
Full Circle· Folge 9
RHI-Magnesita: Kreislaufwirtschaft in Schwerindustrie
Montag, 19. Oktober 2026 · 43 min
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Shownotes
Was im Hochofen möglich ist. RHI-Magnesita ist Weltmarktführer für feuerfeste Materialien und setzt auf Recycling. Wie, erklärt Simone Oremovic, zuständig für Transformation bei RHI-Magnesita. In acht Jahren wurde damit so viel CO2 eingespart, wie die österreichische Abfallwirtschaft in einem Jahr erzeugt.
Das ist viel. Aber es reicht nicht, sagt Klimaökonomin Sigrid Stagl von der WU.
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Links:
RHI-Magnesita (rhimagnesita.com/de)
Sigrid Stagl (wu.ac.at/ecolecon/institute/team/sstagl)
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Nachhaltigkeit ist kein Trend, sie ist eine Entscheidung. Im Ehre-Business Podcast sprechen wir mit Menschen die Wirtschaft wirklich verändern – ob Environment, Social oder Governance! Wir holen Erfolgsgeschichten vor den Vorhang und fragen nach was wirkt? Was bleibt? Und was braucht es jetzt? Ehre der NachhaltigkeitsbusinessPodcast zu Magazin überall wo es Podcasts gibt.
Kein Handy ohne Feuerfestematerialien, kein Auto aber auch kein Glas und kein Porzellan. Wenn wir an Kreislaufwirtschaft denken, denken viele Menschen zuerst einmal an Handys und Laptops. Die großen Volumena sind in der Industrie. Wir haben seit dem Jahr zum Beispiel im Jahr ist es zwei Komma drei Millionen Tonnen CO-Zweih eingespart.
Also ich möchte zuerst mal gratulieren dass ihnen das gelungen ist Bleiben aber noch immer auf den Prozent übrig. Wenn wir wirklich zu einer klimaneutralen Wirtschaft kommen wollen, dann geht sich das halt nicht aus mit diesen Produktionsprozessen. Geht noch was! Das ist ein Weg in die Wirtschaft von morgen.
Willkommen bei Full Circle – den Podcast über Kreislaufwirtschaft und wie das in der Praxis wirklich funktioniert. Ich bin Nadja Hahn. Heute tauchen wir in die Welt der Industrie ein und wir gehen dorthin, wo es richtig, richtig schmutzig wird. Denn wir schauen heute in die Schmelzöfen und in die Hochöfen – wie weit wir damit der Kreislaufwirtschaft schon kommen!
Zu Gast bei mir ist Simone Oremowicz von RHI Magnesita. Sie ist dort im Vorstand sie ist zuständig für Recycling und sie ist für People and Culture Englische Begriffe weil ein großer internationaler Konzern aus Österreich. schön dass sie da sind. Herzlichen Dank für die Einladung, ich freue mich. Wir haben heute große Fragen und zwar, wie viel Kreislaufwirtschaft ist in diesem Bereich der Industrie überhaupt möglich?
Also dort wo es richtig schwer ist zu dekarbonisieren. Auf Englisch gibt's dafür einen Begriff, der heißt Hard to Abate. also das ist die Industrie was sehr schwer ist CO² zu vermeiden. Welche Lösungen hat RHI Magnesita? Was bringt der Umwelt? Und warum ist Kreislaufwirtschaft so wichtig in der Industrie?
Bevor wir loslegen mit dem Detail, müssen wir mal gedanklich zu diesen Schmelzöfen und den Hochöfen gehen. Die müssen ja sehr, sehr hohe Temperaturen aushalten – dafür sind sie mit feuerfesten Materialien ausgekleidet, die stellt RHI-Magniciter her und ist da weltweit sogar der Marktführer. Frau Oremowicz, wenn Sie Ihren Freunden erklären was Ihr Unternehmen macht!
Und wer diese Produkte braucht, was erklären sie dann? Ich würde sagen wir könnten kein Auto herstellen ohne feuerfeste Produkte. Es würde unser modernes Leben und die moderne Welt einfach nicht funktionieren. Kein Handy ohne Feuerfestematerialien, kein Auto aber auch kein Glas, kein Porzellan. Also immer dort wo hohe Temperaturen zur Herstellung notwendig sind, sind auch automatisch Feuerfestematrialien mit im Spiel in verschiedensten Formaten und Formen, aber tatsächlich unser tägliches Leben wäre nicht möglich.".
Eine Industrie, die keiner sieht und jeder braucht Ja, ganz genau und die auch wirklich eine kritische Infrastruktur ermöglicht. Frau Stagel, RHE Magnesides eines der wichtigsten und größten Industrieunternehmen Österreichs. Warum ist es so wichtig das genau in diesem Bereich was passiert? Wenn wir an Kreislaufwirtschaft denken, denken viele Menschen-Bürgerinnen zuerst einmal an Handys und Laptops.
Weil das ist was jeder von uns täglich damit zu tun hat. Die großen Volumina sind aber in der Industrie. Das heißt also, Handys & Laptop sind schon wichtig, aber erstens einmal ist auch ihre Materialien drinnen. Aber gerade in der industrie sind die grossen Voluminer. Und deswegen muss man in der industri... Wir haben Ihnen immer viel Zeit, deswegen müssen wir eigentlich eh alles gleichzeitig machen.
Aber auf alle Fälle die Industrie dabei haben? Die haben wir heute dabei. aber bevor wir jetzt über das Detail reden, bevor Sie uns erzählen was RHI Magnesieter macht möchte ich ein bisschen verstehen warum sie das persönlich interessiert. Das ist ja ein schwerer Weg den man da macht. Man kann leichter Geld verdienen als mit Kreislaufwirtschaft.
