Kompass auf morgen

#1 Keine Rente ist auch keine Lösung

Dienstag, 27. Oktober 2026 · 25 min

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Shownotes

Dr. Gabriele Wiedmann erklärt, wer die gesetzlichen Renten finanziert und warum der demografische Wandel das System herausfordert.

Disclaimer: Dieser Podcast wurde zu Werbezwecken erstellt und enthält nicht alle für den Erwerb der etwaig hier dargestellten Finanzinstrumente relevanten Informationen, insbesondere stellt er weder ein Angebot noch eine Anlageberatung seitens der DekaBank dar. Alle Angaben wurden sorgfältig zusammengestellt, teilweise unter Verwendung von Daten aus Drittquellen. Etwaig enthaltene Meinungsaussagen geben die zum Zeitpunkt der Erstellung aktuellen Einschätzungen der DekaBank wieder. Die DekaBank übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der gemachten Angaben und haftet nicht für Schäden oder Aufwendungen die aus einem Vertrauen hierauf resultieren.

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Hey, willkommen auf unserem Hausboot hier auf dem Main bei Frankfurt und ich freue mich dass ihr dabei seid. Bei der ersten Folge Kompass auf morgen den Podcast rund um Leben Geld und Zukunft! Und ich treffe hier Finanzexpertinnen und Experten die uns mal erklären wie Finanzanlagen eigentlich funktionieren was man bei der Altersvorsorge beachten sollte.

aber ich treff auch Menschen die spannende Geschichten mit uns teilen aus ihrem Leben und wir so vielleicht auch lernen wie man manchmal mit schwierigen Situationen umgehen kann. Ich freue mich das ihr dabei seit und ich freu mich vor allem dass es endlich losgeht mit unserem Podcast und wünsche euch ganz viel Spaß bei der allerersten Folge Kompass auf morgen.

Willkommen bei Kompass auf morgen, dem Podcast rund um Leben Geld und Zukunft. Und heute haben wir ein Thema das uns irgendwie alle betrifft ja die Rente. Bei mir ist Dr. Gabriele Wiedmann zu Gast. sie ist Volkswirtin bei der DK Bankjahr und beschäftigt sich natürlich mit diesen ganzen Fragestellungen rund um Demografie, Volkswirtschaften, Rentensysteme usw.

Ich freue mich dass du heute hier bei unserem Wort bist. herzlich willkommen Gabriele! Hallo Dirk, ich freu mich auch dass ich bei euch jetzt heute bin. Und ja eigentlich haben wir die perfekte Kulisse für das Thema denn die Rente da könnte man ja auch sagen da sitzen wir alle in einem Boot und so ist es heute ja hier auch.

also nicht nur wir sondern auch alle die hier an der Produktion beteiligt sind sitzen ja heute auch hier auf diesem Boot und tatsächlich auch ganz viele unterschiedliche Generationen finde ich besonders toll. das ja eigentlich ein perfektes Bild für das Rentensystem oder? Tatsächlich also junge die da sind die arbeiten die finanzieren etwas ältere wie ich die schon sehnsüchtig auf die Rnte warten.

Bei dir ist es ja noch nicht so schnell soweit, nicht wahr, Dirk? Naja aber ich bewege mich schon auch drauf zu. Also die erste Hälfte des Berufslebens liegt deutlich hinter mir, so ist das nicht. Ja dann lass uns doch mal schauen wie unser Rentensystem in Deutschland eigentlich funktioniert. Ich habe im Kopf es ist das sogenannte Umlageverfahren und die die gerade arbeiten finanzieren quasi die Rentner.

Das stimmt tatsächlich, Drik! In diesem Umlage-Verfahren da ist es so alles was laufend reinkommt bei der Rentenversicherung geht auch laufen wieder raus. Und wenn wir die Zahlen anschauen, so innerhalb eines Jahres werden knapp eine halbe Billion Euro ausbezahlt an Rentnerinnen und Rentner. Also vierhundert bis fünfhundert Milliarden Euro pro Jahr.

