Nico Lange – Das Geopolitik-Briefing der F.A.Z.
„Trump will endlich mit Putin Milliarden verdienen“
Freitag, 30. Oktober 2026 · 12 min
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Shownotes
Nico Lange - Das Geopolitik-Briefing der F.A.Z.
Gipfel, Dreiergespräche, und Europa sitzt nicht am Tisch. Die Schlagzeilen zur Ukraine überschlagen sich, und vieles wirkt widersprüchlich. Wer verhandelt eigentlich mit wem, und worüber? In dieser Folge ordnet Nico Lange die verwirrenden Meldungen zu Ukraine, Russland und den USA ein und zeigt, was wirklich auf dem Spiel steht.
Warum reden plötzlich alle über einen Waffenstillstand, obwohl es noch keine Einigung gibt? Welche Rolle spielen Trumps Sondergesandte, die skandinavischen Vermittler und die Lage an der Front, die längst nicht mehr nur dort stattfindet? Und warum könnte ausgerechnet der Geldbeutel eine entscheidende Rolle spielen?
Was ist in Abu Dhabi zu erwarten, und was bedeutet das für Deutschland und Europa, etwa für Flüchtlingsbewegungen, Finanzhilfen und Sicherheit? Und woran erkennt man, ob Russland es ernst meint? Ein Hinweis vorab: Die Zusammensetzung der Delegationen sagt oft mehr als jede Pressemitteilung. Jetzt reinhören und mitreden!
Nico Lange ordnet die aktuellen Ereignisse im Ukraine-Konflikt ein, erklärt was bei den Gesprächen zu erwarten ist und was das für uns bedeutet.
Hosts: Nico Lange
Mitarbeit: Anna Louisa Schroer und Niklas Kleber
Liveblog Ukrainekrieg (faz.net/aktuell/politik/ukraine/ukraine-liveti…)
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Gipfel treffen von Trump, Zelensky und Putin schon in Kürze. Europa bei Dreiergesprächen außen vor. Die Ukraine muss fürchten unter den Bus geworfen zu werden. Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA werden wieder aufgenommen. Stubb und Störe reden mit Putin über Ukraine Verhandlung. In den aktuellen Schlagzeilen ist einiges los zum Thema Ukraine und Verhandlungen Doch die Aussagen sind ehrlicherweise etwas verwirrend.
Was ist denn da genau los? Wer verhandelt mit wem? Was ist dabei zu erwarten, was bedeutet das für uns? Ich bin Niko Lange und ich gehe in Nikolange dem Geopolitik-Briefing der FAZ den Hintergründen und Zusammenhängen nach. Seit Trump im Februar des Jahrzehntes verspricht er den Krieg zwischen Ukraine und Russland schnell zu beenden gab eine ganze Reihe von Gipfeln und Gesprächen sogar einen Gipfel mit Putin in Alaska Aber letztlich bisher kein Ergebnis.
Im Mai, im Jahr ist der US-Ausenminister Rubio erklärt – das bringt alles nichts! Die USA hören jetzt auf mit diesen Gesprächen. Doch jetzt ist wieder Bewegung in der Sache und zum ersten Mal überhaupt waren die Sondergesandten von Trump als Steve Wittkopf und Jared Kushner in der Ukraine. Die Lage ist nämlich jetzt eine andere.
Die Ukraine trifft mit eigenen Raketen und Drohnenraffinerien, Ölvergadeterminals, Energieinfrastrukturen in Russland. Der Krieg kommt in Russ land an auch in Moskau und St. Petersburg Und es gibt Mangel an Treibstoff und weniger Einnahmen durch Rohstoffverkäufe Dadurch eine gewisse Gesprächsbereitschaft bei Russland.
Die USA die ja durch den Kriegtigen in Iran und die Lage der Straße von Ammus für sehr hohe Energiepreise gesorgt haben sprechen jetzt von einem sogenannten Energiewaffenstillstand. Es geht also um einen teilweise Waffenstillstand, nicht an der Front sondern bei den Fernangriffen. Die Ukraine soll nicht mehr russische Raffinerien und russischen Öltanker beschießen und Russland sollen nicht mehr ukrainische Kraftwerke und Stromnetze angreifen.
Trump hat so ein Energiewachenstillstand sogar schon mehrfach öffentlich verkündet obwohl es eine echte Vereinbarung dazu noch gar nicht gibt. Präsident Zelenski sagt dazu Folgendes. Wir sind bereit, einen Waffenstillstand einzuhalten wenn Russland dazu ebenfalls bereit ist und auch Kreml-Sprecher Peskov bestätigt dass es Gespräche gibt.
Die Kontakte werden fortgesetzt. sobald es etwas zu diesem Thema zu sagen gibt werden wir sie umgehend informieren. auf der Ebene von Mitarbeitern auf sogenannte technischer Ebene sollen jetzt in Abu Dhabi Gespräche stattfinden Und zur Vorbereitung waren zuletzt am neunten Oktober die Verhandler der Ukraine Rustem Umierov und Cyril Budanov zu einem Treffen mit Wittkopf und Kuschner in Miami.