Warum interessiert sie das Thema ganz persönlich? Also ich glaube, es sind drei Komponenten. Das eine ist natürlich wie gerade gesagt wurde es wir haben eigentlich keine Zeit mehr. das ist eine gesellschaftliche Verpflichtung und Wir müssen alle dran mitarbeiten ganz egal wo man arbeitet oder nicht Oder auch im privaten Bereich.
also das is ein must grad wenn man Kinder so wie Ich auch der next generation wir brauchen dass aber Besonders wenn man eben in der Industrie ist und noch dazu Vorreiter ist, und in der glücklichen Position ist das man Innovation vorantreiben kann. Ist es wirklich auch eine Freude das Gefühl zu haben ich kann hier einen anderen Beitrag leisten?
Ich kann hier etwas über die Grenzen hinaus tun was für andere vielleicht einfach gar nicht möglich ist. Und der dritte Aspekt ist schon, es ist auch ein wirtschaftlicher. So ehrlich muss man sein! Wir machen das nicht nur aus Nächstenliebe und nicht nur als Überzeugung sondern da lässt sich richtig Geld damit verdienen.
Na das hören wir gleich. aber Frau Stagl ich würde gern von Ihnen wissen auch Sie brennen ja schon ihr ganzes Berufsleben für dieses Thema. Ich weiß ein bisschen was ich im Hintergrund. Das war ja in der akademischen Welt nicht so leicht dass zu verankern auch an der WU. Warum brennend sie dafür? Kreislaufwirtschaft ist ein integraler Bestandteil, um nachhaltige Wirtschaftsweise zu schaffen.
Einerseits haben wir verschiedene Dimensionen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Wasserverbrauch. Also die können wir separat angehen aber... Um diese Dimensionen aus der Risikotone rauszubringen, zurückzubringend in einen sicheren Handlungsspielraum – wo wir für Menschen nicht extra Risiken eingehen – brauchen wir Kreislaufwirtschaft.
Für alle diese Dimentionen ist die Kreislafwirtschaft sozusagen die Grundlage und noch dazu auf einer politischen Ebernerz. für einen Kontinent wie Europa, der wirklich schlecht ausgestattet ist mit natürlichen Ressourcen, wo man sehr stark abhängig sind demokratisch legitimierten Regime einabhängig sind in bedeutenden Rohstoffen, ist es viel gescheiter wenn man jede Rohstoff, jeden Gramm-Rohstoff der auf unserem Territorium einmal landet so oft wie möglich im Kreislauf führen.
Das heißt das ist nicht nur eine Umweltfrage sondern ich würde sagen ist ja eine Industriepolitik, eine strategische Sicherheitsfrage. Jetzt haben Sie schon sehr inhaltlich geantwortet als Wissenschaftlerin. Ich frag die Sigrid Warum brennen Sie so dafür? Warum ist es Ihnen ein Anliegen? Weil ich nicht nur eine Dimension beleuchten möchte.
Mir ist es wichtig, die verschiedenen Dimensionen – dass wir wirklich zu einem ökologisch-ökonomischen Herangehensweise kommen und da ist die Kreislaufwirtschaft so ein integraler Bestandteil! Und das wird leider sehr oft vergessen, weil die Klima-Leute reden über das. Die Biodiversität ist die Landwirtschaftsleute und so weiter.
Das ist alles gut und wichtig! Aber es spielt eine verbindende Rolle. zur Kreislaufwirtschaft – und es ist auch deswegen cool, weil dort coole Geschäftsmodelle liegen und schliesslich endlich arbeitig an der WU und da muss man die Studierenden damit begeistern. Genau deshalb sind wir hier, das wollen wir heute machen?
Bevor wir darüber sprechen, möchte ich immer eine Zahl bringen. Also am Anfang eines Gesprächs kommt immer einezahl die das Thema illustriert. Die Zahl kommt diesmal vom Kontextinstitut und sie lautet der Bau- und der Metalsektor sind gemeinsam für knapp zwei Drittel des gesamten inländischen Materialverbrauchs in Österreich zuständig.
also dass es ein Riesenbereich zu dem natürlich RHI Magnesi dabei trägt. Und deshalb macht das ja auch ganz klar, dass genau in diesem Bereich der größte Hebel für die Industrie liegt beim Klimaschutz etwas zu erreichen und dass dieser Bereich eben wesentlich dazu beiträgt ob wir Klimaziele erreichen oder nicht.
Deshalb sind wir heute hier Frau Oremowicz. jetzt müssen wir noch ein bisschen erklären was RHI Magnesita so macht. Da gibt es ja zwei Schritte. Der erste ist, dass man mal das Magnesiet aus dem Stein herausbekommt. Da fällt sehr viel CO² an und der zweite Schritt ist, daß man die Feuerfesten Materialien herstellen muss – auch da fällt wieder sehr viel Co² an.
Wo setzt denn die Kreislaufwirtschaft an bei Ihnen? Eigentlich in beiden Bereichen. Wir probieren natürlich in der Herstellung CO² zu vermeiden, weil wir eben die Materialien wieder verwenden und wir probieren aber auch schon das Rohmaterial zu verringern. Weil wir es vom Kunden am Schluss auch wieder zurückholen.
Das heißt, wir haben verschiedene Ebenen wo wir in dem Fall geht's um CO²-Reduktion ganz im Speziellen und durch diese Kreislaufwirtschaft die CO² Reduktion. natürlich haben wir auch noch andere kleinere Hebel, wo wir beim Transport ansetzen. Wo wir auch versuchen eine Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
aber ich würde wirklich gerne bei der Kreislaufwirtschaft bleiben und die beginnt eben wie Sie vorher gesagt haben dann zu sagen Ich habe Primärrohstoffe und die Primärrostoffe probiere ich zu schonen indem ich Sekundärrohrstoffe wieder verwende. Mach was mal noch viel einfacher. So ein Schmelzofen, so einen Hochofen.
