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Leben zwischen Arbeit und Rente· Folge 107

Arbeit ist das halbe Leben. Was macht sie in der Zeit mit uns, Dr. Regina v. Einsiedel?

Donnerstag, 11. Juni 2026 · 28 min

MP3

Shownotes

Staffel Identität, Teil 1
„Arbeit und Liebe sind die beiden Säulen seelischer Gesundheit" – das hat Sigmund Freud vor fast hundert Jahren gesagt. Stimmt das noch? Was verlieren wir, wenn die Arbeit wegfällt – wegen Arbeitslosigkeit, Entlassung oder Rente?
In dieser Staffel über Identität spricht Stefan mit Regina von Einsiedel – Psychiaterin, Psychotherapeutin, Coach und Buchautorin. Sie war jahrzehntelang Chefärztin in der Psychiatrie, hat den Schritt in die Rente selbst hinter sich – und darüber ein Buch geschrieben: Die dritte Lebenshälfte (Patmos-Verlag, 2025).

Außerdem in dieser Episode:

• Warum Psychiaterin, Psychotherapeutin und Coach drei verschiedene Antworten auf dieselbe Frage geben

• Was „Leichen im Keller" mit Arbeit zu tun haben – und warum die Rente sie manchmal zum Vorschein bringt

• Wie chronischer Stress entsteht – und warum die Symptome so lange unsichtbar bleiben

• Was das Lied „Ich muss kurz die Welt retten" über den psychologischen Wert von Arbeit sagt

• Wie Unternehmen auf die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeitenden reagieren könnten

Diese Episode ist der Auftakt zu sechs Gesprächen mit Regina von Einsiedel. In Episode zwei wird es konkret: Was passiert, wenn die Identität bröckelt – noch während man arbeitet?
Mehr über Regina von Einsiedel hier:

• Regina v. Einsiedel Vita (gve-coachingplus.com/vita)

• Die dritte Lebenshälfte (shop.verlagsgruppe-patmos.de/die-dritte-lebens…)

• Regina v. Einsiedel auf LinkedIn (linkedin.com/in/dr-med-regina-gr%C3%A4fin-von-…)

Mehr über Stefan & Constanze hier:

• Senior Expertise (senior-expertise.com)

• Constanze LinkedIn (linkedin.com/in/constanze-abratzky-57463531)

• Stefan Robiné LinkedIn (linkedin.com/in/stefan-robin%C3%A9-a0b287a6/+)

• Email: info@senior-expertise.com

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Arbeit hat eine große Bedeutung im Leben. Alleine schon die Identifikation, wer bin ich und warum bin ich? Das ist doch sehr wichtig! Und wenn man sich überlegt was braucht denn der Mensch so? er braucht Selbstbestimmtheit selbstbewusstsein Zugehörigkeit Selbstwirksamkeit. das bietet die Arbeit. natürlich.

Wir wechseln alle Meter, den CEO und jedes Mal müssen wir uns neu ausrichten. Und wissen nicht wie! Dreizig Jahre lang habe ich super gut gearbeitet und jetzt auf einmal soll meine Arbeit nichts mehr wert sein. Wir haben eigentlich alles geschafft, meine Frau und ich die Kinder sind groß, wir haben genug Geld.

Jetzt könnten wir die schönen Sachen machen. und meine Frau sagte bis so langweilig Ich suche mir jetzt einen anderen. Das sind diese Fragen, die ins Coaching kommen. Man müsste, wenn man gut sein will als Chef verstehen wie die Arbeitnehmer ticken um sie mitzunehmen. Immer kann man ja nur mit den Leuten arbeiten die man hat.

das heißt man kann nicht nur die Unternehmensziele voran stellen sondern man muss auch gucken welche Menschen habe ich da und welche Sprache benutze ich damit Sie mitgehen können? Und nicht so in den Widerstand gehen und dann Krisen ausgelöst werden Mit diesen ganz neuen Tönen, welcome back willkommen!

