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69: Täuferbewegung
In den «Schleitheimer Artikeln» von 1527 wurden alle Grundsätze der Täufer:innen festgelegt; sie gelten für deren Nachkommen im Wesentlichen noch immer. Diese Nachkommenschaft ist heute in alle Winde zerstreut; sie bleibt ihrem Erbe allerdi
68: Täuferbewegung
Einige eidgenössische Orte folgten Zürich in die Reformation – und der Auffassung der Täuferbewegung als abtrünnige Sekte, die bekämpft werden müsse. Aber die verfolgten Wege waren nicht immer gleich von Gewalt gezeichnet, es gab Orte, die
67: Täuferbewegung
Wir folgen weiterhin den Spuren der ersten Täufer:innen um Zürich und sehen anhand von Biographien, welche Glaubensgrundsätze mit der obrigkeitlichen Auffassung von Ordnung nicht vereinbar waren. Literatur (Auswahl): Blickle, Peter (Hg.). Z
66: Täuferbewegung
Zürich feiert dieses Jahr seine (Erste) Disputation, die zur Einführung der Reformation führte. Fast demokratisch wurde vor und im Rat darüber diskutiert, ob man die neue Lehre annehmen wollte. Nach der Zustimmung kam es zu Auseinandersetzu
65: Fremdenfeindlicher Krawall 1896
Ähnlich wie in Bern drei Jahre zuvor, ging ein weiterer fremdenfeindlicher Krawall in Zürich vonstatten. Auslösendes Moment war ebenfalls der aufgestaute Frust gegenüber italienischen Arbeitskräften; richtige Wut entstand, als die Obrigkeit
64: Fremdenfeindlicher Krawall 1893
Italienische Arbeiter waren in der Schweiz nicht gerne gesehen – besonders nicht in grossen Teilen der Arbeiterschaft. Sie wurden als Lohndrücker angesehen und in einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit zu Sündenböcken gemacht. Ein Krawall in Ber
63: Ein gewöhnliches Leben: Emilie Schmid
Was kann man aus den persönlichen Briefen einer Mutter an ihren jungen Sohn alles herauslesen? Welche Weihnachtsgeschenkte gemacht wurden, beispielsweise. Und dann lassen sich über trockene staatliche Aufzeichnungen noch einige Lebensstatio
62: Ein gewöhnliches Leben: Emilie Schmid
Wir sehen heute etwas näher in den Erziehungsstil von Emilie, welche Werte sie vermittelte und wie ihre Briefe an ihren Sohn aufgebaut waren. In ihren Zeilen ging es vor allem um Gesundheit und Kleidung. Impliziert waren dabei die bürgerlic
61: Ein gewöhnliches Leben: Emilie Schmid
Um etwas leichter in den Sommer einzusteigen, berichte ich von einem meiner Projekte. Durch Transkriptionen von Briefen taucht ein Leben des 19. Jhs. auf: Ein ganz gewöhnliches, das nie in einem Geschichtsbuch auftauchen wird. Und mir deswe
60: Vom Scharfrichter
Diese letzte Folge der Serie widmet sich dem Niedergang des «Gewerbes» der Scharfrichter, als die Schweiz endlich zur Auffassung gelangte, dass staatlich sanktionierter Mord keine vertretbare Lösung im Kampf gegen Verbrechen ist. Literatur
59: Vom Scharfrichter
Diese Folge widmet sich der Entlöhnung des Scharfrichters, sowie seinen anderen Tätigkeiten als Arzt. Wir sehen auch, wie sich Scharfrichter immer wieder darum bemühten, zu «ehrlichen» Menschen gemacht zu werden. Dies lag im Ermessen der Ob
58: Vom Scharfrichter
In dieser Folge widmen wir uns den verschiedenen Hinrichtungsarten, denn bis ins 18. Jh. waren spiegelnde Strafen wichtig und wurden überall angewandt; es gab auch eigentliche Frauenhinrichtungsarten, der Frauenkörper musste anders behandel
57: Vom Scharfrichter
Wir verfolgen weiter, wie eine Abfolge von Folter, Geständnis, Verurteilung, Hinrichtung, Standrede und Beseitigung des Leichnams in der Regel ablief. Dabei kommen auch Abweichungen zur Sprache: wer der Folterung widerstehen konnte oder wes
56: Vom Scharfrichter
Wir wenden uns möglichen Todesurteilen zu: welche Verbrechen führten zu dieser Höchststrafe? Aber zunächst musste ein wichtiger Teilaspekt der Arbeit eines Henkers erledigt werden: Die Folterungen, die regelmässig als gesetzmässige Hilfeste
55: Vom Scharfrichter
Henker waren von Geburt an «unehrlich»: was hiess das genau? Welches Verständnis von Gesellschaft stand dahinter? Und wie wurden sie kenntlich gemacht? Darüber berichte ich in dieser Episode. Literatur (zum Anfangen): Ruoff, W.H. Vom Scharf
