
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Dritter Sieg im dritten Spiel: Hertha BSC hält sich in der neuen Saison weiter schadlos. Gegen Saarbrücken brauchte es dafür ein bisschen mehr Geduld als vorgesehen. Doch am Ende bleibt das Gefühl, auch Widerstände überwinden zu können.
Wie Elfmeterheld Marius Gersbeck seinen größten Tag als Hertha-Torwart erklärt? Und warum Traumtorschütze Paul Seguin dieses Jahr unverzichtbar für die Berliner ist? Darüber sprechen die Morgenpost-Sportredakteure Paul Gorgas und Nelis Heidemann in der neuen Folge des „Immer Hertha“-Podcasts.
Außerdem geht’s um einen Konkurrenzkampf um die Nachfolge von Marten Winkler, die bevorstehende Verpflichtung eines neuen Linksverteidigers und eine schwierige Auswärtsaufgabe in dieser Woche.
Viel Spaß beim Reinhören!
Mehr zum Thema:
• Neuer Spieler im Anflug: Hertha BSC gelingt der nächste Entwicklungsschritt (morgenpost.de/sport/hertha/article412939119/ne…)
• DFB-Pokal: Fabian Reese kehrt nach Berlin zurück – was erwartet ihn? (morgenpost.de/sport/hertha/article412939745/df…)
• „Kam mit seinem Holzschädel hoch“ – Hertha-Profi berichtet von kurioser Blessur (morgenpost.de/sport/hertha/article412936344/ka…)
• Der Held für Hertha BSC: Marius Gersbeck hat einen großen Traum (morgenpost.de/sport/hertha/article412934163/de…)
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Es ist schon einfach ein geiles Konzept, dieses Pokalwochenende in der ersten Runde. Viele tolle Geschichten und auch Hertha BSC hatte gehörigen Anteil daran. Es ist Zeit für neue Helden. Hallo und herzlich willkommen zu Immer Hertha am Montag nach der ersten DFB-Pokalrunde in Saarbrücken. Und ich bin sehr froh, dass wir von der anderen Seite des Landes den Kollegen Paul Gaugas zurückgewonnen haben zu uns ins Studio. Moin Paul!
Ja, grüß dich. Das war auch ein hartes Stück Arbeit. Eine sehr lange Zugreise gerade zurück mit Ausfällen und Umbuchungen und Verspätungen und so weiter, wie man es eben kennt. So eine Bahnreise durchs Land, aber ich habe es geschafft, pünktlich Montagvormittag hier in Berlin zum Immer Hertha-Podcast.
Du weißt ja direkt an der französischen Grenze schon einen leichten Europapokal-Charme, Hauch irgendwie mit Hertha oder wollen wir mal noch nicht so weit vorausblicken? Ja, ich würde es nicht übertreiben, aber es stimmt schon, es ist natürlich alles sehr französisch geprägt, das schon. Also man sieht schon viel französische Sprache auch um sich rum.
So wie gesagt, allein die Dauer der Reise liegt ja schon nahe, dass man eigentlich ins Ausland unterwegs ist. Aber der Immer-Hertha-Podcast bleibt mit den Füßen auf dem Boden, wie ihr es immer kennt. Wir reden über das 5-3-Nach-Hilfmeterschießen von Hertha BSC beim 1. FC Saarbrücken. In der ersten DFB-Pokalrunde und es war irgendwie die typische Herausforderung, so ein richtig guter Gegner, ewig lange Reise, krasse Stimmung im Stadion, aber, sie haben es bestanden und natürlich wird Fußball immer von hinten erzählt, wir hätten jetzt eine völlig andere Geschichte hier mit dem gleichen Fußballspiel, wenn das Elfmeterschießen anders ausgegangen wäre, aber es war eben der große Tag des Marius Gersberg.
Ja, also im Prinzip ist es ja der denkbar knappste Ausgang, wenn du erst im Elfmeterschießen gewinnst. Aber es waren sich dann eben alle einig, dass der Sieg irgendwie hochverdient war. Also es hat auch von Saarbrücken niemand so richtig gehadert mit einer großen vergegenen Chance, die man da gehabt hätte. Es war einfach dann wirklich ein fairer und verdienter Sieger mit Hertha.
Aber es ging dann an den Punkt, es ging um das Duell aus Elfmetern und das war dann Marius Gersbeck, der entscheidende Mann, der zwei Elfmeter pariert, der die auch sicher pariert. Also es war jetzt nicht irgendwie glücklich, einen schwach geschossenen Elfmeter irgendwie nochmal so rausgefischt, sondern das war schon ganz klar, dass er wusste, wo die hingehen könnten.
Einer war eh so zentral, den er abwehrt, dann den zweiten hält er auf jeden Fall ganz bewusst. Also er war auch einfach gut vorbereitet und das war auch Thema dann hinterher, dass die gute Vorbereitung insbesondere von Torwarttrainer Andreas Menger hervorgehoben wurde. Und dann, klar ist es natürlich nach dem Öffnieterschießen, die Jubelfeierlichkeiten einfach nochmal größer, wenn du quasi mit dem letzten Schuss das Spiel entscheidest, mit der letzten Parade das Spiel entscheidest.
Da wurde dann Meroz Gersberg vom ganzen Auswärtsblock gefordert, gerade natürlich von der aktiven Fanszene, zu der er ja auch eine gute Verbindung hat, aber auch generell vom Auswärtsblock, die da seinen Namen skandiert haben. Und er stand da aber gerade noch im TV-Interview, hat da irgendwie nochmal erzählt und dann wurden die Fans und auch die Mitspieler so ungeduldig, dass er dann das Interview abgebrochen hat und schnell rübergelaufen ist und sich dann nochmal richtig feiern lassen.
