren oder kommentieren oder andere Vorschläge sammeln oder sowas. Ich würde das einfach mal ausprobieren, ob man da so Crowdsourcing-mäßig irgendwie die noch zu intelligenteren Ansätzen kommt. Da steht jetzt noch gar nicht viel drin.

Ralf Stockmann Ich habe aber etliches schon gesammelt, was ich irgendwie heute oder morgen, wenn ihr diese Folge hört, wenn ihr jetzt nicht live dabei seid, werde ich das nochmal aufpimpern und dann beispielsweise, wie man da in die San Francisco Schrift drankommt und so weiter, das würde ich da alles nochmal reindokumentieren, sodass dann doch hoffentlich auch so ein Living Document entsteht, wie man sich mit überschaubarem Aufwand, ein Linux zusammenbauen kann. Naja, und dann werde ich mal.

Ralf Stockmann Berichten in nächster Zeit, wie sich diese Journey so weiterentwickelt. Aber für mich, das habe ich gemerkt, mir macht das Spaß und Hoffnung und Freude. Diesen Effekt hatte ich jetzt irgendwie unter macOS seit Jahren eigentlich nicht mehr. Da hatte ich nicht den Eindruck, dass da noch irgendwo Zukunft passiert und irgendwo man nochmal was Spannendes irgendwie wirklich ausprobieren kann.

Ralf Stockmann Das fand ich alles immer nur so Verwaltung des Bekannten. Und jetzt mal hier so ein neues Ökosystem sich freizuspielen und zu gucken, was da so die Limitierungen sind. Aber man muss schon basteln wollen. Also wer auch immer sich jetzt hinstellt und sagt so, ja, du musst nur Distribution XY nehmen und da läuft das alles out of the box.

Ralf Stockmann Da wäre mein Standpunkt hier und heute das gelogen. Also es würde mich wundern, wenn man nicht auch da innerhalb von fünf Minuten, aufs Terminal runter muss.

roddi Also es kommt darauf an, was du machen willst.

Ralf Stockmann Oder man hat sehr niedrige Ansprüche.

roddi Ja, oder was du machen willst. Also wenn du wirklich vor allem spielen willst, dann habe ich von Bezite gute Dinge gehört. Ich weiß, habe es selber nicht ausprobiert. Aber tendenziell habe ich vor, von Windows 11 auf Bezite umzustellen. Sobald ich das Gefühl habe, dass die ganze Hardware, die ich habe, damit auch funktionieren wird.

roddi Ich habe ja so von Fanatec so ein Direct Drive Wheel und Pedale, um so Autorennen zu fahren und so einen Scheiß. Und dafür gibt es zumindest vom Hersteller selber keine Treiber für Linux, sondern halt nur für Windows. Und... Ich habe mal geguckt, es gibt tatsächlich Third-Party-Drivers von irgendjemanden, die auch so halbwegs funktionieren scheinen, aber halbwegs ist mir nicht gut genug, weil das ist, also Wheel ist eh schon Gefrickel.

roddi Und dann noch Linux-Gefrickel, um es überhaupt zum Laufen zu kriegen, da habe ich jetzt dann doch, das ist mir dann zu viel Gefrickel.

Ralf Stockmann Ja, aber Das war übrigens, ist am Anfang vielleicht nicht ganz klar geworden, so einer der Hauptgründe, warum ich dann auch von Mint weg bin, ist, dass sie eben dieses Fractional Scaling nicht können und ich jetzt hier mit meinem X1 aber eben ein High DPI Display, also im Apple-Universum, Retina Display habe und das willst du halt nicht in irgendwie 100% oder nur in 200% wie Mint es einem anbietet betreiben, sondern du möchtest halt auch Zwischenstufen dazwischen bedienen können Um sich das halt irgendwie selber anfassen zu können.

Ralf Stockmann Das geht in Mint Cinnamon mit XL11 erstmal gar nicht. Und dann kannst du den Wayland Modus halt aktivieren, was halt diese alternatives an Steuerung der ganzen Pipeline ist. Und die ist aber einfach mal ultra buggy unter Mint. Also das sagen auch alle und das schreiben auch alle und das ist also überhaupt keine shocking news.

