Message Macht Medien· Folge 22

IHS-Chef Holger Bonin warnt: „Ohne Schmerzen kein Budget"

Donnerstag, 23. April 2026 · 49 min

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Shownotes

Weshalb liegen Prognosen so oft daneben – und warum brauchen wir sie trotzdem? In der neuen Folge von „Message macht Medien“ (krone.at/video-message-macht-medien) spricht krone.tv-Podcaster Gerald Fleischmann (x.com/GCFleischmann/status/1274344385770110976…) mit IHS-Chef Holger Bonin (ihs.ac.at/de/personen/holger-bonin) über die wirtschaftliche Lage in Österreich und die Schwierigkeit, Konjunkturprognosen exakt zu treffen.

Gleich zu Beginn erklärt Bonin das sogenannte Prognose-Paradoxon: Vorhersagen können die Zukunft nie exakt treffen, weil sie nur den aktuellen Wissensstand abbilden. Trotzdem sind sie unverzichtbar – denn sie zeigen, „was passiert, wenn man nicht handelt“ und dienen als Frühwarnsystem für Politik und Öffentlichkeit.

Mit Blick auf die aktuelle Lage zeigt sich der Ökonom verhalten: Geopolitische Konflikte und wirtschaftliche Unsicherheiten bleiben hoch, frühere Krisen haben tiefe Spuren im Budget hinterlassen. Ein kompletter Absturz ist aber nicht fix: „Es kann auch besser werden“, etwa wenn sich globale Rahmenbedingungen rasch entspannen. Derzeit deuten die Entwicklungen allerdings nicht darauf hin.

Für Österreich diagnostiziert Bonin eine Phase stagnierenden Wohlstands seit 2019 – eine „verlorene Dekade“ und das neue Doppelbudget, an dem die Regierung gerade arbeitet, werde nicht ohne Schmerzen und Einschnitte umzusetzen sein. Trotzdem bleibt ein vorsichtiger Optimismus: Krisen seien nichts Neues, und "bisher sind wir immer noch rausgekommen".

Alle Folgen von „Message Macht Medien“ können Sie auf allen gängigen Podcast-Plattformen und auf krone.at/podcast anhören.

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