Da waren übrigens auch die nationalen Sicherheitsberater der E-Dreistaaten, also aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland dabei. Auch der deutsche außenpolitische Berater des Bundeskanzlers Günther Sauter. Trump platzte dann wie Kaios der Kiste in diese Sitzung mit den Nachrichten. Er hat jetzt mit Putin telefoniert – Die USA werden Sektionen erleichtern!
Russischer Diesel kommt wieder auf den Welten ab und auch die USA werden russischen Diesel kaufen. Die Ukraine, und auch anwesenden Europäer in Miami führten sich verschaukelt. Und aus der Sicht professioneller Diplomatie haben viele nicht verstanden warum erleichtert man die Sanktionen für Russland schon obwohl Russland noch gar keine Vereinbarung zugestimmt hat.
das kann man doch als Belohnung dafür machen dass Russland zum Beispiel einen Energiewaffenstillstand zustimmt. Danach gab es eine ganze Reihe Aufregung, weil die USA versucht haben, die Ukraine unter Druck zu setzen und damit sie keine russischen Raffinerien mehr angreift. Starshield und Starlink, diese Athletenverbindungen wurden gedrosselt, Aufklärungsdaten wurden nicht weitergegeben oder zumindest wurde damit gedroht, sie nicht weiterzugeben.
Aber dieser Nebel hat sich jetzt wieder gelichtet und Steve Wittkopf traf Zelenski am zwanzigsten Oktober in Oslo. Der norwegische Premierminister Stöhrer und der finnische Präsident Stubb waren da dabei Von da aus vor Wittkopf dann direkt nach Moskau weiter, um mit Putin über die in Oslo erarbeiteten Ideen zu sprechen und weiter das trilaterale Gespräch zwischen Russland, Ukraine und USA in Abu Dhabi fortzubereiten.
Und der finnische Präsident Stupp wird der norwegische Premierminister Stöhrer sprachen am siebenzwanzigsten Oktober selbst noch einmal mit Putin. Hören wir mal was der finnische Präsident Alexander Stupp dazu sagt. Der Premierminister von Norwegen, Jonas Gastöre und ich hatten heute Morgen eine Telefonkonferenz mit Präsident Putin.
Es war ein Folgegespräch nach dem Treffen in Oslo am zwanzigsten Oktober – der Ministerpräsident und ich hielten es für wichtig dass Grenzstaaten wie Finnland und Norwegen Fragen klären die zu Missverständnissen führen könnten.". und dem Präsidenten der russischen Federation direkte Botschaften aus nordischer Perspektive, sowohl aus Finisher als auch aus norwegischer Sicht zu übermitteln.
Es ging Stubb und Störe also nicht darum zu sagen wir sind jetzt die Verhandler der EU. Ging ihnen noch nicht um die Frage ob die Europäer ja jetzt am Tisch sind sondern sie wollten sicher gehen dass die Informationen zu den in Oslo besprochenen Dingen korrekt bei Putin ankommen, weil es die Wittkorps ehrlicherweise eine Geschichte hat, die oft Missverständnisse produziert hat.
Der manche Detail ist nicht genau kennt. also Stubb sagt wir wollten sicher gehen dass die Informationen korrektor sind. Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer Nikolange das Geopolitik Briefing der FAZ soll nützlich für sie sein soll ihnen schnell und präzise Hintergründe und Zusammenhänge zur internationalen Schlagzeilen liefern Damit Sie Bescheid wissen und mitreden können.
Abonnieren Sie diesen Podcast, damit sie alle Folgen bekommen. Und sind Sie mir gerne Ihre Fragen und Ihre Anliegen? Welche Themen wollen Sie mal aufgedröselt bekommen? Wozu wollen Sie sich gerne aufschlauen? Schicken Sie mehr eine E-Mail an podcastatfaz.de. Im Kern steht also gerade nicht die große Friedensverhandlung zwischen Russland Ukraine sondern ein teilweise Waffenstillstand.
Ich habe meinen guten bekannten Botschafter Kurt Volker der in der ersten Amtszeit von Trump Sondergesandter für die Ukraine war gefragt, was steckt denn hinter diesem neuen amerikanischen Bemühungen? Diese Verhandlungen sind eine Fass. Um den Anschein zu erwecken – man tue etwas um den Krieg zu beenden hat Präsident Trump erneut beschlossen ein Verhandlungsprozess unter Vermittlung der USA einzuleiten, um die Ukraine und Russland an einen Tisch zu bringen.".