Davon sind ungefähr drei Viertel Beitragseinnahmen also von denen, die jetzt berufstätig sind. Ein Viertell wird vom Staat zugeschossen. das heißt eben es ist Richtig viel Geld, was da in der Rentenversicherung bewegt wird. Aber am Ende des Jahres ist gewissermaßen auch nichts mehr übrig. Was reingeht geht auch gleich wieder raus.".

Das Rentensystem so wie wir es jetzt haben das wurde habe ich mal recherchiert, so neunzehnt siebenundfünfzig komplett reformiert. die Frage ist ja warum wurde das damals so aufgebaut wie es jetzt ist und was gab's eigentlich vorher für ein Rentenssystem? Der Grund war zuerst damals, das war ja immer noch relativ kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.

Und die Rentenversicherung, die vorher kapitalgedeckt war, die war eigentlich Pleite aus viele Leihgründen und man musste aber was tun? Die Rentner waren arm umgekehrt im Land selbst in Deutschland. wir hatten schon den Wirtschaftsausschwung d.h., die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben stängende Löhne gehabt.

es ist auch immer weniger Arbeitslosigkeit gewesen mehr Beschäftigung d. h. Beschäftigten ging's gut, den Rentnern gings immer schlechter. Es war kaum Geld da. und dann war eben die Frage wie schafft man es jetzt auch den Rentnen Teilhabe zu geben an diesem Aufschwung? Vielleicht noch mal die Frage warum musste man umsteigen?

Warum war die Rentenversicherung pleite? Es war ja damals der Bismarck schon Ende des neunzehnten Jahrhunderts in Deutschland, der die Sozialversicherungen eingeführt hat Und damals hat man eine kapitalgedeckte Altersvorsorge gemacht. also man hat wirklich ein bezahlt das Geld war da Es wurde angelegt gewissermaßen und dieses Geld, was einbezahlt wurde.

Das hat dann auch die Einzelne wieder rausgekriegt. Ich hatte quasi wie so ein persönliches Konto, wo ich eigentlich so ein bisschen wie heute bei den staatlich geförderten Altersvorsorge-Lösungen ehemals rießt. da jetzt ab dem Jahr im Jahr eben das neue System. Da ist es ja auch so, dass was ich einzahle, krieg' ich wieder raus und sowas... Eigentlich damals auch geregelt.

Und genau dass diese Idee, die man damals schon hatte mit Kapitalgedeckt, die wollen wir jetzt auch wieder stärker machen und die Idee ist ja eigentlich auch gut, dass du gewissermaßen für dich selbst dann deine Rente zusammenspaßt. Das Problem war nur, eigentlich gab es das Kapital Gedeckte. aber erstens mal Es gab zum Teiljahr in dieser Zeit zwischen Ende neunzehntes und Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts extrem hohe Inflation.

Das heißt, dieses Ersparte wurde dann entwertet. Dann das Problem, dass man zwischendurch sich immer wieder an diesem Ersparten, das war jetzt zentral irgendwo bedient hatte und es dann auch verloren gegangen ist... Also am Ende ist fast nichts übrig geblieben von dem Geld und damit war klar, man muss irgendwas tun, dass die Rentner irgendwie überleben können.

Also bedient, hast du eben gesagt? Das heißt der Staat hat sich daran bedient. oder die zukünftigen Rentnerinnen und Rentner vorab bereits? Es war der Staat also gerade so in den dreißiger Jahren das damalige Regime dann auch um zuerst mal Investitionen zu finanzieren und danach auch den Krieg haben die Kriegsanleihen geholt und da es sich praktisch an diesem Kapital bedient und der Krieg wurde verloren das Geld war nachher komplett weg.