Ja und jetzt kommen wir eben auch hier in diese Situation, dass wir das erste Mal in einer Immer Hertha-Folge ihn wirklich feiern müssen oder feiern dürfen. Das war ja lange nicht abzusehen, dass das nochmal so passiert. Aber er hat sich eben diese Chance wirklich erarbeitet über die Zeit und natürlich auch ein bisschen Glück, dass eigentlich noch eine neue Nummer 1 kommen sollte, das ist bisher nicht passiert, wer weiß, Transferfenster ist immer noch offen, man sollte niemals nie sagen bis zum letzten Tag natürlich, aber jetzt war er eben da, hat sich diese Chance erarbeitet und wir haben ja letzte Woche auch schon über ihn gesprochen, was zu Regendiskussionen in den Kommentaren geführt hat und man muss eben sagen, diese Woche.
War er wirklich der Mann, auf den es am Ende ankam, auch wenn er beim Ausgleichstor natürlich unglücklich aussah. Das muss man schon auch sagen, gehört schon auch zur Wahrheit mit der ganzen Leistung dazu. War irgendwie schwer zu durchdringen, dieses Tor. Der Ball ist total zentral eingeschlagen, deswegen sah er eben mies aus, hat er ja auch selber hinterher eingestanden.
Aber es kann schon gut sein, dass da irgendwie natürlich so Sicht ein Thema war, war irgendwie schwer zu sehen so im Fernsehen. Ja, also in der Realgeschwindigkeit im Stadion dachte ich auch, ja, das ist halt irgendwie so... Also so eine Granate, die da einschlägt, einfach zu hart und zu schnell, dass man da nochmal reagieren kann, gerade wenn dann eben so ein paar Leute noch auf Folie stehen.
Gleichzeitig hat man irgendwie in den Fernsehbildern aber auch nicht irgendwie so Indizien dafür ausmachen können, dass der Ball jetzt irgendwie abgefälscht wäre oder dass da wirklich das Sichtfeld so versperrt war. Also er ist dann eben einfach sehr zentral, wie er einschlägt, hat geflattert auf jeden Fall, das hat er ja auch eingestanden.
Insofern ist vielleicht so ein Kammernhalten-Ball. Ist natürlich dann sehr bitter, wenn man in der Nachspielzeit nach einem so überlegenen, so dominanten Auftritt noch den Ausgleich kassiert und in die Verlängerung muss. Gerade auswärts bei einem Drittligisten, der ja auch gute Erfahrungen, was Pokalfights angeht, gemacht hat.
Das ist dann schon sehr, sehr ärgerlich gewesen. Insofern umso schöner für Marius Gersberg, dass er quasi das selbst wiedergutmachen konnte, dieses Gegentor, auch wenn es nicht hundertprozentig sein Fehler war und dann eben zweimal hält. Im gleichen Anzug muss man natürlich aber auch sagen, dass auch die Schützen.
Gute Arbeit geleistet haben bei Hertha. Alle relativ souverän verwandelt. Bei Linus Gechter war, glaube ich, der Torwart noch ein bisschen dran. Aber die anderen waren alle sehr sicher. Und auch das müssen wir seit dem Wochenende. Man musste im Lekmeterschießen auch erstmal Tore machen und auch treffen vom Punkt.
Schöner kleiner Seitenhieb. Es ist, als wäre die Kollegin Bördeling schon wieder da. Aber dabei belasse ich es auch. Besser ist das. Aber auch das hat funktioniert. Wie gesagt, haben wir schon von der Presse Drüner aus beobachten können. Während der Verlängerung hat er Andi Schumacher, der neue Co-Trainer, der offenbar auch da natürlich mit involviert ist.
Sich schon fleißig Notizen gemacht und ist dann auch im Spielerkreis rumgelaufen, hat so ein bisschen rumgefragt, abgefragt. Also ich glaube, das Trainerteam hatte schon eine Idee, wer ungefähr schießen könnte und dann ist es ja aber immer so, dann müssen die Spieler auch selbst sagen, sie fühlen sich fit, sie fühlen sich bereit.
So war es zum Beispiel bei Josep Breckerloh, der hat ja gleich als Kapitän die Verantwortung übernommen, den ersten zu schießen. Der hatte eine Minute vorher noch so Krämpfe, dass er nicht weiterlaufen konnte. Da fand ich es auch dann mutig, dass er sagt, ich gehe jetzt da trotzdem hin und schieße das Tor und schieße den Ball rein.
Das ist ihm gelungen, das ist dann wie gesagt auch so ein bisschen diese neue Rolle als Kapitän natürlich in so einer Situation voranzugehen. Aber wie gesagt, da war einfach sehr viel Souveränität dabei. Man hat einfach das Gefühl gehabt, die sind überzeugt, dass sie das Spiel dann eben aus Elfmetern gewinnen und so ist es ja auch gekommen. Ja, das war ein echter Charaktertest.
Und vor allem, wenn man nochmal auf Gersbeck zurückkommt, das ist ja alles andere als selbstverständlich. In dieser Rolle, wo er jetzt eben lange Zeit war, wo er sich hinten anstellen musste überhaupt und wo nicht klar war, ob er dann jetzt diesen Sommer oder zumindest die Hinrunde die Chance als Nummer eins bekommt.
