
Hoftor Auf - Der BauernZeitung-Podcast
Folge 18: Tür und Tor geöffnet hat Ackerbäuerin Eva Hagl-Lechner
Donnerstag, 15. Oktober 2026 · 33 min
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Shownotes
Hoftor Auf - Der BauernZeitung-Podcast
Es gibt Tage, nach denen nichts mehr so ist wie zuvor. Für Eva Hagl-Lechner war es der September 2024. Das Jahrhunderthochwasser überschwemmte ihr Wohnhaus vollständig. Was über Jahre aufgebaut worden war, wurde innerhalb kurzer Zeit vom Wasser zerstört. Möbel, persönliche Gegenstände und vieles, was selbstverständlich zum eigenen Zuhause gehört, mussten entsorgt und teilweise neu angeschafft werden.
Doch nicht nur das Wohnhaus der Niederösterreicherin war betroffen. Auch ihre Hofbäckerei wurde vom Hochwasser schwer beschädigt. Der Betrieb musste komplett saniert werden.
In der 18. Folge von „Hoftor Auf“ erzählt Eva Hagl-Lechner von Verlust, Unsicherheit und der Zeit, in der vieles nicht mehr selbstverständlich war. Aber auch davon, wie der zerstörten Hof Schritt für Schritt wieder aufgebaut wurde.
Der Podcast erscheint 14-tägig auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
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BauernZeitung
Sabine Kronberger
Maschinenring
Happy am Hof
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Dieser Podcast wird ihr präsentiert von Maschinenring. Mein Name ist Sabine Kronberger und mein Herz schlägt für die Landwirtschaft, besonders für die Bäuerinnen unseres Landes! Wie diese Frauen ihr vielfältiges Leben gestalten, Verantwortung übernehmen und landwirtschaftlichen Betrieben ihre Handschrift verleihen beleuchten wir im Podcast der Bauernzeitung.
Dafür öffnen uns die Bäueren Tür-und Tor. Wir treten neugierig ein und nehmen dich mit wenn es heißt Hoftor auf Tür und Tor geöffnet hat uns heute Eva Hage-Lichner. Liebe Eva Schönderse, heute bei dir da sein dürfen im Wunderschönung Thulner Feld. Treffen wir uns in deinem Wohnhaus Unwald eurer Landwirtschaft und du hast uns sozusagen beide Türen geöffnet und du dürfen bei dir heute zu Gast sein um ein bisschen in deinen Leben zu schauen.
Dein Leben ist vielfältig und bunt, so ein bewegtes Leben auf das Dorch zurückschauen kannst. Du bist Gemeindebäuerin, Landesbäuerin, Stellvertreterin bzw. Bäuerin. Du hast eine Direktvermarktungsbetrieb beziehungsweise bist verbrot und feines, weit hin bekannt. Man weiß auch du setzt dich sehr für andere Frauen und auch andere Bäuerinnen ein und zugleich hört in den letzten Wochen- und Monaten dein Leben auch einmal ordentlichen Durchwirrbelungen erfahren.
Sagen Sie mal zuerst vielleicht etwas über deinen bäuerlichen Betrieb. Wie dürfen wir uns das vorstellen hier im Tullner Feld? Wie arbeitest du? Wie lebst du hier? Ja, das habe ich für gemeinsam mit meinem Mann den landwirtschaftlichen Betrieb. Wir haben Stier- und Kalbenenmast und Ackerbau, wir haben Zuckerrüben, den Mais, den wir brauchen eben für unsere Rinder.
Wir hauen Rocken, Weizen und Dinkel, dem wir zum Mittlerweile fast so ein Großteil für unseren Hofladen, unser Brot und Feines verwenden. und da brauchen Wir machen Boot und Gebäck aus Dinkel, aus Rocken oder aus Weizenmehl. Und das ist so entstanden weil wir eine Lücke oder eine Nische gesucht haben zu unserem Betrieb.
Bevor wir begonnen haben, sind wir mal noch so zwanzig-fünfundzwanzig Stunden arbeiten gegangen Und mein Ziel im Innersten war immer, aus dieser Nebenerwerbs-Landwirtschaft ein Haupterwerk zu machen. Das war immer so mein Traum – ich habe das zwar nie gesagt, aber es war so immer mein Ziel und mein Trauum!
Wir haben dann vor über sechs Jahren eben gestartet mit dem Umbau, das war eine Lagerhalle, diese Lagerhalte haben wir dann in einer Backstube und in einem Verkaufsladen umgebaut immer kleine Ziele gesetzt. Und ich habe mir gedacht, wenn das eine nichts wird, er hinter dir offen lassen. Ich war Freiberufliche Dietologin und hab mir eben gedacht, Wenn dies nix wird mit dem Hofladen, mit den Backen dann mache ich Seminarer, dann mach ich Workshops.