Wie viel von dem kann ich überhaupt wieder verwenden? Und was ist das dann für ein Material? Wovon reden wir denn eigentlich? Das ist spannend weil es ja ein Verbrauchsmaterial ist. Das heißt man muss sich das so vorstellen... Ich habe einen Hoch Ofen der wird ihm ausgekleidet. jetzt simplistisch gesagt sagen wie mit Steinen in den Vorgang im Hochofens werden diese Steine verbraucht.
Überbleibt am Schluss ist ca. dreißig Prozent des Anfangsmaterials, also habe ich gar nicht so viel Rohstoff, den ich zurückholen kann. und von den dreizig Prozent die ich zurück holen kann ist circa nur die Hälfte wieder gut verwerkbar weil nach wie vor hochwertigt. das heißt ich habe fünfzehn Prozent die Ich in die Kreislaufwirtschaft wieder einspielen kann.
Das klingt auf dem ersten Blick nicht viel, das ist aber weil es ja so große Mengen sind trotzdem von den Mengen wahnsinnig imposant und insofern zahlt sich das trotzdem aus. Vor allem wenn man weiß dass heute zu Tage eigentlich siebzig Prozent dieses Materials noch nicht verwendet wird sondern irgendwo auf Deponien oder gelagert wird.
Also die siebzig Prozent von den fünfzehn Prozent, das wird im Überblick behalten? Genau! Das heißt, die Volumene sind hier schon sehr groß und auch diese fünfzehnt Prozent, die ich tatsächlich wieder verwerten kann, sind spannend. Also da ist viel, viel Luft nach oben. Jetzt habe ich in ihrem letzten Geschäftsbericht gelesen dass die Recyclingkote schon bei fünfzehm Prozent liegt.
Das heißt Sie sind schon am Limit, Sie machen schon was geht? Nein Die fünfzehn Prozent und die fünfzehnt Prozent sind zwei Unterschiede. Das müssen wir jetzt aufpassen, dass man das nicht verwischt! Die fünf Zehn Prozent, die wir zuerst erklärt haben, sind das verfügbare Material im Vergleich zum Ursprungsprodukt?
Dann was wir in den Fünfzehn-Prozent-interne Recyclingrate meinen ist, dass wir in unserer Produktion Das heißt, wenn wir diese Steine herstellen oder diese Massen, wie sie auch heißen, herstellen. Bereits fünfzehn Prozent wiederverwendelte Materialien mit einbringen und die Good News sind ... Wir sind jetzt sogar schon bei achtzehnt Prozent!
Und das Ziel ist hier bis auf dreißig Prozent draufzukommen. Und ist da schon messbar, was Sie da am CO-Zweih eingespart haben? Was Sie da an Müll eingesparten. Kann man das schon in Zahlen gießen? Ja die CO-zwei Reduktion ist das, was am leichtesten messbar ist. Wir haben den offiziellen Recyclinggeschäft im großen Stil angefangen und Sekundärmaterialien verwendet und haben sie ca.
acht Jahre zwei Komma drei Millionen Tonnen CO-zeigeingespart. Also das ist schon richtig... Das klingt viel, aber kann man das mit irgendwas vergleichen? Wie viele Autos...? Vier Prozent CO₂-Einsparung bedeutet das insgesamt in unseren Gesamtausstoßen. Weil wie gesagt, die haben ja verschiedene Aspekte.
In den Produkten ist es sogar sechs bis sieben Prozent. Gibt's da... fällt Ihnen vielleicht irgendeine Referenz ein? Ist das wieviel Haushalte brauchen soviel CO₢ in einem Jahr oder wieviele Autos ... verursachen das in einem Jahr. Die Zahlen sind so groß und man ist dann irgendwie so erschlagen davon, weil ihnen was sein dazu oder aus dem Stand ist schwierig.
Ist es nämlich gar nicht so leicht zu finden? Ich habe versucht CO-Zweirechner da zu finden aber ich finde sie immer gut diese Zahlen anschaulich zu machen. Aber wir nehmen mit, dass es hinter mal vier bis fünf Prozent des Gesamtaufkommens Wenn Sie diese Zahl hören und wir alle wissen, dass wir dekarbonisieren wollen und klimaneutral werden wollen.
Ist die Frage reicht das? Ich möchte erst einmal der RHI und der VRRI gratulieren dafür, dass ihnen das gelungen ist weil es in großer Volumina ganz klar. Meine Frage wäre halt fünf Prozent Minus ist ein Schritt da bleiben aber noch immer ninety Prozent übrig. wo kann das hinführen? Kann das wirklich zu einem zirkulären Produktionsmodell werden oder bleibt es ein lineares Produktions-Modell?
Also ich antworte gerne auf das große Bild und da freue mich zu sagen, dass Produktionsmodell ist wirklich schon zirkuler. Wir haben den Kreis geschlossen. ja was für uns wichtig ist nämlich hier alle in der Kette eben mitzunehmen um mit unseren Kunden zu arbeiten und zu sagen wir holen von euch dieses Material Und zwar komplett.
In der vergangenen Reihe hat man oft Einzelkomponenten nur zurückgeholt, jetzt holen wir das Material komplett zurück, vermeiden somit dort auch natürlich das Deponin entstehen und auch wieder Umweltverschmutzung entstehen. Wir nehmen dieses Material, teilen es wieder in ganz viele Einzelteile auf. Das sind ja ganz viele verschiedene Primärostoffe die da zusammen gemischt wurden und machen daraus Teilweise eine internere Recyclingquote eben, wo wir das in unsere eigene Produktion wieder einfließen lassen.