Und dann kassiert er noch dazu so ein Gegentor, wo er nicht ganz frei zu sprechen ist von der Verantwortung und dann so stabil, so gefestigt ins Elfmeterschießen reinzugehen, das geht auch gehörig auf Andi Menger zurück, den Torwarttrainer, der wurde nachher auch gelobt. Ja genau, also da wurde dann diese Vorbereitung auf die Schützen hervorgehoben, das ist natürlich auch mal eine Teamleistung des Trainerstuffs, aber.
Er hat es einfach hinbekommen, dass er dann auf den Punkt auch da war und gleichzeitig ist Marius Gersbeck dann auch nervenstark genug, sich da im Duell zu stellen und die Paraden zu zeigen. Also das ist einfach ein funktionierendes Torwartteam. Das merkt man halt einfach über die Jahre wieder. Da gab es ja trotzdem Fluktuationen.
Torhüter, auch jeweils der Stammtorhüter ist gegangen, neue kamen, dann Talente wie Jack Ernst, die sich dann diesen Stammplatz als Nummer eins erarbeitet haben. Also da ist ja eigentlich schon viel Wandel auch immer wieder, Aber das Torwartteam als solches scheint immer ganz gut zu funktionieren unter Andi Menger und jetzt ist eben Marius Gersbeck an der Reihe, der sich jetzt drei Jahre lang hinten anstellen musste und sehr viel Geduld beweisen musste. Aber jetzt kann er sich zeigen.
Das ist sicher auch in Teilen durchwachsen, wenn wir auch an das Heidenheim-Gegentor, über das viel diskutiert wurde. Sprechen oder eben jetzt das in Saarbrücken, aber er hat dann eben auch diese Glanzmomente jetzt im Elfmeterschießen, zwei Paraden, also mehr Held kann man ja gar nicht sein. Ja und ich fand aber, er hat sich gut geäußert danach, weil er eben genau das gar nicht so herausgestellt hat, wie er es hätte herausstellen können in der Rolle, in der er war, aber er hat gesagt, ja keiner muss hier den Helden spielen bei uns, es geht einfach nur darum, dass wir als Team das Spiel gewinnen und das ist ja eben diese Einstellung, die jetzt Einzug erhalten hat und die auch auf alle anderen übergreift,
und gerade bei ihm hätte es ja niemand ihm verdenken können, wenn er jetzt mal nach so langer Wartezeit, wo es jetzt mal endlich herausbricht, eben so, auch sich selbst sozusagen auf die Schulter klopft und ein bisschen mehr in den Mittelpunkt stellt. Aber er hat gesagt, ey, wir sind alle zusammen ein Team.
Niemand muss sich hier irgendwie herausgehoben fühlen. Und es geht darum, dass wir alle den Traum erreichen. Und den hat er schon angesprochen. Das ist das Finale im eigenen Stadion. Ja, der bleibt bestehen. Der bleibt jetzt auch dank Marius Gersbeck am Leben. Und es ist ja so, dass dieser Teamgeist wirklich jetzt jede Woche hervorgehoben wird eigentlich von den Spielern.
Da haben wir auch schon mal drüber gesprochen, der Zusammenhalt ist natürlich immer so eine Sache, weil wenn es gut läuft, dann sagt jedes Team über sich, dass der Zusammenhalt wahnsinnig gut ist und das Mannschaftsgefüge so toll ist und alle gönnen allen alles. Das wird ja sowieso immer erzählt, gerade wenn es gut läuft.
Was dieses Jahr anders ist, ist, dass es wirklich Voraussetzung ist, damit irgendwas gelingt in dieser Mannschaft, weil sie sich einfach nicht mehr auf Einzelspieler und die Qualität von einzelnen Spielern verlassen können, sondern sie sind darauf angewiesen, dass sie irgendwie das miteinander regeln und dass sie das auch, mit einer Balance hinbekommen innerhalb des Teams, dass da alle mitgenommen sind, auch weil es einfach ein kleineres Team ist, kommt es auf jeden tatsächlich an. Da kann man auch niemanden außen vor lassen.
Insofern ist das schon einfach ein deutlicherer Faktor geworden. Ja, und wenn es diesen späten Gegentreffer nicht gegeben hätte, dann wäre das jetzt nicht die große Marius Gersberg-Folge, sondern die große Paul Seguin-Folge vielleicht. Noch ein anderer Spieler, Der sich sehr hervorgetan hat und der ein Wahnsinnstor zum zwischenzeitlichen 1 zu 0 geschossen hat. Da schien es so, als sei er der Matchwenne.
Lange Geduldsprobe, Hertha hat ja eigentlich echt ein gutes Spiel gemacht, muss man sagen. Viele Chancen rausgespielt, aber diesmal ist es eben nicht so wie die ersten beiden Ligaspiele gewesen, dass Sebastian Gröning gleich die erste Chance auch wegmacht und dann die Führung da ist. Sondern Hertha musste sich in Geduld üben und dann irgendwann eben dieser Seguinenknaller aus 30 Metern, der das Ding gezogen hat. Das war wirklich ein Wahnsinnstor.
Ja, absolutes Traumtor und schon fast folgerichtig, dass irgendwie Hertha mit einem Distanzschuss in Führung geht in diesem Spiel. Also es war ja jetzt zum ersten Mal auch ein Gegner, der einfach deutlich tiefer stand, deutlich weiter hinten erst attackiert hat. Das war eine neue Herausforderung. Hertha hat es versucht zu lösen mit vielen Kombinationen, gerade so zwischen den Ketten.
Das hat auch ganz gut funktioniert. Also der Weg zum Strafraum sah ja auch immer sehr gefällig aus. Hat sich auch Chancen herausgespielt. Also am Ende waren es über drei Expected Goals und auch glaube ich 33 zu 7 Torschüsse habe ich mir notiert. Also die Überlegenheit vorm Tor war ja auch total spürbar.