Und hab dann auch so die Backstuhl in die Richtung ausgelegt. und es ist aber ganz anders gekommen. Kunden haben sehr schnell unser Brot und Gebäck angenommen, weil sie sich einfach abgehoben hat von dem anderen Brot- und Gebäck. Das ist unglaublich gemein! Für alle die uns jetzt hören, seid froh dass es keinen Geruchs-Podcasting gibt denn mitten am Tisch da steht wunderbares Brot das herrlich duftet und eigentlich einlädt schon hinein zu beißen.
ich werde mich noch zurückhalten aber Eva das ist wirklich deine Passion oder? Ja das stimmt also... Alles was man gern macht, was man mit Leidenschaft macht. Das wird erstens einmal was. also ich habe eigentlich nicht eine Zweifel dass das nichts wirkt und es ist meine große Leidschaft weil schon damals bei den Kochkursen mir immer wieder die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesagt haben das Brot das ist so schlecht und der Weizen ist so schlecht und überhaupt alles ist so schlecht.
und ich wollte einfach den Gegenbeweis antreten. und das ist mir mit dem Hofladen wirklich gelungen. In eurem Hofladen vertreibt es ja nicht nur euren eigenen Produkte, sondern du bittest auch Raum und Platz und Möglichkeiten für andere, die ihre Produkte bei euch feilbieten. Was darf man da in den Regalen erwarten?
Was gibt's dort? Nimm uns ein bisschen mit auf einen Gang durch deinen Job! Ja also bei uns gibts Obst und Gemüse aus dem Thulnerfeld das Konkurs von der Nachbarortschaft. Also wie gesagt ich schaue dass das so regional wie möglich ist Und was mir ganz wichtig ist, dass ich Produzenten kenne. Und was man auch noch ganz ein großes Anliegen ist junge Landwirte-Landwirtinnen die mit irgendwas neuen Staaten sei es jetzt mit Süßkartoffeln oder sonstigem das Idee ins Boot holen denen die Chance gibt ihre Produkte da zu verkaufen.
Es gibt bei mir Nudeln, es gibt bei mehr Mehl Es gibt eigentlich alles für den täglichen Bedarf. Ich kriege auch Käse, ich habe einen ganz tollen Produzent aus der buchlichen Welt, die mir mit Käse beliefert. Ich hab aber natürlich auch ein Kärntner-Käse, aber das sind lotter Dinge. irgendwie flattern wir die dann zu und wenn es passt für beide, ist das dürfte sie in meine Hofladung, dürft ihr sie in mein Regal sein.
Wir haben Obstzefte, wir haben Marmeladen teilweise, Marine Marmelade machen wir selber. Wir haben einen kleinen Mariengarten gemeinsam mit meiner Schwester. Und ja, es gibt für den täglichen Bedarf alles. Es gibt sogar einen Kaffee in der Nähe, in der übernächsten Ortschaft hat die eine Kaffeel als drei.
wo ich auch einen Kaffee grögen kann und den dann im Rufel am Verkauf habe. Also tatsächlich sehr genau! Du bist ja der Liebe wegen hierhergekommen, dein Mann hat dich hier hergelockt und in einem Vorgespräch, wenn man gehört, er hat dich mit dem Spruch her gelockt. In Judenau ist der Himmel immer blau und du hast ihm das alles geglaubt.
Der Himmel war aber gar nicht allzu langer Zeit bei euch gar nicht so blau gewesen denn Am fifzehnten September zwanzig vierundzwanzig hat euer Leben einmal einen Turnaround, einmal einen Kopfstand gemacht. Weil ein sagenhaftes Unwetter beziehungsweise Hochwasser über viele Teile Niederösterreichs reingebrochen ist und ihr wart ganz besonders betroffen.
Lass uns hineinschauen oder mit dir auf diesen Tag zurückschauen. was ist an diesem Tag passiert? Ja es hat eigentlich schon... Die ganze Woche hat sie immer schon, es wird ein großer Regenmengen kommen. Und mein Mann hat gesagt, wann du rauskommst und die sind ja, die machen schon wieder alle Rebelle schon.
Ich hab das eigentlich nicht ernst genommen. Am Freitag hat's dann zu regnen begonnen. Es war dann so dass ... Ja am Abend hats dann eigentlich noch in der Nacht wieder aufgekehrt. Mein Mann ist auch Feuerwehrmann genauso wie mein jüngerer Sohn. Mein Schwager ist Feuerwehrkommendant und Bürgermeister.