Das ist ja auch immer das Problem, wenn da beim Staat was eingeschammelt wird. Ob dann irgendwann die Politiker sich daran bedienen? Ja jetzt stehen wir heute auch wieder vor einem Problem der demografische Wandel, der wird hier oft genannt. also Wir haben immer mehr Rentner aus diesen sogenannten Boomer Jahrgängen und wir haben immer weniger, die eben nachkommen und dann entsprechend dieses System wie wir es heute haben um Lagerverfahren unterstützen durch entsprechende Rentenzahlung oder Einzahlung ins Rentensystem?

Ist das das Kernproblem, also zu viele Bezieher, zu wenige Zahlende oder ist es eher noch ein anderes Problem was vielleicht auch dahinter steckt. Also vielleicht erst nochmal dass wir so ein bisschen Plastisches Gefühl kriegen für die Frage Zu viele die kriegen zu wenigen die einzahlen? damals als wir siebenundfünfzig den Umsteck hatten auf dieses umlageverfahren da war's so dass man ungefähr vier Beitragszahlerinnen und Beitragszahler hatte die einen Rentner oder eine Rentnerin finanziert haben, heute ist das Verhältnis zwei zu eins.

Das heißt wenn wir es uns vorstellen also vorher war der praktischen Tisch auf dem die RentnerInnen sitzt und den tragen dann vier Leute mit vier Tischbeinen im Augenblick wackelt. das sind nur noch zwei die das ganze finanzieren. Allein schon die Frage mit der demografischen Entwicklung, es gibt wenige junge und mehr ältere.

Das zweite aber vielleicht auch noch mal wenn du die Frage stellst hat dieses demografische Thema nochmal andere Aspekte. ich würde das auch volkswirtschaftlich sehen weil wir haben auch deshalb ein Problem weil weniger Junge und mehr Alte da sind. Prinzipiell ist das Wirtschaftswachstum dadurch nicht mehr so stark.

Wirtschaftswachtstum hängt ja auch stark im Bevölkerungswachstum oder besser gesagt am Wachstums der Menge an Menschen, die arbeiten und noch mal was anderes dadurch dass wir insgesamt älter werden. man sagt immer so junge Menschen sind innovativer sie haben mehr Ideen. daraus generiert man hier auch mehr Wirtschaftswachsen.

und doch das ist ein Thema der Demografie also insgesamt ein bisschen weniger Wachs Und das tut dann auch wieder in der gesetzlichen Rentenversicherung weh, weil dadurch weniger Reihen kommt an zusätzlichen Einnahmen. Jetzt kann man sich natürlich fragen immer weniger Leute zahlen ein, immer mehr haben Leistungen zu bekommen?

Wo liegen denn die Grenzen des System? beziehungsweise An welchen Stellschrauben muss ich denn schrauben? Da gibt es ja viele, die diskutiert werden in der Politik. Also das berühmte Renteneintrittsalter beispielsweise aber der Rentenbeitrag natürlich auch den könnt man einfach erhöhen. oder mal könnte auch sagen wir kürzen Leistung Es gibt halt weniger Rente dass sie auch nochmal eine Stellschnaube.

und wenn du das ansprichst ist wirklich auch schon heute aus meiner Sicht so. Dass dass wir schon an die Grenze gekommen sind weil Der Anteil von den Rentenbeiträgen für eine normale Arbeitnehmerin, für einen normalen Arbeitnehmer ist schon recht hoch und auch die Unternehmen müssen ja einiges bezahlen dann in die Rentenversicherung.

Und wo können wir ändern? Erstens mal – Wir werden einfach alle älter! Das heißt eigentlich müssen wir das Renteneintrittsalter wirklich erhöhen. Heißt natürlich auch dass wir länger arbeiten müssen. Das kann schon ganz schön belastend sein Gerade für Menschen, die körperlich hart arbeiten, die psychisch in ihrem Job belastet sind.

Vielleicht brauchen wir da einfach mehr Flexibilität das wir sagen? In unserer letzten Arbeitsphase machen wir noch mal was anderes. Da müssen wir dann kreativer und flexibler werden. aber höheres Renteneintrittsalter. Dann glaube ich schon dass es wichtig ist, dass wir uns bewusstmachen, dass sich die gesetzliche Rentenversicherung nicht mehr so viel leisten kann.

