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Retterview· Staffel 2· Folge 315

Sofa, Spind und Sonderrechte

Sonntag, 13. September 2026 · 1 h 00

MP3

Shownotes

Einmal ins Möbelhaus, ein Sofa aussuchen, Kaffeemaschine anschließen – warum braucht Samy bitte einen ganzen Monat, um eine Rettungswache einzurichten?

Max hat Fragen. Und Samy hat gerade mit seinem Team eine neue Wache eingerichtet und einen RTW ausgestattet. Er nimmt uns mit ins „Haus der 1000 Türen“: vom ersten Rundgang durch die fast leeren Räume bis zu den vielen kleinen Entscheidungen, die aus einem Gebäude einen funktionierenden Arbeitsplatz machen.

Wir sprechen über Fluchtwege, den Arbeitsschutzausschuss, Schwarz-Weiß-Trennung, Ruheräume, Medikamentenlager und Datenschutz. Aber natürlich auch über die wirklich großen Einrichtungsfragen: Wie groß darf der Fernseher sein? Braucht eine Wache zwei Kaffeemaschinen? Und wer rettet eigentlich das Schnitzel, wenn der Melder geht?

Dazu: euer Spotify-Feedback, Nachrichten über Psychotherapie und Panikattacken, Blasen an den Füßen und der gute Start von Retterview Kids. Zum Schluss muss Max wieder vier Protokollsätze in verständliches Deutsch übersetzen. Diesmal hilft ihm ausgerechnet sein Englisch weiter.

Eine Folge für alle, die im Rettungsdienst arbeiten – und alle, die bisher dachten, eine Wache sei einfach eine WG mit Garage.

Ihr seid dran
Welches Fachthema sollen Samy und Max als Nächstes auseinandernehmen? Was darf auf eurer Wache auf keinen Fall fehlen? Schreibt in die Spotify-Kommentare oder über retterview.de/frage.
Und für die kleinen Rettungsfans: Hört mit euren Kindern in Retterview Kids rein und erzählt anderen Eltern davon!

Fachliche Ergänzungen zur Folge
• Wunddesinfektion: Der DRK-Link beschreibt die allgemeinen Regeln der Ersten Hilfe. Daraus ergibt sich kein pauschales gesetzliches Verbot für Laien. Die oben verlinkte Unfallkasse Rheinland-Pfalz erklärt ausdrücklich: Eine zusätzliche Desinfektion ist in der Regel nicht nötig, aber auch nicht grundsätzlich verboten. Entscheidend sind die Wunde, das geeignete Wundpräparat und die Anwendungsvorgaben. Wundschutz und gegebenenfalls ärztliche Abklärung bleiben wichtig.
• Blasenpflaster: Für eine geöffnete Blase ist es nicht automatisch „zu spät“. Eine passende Wundabdeckung kann auch dann helfen; die Auswahl richtet sich nach Wundzustand und Produktangaben. Bei Infektionszeichen oder starken Schmerzen ärztlich abklären lassen. Siehe den oben verlinkten NHS-Ratgeber.
• Arbeitsschutz: ASA steht für Arbeitsschutzausschuss. Er berät zu Arbeitsschutz und Unfallverhütung; § 11 ASiG ist keine bauliche Abnahmecheckliste. Gesetze, technische Regeln und DGUV-Informationen haben unterschiedliche Funktionen. Die Beispiele aus Samys Wache lassen sich deshalb nicht als pauschale Vorschriften auf jede Wache übertragen.

Nachtrag zum Fachwörterquiz – erst nach dem Mitraten lesen
Im ersten Rätsel bedeutet DMS Durchblutung, Motorik und Sensibilität. Distorsion bedeutet Verstauchung. Hier findet ihr die Erklärungen zu DMS (gesund.bund.de/glossar/dms) und zur Sprunggelenkverstauchung (gesund.bund.de/sprunggelenkverstauchung).

Quellen und weiterführende Links
• Sicherer Rettungsdienst: interaktive Rettungswache und Fahrzeughalle (sicherer-rettungsdienst.de) – unser Tipp zum selbst Durchklicken.
• Sicherer Rettungsdienst: Planung von Neu- und Umbauten (sicherer-rettungsdienst.de/rettungswache/rettu…).
• DGUV Information 205-016: Sicherheit im Stützpunkt einer Hilfeleistungsorganisation (publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/art…) – Ausgabe November 2024, mit einem eigenen Abschnitt zum Rettungsdienst.
• Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) (gesetze-im-internet.de/asig) und § 11 ASiG: Arbeitsschutzausschuss (ASA) (gesetze-im-internet.de/asig/__11.html).
• Arbeitsstättenverordnung: Gefährdungsbeurteilung (§ 3) (gesetze-im-internet.de/arbst_ttv_2004/__3.html), Einrichten und Betreiben (§ 3a) (gesetze-im-internet.de/arbst_ttv_2004/__3a.html) und Anforderungen an Räume, Verkehrs- und Fluchtwege (gesetze-im-internet.de/arbst_ttv_2004/anhang.h…).
• BAuA: Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR) (baua.de/DE/Angebote/Regelwerk/ASR/ASR) und TRBA 250: Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege (baua.de/DE/Angebote/Regelwerk/TRBA/TRBA-250).
• TRGS 510: Lagerung von Gefahrstoffen (baua.de/DE/Angebote/Regelwerk/TRGS/TRGS-510) und TRGS 554: Abgase von Dieselmotoren (baua.de/DE/Angebote/Regelwerk/TRGS/TRGS-554).
• Planungs- und Fahrzeugnormen: DIN 13049: Rettungswachen (dinmedia.de/en/standard/din-13049/362000113) und DIN EN 1789: Krankenkraftwagen und deren Ausrüstung (dinmedia.de/de/norm/din-en-1789/375087483). Die Kataloginformationen sind frei zugänglich, die Normvolltexte kostenpflichtig.
• Medikamente und Geräte: § 15 BtMG: Sicherungsmaßnahmen (gesetze-im-internet.de/btmg_1981/__15.html), § 6 BtMVV: Einrichtungen des Rettungsdienstes (gesetze-im-internet.de/btmvv_1998/__6.html) und Medizinprodukte-Betreiberverordnung (gesetze-im-internet.de/mpbetreibv_2025/index.h…).
• § 203 StGB: Schutz von Privatgeheimnissen und Schweigepflicht (gesetze-im-internet.de/stgb/__203.html).
• Zur Wundversorgung: DRK: Grundsätzliche Verbote bei der Wundbehandlung (drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/wundbe…) und Unfallkasse Rheinland-Pfalz: Wundversorgung bei Kindern (bildung.ukrlp.de/fileadmin/ukrlp/daten/pdf/Inf…), Stand April 2026.
• NHS: Blasen – Schutz, Versorgung und Warnzeichen (nhs.uk/conditions/blisters) und gesund.bund.de: Mit Angst umgehen (gesund.bund.de/mit-angst-umgehen).

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Chris, du erzählst ja davon, dass du seit einer ganzen Weile mal den Traum eines jeden Rettungssanitäters leben durftest und mal selber eine Wache einrichten durftest. Also ich dachte Rettungswagen fahren, ja. Rettungswagen fahren, ja, okay. Da sollte man statt des Rettungssanitäters auch einrichten.

Stimmt, ja, ich hatte tatsächlich jetzt so roundabout einen Monat Zeit, eine komplette Wache einzurichten. Ja, das ist schon geil. Da habe ich mich direkt mal gefragt. Warum Monat? Wer braucht für eine Einrichtung Monat? Also was ist so kompliziert daran? Naja, du bist der Experte wahrscheinlich im Einrichten und so.

Ich brauche da meine Zeit. Also, guck mal, was ich da so gemacht habe. Retterview. Gedanken, Wissen und Spaß aus dem Pflasterlaster. Mit Max und Notfallsanitäter Sammy. Max kämpft immer noch mit seinen In-Ear-Kopfhörern. Währenddessen sage ich Hallo und herzlich willkommen bei Retterview. Folge 2 mit Max.

Ein Wunderschön. Heute auch mal mit Gesicht. Ja, richtig. Also wir nehmen hier nebenbei ein Video auf. Ob wir es verwenden, weiß ich noch nicht. Aber wir gucken einfach mal vielleicht für Reels oder ähnliches. Was ich auf jeden Fall schön finde, es haben schon satt 50 Leute Retterview Kids gehört, den neuen Podcast, der bei uns online ist und für unsere Kleinsten.

Und dementsprechend danke dafür. Es gab auch schon viele Feedbacks und ich muss auch sagen, du wusstest zum Beispiel gar nicht, dass auf Spotify Kommentare möglich sind, oder? Nee, tatsächlich habe ich das erst mit diesem Podcast herausgefunden. Ach, witzig, ja. Wir haben auf jeden Fall mal reingeguckt und sind erstaunt über die Feedbacks.

Also Max ist vor allen Dingen erstaunt. Er dachte, es fällt weitaus schlechter aus. Ja, da kommt der Overthinker wieder durch. Ich dachte, ich werde direkt wieder rausgeschmissen aus dem Podcast. Aber danke für die netten Kommentare. Es war ja doch einiges Gutes dabei. Und ich fand es richtig gut. Es gab auch Leute, die fanden unser Spiel witzig. Fachwörter raten und sowas aus dem Podcast. Ja, da habe ich mich so dumm wie schon lange nicht mehr gefühlt.

Ist so, wir werden das heute auch wieder machen. Also schön dranbleiben, kommt später noch und dann könnt ihr wieder miträtseln. Und der liebe Markus hat auf Spotify Kommentare auch was geschrieben, er ist nämlich mit dem KTW mal zu einem C2-Intox gefahren. C2-Intox, Alkoholvergiftung, was wohl am Ende keine war und er ist dann auch mit dem NEF gefahren, KTW und NEF, okay, kann auch mal funktionieren.

Und er musste halt lachen, weil der Arzt hat eine Diagnose reingestellt. Die habe ich mittlerweile in meinen Fundus auch aufgenommen. C2-abhängige psycho-vegetative Disregulation. Ja, sag doch einfach, dass er besoffen war. Ja, genau das. Aber man muss es ja auch immer fachlich ausdrücken, so ein bisschen.

Man muss ja auch dafür sorgen, dass er nicht, ja, war besoffen. Das kannst du nicht ins Protokoll schreiben. Aber warum nicht? Es wird doch so einfach, so schön, so kurz, so bündig. Ja, nee, da muss schon Fachlichkeit rein. Ja, sonst nennen wir es einfach nur C2 in Tox. Das ist auch so eine komische Abkürzung. Ich finde es gut, C2-abhängige psycho-vegetative Disregulation.

