PERSPEKTIVEN To Go – der Börsenpodcast· Folge 320

Neue Zölle, neue Unsicherheiten

Dienstag, 1. April 2025 · 15 min

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Shownotes

US-Präsident Donald Trump hat neue Zölle angekündigt, unter anderem auf europäische Autos. Die Europäische Union droht ihrerseits mit Gegenzöllen. Ist das der Beginn eines Handelskrieges? Über die aktuelle Lage von Wirtschaft und Märkten sprechen Dr. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank und Finanzjournalistin Jessica Schwarzer.

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<b>Deutsche Bank präsentiert </b> <b>Perspektiven to Go.</b> <b>Ihr Audio-Podcast</b> <b>rund um das Thema Börse.</b> <b>Nun ist es also passiert.</b> <b>US-Präsident Donald Trump hat Zölle auf</b> <b>europäische Autos und</b> <b>andere Güter angekündigt.</b> <b>Die EU droht nun ihrerseits mit Zöllen</b> <b>gegen amerikanische Konzerne.</b> <b>Zölle und Gegenzölle,</b> <b>wie reagiert die Börse?</b> <b>Welche Branchen geraten unter Druck,</b> <b>welche könnten noch folgen?</b> <b>Und was heißt das für das</b> <b>Wirtschaftswachstum global und regional?</b> <b>Darüber sprechen wir in</b> <b>den Perspektiven to Go.</b> <b>Wir, das sind Uli Steffan von der</b> <b>Deutschen Bank und ich.</b> <b>Mein Name ist Jessica Schwarzer und damit</b>

<b>herzlich willkommen.</b> <b>Uli, bevor wir auf die</b> <b>aktuelle Lage schauen,</b> <b>müssen wir aber erst nochmal ganz kurz</b> <b>eine Bilanz für das erste Quartal ziehen.</b> <b>Es bleibt dabei Europatop und USA Flop?</b> <b>Ja, das kann man insgesamt fürs erste</b> <b>Quartal sicherlich so sagen.</b> <b>Der DAX liegt bei so</b> <b>roundabout plus 11 Prozent.</b> <b>Der Stocks 600 in</b> <b>Europa bei plus 6 Prozent.</b> <b>Wohin gegen die amerikanischen Indizes.</b> <b>Ich pick jetzt auch mal zwei raus.</b> <b>Der S&P 500 mit knapp minus 5 Prozent und</b> <b>der NASDAQ bei minus 10 liegen.</b> <b>Also das ist natürlich schon ein</b> <b>deutlicher Unterschied.</b> <b>Minus 5 bis plus 6 sind 11 Prozent</b>

<b>Punkte, die die Indices auseinanderlegen.</b> <b>Wenn man DAX und NASDAQ nimmt, dann</b> <b>liegen wir über 20</b> <b>Prozent Punkte auseinander.</b> <b>Gefühlt war das Quartal aber irgendwie</b> <b>viel schlechter, finde ich.</b> <b>Zumindest waren die Ausschläge mit unter</b> <b>Recht kräftig auch an</b> <b>der Frankfurter Börse.</b> <b>Ja, die Börse ist sehr gut gelaufen.</b> <b>Im Grunde genommen bis Anfang März.</b> <b>Dann verschärfte sich die Diskussion um</b> <b>die Zölle und dann ging es</b> <b>eben in die andere Richtung.</b> <b>Und ich glaube, da hat man so ein</b> <b>bisschen im Hinterkopf,</b> <b>wenn man sich das erste Quartal anguckt.</b> <b>Also am Anfang noch sehr gut,</b>

<b>überraschend gut im</b> <b>Januar, in den Februar hinein.</b> <b>Und seit den Höchstständen dann Anfang</b> <b>März haben die europäischen Indices</b> <b>auch schon wieder 6</b> <b>Prozent Punkte verloren.</b> <b>Welche Branchen sind denn da unter die</b> <b>Räder gekommen und warum?</b> <b>Es sind vor allen Dingen die</b> <b>Technologiewerte, Jessica,</b> <b>die in den Vereinigten Staaten unter</b> <b>Druck gekommen sind.</b> <b>Das sind natürlich auch die Werte</b> <b>gewesen, die in den letzten zwei Jahren</b> <b>am meisten gestiegen sind.</b> <b>Also hier haben offensichtlich die</b> <b>Anleger Gewinne mitgenommen,</b> <b>haben da, wo sie die höchsten Pluszahlen</b> <b>drauf haben, realisiert.</b>