Ich bin Stefan und noch nicht fertig mit einer Menge Fragen die sich um das Leben zwischen Arbeit und Rente drehen. Wir sagen zum Beispiel sprichwörtlich Arbeit ist das halbe Leben. aber was macht diese Arbeit? Mit uns die ganze Zeit in der wir arbeiten? Das ist die erste Frage dieser Staffel. Weil man nur verstehen kann, wie sehr Arbeit unsere Identität prägt und was das dann für Rente bedeutet wenn man versteht, was Arbeit uns über Jahrzehnte gegeben hat.

Rhythmus, Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit zum Beispiel. Manchmal hat sie auch Kindheit überdeckt. Über all das und noch viel mehr spreche ich mit einer Psychiaterin, Psychotherapeutin, Coaching und Buchautorin. Regina von Einsiedel ist nämlich all das in einer Person! Sie war Jahrzehnte lang Chefärztin in der Psychiatrie hat selbst den Schritt in die Rente hinter sich und darüber ein Buch geschrieben mit dem bemerkenswerten Titel Die Dritte Lebensälfte.

Danke Frau von Einsiedel, dass ich hier bei Ihnen gewissermaßen in Ihrer Werkstatt oder in Ihrem Wohnzimmer sein darf. Vielen Dank für die nette Anmoderation! Ja, Werkstatte- oder Wohnzimmermöbel... Ich habe in der Tat meine Wohnzimmermöbel hier in meinem Büro. Das stimmt. Ja vielen dank und ich bin gespannt.

Diese drei Professionen haben große Gemeinsamkeiten, aber auch eine deutliche Unterschiede. Wollen Sie die Unterschiede mal deutlich machen? Das ist interessant! Ich habe, als ich in der Klinik gearbeitet habe unter anderem kliniken aufgebaut eine akut psychiatrie und habe vorgeschlagen dass man auch eine privatstation integriert.

Und die Patienten die gekommen sind über die privatebene. das waren leute die berufliche stressoren hatten und die nicht krank geworden wären, wenn sie nicht diesen beruflichen Stress gehabt hätten. Und dann bin ich zum ersten Mal ins Grübeln gekommen und hab gedacht alles als Psychiatrin und Psychotherapeutin von der patogenen Seite her sehen.

Also ich kann die Krankheiten benennen, ich kann Diagnose heraus suchen, Ich kann eine Therapie anbieten. aber wenn ich zum Beispiel sehe dass jemand mit beruflichen Problemen kommt hatte ich keine Skills Und das ist die Arbeit des Coaches. und wenn jemand starke Symptome hat die man nicht mehr gut behandeln kann dann muss er zur Psychotherapie-Behandlung.

Und wollen wir noch mal auseinanderhalten? Psychiaterie und Psychotherapie, weil nicht jeder Psychiator muss Psychotherapeut sein und umgekehrt schon gar nicht! Ja die meisten Leute glauben ja dass die psychiatrpsychologen sind. das ist schonmal das erste was nicht stimmt. also die psychologen studieren psychologie und die psychiate sind medizinerärzte Und die Ärzte, die Psychiater sind, machen noch eine Zusatzausbildung Psychotherapie.

Das ist also die Schnittmenge und die Arbeitsinhalte können deutlich unterschiedlich sein! mit ihren verschiedenen Hütten jeweils ansprechen, weil da ja unterschiedliche Antworten rauskommen. und um eines mit einem offenkundig auch höherbaren schon mal anzufangen der Psychiater- und der Psychotherapeutsiezt.

Natürlich! Ja also das war für mich selber auch eine große Stressgeschichte. es ist so dass man sich in der Psychiatrie Und in der Psychotherapie natürlich als Therapeut zurücknimmt. Man möchte so eine Projektionsfläche sein für die Patienten, damit sie alles sagen können und man selber keine Rolle spielt und Sie die ganze Zeit ein Aufmerksamkeit für sich haben.

Im Coaching duzt man sich eigentlich egal auf welcher Ebene man ist Und da kann man eher so auf Augenhöhe arbeiten, weil die Leute, die zum Coaching kommen haben in der Regel keine psychiatrischen Symptome oder nicht so starke psychatrische Symptomen. Dass man sagt das ist eine schwere mittelschwere oder leichte Diagnose schon eher eine Diagnese, die man behandeln muss.