Wir machen aber auch andere Produkte. die wird dann an die Stahl oder Zement Industrie wiederverkaufen oder sogar an unsere direkten Konkurrenten verkaufen. Das heißt wir holen zurück, wir können dann sortieren und auseinandernehmen. Wir können analysieren und neu produzieren. Und wir verkaufen über unsere eigene Produkte und auch über andere Kanäle.
D.h., der Kreislauf ist geschlossen. Was noch fehlt ist dass die Menge noch steigt. Aber die Intelligenz, das Know-how auch unsere ganze wissenschaftliche Arbeit, die R&D, die die Rezepturen verändert hat – das ist alles passiert! Jetzt muss das im Volumen gepusht werden? Aber siebzig Prozent der Materialien sind immer noch Primärostoffe, weil sie haben gesagt, im Hochofen werden siebzehnt verbraucht.
Das heißt um wieder eine neue Auskleidung herstellen zu können, müssen Sie siebzig Prozent primärster Rohstoff dazu holen. Also insofern ist der Kreislauf noch nicht ganz geschlossen, ist das möglich? Ist es vorstellbar? Das ist chemisch nicht vorstellba. Der Primär-Rohstoff hat eine andere Zusammensetzung oder eine andere Hitzebeständigkeit.
Eigenschaft also dass das geht nicht. Wir werden nie zu einem im Gesamt Refactory, wie unsere Materialien heißen zu einer hundertprozentigen Quote kommen können. Es geht chemisch nicht. Da bleiben schon massive Materialströme und massive CO-Zweihemissionen über. Das heißt, wer tut die dann mehr einsparen?
Also wer ist dann Kohlendstoff positiv sozusagen? Weil wenn man klimaneutral werden soll als Land muss ja irgendwer dann mehr einsparen. also generiert oder Ja, absolut. Genau! Wenn wir noch eine Carbon Capture-Technologie... Moment also. das heißt dass wir die den Kohlenstoff absaugen im Produktionsprozess was jetzt noch schwierig ist und auch rechtlich noch nicht erlaubt mit dem Carbon Captur Storage?
Aber das finde ich eine spannende Frage weil die Kohlenstoffabscheidung ist ja eine End of Pipe Technologie. Das heißt es ist ja von den Produktionskosten her etwas was dazukommt. Wie wirkt sich das dann auf die Wettbewerbsfähigkeit aus? Also, ich glaube es sind verschiedene Aspekte. Das eine ist dass was für eine Energiezufuhr haben wir überhaupt in der Produktion, ja produzieren wir mit Gas oder Kohlhäuser, also was für Energie führen wir in der Produktion selber durch.
Das andere ist was für ein CO-Zweih wird frei gesetzt chemisch freigesetzt, indem wir Magnisit in sogenanntes Deadburn Magnesia umwandeln. Das ist ein chemischer Prozess und was davon kann ich eben capturen? hier hilft uns natürlich auch dass wir global tätig sind weltweit tätig sie mit ganz verschiedenen Kooperationen auch an verschiedenen Technologien arbeiten können.
Und das Dritte ist dann natürlich, wenn das Produkt einmal fertig ist was für CO-Zweih produziert? eine doch recht komplizierte Logistik im Transport und wie kann ich es dann wieder zurückholen? Also die Frage ist wird diese Industrie jemals hundert Prozent CO-zwei neutral werden? Nein! Also ich kann es mir heute nicht vorstellen, ich weiß nicht was in hundert Jahren ist.
Aber aus heutiger Sicht haben wir die klare Antworten nein weil wir ja an so vielen verschiedenen Momenten CO² produzieren. Aber was ist ja ein Gimmix? Weiß ich im Anfang gesagt das ist sozusagen der erste Stufe. Das ändert sich immer wieder je nachdem auch ehrlicherweise gerade wie die Energiepreise sind.
also ich glaube dass ist schwierig jetzt global zu sagen mit den Energiesituationen, die wir haben. Ich würde gerne auf die Kunden zurückkommen – das sind ja zum Beispiel große Unternehmen wie die Fößdalpine, die Stahl produzieren. Was brauchen sie von ihnen? Also was sind Sie bereit für ein CO-Zwei ärmeres Produkt mehr zu bezahlen?
Das ist eine superspannende Frage, die man sehr differenziert beantworten muss und die natürlich... Leider, so ehrlich muss man sein auch immer ein bisschen von der wirtschaftlichen Lage aufhängt. Wenn es momentan nicht durchwickelt ist? Genau und wenn vor paar Jahren Green Steel gerade schon recht in aller Munde war dann hat man natürlich bessere Chancen zu sagen.
Ein grüner Stein also ein green Refractory hat eventuell auch einen gewissen Aufpreis weil das für die Kunden auch wichtig waren. allerdings der Mindset war so eher nur in Europa verankert. Also wenn man dann nach Indien schaut oder nach Nordamerika schaut, also ich glaube, bleiben wir mal bei Europa um das ein bisschen einzugrenzen.
In Europa hatte das gute Chancen dass man sagt ein Green Refractory ist ein bisschen höher bepreist. Hatte gute chancen. das heißt es ist nicht mehr so? Genau. aber jetzt in den letzten Zwei Jahre, wo das eben Energiekrise der Industrie geht es nicht gut. Die Lungkosten galoppieren davon ist natürlich kein leichtes Umfeld.
jetzt ist aber so dass wir schon langfristige Kooperationen haben, Gott sei Dank. Und das wir ja auch in unserer Produktion nicht immer alles ändern können und auch nicht wollen von heute auf morgen. Das heißt, wir halten die Preise zumindestens. In anderen Regionen ist es so, dass es sogar umgekehrt gesehen wird, dass man sagt ein Stein der einen Recyclinganteil hat, den Refractory ... Der ist ja minderwertig!