<b>Dahinter kommt dann der diskretionäre</b> <b>Konsum, der negativ ist.</b> <b>Auch hier sicherlich Gewinnmitnahmen,</b> <b>denn man darf nicht vergessen,</b> <b>beim diskretionären Konsum reden wir vor</b> <b>allen Dingen über eine große Plattform,</b> <b>die im Internet Dinge verkauft, die dort</b> <b>ganz dominierend ist.</b> <b>Die anderen Sektoren sind tatsächlich gar</b> <b>nicht so schlecht hier to date.</b> <b>Wir haben immer noch den Bereich der</b> <b>Immobilien in den Vereinigten Staaten,</b> <b>der wenig im Plus ist, aber die anderen</b> <b>Sektoren, wie gesagt,</b> <b>schlagen sich ganz gut.</b> <b>In Europa sind es natürlich dann</b> <b>diejenigen, die jetzt vor allen Dingen</b>

<b>von den Zöllen getroffen sind,</b> <b>die sehr negativ reagieren hier allen</b> <b>voran, die Autos und die Autoteile,</b> <b>die doch sehr allergisch auf diese</b> <b>Zollerhebungen jetzt reagieren.</b> <b>Bevor wir genau auf die Zölle eingehen,</b> <b>eine Anlageklasse, die,</b> <b>ja man könnte fast sagen,</b> <b>weiter glänzt ist Gold. Der Goldpreis</b> <b>erreicht ein Rekord</b> <b>hoch nach dem anderen.</b> <b>Ist das die geopolitische Unsicherheit</b> <b>oder sind das noch immer die Notenbanken,</b> <b>die den Preis mit ihrer</b> <b>starken Nachfrage puschen?</b> <b>Es ist sowohl als auch Jessica. Man</b> <b>erlebt schon, dass die</b> <b>Anleger zunehmend Gold kaufen,</b> <b>auch Shortpositionen aufgelöst worden</b>

<b>sind, Zertifikate mit</b> <b>physisch hinterlichtem Gold</b> <b>über die Börsen gekauft werden. Der</b> <b>Goldpreis hat sich</b> <b>entsprechend entwickelt.</b> <b>Wir haben ein Plus von fast 20 Prozent</b> <b>auf dem Jahr stehen.</b> <b>Also das ist natürlich schon eine sehr,</b> <b>sehr positive Entwicklung.</b> <b>Wie gesagt, zu den Notenbanken gesellen</b> <b>sich auch zunehmend</b> <b>die privaten Investoren,</b> <b>die offensichtlich auch</b> <b>Absicherungsgründen.</b> <b>Denn wenn man sich die Indizes für</b> <b>politische Unsicherheit anguckt,</b> <b>sind die eben auch in die durch die Decke</b> <b>gegangen hier über Gold ab.</b> <b>Das zweite Quartal startet</b> <b>nun also mit den Autozollen.</b>

<b>Und an der Börse kam, die, wie du ja auch</b> <b>gerade schon gesagt hast,</b> <b>alles andere als gut an.</b> <b>Das war auch zu erwarten, was nun, wie</b> <b>schwierig ist und wird</b> <b>die Lage für Autokonzerne</b> <b>und vor allem für die</b> <b>deutschen Autokonzerne.</b> <b>Ja, und es wird ja</b> <b>wahrscheinlich nicht dabei bleiben.</b> <b>Der US-Präsident, die US-Administration,</b> <b>hat ja weitere Zölle angekündigt,</b> <b>die sogenannten Reziprokenzölle, wo man</b> <b>darauf guckt, wie hoch die Zollabgaben</b> <b>für amerikanische Güter</b> <b>beim Import in diese Länder sind und man</b> <b>will mindestens die gleiche Zölle dann</b> <b>auch in Amerika erheben.</b> <b>Übrigens werden da die sogenannten</b>