Man muss den Fokus auf die Symptom legen. beim Coaching legt man diesen den Fokuss darauf wie kriege ich einen relativ guten Belastung Menschen wieder dahin, dass er sich mit sich selbst und seiner Umwelt wieder gut zurechtkommt. Jetzt haben wir das schon mal geklärt und bleiben auch erst einmal beim Sie weil ich will sie als Psychotherapeutin ansprechen und zwar erstmal mit einer Einschätzung.

Wir haben ja hier unser Thema der Wert der Arbeit der therapeutische Wert der Arbeit. braucht der Mensch generell Arbeit um Mensch zu sein. Ich bin ja nur eine Psychatorin, das heißt ich beschäftige mich nicht mit dem Überbau sondern ich beschäftig mich mit den Symptomen. Das was sich so sagen kann aus der Beobachtung ist wenn jemand nicht mehr arbeitet oder nicht mehr arbeiten kann dann leidet er darunter dass er nichts mehr geben kann.

also der Mensch möchte gerne nicht nur etwas nehmen sondern auch etwas geben Und ich glaube, dass dieses Geben auch was mit Arbeit zu tun hat. Und so aus dieser Perspektive glaube ich das Arbeit relevant ist. Etwas später in der Menschheitsgeschichte vor knapp hundert Jahren hat Sigmund Freud gesagt, Arbeit und Liebe sind die beiden Säulen seelischer Gesundheit.

Hatte er Recht? Hat er heute noch recht damit? Also als Mensch und mit Blick auf die Patienten und die Coaches auf jeden Fall! Es gibt ja Untersuchungen, dass die Menschen, die keine Arbeit haben, dass es denen total schlecht geht. Und das ist gar nicht stimmt, dass sie sich den ganzen Tag freuen, subventioniert zu werden ohne arbeiten zu müssen.

Arbeit hat eine große Bedeutung im Leben. Alleine schon die Identifikation, wer bin ich und warum bin ich wer? Das ist doch sehr wichtig! Und wenn man sich überlegt was braucht denn der Mensch so? Er braucht Selbstbestimmtheit, Selbstbewusstsein, Zugehörigkeit, Selbstwirksamkeit – das bietet die Arbeit natürlich.

Zugehörigkeit also wenn ich Kollegen habe Das ist das Neu-Deutsch-Belonging, die Kollegengruppe. Noch weitere Zugehörigkeiten? Eine Zugehrigkeit zu einer sozialen Gruppe zum Beispiel. Zugeherigkeit zur gleichen Menschen. Ich gehöre sozial eingebunden einer bestimmten Klientel an. Das ist doch sehr wichtig!

Wir reden darüber wann fühlt sich der Mensch wohl? Der Mensch fühlt wenn er Spiegelbilder hat, wenn er sich in anderen wiederfindet. Wenn er sieht das ist gut was ich mache, dass es eine Zugehörigkeit. Der Mensch fühlt sich wohl, wenn der eine Selbstwirksamkeit hat. also Ich kann Dinge machen von A bis Z und sie gelingen mir.

Selbstwirksamkeit, also konnte man's auch mit Aufgabe übersetzen in dem Kontext Arbeit. Also meine Auffassung ist so, dass ich in der Lage bin eine Aufgabe zu Ende zu bringen und dann ein gutes Gefühl zu haben. Ich bin in der Lager Dinge zu bewältigen. also heute hatte ich zum Beispiel einen Coaching.

da war jemand da der hat seine Masterarbeit abgegeben. große Selbstwirksamkeit. Ich habe eine Arbeit gemacht und sie ist mir gelungen, ich habe etwas gemacht was es vorher noch nicht gab. Ich fühle mich super und zugehörig einer bestimmten Gruppe. Gilt das denn für alle Erden von Arbeit? Ich glaube, das gilt für alle Arten von Arbeit.