Sie haben sich halt nicht verwandelt, die Chancen. Da kann man dann auch sicher drüber sprechen, was das über die Offensivabteilung insgesamt aussagt. Das wäre das große Thema geworden, wenn sie das Elfmeterschießen verloren hätten. Dann hätten wir jetzt echt eine Chancenbucher-Thematik und vielleicht auch eine Stürmerfrage.
Kann man glaube ich auch trotzdem stellen. unabhängig davon, jetzt wie das Spiel ausgegangen ist, und gerade Paul Seguin ist eigentlich nicht der, der dann sich die Abschlüsse nimmt was ja daran liegt, dass er einfach den defensivsten Part im Mittelfeld spielt das war auch in Saarbrücken wieder vor allem Kevin Sesser, der dann sehr umtriebig erst im Spielaufbau beteiligt war, aber dann eben auch rund um den Strafraum sich Abschlüsse genommen hat teilweise im Strafraum zu Abschlüssen gekommen ist also der hatte auch allein zwei, drei Tore schießen können mit den Chancen, die er hatte dann war es aber dann doch der defensivere Counterpart da im Mittelfeld mit Paul Seguin und dass der einen guten Schuss hat,
ist bekannt, aber er kommt halt viel zu selten in die Situation. Auch das war hinterher noch Thema, dass er, glaube ich, gerne da mehr abschließen würde. Stefan Leitl, der Trainer, hat auch gesagt, darf er gerne öfter machen. Aber ergibt sich halt meist nicht so, weil er einfach in diesem Spiel, was Hertha jetzt angelegt hat, mit dem hohen Pressing und einem gewissen Risiko auch für Umschaltsituationen des Gegners, natürlich einfach eine viel bessere Absicherung auch im Mittelfeld braucht und das ist dann eben Seguins Aufgabe.
Insofern tonte da nicht so viel am Strafraum rum. In dem Fall war er auch nicht am Strafraum, weil es 30 Meter waren, aus denen er getroffen hat. Aber dass er dann so einschlägt, war umso schöner anzusehen. Und wie gesagt, das war dann so ein bisschen der vermeintliche Schlüssel zum Sieg. Es ist dann doch nochmal anders gekommen. Da war ja auch interessant, dass er hinterher meinte, dass es in der Halbzeit Thema war, dass sie dazu aufgefordert wurden, vielleicht mehr aus der Distanz zu schießen oder das einfach zu versuchen und dass das dann so aufgeht, sagt er auch irgendwie vieles aus darüber, wie es einfach gerade läuft für Hertha, dann sprechen sie so ein Thema in der Halbzeit an und dann fällt halt wirklich
so ein Ball auch mal rein aus 30 Metern da irgendwie. Aber auch abseits des Tores muss man ja über Seguin sagen, es war schon echt auffällig in der Verlängerung, als er dann ausgewechselt gefehlt hat. Er wurde ja glaube ich kurz vor Schluss 86. oder 87. irgendwie ausgewechselt. Im Ballvortrag und in der Gesamtstruktur des Spiels, da fehlt er dann an allen Ecken und Enden. Also wenn der sich nochmal verletzen sollte, hat Hertha echt ein Problem.
Das ist jetzt der eine Mann, auf den es wirklich ankommt. Der spielt ja häufig gar nicht mal so super auffällig, aber man hat es echt gemerkt, fand ich, in dieser halben Stunde, wie er doch fehlt, wenn er nicht da ist. Das ist so ein Stück weit das Herzstück dieses Spiels im Mittelfeld, natürlich positionsbedingt als zentraler Mittelfeldspieler.
Aber es ist ja auch so, dass er sich im Aufbau allein schon in die Viererkette, die dann eben eine Dreierkette mit ihm quasi ist, fallen lässt, um das Spiel quasi von der letzten Linie aus anzuschieben. Also da ist er schon wichtig allein, dann wie gesagt für die Absicherung und für die Balance auch zwischen Offensive und Defensive.
Und ja, das merkt man dann schon, dass er da so in der Schaltzentrale einfach der Schlüsselspieler ist. Das stimmt, es gibt keinen gleichwertigen Ersatz für ihn, aber das finde ich ist an mehreren Positionen in diesem Kader so, dass du eine sehr gute A-Lösung hast, wie eben Paul Seguin an der Stelle und dann aber keinen gleichwertigen Ersatz.
Also die Zeiten sind eben auch einfach vorbei im Kader und gerade deswegen ist es ja dieses Jahr so wichtig, dass die Verfügbarkeit hoch bleibt, dass es keine langen Verletzungen gibt und man kann natürlich auch gleichzeitig rückschließen, auch wenn wir nicht mehr so gerne darüber reden über letzte Saison, aber was wäre wohl gewesen, wenn Paul Seguin von Anfang an fit gewesen wäre, von Anfang an diesen Impact hätte haben können.
Auch das merkt man jetzt, was das geben kann dem Spiel, wenn er einfach konstant abrufbar ist jede Woche. Ja, diese ewige Frage des, was wäre wohl, wenn. Sie wird uns noch ein bisschen begleiten. Aber es waren also diese beiden Spieler, Marius Gersbeck, Paul Seguin, die die klaren Matchwinner wurden.
Eine andere interessante Position, wo es auch um Ersatz oder Nachfolge geht, ist der rechte Flügel. Martin Winkler, nachdem er abgewandert war, stand das erste Mal jetzt nicht mehr zur Verfügung. Wir hatten mit Oduvazeo und Adewumi eigentlich in der Startaufstellung gerechnet, es wurde Yondago Torstein-Son.
