Im Museum

Gutes Sammeln, böses Sammeln – Deep Dive mit Anna Weinmann (Naturhistorisches Museum Wien)

Freitag, 11. September 2026 · 42 min

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Shownotes

Co-Kuratorin Anna Weinmann über 150 Jahre NHM Wien, koloniale Altbestände, NS-Raubgut und verantwortungsvolles Sammeln
Ein Elefantenfuß als Hocker, Tigerköpfe als Trophäen und ein Computerspiel, in dem man den Abschussrekord von Erzherzog Franz Ferdinand zu brechen versucht: Die Sonderausstellung „Gutes Sammeln, böses Sammeln“ im Naturhistorischen Museum Wien nimmt das 150-Jahr-Jubiläum des Hauses zum Anlass, kritisch auf die eigene Sammlungsgeschichte zu blicken – statt einer Jubelschau.

Andreas spricht mit Anna Weinmann, Mikropaläontologin, Kuratorin der mikropaläontologischen Sammlung und Co-Kuratorin der Ausstellung. Wie wuchs eine Sammlung auf heute mehr als 30 Millionen Objekte? Wie geht das Museum mit problematischen Altbeständen um? Und was unterscheidet unrechtmäßiges Aneignen von verantwortungsvollem Sammeln?

Darüber sprechen wir

• Die Ursammlung von Kaiser Franz Stephan und die erste wissenschaftliche Erschließung durch Ignaz von Born

• Warum die Schausäle des Museums im Sinne der Evolution aufgebaut sind

• Habsburger als Sammler – und die Jagdleidenschaft von Erzherzog Franz Ferdinand

• Menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten, Provenienzforschung und Rückgaben an Delegationen aus Hawaii und Neuseeland

• Sammlungen, die in der NS-Zeit ans Museum kamen, und die Schicksale dahinter

• Gutes Sammeln heute: Herkunftsnachweise, Fossilien-Schwarzmarkt, Nagoya-Protokoll und Citizen Science

• 30 Millionen Objekte und die Frage nach dem Platz: vom Tiefspeicher bis zur unerwarteten Entdeckung in einer alten Lade

Kapitel

• Intro und Mikropaläontologie

• 150 Jahre NHM Wien: Warum diese Ausstellung

• Franz Stephan und die Ursammlung

• Ein Museumsbau im Geist der Evolution

• Franz Ferdinand und die Jagd

• Menschliche Überreste und Rückgaben

• Sammlungen aus der NS-Zeit

• Gutes Sammeln, Fossilien und Herkunftsnachweise

• Wie Museen heute sammeln: das Nagoya-Protokoll

• 30 Millionen Objekte und die Frage nach dem Platz

Zur Ausstellung

„Gutes Sammeln, böses Sammeln. 150 Jahre Naturhistorisches Museum Wien“ ist bis 27. Juni 2027 in den Sonderausstellungsräumen des NHM Wien zu sehen.

Links

• Die Ausstellung „Gutes Sammeln, böses Sammeln“ auf der Seite des NHM Wien (nhm.at/gutes_sammeln_boeses_sammeln)

• Das Naturhistorische Museum Wien im Lexikon der österreichischen Provenienzforschung (lexikon-provenienzforschung.org/naturhistorisc…)

• Pressemitteilung des NHM Wien zur Rückgabe menschlicher Überreste nach Hawaii (2022) (idw-online.de/de/news788378)

Mehr auf immuseum.at

• Die Geschichte zur Folge: Gutes Sammeln – Böses Sammeln: das Naturhistorische Museum Wien prüft sich selbst (immuseum.at/ausstellungen/gutes-sammeln-boeses…)

• Das Museum: Naturhistorisches Museum Wien (immuseum.at/museen/nhm-wien)

• Alle Folgen von Im Museum (immuseum.at/podcast)

Im Museum ist der Podcast von immuseum.at – wir erzählen die Geschichten hinter Objekten, Ausstellungen und Museumsfassaden. Produziert von sisigrant – Verlag und Agentur für Wissensjournalismus (sisigrant.com) in Wien.

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