Und die haben sie dann zusammen gesehen, und haben gesagt, ah ja am Samstag es geht wieder zurück und das wird nicht so dramatisch. Es hat er dann am Samstag wieder zu Regen begonnen und es war ein eigenartiger Regen jetzt im Nachhinein gesehen. Wenn ich jetzt irgendwo so einen ähnlichen Regenschauer her bin ich schon ganz sensibel aber es hat geregnet Es hat die ganze Nacht durchtaschelt, aber wirklich tasselt und gewascht.
Und am Sonntag in der Früh ist dann schon diese Unruhe gewesen. Die ganze Nacht waren bei den Feierwehren, haben Sandseck gefühlt. Irgendwie denkt man sich ja ein paar Sandsecks füllen vor der Tier- oder Sandsecke auflegen. In der Früh dann so um siebene. sind schon die Traktoren gefahren mit den Sandsecken.
Da hat es dann wieder wirklich geschüttert. und wir haben dann am Samstag in der Nacht, da haben wir schon im Kölner beim Hofladen ein Wasser drinnen gehabt. Also je mich daran denke ich muss jetzt lachen! Wir haben das mit Schaufeln, dieses Lack auf Wasser haben wir da aus dem da mit dem Köln nichts passiert.
Und im Sonntag in der Vor- haben es dann bei uns hinten beim Garten Sandsäcke und ich habe sich fleißig geholfen, die Sandssäcke da aufzuschlichten. Ich war alleine im Haus herunter beim Bauernhaus. Mein Mann und mein Sohn haben halt beim Bauarnhaus versucht da jetzt irgendwo Sandsläcke und die Viecher.
Wir waren nicht beieinander, also jeder hat seinen Part gehabt. Und ich glaube das war Achte wo dann schon aus dem Kanal dicken. das Wasser aussergekommen ist. Es sind dann von der Nachbarortschaft, da sind sie nur mit dem Güllefassel gekommen und haben versucht bei uns im Hof, das Wasser wegzubringen.".
Und dann habe ich mir gedacht okay so, jetzt muss ich da anfangen im Haar! Du hast auch verstanden was der ernste Lage ist oder ab wann warst du ja klar? Das ist jetzt ernst, das ist nichts, wo es in ein paar Stunden wieder zurückgeht. Nein, das waren wir damals nicht dort zu dem Zeitpunkt überhaupt noch nicht klar.
Ich hab dann versucht, ein paar Sesseln in einen Ohrenstock zu räumen Und ich bin dann ins Feuerwehrhaus, weil da haben wir schon eine Laubstelle eingerichtet gehabt für die Feierwehrleiter. Da haben wir am Samstag oder morgens schon Bruder geschmiert und ich weiß es nicht mehr, war es Zähne, was Öffig ist?
Ich habe da nie das Zeit- und Raumgefühl verloren, bin ja dann die Gossen offen gegangen und da ist in der Gasse schon ... Das ist schon zum Ressenten Fluss geworden. Dann haben da die Feiernwehrleit beim Wintergarten, haben da Sandsäcke hergelegt. Es ist einem da noch immer nicht bewusst. Du bist irgendwie ... Was heißt das?
Was das heißt, das weiß ich nicht! Wenn man so was nie erlebt hat, kann man sich das nicht vorstellen... Das waren dann Vorkehrungen, die du getroffen hast? Ich habe keine Vorkehrung mehr getroffen. Ich war nicht mehr in meinem Haus. Ich auch nicht mehr ... Ich war auch oben nicht. Ich bin einmal glaube ich noch mit einem Traktor bin ich mitgefahren weil da das Wasser schon ja dreiviertel Meter hoch gestanden ist .
Ich war dann im Feuerwehrhaus und hab die Leute versorgt, die da gekommen sind aber mit dem habe ich da gehabt. Ab wann hast du verstanden, in deinem Haus steht jetzt gleich Wasser oder ist Wasser? Oder ab wann hast Du gesehen und wahrgenommen? Das kann ich mir eigentlich so gut gar nicht mehr erinnern.
Ich war es nur ... Wir haben dann nimmer zurückkennen. Ich bin dann auch mal hergekommen und habe gesehen, okay, da erinnert sich so zehn Zentimeter Wasser im Haus. Aber dass das noch mehr wird mit dem hat man nicht gerechnet und das hat man ja nicht am Schirm gehabt. Woher kann das Wasser im Hause? Das Wasser im Haus, das kommt eigentlich von zwei Seiten und zwar von einer Seite Richtung Sickertkirchen über die Förder.