Also es ist von einem einigermaßen gut leben können. Mit dem Geld, was sich aus der gesetzlichen Rente kriegt wird's zurückgehen auf das geht Richtung eher so existenzsichern aber nicht viel mehr. und Es gibt auch noch so ein paar Dinge. die leistet die Rentenversicherung auch Die gehören eigentlich nicht so richtig rein so eine Mütterrente beispielsweise Auch solche Fragen mit dass sie Menschen Rente zahlen die eigentlich gar nie im System eingezahlt haben.

An alle Stellschrauben kann man dran und wahrscheinlich ist es auch so, dass wir an alle dran gehen müssen. Denn an einem Punkt alleine anzusitzen wird einfach nicht genug helfen weil das System schon sehr belastet ist. Genau da kommt dann die private Altersvorsorge ins Spiel staatlich gefördert oder einfach Vermögensaufbau beispielsweise über Fondsparpläne oder ähnliches.

trotzdem der Staat finanziert ja heute schon unglaublich viel mit. Ich habe die Zahl schon wieder vergessen, du hast sie vorhin glaube ich genannt. Wie viel? Es ist ein Viertel was an Steuergeldern reingeht damit die Beträge überhaupt reichen. Also ein großer Eurobetrag auch der da drin landet. und jetzt kann man sich natürlich fragen wie lange geht das noch gut?

Ich hab mal gelernt Der Staat muss Staatsschulden eigentlich nicht zurückzahlen. Ich glaube, ich habe es sogar von dir gelernt, ehrlich gesagt. Das ist ja so etwas was erstmal total komisch klingt. aber grundsätzlich könnte man dann jetzt sagen wenn das so isst, kann der Staat ewig weiter finanzieren die Rente weil er muss seine Staatsschuhe nicht zurück zahlen und nur immer verlängern können.

immer wieder Kredit bekommen an den Kapitalmärkten als Staat, dann kann ich auch weiterhin meine Rente finanzieren. Aber irgendwann ist ja so ein Punkt erreicht wo man sagt die Staats-Schuldenquote, die läuft aus dem Ruders geht nicht mehr und die Rente ist ja eine riesen Anteil daran an den Staatsschulden wahrscheinlich dann auch.

Ja genau also zumindest im laufenden Haushalt ist es schon einen riesigen Anteil. Und gerade das Thema wie soll der Staat seinen Zuschuss finanziert zur Rentenversicherung eigentlich sollte auch der Staat das Ideal haben, dass er mit seinen Einnahmen so haushaltet. Dass es reicht? Also die Einnahmen müssen reichen für die Ausgaben.

Wie bei mir auch. Am besten Fall bleibt ein bisschen was übrig. am Monatsende wenn's null auf null aufgeht ist auch okay und anspruchsvoll. wie bei dir sind wir ja beim Staat gar nicht. also du sollst bitte sparen Dirk. aber der Start ich bin schon zufrieden Einnahmen und Ausgaben, wenn das zusammenpasst beim Staat.

Und du hast es aber schon gesagt eigentlich verschuldet sich unser Staat ja zusätzlich. im Augenblick schon jetzt aber vielleicht noch mal wenn wir davon ausgehen sagen wir mal der staat arbeitet mit seinen einnahmen und schaut dass die reichen für die Ausgabe dann ist es ja so. wenn wir jetzt davon ausgehen dass der Staat immer mehr Anteil an den Rentenauszahlungen also an der Rentenversicherung hat dann hieße das, dass er weniger Geld hat für sonstige Ausgaben.

Und wenn wir nochmal drüber nachdenken – das ist ja zurzeit alles so im Gespräch auch – unser Land muss sich verteidigen, das kostet Geld. Unser Land muss Infrastruktur aufbauen bzw erhalten also Straßen, Schienen, auch Elektrizität und alles Mögliche. das kostete Geld. Bildung Das eigentlich wichtige für zukünftiges Wirtschaftswachstum kostet Geld.