Das ist ja schon mal gebraucht gewesen. Dass will ich ja gar nichts. Da war's da schon mal... Also da muss man viel erklären, höre ich auch. Aber ich höre auch dass das Business nicht leicht ist und dass diese Prämie nicht bezahlt wird von den großen Kunden. Warum machen Sie es denn dann? Sie sind an der Börse in London oder in Wien gelistet.
Sie müssen den Investorenrede-und Antwort stehen in jedem Quartal. Was sagen die denn dazu? Wir haben glaube ich ein gutes Narrativ auf drei Elementen. Das eine ist... Schon auch die Sustainability Story. Man hat eine Verantwortung, das wird schon von Investoren geschätzt und hier sieht man auch die Langfristigkeit und auch die Notwendigkeit, dass sich eine Industrie verändert.
Das Zweite ist, dass wir ganz viel Technologie jetzt gerade entwickeln und diese Technologie sich sicher mittel- und langfristig rechnen wird. In laserbasierte Sortieranlagen in eben Carbon Capturing Modelle. Das heißt das ist eine Investition. auch das kann man gut erklären. das Verstehen gerade Investoren oftmals besser fass als der Kunde der jetzt mal vielleicht auf den Unmittelbahnpreis schaut.
Und das Dritte ist, dass wir insgesamt im globalen Recycling-Business schon auch einen tatsächlichen wirklich für uns positiven Business Impact erzielen können. Weil die recycelten Materialien günstiger sind als die Primärostoffe. und was Sie vorher gesagt haben, ist natürlich wichtig nämlich diese Primärostoffe wie zum Beispiel Magnesit – das gibt es nur an ganz wenigen Stellen auf der Welt!
Wenn ich in einem Land tätig bin wie Indien, wo ich keine Primärrostoffe habe. Dann bin ich extrem daran interessiert dass ich Recyclingmodelle fahre weil sonst muss ich die teuer importieren. Aber jetzt bin ich irgendwo gedanklich hängen geblieben. Sie haben gesagt das Sekundärrohstoffe günstiger sind, also die Premiere-Rohstoffe.
Und trotzdem ist es ja sehr aufwendig das alles zu machen. und sie haben gesagt, die Kunden zahlen die Prämie nicht wenn's günstige ist. Sie zahlen keine Prämien aber sie zahlen denselben Preis. Also es muss günstigen sein? Nein! Es kostet gleich viel. Das heißt ich habe den Stein A mit sagen wir Nullprozent Recycling und den Stein B mit dreißig Prozent Recycling.
Ich kriege zwar kein Premium bezahlt, weil dieses Green sich noch nicht gut vom Arten lässt. Aber ich krieg auch keinen Abschlag. So weit haben wir die Kunden mittlerweile, dass sie weg sind von dem Mindset, das ist minderwertig. Das war nämlich am Anfang der Fall! Meine Rezeptur, ob mit oder ohne Recycling, erzielt den selben Preis.
Ich glaube es ist eine Frage wie man Kreislaufwirtschaft definiert und ich glaube das ist auch etwas wo man durchaus in die Diskussion mit der Politik oder mit der Wissenschaft gehen kann im Sinne von... Ist es nicht trotzdem etwas was wir Kreisaufwirtschaft nennen? Und so verstehen wir es schon! Wir sind noch sehr stolz darauf und nennen das wirklich circular raw material weil ja es ist zwar nicht zu Hundert Prozent möglich, einfach physikalisch.
Aber das wo es möglich ist haben wir den Kreis geschlossen weil er eben beginnt und endet mit dem Kunden und da entsteht kein Waste mehr. Das heißt die Frage ist lassen sie nur etwas gelten als Kreislaufwirtschaft wenn es hundert Prozent ist aber dann ist es eigentlich schwierig. auch bei gewahmt wird's nie hundert prozent sein und auch bei Papier wirds wahrscheinlich nie hundert prozent sind eigentlich eher von der Wissenschaft und auch der Politik mehr Positives Reinforcement oder mehr Unterstützung gewünschen, als dann immer noch so ein bisschen das Bashing zu kriegen.
Es ist schön, dass ihr dreizig Prozent macht, aber was ist mit euren siebzig Prozent? Ja, betreiben Sie Bashing oft. Ja! Und ich verstehe schon, dass man pusht... Aber eben es wäre schön wenn die Wissenschaft dann sagt Wir haben hier neue Technologien, vielleicht kann man da von dreißig Prozent auf vierzig Prozent kommen.
Aber wir unterstützen euch anstatt euch klein zu reden und unterstützen wie euch. gut der Hintergrund ist ja auch der dass wir vermeiden wollen das da Greenwashing betrieben wird. deshalb stellen wir diese Fragen so genau Und ich hab mit einem Belobigung begonnen, möchte schon sagen. Aber auch weil Sie auch gefragt haben was von der Politik war?
Die Geschichte ist halt dass da schon riesige Volumina noch an CO₂-Emissionen generiert werden. Riesiger Volumen am Materialien die nicht recuperiert werden können. und wenn wir wirklich zu einer klimaneutralen Wirtschaft kommen wollen dann... geht sich das halt nicht aus mit diesen Produktionsprozessen?
Deswegen müssen wir überlegen, kann man den noch optimieren. Ich höre von Ihnen dass es da deutlicher Grenzen gibt dafür, physikalische Grenzen. und dann ist ja die nächste Frage Ökonomischen Perspektiven, wie viel von den Materialien brauchen wir. Können man mit weniger Stahl auskommen? Brauchen wir wirklich so viel Stahl?