Und natürlich dann von der anderen Seite von den großen Tullen. Und das ist irgendwann halt ... hat sich das drauf gelassen? Genau, aber ich glaube, dass das Wurst vorher für die Fördereiner gekommen ist eben vom Sickert-Kirchen. Und was ich jetzt noch so in Erinnerung habe, okay sie haben verbarrikatiert welche Ausmaße das doch haben könnte.
Keine Idee nicht! Und wir waren eigentlich den ganzen Tag im Feuerwehrhaus und dann ist er am Abend des Feuerwehrhauses evakuiert worden, und wir sind so freund ... Wir haben bei Freunden geschlossen... Hast du da schon gewusst ins Haus Kornener? Ja, in das Haus Karnener, denn jetzt hast du ihn nicht.
Wir hatten Zivilschutzalarm, wir haben dann immer her dürfen. Was macht es mit einem? Zu dem Zeitpunkt hat es mit mir überhaupt nichts gemacht, weil ich mich abgelenkt habe, in denen ich geholfen hab. Ich hab das gar nicht ausgeblendet gehabt. Wo's mir dann bewusst geworden ist wie eine bekannte Agrofne und mein Mann agrofnet und sagt euch ein Haustierstell offen?
Und die sagt zum einen, du musst sofort haben die Haustiere zu machen! Das war völlig ein Nonsens, da war das Wasser schon Meter herinnen. Aber nur dieses Gefühl zu haben, mein Haustier steht offen. Und am nächsten Tag in der Früh, wie einer gegangen bin ... Da wird das Ganze irgendwie bewusst auch nicht.
Du stehst da jetzt davor, was dann noch war? Es ist das Wasser sehr schnell wieder zurückgekommen bei uns. Ich glaube, das Wasser ist irgendwann vormittag gekommen und am nächsten tag in der Frühe war das Wasser weg. Es war der Brach wieder unten. Wir sind am Ungemontokamzehne, halber Öffi, ins Haus gekommen.
Ein Freundin ist mitgegangen und hat gesagt, Eva geht gar nicht einer! Und ich habe gesagt, Tina, ihr musst da reiner! Das war der erste Blick und heute haben wir jetzt zurückgedreht. Was war das Erste? Herereinkommen und wahrnehmen was passiert ist? Dadurch dass die Hauste offen war waren Deko-Stücke vom Fensterbrillen-Pfortzimmer waren im Vorgarten, im Fortzimmer irgendwie total skurril.
Ich habe eine Brotdose, die steht in der Küche und auf der Brottdose hab ich einen Stritzel mit Handnummer am Samstag, der überblime ist. Und diese Brot dose mit dem Stritzl, der trocken war, den wir gegessen haben nachher wieder, ist im Fortsimmer gewesen. Ist nicht der Ernst? Also das war irgendwie so total schräg!
Und dann, wie ich halt weitergegangen bin. Also im Wintergarten waren die Kredenzen alles klingen? Es war als Kundenbund durcheinander. Das hat sich ja tatsächlich beim Reinkommen heute erklärt bis über die Steckdosen, wenn man sitzt Kopfhöhe, das Kind ist da drüber und das Wasser herrscht diesen Rhein mit Kärten.
Was überprüft man denn, wenn man das erste Mal das Haus betritt und man realisiert? Da war jetzt wahrscheinlich bis zur Hälfte des Raumes Wasser. Worauf schaut man? Wo liegt der Fokus? Was denkt man? Denkt natürlich gar nichts! Also ich habe auf Völge Lehre gehabt. Ich war wie ein Zuschauer da gewesen weil es waren sofort meine Freundinnen hier die begonnen haben auszuräumen.
Es war ja überall in der Besteckleide, überall das Wasser drinnen. Und die haben strukturiert... Man selber sagt, schmeißt alles weg, weil du bist überfordert mit der Situation. Das ist alles dreckig und schlammig! Die haben gesagt wir schmeißen nix weg. Wir räumen das aus. Wir bringen es von einem Freund zu einer Mutter, die hat eine Woche lang alle meine Sachen gewaschen, die in einen Stall dann alles aufkommen.
Also wir weggeschmeißen können sie immer noch. Und ich kann mich noch erinnern... Was war da dabei? Wie viele Dinge. Ah, was war da bei der ganze Hausrasche? Alles, was in einer Küche gestehe, die Stücher von der Couch, die Beusters haben irgendwo gelegen. Meine Handtaschen alles, was im Erdgeschoss schur.
Alles war irgendwie mit Dreck und Schlamm und sie haben eigentlich also wir haben fast nichts weggeschmissen. nur wo man wirklich so offensichtlich gesehen hat das geht nicht Und ich weiß es nur am Montag, da sind dann noch von Johannes Freundinnen mit dem Papa gekommen. Von der Landjugend, die dort Ausrauma geholfen haben.
