Geschichte 10 Minuten· Staffel 1· Folge 98

Römisches Haus: Klimaanlage und Fußbodenheizung vor 2000 Jahren (#98)

Montag, 13. Oktober 2025 · 10 min

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Shownotes

Ein römisches Haus kam ganz ohne Strom aus und blieb trotzdem im Hochsommer angenehm kühl. Im Zentrum stand das Atrium, ein lichter Raum mit einer Öffnung im Dach, unter der sich Regenwasser in einem Becken sammelte und beim Verdunsten den Raum kühlte, eine frühe Form der Klimaanlage. Dazu kamen dicke Steinmauern, hohe Decken und schattige Säulengärten, während sich die Reichsten sogar eine Fußbodenheizung leisteten, das berühmte Hypokaustum. Vieles davon übernahmen die Römer von anderen Völkern, das Atrium von den Etruskern, den Säulengarten von den Griechen. Wer arm war, hauste dagegen hinter Läden oder in mehrstöckigen Mietshäusern, während die Ärmsten unter Brücken schliefen. Selbst der Begriff privat bedeutete etwas anderes: Ein Geschäftstreffen zu Hause galt als öffentlich, der Gang zur Gemeinschaftslatrine dagegen als privat.

Foto: Wikimedia Commons / Tobias Langhammer (commons.wikimedia.org/wiki/File:Domusitalica.svg) / CC BY-SA 3.0 (creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de)

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