Und je mehr wir in die Rente reingeben, über Steuergelder das so weniger Geld bleibt übrig fürs andere, desto mehr Schulden haben wir. und wenn ich jetzt nochmal ein bisschen in die volkswirtschaftlichen Tiefen gehe also wenn der Staat sich tatsächlich immer mehr verschuldet sagen wir mal dass was du eben schon gesagt hast Kapitalmärkte geben dann auch mehr Geld.

sie sind bereit das alles zu finanzieren. dann heißt es aber trotzdem dass die Schuldenlast insgesamt steigt. Die Zinslast steigt, das belastet dann auch wieder in den Staatshaushalt. Und wir legen dann noch mehr Last auf die zukünftigen Generationen. Denn auch wenn wir die Schuld nicht zurückzahlen müssen... ...die Zinsen muss man leisten und wir haben ja schon mehrfach jetzt drüber geredet.

Die zukünpfige Generation sind nicht mehr viele. Das ist so das wo wir echt aufpassen müssen gerade also ich spreche da als wir älteren Da müssen wir auch zurückstecken damit unsere Kinder und unsere Enkelkinder in Zukunft dann nicht mehr so viel tragen müssen. Lass uns jetzt noch mal diese Kapitalmarktgedeckte Altersvorsorge ins Spiel bringen, da haben wir ja schon ein paar Mal drüber gesprochen.

Also im Grunde heißt es ja ich stecke einen Teil meines Gehals in eine Alters-Vorsorge die eben am Kapitalmarkt investiert sprich in Aktien oder später dann wenn man ein bisschen älter wird näher an die Rente rückt wahrscheinlich auch in Anleihen. Wie würde das denn dem System helfen? Weil schlussendlich ist es so dass ich zusätzlich zu der gesetzlichen Rente auch nochmal quasi in diese private Altersvorsorge stecken müsste.

Das heißt ja, ich werde trotzdem wieder mehr belastet in dem Sinne dass ich weniger Geld habe für Konsum beispielsweise. Ja das ist tatsächlich wahr. und vielleicht noch mal ein Wort auch direkt zum Thema was haben wir alles an altersvorschorgen? Wir haben die gesetzliche Rente, wir haben die private Altsvorsorgung die du angesprochen hast.

und wir dürfen nicht vergessen wenn man in einem Unternehmen arbeitet, dann hat man im Normalfall auch eine betriebliche Altersvorsorge. Die nutzen hoffentlich schon viele von unseren Zuschauerinnen und Zuschauern also Betriebliche altersversorgte die ja auch schon mal viel ausmacht, die übrigens auch kapitalgedeckt ist.

Und deine eigentliche Frage nämlich ich bin jetzt da Ich arbeite ich muss sowieso schon einen großen Anteil von meinem Einkommen zahlen an die gesetzsicherenden Versicherung und Dann soll ich jetzt in Zukunft Vielleicht haben sie manche auch schon bisher gemacht über die Riesterente, in Zukunft noch mehr Privatvorsorge.

Wie soll ich das alles machen? Ist tatsächlich eine Herausforderung. aber ja es ist so. also wir müssen gewissermaßen den Gürtel enger schnellen damit wir eben aus dem was uns übrig bleibt an Nettoeinkommen übrig bleibt aus dem Alltag dass wir da nochmal mehr für unsere private Altersvorsorge tun. Ich persönlich, ich beschäftige mich auch viel mit dem Thema Geldvermüllungsrechnung sparen der Deutschen.