Ralf Stockmann Dann wird das funktionieren mit dem Scaling, aber an 30 anderen Stellen fällt sofort das ganze System auseinander. Also von daher war das dann an der Stelle schon mal ein No-Brainer zu sagen, gut, das muss Ubuntu sein und es muss auch ein einigermaßen aktuelles Ubuntu sein, weil da das Fractional Scaling einfach mal funktioniert.

Ralf Stockmann Da kann ich jetzt also in beliebigen feinen Zwischenstufen das einstellen.

Tim Pritlove Wie fällt denn jetzt dein vorläufiges Fazit aus? Wird 2026 das Jahr? Ich meine, es gibt ja jetzt Bewegungen in diesem ganzen Spiel. Durch diese ganze Digital Independence, Souveränität, wie auch immer man das nennen möchte, neue Angst vor Amerika und was passiert, wenn Trump uns den Schalter umlegt, das ist ja alles real.

Tim Pritlove Und Bundestag will jetzt irgendwie weg von Microsoft und alle wollen sie irgendwie weg und ich meine am Ende ist es natürlich so, Und selbstverständlich kann der Mac keine Alternative sein an der Stelle. Und gerade für so ein idealerweise ja integriertes System wie ein Polizsystem, ein Bundestag ist ja im Prinzip eine große Firma.

Tim Pritlove Macht es ja auch total Sinn, eine Strategie zu entwickeln, die auf Open Source basiert und wo man vor allem auch mal selber in die Entwicklung kommt. Und davon sind wir meiner Meinung nach noch sehr weit entfernt und wir sind auch noch, glaube ich, sehr weit davon entfernt, dass die Entscheider begreifen, was da eigentlich wirklich zu tun ist.

Tim Pritlove So auf dem Blatt Papier haben wir ein Digitalministerium, von dem bin ich überraschend, bisher noch nicht viel zu lesen ist, weil die werden wahrscheinlich die ganze Legislatur über im Wesentlichen damit beschäftigt sein, erstmal Personal zu finden, bevor sie mit irgendwas anfangen können. Und danach habe ich immer noch so meine Zweifel, ob die CDU in der Lage ist, da die richtige Strategie zu finden.

Tim Pritlove Aber so grundsätzlich dürfte sich das natürlich durchsetzen. Und mittlerweile ist ja auch, sagen wir mal, die ganze Diskussion mit, wir brauchen ein Betriebssystem für den Staat, kann man ja schon fast sagen, wir brauchen ja eigentlich ein Europa-Betriebssystem. Irgendwann muss das ja auch alles vereinheitlicht werden. Und nicht, dass jetzt überall alles gleich wird.

Tim Pritlove Europa wird immer ausreichend Unterschiede haben, aber darauf kann man ja auch eingehen. Aber letzten Endes muss es halt klar sein, dass in einer Zukunft man zu sehen muss, dass man seine Software im Griff hat, dass man seine Services, seine Abhängigkeiten im Griff hat. Und das geht halt einfach nur über einen Open-Source-Weg und es ist natürlich klar, dass die Basis dafür Linux sein muss.

Tim Pritlove Alles andere wäre ja Quatsch. Trotzdem wissen wir auch, derzeit ist das alles noch. Weit entfernt von dem, was man so an Komfort gewöhnt ist. Also sehr weit, finde ich zumindest. Und klar, sagen jetzt Leute, ja, wieso, guck mal, das sieht doch jetzt alles schon ganz hübsch aus, ja, die ersten zehn Minuten, aber wenn du dann halt einmal Drag & Drop machst, dann weißt du halt, dass ein Betriebssystem halt mehr ist als jetzt nur irgendwie, ich hab einen Browser und einen Finder, sondern du brauchst halt ein solides Application Framework und es hilft halt überhaupt nicht weiter.

Tim Pritlove Wenn jeder einzelne Computer im Raum, der mit Linux ausgestattet ist, eine andere Entscheidung gefällt hat, welches Desktop-Subsystem irgendwie GUI, App Store und so weiter. Also da wird sich niemals unter diesen Bedingungen wird sich niemals irgendetwas so etablieren können, dass man mal sagt, da lohnt es sich auch dafür zu entwickeln.

