Mikro trifft Makro - Das Finanzmarktgespräch

Folge 104 - Sonderausgabe zur aktuellen Marktlage

Dienstag, 6. August 2024 · 21 min

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Shownotes

Wie geht es weiter an den Börsen?
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Disclaimer:Dieser Podcast wurde zu Werbezwecken erstellt und enthält nicht alle für den Erwerb der etwaig hier dargestellten Finanzinstrumente relevanten Informationen, insbesondere stellt er weder ein Angebot noch eine Anlageberatung seitens der DekaBank dar. Alle Angaben wurden sorgfältig zusammengestellt, teilweise unter Verwendung von Daten aus Drittquellen. Etwaig enthaltene Meinungsaussagen geben die zum Zeitpunkt der Erstellung aktuellen Einschätzungen der DekaBank wieder. Die DekaBank übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der gemachten Angaben und haftet nicht für Schäden oder Aufwendungen die aus einem Vertrauen hierauf resultieren.

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Mikro trifft Makro, das Finanzmarktgespräch der DECA Bank. Nach deutlichen Verlusten von fast 6 Prozent viel der DAX vergangene Woche unter die psychologisch wichtige Marke von 18.000 Punkten. Bedingt durch schwache Weltbörsen und die angstfeinere Zession in den USA, hatte zum Wochenauftakt außerdem die 200-Tage-Durchnitzlinie unterschritten, die als wichtiger Indikator für den langfristigen Trend gilt.

Große Rücksetzer gab es aber auch an der Wall Street oder am Nica Index. Was sind jetzt die Gründe für diese Entwicklung und noch wichtiger, wie geht es an den Börsen weiter? Darüber wollen wir sprechen bei Mikro trifft Makro. Mein Name ist Tanja Heinrich und ich darf an dieser Stelle meinen Kollegen Dirk Husmann vertreten, der sich im wohlverdienten Urlaub befindet.

Bei mir ist wie gewohnt der Cheffolkswirt der DECA Bank, Dr. Ulrich Kater und Joachim Schallmeier, leitender Kapitalmarktstrategie der DECA Bank. Herzlich willkommen. Hallo. Hallo. Was ist denn da eigentlich passiert letzte Woche? Nach Rekordständen in den vergangenen Wochen hat der DAX, wie auch die weltweiten Börsen, in den letzten Tagen erhebliche Verluste verzeichnet.

Was sind denn Ihrer Meinung nach die Hauptfaktoren, die zu diesen Kursrutschen geführt haben? Ja, der Hauptfaktor für diese Kurskorrekturen liegt wohl darin, dass es in den vergangenen 18 Monaten einfach so gut gelaufen ist an der Börse. Seit fast zwei Jahren, seit Beginn 2022, der Marktjagd hat gar keinen anderen Weg als nach oben.

Parallel zu dieser Entwicklung hat auch die Wirtschaft in Amerika immer wieder positiv überrascht. Jetzt schwächelt die Konjunktur in den USA und die Märkte fragen sich, was passiert, aber das Wesentliche ist, dass die Kursniveaus eben sehr hoch waren. Und wenn man das in den Bild gießen möchte, dann kann man sagen, es hat lange die Sonne geschieden, der Wald ist trocken und jetzt kommt jemand und ruft Feuer.

Und wie geht es Ihrer Meinung nach jetzt weiter, gerade auch mit der US-Konjunktur? Also wir haben ja enttäuschende Arbeitsmarktzahlen gehabt und es gibt auch gewisse Sorgen um die Technologieriesen. Wie sehen denn die Prognosen aus und sind diese Ängste, die die Menschen haben, berechtigt? Nein, das ist es ja.

Es gibt ein wenig schwächere Wirtschaftsinnikatoren für die Vereinigten Staaten, also ein bisschen weniger gemeldete Jobs im letzten Monat oder auch eine etwas schwächere Stimmung bei den US-Unternehmen. Aber die Wirtschaftsdaten, die wir bekommen und wir haben uns das gestern auch noch mal in der ganzen Breite angesehen, deuten eben nicht auf einen Einbruch in der US-Wirtschaft hin, sondern auf eine moderate Abkühlung.