Das ist so ein bisschen verarschen mit Niveau. Genau so klingt es. Ansonsten gab es noch einen zweiten Kommentar, der direkt an dich ging, Max. Den kannst du auch mal selbst vorlesen. The crazy pianist Jessica hat das geschrieben. Die Jessica hat sich einmal dafür bedankt, dass ich über das Psychothema gesprochen habe, weil die Leute häufig sehr stigmatisiert werden, wenn sie zum Psychologen gehen, so nach dem Motto, du hast direkt einen Dachschaden.

Ja, das ist genau das Problem, was ich angesprochen habe, dass eben man sich nicht unbedingt erst einen Psychologen suchen muss, wenn man eben den Dachschaden hat, sondern vielleicht auch schon ein ganzes Ende davor, weil genau dafür sind sie da. Sie sind dafür da, um dafür zu sorgen, dass ihr eben nicht den Dachschaden bekommt, sondern vorher eure Methoden findet.

Ja und das hat auch Anklang gefunden, denn die liebe Henni oder Henni an sich hat uns auch eine E-Mail geschrieben an retterview.de und berichtet dann eben auch von belastenden Panikattacken und, dankt einfach für die Möglichkeit auch, dass man da mal anonym schreiben kann und sich auch verstanden fühlt und sie war beeindruckt von deinem Setting, dass du dir sagst, Mensch also für den nimmt man ein Physio und da und so weiter, warum nicht auch über Psychotherapie reden, ganz offen.

Ja, das fand sie richtig gut und von daher vielen Dank für euer Vertrauen, was ihr uns so geschrieben habt. Also Panikattacken sind halt eine reale Belastung und wir fahren auch immer mehr als Rettungsdienst dahin. Das heißt, ihr müsst damit nicht alleine leben und wenn ihr das Ganze doch öfter mal erlebt und einfach eine psychotherapeutische Praxis aufsuchen, ist keine Schandtat und ist nicht schlimm.

Das sollte man auf jeden Fall machen. Mareike hat noch was anderes. Und Max, da sehe ich dich voll drinnen. Mareike hat nämlich sich Schuhe von ihrer Freundin geliehen. Beim Lauf, ich glaube in der Schule war das. Ich ahne schon, wo es hingeht. Und sie lief und lief und lief. Und es lief auch ganz gut.

Allerdings war ihr Blut voll Schuh. Und das war nicht Cinderella. Ihr Blut war voll Schuh. Ja, das war nicht Aschenputtel. Sie hat die Schuhe nachher ausgezogen. Und die Schuhe waren relativ blutig. Und sie merkte dann, verdammt, da hat sie sich nicht nur Blasen gelaufen, sondern teilweise sogar Blasen gelaufen, die auch aufgegangen sind oder blutig geworden sind.

Und das schmerzt ganz schön. Jetzt fragt sie uns natürlich, nachdem sie von einem Schulsanitäter mit allein Desinfektionsmittel behandelt wurde, also Wunddesinfektion. Was man denn tun kann, damit Blasen nicht unbedingt entstehen. Und du als alter Triathlet, du hast da bestimmt ein paar Tipps. Tatsächlich schon, weil wir mussten tatsächlich sehr darauf achten, weil wir natürlich nach dem Schwimmen häufig auch mit nassen Füßen in die Schuhe rein.

Dementsprechend Feuchtigkeit plus Schuhe ist natürlich ein Wahnsinnsrezept für Blasen an den Füßen. Ja, wenn ihr nicht die richtigen Schuhe anhabt, dann entsteht Reibung. Und dann reibt ihr euch quasi die Hautschichten voneinander ab. Oh, das kriegt mir Ekelhaft. Dann gibt der Körper quasi Flüssigkeit in die Blase rein, um den Fuß zu schützen.

Dadurch wird die Haut feucht und dadurch wird es dann mit der Reibung noch schlimmer. Das kann sehr, sehr schmerzhaft enden. Deswegen würde ich auch jedem empfehlen, der häufiger laufen geht, vielleicht nicht einfach nur random in den Intersport reinzugehen und sich irgendwas zu holen, sondern zu einem Schuhfachhandel.

Eigentlich hat fast jede Stadt irgendwo ein Geschäft für Laufschuhe. So, da könnt ihr eure Fuße ausmessen lassen, da könnt ihr euch einmal kurz auf so einen Sensor stellen und da erkennt man dann auch direkt, habt ihr einen Flachfuß, habt ihr einen Plattfuß und man kann euch genau den richtigen Schuh geben und dann verspreche ich euch, dann wird die Wahrscheinlichkeit für Blasen sehr sehr kriegen.

Das Problem ist Reibung durch viel Bewegung im Schuh selbst. Genau. Und Feuchtigkeit. Helfen Socken oder trägt man als Triathlet auch, trägt man überhaupt Socken oder trägt man die Schuhe wirklich barfuß? Das kannst du tatsächlich machen, wie du möchtest. In der Regel trägst du natürlich eher keine Socken, also zumindest nicht im Leistungssport, weil es natürlich auf jede Sekunde beim Wechsel irgendwo ankommt.

Das heißt also, du gehst direkt rein in die Schuhe. Ja, am Ende, auch die Socken können Unterschied machen, weil auch die Socken, wenn ihr zum Beispiel zu große Schuhe anhabt, rutschen die hin und her, erzeugen Reibung und jede Form von extra Reibung im Schuh, auch wenn ihr den Schuh nicht, fest genug zuschnürt, selbst wenn ihr den richtigen Schuh anhabt, aber einfach denkt, ich laufe heute mal offen, nicht so gut.

Ja, jetzt hat sie natürlich auch noch gefragt, der Schulsanitäter hat da einfach nur Desinfektionsmittel draufgesprüht und fragt, ob das so richtig ist, ohne irgendwas draufzumachen und sie dann loslaufen lassen. Also Rettungsdienst ist natürlich jetzt nicht gefragt, schon mal um diese Frage zu beantworten.

Generell frage ich mich sowieso, warum der Schulsanitäter anfängt, Desinfektionsmittel in eine Wunde zu treiben. Also das ist ja, ein Schulsanitäter handelt ja so ein bisschen nach Erste-Hilfe-Richtlinien. Da sagen wir auch, so Desinfektion möglichst nicht bei Fremden in eine Wunde. Du weißt nicht, ob sie allergisch reagieren.

Aseptische Behandlung ist eigentlich nur Fachkräften vorbehalten. Und dann wäre eigentlich besser so keimarme Bedecken mit einem Pflaster oder einem schönen Verband mit einer Kompresse drauf und dergleichen. Ja, Blasenpflaster, dafür ist es zu spät. Die sollten darauf gemacht werden, wenn man die Wunden nicht mehr aufhört hat. Es gilt hier wirklich die keimarme Bedeckung, weil das ist eine Infektionszeit Nummer eins.

Desinfektion selbst, wenn man es zu Hause hat, super, kann man machen. Das soll auf jeden Fall die Keimlast verringern Aber nichtsdestotrotz würde ich, gerade wenn es dann auch alles hündet Jetzt nicht mehr laufen gehen, sondern ab zum Arzt Gucken, dass man das behandelt Wie oft hattest du Blasen in den Schuhen?

Bei hier Laufwettbewerbe, wie sie alle heißen? Ja, gehört dazu. Hat das das verringert, als du dann fachlich angepasste Schuhe hattest? Definitiv, natürlich. Ich meine, wir haben schon immer relativ früh darauf geachtet, dass du die richtigen Schuhe anhast, nur einfach, weil ich halt sehr früh in den Leistungssport gegangen bin.

Und selbst mit den richtigen Schuhen hast du hin und wieder Blasen. Das kann passieren, gerade wenn du dann an so einem nassen Herbsttag durch die Gegend rennst und die ganzen Schuhe nass sind. So passiert halt. Ich kenne es. Ihr könnt auf jeden Fall mal in die Kommentare schreiben, weil Rettungsdienstler haben auch das Problem mit neuen Schuhen, gerade wenn wir unsere Stiefel oder höheren Schuhe anziehen und die sind neu.

Jeder rennt sich da blasen, muss ich auch gestehen, ich habe das immer gehabt. Obwohl es gab ein paar Schuhe, da hatte ich es jetzt bisher nicht so, diese waren jetzt hier von EWS, die haben wir jetzt bekommen. Die sind da ganz easy, leicht und ein bisschen atmungsaktiv, aber da hatte ich keine Blasen, ansonsten war es immer so. Und dann kommen die alten Kollegen, ja, früher hat man reingepullert und so. Ich dachte so, ne, mach ich nicht.

Sorry, mein Fetisch, den lebe ich woanders aus. Also das mach ich nicht. Ja, okay, reingepickelt habe ich mir in die Schuhe jetzt vor dem Wettkampf noch nicht. Aber wir können es ja mal ausprobieren. Früher wohl immer gemacht, aber ja. Nee, nee, nee, nee, wollte ich nicht machen. Ja, vielleicht habt ihr ja noch Tipps, was man so machen kann gegen Blasen in den Schuhen.

Ich habe noch kein Geheimrezept gefunden, außer gut angepasste Schuhe. Aber das übrigens auch für den Rettungsdienst, Nicht nur in die Schuhe reinschlüpfen und zumachen, sondern richtig, wenn ihr diese Schnürschuhe habt, richtig zuschnüren, richtig fest anlegen. Ihr rennt damit teilweise den ganzen Tag rum.

Sorgt dafür, dass ihr vielleicht ein bisschen gemütlicher durch den Alltag kommt und vor allen Dingen keine Überraschung erlebt, wenn ihr nachher aus den Schuhen rausgeht. Herrlich. Max, guckt erst mal aufs Skript. Ja, Max muss aufs Skript gucken, weil Max nämlich eigentlich zu seinem brennend heißen Thema übergehen will. Max will nämlich endlich wissen, was hast du in diesem einen Monat gemacht? Was für ein Monat?

In dem Monat, in dem du die Wache aufgebaut hast. Ach so, ja, das ist das Hauptthema. Was gehört dazu? Was muss man alles beachten? Wieso dauert das einen Monat? Wo? Also ich stelle mir immer so ein bisschen vor, so Chris geht da jetzt in so ein Gebäude rein und dann guckt er, dass die Leute, also so grob kenne ich ja, auch so ein bisschen die Wachen, dann guckt er, dass da so ein bisschen die Leute wohnen können, dann guckt er, wo die Garage ist, dass das Garagentor funktioniert und Abfahrt.