54: Vom Scharfrichter
Die Schweiz kannte bis 1942 die Todesstrafe für zivile Vergehen. In den Jahrhunderten zuvor wurde diese Höchststrafe oft angewandt; für zahlreiche Verbrechen. Der Henker spielte dabei eine zentrale Rolle; die Entwicklung seines Amtes gibt u
53: Lebensreformbewegung Monte Verità
Wir begleiten die Zeiten vor und während des Ersten Weltkrieges, als der Monte Verità zu einer Begegnungsstätte von Anarchisten und Tänzerinnen wurde. Die Wirtschaftslage veranlasste die Gründer:innen dann aber, die Anlage zu verkaufen. Und
52: Lebensreformbewegung Monte Verità
Wir sehen, wie das Sanatorium von Ida Hofmann und Henri Oedenkoven Form annahm, welche grundlegende Philosophien dort umgesetzt wurden und ob es zu einem Erfolg wurde. Zur Reformschrift: Brief von I. Hofmann an F. Brupbacher: «Askona, monte
51: Lebensreformbewegung Monte Verità
Nun ging es also an den Aufbau der Vision. Es zeigten sich schon bald Freud und Leid in der Etablierung eines solchen Traumes. Vier Menschen fanden ihr Liebesglück miteinander. Die zwei Paare gingen dann allerdings bald getrennte Wege, weil
50: Lebensreformbewegung Monte Verità
Ab 1900 entstand auf dem Monte Verità, oberhalb Asconas, eine Kolonie von Aussteiger:innen. Sie alle wollten ein besseres Leben finden und zusammen eine neue Gemeinschaft ausprobieren. Heute wenden wir uns der Entstehungsgeschichte zu. Lite
49: Lebensreformbewegung
«Die mechanisierte Arbeit sperrt mich ein, ich fühle mich durch den Betrieb unter Druck, komme kaum an die frische Luft und ernähre mich ungesund», das sagten viele Menschen – Ende des 19. Jhs. Ihre Lösungen klingen erstaunlich modern. Lite
48: Von Schwellen
Im heutigen ersten Teil wird der Entwicklung des Podcasts 2022 etwas Raum gegeben, danach widme ich mich einigen Bräuchen und Volksglauben, die zur Zwischenzeit der Raunächte gehören. Literatur (Auswahl): Gunten, Fritz von. O du fröhliche –
47: Blutwunder
Im Zuger Kloster Frauenthal ereignete sich Merkwürdiges: Erst schien ein Poltergeist am Werk zu sein, aber bald sahen die Nonnen, dass eigentliche Wunder geschahen. In ihrer Mitte befand sich mit Euphemia Schwyzer ganz offenbar eine Heilige
46: Blutwunder
Aus dem Boden schoss 1531 plötzlich Blut wie eine Fontäne; Zeug:innen berichteten von regelrechten Blutstürzen in Oberflachs. Was konnte das bedeuten? Wie in der Zeit der Konfessionskriegen nicht anders zu erwarten, brachten solche "Wunder"
45: Kopfloser Erzketzer
Woran mochte wohl das Gespenst erinnern, das mit dem Kopf unter dem Arm, aber immerhin von zwei Doggen begleitet, um den Spiesshof in Basel geisterte? Man vermutete bald, dass es etwas mit einem ehemaligen Besitzer es Hauses zu tun haben mu
44: Nidwaldner Poltergeist
Es begann mit einfachem Klopfen, das die Dienstmagd erschreckte. Der Hausherr reagierte mit Unwillen. Aber bald hörten es auch alle Familienmitglieder, dass im Haus Spichermatt Unerklärliches zu- und herging. Hämmern und Klopfen, schemenhaf
43: Geister im Nonnenkloster
Die Vision einer jungen Nonne berichtet von einem Schatz im Klostergarten; ein Knecht macht sich durch seine Gespräche mit Geistern unentbehrlich. Wir begeben uns ins Jahr 1606 und den Geister- und Wunderglauben der damaligen Zeit. Literatu
42: Reise ins Heilige Land
Die Rückreise von Jerusalem dauerte für den neuen Ritter Jakob Stalder gut zwei Monate – eine längere Quarantänezeit vor Marseille musste erduldet werden, da man vermutete, die Pest sei an Bord. Das Heimkommen war herzerwärmend: Jakob Stald
41: Reise ins Heilige Land
Am 30.6.1623 kam der Nidwaldner Pilger Jakob Stalder in Jerusalem an. Er war am Ziel seiner Wallfahrt angelangt und besuchte zahllose Stätten und heilige Orte, die er in einem Bericht beschrieb. Quelle: Originalbericht von Ritter Jakob Stal
40: Reise ins Heilige Land
Manch eine:r nahm eine anstrengende Reise auf sich. Sei es für Besuche, Handel oder als Wallfahrt. Wir folgen hier dem Nidwaldner Jakob Stalder, der einen Bericht über seine Reise nach Jerusalem verfasst hat (1623). Quelle: Originalbericht