Ich bin gestanden und habe einfach zugeschaut was sie machen. Ich war unfähig, ich hätte nicht gewusst... Mit den Zuständen besteimst du ein bisschen parallel? Völlig unmacht! Weil es ist einfach alles zu viel. Es ist alles, was wir in drei oder zwanzig Jahren aufgebaut haben. Ist in Stunden zunichte.
Davon geschwommen? Der Parkettbund hat sich aufgestellt... Ich habe zum Beispiel einen Schubladenkosten von meiner Oma der über zweihundert Jahre alt war. Er ist irreparabel kaputt. Meine Oma hat den von weiß nicht wo sie überall war, hat sie diesen Kosten mitgenommen Und bei mir hat das ein Ende gefunden, weil er einfach kaputt war.
Und viele so Dinge... Idealer Wert? Genau, der ideale Wert, was dann dann kaputt ist. und es war irgendwie wie ein Marionetten am Seil du funktionierst so wie die irgendwer lenkt oder so. Das war wie ich gesagt, das war ja... Und das bedeutet für euer Haus, für eure Menschen um euch. also wenn man das erste Gefühl ist, wenn du erzählst, dass du hast unfassbare Freundinnen Ja, also das war ... Es ist heute noch was sehr emotional für mich.
Also dass meine Freunde die haben uns aufgefangen und dann sind so viele Fremden gekommen, die einfach bei der Tür einer geschaut haben und gesagt wo können wir euch helfen? Und wir haben halt danach gesagt na bei uns Sankt-Nur aber bitte geht's ins nächste Haus oder ins übernächste Frogsturt ob sie irgendwo helfen könnt.
weil wie gesagt diese Welle der Hilfsbereitschaft Die war wirklich ganz, ganz enorm. Und der Vater noch? Ja. Und es ist auch so dass diese Hilfsbereitschaft, diese Solidarität an ein Stück weit addern trockt. Ich habe ja dann als Bezirksbäuerin, das ging in den Herbstsitzungen weiter und da wie es voriges Jahr war waren Bäuerinnenwahlen ganz niederösterreich beziehungsbäueren Wahlen.
Ich bin eigentlich in jedem Bezirk gewesen und war bei den Wahlen dabei. Und ich hab halt überall meine Geschichte erzählt, das war für mich Teil der Bewältigung, dass ich jetzt nicht daheim sitze und den ganzen Dreck anschauen muss. Daheim haben wir eine sitzen können, weil sie dann bei Freunden unterkommen.
Und immer meine Geschichte hat keiner. Der Druck auf Österreichs Bäuerinnen und Bauern ist groß. Maschinenring unterstützt mit zwei vom Landwirtschaftsministerium geförderten Projekten. Wissensausdau springt neue Agrartechnik und gezielte Schulungen, und Happy am Hof bittet Prävention und Unterstützung für die Gesundheit.
Mehr auf maschinen- ring.at und happyamhof.at. Wie ist denn das bei Freunden unterzukommen? Erwachsen. Man ist nicht mehr Studentin, man ist nie mehr Teenager der einmal schnell bei Freunden schläft. Man hat eigentlich zu Hause sein gewohntes Bar, seine gewohnte Kleidung, seinen gewohnten Schlafzimmern und plötzlich schläft man bei anderen.
Ist das nicht auch besonders wenn es für längere Zeit eine enorme Umstellung? Es ist eine enorme umstellung. nur wir haben das Glück gehabt! Wir haben bei Freundinnen in Sikatskirchen ein kleine Wohnung gekriegt. In der Wohnung war Küche, Schlafzimmer, Wohnzimmer und für Johannes. Wir haben eine Einheit gehabt, wo wir unter uns haben können.
Weil wir haben die ersten paar Tage bei Freunden geschlafen. Dann haben wir beim Schwager geschlaften. Und sie haben aber gewusst, wir müssen weg. Wir brauchen unseren eigenen Raum wieder. Rückzugsplatz. Genau, genau. Wie lange hat dann diese Phase angehalten? von wir können nicht ins Haus? Wir müssen das wohnen.
Wir müssen jetzt eigentlich mal nur reparieren putzen waschen sauber machen wiederherstellen. Ja dadurch dass ihr das bei uns nicht noch ein Haus war sondern ja unser Wohnhaus das Bauernhaus wo die Schwiegermutter wohnt der Hofleuten und das Haus beim Hofleuden wo man ukrainische Familie haben. Haben wir messen uns einmal sammeln und da fängt man an.