Ich wäre jetzt einmal zu Ikea gegangen, hätte ein paar Sachen geholt und Feuer frei. Erzähl mal, wo liegt der Unterschied? So ein bisschen Besteck, so ein bisschen Geschirr und dann reicht das. Ja, genau, so ein paar Teller und Mikrowelle. Ich darf hier nicht so viel detailliert aus dieser einen Wache erzählen, aber ich versuche es mal trotzdem so ein bisschen zusammenzufassen.

Also ich stand erstmal in diesem Riesenhaus, wir nennen es auch ganz gemütlich das Haus der tausend Türen, weil wirklich jedes Zimmer hat da eben seine Tür, das soll ja auch so sein, und dachte mir so, wow, einen Monat hast du jetzt Zeit, das Ganze einzurichten und für dich klingt das vielleicht nach viel Zeit, aber wir reden ja jetzt hier nicht von einer Wohnung, wir reden hier von einer Betriebsstätte und da kommen dann ganz viele, also allein wenn du dieses Wort in den Mund nimmst und irgendjemand sagt, wir bauen eine Betriebsstätte auf, da gehen die Fingernägel oder die Zehennägel hoch.

Okay, da müssen wir ganz schön viel beachten. Aber was ich eben geil fand, sie war komplett blank. Es war eine komplett neu gebaute Wache. Da war noch niemand vorher drin, hat noch niemand ein Loch gebohrt, weil er gesagt hat, hier kommt ein Schrank hin. Das heißt, ich konnte von Anfang an sagen, dahin.

Will ich das und dies hier haben. Ja, wo fängt man da an? Keine Ahnung. Also ich habe angefangen, es standen schon zwei, drei Sachen waren drin, eine Küche war schon drin, ein paar Sessel und zwei Betten und ein kleiner Schreibtisch. Das hat man uns netterweise schon überlassen. Aber ansonsten war da halt nichts.

Toiletten waren drin, wow. Ja, Dusche und sowas. Aber ansonsten keine Schränke, kein Fahrzeug. Das muss man nämlich auch erstmal noch holen. Ja, und ansonsten alles andere. Elektronik, nichts verhalten. Spannend, was muss man sich vorstellen, so Fahrzeug holen, also habt ihr Ja, du musst dir vorstellen, es war ja eine längere Ausschreibung, man hat jetzt dann diese Ausschreibung gewonnen und muss dann binnen ein paar Monaten, da hat man schon Zeit und es gab auch andere Leute im Hintergrund, die natürlich auch agiert haben und sich schon um die Wache gekümmert haben, es war ein Auto schon gekauft und das musste jetzt nur noch geholt werden quasi, aber, das ist halt das Witzige, wenn du jetzt mal wirklich sagen würdest,

ich möchte mir einen neuen RTW zusammenbauen und zusammenbauen lassen, dann ist das nicht so, ich gehe ins Kaufhaus und da steht ein RTW und du sagst, der, der wird's. Das ist der neue Serienausstattung? Geil, nehm ich. Nee, du lässt dich das meiste zusammenschmieden oder du holst dir halt ein gebrauchtes Auto.

Wenn man sich so einen neuen RTW zusammenstellen lässt und dann mal in die Auftragsbücher von Fartec, von Ambulanzmobile, von WAS, von BINZ reinguckt, dann sind die halt voll. Jeder möchte neue RTWs haben mittlerweile und dementsprechend kannst du nicht mehr sagen, ja, in zwei Monaten hätte ich ja gerne mal ein RTW oder im einen Monat, da zeigen die dir allen einen Vogel.

Nee, da musst du dann schon anfangen tatsächlich zu überlegen, ob das erstmal gebrauchter wird und nachher nachbestellen. So haben wir es dann auch gemacht. Und ja, dann kommt der da zwar an, aber der ist ja noch gar nicht fertig. Keine Geräte drin, kein Material drin, eine Trage war da... Eine alte Trage drin, die muss also auch noch gekauft werden, Tragestuhl, viele, viele andere Rettungssachen und ja, und dann kommt noch die Wache, die hinter dir steht.

Also der RTW ist ja das eine, aber du musst ja auch in dieser Wache arbeiten können, alles nachfüllen können, desinfizieren können, Arbeitsschutz beachten, da war wirklich nichts drin. Das war ein Haus, da hättest du wahrscheinlich als Normalo einziehen können und sagen können, hier ein paar Möbel hin, aber wir mussten noch ein paar Sachen klären.

Und die Liste wurde immer länger. Und gefühlt dachte ich so, niemals schaffen wir das in einem Monat. Niemals. Ja, was fällt einem denn zum Beispiel direkt erstmal auf, was bei so einer Betriebsstätte da rein muss? Also ich sag mal so, das erste, woran ich jetzt denken müsste, so Thema Sicherheit. Ja, Fluchtwegschilder.

Fluchtwege lieben wir ja in Deutschland. Fluchtwegschilder waren noch nicht drin. Eins oder zwei waren drin. Aber dann hatte ich, also meine erste Begegnung auf der Wache war ja, ich bin da nicht alleine reingestapft, sondern ich war da mit ganz vielen Menschen, die vorher die Wache schon kannten und gesehen haben.

Und auch eine nette Dame, die quasi das Protokoll geführt hat über die Übergabe. Und es gab eine sogenannte ASA. Da geht es um einen Arbeitssicherheitsausschuss. Das besteht immer aus mehreren Menschen, die rennen durch die Wache und gucken überall, wo Arbeitssicherheit groß geschrieben wird. Da gibt es auch ein Arbeitssicherheitsgesetz, Paragraph 11 zum Beispiel.

Und das besagt, was man so beachten soll. Und dann ging es los. Fluchtwege. Sind überall Fluchtwegschilder dran? Sind die Fluchtwege auch wirklich Fluchtwege? Also sprich, wenn da ein Schild dran hängt, dann muss zum Beispiel manche Türen entweder nach außen aufgehen oder sie muss zumindest, wenn sie abgeschlossen ist, von innen immer noch aufmachbar sein.

Weil niemand sucht einen Schlüssel, wenn es brennt und macht erstmal das Schloss auf, sondern er versucht rauszukommen. So eine Sachen zum Beispiel. Wo sind die Feuerlöscher? Was brauchen wir für Feuerlöscher? Was für Gefahren bestehen hier überall? Haben wir Betriebsstoffe in Haus, außerhausig? Und so weiter und so fort. Auch Feuerlöscher müssen da markiert werden mit irgendwelchen Schildern. Das kommt noch oben drauf.

Dann Elektronik, gut, da guckt jetzt nicht jeder so drauf, aber hängen Kabel irgendwo raus, darf natürlich nicht sein. Wie sind die Fliesen beschaffen? Rutschfest. Du kannst nicht jetzt einfach so das nächste Parkett nehmen, wo du immer schön durch die Wache sliden kannst, sondern du musst natürlich auch aufpassen, dass du zum Beispiel nicht ausrutscht.

So eine Sache zum Beispiel. Das sind nur die ersten. Dann gibt es noch sowas wie große Fenster müssen zur Hälfte mit Milchglas oder sowas bedeckt sein, damit man da nicht reingucken kann und da hast du nicht gesehen. Warum nur zur Hälfte? Keine Ahnung, steht im Gesetz zur Transaktblende. Ja, also das soll also sein.

Ja, so eine Sachen kommen da überall vor. Da muss man natürlich noch gucken, bei so und so viel Quadratmeter brauchst du so viel Fluchtwege. Wie lang ist der Flur? Und wir haben einen sehr langen Flur. Das kommt alles mit rein. Und da haben wir noch nicht über Einrichtungen gesprochen. Das ist wirklich einfach nur erst bearbeitet.

Brauchen wir einen Fluchtwegeplan? Kommt auch noch dazu, gibt dann gewisse Kriterien, wo man sagt Fluchtwege. Ja, das sind erstmal so die kleinen Sachen, die man bespricht. Da sind wir schon ganz gut weggekommen, aber natürlich gibt es dann auch Abweichungen, nennt man es dann und die Abweichung muss man beheben.

Sprich also, da müssen noch Feuerlöscher rein, da müssen noch hier ein Fluchtweg. Und da guckt man tatsächlich im Flur so, wenn ich jetzt hier an dem Punkt im Flur stehen würde, sehe ich dann ein Fluchtwegeschild. Und wenn man da keins sieht, da muss noch irgendwo eins hingebaut werden. Und dann heißt es auch mal für Elektroinstallateur und bitte ran und nochmal ein Fluchtwegschild. Sandbasteln.

Jetzt, wo du gerade das Wort Abweichung erwähnst, so eine Frage, die mir auch spontan einfällt. Gibt es Unterschiede zwischen einer Rettungsdienstwache, einer irgendwie NEF-Feuerwehr, ob du jetzt, ich weiß nicht, 12-Stunden-Schichten, 24-Stunden-Schichten, wird da irgendein Unterschied gemacht? Ich sag mal so Thema Betten, sind die überall drin?

Tatsächlich, es muss Ruhemöglichkeiten geben. Es muss dann, das geht ja noch weiter, dann kommen wir von der ASA zur DGUV, also zur deutschen gesetzlichen Unfallversicherung, die auch noch guckt, sind da gewisse. Sachen eingehalten, wie der Ruheraum, der zum Beispiel nicht mit Arbeit vorgebaut ist. Kann man sich da auch wirklich ausruhen, ist man weg von der Arbeit, gerade bei 24-Stunden-Schichten auf jeden Fall, 12 Stunden gegebenenfalls auch, weil man ja eine Nachtschicht hat, dass man einen Ruheraum hat.

Und das ist nicht nur der Ruheraum, es sind tatsächlich auch die Sozialräume. Es muss also auch gewährleistet sein, dass du deine Pause zum Beispiel dort machen kannst, wo du nicht mit Arbeit beseelt wirst. Also es dürfte jetzt beispielsweise in so einem Gemeinschaftsraum nicht unbedingt noch einen Schreibtisch stehen mit deinem Arbeitscomputer dran.

Weil dann wäre das ja wieder Arbeit oder sowas. Okay, das muss also separiert sein. Das muss schon separiert sein, ja. Sollte es auf jeden Fall. Und wenn man jetzt mal so in die Wachen in Deutschland guckt und ich denke mal, das hören auch einige Kollegen zu, die denken sich so, ja, ja, schon klar, wie das bei uns aussieht.

Aber tatsächlich, es gibt eine richtig tolle Webseite und da könnt ihr gerne mal reingucken, die heißt glaube ich sicherer-rettungsdienst.de, ist ganz neu rausgekommen. Es gab es früher nur als PDF. Mittlerweile ist es eine interaktive Karte, die man einsehen kann und da kann man dann wirklich durch so eine Wache gehen und dann wird zu allen möglichen Sachen Dinge gesagt, die jede Rettungswache so haben muss. Wie zum Beispiel auch getrennte Umkleiden.