Die ist erwartet gewesen. Wir haben für dieses Jahr eine Wachstumsrate in Amerika von zweieinhalb, im nächsten Jahr von zwei. Das heißt, diese Abkühlung ist in den Zahlen drin. Jetzt kommt sie und wir sehen auch nichts Stärkeres als das, was wir eingestellt haben. Natürlich muss man das beobachten. Die US-Notenbank hat die Bremsen noch ziemlich angezogen mit den hohen Zinsen und wir werden weiterhin auch wieder marktaufmerksam die Zahlen uns anschauen, die in den nächsten Monaten kommen.

Aber in voraus eilendem Gehorsam aus diesen Daten, die wir jetzt haben, einen Einbruch zu machen, das erscheint uns überhaupt nicht gerechtfertigt, die US-Wirtschaft und auch viele andere Wirtschaften in der Welt sind, solide unterwegs und deswegen kommt man immer wieder zurück zu diesem Punkt. Es waren die Kurse eben vorher zu weit gelaufen.

Und wie haben sich Ihre Prognosen seitdem verändert? Also wir haben, wie gesagt, bei dem Konjunkturbild keine Veränderung vorgenommen, weil das, was passiert, in das hineinpasst, was wir prognostizieren. Es ist ein Wachstum von 2,5 Prozent für Amerika, die Weltwirtschaft mit 3 Prozent sogar in diesem Jahr.

Leichte Abkühlung im kommenden Jahr. Das, was wir verändern, ist in der Tat die Einschätzung der US-Notenbank. Auch sie hat ja immer Zweifel gehabt, ob die Wirtschaft sich überhaupt abkühlt. Und auch die wird das jetzt registrieren und wird eben dann beginnen, jetzt die Zinsen zu senken. Und wir haben jetzt noch drei Zinsenkungen für dieses Jahr für die US-Amerikanische Notenbank in die Prognose aufgenommen.

Das heißt, also es geht jetzt zügig runter mit den Zinsen und auch das ist natürlich für Wirtschaft und auch für die Kapitalmärkte dann wieder eine Unterstützung. Herr Schalmeyer, Sie sind ja einer der Aktien-Spezialisten der DK. Warum reagiert denn der Markt zu heftig, wenn sich die Wirtschaft, wie Dr.

Karte gesagt hat, nur moderat abschwächt und das oben dreien auch noch erwartet wurde? Ja, die Sorgen um die Konjunktur aufgrund der zwei schwächeren Datenpunkte in den USA, die waren sicherlich der Auslöser jetzt für die Aktienmarkkorektur, aber nicht der Grund. Der Grund liegt ja woanders. Der Grund liegt daran, dass bestimmte Investment-Themen in den letzten Jahren deutlich überinvestiert wurden, also vor allen Dingen diese Magnifikensieben, die sieben großen Unternehmen in den USA, die ja auch ganz schwergewichtig in den Indizes vertreten sind und da geht es um das ganze Thema KI, also künstliche Intelligenz und die daran angrenzenden Geschäftsmodelle.

Da sind die Erwartungen sehr hochgeschraubt worden. Die Unternehmen haben auch hervorragend berichtet, aber wie es so oft dann ist, die Erwartungen sind dann immer noch mal höher geschraubt worden und selbst mit den guten Berichten, die auch jetzt im zweiten Quartal ja abgeliefert wurden, hat dann so eine gewisse Enttäuschung eingesetzt und von daher für uns ist es eine überfällige Stimmungskorektur, die wir da aktuell sehen.

Es geht hauptsächlich eben ausgelöst um diese Investment-Themen, die jetzt ja auch dann stärker korrigieren und dementsprechend ist es auch keine Korrektur, die jetzt sich sozusagen marktbreit fortsetzen sollte. Und jetzt abgesehen von diesen Trendthemen, was macht der übrige Markt? Naja, der übrige Markt hat ja im Vorfeld gar nicht so extrem gut performt.

