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Kannzler - Veränderung im Staatswesen· Folge 28

Ohne Ziele keine Kekse: Die Herausforderungen der Verwaltungsdigitalisierung

Donnerstag, 21. August 2025 · 24 min

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Shownotes

Die zentrale These dieser Episode ist, dass ohne klare und messbare Ziele keine erfolgreichen Ergebnisse in der Digitalisierung der Verwaltung erzielt werden können. Nils Brechbühler und Dan Bauer eröffnen die Diskussion mit einem Verweis auf einen kritischen Bericht des Bundesrechnungshofes, der der Bundesregierung vorwirft, bei der digitalen Transformation der Verwaltung ohne stringente Zielvorgaben zu agieren. Sie beleuchten die Problematik von fragmentierten Teillösungen und unkoordinierten Strategien, die in der Vergangenheit entstanden sind. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit betont, einen klaren Ausgangspunkt zu definieren, um realistische Zielzustände zu erreichen. Die Gesprächspartner ziehen Parallelen zu Erfahrungen aus der Wirtschaft, um die Relevanz von Zieldefinitionen auch in großen Projekten zu unterstreichen. Die gegenständliche Diskussion thematisiert die essenziellen Herausforderungen der Digitalisierung innerhalb der Verwaltung, unter der Prämisse, dass ohne klare Zielsetzungen die angestrebten Fortschritte stark limitiert sind. Dabei wird auf das jüngste Gutachten des Bundesrechnungshofes Bezug genommen, welches der gegenwärtigen Bundesregierung vorwirft, bei der Implementierung digitaler Lösungen in den öffentlichen Sektor ohne messbare Zielvorgaben zu agieren. Diese Mängel führen zu einem unkoordinierten Flickenteppich an Teillösungen, der nicht nur ineffizient, sondern auch kontraproduktiv ist. Diese Thematik wird durch das Beispiel des Online-Zugangsgesetzes illustriert, welches seit seiner Einführung im Jahr 2017 auf eine umfassende Digitalisierung der Verwaltungsleistungen abzielt, jedoch bislang ohne eine klare Operationalisierung bleibt. Die Moderatoren reflektieren zudem über die Schwierigkeiten, die bei der Definition von Zielen in der Verwaltung auftreten. Dies schließt eine kritische Analyse der gegenwärtigen Strukturen und deren Ineffizienzen ein, die nicht nur in der digitalen Transformation, sondern auch in der allgemeinen Verwaltungsmodernisierung zum Tragen kommen. Der Diskurs verdeutlicht, dass es entscheidend ist, die Ausgangssituation vor der Setzung von Zielen zu analysieren, um tatsächlich effektive und akzeptierte Lösungen zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Bürger gerecht werden. Abschließend wird die Notwendigkeit betont, einen paradigmatischen Wandel in der Denkweise der Verwaltung herbeizuführen, um den digitalen Wandel erfolgreich zu gestalten. Die Zuhörer werden dazu angeregt, über die Bedeutung klarer Ziele in der digitalen Transformation nachzudenken und die Relevanz eines koordinierten Ansatzes zu erkennen, der die Bürger in den Mittelpunkt stellt und somit den Zugang zu Verwaltungsdienstleistungen erheblich erleichtert.
Takeaways:
• Die Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland leidet unter dem Fehlen messbarer und klar definierter Ziele, was zu Ineffizienz führt.
• Der Bundesrechnungshof kritisiert die Bundesregierung dafür, bei der Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes keine konkreten Zielvorgaben zu machen.
• Es wird festgestellt, dass trotz vieler Strategien zur Verwaltungsdigitalisierung keine klare Ausgangsanalyse der aktuellen Situation erfolgt ist.
• Die Vielzahl von Nutzerkonten in Deutschland ist ein Beispiel für das Fehlen eines einheitlichen Zielbildes in der Digitalisierungsstrategie.
• Die Akzeptanz digitaler Dienste wird durch komplexe Prozesse und mangelnde Benutzerfreundlichkeit stark beeinträchtigt.
• Die Notwendigkeit, den Bürgern einen klaren Nutzen und eine einfache Bedienbarkeit digitaler Verwaltungsdienste zu bieten, wird betont.

Moderatoren
Dan Bauer ist ein einflussreicher Impact-Entrepreneur und Multi-Unternehmer mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung, der sich der digitalen Transformation und nachhaltigen Innovation verschrieben hat. Er ist bekannt für seine führende Rolle in verschiedenen hochrangigen Gremien, darunter der Senat der Wirtschaft Deutschland und der EU. Als Kommissionsvorsitzender im Senat ist erster Ansprechpartner für die digitale Transformation. Bauer hat bedeutende Initiativen wie das IPDR Forum, die bootstrap academy oder die Mission TOP 5 ins Leben gerufen und wirkt als Autor und Herausgeber bei Springer Gabler. Seine Projekte und sein Engagement in der Förderung von Wissen und digitaler Kompetenz machen ihn zu einem Schlüsselakteur in der Gestaltung der deutschen und europäischen Wirtschaftslandschaft.
Dan bei LinkedIn: linkedin.com/in/danbauerofficial

Nils Brechbühler ist Geschäftsführer der Brechbühler GmbH und Experte für digitale Transformation im öffentlichen Sektor. Er verfügt über mehr als 12 Jahre Erfahrung in Führungspositionen und als Projektmanager in der öffentlichen Verwaltung, IT-Dienstleistungsunternehmen und Beratungsfirmen. Brechbühler begann seine Karriere in einer Stadtverwaltung und arbeitete später für einen kommunalen IT-Dienstleister sowie einen Fachverfahrenshersteller. Seit 2022 ist er als selbstständiger Berater tätig und unterstützt öffentliche Behörden und Beratungsunternehmen bei Transformationsprozessen.
Nils bei LinkedIn: linkedin.com/in/nilsbrechbuehler

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