
Gesprächsstoff - Berner Podcast von BZ und Der Bund· Folge 119
Eriz: Wie das Dorfleben im Berner Bergtal überlebt
Dienstag, 3. März 2026 · 34 min
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Shownotes
Livepodcast am 1. April um 19 Uhr im Sous Soul in Bern: Wer geht denn heute noch aus? Das Berner Nachtleben in der Krise
Hier gehts zu den Tickets (carteblanche.ch/live-aufzeichnung-gespraechsst…)
«Im Eriz hatte ich eher das Gefühl, dass ich schräg angeschaut werde, wenn ich nicht so bin, wie man es sich vorstellt.»
Andrina Wälti ist 27 Jahre alt, arbeitet als Architektin in Zürich und wohnt an der Langstrasse. Sie gehört zur Mehrheit der jungen Menschen, die aus dem Eriz wegziehen (bernerzeitung.ch/eriz-wie-das-dorfleben-im-ber…). Im Bergdorf, gelegen am Fusse des Hohgant zwischen Thun und dem Emmental, leben heute 480 Personen, früher waren es deren 663.
«Mein Grossvater hat den Betrieb in den 60er-Jahren gegründet. Nach meiner Lehre als Landmaschinenmechaniker haben mich meine Eltern angestellt. Über kurz oder lang werde ich die Schmitte übernehmen.»
Remo Bühlmann arbeitet nicht nur mit seinen beiden Eltern zusammen, er wohnt auch immer noch im Elternhaus. Der 25-Jährige kann sich zwar durchaus vorstellen, auch mal wegzuziehen – wenn auch nicht weiter als nach Steffisburg – aber von Berufes wegen bloss für eine Weile.
Zurück ins Eriz
«Mit dem Töffli in den Ausgang war einfach nicht so cool. Ich war immer auf meine älteren Brüder angewiesen. Und so fing ich mit 15 Jahren in Bern eine Ausbildung an und habe das Eriz verlassen.»
Dass Anita Spring wieder ländlich wohnen möchte, wenn sie Kinder hat, war für die 35-Jährige zwar klar. Aber dass sie ausgerechnet wieder ins Eriz zurückkehren würde, hätte sie nicht gedacht. Heute schätzt sie die Verbundenheit mit der Natur, die Tiere, den Fluss und den Skilift (bernerzeitung.ch/eriz-daniel-kropf-tritt-als-g…).
Warum ziehen immer mehr Junge weg aus dem Dörfli? Was kann einen dazu bewegen, an einen Ort zurückzukehren, an dem man sich als Kind total unwohl gefühlt hat? Und wie verändert sich das Dorfleben, wenn die Gemeinde immer stiller wird?
Darüber spricht Redaktorin Jasmin Jaun. Sie hat eine grosse Reportage über das Eriz geschrieben. Es ist eine von vielen kleinen Gemeinden in Randregionen im Kanton Bern, in denen es immer stiller wird und die Bevölkerungszahl schrumpft.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Zu Gast: Jasmin Jaun
Sounds: Ane Hebeisen und Tobi Holz
Der Text zum Podcast ist als Abschlussarbeit der Diplomausbildung Journalismus am MAZ entstanden. Die Autorin ist selbst im Eriz aufgewachsen und bis heute Wochenaufenthalterin. Hier gehts zum Artikel
Die Zukunft eines Berner Bergdorfs: «Gott, wie habe ich das Eriz gehasst» – heute lebt Anita Spring wieder dort (bernerzeitung.ch/eriz-wie-das-dorfleben-im-ber…)
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