Oder dass du von deiner Umkleide in den Nassraum kommen kannst, sprich in eine Dusche. Also separat auch nochmal eine Toilette hast, Schwarz-Weiß-Trennung. All das muss gewährleistet sein und das gehört dazu. Aber ja klar, es gibt einen Unterschied zwischen NEF-Wache, nicht unbedingt, aber zwischen Rettungswache, NEF, je mehr Fahrzeuge du hast, desto mehr Ruheräume brauchst du auch für alle Personen, die dort sein können.

Hast du eine Leerrettungswache, brauchst du auch einen Ruheraum für den Azubi zum Beispiel, muss man auch da sein. Hast du die Feuerwehr da, oh, da, meine Güte, wo soll ich da anfangen? Nicht mein Metier unbedingt, Rutschstangen auch immer eine ganz interessante Sache. Also ich war ja früher auf einer anderen... Die gibt es wirklich, das ist nicht nur im Film. Das ist kein Film, es gibt Rutschstangen und tatsächlich brauchst du auch eine Gefährdungsbeurteilung für viele Sachen, außer diese Rutschstangen, nicht außer, sondern auch diese Rutschstangen.

Sonst darfst du nicht runterrutschen. Und ganz ehrlich, das sind jetzt nicht so Rutschstangen wie auf dem Spielplatz, wo du so eine kleine dünne Stange hast, sondern das sind so eine Oschis. Also so gefühlt, ich weiß, jetzt wird irgendein Feuerwehrmann kommen, ich sag bestimmt eine falsche Zentimeterzahl, aber ich sag mal so 10, 15 Zentimeter Durchmesser haben die Dinger schon.

Und du rutschst dann ja auch eigentlich nicht an den Händen, sondern du machst das irgendwie so überkreuzt mit den Füßen, damit bremst du dann so. Und die Hände sind eigentlich nur da, um zu gleiten. Ich mach's immer falsch. Ich hab danach immer so einen fetten Muskelkater im Oberarm, weil ich immer so, ich klammer mich wie so eine Katze da dran und denke so, warum machst du das eigentlich? Geh doch einfach die Treppe runter.

Aber auch da wird natürlich geguckt, wie weit oder wie lang ist der Weg von, Ruheraum und so weiter zur Halle. Und wenn du natürlich in die Treppe gehen musst, dann musst du gewährleisten, dass du in einer gewissen Ausrücke frisst, auch zu deinem Auto kommst. Und das wären dann zum Beispiel die Rutschstangen. Haben wir bei mir auf der Wache jetzt nicht mehr. Wir haben eine ebenerdige Wache.

Keine Rutschstange, Dachboden darf nicht betreten werden, also von daher keine Rutschstange. Wie muss man sich so die, also hat jeder Ruheraum ein Badezimmer? Habt ihr gemeinschaftlich irgendwas? Wäre cool. Rumpenduschen, Einzelduschen? Nein, wir haben also, es ist getrennt tatsächlich, also Männlein, Weiblein.

Dass man da auch duschen natürlich außerhalb kann. In größeren Wachen hast du Sammelduschen, die aber auch abgetrennt sind, sprich auch Zwischenwände haben und so weiter. Nee, aber nicht jeder Raum hat, also das ist schon Luxus, wenn jeder Raum wirklich einen eigenen Waschraum hätte. Ich kenne aber, eine Wache habe ich mal gesehen auf Instagram, die hat das, das ist wie ein Hotel.

Also wie so Motel One, kennt man ja so ähnlich, sehen die Zimmer da aus. Das ist schon Luxus. Also wirklich, nee, haben wir aber sonst nicht. Aber es ist halt geil, wir sind ja immer nur zu zweit in einer Schicht und dementsprechend hat halt jeder sein Badezimmer dann rüber watschelt. Das ist immer ganz, ganz angenehm, ja. Und wenn du mit einer Feuerwehr zum Beispiel zusammen bist, es gibt dort auch den Unterschied, dass du auch mal Zweierräume hast, also zu zweit mit einem Raum schläfst.

Idealerweise hat jeder einen Einzelraum, aber es gibt auch noch Fachen, die schlafen alle gemeinsam und schnarchen sich gegenseitig weg. Also auch immer spannend. Ist nicht so meins tatsächlich. Ich schlafe dann aber irgendwo bei solchen Sachen immer meistens irgendwo auf dem Sessel oder so. Keine Ahnung warum.

Ich muss den Kollegen schon gut kennen. Kannst du nicht mit anderen, bist du nicht so ein Gemeinschaftsschläfer? Ach, es geht. Also wie gesagt, wenn ich die kenne, ist es mir eigentlich auch egal. Wenn es so Fremdkollegen sind, weiß ich nicht. Ich bin ja leider einer, ich weiß nicht, ob du schläfst, schläfst du?

Ich schlafe nicht. Nee, du schläfst nicht. Grundsätzlich nicht. Das habe ich mir gedacht. Ja, das wird ein Geheimnis sein auch. Aber schläfst du irgendwie mit einem Film ein, einer Serie oder sowas? Oder muss das bei dir stockduster sein? Wie macht das? Es ist tatsächlich Unterschied. Also ich versuche, okay nein anders, ich sollte mehr versuchen ohne irgendwas einzuschlafen.

Häufig ist es so, dass ich eine Serie gucke und dann irgendwie so fokussiert auf die Serie bin, dass ich noch so mit einem Auge irgendwie versuche, dass ich dann aufgebe und dann halt irgendwie mir irgendein anderes sinnloses Video oder sowas anmache, was dann noch läuft, bis ich halt wegpenne. In der Regel wache ich dann tatsächlich nach 15 Minuten wieder auf, dann merke ich, okay, ich bin gerade eingeschlafen, Laptop zu und dann fände ich endgültig.

Also mal so, mal so ist es phasenweise immer mit irgendwas und teilweise auch komplett ohne. Bei mir muss immer was laufen. Und der arme Kollege, also deswegen, ich versuche dann auch immer so mein Handy neben mich zu legen und dann gucke ich noch so drauf und lasse irgendwas nebenbei laufen, vielleicht noch ein Airport ins Ohr und dann penne ich dabei ein. Aber eigentlich, ja.

Deswegen hat der Herr Wachenleiter auch in jedem Zimmer des Ruheraums zum Ruhen natürlich. Wir ruhen da ja auch nur in den Zimmern. Einen Fernseher reinbauen lassen. Für die Nachtschläfer, die mit Fernseher einschlachten. Stark. Ja, ich war so nett. Wie kann man sich so Fernseher in der Wache eher pompös oder eher klein gehalten?

Hängt da der 85 Zoll? Nein, also im Schlafzimmer nicht. Im Schlafzimmer, im Ruheraum, eigentlich ist kein Schlafzimmer, ist ein Ruheraum. Im Ruheraum da sind es die kleinen Fernseher. Im Sozialraum Darum darf es schon mal der größere sein. Wir müssen ja auch mehr dazugucken, aber wir haben das funktional auch so gemacht, dass unser Sozialraum auch gleichzeitig ein Schulungsraum ist.

Da muss man ja auch mal ein bisschen größere Präsentationen zeigen lassen. Ich meine, dafür ist es ja da. Man muss ja auch das Material veranschaulichen können und dann braucht es halt auch mal einen größeren Fernseher oder auch einen Beamer. Wir haben uns jetzt für den Fernseher entschieden. Ja, so lässt sich das dann auch gut begründen. Und wenn die Kollegen das dann nachher mal für gewisse Serien wie Code 3, eine Rettungsdienst-Serie zum Beispiel, für Weiterbildung nutzen, dann ist das natürlich sehr zu fördern.

Ja, ich bin mir da schon ein bisschen drauf. Nee, aber wie gesagt, es gibt diese ASR, die ASA, die DGUV und das sind halt wirklich coole Empfehlungen von unseren Unfallverhütungskassen und Unfallverhütungsvorschriften, die versuchen möglichst, ja, alles in so eine Norm zu packen. Da wird der eine oder andere sagen, boah, mit Normen, das nervt aber auch ganz schön, aber es hat schon seinen Grund.

Gerade bei uns ist es ja so, ich weiß ja nicht, wie du dir das vorstellst, wenn du stellen wir uns jetzt mal vor, Du musst nachts aufstehen, weil ich dich wecke und sage, Max, 90 Sekunden, dann bist du am Auto. Und jetzt renn mal von deinem Schlafzimmer zu Hause, du bist ja am ersten Stock, weiß ich.

Und jetzt überleg mal, würdest du es schaffen, verklatscht wie du bist in deiner Ruhephase? Du schläfst ja nicht, du ruhst ja im Rettungswagen. Da jetzt zum RdW zu kommen. Also da bin ich tatsächlich relativ schnell gedanklich wieder da. Klar, ich glaube aber in so einer fremden Umgebung auf jeden Fall erstmal, wo sind meine Schuhe?

Oder ruht ihr in Dienstkleidung komplett in voller Montur? Das ist gut gefragt, da gibt es die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung. Nein, eigentlich nicht. Nein, eigentlich nicht. Wir pennen natürlich nicht in unserer Dienstkleidung oder Einsatzkleidung. Man versucht schwarz-weiß zu trennen und da redet man eben von hygienisch getrennten Bereichen. Die haben wir in dieser Wache auch tatsächlich.

Ist auch nicht auf jeder Wache möglich, wenn wir so Altbestandswachen haben. Die rennen tatsächlich den ganzen Tag mit ihren Klamotten auf diesen Möbeln sitzend rum. Das ist auch nicht so lecker. Und wir versuchen halt wirklich... In der Schleuse quasi unsere Sachen abzulegen, aufzuhängen und dann eben unsere, Wachenklamotten. Das kann eine Jogginghose sein, das kann auch eine Jeans, was auch immer, eine Alltagshose sein.

Anzuziehen dann natürlich Schuhe. Also man zieht sich dann von Einsatzschuhen Arbeitsschuhe an. Die müssen dann auch voll umschlossen sein. Man darf jetzt nicht einfach so die Schlappen mitnehmen, aus denen man rausrutscht. Das wäre schon wieder so eine Unfallverhütungsvorschrift. Wie viel Zeit habt ihr zum Umziehen?

Naja, 90 Sekunden. 90 Sekunden? Ausrückzeit, ja. Okay. Stark. Übt ihr teilweise das Umgebnis? Ja, manchmal muss man das. Also ich muss sagen, die ersten Tage auf der Wache bin ich auch tatsächlich so lang gegangen. Okay, wo hänge ich jetzt hier meine Hose und dann hinstellen? Ja, aber ja, irgendwann hat man das drauf. Dann packt man sich die Hose auch schon.