<b>Einfuhr-Umsatzsteuern, also das, was wir</b> <b>umgangssprachlich als</b> <b>Mehrwertsteuer bezeichnen.</b> <b>Das wird auch als Zoll auf</b> <b>amerikanischer Seite gewertet.</b> <b>Von daher kann das</b> <b>weitere Irritationen bringen.</b> <b>Die Autozolle betreffen im Moment ein</b> <b>Handelsvolumen von gut 300 Milliarden</b> <b>US-Dollar, die dort</b> <b>angekündigt worden sind.</b> <b>Es sind vor allen Dingen Mexiko,</b> <b>Südkorea, Japan, die betroffen sind.</b> <b>Dahinter kommen dann die</b> <b>Kanadier und die Europäer.</b> <b>Bei Europa sind es vor allen Dingen</b> <b>natürlich die deutschen, aber auch die</b> <b>Slowaken, wo deutsche</b> <b>Autos dann produziert werden.</b> <b>Also vor allen Dingen die deutschen</b>

<b>Hersteller, die ja zumindest im</b> <b>Premium-Segment auch relativ</b> <b>stark in den USA vertreten sind.</b> <b>Dort aber eher die SUVs bauen nicht so</b> <b>sehr, die anderen Autos.</b> <b>Man hat wohl schon mal nachgefragt, weil</b> <b>BMW ja der größte Autoexporteur aus den</b> <b>Vereinigten Staaten heraus</b> <b>ist, ob man gegenrechnen darf.</b> <b>Das ist nach jetzigem Stand nicht erlaubt</b> <b>und insofern trifft es natürlich die</b> <b>Autobauer hier schon</b> <b>ja doch ganz ordentlich.</b> <b>Interessanterweise aber</b> <b>Jessica auch die Amerikanischen.</b> <b>Der US-Präsident hat zwar eine Frist von</b> <b>vier Wochen eingeräumt</b> <b>für Autoteile, also Motoren,</b> <b>irgendwelche anderen Teile,</b>

<b>die in Autos eingebaut werden.</b> <b>Dort sollen die Zölle dann ab Mai gelten.</b> <b>Aber das ist dann natürlich gerade auch</b> <b>ein Thema für die amerikanischen</b> <b>Hersteller, die ja auch die Autos dann in</b> <b>Amerika zusammen bauen,</b> <b>aber viele Teile aus</b> <b>dem Ausland beziehen.</b> <b>Also insofern ist es</b> <b>wirklich eine Loos Loos Geschichte.</b> <b>Niemand gewinnt an diesen Zöllen und es</b> <b>ist recht unverständlich, warum sie mit</b> <b>dieser Deutlichkeit eingeführt werden.</b> <b>Schauen wir mal kurz auf die deutsche</b> <b>Automobilbranche, die ist und bleibt ja</b> <b>sehr wichtig für unsere Wirtschaft.</b> <b>Der DAX, in dem ja jede Menge</b> <b>Autokonzerne notiert sind, hat aber</b>

<b>eigentlich kaum auf die Zölle reagiert.</b> <b>Liegt das auch daran, dass das Gewicht</b> <b>der Autokonzerne in den vergangenen</b> <b>Monaten und Jahren</b> <b>immer weiter abgenommen hat?</b> <b>SAP ist mehr wert als</b> <b>alle von ihnen zusammen?</b> <b>Ja, das ist so. Die Automobilhersteller</b> <b>haben mittlerweile ja kurz</b> <b>Gewinnverhältnisse, die tief, tief, tief</b> <b>im einstelligen Bereich liegen,</b> <b>weil es eben diese</b> <b>strukturellen Probleme gibt.</b> <b>Es ist ja nicht nur Zölle und Amerika, es</b> <b>sind eben auch die Konkurrenten aus</b> <b>China, die hier für Druck sorgen,</b> <b>die Europäische Union, die umstellen will</b> <b>auf die Elektromobilität.</b>