Über dessen Leistung, können wir vielleicht auch mal transparent sagen, wir auch durchaus diskutiert hatten über die Ferne. Ich fand ihn durchaus ansprechend. Du warst nicht so ein großer Freund davon, aber ich meine doch, er hatte wirklich seinen Anteil am Offensivspiel, auch an der echt stürmischen Anfangsphase von Hertha, hatte gute Chancen, hat den Abschluss gesucht.
Ja klar, es bleibt wieder das alte Torstein zum Thema, dass er das Ding halt einfach da auch mal reinmachen muss, was wir schon immer mit ihm hatten hier. Aber ich fand, das war ein Auftritt, der durchaus Lust auf mehr gemacht hat und jetzt kannst du zu großen Gegenräder ansetzen, wenn du möchtest. So entschlossen fällt die gar nicht aus.
Ich finde, fängt damit an, dass er eigentlich eine gute Vorbereitung gespielt hat. Er war auffällig in der Vorbereitung, hat Traumtore wie jetzt Paul Seguin in der Vorbereitung zum Teil geschossen, beziehungsweise auch ist er mit vielen Assists aufgefallen in der Vorbereitung. Also er hat sich schon seinen Platz in der Nähe der Startelf auch verdient.
Auch da natürlich, weil er noch da ist und es sonst nicht mehr so viele Spieler gibt, auch für die Offensive. Das ist sicher ein Punkt. Ich glaube, ich verstehe auch, warum er Stadolf gespielt hat, weil es eben kein Spiel für superschnelle Spieler war wie Jeon und Adewumi. Klar, aber du wirst jetzt nicht ständig zur Grundlinie durchbrechen können gegen diesen tiefstehenden Gegner. Du brauchst jemanden, der sich so ein bisschen besser zwischen den Ketten bewegen kann.
Eine Szene gab es, die war ganz exemplarisch, fand ich, wo er den Ball im Prinzip mit dem Rücken zum Tor wie so ein Mittelstürmer annimmt, sich dreht und abschließt. Also gut gemacht, weil er eben mit seiner Technik und Übersicht auch sich zwischen diesen Linien und den Ketten ganz gut bewegen kann. Also das hat schon alles Sinn ergeben.
Was ich mich halt immer frage bei John Torstensson, gerade in den Pflichtspielen, so was ist die herausstechende Qualität, mit welcher Qualität kann er den Unterschied machen. Also er ist kein klassischer Flügelspieler, das heißt er wird sich nicht ständig im 1 gegen 1 mit Tempo über außen durchsetzen können, wird nicht zur Grundlinie gehen können, scharf flanken, das findet alles nicht statt, weil er halt auch nicht der Spielertyp dafür ist.
Und gleichzeitig lobe ich ja auch seinen Abschluss, aber wann zeigt er den im Spiel? Also er trifft eben einfach nicht. Also das heißt, er hat auch nicht da diese ganz große Auszeichnung, dass er sich, wie gesagt, mit seinen Chancen dann immer gleich belohnen würde, weil er einfach dann verwandelt oder trifft.
Also auch das ist es irgendwie nicht. Auf der 10 kommt er auch nicht zum Einsatz. Da ist dann wieder Sofian Goram als Youngster ihm vorgezogen, der es auch wieder gut gemacht hat jetzt in Saarbrücken, auch wenn es nicht, super auffällig war oder jetzt nicht die Riesenaktion. Aber auch das ist nicht die Rolle für John Torstensson.
Insofern ist er für mich irgendwie so dieser Ergänzungsspieler im Kader, der sicher auch durch eine gewisse Vielseitigkeit aushelfen kann an verschiedenen Stellen. Stefan Leitl hat ja auch gesagt, er könnte sogar als Neuner irgendwie dem Spiel nochmal neue Qualitäten geben. Aber ja, in den Pflichtspielen weist er es einfach viel zu selten nach und auch deswegen würde ich halt sagen, in Saarbrücken hat er jetzt nicht den Unterschied gemacht, wenngleich es ein guter Auftritt war.
Aber es bleibt auf jeden Fall eine hochinteressante Position natürlich, weil Farid Alfa Ruprecht als Neuzugang auch sein Debüt gefeiert hat. Und durchaus Eindruck hinterlassen hat. Es gab noch vor dem Saarbrücker Ausgleich, war das, glaube ich, eine Chance, die er selbst hatte. Dann zu Beginn der Verlängerung einmal auf die Grundlinie durchgebrochen und geflankt. Ich glaube, Pascal Clemens war es dann, der den Kopfball knapp daneben setzt.
Und man muss natürlich auch schon sagen, wenn die alle von der Bank kommen, wenn du Alpha Ruprecht von der Bank bringst, Ade Wumi und Lukas Schule auch noch hast, dann hast du schon echt richtig Speed da vorne in der Offensivabteilung für den zweiten oder hinteren Teil des Spiels. Das kann schon auch echt ein Modell sein. Total, also das ist dann wirklich brutal. Dann hast du noch Josep Breckalow, der auch noch auf dem Feld steht und auch schnell mit Ball vor allem unterwegs ist.
Also das ist schon ziemlich krass, gerade wenn man auch so auf die letzten Jahre blickt bei Hertha. Also dass du so viel geballte Geschwindigkeit und Tempo in ein paar Spielern vereinst, das ist schon sehr bemerkenswert. Und das kommt halt auch diesem Matchplan, wenn er denn aufgeht, natürlich extrem zugute, wenn du mit dieser sehr intensiven Spielweise von Anfang an, und das machen sie ja dieses Jahr, das muss man ihnen ja wirklich zugestehen, vielleicht auch frühe in Führung gehst, jedenfalls immer Torgefahr ausstrahlst, dich natürlich dabei auch ziemlich kaputt machst.