Also Selbstwirksamkeit heißt ja ich habe was, was mich dazu bringt dass ich ein Erfolgsgefühl habe. Ich habe etwas geschafft und es ist gut! Das gilt auch fürs Töpfern, fürs Häkeln, fürs Handwerken, für alle Bereiche die man sich so vorstellen kann. Das heißt wir reden jetzt nicht nur bezahlter Erwerbsarbeit, sondern es könnte auch die Kehrarbeit oder was anderes sein?

Kann alles sein. Es kann auch unbezahlte Arbeit sein. Einfach das Gefühl ich kann etwas bewirken. Das braucht der Mensch und dann gibt es ein Wohlgefühl. Gibt's noch was? Ja selbstbewusstsein. also ich selber traue mir dazu Ich kann das! Ich bin in der Lage gut ausgebildet und so ein guter Mensch, dass ich diese und jene Sachen machen kann.

Diese drei Sachen sind sehr wichtig. für einen Menschen kann man sie sehr gut bekommen. Das sind ganz wichtige Dinge und wenn man sie nicht hat, dann sind Sie schlimm! Also wenn ich zum Beispiel in eine Situation gerate wo ich gemobbt werde, wo ich isoliert werde, bei der ich nicht dazugehöre ausgegrenzt werde... Wenn meine Arbeit nicht gut bewertet wird oder ich bekomme nicht das zurück von dem was ich geglaubt habe, was die Arbeit wert ist, das sind ja diese Faktoren wo die Menschen in große Krisen kommen und dann eben auch ins Coaching.

Gibt es auch so etwas wie der Rhythmus? Ich muss regelmäßig aus dem Haus oder auf einem Homeoffice an den Schreibtisch, ist auch der Rytmus ein psychologischer Wert? Also ich finde dieses Lied von dem Tom Bensko total gut. mit diesem Ich will noch kurz die Welt retten! Das ist zwar ironisch gemeint aber Ich glaube, er wusste es nicht.

Aber da steht alles drin eigentlich was Arbeit ausmacht die ganzen sozialen und psychischen Faktoren. also er muss arbeiten. das heißt die Arbeit ist etwas wert Er hat keine Zeit. das heißt der Tag ist rhythmisiert er weiß genau was er machen muss von A bis Z jeden tag ohne dass er etwas dazutun muss.

wenn er die Arbeit gemacht hat ist sie wichtig. ich muss nur kurz die Welt retten. Dann die sozialen Faktoren. Da wartet jemand auf mich, fang schon mal an! Ich hab eine soziale Zugehörigkeit und das was ich mache ist etwas wert und ich bin super gut gelaunt. mein Belohnungssystem wird aktiviert. Das is so ne einfache Merkformel um sich zu überlegen welche sozialen und psychologischen Funktion hat die Arbeit?

Und ich glaube so kann man es sich ganz gut klar machen wenn diese Wünsche, Ansprüche ans Leben. Nicht umgesetzt werden? Dann gibt es Stress und die andere landet dann als Kundschaft in Dorn-Out-Kliniken oder gar in der Psychiatrie. Psychiatrie und Psychotherapie geht ja zusammen, es ist ja nicht umsonst einfach.

Früher waren wir ja psychiaterschreckstrichneurologen und dann hat sich das geändert in Psychiatri und Psychotherapien. Wir wissen ja bei vielen Krankheiten, dass man einerseits Medikamente nehmen muss und andererseits Psychotherapie machen sollte. Und gemessen zum Beispiel an der Depression eine der häufigsten Erkrankungen ist es so, dass die Medikation schneller hell hilft und die Therapie länger anhält.

Also wir arbeiten nicht entweder psychiatrisch oder psychotherapeutisch sondern wir arbeiten gemischt. Und jetzt zurück zu der Frage. Also von der Klinik aus kann ich mich erinnern an eine Frau, es war eine Näherin. Der ging es total gut und sie hatte so ein kleines Team zu führen. dann gab es einen neuen Chef.

Da gab es Probleme und dieser Chef hat sie isoliert in einen anderen Raum gesetzt, und sie durfte keinen Kontakt mehr zu ihrem Team raten. Das ist ein klassisches Muster – so kann man das ganz oft sehen – über anderthalb zwei Jahre Stückweise psychische Symptome entwickelt. Ein Burnout hat eine Gratifikationskrise, eine psychische Isolation ein Mobbing oder wenn man auch in die Klinik muss.