Und ich weiß also die deutschen Sparren ja eigentlich schon viel und wahrscheinlich müssen wir gar nicht so viel mehr sparen. Wir müssen nur eben nochmal bewusster sparen dass wir sagen ich spare nicht mehr auf einem Chirurgonto oder auf einem Tagesgeldkonto wo ich fast keine Rendite kriege sondern ich mache es mir in Wertpapieren du hast das schon gesagt.

also dass sich dann auch zukünftig mehr auf Aktien setze Mit der Zeit dann vielleicht auch mehr auf Anleihen, auf Schuldverschreibungen. Aber gerade Aktien bringen eben auch eine hohe Rendite im Durchschnitt über die Jahre mit viel Schwankungen aber ich kann da mehr verdienen und damit eben auch mit relativ wenig Sparen am Ende hoffentlich trotzdem Vermögen haben von dem ich dann gut leben kann.

Ja kritisch ist dabei natürlich der lange Anlagehorizont. das ist natürlich super. je früher man anfängt desto besser ist es eigentlich gerade bei einer stärker schwankenden Anlageform wie der Aktie. langfristig Sollte das dann aber durchaus zu einem positiven Ergebnis führen und hoffentlich auch die Inflation schlagen.

Das ist ja auch immer so ein Thema, was noch damit schwingt. Stimmt! Und jetzt gerade wo wir wieder ein bisschen mehr Inflations haben umso mehr ich muss eigentlich nicht nur über zwei Prozent sondern eher über zweieinhalb Prozent kommen so bei der Gesamtredite dass sich überhaupt real also nach Abzug von der inflation am Ende genug übrig hat.

Und wenn man sich jetzt nochmal darüber Gedanken macht, okay wir machen das jetzt. Wir sparen alle viel mehr über den Kapitalmarkt beispielsweise indem wir in Aktien investieren, indem wir vielleicht Unternehmensanleihen kaufen auch oder ähnliches. Das Geld geht ja wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück.

auf der einen Seite habe ich zwar weniger Geld für Konsum also ich kann mir vielleicht einmal essen gehen weniger leisten im Monat vielleicht auch mal irgendwas nicht kaufen, was ich gerne kaufen will. Ein T-Shirt oder ein T-shirt? Ja irgendwie sowas. aber auf der anderen Seite investiere ich ja in die Unternehmen, die wiederum die Sachen produzieren, die ich kaufen soll.

also eigentlich ist es eine Investition in die Wirtschaft. das könnte der Wirtschaft ja auch durchaus beleben. Also wenn jetzt mehr Menschen Kapitalmarkt orientiert sparen dann könnt ihr auch der Wirtschaft wieder einen positiven Impuls geben. Und das ist wirklich was, Dirk. Was wir nicht unterschätzen sollten?

Du hast ja vollkommen recht mit ich investiere in Unternehmen also in deutsche Unternehmen kann man ja investieren über Aktien auch über Unternehmensanleihen da leihen wir denn ja Geld damit sie selbst wieder investieren können. die Unternehmen und die haben dann mehr Kapital zur Verfügung um wieder neue Dinge zu erfinden wachsen vielleicht auch Dinge erfinden oder Produkte produzieren diese weltweit absetzen können.

Und das ist die schlagende Idee ja insgesamt von der Wertpapieranlage, dass wir in Wachstum investieren und dadurch dass wir Kapital zur Verfügung stellen mehr Wachsums schaffen. Und damit auch mehr Wohlstand. Du hast es ja schon so ein bisschen angedeutet natürlich werden wir wahrscheinlich schon auch stärker in Deutschland in Europa investieren wenn wir sowas machen als Deutsche.

Das heißt dann auch, dass unsere Unternehmen mehr Kapitals zur Verfügung haben Und damit vielleicht auch Deutschland und Europa wieder ein bisschen wachstumstärker wird. Eine geniale Chance! In anderen Ländern passiert das ja schon, also ich habe so immer im Kopf die nordischen europäischen Länder, die haben da schon ganz andere Systeme.

was können wir denn von denen lernen oder überhaupt wie ist es überhaupt? Wie ist denn das Rentensystem in anderen Ländern... sag ich jetzt einfach mal Japan oder so, da hat man ja überhaupt kein Gefühl wie das ist. Man weiß in den USA zum Beispiel die sind schon viel stärker im Kapitalmarkt unterwegs, sie haben ja ganz besondere Pensionspläne dann laufen und so... Wie ist denn das so?