Tim Pritlove Wenn du jetzt ein kommerzieller Anbieter bist. Ich meine, ich habe eben gerade mal geguckt, hier so Flatpak und überall, wo so App Store ist und mit Linux. Hier kannst du die Apps runterladen. Als Beispiel stehen da überall dieselben sechs Icons. Du kannst hier Firefox runterladen, du kannst hier Spotify runterladen, du kannst hier Thunderbird runterladen und du kannst hier, weiß ich nicht, zwei, drei andere Sachen noch Slack und Telegram.

Tim Pritlove So, das war es dann im Wesentlichen. Weil das halt quasi die einzigen Apps sind, ich weiß, es gibt wahrscheinlich noch ein paar mehr, für die es überhaupt ein Markt ist. Da den Aufwand zu betreiben, zumindest für die größte Anzahl von Distributionen in irgendeiner Form kompatibel zu sein, wobei die Kompatibilität wahrscheinlich im Wesentlichen daran besteht, dass man halt einfach denselben Webshit ausliefert wie auf dem Mac auch.

Tim Pritlove Das heißt, es sind eigentlich im Wesentlichen alles Web-Apps, die einfach Elektron-Apps sind und deren Application-Framework ist halt Web- Web in the Box. Und darauf läuft es wahrscheinlich dann auch hinaus, dass sozusagen das Web der Application Layer wird auf diesem Betriebssystem, weil sich da was anderes so nicht etablieren wird.

Tim Pritlove Aber dann wird es halt schwierig mit wirklich sicheren Integrationen, mit Login und irgendwie biometrischer Identifikation und das ist ja das Schöne am Mac, dass du einfach unter der reinen Oberfläche viele, viele, viele aufeinander abgestimmte und über Jahre hin gut entwickelte Layer hast, die ineinander greifen, die den Datenaustausch organisieren und so weiter.

Tim Pritlove Gut, kann man sagen, das haben wir dann halt nicht, da verzichten wir dann drauf. Wir hatten ja auch nichts, wir haben ja auch die ganze Zeit nur mit Office gearbeitet und wir können auch durch ein Röhrchen atmen. Das muss man dann wahrscheinlich auch tun. Vielleicht ist das dann auch in so einem Büro-Environment auch angemessen, aber es ist halt immer noch dünn.

roddi Ich finde, dein Vergleich hinkt ein bisschen, weil du die ganze Zeit Linux mit macOS vergleichst. Und der eigentliche Totschlagvergleich ist eigentlich Linux mit Windows, weil realistisch betrachtet in Windows, sagen wir mal 99 Prozent der Büros da draußen, die nichts Kreatives machen oder jetzt nicht Hardcore programmieren, halt einfach Windows verwendet wird.

roddi Und da sieht meiner Meinung nach die Sache schon ganz anders aus, weil Windows wirklich dermaßen abgebaut hat. Also das ist erschreckend, wie viel schlechter das geworden ist. Man hat das Gefühl, die haben entweder die guten Leute verloren oder rausgeworfen oder weiß ich nicht was. Auf jeden Fall steht meiner Meinung nach Linux gegen Windows gar nicht so schlecht da.

Ralf Stockmann Ja, also, so Fazit vom Jahr.

Tim Pritlove In welcher Hinsicht steht es nicht so? Ich meine, auch Windows hat ja mehr Subsysteme und mehr Applikationskohärenz.

roddi Ja, naja, nicht wirklich. Also man hat so das Gefühl, dass das auf Windows jeder seine eigene GUI bastelt. Irgendwie, weil auch niemand die Windows GUI geil findet, hat man das Gefühl. Also das ist so, hier kommt übrigens im Chat noch der Hinweis, kein OS hat so viele solide Upframeworks wie Linux. Genau das ist das Problem. Genau das ist das Problem.

roddi Ein gutes, ein richtig gutes, wäre halt ganz schön, aber nicht 25. Naja, wie auch immer. Keine Ahnung. Also Also ich denke für so Behörden und einfache Bürotätigkeiten, ich glaube, dass Linux da eine Chance hat, wenn man die entsprechenden... Entsprechenden Programme angepasst bekommt. Ich weiß es nicht, wie es mit so Dingen ist wie Hardcore Engineering, CAD-Systeme oder der ganze kreative Bereich, Videoschnitt, Audioschnitt, so ein Kram, sehe ich jetzt nicht unbedingt auf Linux. Aber gut, das kann sich entwickeln.

roddi Aber hey, normale Bürotätigkeiten, warum denn nicht?

