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Shownotes
Der diesjährige Nobelpreis für Literatur geht an die kanadische Dichterin Anne Carson. Die Auszeichnung sei «hoch verdient», sagt der Literaturwissenschafter Andrew Shields: Carsons Literatur sei «in jeder Beziehung herausragend». Andrew Shields ist zu Gast bei Host Felix Münger.
Die Literatur der 76-jährigen Kanadierin ist im Urteil der Schwedischen Akademie in Stockholm, die den Nobelpreis vergibt, «kühn und erfinderisch». Tatsächlich spielt Anne Carson in ihren Werken immer wieder mit klassischen Traditionen bis hin zur Antike und überträgt sie in zeitgenössische Literatur. Carson hat über ein Dutzend Bücher veröffentlicht. Allesamt ungewöhnlich, mutig und sprachlich-formal experimentell. Als ihr Meisterwerk gilt «Autobiography of Red», das auf Deutsch unter dem Titel «Rot» herausgekommen ist. Für Andrew Shields, der an der Universität Basel lehrt, ist es «nur logisch», dass diese Autorin nun mit dem höchsten Literaturpreis ausgezeichnet worden ist.