Was können wir lernen von wem? Also Dirk, da fragst du mich jetzt was über Japan weiß ich tatsächlich nicht aber wir können ja zu den Nachbarn schauen also gerade die Niederlande oder auch die Schweden, die gelten bei uns wirklich als vorbildlich. Weil sie schon viel früher umgestiegen sind auf mehr Anteil an privater Altersvorsorge, Kapitalgedickter Altersversorge.

und da ist auch noch mal was ich weiß dass es kritisch wenn wir darüber reden aber das müssen wir uns auch nochmal bewusst machen unsere gesetzliche Rentenversicherung schafft schon eine sehr gute finanzielle Grundlage für Rente fürs Alter und das ist in den Niederlanden, in Schweden deutlich weniger.

Dort wird sogar vorausgesetzt dass man schon recht lange im Land gelebt hat gearbeitet hat, dass man lange einbezahlt hat in die Rentenversicherung und was rauskommt ist deutlich weniger vom letzten Nettoeinkommen. also damit müssen wir wahrscheinlich auch leben, dass unsere Rentenverstichung weniger leistet.

Das lernen wir von den Schweden, das lernen Und wir müssen jetzt spätestens auch anfangen mit dieser privaten Altersvorsorge. Und also gerade so in den Niederlanden, da ist es gewissermaßen ein Drittel was die jetzt aus der privaten altersversorge kriegen und ich habe sehr vorhin schon angesprochen betriebliche Altersversorgung das ist auch nicht zu unterschätzen was man da alles ansparen kann, also auch da nochmal die Motivation an uns alle betriebliche Altersvorsorge zu nutzen.

Genau sofern es möglich ist das natürlich in der Regel eher größeren Betrieben vorbehalten. bei kleineren Betrieben wird's wahrscheinlich ein bisschen schwieriger? Da is schwierig. aber in Deutschland gibt´s eigentlich Pflicht dass jedes Unternehmen seinen Beschäftigten das anbietet. Die kleinen Unternehmen haben einfach große professionelle Anbieter von betrieblicher Altersversorgung.

Also eigentlich müsste es jede und jeder in Deutschland machen können. Ja, das ist ja schon mal ein schöner Aufruf für alle. So jetzt habe ich gemerkt, Gabi du hast dich schon viel damit beschäftigt und du kennst dich gut aus. Du hast jetzt die Möglichkeit den Kurs für die Altersvorsorge, für die gesetzliche Rente in Deutschland neu zu stellen.

Was wären denn die drei Stellhebel, die du umlegen würdest damit das Ding wieder auf Kurs kommt? Also wohin würde dein Kompass für die Altersvorsorge dann zeigen bei der gesetzlichen Rente? Du meinst wenn ich als Königin von Deutschland jetzt dieses große Schiff den Tanker steuern dürfte? Genau es passt ja auch gut zum Bild.

hinter uns waren ja manchmal die großen Tanker durch. Ich würde auf jeden Fall anpacken an der altersgrenze also einen gesetzigen Renteneintrittsalter. Das wird höher werden Wenn wir bedinken. Unsere Lebenserwartung steigt ja, das heißt die Zeit in der wir Rente beziehen. Das ist ja sowieso viel länger als.

wir werden länger arbeiten müssen. Ich weiß da sagen jetzt viele war aber körperlich anstrengend schaffen wir nicht mehr manchmal auch psychisch anstrenden. wahrscheinlich müssen wir uns darauf einstellen dass wir dann so gegen Ende unserer Arbeitszeit noch mal andere Job suchen die wir besser verkraften also höheres Renteneintrittsalter auf jeden Fall.

ich plädiere auch dafür dass wir das Rentenniveau runternehmen Also dass es weniger vom letzten Netto sein wird, was wir an Rente kriegen. Und ich würde auch die Rentenversicherung noch mal entschlackern von allem, was da eigentlich nicht reingehört so diese berühmten Beispiele von Mütterrente also das Frauen, die Kinder erzogen haben, dass die Geld aus der Renten- versicherung bekommen.