<b>Und insofern ist die Marktkapitalisierung</b> <b>mittlerweile so klein, dass die</b> <b>Automobilhersteller kaum noch eine Rolle</b> <b>spielen in den Indizes,</b> <b>in den Europäischen, aber auch im DAX.</b> <b>Nichtsdestotrotz ist es für die</b> <b>Unternehmen natürlich unangenehm.</b> <b>Auch hier gibt es Unterschiede.</b> <b>Wir haben ja schon darüber gesprochen,</b> <b>dass es mit BMW und Mercedes, also gerade</b> <b>auf der Premium-Seite,</b> <b>Hersteller gibt, die in den USA starke</b> <b>Produktionsstätten haben,</b> <b>die in den USA verbrücken andere</b> <b>Automobilhersteller, die eher im</b> <b>Massengeschäft sind,</b> <b>oder eben Sportwagenhersteller aus</b> <b>Deutschland, Zuffenhausen, Stuttgart, die</b>

<b>produzieren kaum in den USA</b> <b>und sind dann natürlich von den Zöllen</b> <b>noch mal stärker betroffen.</b> <b>Nun rechnet die EU-Kommission auch mit</b> <b>neuen Zöllen der USA auf</b> <b>Maschinenbau und Halbleiterprodukte.</b> <b>Da ist ja einiges in der Presse zu lesen.</b> <b>Das wird nicht angenehmer.</b> <b>Es wird vor allen Dingen</b> <b>alles immer verwirrender.</b> <b>Es soll ja jetzt auch</b> <b>sogenannte sekundär Zölle geben.</b> <b>Also dann, wenn man Schäfte mit Venezuela</b> <b>macht, soll man</b> <b>Sonderzölle zahlen müssen.</b> <b>Zuletzt hat die US-Administration das</b> <b>Gleiche für Russland angekündigt.</b> <b>Da wissen wir ja, dass einiges Öl und</b> <b>Gas, was früher nach Europa gelangt ist,</b>

<b>mittlerweile über Asien umgeleitet wird.</b> <b>Also das würde dann noch mal dazu führen.</b> <b>Wie gesagt, die</b> <b>Reziproken-Weitere Zölle sind angekündigt.</b> <b>Also das ist schon eine Diskussion, die</b> <b>eben auch dann dazu führt,</b> <b>dass mittlerweile über die</b> <b>Wachstumszahlen</b> <b>insgesamt nachgedacht wird.</b> <b>Vor allen Dingen in den USA, hier habe</b> <b>ich erste Broker gesehen, die nur noch 1%</b> <b>Wachstum in den USA erwarten.</b> <b>Man redet sogar schon</b> <b>von der Trump-Rezession.</b> <b>Das ist auch krass.</b> <b>Ja genau, also der GDP Now war fürs erste</b> <b>Quartal ins negative gefallen.</b> <b>Also mal gucken, ob das etwas</b> <b>überschätzt, also ob das Wachstum</b>

<b>wirklich so schlecht ist.</b> <b>Aber eine Rezession wäre ja schon, wenn</b> <b>es zwei Quartale sind.</b> <b>Fürs Gesamtjahr erwarten</b> <b>wir das nach wie vor nicht.</b> <b>Nur von der Dynamik her, Jessica wollte</b> <b>ich sagen, wenn man im vierten Quartal</b> <b>noch 2,5% erwartet hat</b> <b>und jetzt 1,5% Punkte darunter liegt,</b> <b>dann ist das natürlich schon eine</b> <b>gewaltige Anpassung, die wir hier in den</b> <b>letzten Wochen erlebt haben.</b> <b>Genauso werden die Inflationszahlen nach</b> <b>oben revidiert, weil die Zölle ja zuerst</b> <b>mal die Preise für amerikanische</b> <b>Verbraucher und Unternehmen erhöhen.</b> <b>Arbeitsmarkt wird</b> <b>schlechter prognostiziert.</b>

<b>Trump hat aber auch mit seinem</b> <b>Finanzminister Besend gesagt, dass ihm</b> <b>das im Moment egal ist,</b> <b>dass man da jetzt durchmüsste</b> <b>und hier auf Zölle umsteigen möchte.</b> <b>Und insofern wird es wahrscheinlich</b> <b>Verhandlungen geben, dass wir aber ganz</b> <b>wegkommen von diesen Zöllen.</b> <b>Das würde ich nicht glauben.</b> <b>Jetzt so mal die Pische Union ja auch</b> <b>schon gesagt hat, dass sie gegen die</b> <b>angekündigten Autozölle und</b> <b>weitere Zölle hart durchgreifen,</b> <b>also hart darauf reagieren will.</b> <b>Zölle und Gegenzölle ist das dann schon</b> <b>ein Handelskrieg oder ist das noch zum</b> <b>Glück die Vorstufe davon?</b> <b>Ja, ich bin da nicht so sicher.</b>