Also auch in den USA waren ja vor allen Dingen die Trendthemen der Treiber. Die haben ja auch den S&P 500 nach oben getrieben, einfach aufgrund der hohen Gewichtung dieser einzelnen Titel. Wenn man sich den breiten Markt anschaut, dann hinkt der eben diesen Trendmärkten hinterher und genauso ist es jetzt auch in der Korrektur.

Die Korrektur findet vor allen Dingen eben dort statt, wo vorher die Übertreibung statt gefunden hat. Das sieht man beispielsweise. Wenn man sich eben diese herausragenden siebende, Magnifikent-Sieben anschaut, dann haben die jetzt von der Spitze knapp 20 Prozent mittlerweile korrigiert. Der breite S&P 500 Index in Anführung, Strich nur 8,5 Prozent und andere Marktsegmenten noch weniger.

Also es ist eben wirklich etwas, was von diesen Segmenten ausgelöst wurde. Was aber angesichts der Heftigkeit der Bewegung sich natürlich dann auch auf den breiten Markt überträgt. Und auch an den asiatischen Aktienmärkten erleben wir aktuell einen Ausverkauf mit teilweise erheblichen Kursverlusten. Womit hängt denn das zusammen?

Ja, auch der japanische Aktienmarkt, der war ja im Fokus der Anleger. Denn nach, man kann ja schon sagen, Jahrzehnten, wo am japanischen Aktienmarkt eigentlich überhaupt keine Performance stattgefunden hat, war ja in den letzten 12, 18 Monate wirklich eine extrem starke Aufwärtsbewegung zu beobachten.

Und die Investoren haben ja auch stark sich nach Japan orientiert. Und dementsprechend auch hier eben eine starke Investition, ein starker Geldfluss in die Märkte hinein. Und da kommt es jetzt dann eben auch heftiger zu einer Gegenbewegung. Wobei hauptsächlich jetzt auch zu einer hohen Volatilität, das sehen wir jetzt ja auch in den heutigen Handelstagen.

Und dann wirklich in beide Richtungen auch die Märkte ganz starke Ausschläge zeigen. Weniger Betroffen sind die europäischen Aktienmärkte, auch der heimische DAX-Index. Ja, der kann sich natürlich dieser Bewegung aus den USA auch nicht entziehen. Das ist klar, dafür ist die Gesamtmarktstimmung jetzt einfach zu schlecht.

Aber man muss ja doch sagen, sowohl der DAX als auch der europäische Index, die haben ja die Aufwärtsbewegung nur bedingt mitgemacht. Und auch die ganzen Bewertungen, also die Bewertungen in den Indizisten ja nicht deutlich angestiegen und somit ist auch das Korrekturpotential jetzt einfach hier in Europa und auch im DAX-Index einfach begrenzt dadurch.

Und bleiben wir nochmal ganz kurz in Deutschland. Die Stimmung hierzulande ist ja nicht unbedingt besser. Die deutsche Wirtschaft ist zwischen April und Juni weiter leicht geschrumpft. Und dann gab es davor auch noch enttäuschende Quartalszahlen, nicht zuletzt von den Autobauern. Im vergangenen Quartal sind wir knapp an der Rezession vorbeigerutscht.

Inzwischen sieht es da jedoch auch wieder schlechter aus. Was bedeutet das denn für den DAX? Naja, also da muss man wirklich unterscheiden. Die deutsche Konjunktur ist ein Trauerspiel. Die hangelt sich an der Nulllinie entlang, war ein bisschen drüber, war ein bisschen drunter, jetzt zuletzt wieder eher ein bisschen schwächer.

Aber da gilt es einfach weiter, ganz klar zu differenzieren. Der DAX ist nicht die deutsche Konjunktur, sondern der DAX, das sind Weltunternehmen, die an der globalen Konjunktur hängen. Und da gilt einfach auch das, was die letzten Jahre gegolten hat, auch jetzt in dieser Korrektur entscheidend ist, die Entwicklung der globalen Konjunktur, der Weltwirtschaft.