Was das angeht, aber auch den Gegner natürlich müde spielst und dann eben so diese Raketen da reinbringen kannst, das kann schon wirklich Spiele entscheiden, auch jetzt im Verlauf der Saison und jetzt hattest du ja mit Adewumi schon einen richtig schnellen Spieler geholt, Lukas Schuler ist sowieso schnell und jetzt mit Alfa Huprecht nochmal nachgelegt, war in der abgelaufenen Saison, was den Topspiel angeht, der schnellste Spieler der zweiten Liga, also das ist schon sehr vielversprechend und Und du hast jetzt eben auch erstmal diese Marten-Winkler-Lücke, die ja doch sehr wehtat, als sie aufgegangen ist, sehr schnell geschlossen.
Also auch das wird sich zeigen, wenn gleich natürlich Alfa Ruprecht auch ein anderer Spieler ist. Also ich glaube, den werden wir öfter mal zur Grundlinie gehen sehen. Marten Winkler ist ja oft nach innen gezogen, um mit links abzuschließen. Aber trotzdem, du hast das erstmal, was auch den personellen Abgang numerisch angeht, kompensiert.
Und das ist natürlich für die Kaderplanung auch sehr gut. Und wie gesagt, was du da an Geschwindigkeit nachlegen kannst, das ist schon beeindruckend. Lukas Schuler ist ja vielleicht auch noch eine Erwähnung wert, weil der in der Verlängerung zwei Riesenaktionen hatte, wo es eigentlich klingeln muss. Das ist ja schon klar. Also das muss man schon drunter schreiben, dass Hertha dieses Spiel auf jeden Fall vorher entscheiden muss, entweder nach 90 Minuten oder nach 120 Minuten.
Und bei diesen Aktionen in der Verlängerung hatte er eher wieder so ein bisschen dieses Unglückliche, was ihm anhaftet, schon seit langer Zeit, wo er hier ist. Aber muss man echt sagen, Chapeau hätte ich ihm so auch nicht unbedingt zugetraut. Er geht dann hin im Elfmeterschießen, Nehmt die Verantwortung und macht das Ding auch sicher rein. Also das ist schon auch stark gewesen.
Ja, also er ist ja auch nicht der Typ, der sich irgendwie schnell unterkriegen lässt, auch wenn er wie gesagt in Berlin jetzt nicht monatelang immer auf irgendwelchen Glückssträhnen unterwegs war bisher. Wie gesagt, er ist vom Stürmertub ein Typ einfach ein anderer als Gröning durch sein Tempo, auch durch das Anlaufen und er arbeitet auch einfach viel.
Das ist schon so, aber es ist, wie du, glaube ich, letzte Woche sogar geschrieben hast, wie es bei Stürmern ist, die brauchen halt mal ein Erfolgserlebnis. Gröning hatte die gleich schon zu Beginn der Saison und Luca Schuler wartet eben noch drauf und je länger er wartet, desto schwieriger wird es natürlich für alle Beteiligten.
Ist ja klar, insofern wäre das einfach mal dran, dass er sich da auch belohnt und in Saarbrücken war es aber wieder nicht der Fall. Zum Teil auch, weil der Torhüter eine sehr gute Partie gemacht hat. Zum Teil aber eben auch, weil er dann Lukas Schuller die falsche Entscheidung getroffen hat in den Situationen.
Insofern muss man da glaube ich aus härter Sicht hoffen, dass das bald gelingt, dass er dann eben auch verlässlich treffen kann diese Saison. Was womöglich noch heute Abend gelingt, ist die Vorstellung eines neuen Linksverteidigers, der heiß erwartet wurde in dieser Transferphase. Und jetzt ist Mats Pedersen im Anflug aus Augsburg.
Ich fand, Deo Sefouik hat in Saarbrücken ein spektakuläres Spiel gemacht. Wirklich vorne wie hinten 120 Minuten geackert, rauf und runter gerannt. Der wird richtig fehlen, die nächsten beiden Ligaspiele wegen seiner Rotsperre. Aber jetzt scheint es eben den Ersatz zu geben, auf den man lange gewartet hat.
Und Pedersen kommt also aus Augsburg, aus der Bundesliga nominell, wenn er dort auch nicht viel gespielt hat, die letzten Spiele. Aber es ist eben durchaus ein Name, wo man sich schon vorstellen kann, dass das funktioniert, oder? Ja, also ich glaube, er hat viel Potenzial für eine Soforthilfe, weil er wie gesagt seit 2019 in Augsburg gespielt hat, das war mir auch nicht so klar vorher, aber im Prinzip seine ganze Profikarriere hat er in Augsburg verbracht, das heißt, er wird sich jetzt nicht irgendwie groß, umgewöhnen müssen, was das Land und so weiter angeht, er kennt Hertha dadurch natürlich auch, also das hilft schon mal extrem weiter, er ist wirklich gelernte Linksverteidiger, also wann gab es das denn zuletzt bei Hertha.
Dass er da jetzt auch direkt positionsgetreu quasi aushelfen kann, das glaube ich auch wichtig. Zur Not offensiv auch möglich einzusetzen auf der linken Seite. Also kann die linke Seite einfach wirklich bespielen. Das, was eben Seefug nicht kann, weil er halt kein Linksverteidiger, kein Linksfuß ist.
