
Lebende Legenden· Folge 14
Erika Pluhar - Vom Misthaufen ins Burgtheater (2/4)
Donnerstag, 9. Juli 2026 · 40 min
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Shownotes
Erika Pluhar wird gleich nach dem Max Reinhardt-Seminar Burgschauspielerin. In dieser Folge schildert sie ihren Widerstand gegen das traditionelle Frauenbild der 1950er-Jahre, der in eine schwere Magersucht mündet. Sie berichtet von frühen Beziehungen und ihrer vier Jahrzehnte währenden Karriere am wichtigsten Theater des Landes.
• Lebensbedrohliche Verweigerung: Die Lektüre feministischer Literatur und die bürgerliche Enge der Nachkriegszeit treiben die Jugendliche in die Anorexie. Ein unbeschwerter Sommer am Attersee bewirkt ihre körperliche Heilung.
• Selbstbestimmte Sexualität: Sie entzieht sich den Annäherungen eines Tanzschulpartners durch eine nächtliche Flucht quer durch Wien. Später wählt sie bewusst einen Chemiestudenten als ersten Liebhaber aus.
• Trümmer und Reinhardt Seminar: In Floridsdorf inszeniert das Mädchen erste Theaterstücke auf einem Schutthaufen. Nach der Matura besteht sie die Aufnahmeprüfung am Max Reinhardt Seminar und feiert unter der Patronanz von Susi Nicoletti rasche Erfolge.
• Vier Jahrzehnte Burgtheater: Unmittelbar nach der Ausbildung engagiert das Haus die junge Darstellerin als Elevin. Sie erlebt die politische Öffnung der Bühne unter Direktor Achim Benning und übernimmt in einem englischen Stück die erste Nacktrolle in der Geschichte des Theaters. In Tom Stoppards Komödie „Akrobaten“ übernimmt sie die erste Nacktrolle in der Geschichte des Hauses. Sie verkörpert darin exakt jene Figur, die in England Diana Rigg spielte, dem heutigen Publikum bekannt als Olenna Tyrell aus der Serie „Game of Thrones“.
• Widerstand gegen Peymann: Als Claus Peymann die Direktion übernimmt, weist sie seine Annäherungsversuche entschieden zurück. Sie verlässt das Ensemble an ihrem sechzigsten Geburtstag nach einer festlichen Vorstellung mit einem selbstbestimmten Abschied.
Hilfe bei Essstörungen Kostenlose und anonyme Ersteinschätzung sowie telefonische Beratung bieten folgende Anlaufstellen:
Bundesweite Hotline für Essstörungen: 0800 / 20 11 20 (Mo–Do –17:00 Uhr). E-Mail-Beratung: hilfe@essstoerungshotline.at. Zentrale Erstanlaufstelle zur Orientierung und Vermittlung von Therapieplätzen.
Netzwerk Essstörungen: 0512 / 57 60 26 (Mo, Mi, Fr –13:00 Uhr; Di, Do –18:00 Uhr). Bundesweit erreichbar. E-Mail: info@netzwerk-essstoerungen.at.
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In diesem Podcast stellen wir keine Fragen. Wir hören zu. Menschen über 75 Jahren aus dem DACH-Raum erzählen ihr Leben in ihren eigenen Worten – von Entscheidungen, Liebe, Brüchen und dem, was rückblickend wirklich zählt.
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