Alles geht langsam. es kommt erst was wir Befindlichkeitsstörungen nennen Herzrasen Schlafstörung Schweißausbrüche Unruhe Morgentief. Dann kommt die Konzentrationsstörung dazu. Und dann können sich die Symptome immer erweitern. und dieser chronische Stress, es geht also um chronischen Stress, der kann solche Symptomen auslösen?

Sie haben zwischendurch die Kratifikationskrise genannt, um die kümmern sich doch die Gewerkschaften. Schatz beiseite! Die Psychiatrie meint was anderes, sagen sie's mal bitte. Ja, also ... Wenn man einen chronischen Stress hat, der einem zusetzt und von außen aus gelöst zum Beispiel. Dann können die einzelnen Symptome zu echten Symptomkomplexen erwachsen und man braucht dann Hilfe.

Typischerweise ist es so dass Außenstehende das früher merken als die Betroffenen selber. Die meisten sind es die Frauen, die zu ihren Männern sagen, mal sieh mal zu. Da ist stimmt was nicht. Such dir mal Hilfe und die Männer sagen erst nein. Typische Coaching-Geschichten. Und dann wenn das nicht mehr weitergeht Sie können sich nicht mehr konzentrieren, Sie können die Arbeit nicht mehr machen.

Sie können dich nicht mehr freuen. Sie kann nicht mehr wichtig von unwichtig unterscheiden. Sie sind nicht mehr belastbar. Dann gibt's abends die vermehrten Absakka. man hat keine Man ist traurig, aber dann friert man ein. Man freut sich und trauert nicht mehr. Man kann sich auch nicht mehr freuen. Dann hat man schon einen echten Symptom komplex, der behandelt werden muss.

Und diese Leute kommen häufig in die Klinik. Ich glaube, man kann sagen, dass der Stress der Arbeit inzwischen mehr psychische Symptome macht als zum Beispiel früher die körperlichen Symptomen. Früher hatten wir Rücken heute haben wir Psyche ist ja klar, wenn man nur seinen Kopf benutzt und nicht sein Körper.

Und immer nur sein Gehirn, sein Denken aktiviert dann wird man ja psychisch eher belastet als im Rücken. Als Buchautorin haben Sie auch ein Kapitel geschrieben oder in einem Kapitel Überschrift Leichen im Keller erklärt Arbeit erlaubt es auch unverarbeitete Themen zu ignorieren. Ist das was Positives oder ein Negativervorge?

Aus meiner Sicht sind es zwei verschiedene Paar Schuhe, also es gibt Menschen die sind gut im Leben gelandet Die konnten sich gut entwickeln, die brauchen die Arbeit eigentlich nicht als Verdrängungsmotor. Dann gibt es Leute, die hatten in der Kindheit und wir wissen ja alle dass diese negativen Kindheitserfahrungen nicht weggehen sondern das man sie unterschiedlich verarbeitet.

Kann es doch sein, wenn man eine schlechte Kindheitserfahrung hat, dass man das mit der Arbeit überschreiben kann, verdrängen oder sogar therapieren kann? Ich habe ein Beispiel geschrieben von Heinz Innobs. Der hatte einen Vater als Alkoholiker und eine Mutter die nur für den Vater da war. ein schlechtes Bindungsangebot von den Eltern war nicht viel wert, hat gestört und so alles was negativ lief ging auf seine Schultern.

Er hat dann geschafft sich von diesen Eltern sozusagen zu befreien und eine Karriere auf dem Bau zu machen und dann sein eigenes Leben gut zu strukturieren, sich von seinen Eltern zu lösen. Und am Ende seiner Arbeitszeit hatte er wie ganz viele plötzlich und unerwartet die Rente gesehen Hat sich nicht darauf vorbereitet Und dann ist er quasi wieder in seine Kindheit reingerutscht, weil er nichts mit sich anzufangen wusste und automatisch dieselben Sachen gemacht hat wie sein Vater.

