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Shownotes
Willkommen zurück bei keshmesh! In dieser Folge sprechen Ahmed und Kambez mit der soziokulturellen Animatorin, Dozentin, Tänzerin und Autorin Rahel El-Maawi. Rahel gewährt uns tiefe Einblicke in ihre Arbeit und erklärt, warum der Kampf für Gerechtigkeit nicht nur im Kopf, sondern auch im Körper stattfindet.
Wir beleuchten die Entstehungsgeschichte ihres Co-Autor*innen-Werks "No to Racism – Grundlagen für eine rassismuskritische Schulkultur" und sprechen über das von ihr mitbegründete Netzwerk Raksa. Warum sind Curricula in der Sozialen Arbeit oder an pädagogischen Hochschulen oft noch nicht rassismuskritisch? Und warum müssen wir Intersektionalität (die Überschneidung verschiedener Diskriminierungsformen) viel stärker in unseren Alltag und in unsere Reflektionen und den Umgang miteinander integrieren? All das und noch viel mehr in dieser Episode.
In dieser Folge erfahrt ihr:
• Intersektionalität begreifen: Diskriminierungsformen dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Erst wenn wir verstehen, wie sich verschiedene Identitäten (wie Herkunft, Geschlecht, Sexualität) und Machtverhältnisse überschneiden, können wir marginalisierten Jugendlichen wirklich gerecht werden.
• Der Körper speichert Ungerechtigkeit: Rassismus und Diskriminierung sind nicht nur theoretische Konstrukte, sondern setzen sich als tiefgreifende Blockaden im Körper fest. Rahel El-Maawi nutzt Tanz und Bewegungsforschung, um diese spürbaren Barrieren zu transformieren und aufzulösen.
• Abwehr und "weisse Fragilität" im Bildungssystem: Viele Lehrkräfte und Institutionen reagieren mit Widerstand, wenn struktureller Rassismus thematisiert wird. Das eigene Selbstbild als progressive, "helfende" Person wird dadurch erschüttert, was dringend benötigte Strukturveränderungen oft blockiert.
• Pluralitätskompetenz statt starrer Normen: Die Schule lehrt oft nur eine einzige, richtige Norm. Pädagogisches Personal muss lernen, diese starren Muster zu "verlernen", Neugierde zu zeigen und die vielfältigen Lebenswelten von Schüler:innen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte aktiv anzuerkennen.
• Netzwerk Raksa als Sprachrohr: Weil das Thema Rassismus an Hochschulen und in den Curricula der Sozialen Arbeit viel zu wenig behandelt wird, wurde das Netzwerk für rassismuskritische Soziale Arbeit (Raksa) gegründet. Es macht durch praxisnahe Fallbeispiele den strukturellen Rassismus in der Schweiz sichtbar.
• Fundament durch "No to Racism": Das von Rahel mitverfasste Buch entstand aus einem enormen Mangel an rassismuskritischer Schul-Literatur in der Schweiz. Es gibt Fachpersonen endlich Werkzeuge an die Hand, um eine gerechtere Schulkultur zu etablieren.
Erwähnungen in dieser Folge: Anja Nunyola Glover, Hanan Salamat, Toni Morrison, bell hooks, Nelson Mandela ("no one is born racist"), Tupoka Ogette, Simone de Beauvoir, die Anti-Bias-Reise, Annita Kalpaka, Asmaa Dehbi & Noemi Trucco (Grundlagenstudie Anti-Muslimischer Rassismus in der Schweiz, folia.unifr.ch/unifr/documents/331088).
Website von Rahel: el-maawi.ch
Vor.Bilder.Buecher auf Instagram: @vor.bilder.buecher
www.keshmesh.ch
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Peace out,
Ahmed & Kambez
Logo/Design: Chris Rohner | juhuni.ch
Illustrationen: Sarah Blaser | hellopazuzu.com