Genau wo fange ich jetzt an Und ich habe gesagt, wir können nur gut arbeiten, weil man wieder unser eigenes Zuhause haben. Mein Ziel war es voriges Jahr vor Weihnachten, in meinem Haussau wieder meinen eigenen Verwenden zu sein und das haben wir geschafft auch wieder mit Hilfe. Wir haben einen Maler gehabt der uns unengeldet... Also von September bis September haben sie es geschafft wie du zurückziehst?
Genau genau genau! Und wir haben einen maler gehabt. er hat uns Unengeldlich, das Erdgeschoss wurde ausgemacht. Und wir haben aber den gar nicht kennend. Das ist ein Bekannter von meinem Schwager und einer Familie möchte ich helfen. Und mein Schwager sagt ja, ich kenne ihn und die haben uns das ... Obwohl die auch... Weil zu dieser Zeit wie jeder einen Maler haben und zu dieserzeit wie jeder keine Ahnung Handwerker haben, die er braucht.
Und das hat alles wirklich super funktioniert. Viele Möbeln. Mein Bruder hat LKW-Unternehmen, der hat uns ein Container hergestellt und wir haben die Möbeln in Containern. Und dann haben wir es so im Dezember Stück für Stück gereinigt, gesäuert, erlassen, geschaut. Kann man das nur mehr nehmen? Wir können jetzt da noch nicht alles neu kaufen.
Wir stellen das einfach an eine Hot-Hot-Lebensspur Ende. Und so ist das dann eben wann wir im Dezember wieder erinnern. Und wir haben dann wieder Kraft sammeln können dass man sagen soll, jetzt kommt das nächste Stück. Jura, was hast du dann überhaupt Kraft genommen? Weil die Bewältigung von so einem Schicksalsschlag vor seinem überwältigenden Schaden gleichzeitig die überweltigende Hilfe von Freunden.
und gleichzeitig sollen wir eigentlich funktionieren und vielleicht im Laden Brot verkaufen. aber es wird da dein Haus weggespült, es wird dort ein Hofladen weggespült. woher nimmt man da die Kraft weiter zu machen und nicht völlig zu verzweifeln? Die Frau habe ich mir eigentlich selber noch nie gestört.
Aber ich denke, ich bin ein positiver Mensch und ich bin jemand der sagt Geht nicht gibt's nicht? Und es gibt Menschen mit viel, viel schlimmeren Schicksal schlägen! Da war unser Hochwasser-Spaziergang im Vergleich dazu. Und darum haben wir gesagt, also auch mein Mann und ihm sagt zu, wir schaffen das und wir tun da weiter und es wird wieder funktionieren Stück für Stück und Schritt für Schritt und dieses Gemeinsam, dass man gesehen hat, ja okay jetzt haben wir da wieder unseren Haus so halbwegs bewohnbar und so sind wir halt Stück für Stück in jedem... jeden Schritt gegangen und wieder alles so in die Richtung zu bringen, wie es vorher war.
Was macht das mit einer Partnerschaft? Was macht es mit einer Familie? Man wächst noch mehr zusammen und man stützt sie gegenseitig weil es gibt natürlich Phasen was du denkst so und jetzt will ich nicht mehr und jetzt kann er nicht mehr. Und dann sagt der andere wieder komm das wird schon und das machen wir schon ja.
Irgendwer ist immer der dann den anderen wieder ein bisschen aufrichtet und wieder so kommt Das machen wir und das funktioniert wie eine Funktion. Ich kann mir vorstellen, dass vielleicht auch unterschiedliche Art der Bewältigungstrategien gibt. Da habt ihr da auch Unterschiede entdeckt. Weil du sagst, die hat es gewolfen überall immer wieder darüber zu sprechen und das offen zu erzählen Wie seid ihr innerhalb der Familie, hat jemand das anders abgearbeitet?
Ich glaube mein Mann hat es einfach in dem auch gearbeitet. Dass er sagt ich tue heute wieder was zusammenrahmen und ich tua wieder irgendwo was putzen. Das im Steueralles passt so. Das ist mit ihm immer Stück für Stück wie er senkt dass dies wieder eh wird. Er hat's eher glaube ich so gemeistert. Wir haben jetzt das Jahr zwanzig sechsundzwanzig und er seid immer noch dabei immer wieder mal Dinge auszutauschen zu erneuern.
Wie lange glaubst du, braucht es damit du oder ihr wieder auf dem Stand seid? Was sagt's? jetzt fühle ich mich wohl. Oder ist das schon eingetreten oder kommt das erst oder braucht's dann noch eine Etappe? Also wo füllen wir uns schon wieder? ja? Wir sind wieder gut geerdet. Es ist wieder so ... Ich sag mal Kleinigkeiten!