<b>Also wie gesagt, es wird in alle</b> <b>Richtungen gedroht mit Zöllen.</b> <b>Trump hat ja auch noch mal gedroht,</b> <b>sollten sich die Mexikaner Kanadier und</b> <b>Europäer in</b> <b>irgendeiner Weise zusammentun,</b> <b>dann würde das weitere</b> <b>Strafzölle beinhalten.</b> <b>Also ich würde das schon als Handelskrieg</b> <b>mittlerweile bezeichnen.</b> <b>Die Töne sind doch sehr</b> <b>unfreundlich, die man dort hört.</b> <b>Und insofern juckt es einem natürlich in</b> <b>den Fingern dann, Gegenzölle zu erheben,</b> <b>weil es als ungerecht und unfair</b> <b>empfunden wird, was auch</b> <b>sicherlich in Teilen richtig ist.</b> <b>Also in Teilen muss man schon sagen,</b> <b>warum nehmen wir auf</b>

<b>amerikanische Autos 10 Prozent Zölle</b> <b>und die Amerikaner nehmen</b> <b>praktisch keine auf unsere Autos.</b> <b>Ich glaube, wir könnten die Zölle in</b> <b>Europa ersatzlos streichen und würden</b> <b>hier nicht unter Druck kommen,</b> <b>weil plötzlich das Publikum nur noch</b> <b>Pickups kaufen möchte.</b> <b>Also insofern hat er da schon einen</b> <b>Punkt, den hätte man nur</b> <b>vorher aufnehmen können.</b> <b>Ich glaube jetzt, damit Gegenzöllen groß</b> <b>zu operieren, ja wie gesagt, es reizt,</b> <b>aber es ist dann eben am</b> <b>Ende auch nicht hilfreich.</b> <b>Und insofern wäre es besser, wenn man</b> <b>sich an einen Tisch setzt und versucht,</b> <b>die Dinge auf Verhandlungsbasis in eine</b>

<b>bessere Richtung zu lenken.</b> <b>Zölle, Gegenzölle, Verhandlungen oder</b> <b>auch keine Verhandlungen, das ist</b> <b>irgendwie alles keine so</b> <b>wirklich schöne Aussicht.</b> <b>Auch mit Blick aufs Wirtschaftswachstum.</b> <b>Haben die Börsen all</b> <b>das schon eingepreist?</b> <b>Ja, ich glaube schon, dass sie in den</b> <b>Vereinigten Staaten einiges an</b> <b>Anführungsstrichen</b> <b>ungemacht eingepreist hat.</b> <b>Ich meine, man muss sich nur angucken,</b> <b>der S&P 500 ist ja mittlerweile doch</b> <b>wieder auf ein erheblich</b> <b>niedrigeres Niveau gefallen.</b> <b>Wir liegen bei 5.500 Punkten, wir standen</b> <b>ja mal fast 1.000 Punkte höher.</b> <b>Also ich glaube, da ist schon einiges</b>

<b>drin, auch im Nestec,</b> <b>vor allem auch in den sogenannten</b> <b>Magnificent 7, die man vielleicht</b> <b>mittlerweile eher als irgendwie was mit 6</b> <b>bezeichnen sollte, weil ein unter...</b> <b>Wenn man daran glaubt, wie ich das</b> <b>beispielsweise tue, dass die</b> <b>künstliche Intelligenz erst</b> <b>am Anfang steht und nicht am Ende und</b> <b>dass diese Entwicklungen auch</b> <b>weitergehen, unabhängig</b> <b>von den Volatilitäten, die wir jetzt</b> <b>sehen, dann kann man</b> <b>sicherlich solche Dinge auch</b> <b>mal zum Zugaufen nutzen.</b> <b>In Europa, wie gesagt, hat der Markt ja</b> <b>sehr gut ins Jahr</b> <b>gestartet, er hat mittlerweile</b> <b>auch schon erheblich korrigiert.</b>