Braucht man so viele Hochhöfen? Das ist dann die nächste Frage ob man im Demand in der Nachfrage sozusagen zurückgehen kann weil insgesamt wenn wir klimaneutral werden müssen und sie generieren aufgrund der physikalischen Grenzen auch in der Zukunft noch immer CO₂-Missionen muss irgendwer klimapositiv produzieren Und das ist halt schwierig vor allem wenn die Wälder zu Kohlenstoff sind.
Vor einiger Zeit waren sie zumindest noch senken und das geht sich halt dann rechnerisch nicht aus. Und deswegen die Frage, gibt es irgendeine ganz andere Herangehensweise? Etwas weil ich höre dass sie tun was sie können. Das nehme ich ihnen ab. Weil da geht noch etwas ganz sicheres... Ah ja was geht denn dann?
Nein! Also nochmal wir haben im Jahr zwanzig achtzehn angefangen das im Großen großen Wurf mal zu denken. Ich meine, das ist im Verhältnis acht Jahre sind gar nichts in der Industrie wie ich vorher auch schon gesagt habe. da geht an wahrscheinlich verschiedenen Momenten der Produktion noch was. erstes geht eben natürlich die Frage kann man prinzipiell die Rohstoffe zusammensetzung auch nochmal Neu?
braucht es immer so viel Magnesit zum Beispiel in einem Stein oder gibt andere Materialien. Also da forschen wir natürlich ganz, ganz intensiv. ja also was ist mal prinzipiell überhaupt die Primärostoff-Zusammensetzung? Wenn wir diese Rezepturen verändern können, was dieser Primärrostoffe kann man eben durch Sekundärostiffe ergänzt.
wie hoch trauen will uns zu gehen ist dreißig Prozent Recyclingrate das Maximum was wir uns trauen an average in unsere Steine und Massen hineinzugeben? oder kann man da noch mehr testen, dann eben im Produktionsverfahren selber? gibt es bessere Energiequellen. Gibt es Carbon Capturing? Also nein, da geht ganz sicher noch was aber es wird nie eine hundertprozentige Kreislaufwirtschaft in ihrer Definition sein weil das geht sich einfach physikalisch nicht aus.
Aber natürlich können wir an jeder der Bausteine noch drehen. Die sind auch vor allem sehr unterschiedlich je nach Region, also hier kann man sicher noch das eine oder andere pushen. Vor allem im Mindset der Kunden aber sicher auch der Politik die das zum Beispiel nach wie vor oft als Abfall bezeichnet.
diese... Das ist immer bei der Abfallsrecht Diskussion dass sekundäre Rohstoffe anders behandelt gehören Abfall. Das Thema kommt immer wieder her. Eine Limitation, weil wir teilweise diese Sekundärostoffe an den falschen Orten haben und die Kunden woanders sind als unsere Produktions ... Einheiten und wir dürfen es aber landesübergreifend nicht transportieren.
Ich hätte theoretisch sekundärer Unstoff, kann es aber nicht in meine Produktion wieder einführen weil ich es nicht über die Grenze kriege. Auch ein Thema das in jeder Folge bis jetzt vorgekommen ist. Wir müssen da mal extra darüber reden. abfallrecht klingt nicht wahnsinnig sexy aber scheint hier sehr wichtig zu sein.
Ich möchte noch einmal zurück aufs Geschäft kommen Sie haben das vorhin schon skizziert, dass ihr Geschäftsmodell verändert sich durch diese Recycling-Aktivitäten. Inwiefern können sie das noch einmal beschreiben? Also Sie vermeiden Logistikaufwand und Müll. Sie werden da auch mehr oder weniger zu einem Dienstleister, oder?
Beschreiben Sie das mal! Wie verändert sich das Geschäfts-Modell? Und womit verdienen Sie jetzt Geld? Womit Sie früher kein Geld verdienen?! Endet und beginnt sozusagen mit dem Kunden. Also es ist ein Kreislauf, aber wir fangen jetzt mal mit dem Kunden an. Der Kunde kauft bei uns mittlerweile auch gewisse Serviceleistungen so genannte Gesamt-Service Verträge.
Früher hat er vielleicht eben Steine gekauft und Massen gekauft, jetzt kauft der bei uns das wir die auch installieren, dass wir mit wahnsinnig viel Intelligenz, mit Sensoren, mit Messtechniken bei ihm immer wieder optimieren um zu verstehen wie diese Steine sich auch verhalten um seine Konsumptione eben auch zu senken, das was Sie auch gesagt haben Wir müssen auch die Konsumtion der Refractories vielleicht besser managen ja.
Und wenn diese Produkte aber eben am End-of-Life-Zyklus ist, dass wir sie auch wieder zurücknehmen. Das heißt, wir probieren schon in unseren Verträgen mit hineinzunehmen, dass das eben nicht als wertlos sind und nicht als Abfall sehen, sondern das Teil des Servicevertrages ist – Wir bringen dir die neuen Produkte!
Wir nehmen dir die alten, die du gerade verbraucht hast, zurück. Und können Sie sagen wie viel das jetzt von Ihrem Geschäft ist? Also vom Umsatz? Nein, weil wir es in dem Sinn nicht als Einzelbaustein bepreisen. Sondern wir probieren die Verhandlungen zu gehen und auch hier ist es regional sehr unterschiedlich.
Es gibt Länder, die schon eigentlich verstanden haben dass das einen Wert hat eher in Europa Wo Kunden mehr oder weniger schon sagen Das ist schön, dass du's mit zurücknimmst aber eigentlich solltest mir was zahlen dafür Dass du's zurückkriegst Weil ich die schon verstanden habe, dass das ein Wert hat.