Tim Pritlove Ja gut, aber auch normale Bürotätigkeiten brauchen ein solides Fundament. Die brauchen TPM, die brauchen irgendwie Festplattenverschlüsselung. Du brauchst wirklich eine zuverlässige Security-Kette, weil wenn wir jetzt davon reden, dass wir uns unabhängig machen wollen, dann heißt es ja nicht, dass wir dann gleichzeitig sagen, ja und das mit der Security, das ziehen wir dann in den nächsten 20 Jahren hinterher.

Tim Pritlove Und mit Security meine ich jetzt nicht, dass jetzt keine Kryptografie verfügbar wäre und der Linux ist mir schon klar, dass da im Prinzip alles da ist. Bloß du brauchst halt ein kohärentes System, in das du dich reinplacken kannst. Wenn du da eine App entwickelst, dann willst du einfach wissen und willst dich nicht auf 30 Distributionen, die in 50 Geschmacksrichtungen und 100 verschiedenen Konfigurationen auskommen.

Tim Pritlove Ich will das gar nicht schlecht reden. Ich sage nur, das ist ein Problem, das muss verstanden werden. Und das ist jetzt auch gar nicht mein Argument gegen Linux, sondern ich richte gerade meine aus, weil ich weiß ja, wer uns jetzt zuhört. Jetzt sitzen sozusagen unsere Linux-Freunde, die wir ja auch alle ganz lieb haben, sitzen jetzt hier und denken, bei dem scheiß Macintosh-Podcast unterhalten sie sich jetzt über Linux auf dem Desktop.

Tim Pritlove Aber sie haben ja irgendwie eine andere Meinung und die haben ja wieder da was Falsches gesagt und die Kommentare sind voll davon. Und wir werden ja alle Hater. Ich bin überhaupt gar kein Hater. Ich will nur, dass das besser wird. Weil das ist nicht gut. Da ist zwar vieles gut, aber das ist halt noch lange nicht ein System.

Tim Pritlove Und wenn Linux erfolgreich sein möchte als System, dann muss man sich nicht in... Wir haben 30 App-Frameworks, choose your own und ich möchte meine Wahlfreiheit haben. Sondern es muss, auf den Standard hinauslaufen. Und zwar im besten Fall wirklich auf einen. Für mindestens... Einen Einsatzbereich. Sagen wir mal sowas wie Behörden-Linux.

Tim Pritlove Was dann einfach in jeder Behörde die Basis ist, dass auch kleine Unternehmen sagen können, aha, okay, alles klar. Jetzt ist mal klar definiert, wie das hier aussieht. Ich weiß, wie ich mich in die Security-Architektur einklinke. Ich weiß, wie ein Passwort-Manager anzusprechen ist, wo ich meine Passwörter ablegen kann, damit es mit einem Passwort vom User anlockt werden kann.

Tim Pritlove Ich weiß, wie die Festplattenverschlüsselung aktiviert wird, wie der Bootprozess abgesichert ist. Ich kann als App oder als Systemerweiterung, finde ich hier ein definiertes Environment vor und dafür lohnt es sich, Anwendungsentwicklung zu machen. Es ist klar definiert, mit welchen Programmiersprachen ich hier gut arbeiten kann beziehungsweise wie man bestimmte Bedürfnisse, Environments nachladen kann, um eben auch erlaubt zu sein auf einem solchen System.

Tim Pritlove Das sind Anstrengungen, die jetzt unternommen werden müssen. Und da kann man nicht einfach sagen mit, ja, kompilierst du ja doch selbst. Also das ist so das eine, wo ich sagen würde, da muss mehr Bewegung reinkommen. Das kann passieren. Das ist auch möglich. Aber da müssen wir ein bisschen weg von diesem ja, konfigurierst du ja doch selbst und das kann man irgendwie anpassen und da gibt es ja hier irgendein Open-Source-Projekt von irgendeinem Dreijährigen, der sich mal auf die Tastatur gelehnt hat.