Die Feuerwehr macht das richtig cool. Die haben ihre Stiefel quasi an der Garderobe stehen in der Halle und dann haben die ihre Hosen schon so über den Stiefeln, dass du quasi in deine Schuhe reinschiffst und dabei die Hose hochziehst. Okay, erinnert mich tatsächlich so ein bisschen an einige Techniken so im Triathlon.

Da hast du dein Startnummernband, weil du schwimmst ja nicht mit Startnummern, hast du dann schon über die Schuhe so im Ring drüber gelegt, dass du in die Schuhe rein schlüpst und dann direkt das Startnummernband einfach nur so hochziehen musst. Und dann hattest du es direkt da, wo es sein muss. Spannend. Muss man wie im Theater machen, die das ja auch. Da liegen die das ja manchmal auch so bereit, dass du einen schnellen Kostümwechsel machen kannst.

Und so ungefähr können wir sich das vorstellen, das kann man im Rettungsdienst auch machen. Wenn man das einfach über die Schuhe macht. Aber es heißt wirklich, schnell ausrücken. Weil die Leute warten, du hast eine Hilfsfrist. Die beträgt 10 bis 12 Minuten, je nach Landesgesetz. Und muss dann halt parat sein. Dementsprechend ist es halt schnell.

Aber du darfst auch nicht rennen auf der Barat. Machst du auch nicht, theoretisch. Wegen Unfallgefahr? Ja, gegen Unfallgefahr. Aber so kontaminierte Arbeitskleidung bleibt auch im kontaminierten Bereich. Sprich, alles so in der Nähe RTW und im Sozialraum sollten eigentlich dann Klamotten getragen werden, die man dann eher nicht so keinbehaftet hat.

Okay, nächster Gedanke wäre, wo ist der Autoschlüssel? Am Auto? Direkt am Auto? Okay. Theoretisch am Auto, im Auto. Es gibt Wachen, die sagen, bitte im Auto lassen das im Brandfall. Gegebenenfalls noch die Autos rausgefahren werden könnten. Teuerste Zeug halt. Oder man halt noch schnell rausrücken kann. Deswegen lässt man es immer dran.

Manchmal auch einfach dafür, dass man, keine Ahnung, ein anderer, die fährt das Auto raus, weil er die Halle wischen muss und so weiter, bevor man den dann sucht. Auf einer großen Wache ist das schon gegeben, ja. Im Garagentoröffner, habt ihr da irgendwie einen speziellen Knopf für oder ist das auch direkt am Autoschlüssel?

Es gibt Wachen, da geht das Tor ja automatisch auf. Also wir müssen ja jetzt ein bisschen deutlich, ich muss immer in Deutschland weit denken. Also bei uns ist es so, wir haben einen coolen Knopf, sieht aus wie Lichtschalter, nur dass er rot ist. Das ist der einzige rote Knopf bei uns in der Wache und damit geht das Tor auf.

Und wenn du rausfährst, also da gibt es Wachen, da geht das Tor auch wieder automatisch zu, hat eine Lichtschranke und dann geht es zu. Bei uns ist es so, dass wir tatsächlich eine Fernbedienung einfach haben. Ganz normal, wie manche andere auch zu Hause und dann geht es zu. Und das Witzige aber ist, das wusste ich selbst nicht, ein Tor muss mittlerweile, hat eine gewisse Geschwindigkeit, wie es aufgehen muss auf einer Rettungswache.

Ich weiß die Zahl jetzt nicht, wie viele Meter pro Sekunde, aber das Tor muss mittlerweile, keine Ahnung, es geht bei uns ratzfatz auf und ratzfatz zu. Also ich weiß nicht, ob du bei Ikea diese Rolltore kennst, die sehr schnell hoch und runter gehen. So ähnlich bei uns. Nur ein bisschen Träger, genau.

Das war schon, ja. Spannend. Ne, da hätte ich wahrscheinlich dann auch schon so halbwegs innerhalb von fünf Minuten meinen Weg in den RTW gefunden. Ne, aber um mal zurückzukommen, woran musste man denken? Also ich, Du musstest, also ich musste ja wirklich von der kleinsten Büroklammer, In meinem Büro Ordner, Aktentrenner, weil du ja immer noch ein bisschen Papierkram irgendwo hast.

Drucker musste besorgt werden, das machen Gott sei Dank bei uns dann die Arbeitgeber, die geben dann den Drucker raus, genauso wie Computer. Digitalisierung läuft noch nicht so ganz. Doch, auch schon, aber du hast immer noch irgendwo ein bisschen Papier dabei. Sei es eine Hygieneliste, also Qualitätsmanagement ist ja ein riesen Ding im Rettungsdienst überall mittlerweile, aber gerade auch bei uns, dass du für alles was abkreuzt, wer hat einen Fehler entdeckt und so weiter, was muss behoben werden.

Ich bin gerade dabei, tatsächlich unsere Wache mehr zu digitalisieren. Aber ja, das muss ja auch genehmigt werden. Es geht um Daten, es geht um Funktionsdaten, Datenschutz und dergleichen. Abschließbare Schränke, da sind wir auch wieder beim Thema. Kommt ja auch hinzu. Und dann gehen wir mal jetzt von Büro ins Wohnzimmer.

Stühle, Tische, Geschirr, Besteck. Alles, was du so in der Wohnung, was brauchst du noch so in der Wohnung? Tische, Besteck, ja, Gläser, Tassen, Kaffeemaschine, Kaffee. Ja, wichtig, auf jeden Fall. Am besten direkt zweimal, einfach nur um sicher zu gehen. Redundanz, darauf wollen wir nachher noch. Zwei KW-Maschinen. Ja, auf jeden Fall. Konsole irgendwie so ein bisschen.

Oh, okay. Ja, ein großes Thema bei uns tatsächlich gerade. Dürft ihr? Also wäre theoretisch möglich? Das wäre möglich, aber es zahlt der Arbeitgeber nicht. Definitiv nicht. Aber theoretisch, wenn einer sagen würde, ich finanziere sie hier für uns, ich stelle die hin, dann... Ja, klar. Ja, geil. Ja, also... Ja, cool. Ich habe nichts dagegen, solange es halt den Betrieb nicht stört, den Betriebsfrieden.

Mädels, heute wird nicht gerettet, GTA 6 ist raus. Heute stirbt hier keiner. Das war auch niedlich, weil das war das Erste, was in der Gruppe geschrieben wird. Haben wir da Internet? Bist du GTA 6 Fan? Ich so, Leute, ich habe GTA 5 gerade durchgespielt. Ja, na klar, ich freue mich auch schon drauf. Ja, ich war dann eingeweiht natürlich.

Also ja, tatsächlich, es gibt ein, zwei Kollegen, die gesagt haben, oh, Playstation geil und dann, genau. Da haben wir gesagt, Leute, aber vorher muss die Arbeit gemacht werden, sonst gibt es hier keinen GTA 6. Bist du Playstation oder Xbox? Playstation. Ach komm. Geh doch irgendwo sterben. Ja, es ist okay, Chris. Das kann auch nicht jeder Geschmack haben. Ja, es ist einfach so.

Nee, also gerade der Sozialraum ist dann tatsächlich wie so eine Wohnung, da machst du auch nicht viel mehr Mikrowelle, muss man auch mal dran denken. Mittlerweile total am Rennen Heißluftfritteusen. Der neueste Shit, ich glaube, ich hoffe, meine Kollegen hören das nicht, aber ich glaube, ich schenke denen Heißluftfritteusen. Also wie oft dieses Thema aufkommt.

Ich glaube, da gibt es zu Weihnachten So ein kleines Wachengeschenk machen wir in Heißloff. Hoffentlich in dem Podcast nicht. Ja, mal gucken. Aber das wird so oft mittlerweile angesprochen. Ich dachte so, ja Leute, dann bringt eine mit. Ja, teuer. Guck mal. Aber ich glaube, das ist der Neue. Ich glaube auch zu Hause, wir machen alles mit Heißloff Fritteuse.

Der Backofen. Ja, naja. Kleiner Mini-Backofen. Kleine Sache ist tatsächlich anders als in normalen Wohnungen. Bei uns musst du so eine Art Todmannschalter in den Herd einbauen. Sprich, ein Timer oder was auch immer, dass du so alle 10, 15 Minuten so einen Knopf drückst, weil wenn du alarmiert wirst und du vergisst das Schnitzel in der Pfanne, dann hast du dir ganz lange eine Wache gehabt.

Das soll automatisch abschalten. Wir müssen zurück, der Herd ist noch an. Ja, mir mal schon passiert in der alten Wache tatsächlich, wir kommen zurück. Hören ein lautes Quietschen die ganze Zeit. Und wir waren früher neben so einem Güterbahnhof und wir dachten so, Alter, der Zug, der bremst aber lange.

Mein Gott, hörte mal auf zu bremsen. Nee, dann war das die Feuermäler, die so richtig gefiebt hatten. Hat der Kollege den Schnitzel vergessen. Tatsächlich in der Pfanne und die ganze Wache war blau. Da konntest du den Kollegen am nächsten Morgen auch mal erzählen, was du da gemacht hast. Und da hattet ihr den Schalter nicht? Da hatten wir den Schalter nicht, danach hatten wir einen.

Frau Müller, ihr Herzinfarkt muss warten. Ich muss den Schnitzel kurz retten. Richtig. Wir retten auch gleich mit Schnitzel. Wir gehen ganz kurz in der Werbepause und hören uns gleich wieder und dann gucken wir mal, ob Max endlich Fachwörter erraten kann und wie ist die Wache weiter entstanden? Oh, jetzt ist das Thema Schnitzel aufgekommen. Ich habe so Hunger, ne? Ich auch gerade dachte so, warum haben wir es erwähnt überhaupt?

Es ist so herrlich. Ja, wir sind zurück bei uns. Wir reden heute über Wache aufbauen und ein paar Erfahrungen, die ich mitteilen kann und erzählen kann. Das ist schon wirklich spannend. Es muss halt, ich finde es immer spannend bei einer Wache, es soll halt Gemütlichkeit ausstrahlen. Du verbringst bei uns jetzt in diesem Fall 24 Stunden in dieser Wache mit einem anderen Kollegen oder auch zwei, wenn du mal einen Praktikanten dabei hast.

Und trotzdem muss es irgendwie professionell bleiben. Also es ist ja so, dass natürlich in dieser Wache jederzeit der Melder gehen kann. Die Melder haben wir natürlich auch immer am Gürtel. Bei uns haben wir sogar eine Redundanz. Das heißt, bei uns klingeln echt, ich glaube, drei Systeme. Also ein Handy, dann haben wir nochmal so einen Gong mit einem Bildschirm dran.

