
LensEU #14: Abreißen oder sanieren? Die Zukunft von Europas Gebäuden
Dienstag, 29. September 2026 · 40 min
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Shownotes
Folge vom 29. September 2026
Zum Inhalt dieser Folge:
Quer durch Europa werden Häuser oft nicht deshalb abgerissen, weil sie unsicher oder nicht mehr zu retten sind, sondern weil Neubauten als attraktiver oder profitabler gelten. Abrisse haben ökologische und soziale Kosten: Wertvolle Materialien gehen verloren, es entsteht Abfall, und Neubauten verursachen zusätzliche CO₂-Emissionen. Trotzdem gibt es kaum verlässliche Daten darüber, wie viele Gebäude in Europa abgerissen werden.
In Deutschland (Correctiv) beleuchten wir die Debatte zwischen Abriss und Sanierung und fragen, ob bestehende Gebäude nicht oft umgebaut statt ersetzt werden könnten. In Essen wurde eine alte Siedlung aus 19 kleinen Häusern mit lokalhistorischer Bedeutung abgerissen, um Platz für hochpreisige Wohnungen zu schaffen.
In Griechenland untersucht die Journalistin Danai Maragoudaki von Solomon den rasanten Wandel von Athen und anderen Städten, wo ältere Gebäude zunehmend Neubauprojekten weichen müssen, vor allem für den Tourismus und im Interesse von Investoren. Das weckt Sorgen um das architektonische Erbe, um leistbaren Wohnraum und um den Charakter ganzer Viertel.
In Polen blickt Wojciech Kość von Oko.press auf die Zukunft der Plattenbauten des Landes, der sogenannten Wielka Płyta. In rund 60.000 Wohnblöcken leben etwa zwölf Millionen Menschen. Manche davon werden abgerissen, andere saniert. In Lubin sollen vier Blöcke abgerissen werden, um den Blick auf historische Wahrzeichen freizugeben, obwohl die Bewohner:innen argumentieren, dass die Gebäude in gutem Zustand sind und Ersatzwohnungen für sie unleistbar sein könnten.
Wie also soll Europa mit seinen bestehenden Gebäuden umgehen? Wann ist eine Sanierung sinnvoll, wann ist ein Abriss gerechtfertigt? Wer trägt die Kosten, wer profitiert, und was verlieren wir, wenn ein Gebäude verschwindet?
Was ist lensEU?
Sieben Medienpartner aus der Europäischen Union produzieren ab sofort jede Woche einen Podcast und einen Newsletter in fünf Sprachen.
Die Partnermedien sind: LensEU wird von OKO.press aus Polen koordiniert. Weitere Partner sind "Die Presse" aus Österreich, CORRECTIV aus Deutschland, Telegram.hr aus Kroatien und TVNET aus Lettland. Unterstützt wird das Projekt von der internationalen Nachrichtenagentur AFP aus Frankreich, ENEX aus Luxemburg und Mainspring aus Österreich.
KI-Hinweis: Die Podcastfolgen in der Originalsprache werden mit dem Übersetzungstool Eleven Labs in mehrere Sprachen übersetzt, so auch auf Deutsch.
Unterstützt wird das Projekt von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Multimedia Actions.
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