Anmelden

Klugschnabeln - Fakten finden, Fakes entlarven

Klugschnabelige Kinderfrage #4: Viereckige Augen vom Fernsehen???!

Mittwoch, 28. Januar 2026 · 10 min

MP3

Shownotes

Jonathan, 7 Jahre, hat den zwei Wahrheitsdetektiven eine klugschnabelmäßige Frage geschickt:
Kriegt man vom Fernsehen schauen viereckige Augen?

Lustig, denn genau diese Kinderfrage wurde auch schon der Quivi-Chefredakteurin Birgit gestellt. In Teamleistung suchen die Drei nun nach der Wahrheit.

Ob sie diese wohl herausfinden und Jonathans Frage beantworten können?

Zum Podcast, den Begleitmaterialien und den Quellen: klugschnabeln.de

Du hast auch einen Fall, den wir prüfen sollen? Dann schicke Sheena eine (Sprach-) Nachricht unter
+49 151 14470880 oder schreib uns unter sheena@klugschnabeln.com. Wir freuen uns auch immer über Leser*innen-Post und -Bilder.

Zum Sailer Verlag: sailer-verlag.com
Zur dpa: dpa.com/de/faktencheck
Zur Bildungsinitiative: sailer-verlag.com/bildungsinitiative

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Wir rennten auf euch fest. Können alle übers Wasser kriechen? Haben Astronauten ein Negostein ins All geschützt. Klugschnaubelige Kinderfragen mit Pino, dem Papagein und seiner besten Freundin China. Müssen wir jetzt wirklich noch zu Seiler? Sind wir heute nicht genug geflattert? Meine Flögel tun schon ganz doll weh.

Ich glaub, ich krieg nen Muskelvogel. Das heißt doch Muskelkater, das weißt du doch. Und ja, wir müssen in den Verlag. Wir holen auch nur ganz schnell mein Notizbuch, das ich vergessen hab. Das geht doch ganz fix. Ich werde bestimmt nie, nie wieder fliegen können. Ich bin so schwach. Lass mich einfach hier zurück.

Jetzt seien ich so ein theatralischer Schnachvogel. Los, spring auf meine Schultern. Es sind doch nur noch die Treppen. Ah, so, da ist das Notizbuch ja. Komm, jetzt können wir gehen. Na endlich! Hey, Schienan Pino, wartet mal. Oh, hi Birgit. Super, dass ich euch noch erwische. Also, tatsächlich sind wir gerade auf dem Sprung nach Hause.

Pino ist ganz müde vom vielen Fliegen. Ach, wie schade. Ich habe für Kwiwi so klug schnabelmäßige Fragen geschickt bekommen. Und bei der einen, da habe ich sofort an euch gedacht. Das wäre echt ein Fall für zwei Faktenchecker. Ein Fall? Na los, China. Das muss ich mir nicht zweimal sagen lassen. Mein Muskelkater ist schon verflogen.

Das ging aber schnell. Ich bin nie zu müde zum Faktenchecken. Jawohl. Und was geht es denn, Birgit? Also. Mir hat Tim eine Frage geschickt, und zwar, ob man vom Fernsehschauen vieräckige Augen bekommt. Und die wollte ich jetzt für die Märzausgabe von Quivi beantworten. Eine schnabelhafte Frage! Hm, also irgendwie kommt mir diese Frage bekannt vor.

Wo hab ich die nur schon mal gehört? Ich glaube, ich hab mir hier irgendwas ins Notizbuch geschrieben. Ich wusste es, hier steht es. Hörer Jonathan hat sich bei uns gemeldet und genau die gleiche Papageienstarke Frage gestellt. Wow, wie cool! Und? Habt ihr Jonathan's Fall schon gelöst? Nee, bislang leider noch nicht.

Wir haben einfach so viele Kinderfragen bekommen. Na, das passt doch super. Dann können wir doch zusammen nach der Wahrheit suchen und den Fall lösen. Habt ihr Lust? Ja, natürlich! Für die Wahrheit gegen die Lüge. Was für ein cooler Spruch. Danke, hab ich mir selbst ausgedacht. Wisst ihr was? Irgendwie stellt es mir die Fehlern auf.

Meine Flügelfühler sind alarmiert, wenn ich daran denke, China mit vier eckigen Augen, wie das aussehen würde. Ja, das wär echt verrückt. Du und China, ihr habt ja schon ganz viele Fälle geknackt. Was würdet ihr denn jetzt als allerererstes machen? Also ich würde als erstes im Internet schauen. Oh ja, ich auch.

Zippel die Zippel die Zippe. Ich schnaabe mal in die Suchmaschine. Macht, Fernsehen, die Augen, Vier Ecke. Oh, da kommt gleich schon eine Antwort angeflattert. Lass mal sehen. Oh, die Antwort? Nein. Hm, dann ist das mit den Würfelaugen. Wie heißt das doch gleich? Ähm, jetzt weiß ich wieder, was ich schnabeln wollte.

Einfach nur einen Mythos, wie bei unserem Karottenfall. Ja, auf den ersten Blick scheint's auf jeden Fall so. Aber, Flatter, Palatter, wir sind doch Wahrheitsdetektive. Lasst uns noch überprüfen, ob vielleicht doch noch ein Körnchen Wahrheit in dem Mythos steckt. Also. Ein Fernseher ist ein Bildschirm.

Lass uns doch die Frage für die Suchmaschine etwas genauer stellen. Was machen Bildschirme mit der Gesundheit von Augen? Was so ein schwieriges Wort jetzt, aber Universitätsklinikum. Ja. Super Pino. Du hast echt ein gutes Auge für die richtigen Seiten. In einem... Universitätsklinikum, da arbeiten Ärztinnen und Ärzte.