Da bingelt auch noch was. Und dann kommt nochmal der Melder. Die gehen richtig ab, die piepen so laut, da stehst du gerade. Und ja, das versucht man halt alles so ein bisschen in Einklang zu bringen mit Gemütlichkeitsfeeling, aber irgendwie auch professionell sein. Und wenn man jetzt mal von diesem ganzen, ich nenne es jetzt mal Weißbereich, also den Gemütlichkeitsbereich, in den Schwarzbereich geht, was würde dir so einfallen, was braucht so eine Rettungswache? Also einfach mal, was denkst du, was man in einer Rettungswache so alles reinklatschen kann, um den RTW damit zu bespielen?

Also ein RTW ist klar, ein Rettungswagen? Was also ich weiß tatsächlich, weil ich schon mal auf einer Wache war, irgendwie so Strom braucht es auf jeden Fall Stromzufuhr, dann, RTW direkt, weißt du was, nee da fällt mir gar nicht viel zu ein, also ich dachte so ein RTW ist direkt abfahrtbereit und vielleicht so Stuff zur Reinigung, Hygiene, Desinfektion richtig, und dann Hygiene Bereich sowieso Genau, Hygiene musst du ja auch immer aufpassen, kannst ja nicht einfach mal irgendwo so in den Raum schmeißen, sind ja auch giftige Stoffe, muss dann auch immer mit Abluft sein.

Genau, und dann kannst du auch tatsächlich nicht jedes Reinigungsmittel nehmen, was du irgendwie bei DM, Rossmann oder sonst irgendwo kaufst. Nein, es muss natürlich auch Profireinigungsmittel sein. Natürlich. Ja, also nicht nur übrigens für RTW und so weiter, sondern für die gesamte Wache musst du halt dann schon mal in den Fachhandel gehen oder halt sowieso eine Reinigungsfirma holen.

Die sollten es dann wissen, dass man dann auch nicht einfach das Zeug nimmt, was man so bei der nächsten Drogerie findet, sondern dann doch eher die Profireinigungsmittel. Und dann bei Desinfektion, ja, da gibt es Flächendesinfektionsmittel, Hautdesinfektionsmittel, Gerätedesinfektionsmittel, nochmal ein paar schärfere, Antiviruzid, Bakterizid, schieß mich tot.

Ja, hast du ein ganzes Portfolio auf jeden Fall. Wischeimer, Messbecher, weil du musst manchmal auch noch anmischen. Es sei denn, du hast ein cooles Dosimeter, das ist dann so ein Apparat, der mischt dir das selbst an. Arbeitsschutz, auch hier wieder. Woran würdest du denken bei Desinfektionsstrecke?

Ja, wahrscheinlich so Handschuhe und Kuh, ne? Ja, richtig. Vielleicht ein paar extra Schuhe, weiß nicht, direkt. Nicht unbedingt, so fressend sind die Dinger jetzt auch nicht. Handschuhe, aber du kannst auch nicht die normalen hier, die du zum Behandeln des Patienten anziehst, sondern es müssen dann schon extra für chemische Stoffe, Handschuhe sein. Schutzbrille.

Okay, ja. Und gegebenenfalls auch Masken, müsste man gucken, je nachdem wie stark das ist. Aber Schutzbrille auf jeden Fall. Ist nämlich scharfes Zeug, was wir da manchmal mit haben. Genau, Desinfektionsmittel. Okay, haben wir die eine Seite der Wache tatsächlich abgefrühstückt. Desinfektionsstrecke, Schwarz-Weißraum, genau.

So, und was brauchst du noch auf dem Rettungswagen? Du brauchst ja nicht nur Desinfektionsmittel. Also habt ihr Medikamente noch irgendwie extra was oder ist alles direkt auf dem RTW? Ja, na klar. Kannst ja nicht alles auf die Erde schmeißen. Also ich weiß ja nicht, wie groß du dir ein RTW vorstellst. Wir müssen echt mal auf dem RTW gehen.

Nee, natürlich, du hast ein Lager mit Medikamenten, mit Verbrauchsmitteln. Und auch da natürlich gab es großen Stress bei uns. Also nicht Stress, aber wir haben diskutiert, wie man die Medikamente in einem Schrank anordnet. Also so deep ging das teilweise. Gibt es da Vorschriften oder darfst du einfach so, wie du es schön findest?

Kannst du wie schön du finden willst machen. Aber es wäre schon schön, wenn du ein cooles System hast. Wir haben uns darauf geeinigt, Medikamente, kennst du ja, es gibt ja immer verschiedene Handelsnamen. Wie zum Beispiel, nehmen wir mal Dolormin. Weißt du, was das für ein Wirkstoff ist? Das sind zum Beispiel Ibuprofen.

Dann gibt es auch so Ibuflam und so weiter, da hört man es schon wieder fast raus. Aber es gibt halt da verschiedene Medikamente und Handelsnamen. Und lauter Generika, so nennt man das ja, wenn die abgewandelt wurden. Und wir haben uns darauf geeignet, wir sortieren das nach Wirkstoffnahmen, also sprich Acetylsalicylsäure zuerst oder dann kommt Atropin oder Amiodaronen, käme ja sogar noch davor und so weiter.

Das heißt aber, man muss auch immer wissen, wie das Medikament heißt. Ja, sowas alles. Also das war auch ganz spannend, als dann nachher die Kollegen dazu kamen und wir so angefangen haben, unser Lager einzurichten. Dann ging es natürlich darum, wo packt man das so hin? Wie sortieren wir das? Wir haben so und so viele Schränke.

Was braucht man vor allen Dingen? Weil das mussten wir auch noch alles bestellen. Das heißt, du hast ja so leere Schränke. Du kriegst ja nicht einen Schrank vollgepackt mit tollen Sachen. Nee, nee. Du musst ja auch noch überlegen, scheiße, was haben wir alles auf dem Rettungswagen? Was brauchen wir denn alles?

Dann guckst du so durch die Listen durch, gehst noch in deine Gedanken, noch mal in eine alte Wache rein und denkst so, boah, was hatten wir denn da alles? Und es war wirklich gut, dass wir wirklich viele Menschen zusammen hatten. Sonst hätten wir das nicht hinbekommen, glaube ich, daran zu denken. Also wenn ihr da so viele Medikamente auf einem Fleck habt, Thema Sicherheit, ist das irgendwie extra verschlossen? Ja, natürlich.

Ja, nee, das, gerade, also es gibt ja verschiedene Arten von Medikamenten, auch nach Betäubungsmittelgesetzen und so weiter. Es gibt Medikamente, die können einfach verschlossen bleiben, in einem verschlossenen Schrank, auf jeden Fall. Und dann gibt es nochmal die Betäubungsmittel und die müssen in einem extra Tresor sein. Und der Tresor, den kannst du nicht einfach mitten irgendwo hinstellen, der muss auch noch an der Wand verschlossen, vernagelt, verschraubt sein.

Natürlich nicht mit so einem kleinen Pinscherschrauben, Das sind so eine Eumel, damit man den nicht einfach rausreißen kann. Und der muss dann auch nochmal doppelt verschlossen werden. Das Ganze muss dokumentiert werden. Jedes Mal, wenn ich da ein BTM rausnehme, muss das aufgeschrieben werden und auch gesagt werden, für wen ich das benutzt habe oder für was.

Geht nicht einmal so. Aber Verschlusssicherheit auf jeden Fall ist auch der Grund, warum wir zum Beispiel auch sagen, wenn die Kollegen mal Social Media oder sowas machen auf der Wache, dann ist das so ein Tabuthema. Also da wird so ein Lager zum Beispiel nicht gezeigt, einfach um Begehrlichkeiten auch nicht unbedingt aufkommen zu lassen und aber die Leute vielleicht auch nicht ganz so wissen, wo das Lager so existiert.

Ich nehme jetzt an, wenn du schon sagst, ihr habt da so einen riesen Bulg an Medikamenten, dann wird ja da sicherlich auch einiges verfallen teilweise. Das ist gut, dass du das sagst. Irgendwann musst du dir ja auch ausdenken, wann checken wir das. Und dann haben wir auch gesagt, wir machen das jetzt einmal monatlich.

Wird alles durchgeguckt, also wie eine Inventur. Und es gibt natürlich auch so Prinzipien wie First In, First Out. Also man packt quasi das Neueste immer nach hinten und das Älteste immer nach vorne. Also bei uns machen wir auch Kreuze teilweise dran, wenn wir sagen, diesen Monat läuft das ab. Bis da und dahin muss es aussortiert werden.

Es gibt schon mittlerweile moderne Wachen, muss man sagen. Die haben ein Inventursystem. Da wird das dann angezeigt. Hier, das läuft ab, wünschte ich mir. Mal gucken. Ich gebe das mal so mit nach draußen zu den Leuten. Es ist eine spannende Sache. Aber ja, tatsächlich, da sind wir alle selbstverantwortlich.

Und da gibt es dann auch Stress, wenn das dann übersehen wird. Also es gibt teilweise auch Apotheken- Apotheken-Checks. Da kommt dann die Apotheke, die uns beliefert. Die guckt dann auch. Erstens ist es richtig gelagert. Es ist ordentlich verpackt. Du darfst Medikamente auch nicht einfach so irgendwo reinschmeißen.

Die müssen immer in der Verpackung sein mit Packungsbeilage und so weiter. Auch wenn wir die Medikamente kennen, haben die eine gewisse Lagerung und Temperatur, ist ja auch immer eine Rolle, ist das alles gewährleistet, ja. Das kommt immer vor. Und dann muss man sich auch überlegen, wie viel brauchen wir eigentlich?

Also wie viel Medikamente, wie viel Verbrauchsmaterial, von was sollten wir auf Halde haben? Und da sind wir tatsächlich noch in der Findungsphase, weil wir erstmal gucken müssen, wie viele Einsätze haben wir, was verbrauchen wir so pro Monat, pro Woche, wo wir das haben. Und ja, dann macht man sich irgendwann mal einen Plan. Aber ein bisschen Bauchgefühl ist immer mit dabei.

Wie trackt ihr das, was ihr habt? Also macht ihr das digital oder Papierform? Ich track das mittlerweile ein bisschen. Ich habe eine Excel-Tabelle und gucke immer so ein bisschen, was der Verbrauch ist. Und daraus errechnet sich dann auch ein bisschen nachher durchschnittlich, was könnte man so brauchen. Und dann werde ich im Laufe der Zeit wahrscheinlich, ich gebe dem ganzen halbes Jahr, dann so eine maximale Grenze setzen.

