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Shownotes
Morgenimpuls mit Schwester Katharina
Hast Du schon jemals von der Prophetin Hulda gehört? Ich kannte den Namen, aber nicht den Hintergrund. Letzte Woche habe ich einen sehr inspirierenden Mutmacher-Gottesdienst mitgefeiert, in dessen Mittelpunkt diese Frau stand. Hulda ist eine Prophetin, die zur Zeit des judäischen Königs Josia in Jerusalem lebt. Ihre geistliche Autorität scheint allgemein anerkannt zu sein.Bei Renovierungsarbeiten am Tempel wird eine alte Schriftrolle mit dem Gesetz Gottes gefunden. Als König Josia ihren Inhalt hört, schickt er eine Gruppe hochrangiger Männer zu Hulda, damit sie Gott für ihn befragt. Hulda richtet den Gesandten eine klare und unbequeme Botschaft aus. Gleichzeitig spricht sie König Josia zu, dass Gott seine aufrichtige Reue gesehen hat. Die hochrangigen Männer werden nicht zu den etablierten Propheten jener Zeit geschickt, sondern zu ihr. Erstaunlich. In diesem Gottesdienst haben wir alle zusammen ein Gebet gesprochen, dass ich heute gern mit Dir beten möchte. „Wir glauben an Gott, der Menschen anspricht und ihnen zutraut zu antworten.Wir glauben an Jesus Christus, der Frauen und Männer gerufen hat, ihm zu folgen und seine Botschaft weiterzutragen.Wir glauben an den Auferstandenen, der Maria von Magdala gesandt hat, die Botschaft vom Leben zu verkünden.Wir glauben an Gottes Geistkraft, die ausgegossen ist über Töchter und Söhne, über Junge und Alte, und die in jedem Menschen wirken kann.Wir glauben an eine Kirche, die zuhört und Menschen zu Wort kommen lässt.An eine Kirche, in der unterschiedliche Charismen entdeckt werden und wachsen können.An eine Kirche, die Menschen ermutigt, ihrer Berufung zu vertrauen.An eine Kirche, in der wir einander erzählen, was wir von Gott erhoffen und erfahren, was uns trägt und was uns zweifeln lässt, wonach wir fragen und suchen und woran wir glauben.Wir glauben, dass Gottes Wort lebendig ist – heute und morgen.Dass es Menschen berührt, ermutigt und trägt.Und wir glauben, dass wir auch etwas davon zu erzählen haben.Darum wollen wir nicht schweigen, sondern füreinander und miteinander von unserem Glauben, unserer Hoffnung und unserer Suche sprechen. Amen“