Wir finden immer noch Schlamm und Trick überall. Man nimmt ein Latter in die Hand Da ist noch immer der Dreck drauf. Oder beim Fenster, ihn und wieder in den Fugen findet man noch immer den Schlammer. Ich glaube ich habe das letztens verglichen wie irgendwann mit Konfetti bei einer Party. Du findest Jahre später noch immer die Konfette irgendwo.
Und so ist es mit dem Drecker, der immer noch irgendwo ist. Es sind viele Maschinen auch mit Leidenschaft zogen. Wahrscheinlich noch immer nicht weiß, wie lange wollte die Maschine jetzt. Diese Ereignisse würden sich ja noch lang begleiten. Was macht es mit einem, dass so etwas passiert? Dass man Angst hat um sein Haus und gut länger nicht zurück kann in seine eigenen vier Wände.
Das Urbedürfen ist ja auch jedes Menschen in seiner wohlbehaagliche Höhle zurückzukehren sicher zu sein seinen Safe Place zu haben. was macht das insgesamt mit einem so ein Ereignis in deinem Leben, dass einmal schon einen Satz fallen lassen? zwar das ist mal wieder ein bisschen dünn heutiger feinfülliger sensibler?
Ist das was herausgekommen oder was kommt nachher raus? Nimm uns mit, beschreibe uns. Das ist auf alle Fälle so, dass man auch dünnhäutiger wird und denkt, manche Dinge ... Oh Gott! Da denke ich gar nicht darüber nach. Da geht's um nichts im Vergleich zu dem, was wir aber auch viele andere Dünner für der Lebt haben.
Wir tappen immer wieder, dass es manchmal Dinge oder Situationen gibt, wo ich das Gefühl hab Boah, jetzt ist mein Akku leer. Und ich glaub die Akkus nach so einem Ereignis, die werden einfach schneller leer. und ich war zwar im Mai habe ich Gesundheitsvorsorge aktiv vor drei Wochen in Strobel am Wolfgangsee.
Es war super! Ich hab es gebracht dringendst und hab ein Zeitaland daran gezehrt aber das hält nicht so lange an. Es kommt immer wieder dies wo ich mir denke, boah mein Akkku ist leer Und ich bin dann oft ... Wo ich mir denke, so. Wenn du jetzt nicht sofort aufhörst mit den Schatten, glaube ich, zucke aus, wo ich eigentlich nicht jemand bin, der irgendeine Kleinigkeit hat.
Genau! Auf alle Fälle. Wie geht es dir heute, wenn's regnet? Ich kann das nicht beschreiben. Es gibt ein Regen Den hat es auch mal im Herbst so geben, dieses Geräusch und wie's beim Hochwasser war. Und das war wieder in den Wetter vorhersagen. Es ist in Italien ein Italientief. also es waren so viele Vorzeichen.
Es is dann eh nix gekommen ja? Ich war auf einer Sitzung bin Hemd fahren und hab zu meinem Mann gesagt bitte schau! In der Wetter er perzt wieder zum Regner auf oder sagt ihr um Ansätze? Aber das war nicht einmal gewitterkommt. Das macht mit mir gar nichts. Bestimmt der Ton des Regens oder Stärke des Regenfeuers, bestimmte Wetter-Situationen?
Da wird man sehr sensibel. Tauscht man sich auch aus mit Nachbarinnen und Nachbarn, denen es in der Region endlich ergangen ist? Gibt's da vermehrt Zusammenhalt seither? Macht das was mit der Gemeinschaft? Ja, ich glaube es ist so wie überall. In der Situation ist ein ungeheures Zusammengehörigkeitsgefühl da weil ja jeder momentan mit dieser Situation ist je länger das weg ist umso mehr Flach des anderen wieder auch.
Ich glaube das ist einfach in der Natur der Sache drinnen dass wenn man immer mehr so in dem Ganzen drinnen ist dass das halt einfach wieder ein bisschen weniger wird Bei vielen oder bei manchen denken wir an das Verständnis, die halt nicht betroffen worden sind. Ich mach jetzt über Weihnachten zwei Wochen zu, es muss Pause sein.
Manche Leute verstehen das nicht. Die einfach nett betroffen waren und die net dieses mentale Gewitter gehabt haben. Und da muss ich mir wirklich manchmal zusammennehmen und muss doch hin- und wieder hervorholen was in der Region passiert ist. Es ist mir ein Bedürfnis dass ich das schon immer wieder auch noch erzähle.