Tim Pritlove Das bringt diese Plattform einfach nicht weiter.

roddi Ja, vor allen Dingen dieses, ah, mir gefällt diese Distribution nicht, ich mache jetzt meine eigene.

Tim Pritlove Ja, genau. Das ist schön und man will, dass alles aussieht wie macOS, weil man zu viel Zeit hat, aber das hilft an dieser Stelle nicht weiter. Und jetzt möchte ich in dem Zusammenhang noch einen anderen Begriff fallen lassen, mit dem ich selber ehrlich gesagt gar nicht so viel Erfahrung habe, aber was ich konzeptionell sehr richtig finde und speziell in diesem Bereich, den ich gerade angesprochen habe, das ist NixOS. Vielen Dank.

Tim Pritlove NixOS ist ja ein anderer Ansatz an Betriebssystembau, indem man halt ein System deklarativ konfiguriert. Das heißt, du installierst nicht und danach konfigurierst du, sondern du schaffst dieses System durch eine klare Deklaration und hast dadurch eine reproduzierbare Geschichte. Das ist natürlich für ein konsistentes System wäre das wahrscheinlich ein ganz sinnvoller Ansatz, weil man dann eben von vornherein sagt, okay, das und das und das und das muss so zusammenkonfiguriert sein und daraus wird sozusagen meine Distribution gebaut.

Tim Pritlove Das hast du jetzt nicht ausprobiert und ich habe da auch wenig Erfahrung mit. Ich kenne nur viele Leute, die das ganz toll finden und gute Erfahrungen damit gesammelt haben, weil ich auch grundsätzlich der Meinung bin. Deklarative Systeme sind ohnehin die Zukunft. Und zwar sowohl bei der Programmierung als auch bei der Administration.

Tim Pritlove Man muss einfach deklarativ arbeiten, Versus einem so imperativen Ansatz auf Befehlsbasis. Das funktioniert alles nicht. Das ist zu dünnhäutig und zu unzuverlässig. Wir müssen deklarative Systeme haben und deklarative Programmierungen am besten gleich obendrauf.

Ralf Stockmann Ja, ich will da gar nicht widersprechen. Also wir sind ja alle alte weiße Männer und ich persönlich stelle mir jetzt schon auch wirklich die Frage, ich habe jetzt noch so.

Tim Pritlove Deswegen wissen wir ja alles.

Ralf Stockmann Nee, mein Spin ist da ein bisschen ein anderer. Also ich stelle mir jetzt eine sehr verspätete Midlife-Crisis. Ich habe jetzt noch so zehn gute Jahre. Was will ich in diesen zehn guten Jahren eigentlich noch irgendwie an Projekten wirklich irgendwie unterstützen und irgendwie voranbringen? Und dieses ganze Thema deutsche Verwaltung, Behörde, öffentlicher Dienst und IT, das merke ich fast mich halt doch tagtäglich auf so vielen Ebenen an, dass ich denke, so da bin ich glaube ich gut aufgehoben.

Ralf Stockmann Und wenn wir jetzt mal Berlin nehmen, so all das, was du gerade gesagt hast, das wurde eigentlich vor etlichen Jahren schon mal probiert und schon mal erdacht und besonnen und das lief dann unter dem Label Berlin PC, wo es also eine einheitliche Architektur Hardware Software Kombination für alle Berliner Behörden sein sollte.

Ralf Stockmann Ich muss es aufpassen ich bin ja Beamter, dass ich jetzt nicht gegen diverse, Rechtsnormen verstehe. Ich werde jetzt sagen, ich sage mal, das Projekt war so mäßig erfolgreich. Googelt es, um zu gucken, in welchen Dimensionen von ein Prozent sich mäßig erfolgreich fliegt.

roddi In welchen Dimensionen von mäßig du jetzt unterwegs bist?

Ralf Stockmann Ich habe mir so einen auch vor ein paar Monaten mal in freier Wildbahn angeguckt. Und da merkst du dann sofort, technisch ist das Ding durchaus durchdacht. Da wurden eine Menge Requirements verbaut. Aber in dem Team, was da bestimmt seit zig Jahren gearbeitet hat, war mit Sicherheit zu keinem Zeitpunkt irgendein UXler oder irgendein Designer mit an Bord.

