
Geschichte 10 Minuten· Staffel 1· Folge 140
Straßenmarkierung: Wie eine weiße Linie Leben rettet (#140)
Montag, 3. August 2026 · 12 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Eine weiße Linie gilt als eine der wirksamsten und zugleich unauffälligsten Sicherheitserfindungen der Straße. Ihre Mittellinie soll Edward Hines 1911 in Detroit ersonnen haben, während die Ärztin June McCarroll wenige Jahre später in Kalifornien selbst zum Pinsel griff, nachdem ein Lkw sie von der Fahrbahn gedrängt hatte. Dass Markierungen auch nachts leuchten, verdanken sie winzigen Glasperlen, die das Scheinwerferlicht direkt zum Fahrer zurückwerfen, ein Prinzip namens Retroreflexion. In England kam der Straßenbauer Percy Shaw auf eine verwandte Idee, als seine Scheinwerfer im Nebel die Augen einer Katze erfassten, und erfand daraus das Katzenauge. In Österreich waren die Leitlinien lange gelb und wurden erst 1996 auf Weiß umgestellt, und selbst der Name Zebrastreifen soll auf eine Hamburger Werbeaktion für bremsbereite Autofahrer zurückgehen.