Und ganz unglücklich wurde. Wenn ein Mensch spürt das was nicht rund läuft... ...und frühzeitig zu einem Coach kommt. Stichwort Arbeit! Was ist denn da zu retten? Welcher Schraube kann der Coach mit einem solchen Klienten arbeiten? Das kommt immer auf den Kontext an, also ins Coaching kommen ganz viele unterschiedliche Fragestellungen.

Ich bin nicht mehr in der Mitte des Zirkels weil der Chef gewechselt hat. Jetzt ist eine Frau meine Chefin und die hat von nix ne Ahnung. Mein Chef könnte mein Kind sein, es ist nicht mehr alles so wie früher. was kann ich jetzt tun um wieder... zufrieden zu sein. Wir wechseln alle Meter, den CEO und jedes Mal müssen wir uns neu ausrichten und wissen nicht wie.

Dreißig Jahre lang habe ich super gut gearbeitet und jetzt auf einmal soll meine Arbeit nichts mehr wert sein! Wir haben eigentlich alles geschafft, meine Frau und ich die Kinder sind groß, wir haben genug Geld. Jetzt könnten wir die schönen Sachen machen. und meine Frau sagte bis so langweilig Ich suche mir jetzt einen anderen.

Das sind diese Fragen. Und dann muss man natürlich schauen, wie ist der Mensch strukturiert. Was braucht er? Was sind seine Werte und seine Ziele? Wie ist der Arbeitgeber strukturierend? Was hat der Arbeit Geber für Werte- und für Ziele? jetzt in diesen wirtschaftlichen Krisen und der Digitalisierung in Richtung Industry.null gibt es ja so ein Change den viele Leute nicht mehr mitmachen können.

das macht super Stress mehr von mehr zu machen, das klappt irgendwann nicht mehr und dann fängt die Kaskade an, die ich vorhin beschrieben habe. Die Symptome sind oft ähnlich aber die Geschichten sind anders. Könnte sein dass wir jetzt durch KI gerade einen Stressfaktor haben der sich bei vielen psychisch bemerkbar hat?

Ich sehe eher, dass diese Dinge die ich vorbeschrieben habe. Also bin ich noch richtig auf der Arbeit oder darf ich noch arbeiten? Oder soll ich jetzt schon früher gehen? und was mache ich überhaupt? weil ich hier eigentlich ein Workaholic meine Arbeit war so wichtig. Baby Boomer Arbeit ist mein Leben.

Was passiert, wenn ich mich dann auf die Rente vorbereiten soll? Und zu überlegen gehe ich in Rente und wann gehe ich. Das wäre sozusagen ein Blick auf die Transition von der Arbeit in die Rnte. Bei der Frage der Auslöser gibt es alles was das menschliche Wesen betreffen kann alle Bereiche. auch ein Kind hat Super Stress und da kann nicht mehr arbeiten.

alle möglichen Varianten gibt es. Oder ich tue so viel und ich krieg nicht die Rückmeldung oder ich werde dauernd irgendwo hingesetzt, also diese Gratifikationskrise und die psychische Isolation das sind häufig Faktoren, die die Leute an die Grenze bringen. und dann kommen sie zum Coaching. Wenn wir jetzt mal aus der Sicht eines Arbeitgebers darauf gucken, wer eigentlich in Interesse haben müsste seine Leute möglichst lange gesund, frisch und fröhlich in der Arbeit zu halten.

Wenn die ausscheiden da muss er sich ersetzen. das verursacht kosten. also kurz und gut welche ich sage jetzt mal psychologischen vielleicht sogar psychotherapeutische Interventionsmethoden gibt es denn von einer Arbeitgeber- und Organisationsseite? Im Moment ist ja zu beobachten dass durch diese ganzen Wirtschaftskrisen eher mehr wieder so autokratische Führungsstile dominant sind.

Und oft ist es so, dass Arbeitseinheiten-Industrien groß geworden sind, indem sie ihre Leute einzeln sozusagen nach oben gebracht haben. Weil die viel für den Laden gemacht haben und dann ging es um Zugehörigkeit und konservatives Verhalten. Wenn sich dann die Wirtschaftslage auf einmal ändert, braucht es einen Change.