Das darf nicht vergessen werden weil es ist noch nicht für viele vorbei Und viele haben viel länger nicht in einer Heißerschlafen-Wohnerkennung als wir. Darum ist es noch nicht so, dass man sagt, das kommt nicht wieder und wir brauchen nicht mehr darüber reden.". Jetzt bist du ein wahrer Tausendsasser.
Man übernimmt sehr oft auch die Stimme für viele Frauen, für die Bäuerinnen. Du hast einen Hofladen, du bist Brotböckerin, du lernst die Tätologien und du bist zweifache Mutter oder Ehefrau. Du bist eine Frau der Hände so weit reichen, dass man es kaum glauben kann. Was hast du aus dieser Phase oder diesen bisherigen Ereignissen, die euch da wieder fahren sind?
Was hast Du gelernt, was hast Du mitgenommen, was hat das gemacht aus dir? Was habe ich mitgenommen? Es ist diese Hilfsbereitschaft, die da war. Man muss auch lernen Hilfe anzunehmen. also das ist wenn man immer ein Mensch war der immer gegeben hat und plötzlich kommt er erst zu dir und sagt ihr würdet jetzt was spenden und ich so du kannst mir nicht spenden.
es geht nicht. ja aber man muss das lernen auch Hilfe anzunehmen. Und ich bin aber jetzt so wieder, wo ich wohl höre. Ich würde es wieder zurückgeben! Ich würde es ja nicht für mich behalten, diese unendliche Solidarität die wir da alle erlebt haben. Ich würde das jetzt nicht dass das so irgendwie nichts passt ist so sondern ich will wieder einen Teil zurückgeben.
und auch eben bei der Bäuer in einer Organisation wenn man da irgendwo helfen kann dass man sagt Ja wir unterstützen und erhelfen also ich würde es nicht alles dass das nur zu mir kommt sondern ich würde das das wieder weiter geht. Das habe ich mal gelernt diese Hilfe anzunehmen. Was ich auch gelernt habe, dass man manche Dinge einfach ein bisschen doch gelassener sehen muss.
Und wenn ich jetzt meine Auszeit brauche, dann nehme ich sie mir. Ich sage das dann auch immer wieder zu meinem Ausgang. In vierundalsig Stunden war unser Habern gut weg und wenn ich mich jetzt drei Tage irgendwo in Urlaub begebe oder an nichts tue ... Die Arbeit war davon, wir haben dann wieder ein bisschen Kraft und Energie.
Also dieses Auszeitnehmen habe ich vorher schon gemacht aber jetzt mache es nur für bewusster und wahrscheinlich brauche ich es jetzt öfter als es vorher gebraucht hat. Und das also diese Auszeit oder abschalten oder einfach einmal am Nachmittag hinsetzen durchlesen? Oder wie es im Winter ist, einmal ambulare Stricken.
Das ist so für mich ein schönes Auszeiten-Genuss genau! Ich danke dir ganz herzlich, dass du uns mitgenommen hast auf vielen Passagen auch sehr berührend. Dass man selbst das Zuhörerin, die sich das nicht vorstellen kann, das Gefühl hat wir war dabei und auch tief berührt ist über das was euch passiert ist, auch an gutem, nämlich ein Netzwerk.
ich habe für dich jetzt am Finale des Gesprächs noch einen kurzen Word-Rack vorbereitet wo ich dich im kurze Knacke geantworten bitte damit wir unseren Bild machen können von Derg Vielfältig und zukunftsorientiert. Mein Tiefpunkt? Wo war das Hochwasser? Mein Muteausbruch. Täglich, täglich habe ich mein Muteausbruch immer wieder Neues zu tun.
Mein Herzensmoment? Mein Herzensmoment war ja wie man Volksverweihnachten wieder im Haus sein darf. Und mein Antrieb? Mein Antrieb... Schwierig, es treibt mich an. Ich bin ein positiver Mensch und das ist mein Antrieb. Geht nicht, gibt's nicht! Ich danke dir ganz herzlich, dass wir mit dir zu Gast sein durften hier in deinem Haus, indem sich so viel verändert hat und trotzdem alles wieder gut wurde.
Das wünschen wir da auch für den Hof und für alles was du zu deinen Aufgaben fällst und zu deinem Lebensbereich gehörten soll. Danke, dass ich dich besuchen durfte. sehr gerne. Die hat die Folge gefallen, die Lebensgeschichte hat dich inspiriert. Dann schickst doch weiter! Wir freuen uns über jedes Like und wenn du keine Folge verpassen möchtest dann aktiviere die Glocke und du wirst immer benachrichtigt wenn eine neue Folge erscheint.
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