Ja, nach unserem Stand soll es heute die Unterschrift geben. Dann ist er eben auch neuer Spieler und wäre damit auch dann schon eine Option am Freitag in Braunschweig. Und ja, gleichzeitig machst du dir aber natürlich eine neue Baustelle auf. Stefan Leitl wird sicher sagen, Gott sei Dank, habe ich endlich mal so ein Luxusproblem.
Denn wenn Seefug aus einer Sperre wiederkehrt, ist ja dann schon die Frage, mit drei Außenverteidigern, welches du ranlässt. Ich finde, Julian Eitschberger kannst du eigentlich nicht rausnehmen in der Verfassung, in der er jetzt gerade ist und wie er auch in die Saison gestartet ist. Und auch mit dem Blick, was seine Rolle im Kader jetzt ist, nämlich dass er mehr Verantwortung übernehmen möchte, dass er seinen Vertrag verlängert hat, dass er als Vorbild für junge Spieler auch gelten soll. Nicht nur im Verein, sondern das ist ja auch die Idee des Berliner Wegs, dass man nach außen zeigt, anderen Talenten.
Hey, bei uns bekommt ihr Spielzeit auch in jungen Jahren. Insofern finde ich, kann man eigentlich nicht auf Eitsperger verzichten auf der rechten Seite. Gleichzeitig loben alle sehr zurecht jede Woche Deo Seefrück für seinen Einsatz, für seine Mentalität. Auch jetzt in Saarbrücken wieder gelaufen, bis Krämpfe in beiden Beinen da waren.
Teilweise wirklich spektakuläre Gretchen war noch auf der letzten Linie. An die Latte geschossen vorne. Richtig, richtig. Also es war auch ein gutes Spiel. Insofern, wie du schon sagst, das tut einfach weh, dass er jetzt erstmal fehlt. Und dann hast du da drei Bewerber auf zwei Startelfplätze. Und das wird sicher ein richtig spannendes Rennen. Aber ich glaube, Stefan Leidl ist froh, dass er diese Entscheidung treffen muss.
Zum Thema Pedersen muss man ja noch anfügen, weil wir auch schon über das Thema Sprintgeschwindigkeit gesprochen haben. Es handelt sich nicht um den Radfahrer Mats Pedersen, der das grüne Trikot bei der Tour de France gewonnen hat dieses Jahr. Ja, es sind zwei verschiedene Menschen, aber auch ein Däner natürlich arbeitet an einem kleinen Dänenblock, wenn Mats Pedersen auf Sebastian Gröning flankt.
Ich freue mich schon auf die Prinzseile Blutschweiß und Dänen. Ich glaube, diese Idee hattest du schon vor knapp einem Jahr inzwischen. Vielleicht kriegen wir jetzt ja endlich mal die Chance, sie zu schreiben. Aber das ist ja so ein kleiner Dähnenblock. Ich kenne das irgendwie von den Füchserhandballern hier in Berlin. Das führt da zum großen Erfolg.
Immer wieder die Skandi-Lunches, die es dort im Kader gibt. Vielleicht ist das ja auch das neue Erfolgsmodell bei Hertha, abseits des Berliner Weges. Wer weiß. Ja, also die Eingewöhnung wird ihm Sebastian Gründing sicher leicht machen in Berlin. Und wie gesagt, unabhängig davon kennt er die Liga, kennt das Land.
Also ich glaube, der braucht nicht viel Anlaufzeit. und das ist ja genau das, was Hertha jetzt gut tun würde. Zwei Spieltage schon rum, Transferphase bald vorbei, das ist jetzt einfach eine Soforthilfe, glaube ich. Wenn wir mal den Blick schweifen lassen durch die erste Runde des DFB-Pokals, gibt es heute Abend im Amateurstadion noch ein nicht ganz irrelevantes Pokalspiel.
Alt Glienicke empfängt den VfL Wolfsburg mit einem gewissen Fabian Rehse. Du wirst heute Abend im Stadion sein, was erwarten wir von diesem Spiel? Ja, also da ja Wolfsburg mein großer Liga-Favorit ist, erwarte ich natürlich auch, dass sie sich da souverän durchsetzen. Nein, ich glaube, es wird schon ein sicher Thema sein, wie Fabian Rehse dann da in Sichtweite des Olympiastadions mal wieder auf dem Platz steht.
Ich weiß nicht, ob jetzt wirklich Hertha Fendt sich extra auf den Weg gemacht haben, um ihn nochmal zu sehen oder um ihn wiederzusehen. Aber ja, ansonsten glaube ich schon, das kann für ihn auch spannend sein, einfach jetzt wieder in Berlin einmal unterwegs zu sein und vielleicht auch zeigen zu wollen, dass er immer noch dieser Unterschiedsspieler ist, der ja bei Hertha lange war.
Also bin gespannt auf diesen Pokalfight, aber wie gesagt, Hertha kann ja ganz entspannt in die nächste Runde gehen. Man hat jetzt die erste Runde geschafft, hat ordentlich Geld eingesammelt. Ich glaube, über 400.000 Euro gibt es für die zweite Runde. Auch das nicht ganz unwichtig in der Situation, in der Hertha ist, zumal ja jetzt noch ein paar Tage Transferphase sind.
Das Transfer-Pfanzer ist noch offen und es gibt ja schon noch die ein oder andere Personalie, die bei Hertha noch einer Verstärkung bedarf. Also der Mittelstürmer, der soll schon immer noch kommen, den man sich wünscht. Torhüterposition möchte ich auch nicht ausschließen, dass da noch was passiert, wenn es eine Gelegenheit sich ergibt.