Und wenn dieser Change da ist, kann man nicht mehr diese Werte zurückgehen, altes und gewohntes behalten. Sondern da muss man neues Abenteuer aufbruch machen. aber der Mensch kann entweder das eine oder das andere und dann werden oft die Chefs eingesetzt, die sozusagen die sind, die den Laden nach vorne treiben, das Neue Aber mit den Leuten, die die alten Werte vertreten.

Und da gibt es sehr häufig Brüche und dann müsste man wenn man gut sein will als Chef verstehen wie die Arbeitnehmer ticken um sie mitzunehmen. immer kann man ja nur mit den Leute arbeiten die man hat das heißt man kann nicht nur die Unternehmensziele voran stellen sondern man muss auch gucken welche Menschen habe ich Brache benutze ich, damit sie mitgehen können und nicht zu ihnen den Widerstand gehen.

Und dann Krisen ausgelöst werden. Dann gibt es bei den Leuten die auf einmal eine Veränderung machen sollen. Die Arbeitnehmer kriegen dann Stress-Symptöme, machen oft eine innere Kündigung oder machen einfach weiter. so haben wir das immer gemacht. Das führt in einen Dilemma. Das ist ein Beispiel. Ich hätte noch ein anderes, bitte!

Es gibt auch Unternehmen die verstehen dass man in diesen Zeiten was machen muss. also wenn man so gesellschaftlich schaut dann gibt es ja nicht nur die eigene Psyche. ich habe ein bestimmtes Temperament mit dem ich geboren bin ich hab ein soziales Umfeld. das bildet mein Charakter meine Persönlichkeit.

Und diese Persönlichkeit wird ja nicht nur isoliert im Elternhaus, in dem sozialen Umfeld gemacht. Sondern es gibt hier auch Auswirkungen auf die Werte der Gesellschaft je nachdem welche Generation gerade dran ist Die Babyboomer gehen ja jetzt in Rente, gab es andere Werte in der Gesellschaft die persönlich sind und umgekehrt.

das geht so ineinander über als die Nachfolgergeneration. Und es gibt Unternehmen sie sehen dass durch den neuen Arbeitssituationen eine Einsamkeit auftreten kann und bieten Hilfen an die unter dem Motto Laufen Schutzschild gegen Einsamheit. Also ich war jetzt in einem großen Industrieunternehmen eingeladen mit dem Thema Arbeit als Schutzschild gegen Einsamkeit.

Das war so ein Unterthema dieser großen, dieses großen Angebots. kommt doch und guckt mal was ihr machen könnt damit eure Psyche besser stabil bleibt bei diesen Veränderungen die wir haben. also die Industrie hat es da verstanden die Chefs warum? weil man das wirtschaftlich braucht. genau Die Menschen nehmen das Angebot oft nicht an.

Also da gibt es so eine Umkehr, jetzt könnte man aber sie nehmen's nicht und die Wirtschaft weiß sie muss sonst geht das mit den Erträgen nicht gut und da gibt auch so ein Bruch. Denen gibt es an dieser Stelle auch. Arbeit gibt Identität. Das ist die Erkenntnis dieser Episode oder? könnte sie zumindest sein.

Aber was passiert, wenn diese Identität bröckelt noch während man arbeitet? Wenn die Lust an der Arbeit vergeht – weil zum Beispiel der Chef gewechselt hat oder wenn man gerne weiterarbeiten möchte aber nicht mehr darf! Um solche Fragen geht es in Episode zwei. Regina von Einsiedel wird ganz ungewöhnlich tiefe Einblicke in ihre Arbeitsweise geben.

Es wird sehr konkret und praktisch sehr höhrenzwert. Für die Zwischenzeit ein Buchtipp, Regina von Einsiedel, die dritte Lebenshälfte Kürselverlag zwanzig fünfundzwanzig. Aber wer höher aber mehr möchte bekommt es hier in genau einer Woche. bis dahin bisschen Geduld. alles Gute! Tschüss.

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