Und es gibt andere Länder Die heilfroh sind wenn wir es zurücknehmen weil sie sonst Deponie-Kosten zahlen müssten Weil Sie gar nicht wissen wohin damit. Aber das ist für uns ein Wert, den wir früher nicht abgeholt haben. Wir haben es früher einfach nicht zurückgeholt. Jetzt holen wir das ab und dann eben wie gesagt haben wir gelernt durch gute Technologien in denen wir tatsächlich viel Geld investieren und so wie Sie gesagt haben diesen Sekundärostoff viel besser zu verwerten.
Früher konnten wir vielleicht von dem zurückgeholten Material dreißigvierzig Prozent wieder verwerten und dann haben wir nicht gewusst, was wir mit den restlichen sechzig-sebzig Prozent machen. Mittlerweile sind wir bei einer Verwertungsquote von fünfundneunzeig Prozent. Das heißt wenn wir es zurückkriegen wissen wir etwas wird tun damit.
Was tun Sie denn damit? im Internet, internet Recycling oder Verkaufen oder sogenannte Metallurgical Products machen. Das heißt wir haben eine neue Produktpalette eigentlich aufgemacht sogenannte Slack Conditioner zum Beispiel. Was ist das? Das ist schon sehr technisch. Muss man nicht unbedingt verstehen Schlackenkonditionierer die in der Stahlwirtschaft eingesetzt werden hatten wir früher nicht produziert.
weil wir jetzt aber das Material dafür haben produzieren wird aus und da sind wir z.B auch Joint Ventures eingegangen mit Unternehmen die uns dieses Know-how dann gelernt haben, beigebracht haben. Exportieren Sie diese Recyclingprodukte auch? Nein, prinzipiell exportieren wir... also Refractories sind schwere Steine muss man sich vorstellen.
das transportiert sich nicht wahnsinnig gut. aber wenn wir exportieren und das tun wir natürlich schon exportieren wie sowohl Produkte mit oder ohne Recylinganteil dann machen wir keinen Unterschied. Mir würde es interessieren, auf der einen Seite das Abfall anders beherrschen und über das ganz wichtige Bereich.
Das andere ist natürlich die Natur des Geschäftsmodells. Und das wird seit den neunzig Jahren in der ökologischen Ökonomie schon vorgeschlagen, dass man nicht Produkte verkauft sondern Dienstleistungen. Die Richtung gehen Sie ja genau. Aber wird es nicht sozusagen eine Innovation ganz radikal in diese Richtung zu gehen, dass sie eigentlich gar nicht mehr die Materialien und das Sensoren und sonstiges verkaufen.
Sondern nur den Dienst des Auskleidens sozusagen! Den Dienst von dem was ihre Materialien wie die sich nützlicher weisen bei einem Kunden der Vorteil... ohne das jetzt technisch genau zu kennen. Aber ein Vorteil könnte sein, dass Sie natürlich einen ökonomischen Vorteil, einen betriebswirtschaftlichen Vorteil daraus haben, dass sie das so ausgestalten, dass es ganz langlebig ist und nicht ob da Spielräume gibt.
Wäre das eine Möglichkeit sozusagen nicht, dass die Produkte verkaufen sondern dass sie wirklich nur mehr den Dienst verkaufen die Logik des Geschäftes verändern, weil sie dann eine langfristigere Orientierung drinnen haben können als wenn Sie das Produkt nur verkaufen. Ja, das klingt jetzt sehr simpel.
Das ist natürlich nicht so... Irgendwann muss raus in jemand diese Produkte erzeugen. Das heißt mit ihr brauchen wir Refractories. Das heisst, irgendwer muss ja trotzdem diesen Remerastoff und Sekundärostoff um die Rezeptunung der Produktion. Das bedeutet dass wir das Produkt einmal brauchen ist klar!
Wenn wir dieses Produkt nicht mehr herstellen, sondern zukaufen, dann hat jemand anderer das Produkt gemacht. Das ist ja unser Kerngeschäft. Unser Kerngeschäft ist eine Produktion. Wir sind eine Industriefirma... Ist schon klar! Aber dass Sie Geld damit verdienen, dass Sie das Produkt zur Verfügung stellen und aber nicht ...
Ja, aber wir sind ein Prolozent. Natürlich machen wir das eh schon sehr vielfach nur. Sie müssen sich das zum Beispiel so vorstellen in einem Glashochofen der Glaser? Offen wird alle zehn Jahre einmal ausgekleidet. Was ist denn da die großartige Serviceleistung, dass ich einmal alle zehn jahre was auskleide?
Also das ist ja nicht so ... Ja in erster Linie verkaufen wir schon ein Produkt aber natürlich das Produkt kommt immer mehr mit Services und zwar auch mit Data Intelligence genau so wie Sie gesagt haben. Also wir sehen, wie schwierig das ist in diesem Prozess da wirklich noch größere Weichen zu stellen.
Aber sie haben gesagt Luft nach oben gibt es. Am Schluss spreche ich immer gerne darüber welche Weichenstellungen die Politik machen kann um die Kreislaufwirtschaft zu fördern. über eine haben wir schon gesprochen über das Abfallrecht. Wir werden sehen, ob die derzeitige Regierung sich mit dem Abfallrecht beschäftigt.
Dann geht es ja auch um so Themen wie dass man einen Mindestanteil an Recyclingmaterial vorschreiben könnte und es geht natürlich um die CO-Zweibepreisung, die wir weiterführen sollen? Wie sehen Sie denn das? Also Frau Oremowicz also ich denke mal Ja es braucht schon auch Klarer Push seit, also es braucht beides.