Und die ist stabil bei 3 Prozent. Und das wird dann auch entsprechend auf die DAX-Unternehmen positiv reflektieren. Jetzt haben wir gerade schon ein bisschen über Deutschland, die USA und Asien gesprochen. Aber auch im Rest der Welt tut sich einiges. Inwiefern beeinflussen denn geopolitische Spannungen, wie beispielsweise auch der eine Ostkonflikte merkte?

Und kann das auch Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung hierzulande haben? Ja, diese Faktoren sind auf keinen Fall auszublenden, ausblendbar. Wir sehen es ja, die Entwicklung im Nahen Osten ist weiterhin auf Eskadation gerichtet. Es ist immer noch ein Schwelbrand, von dem man nicht weiß. wie es weitergeht. Dann haben wir in den USA im November die Präsidentschaftswahlen vor der Brust.

Und paradoxerweise steigen ja eher die politischen Risiken und auch die Kapitarmarktrisiken an mit der Zunahme der Unterstützung für Camilla Harris jetzt als demokratische Kandidatin. Denn wenn es eben wieder knapp wird, bisher hatte man ja sehr stark mit einer deutlichen Mehrheit für die Republikaner für Trump gerechnet. Aber wenn es jetzt wieder knapp wird, dann steigen ja eher die Themen, die die Ängste um die Akzeptanz des Wahlergebnisses wieder an und die Frage, wie stabil sind die USA.

Also insgesamt ist eben diese Umgebung weiterhin unruhig und sorgt wie auch in der Vergangenheit immer mal wieder für Schrecksekunden. Und wenn das jetzt in diese Marktkorrektur hinein fällt, kann sich das ein oder andere natürlich überlagern auch. Aber nochmal diese geopolitischen Themen sind ja jetzt nichts Neues. Das ist ja jetzt nichts, was an der Kursbewegung jetzt eben maßgeblich beteiligt war, sondern da geht es wirklich um die Themen Korrektur von übertriebenen Erwartungen.

Und jetzt stellen sich natürlich viele von unseren Zuhörerinnen und Zuhörern sicherlich die Frage, wie können sie in turbulenten Zeiten wie diesen, wo es durchaus ein bisschen mehr Bewegung gibt, ihre Geldanlage schützen. Welche Strategien und Maßnahmen sollten sie denn in Betracht ziehen, um jetzt Verluste zu minimieren und können sich da trotz der Unsicherheiten an den Märkten auch Chancen bieten aktuell? Also ich möchte nicht unbedingt auf den alten Spruch zurückgreifen, dass die Börse keine Einbahnstraße ist, aber naja vor allen Dingen, weil es nicht stimmt, langfristig ist die Börse ja durchaus eine Einbahnstraße und zwar nach oben. Das ist ja tatsächlich der Fall. Aber diese Aufwärtsbewegung, die kommt eben immer in Wellenform daher. Das heißt,

es geht mal drei Etagen nach oben und dann eben auch wieder eine Etage runter. Ich würde sagen, in den letzten zwei Jahren ging es gefühlt sogar vier Etagen nach oben und jetzt geht es eben wieder ein bisschen zurück. Das ist eine normale Entwicklung an der Börse, bei der der Privatanleger, die Privatanlegerin sagt, da gibt es nichts an Verlusten zu minimieren, denn Verluste sind es tatsächlich erst, wenn man zu niedrigeren Niveaus verkauft und damit eben diesen Kursrückgang dann auch realisiert und festschreibt. Der zu erwartende und ziemlich sicher eintretende Effekt wird sein, dass wir in zwei, drei Jahren eben über ganz andere Themen reden. Wir haben vorher vielleicht noch problematische Themen, aber das weltwirtschaftliche Wachstum geht jeweils immer weiter über