Ralf Stockmann Das ist das menschenfeindlichste an Nutzeroberfläche, was ich seit sehr langer Zeit irgendwo gesehen habe. Man macht sich wirklich keine Vorstellung davon. Aber die Idee war so schlecht ja nicht. Und ich überlege jetzt einen Weg, was in Strategien in Berlin, aber auch gerne woanders, Schläger Zwick-Holstein ist ja auch sehr rührig unterwegs, wie kann man es schaffen, ein Open-Source-Ökosystem auch mit diesen merkantilen finanziellen Anreizen, wie du genau richtig beschrieben hast.

Ralf Stockmann Du musst da auch Firmen draufsetzen können. Es muss sich lohnen für KMUs, Lokalsupport. Achtung hier, wir bauen euch was, wir helfen euch. Aber dafür brauchst du halt insgesamt ein Ökosystem, was in sich auch irgendwie klare Spielregeln hat und irgendwie klar funktioniert. Und dieses, so es muss eigentlich eine Behördendistribution geben, das sehe ich ganz genau so.

Ralf Stockmann Aber die muss verdammt nochmal auch geil aussehen und sich geil bedienen. Ja, das muss nicht als Strafe empfunden werden, damit zu arbeiten, sondern die Leute müssen sagen, ja geil, ja, die Entschittification von Windows 11 ist einfach mal Fakt. Ja, so macOS kann man sich nicht drüber aussehen. Und jetzt kommen da plötzlich diese Wilden und machen einfach mal eine geile, saubere User Experience mir hier für meine tägliche Arbeit.

Ralf Stockmann Diese tägliche Arbeit ist dann eben nicht kreativ und dann musst du nicht irgendwie noch 3x, x, y und dann brauchst du nicht dein Gaming-Wheel finden, sondern die müssen halt einfach mal irgendwie ihre 5, 6 Tasks, die sie so am Tag haben, abarbeiten. Und ich halte das für ein lösbares Problem. Aber man muss halt dann mal auf die Straße und zeigen, dass es geht und wie es geht.

Ralf Stockmann Und mal gucken, vielleicht können wir da einen kleinen, bescheidenen Beitrag in die Richtung irgendwie...

roddi Also auf gut Deutsch, die Leute, die bei Behörden Formulare entwerfen, dürfen nicht mitarbeiten.

Ralf Stockmann Formulare ist jetzt nochmal, wie viele Stunden Zeit haben wir, um über Behördenformulare zu reden. Da habe ich auch wirklich interessante Gespräche in letzter Zeit geführt.

Tim Pritlove Ja, der Skop muss natürlich auch größer angesetzt werden. Also statt Berlin PC brauchen wir Europa, US.

Ralf Stockmann Ja, so aber dann ist wieder die Frage, welche Player sind da drin? Ja, und dann drängelt sich sofort Fraunhofer rein und sagt hier, wir können es. Und dann kommt sofort auch wieder eine CDU-Regierung und sagt, ja, der Mittelstand, der muss jetzt hier.

roddi Und die Telekom natürlich.

Ralf Stockmann Und die Telekom, die dann auch. Muss man ja sagen, so das eine oder andere Corona-App und so weiter ist ja nicht so, dass es noch nie funktioniert hätte. Die war ja schon ganz schön gut, fand ich. Sowas kann ja funktionieren. Aber da muss man halt auch echt schauen, wer sich dann da sofort EU-weit wieder um die Fleischtöpfe rumversammelt. versammelt.

Tim Pritlove Ja, da muss halt die, also europaweit gedacht, muss es halt die Kommission machen, national halt die jeweiligen Regierungen. Jetzt haben wir ja ein Digitalministerium und das ist ja, sagen wir mal, so etwas, wo ich im Kern die Aufgabe sehe, dass man also dort ein. Strategisches Team hat, was sich mit solchen Sachen auch auskennt, wo man sich auch mal richtige Open-Source-Experten einkauft, die auf Basis des Existierenden mal ein wenig den State of the Art definieren.

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