So, das brauchen wir wirklich nur maximal. Und das sollte minimal dabei sein. Also Thema BTM, ich sag mal. Wenn jetzt irgendjemand was entwenden wollen würde oder so. Das würde sehr schnell auffallen. Also gerade BTM, weil es dokumentiert werden muss. Und da müssen wir auch dokumentieren, welchen Patienten wir das gegeben haben zum Beispiel oder in welchem Einsatz.

Das würde sehr schnell auffallen. Es würde auch, glaube ich, vielen auffallen, wenn dann plötzlich Sachen wie Ketamin oder ähnliches sehr schnell und sehr häufig fehlt. Denn wir können natürlich auch, oder auch unsere QM kann natürlich tracken, was für Einsätze wir so ungefähr hatten. War Trauma-Einsatz, Schmerzeinsatz und so weiter. Und wenn dann sehr wenig sowas ist und dann fehlen plötzlich solche Medikamente, dann fragt man sich schon irgendwann, wo sind die abgeblieben.

Spannend, das hätte ich mir tatsächlich ein bisschen tighter vorgestellt. Ja, es wird auch immer tighter gemacht. Also wir sind gerade da am überlegen, wie wir das setzen können. Nichtsdestotrotz fällt es dann schon auf. Also ich muss sagen, jetzt in allen Wachen, wo ich war, wäre es schon aufgefallen, wenn da plötzlich eine ganze Packung oder auch mehrere Sachen fehlen.

Und man muss auch sagen, so viele Medikamente halten wir tatsächlich in den Wachen nie vor, um genau dem einfach zu entgehen, dass das dann auch nicht missbräuchlich irgendwo entwendet wird. Aber BTMs zum Beispiel, die sind immer so verschlossen, es hat auch immer nur eine den Schlüssel, es hat auch immer nur eine am Körper, seine BTMs, die er für den Einsatz hat.

Die darf er auch nicht ablegen, die darf er nicht irgendwo in der Wache liegen lassen, die müssen an der Person sein. Geht nicht anders. Aber so ein Missbrauch, das würde schnell auffallen. Dann Thema Daten, so Datensicherheit, irgendwelche Listen, müsst ihr die gesondert irgendwo? Also alles, was Listen oder auch Daten, also Patientendaten sowieso, bleiben niemals rumliegen.

Transportscheine, bei uns ist es so, dass wir auch teilweise immer so verkürzte Protokolle ausdrucken müssen. Die müssen verschlossen irgendwo werden. Da darf auch nicht der nächste Kollege drauf gucken, auch wenn der im Rennungsdienst arbeitet. Haben wir in Paragraph 203, Schweigepflicht, Schlafgesetzbuch.

Und die sagt halt, nur an der Behandlung Beteiligte dürfen in den Einsatz reingucken und das war's. Gut ist, wir digitalisieren viel. Ich wollte gerade sagen, digitalisieren. Es klingt so nach einer ganzen Menge Papierarbeit noch und das erstaunt mich. Ist gar nicht mehr. Also die Listen, ja, aber da hängst du eine Liste, Hygieneliste hängst du aus. Die reicht dann auch für ein paar Wochen.

Genauso wie andere Sachen. Da kreuzt du dann nur ab und gut ist. Und die Protokolle, die machen wir ja mittlerweile alle mit dem Tablet. Und es läuft auch ganz gut. Also von daher, das ist so das. Dann den RTW ausstatten mit Funk zum Beispiel. Muss ja eingebaut werden. Trage. Du musst die Medizinprodukte kaufen. sprich das EKG, den C3, den Lifepack, was auch immer man hat, das Beatmungsgerät, die Spritzenpumpe, Absaugpumpe, was es da nicht alles gibt, die Trage, was nehmen wir für eine Trage?

Da gibt es ja auch mehrere Hersteller, Ferno, Stollenberg, Striker, das Achja hier, Katsana und so weiter gibt es auch noch. Also was nimmt man da? Da gehen die Meinungen wirklich auseinander, wenn du mehrere Kollegen fragst, was das Beste ist, hat man sich auch entschieden irgendwann. Und da muss man auch manchmal auf den Preis gucken. Das heißt jetzt nicht so, dass man mir eine Kreditkarte in die Hand gibt und sagt, hier viel Spaß.

Sag mir nachher einfach nur, was es gekostet hat. Sondern da heißt es dann auch schon, wir haben hier so ein gewisses Budget. Wir müssen ja auch bedenken, das ist ja auch Geld des Steuerzahlers, also von uns und der Krankenkassen. Und dementsprechend muss man auch wirtschaftlich denken. Und das Wirtschaftlichkeitsgebot ist auch bei der Einrichtung einer Wache immer oberstes Thema.

Und dementsprechend kannst du jetzt nicht hier einfach mal eine Playstation und sonst was holen. Schade. Also da muss man immer ein bisschen drauf sein. Deswegen eine Wache einrichten. Ihr könnt ja selbst für euch mal da draußen so ein bisschen gucken, was wollt ihr noch so in eine Wache einrichten. Ich habe jetzt nicht alles erwähnt, aber das war es erstmal und ich fand es schon ultraspannend.

Zum Beispiel auch in der Toilette. Du kannst ja nicht einfach ein Handtuch hinhängen, zum Hände abtrocknen. Nein, es müssen ja Einwegtücher sein. Du musst ja einen Spender nehmen. Okay, welch? Seifenspender, Desinfektionsspender, Am besten noch Handlotionsspender, damit man auch unsere Haut wieder schön glatt bekommt. Natürlich. So eine Sachen.

Damit der Chris nicht mehr reift wie alte Milch. Ist so, also ich muss mich auch wieder rasieren, wenn ich das hier schon wieder sehe in der Kamera. Meine Güte, ja. Nee, aber das gehört immer dazu. Und da musst du erst mal dran denken. Und dann auch, wo holst du das alles? Kommt jetzt nicht einer und sagt, tu, wir haben hier einen Katalog, viel Spaß. Sondern du musst ja erst mal gucken, wo kriegen wir das alles her?

Darfst du noch mal so in den Fachhandel losrennen? Ja, ja. Nee, es gibt auch wirklich Fachhandel dafür. Und auch online mittlerweile ganz viele Fachhändler, wo du auch nur als Fachperson hin darfst und dann kaufen kannst und dann sagen sie auch, du kriegst alles. Und dann ist das wie ein normales Amazon-Ding, dass du da einfach durchgehst und sagst, das nehme ich und das nehme ich und davon brauchen wir auch noch drei.

Ah, das ist zu teuer und da musst du aber auch vergleichen. Das heißt, du guckst dann auch bei mehreren Fachhändlern, wo kriege ich es günstiger, wo ist es wirtschaftlicher, das einzukaufen. Und letztendlich andere Sachen muss ich natürlich auch genehmigen lassen. Kann ich alles alleine so kaufen. Da waren auch viele andere Entschärte-Scheidungsträger hinten, die natürlich gesagt haben, ja, das geht oder das geht eher nicht.

Und dementsprechend guckt man dann eben, welche Lösungen man hat. Fand ich aber ganz süß. Also es gab auch so einige Kollegen, die haben auch gesagt, Mensch, also hier so ein, keine Ahnung, so ein extra Stuhl, den sie haben wollten oder sowas, da holen sie sich auch mal von ihrem eigenen Geld oder wir waren auch mal bei Ikea zum Beispiel in anderen Möbelhäusern geguckt, wo es gibt Angebote für Badezimmerregale, Schuhregal.

Ja, sowas guckt man sich dann an. Ist auf jeden Fall spannend. Wow, jetzt habe ich wieder ganz viel Monolog gemacht. Max, wir müssen dich wieder ein bisschen trizeln und Fachwörter raten. Ah, mein Lieblingsthema. Ich merke schon, ich rutsche hier ein bisschen aus der Kamera. Ich kann am Ende nicht mehr liegen. Ich kann hier ein. Das sehen die Leute, die ich auch mache. Man muss auch dazu sagen, wir nehmen den Podcast jetzt nicht gerade früh am Tage auf. Nee, Stand ist 9.8 Uhr, zwar um 19 Uhr oder beziehungsweise 20 Uhr haben wir angefangen.

Deswegen, wenn jetzt auch irgendwas passiert auf der Welt gerade und wir reden nicht darüber an diesem Sonntag, wo es rauskommt dann, sorry, kommt im nächsten Podcast raus, ja Also. Mein erster Satz so aus dem Protokoll Nach Distortion des rechten OSG Druckdolenz lateral periphere DMS intakt, Nach Distorsion. Nach Distorsion. Keine Ahnung, irgendein Riss oder sowas.

Distortion. Ich weiß nicht, ob du das auf Englisch kennst. Ja, das kenne ich aus der Musikproduktion als den Verstärker. Ja, das ist eher so dieses Verzerren. Zerrung. Was ist in die Richtung? Also verdreht, Distorsion ist auch Prellung. Gerne mal. Das rechten OSG. OSG? Keine Ahnung. Oberes Sprunggelenk. Oberes Sprunggelenk, natürlich.

Druck, Dolenz, Lateral. Fand ich ganz spannend. Druck, das ist irgendwas, was so seitlich Richtung Rücken. Also ich kenne halt den Lateral erst mal. Als Muskel, aber Lateral, nee. Lateral ist immer so außen, nach außen drehen, nach außen bewegen oder außen liegend. Und dann Druckdolenz ist, wenn du drauf drückst. Okay.

Wenn man draufdrückt, dann schmerzt es. Dann drück halt nicht drauf. Genau, dann hören wir doch einfach mal auf. Und jetzt periphere DMS ist intakt. Peripher, habe ich ja auch schon gelernt. Das ist auch immer so ein bisschen außen. Nach außen laufend, genau. Peripher, was ist intakt? DMS. DMS. Ja, und das soll mal in einem Arztbrief stehen. Dann soll der Patient das noch verstehen.

DMS steht für Druck, Motorik und Sensorik. Okay. Ja, das kannst du auch nicht wissen. Aber hey, vielleicht merkst du es dir ja beim nächsten Mal. Vielleicht kommst du ja beim nächsten Ding an vor. Wir arbeiten das 15 Mal durch und irgendwann bleibt ein, zwei Sachen hängen. Schreibt es gerne mal in die Kommentare, ob ihr es gewusst hättet.

Wenn es mich interessiert, jetzt kommt ein bisschen was leichteres. Es ist ja auch jedes Mal so spannend. Also ich sitze in diesen Seminaren bei den Webinaren und dann höre ich so 10.000 Begriffe und irgendwann denke ich mir so, ach ja, ich habe den und den Begriff verstanden und das und das weiß ich und dann sitze ich hier und dann kriege ich fünf Sachen genannt und weiß nichts davon.