Das soll eigentlich ins Steuersystem reingehen, das gehört nicht in die Rentenerversicherung. und wenn wir an den drei Stellen anpacken dann müsste es eigentlich klappen. Bist du ja sehr zuversichtlich eigentlich jetzt, das ist schön. Ich bedanke mich auf jeden Fall bei dir erstmal für diese Erklärstunde wie das deutsche Rentensystem funktioniert und wo die Probleme sind und warum es auch so schwierig ist – das merkt man glaube ich auch jetzt, wo wir gesprochen haben – da irgendwas zu ändern!

Ganz ehrlich, irgendjemanden tritt mir immer auf die Füße. Entweder wir müssen länger arbeiten und kriegen weniger Rente... Also irgendwas ist eigentlich nicht schön das zu reformieren. Das muss man wirklich mal sagen! Ja es schmerzt immer und wenn wir's politisch sehen, es kostet Wählerstimmen auch.

Das ist ganz schön gefährlich. Genau und das machen Politikerinnen natürlich äußerst ungern so unpopuläre Sachen umsetzen. Da gehört schon eine Menge Mut dazu, das auch zu tun. Deswegen vielen Dank für die vielen Erläuterungen, Erklärung, Einblicke, die du heute gegeben hast. und wir kommen jetzt zu einem ganz besonderen Moment immer in unserem Podcast nämlich zum Meer-Spar-Schweinchen.

Das steht schon die ganze Zeit hier. Da bitte ich jeden Gast und jede Gäste immer einen Wunsch, den sie vielleicht für ihren Kompass auf morgen hat. Ein Ziel das kann seine Welt reisen beispielsweise im Kopf oder vielleicht ein eigenes Hausboot oder vielleicht magst du irgendeinen Häuschen im Süden haben auf Mallorca oder wo auch immer.

und ich bin schon ganz gespannt was du für einen Wunscht gleich aufschreibst. Und jetzt kommt auf magische Weise von der Seite ein Zettel und ein Stift geflogen Und da darfst du gerne deinen Namen drauf schreiben und dein Wunsch bzw. dein Ziel und gerne teil uns den dann auch mit. Ich schreibe gleich weiter, aber ich sage dir schon mal eins, Dirk!

Ich bin schwer bin... Also du willst noch mehr sparen? Das heißt, ich spare schon um das Sparens Willen also dass da einfach das kleine Häufchen immer größer wird Und vielleicht, ich bin ja so in meinem privaten Leben auch noch Sportvereins-Funktionärin. Vielleicht werde ich einen Teil von dem ersparten wenn viel übrig ist einfach nochmal an meinen Sportvereinen spenden damit die junge Generation sportlich ist und uns als Beitragszahler wieder finanzieren kann.

Das finde ich sehr schön! Sehr schöne Sache. Ja, Gabriele vielen Dank dass du hier auch mitgemacht hast bei unserem mehr sparschweinchen Aktion. ja und alle die uns heute zugeschaut haben. Vielen dank das ihr dabei wart und mich würde mal interessieren wie steht ihr denn zu unserem Rentensystem in Deutschland?

schreibt es gerne mal in die Kommentare was denkt ihr schaffen wir das zu reformieren oder wird so schwierig dass es echt quer subventioniert werden muss vom Staat? würde mich mal interessierend wie eure Meinung da ist. ansonsten schreibt uns gerne auch an podcast at dk.de mit Feedback oder Anregungen zum Podcast Und ich sage jetzt erstmal Ahoi und bis bald.

Macht's gut, tschüss! Eine Verfierfältigung oder Weitergabe des Videos ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Dickerbank zulässig.

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