Russland nimmt diese Bemühungen überhaupt nicht ernst. Es betrachtet, diese Verhandlungen als Gelegenheit die Ukraine zu weiteren Zugeständnissen zu drängen und nebenbei den Verhandlungsanführern des Präsidenten Geschäftsangebote in Aussicht zu stellen. Aha es geht also um Geld und um ein handfestes finanzielles Programm für Trump Family and Friends.
das ist für Russland natürlich besonders leicht zu manipulieren. Kurt Volker sagt dazu weiter Ich glaube, Präsident Trump betrachtet die Dinge vor allem unter dem Gesichtspunkt des Geldverdienens. Und er sieht weltweit hohe Energiepreise. Er sieht in Russland ein großes Energiepotenzial und große Gasvorkommen, die durch Sanktionen blockiert sind.".
Und so betrachtet er das als Chance und sagt, okay hier können wir Geschäfte machen. Wir können Geld verdienen! Wir können russisches Öl und Gas auf den Markt bringen und wir können an den Gewinnen daraus teilhaben. Kurz gesagt ist die Gemengelager also so... Die Trump-Administration, Trump und sein Umfeld wollen gerne Geschäften machen mit Russland, die Ukraine und der Krieg sind dabei im Weg.
Es muss irgendein Waffenstillstand irgendwann anzeichen nach Fremdsbemühungen her damit endlich mit Russern gemeinsam Milliarden verdient werden können. Russland hat die Position, wir wollen gerne Geschäfte mit den USA machen und wir würden das am liebsten von der Ukraine-Frage trennen. Lass uns doch jetzt Geld verdienen und überlass die Ukraine uns.
in der Ukraine selbst beharrt Russland auf maximal Forderung! Und überhaupt muss man in diesen Tagen wieder den Eindruck gewinnen für Putin ist die Ukraine so was wie sein weißer Wahl... Das kennt man aus Moby Dick also jemand der besessen isst von einer lebenslangen Jagd von etwas da sie ihm nicht mehr loslässt.
Putin versteigt sich in historische Betrachtung, warum die Russen und Ukraine einvolkt sind. Und bemüht zuletzt nach Berichten sogar genetische Forschungen, wie das angeblich beweisen soll. Die Ukraine hat sich die Verhandlungssituation um einen Energiewaffenstillstand hart erkämpft mit den Schlägen nach Russland hinein – mit eigenen Drohnen oder Raketen.
Aber auch durch das Erleiden der Treffer durch russischen ballistischen Raketen die Drohnen auf Zivilisten, auf Infrastrukturen mit viel Leid und Schmerz letztlich. Für die Ukraine wäre jetzt ein wichtiger Zeitpunkt für so einen Energiewaffenstillstand oder einen Waffenstillstand im Schwarzen Meer um einen überlebensfähigen Winter für die Menschen zu haben Die Wirtschaft am Laufen zu halten Steuernamen zu generieren.
eigentlich gab es eine ganz gute Ernte. man mussten nur die Agrarprodukte auch exportieren können. Die Ukraine macht deswegen Druck dass die Gespräche möglichst Früh stattfinden sollen. Fassen wir zusammen Und was bedeutet das jetzt für uns? Es geht bei den aktuellen Initiativen nicht um große Friedensverhandlungen, sondern um einen teilweise Waffenstillstand auf technischer Ebene, deren Abu Dhabi erstmals besprochen werden soll.
Zweitens – wenn wir nicht wollen, dass weitere Hunderttausende oder Millionen Ukrainer flüchten müssen und die finanzielle Unterstützung der Ukraine in fass ohne Boden wird weil die Infrastrukturen weiter zerstört werden Die Ukraine keine Steuereinnahmen mehr hat, dann ist es in unserem eigenen Interesse zum Erfolg dieser Gespräche beizutragen.
Und drittens die Ukraine sitzt jetzt am Tisch weil sie Dinge gemacht hat von denen viele auf wir gesagt haben das soll man besser nicht tun. Die Grimmangegriffen nach Russland hinein mit Raketen und Drohnen Raffinerien angegriffen all das hat dazu geführt dass es überhaupt wieder Gespräche gibt. Die Europäer sollten daraus lernen.
durch Macht Und durch Handeln kommt man an den Tisch nicht durch herumermachen. Die trilateralen Gespräche zwischen Russland, den USA und der Ukraine sollen jetzt zwischen dem sechsten und dem zehnten November in Abu Dhabi stattfinden. Das wird sehr wahrscheinlich nur eine erste Runde sein. Weitere Gesprächsrunden werden folgen.
Achten Sie mal darauf! Schon an der Zusammensetzung der russischen Delegation wird man erkennen können wie ernst Russland ist meint. Wenn zum Beispiel Igor Kostjukov zu Delegations gehört der Chef des russischen Militärgeheimdienstes Gro, dann geht es Russland ernsthaft um das. Wenn dagegen wieder nur die Herren Medinsky und Dimitriyev da sind, dann unternimmt Russland überhaupt keine ernsthaften Gesprächsversuche.
Ich werde hier in diesem Podcast darüber berichten Und generell gilt, sobald etwas Entscheidendes passiert auf der Welt melde ich mich kurz danach sachlich ruhig und präzise mit Hintergründen und Zusammenhängen. Abonnieren Sie diesen Podcast damit sie dranbleiben und mittreten können.