Und auch das, finde ich, muss man berücksichtigen. Es kann halt immer noch sein, dass dich jemand verlässt, vor allem auch jemand, der jetzt schon als Stammkraft eingeplant war, zum Beispiel Linus Gechter. Um den sich auch schon länger Abgangsgerüchte ranken. Auch Martin Dardai würde ich da als Kandidaten sehen.
Also insofern werden wir mal schauen, ob wir dann in Braunschweig oder darüber hinaus wirklich noch die Stamm-Innenverteidigung zu sehen bekommen. Ja, noch viel ist in Bewegung. Die Auslosung zur zweiten Runde erst nach dem Ende des Transferfensters. Dann am Samstag, den 5. September liegt an den beiden Nachzüglern die Supercup-Vereine Bayern und Dortmund spielen die erste Runde erst nächste Woche, unter der Woche dann und dann wird gelost.
Wenn wir bei der ersten Runde aber nochmal bleiben, wer ein richtig gutes Spiel gemacht hat gestern, war Eintracht Braunschweig, der nächste Liga-Gegner von Hertha BSC. Die haben gegen Union gespielt und lange echt gut ausgesehen da, auch ergebnistechnisch. Am Ende hat es nicht gereicht, 2 zu 4, weil, das muss man sagen, Braunschweig war die bessere Mannschaft im Spiel eigentlich, hat aber Union über zwei Standards wieder reingelassen.
Das könnte vielleicht ein Thema oder ein Schlüssel für nächsten Freitag sein, wenn auch die Standards diese Woche etwas abgefallen haben im Vergleich zum Heidenheim-Spiel. Ja, also gegen Heidenheim haben wir uns wirklich dann auch darüber unterhalten, was da für eine Varianz drin war, was für eine Kreativität teilweise auch.
Jetzt fehlt natürlich Marten Winkler als Standardschütze mit links, das macht jetzt so viel an Goram. Das kann sein, dass es ein bisschen Anpassung braucht erstmal. Aber natürlich ist es für Hertha eine gute Nachricht, wenn man einen Gegner mit Standards bezwingen kann. Einfach, wenn man so viel Arbeit und Zeit da reingesteckt hat.
Jetzt Stefan Leitl war auch im Stadion in Braunschweig gegen Union, hat sich den Gegner schon angeguckt, gemeinsam mit André Mjatovic. Also der wird sich ja auch so seine Gedanken schon dazu gemacht haben, was man da beim Gegner entdecken kann. Und ich finde einfach durch diesen Start, den du jetzt hast mit.
Wie gesagt, mit diesen beiden Liga-Siegen und dem Pokal, egal wie es zustande gekommen ist, du bist jetzt weiter im Pokal, du hast drei Pflichtspiele in Folge gewonnen, hast jetzt eine riesengroße Chance, irgendwie diesen Rückenwind so mit in die Saison zu nehmen, dass sich das einfach alles noch viel mehr festigt, dass du noch viel mehr Vertrauen in diese Spielweise bekommst.
Das war ja die große Frage vor der Saison, wie schnell geht das? Und das hat optimal funktioniert bisher. Und du kannst eben richtig was aufbauen, wenn du das jetzt einfach weiter reitest, diese Erfolgswelle. Wenn jetzt Spieler dazukommen, erfahrene Spieler wie Mats Pedersen, aber eben auch so Qualitätsspieler wie Alfa Ruprecht, wenn die jetzt einfach auch in so ein funktionierendes System reinkommen und gleich performen dürfen deswegen und nicht, nach einem schlechten Saisonstart jetzt irgendwie als die großen Hoffnungsträger gleich unter Druck stehen, sondern eben einfach in so ein Gefüge reinkommen.
Das kann eben wirklich was bringen und entwickeln und deswegen bin ich sehr gespannt, ob es erstmal weiter aufwärts geht mit Hertha. Ja, aber es bleibt natürlich auch nach wie vor die Frage, was passiert eigentlich oder wie reagiert diese Mannschaft, wenn sie mal in Rückstand geraten sollte, ne? Das war jetzt am Wochenende das erste Mal, würde ich sagen, schon so eine echte Herausforderung, die sich im Spiel ergeben hat, da wieder hochzukommen nach diesem sperrten Ausgleich.
War nicht selbstverständlich, aber was passiert, wenn Braunschweig am Freitagabend in einem angezündeten Stadion dann nach zwei Minuten mal in Führung gehen sollte oder so? Das ist schon was, was es natürlich noch nicht gab in dieser Saison und was dann spannend zu erwarten ist. Ja, richtig. Also wie gesagt, diese Verfasstheit der Mannschaft, die wird eben sehr gelobt.
Aber natürlich konnten sie sich jetzt auch immer hinstellen nach Siegen und dann ist sowieso immer alles ziemlich gut, auch im Mannschaftsgefüge. Das wird sich dann zeigen oder wenn mal jemand einen schweren Fehler macht und ein Gegentor verursacht, also wie man sich dann als Mannschaft auffängt, das sind alles noch Fragen, die noch beantwortet werden müssen in dieser Saison.
Aber wie gesagt, die Voraussetzungen, dass das erstmal recht positiv weitergeht, ich glaube, die sind auf jeden Fall gegeben. Auf Mornposse bleibt ihr dazu natürlich wie immer die ganze Woche auf dem Laufenden. Wir sagen vielen Dank heute fürs Zuhören und dabei sein. Dann lasst gerne einen Daumen nach oben auf diesem Video da und hypt es bis in höchste Höhen.
Schreibt uns eure Gefühle zum Pokalwochenende in die Kommentare und dann sagen wir bis nächsten Montag bei Immer Herter. Kommt gut durch die Woche. Ciao.