Es braucht einerseits eine klare Regulierung oder einen kleinen Push seitens der Politik weil von alleine passiert halt oft mal das zu wenig so ehrlich muss man sein. und insofern ja CO²-Bepreisung schon. aber muss ich natürlich im internationalen Wettbewerb anschauen irgendwie die Balance finden. Und zum Beispiel gerade für uns, weil wir vorhin auf Energie, die energieintensive Industrie – was gibt es für Fördermöglichkeiten wenn man eben zum Beispiel auf erneuerbare Energien umsteigen würde?
Also einerseits ja gerne Bepreisungen, gerne auch Gesetze, gerne Regularien die natürlich dazu führen dass wir uns an ganz viele Vorschriften halten aber vielleicht schon ein bisschen mehr Verständnis. Also dann wollen sie das Geld wieder von woanders zurück haben? Nein ich will nicht nur mit dem Geld haben!
Wir wollen manchmal auch einfach gehört werden verstanden werden unterstützt werden in Bürokratieabbau und unterstützt Genehmigungen, die schneller gehen müssen. Also da gibt es andere Dinge auch als immer noch Geld. Frau Stahlgeber, was sagen Sie dazu? Überzeugt sie das? Wir brauchen halt damit wir eine nachhaltige Wirtschaft schaffen.
Brauchen wir CO₂-Emissionen bepreist weil Baujahrs mischen bepreißt werden ansonsten werden sie zu stark generiert. Insofern führt dann der CO²-Bepreisung nichts vorbei, dass wir gerade mal achtundzwanzig Prozent der COII Emissionen in einem Bepreisungsregime weltweit haben ist sehr unbefriedigend ganz klar.
aber da muss man einfach dran bleiben. nur wenn man in einer Marktwirtschaft agieren dann sind die Marktpreise ein wichtiges Signal und derzeit liefern die Preise das falsche Signal und damit treffen ökonomische Akteure und Akteurinnen systematisch. Das ist problematisch. Was braucht es denn jetzt? Ich habe eine Perspektive zur Zweibepreisung ganz klar, auch international weiter vorantreiben und auch wenn Österreich ein kleines Landeskannes eine Force vergutzt hat in dem sich dafür einsetzt – das ist Lobbying dafür betreibt als Teil der Europäischen Union.
Das Zweite ist, dass man auch zeigt, dass das nicht notwendigerweise ein Wettbewerbsnachteil sein muss mit dem Grenzausgleichsmechanismus. Kann man es zumindest in ein paar Zeiten mal abdecken? Die Exportzeit ist eine andere Geschichte, da muss man separate Regulierungen. Aber, dass es schon Möglichkeiten gibt wie man mit diesem Wettbetwerbsthema umgehen kann.
Einer der herangehensweisen, wenn man mit einem Wettbettbetrieb umgehen können, ist natürlich Innovation. und da haben wir ja auch gehört, dass sie gerade suchen, damit sich plagen... nachhaltiger zu werden, sehr oft mit Innovation Hand in Hand geht. Und das ist richtig cool! Weil wenn wir darauf gestoßen werden, wir müssen ein Problem lösen, dann entsteht oft was Neues.
Ich hümmere die Ingenieure. Das ist was richtig Cooles. Und das vierte ist noch, wenn es um die Kohlenstoffabscheidung geht. Dass man natürlich auch nicht immer nur in die Richtung denkt, dass das dann vergraben werden muss. Also irgendwie so diese End-of-Pipe-Logik – wir haben einen linearen Produktionsprozess aus dem kann man größter als scheinbar da nicht raus, was frustrierend ist und dann tun wir aber am Ende einsammeln und vergrauben sondern vielleicht, dass es wenigstens Carbon-Capture-Inuse wird, also dass das CO² wieder als Input gesehen wird, bis sie wieder mehr Kohl... Weislaufwirtschaft reinbringen.
Uns gehen die Gesprächsthemen nicht aus, ich möchte am Schluss Sie beide fragen wenn wir sagen Wir gehen jetzt full circle Wie schließt sich der Kreis? Aus Ihrer Sicht Frau Stagel in dieser Industrie bis Jetzt wie gut läuft das schon? Ich glaube es ist eine der Industrien wo's schwieriger ist Wo doch der Großteil noch ein lineares Produktionsmodell ist.
und ich anerkenne natürlich dass sie da schon große Bemühungen gegeben hat Und finde es auch cool, dass es eben mit großen Innovationen in Hand geht. Habe aber auch den Eindruck das nur noch viel drinnen ist? Ja also ich glaube auch, dass jetzt natürlich eher zu Beginn der Reise noch ist und so wie Sie gesagt haben, dass wir an vielen Punkten eben auch ansetzen können.
Ich glaube was man schon noch sagen muss ist, Klassische, wie viele Recyclingrate habe ich eben. Also dass die Leute darauf schon sagen, dann habt ihr vielleicht immer dreißig Prozent Recylingrate oben und noch siebzig Prozent, aber da gibt es ja ganz viele andere ... positive Nebeneffekte auch, so wie Sie vorhin gesagt haben.
Die Lieferkette wird resilienter weil man Dinge besser im Griff hat, weil man nicht so abhängig ist von anderen. vielleicht Wirtschaft wo dieser Primär-Rohstoff da ist, Innovation entsteht eben neue Technologie entsteht. also ich glaube wir sind auf einen guten Weg. der Kreislauf in der Theorie oder nicht nur in der theorie das ist intellektuell den verstehen wir und jetzt müssen wir jeden einzelnen Baustellen sozusagen optimieren.
Gut, dann sind wir gespannt wohin die Reise geht oder wie schnell es geht. dass die Mengen die Sie bewegen sind wichtig bei der RHI Magnisita. deshalb waren sie heute hier zu krass. vielen Dank und vielen dank Frau Stagl. gerne! Danke schön Das war's für heute bei Full Circle. Wenn dir die Folge gefallen hat dann schau doch in unsere Show Notes.
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Bis zum nächsten Mal.