<b>Hier kann es natürlich</b> <b>noch ein Stück weitergehen.</b> <b>Also auch in Amerika kann es</b> <b>noch ein Stück weitergehen.</b> <b>Ich würde auch weiterhin</b> <b>Volatilitäten erwarten.</b> <b>Ich würde aber eben sukzessive dann in</b> <b>den Markt hinein wieder kaufen wollen.</b> <b>In Europa kann es noch ein bisschen</b> <b>struppiger werden, weil</b> <b>man, glaube ich, in diesem Maß</b> <b>mit der Härte und der Breite auch an</b> <b>Zölln wahrscheinlich</b> <b>nicht gerechnet hat und gucken</b> <b>muss, wie man sich neu aufstellt.</b> <b>Da helfen natürlich dann auch oder können</b> <b>helfen die</b> <b>Fiskalpakete, wenn man Produktion</b> <b>in Europa aufbaut und wenn man dann</b>

<b>insgesamt sozusagen den</b> <b>Binnenmarkt in seiner Breite</b> <b>stärkt.</b> <b>Den europäischen</b> <b>Binnenmarkt in seiner Breite stärkt.</b> <b>Glaubst du dann eher nicht, dass</b> <b>US-Aktien weiter</b> <b>schwächer laufen als europäische?</b> <b>Oder glaubst du es?</b> <b>Oder kommt es eben ein bisschen auf die</b> <b>Politik an und wie fällt</b> <b>dein Ausblick für Q2 aus?</b> <b>Daumen hoch oder daumen runter?</b> <b>Ja, Q2 ist sicherlich ganz, ganz schwer</b> <b>jetzt zu prognostizieren</b> <b>vor dem Hintergrund, dass</b> <b>wir noch nicht genau wissen, welche Zölle</b> <b>denn nun in welcher Höhe alle kommen und</b> <b>wir wissen auch nicht, wie die</b> <b>Gegenmaßnahmen sein werden.</b>

<b>Ich wäre im Moment noch ein bisschen</b> <b>vorsichtig, würde noch ein</b> <b>bisschen Cash halten, würde</b> <b>aber dort, wo sich wirklich Chancen</b> <b>ergeben, diese nutzen,</b> <b>wenn man einen etwas längeren</b> <b>Anlagehorizont hat.</b> <b>Wenn der Anlagehorizont bis Ende des</b> <b>Jahres geht, muss man</b> <b>sicherlich etwas vorsichtiger</b> <b>gieren.</b> <b>Aber wenn man länger denkt und</b> <b>investiert, dann sind sicherlich</b> <b>Unternehmen nach wie vor</b> <b>wie Banken, die von der steileren</b> <b>Zinsstrukturkurve profitieren, aber auch</b> <b>die ganzen Baumaterialien,</b> <b>Baumaschinen, Industrie, die wir für die</b> <b>Infrastruktur in Europa, für einen</b> <b>potentiellen Wiederaufbau</b>

<b>der Ukraine benötigen, einen Blick wert.</b> <b>Wie gesagt, kurzfristig kann es da</b> <b>sicherlich noch zu auch erheblicheren</b> <b>Volatilitäten kommen</b> <b>und wer die scheut, der sollte eben noch</b> <b>ein bisschen im</b> <b>Trockenen, Pulver im Trockenen</b> <b>halten und wer ein bisschen längeren</b> <b>Anlagehorizont hat und ein</b> <b>bisschen Mut und Volatilitäten</b> <b>aushalten kann, der kann sicherlich an</b> <b>der einen oder anderen</b> <b>Stelle schon Chancen suchen.</b> <b>Es bleibt Nerven auf, Reiben, so viel ist</b> <b>sicher und wie immer an</b> <b>der Börse liegen Chancen</b> <b>und Risiken nah beieinander.</b> <b>Vielen Dank für diese Perspektiven.</b> <b>To go.</b>

<b>Sehr gerne, Jessica.</b> <b>Danke dir.</b>

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