Und die untersuchen da nicht nur kranke Menschen und machen sie wieder gesund, sondern sie forschen auch zu bestimmten Themen und schreiben Artikel darüber. Zum Beispiel über Augenkrankheiten. Wow, also Expertinnen und Experten mit schnabelhaftem Wissen. Genau, eine richtig, richtig tolle Quelle. Jetzt lesen wir mal rein.

Also, hier steht auch, dass das mit den Augen Unsinn und ein Mythos ist. Also genau das, was du Pino geschnabelt hast. Ha, wusste ich's doch. Ich hab auch noch nie jemanden mit Würfel-Augen gesehen. Das heißt, niemand hat jemals wirklich vier-äckige Augen bekommen. Das geht gar nicht. Nee, das geht wirklich nicht.

Allein schon, weil das Auge von einem stabilen Netz umgeben ist, der sogenannten Lederhaut. Also es kann gar nicht seine Form ändern. Wow, spannend. Aber ... Beim Fernsehen schaut man auch lange auf einen sehr, sehr nahen Punkt, der außerdem noch grell ist. Und das ist nicht sehr gesund für die Augen.

Warum? Das steht hier auch im Artikel. Also normalerweise blinzeln wir Menschen alle zehn bis fünfzehn Sekunden. Aber wenn wir auf Bildschirme schauen, also zum Beispiel auf den Fernseher, auf Laptops oder auf unsere Handys, dann blinzeln wir viel weniger. Weil wir dann so konzentriert sind auf den Bildschirm, passiert das Blinzeln nicht mehr so oft von selbst.

Ach du runde Papageinauge! Ja, und das ist wirklich schlecht. Weil das Blinzeln sorgt dafür, dass die Augen immer feucht sind. Und nur wenn sie feucht sind, bleiben sie gesund und können gut sehen. Oh, und wenn die Augen zu trocken werden, dann fangen sie an zu jucken. Manchmal sieht man dann auch ganz verschwommen.

Oder man bekommt Kopfschmerzen. Das hatte ich schon mal. Du Arme, das klingt gar nicht gut. Aber Birgit, du hast gesagt, auch ein Laptop ist ein Bildschirm. Ja, stimmt. Aber den brauchen China und ich doch so oft zum Fakten checken, wenn wir was in die Suchmaschine schnabbeln. China ist doch auch eine Wahrheitsdetektivin und die braucht einen klaren Kopf ohne Kopfschmerzen.

Ja, das stimmt, aber keine Sorge. Ich hab dann den super Tipp, wenn ihr mal lange auf den Bildschirm schauen müsst. Der Tipp steht hier auch im Artikel. Oh, das will ich wissen. Welcher Tipp ist das denn? Ihr gönnt euren Augen eine Pause mit der ... Also davon habe ich noch nie etwas gehört. Sie ist ganz einfach.

Also ihr schaut alle zwanzig Minuten für zwanzig Sekunden auf Dinge, die mindestens zwanzig Meter entfernt sind. Klar? Ich verstehe nur zwanzig. Was heißt das denn jetzt genau? Also, stell dir vor. Du möchtest einen neuen Fall lösen und dafür suchst du im Internet und du suchst eine ganze Stunde, also sechzig Minuten, nach guten Quellen und Beweisen.

Und wenn du jetzt die zwanzig zwanzig zwanzig Regel befolgst, dann heißt das, dass du alle zwanzig Minuten für zwanzig Sekunden eine Pause machst und zum Beispiel in den Garten schaust. Ja, verstehe. Und dann zähle ich bis zwanzig, bevor ich dann weiter den Laptop benutze, um den Fall zu lösen. Ja, genau.

Klug geschnabbelt und gut zu merken, oder? Aber sowas von. Aber diese tolle zwanzig-zwanzig-zwanzig-Regel hin oder her, für heute war es auf jeden Fall genug Bildschirmzeit. Los, Pino, wir machen jetzt die Flatter. Du, Schina ... Nimmst du mich auf die Schulter. Meine Flüge sind einfach viel zu schlapp.

Du weißt doch, dieser Muskelkater und der Heimweg ist noch so lang. Oh, du armer Vogel. Vor dem Fall warst du doch gar nicht mehr müde. Aber dann los, ab nach Hause. Danke Birgit und bis bald. Ciao ihr zwei, erholt euch gut. Und vergesst nicht, in der Märzausgabe von Quiwi könnt ihr die Antwort auf die Frage nochmal nachlesen.

und noch viel mehr klugschnabelmäßige Kinder fragen. Das machen wir, da blättern wir rein, versprochen. Ciao und bis zum nächsten Fall. Ciao, Kakao. Ciao. Ihr Faktenchecker da draußen, aufgepasst. Ihr habt auch einen Fall, den wir prüfen sollen? Dann ab auf unsere Webseite. Und zwar tippeli, tappeli, tipp, klugschnabeln.de.

Wir freuen uns. Wir checken das für euch. Klugschnabelmäßig. Das war Klugschnabeln, ein Teil der Bildungsinitiative des Seilerverlags in Kooperation mit dem Faktencheck-Team der Deutschen Presseagentur. Hosts, Schina Zwölje und Christian Konradie. Skript und Konzept, Schina Zwölje und Karen Helnider.

Produktion, Christian Konradie. Medienpädagogisch und psychologisch geprüft von Birgit Leikam und Gisela Lipski. Inhaltliche Prüfung und Beratung, das Faktencheck-Team der DPA.

Anmelden oder registrieren

Jetzt

0:00 / 0:00