lange Zeiträume und unsere Vorausschau, dass wir auf die zehn Jahre Sicht durchschnittlich mit sechs Prozent Zuwachs an den Aktienmärkten rechnen. Die wird durch solche Ereignisse, wie wir sie jetzt haben, überhaupt nicht in Frage gestellt, sondern das ist alles darin enthalten. Also das bedeutet, für den privaten Haushalt, der in Aktien spart, der vielleicht ein Aktien-Sparplan hat, gibt es überhaupt keinen generellen Grund, jetzt beispielsweise den Sparplan auszusetzen oder hier auszusteigen, um dann vermeintlich wieder billiger einsteigen zu können. Dieses Timing ist, wie man gerade jetzt an der heutigen Marktreaktion auch wieder sieht, das geht ja jetzt auch wieder nach oben. In solchen Volatilen, das heißt Bewegungsstarkenzeiten, ist das für gerade

auch den Nicht-Profi, ist das unmöglich und deswegen ist die goldene Regel für die privaten Aktienbesitzer durch solche Situationen fährt man durch und insofern denken wir, dass zum einen die Korrektur jetzt aus sich selbst herauskommt und eben nicht aus der desaströsen Entwicklung in der Wirtschaft und deswegen auch zeitlich begrenzt sein sollte. Herr Schalmeyer, ab wann ist es denn sinnvoll wieder zu kaufen? Also kurzfristig kann natürlich die Stimmungsbereinigung, die wir jetzt an den Märkten sehen oder in Teilbereichen der Märkten sehen, sich schon noch ein bisschen fortsetzen und da gibt es auch immer schwer zu prognostizieren der eigene Dynamiken, wenn wir einfach so hohe Volatilitäten, so hohe Kursschwankungen haben. Neben der Stimmungskorrektur, die wir

eben in den verschiedenen Investmentthemen haben, haben wir eben auch noch die Lage im nahen Osten, die zusätzlichen Stück weit hier auf der Stimmung drückt und insofern sind in den kommenden Tagen schon bei den Anlegerinnen und Anlegern erstmal stärker nerven gefragt. Aber grundsätzlich geht es nicht ums Timing, sondern es geht eben um die langfristigen strategischen Ausrichtungen in der Vermögensanlage und da bleiben Aktien ganz klar der Favorit, wenn man die Risikotragfähigkeit hat, denn die fundamentalen Rahmenbedingungen, die sind jetzt ja auch in dieser Stimmungskorrektur weiterhin intakt und deswegen gilt es wirklich eben hier die Nerven zu behalten, die mittel- und langfristigen Perspektiven dann auch zu fokussieren und in dieser Phase der erhöhten Verunsicherung,

das heißt Kursausschläge, hohe Kursausschläge in beide Richtungen, sowohl nach unten als auch nach oben, gilt es eben schrittweise und kontinuierlich dann auch Positionen weiterhin aufzubauen. Und die grundsätzlichen Rahmenbedingungen sind vor allen Dingen aufgrund der soliden Konjunkturintakt, aber auch perspektivisch eben jetzt wieder mit den Notenbanken, die dann doch etwas zügiger wahrscheinlich sogar die Zinsen senken dürften. Wir haben vernünftige Bewertungsausgangslage in vielen Märkten und all das zusammengenommen, sprichst einfach dafür, dass nach eben jetzt einer Phase von höheren Kursausschlägen dann auch der Markt relativ zügigen Boden wird finden können.

