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172. Richtig üben: Was Deliberate Practice wirklich bedeutet | Interview mit Prof. Dr. Andreas C. Lehmann
Dienstag, 1. September 2026 · 1 h 03
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Shownotes
Heute wird es wissenschaftlich fundiert! Mein Gast ist Prof. Dr. Andreas C. Lehmann, Professor für Systematische Musikwissenschaft und Musikpsychologie an der Hochschule für Musik Würzburg. Er war Postdoc bei Anders Ericsson, dem Forscher hinter dem Konzept "Deliberate Practice", das durch die berühmte 10.000-Stunden-Regel um die Welt ging.
Wir klären, was bewusstes Üben wirklich bedeutet und warum Rumjammen nicht dazugehört, wie viele Stunden konzentriertes Üben pro Tag überhaupt möglich sind und was von den Geschichten über 12-Stunden-Übetage zu halten ist. Lehmann erklärt das Herzstück seiner Forschung, die mentalen Repräsentationen: Warum Anfänger glauben, lauter zu spielen, es aber nicht tun, was der Halbtempo-Test über dein Können verrät und warum die Motorik bei Anfängern fast die ganze Aufmerksamkeit auffrisst.
Außerdem: Wie er durch puren Zufall bei Ericsson landete, warum Mozart, Rubinstein und Michael Jackson beim Üben ständig beaufsichtigt wurden, wieso Jazzer anders üben müssen als Klassiker, das geniale Weihnachtsmann-Beispiel eines Geigenlehrers und die große Frage: Gibt es Talent überhaupt? Seine Antwort im Ericsson-Stil: "What's the evidence?"
Kapitel:
Begrüßung: Prof. Dr. Andreas C. Lehmann
Erste Berührungspunkte mit Musik und Solfège
Purer Zufall: Wie er Postdoc bei Anders Ericsson wurde
Was ist Deliberate Practice wirklich?
Raus aus der Komfortzone: Mentale Repräsentationen
Warum Anfänger sich nicht zuhören können (die Pizza-Regel)
Wie viele Stunden Üben pro Tag sind möglich?
10 Stunden am Tag üben: Mythos oder Realität?
Schumann, Mozart und die Wunderkinder: Die Rolle der Umgebung
So läuft Unterricht an der Musikhochschule
Die optimale Lehrsituation: Meister und Schüler
Deliberate Practice in anderen Domänen: Schach, Jazz, BMX
Von Liszt bis Malmsteen: Wie sich Virtuosität entwickelt
Übe-Mythen und Halbwissen: Was stimmt wirklich?
Guter Spieler, schlechter Lehrer? Das Weihnachtsmann-Beispiel
Die große Frage: Gibt es Talent?
Das Labyrinth-Bild: Sein eigener Lehrer werden
Die Traditionsfrage von Dr. Gerard Madden
Verabschiedung
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