Und jetzt haben wir vorhin schon über den Technologiesektor ein bisschen gesprochen. Kann man dann sagen, in welchen Regionen oder Segmenten sich gerade ein Einstieg lohnen könnte? Naja, der Fokus liegt natürlich jetzt im Moment auf den US-Aktienmärkten und da sehen wir die größte Korrektur eben in diesen Teilbereichen der Investmentthemen, die vor übertrieben waren. Ich glaube, das kann noch ein bisschen sich fortsetzen. Von daher könnte man da, wenn man jetzt wirklich kurzfristig agiert, da noch ein bisschen zurückhalten sein. Auf der anderen Seite muss man beachten, dass innerhalb des US-Aktienmarkts eine große Rotation gerade stattfindet. Das heißt, der einen Seite kommt zwar diese Investmentthemen, etwas unter Druck, die vorher stark überbewertet

waren. Auf der anderen Seite kommt aber der breite Markt, der auch zurück, und wir haben es ja gerade gehört, die US-Konjunktur, die ist ja stabil. Und dementsprechend sollte man da jetzt auch nicht zu viel Aktionismus machen, sondern sollte sich eben auf die längerfristigen Perspektiven konzentrieren und da bleibt der US-Aktienmarkt grundsätzlich interessant. Man muss eben von der Einzeltitel Selektion dann tatsächlich etwas aktiver vorgehen oder eben eine breitere Streuung vornehmen.

Wir haben weiterhin die Situation, dass der europäische Markt nicht im Fokus der Anleger steht. Die Konjunkturen in Europa tut sich schwerer. Dafür haben wir aber auch Aktienmärkte, die niedriger bewertet sind. Die Unternehmensgewinne, die steigen nicht ganz so rasant an wie in den USA, aber sie steigen eben immer noch prozentual niedrig einstelle gegenüber letzten Jahren.

Also da ist eine positive Unternehmensdynamik auch, wenn sie gering ausfällt, aber sie ist eben positiv und das wird natürlich auch hier dann die Märkte stabilisieren. Also von daher gilt den Fokus auch weiterhin auf die deutschen europäischen Märkte zu legen und auch auf das Segment der Small- und Mid-Caps, die sich natürlich der allgemeinen Stimmungskorektur jetzt nicht entziehen können, also absolut im Moment auch ein Stück weit korrigieren, aber in der relativen Betrachtung sind die recht stabil und es ist ein gutes Anzeichen auch dafür, dass der Markt insgesamt eben jetzt hier keine Panikzüge annimmt, sondern dass die Investoren durchaus auch differenzieren. Und zu guter Letzt, Herr Doktor Carter, das er auch schon angedeutet, man darf auch die Unternehmensanleihen

und die Rentenanlagen nicht vergessen. Ich meine, wir sind in einer Situation eben anders als noch vor einigen Jahren, wo auch die Zinsen wieder zurück sind. Jetzt haben wir zwar die letzten Tage einen deutlichen Rückgang in den Zinsen gesehen, aber es sind wieder höhere Kupons zu erzielen und gerade mit den letzten Tagen, wo ja auch die Risikopremien im Unternehmensanleihe-Sektor stark angestiegen sind, haben wir insgesamt wieder vernünftige laufenden Ertrag, den wir auch aus Unternehmensanleihen auch Unternehmenseinleihen höherer Risikogruppen erzielen können und da ergeben sich jetzt auch wieder interessanter Einstiegszeitpunkte und von daher gilt es eben hier auch neben dem Aktienmarkt auch weiter, wie in den letzten 12-18 Monaten, den Fokus gerade auch auf den Bereich

der Unternehmenseinleihen zu legen. Dann halten wir also fest, bei allen Turbulenzen und Emotionen für Anlegerinnen und Anleger ist es jetzt besonders wichtig, nicht in die psychologische Falle zu tappen, Ruhe zu bewahren und vor allem die langfristigen Ziele im Blick zu behalten. Vielen Dank Herr Dr. Kater, vielen Dank Herr Schallmeier für ihre Einordnung und vielen Dank natürlich auch an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer. Und natürlich hören Sie an dieser Stelle ab übernächster Woche auch wieder meinen Kollegen, der Kussmann. Herzlichen Dank fürs Reinhören und bis bald!

Mikrotrift Makro ist ein Podcast der DK Bank. Weitere Informationen zur DK Bank finden Sie unter www.dk.de/dk-gruppe www.dk.de/dk-PPL-Polizei [MUSIK] Auf auf auf auf dich.

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