Es ist so richtig die Mathe-Klausur, wo du denkst, okay, ich habe mich wahnsinnig gut vorbereitet und dann. Kommt die Aufgabe und du weißt A und B nicht mehr zusammenzählen. Ich stelle mir jetzt richtig vor, wie du in diesem Seminar stehst. Haha, das habe ich verstanden. Genau so. Genau so nämlich. Und hier werde ich dann sowas von als Bessere belehrt.

Fangen wir mit dem zweiten an. Jetzt kommt es. Wieder ein Fachwort. Epistaxis seit circa 20 Minuten. Anamnestisch-orale Antikoagulation. Gesundheit? Weißt du, was eine Epistaxis ist? Nein, weiß ich nicht. Das ist so geil. Das ist das Nasenbluten. Das ist Nasenbluten. Ja, nee, man könnte es auch einfach beim Namen nennen.

Seit circa 20 Minuten ist klar. Und jetzt anamnestisch, orale Antikoagulation bekannt. Anamnese war irgendwie so Vorgeschichte. Ja, genau. Das hast du ja schon vom letzten Mal noch gemerkt. Das heißt, von der Vorgeschichte her war schon was bekannt, dass da schon häufiger was war? Ja, orale Antikoagulation.

Irgendwas mit dem Mund. Irgendwie gegen Koagulation, weiß ich nicht. Oral ist halt Mund. Antikoagulation ist die Blutgerinnungshemmung. Und wenn man schreibt, ja, orale Antikoagulation, dann nimmt er ein Medikament ein, was gerinnungshemmend ist. Sprich, was verhindert, dass das Blut gerinnt. Sprich, der blutet wahrscheinlich, hat ein Nasenbluten seit 20 Minuten und hört nicht auf, weil das Blut einfach nicht von alleine gerinnt. Okay.

Alles in einem kleinen Scheißsatz. Ja, ja. Oh, ich darf nicht so viel fluchen hier. Oh, da dachte ich jetzt auch so, das machen wir mal später. Bestes Geräusch hier. Oh, gut. Das müssen wir, glaube ich, noch einmal drinnen. Tachypnö und Tachycardie, Patient afibril. Tachy Knö, keine Ahnung. Tachy Gadi, war das nicht irgendwie auch was Herzmäßiges? Ja, ja.

Tachy, weißt du, was Tachy heißt? Nee. Gerade im Sportbereich müsst ihr das eigentlich kennen. Schneller Herzschlag. Ah, ja. Vom Tacho. Tacho. Ja, so macht man die Eselsbrücken nachher. Tachy Gadi und Bradi Gadi wäre langsamer. Okay. Tachy Pnö. Pneumo, Pnö. Lunge, Tachy. Tachy ist immer schnell. Also zu schnelle Atemfrequenz, zu schnelle Herzfrequenz.

Ja, genau. Und Patientin afibril. Oh Gott, das ist auch ein Wort. Afibril. Klingt immer wie so ein Bespülmittel. Nee, da habe ich auch gar nichts zu. Hat kein Fieber. Afibril, ja. Okay, ja, ergibt Sinn, voll. Genau. Es ist keine Ursache oder sowas. Es ist einfach nur wie Patientin. Also kein Fieber bedeutet halt nicht automatisch keine Infektion, muss man gleich mal sagen.

Die Frage ist, warum ist die Patientin jetzt hier, warum ist der Herzschlag so schnell und warum ist vor allem die Atemfrequenz so schnell? Spricht manchmal von der Sepsis oder was anderes, muss man halt mal gucken. So, und jetzt wird es richtig, jetzt tut es mir wirklich leid, jetzt kommt aber der große Hammer.

Akute Cephalgie mit Photophobie, finde ich gut, und Nuisea, kein Vomitus. Also wer das in sein Protokoll schreibt, ganz ehrlich, das macht keiner. Ich glaube, da kriegen wir einen Teil von hin. Akute Cefalgie. Darf ich mich raus? Mit Fotophobie. Fotophobie ist irgendwas mit den Augen. Ja. Also, ja, genau. Foto ist Auge.

So viel kann ich nur sagen. Ja, fast, ja. Foto ist Licht. Ja, Licht. Es geht eher so ums Licht. Hat jetzt nichts damit zu tun, dass du keine Selfies machst? Ich kenne es aus der Psychologie halt den Fotosinn quasi, dass der Licht einfach ins Auge hat. Ja, okay, Licht. Mhm, mhm, I see. Fotophobie wäre dann die.

Angst vorm Licht? Ja, fast, ja. Könnte man so bezeichnen, ja. Versuch mal nicht, Angst reinzunehmen, sondern vielleicht... Wahrscheinlich irgendwie starke Lichtreizung oder sowas? Ja, und Phobie ist dann empfindlich. Empfindlich, ja, genau. Genau, überempfindlich. Okay. Genau, so. Was hat man jetzt? Die Cephalgie.

Cephalgie, ja, nee, das, keine Ahnung. Das ist der Kopfschmerz. Der Kopfschmerz. Akute Cephalgie mit Fotophobie ist akuter Kopfschmerz mit Lichtempfindlichkeit. Aha. Und Nausea. Übelkeit. Oha. Das ist easy. Im Englischen Nautisch. Oha, ja. Okay, das hätte ich nicht gedacht. Kein Vomitus. Kannst du aus dem Englischen auch? Kein Erbrechen. Ja, genau. No Vomit.

Kein Vomitus. Ich hätte nicht gedacht, dass du Nausea gleich... Das ist aus dem Englischen easy, weil, was viele vielleicht auch noch nicht wissen, Max spricht fließend nahezu perfekt Englisch. Das heißt also, das war... Das sind auf jeden Fall alle Symptome, die ich jetzt hier genannt habe. Kann Migräne sein? Man müsste jetzt noch mehr nachfragen. Könnte auch eine Meningitis sein, wenn man lichtempfindlich wird, Kopfschmerzen hat.

Muss man gucken, ob es... Schmeiß ich noch einfach weg. Ich habe den Laptop hier gerade fast um mich geworfen. Könnte aber auch sein, dass es... Dann muss man gucken, ob Nackensteifigkeit noch dabei ist. ob man den Kopf so auf die Brust setzen kann. Ja, das sind so, aber ja, spannend. Okay, also echt beim Schwersten, da dachte ich so, das schafft er nicht, aber da haut Max rein.

Das ist im Englischen einfach mal. Ja, also nicht alle Sachen benutzen wir tatsächlich immer nur im Protokoll, aber es klingt schon genial. Ich versuche mal das nächste Mal nicht so ganz so schwer. Ich nehme einfach mal so ein paar alltägliche Sachen. Aber weißt du noch, wie das Letzte hieß mit dem Betrunkensein?

Ich versuche es mal aus dem Kram. C2-abhängige psychovegetative Dysfunktion. Ich gucke jetzt ins Skript. Disregulation, glaube ich. Ja, genau. Also das sollten wir uns auf jeden Fall merken. Und nicht so doll übertragen. Also wie gesagt, das ist wirklich der Hammer. Immer wenn man manchmal in manche Protokolle guckt und denkt so, wow, was haben die heute wieder von sich gegeben?

Max, du solltest mich auf jeden Fall mal auf der Rettungswache besuchen, dann können wir uns das Ganze ja noch mal angucken. Ja. Was ich da so gebastelt habe, zusammen mit meinen Kollegen. Tatsächlich waren wir schon da, nur ich hab sie noch nicht irgendwie, also ich hab sie bis jetzt nur von außen gesehen, weil wir kurz mal vorbeigefahren sind und irgendwie, Irgendwas abgeholt haben. Du hast irgendwas abgeholt oder mitgebracht, ich weiß es nicht.

Ja, nee, aber das ist so, da kannst du dir das ja mal angucken. Auf jeden Fall möchte ich nochmal ganz zum Ende sagen, ich bin nicht der Einzige, der diese Wache eingerichtet hat. Da waren ganz viele Menschen noch im Hintergrund dabei, aber ich habe halt so den Hut aufgehabt, zusammen mit meinem Vorgesetzten, der dann auch mitgeagiert hat, aber meine Kollegen, ohne die hätten wir diesen Monat nicht geschafft.

Also die waren schon echt crazy, weil wir quasi am Monatsanfang kamen meine Kollegen ja offiziell erst dazu. Die wurden dann ja quasi eingestellt, begann der Dienstvertrag und die waren vorher schon da. Und die waren so aufgeregt, dass sie gesagt haben, ey, wir wollen hier mitmachen. Und ich glaube, das Wichtigste dabei ist, dass die Kollegen gerade jetzt für diese Wache und gerade für diejenigen, die jetzt von Anfang an dabei sind, die entwickeln auch so ein gewisses Bewusstsein für ihren Arbeitsplatz.

Weil die sagen sich, hey, das haben wir aufgebaut, das pflegen die auch dementsprechend, das merkt man auch richtig. Und das kann ich halt auch nur jedem mitgeben, je besser du deine Wache pflegst und je mehr du auch vor allen Dingen deine Hygienepläne und was es nicht alles gibt, wir haben Riesenpläne, was wann wo geputzt werden muss zum Beispiel auch und so weiter.

Aber das hat seinen Sinn, weil je mehr Leute in so einer Wache leben und da arbeitet man ja auch viel, desto, mehr muss man da wirklich dafür sorgen, dass die Wache heile bleibt und vor allen Dingen nicht damit so umgehen, als wenn so, es ist nicht mein Zeug, lass es sein. Und ich habe schon viele Wachen gesehen, wo Leute wirklich unpfleglich mit Wachen umgehen, wo es teilweise auch ekelhaft aussah, wo man sich auch nicht hinsetzen wollte mehr.

Wo man aber auch appellieren muss, auch an Führungskräfte, wo man auch sagen muss, hey Leute, also irgendwann ist auch eine Wache mal nach sechs, zehn Jahren mal renovierungsbedürftig. Da muss man auch mal neue Möbel kaufen. Da muss man auch mal dafür sorgen, dass die Kollegen auch angenehm sind. und ich muss sagen, das Konzept wird hier bei uns ganz gut gefahren, dass man sagt, da müssen wir was ordentliches machen, damit man sich auch wohlfühlt auf der Arbeit. Weil wir erleben ja ganz viel Scheiße sonst auch.

Auf jeden Fall könnt ihr es auf Instagram und so weiter auch beobachten. Ab und zu gibt es ja mal ein paar kleine Einblicke aus der Wache. Max? Was machen wir nächste Woche? Tell me. Leute, habt ihr Ideen? Ja. Die Vorschläge? Einfach schreiben, oder? Also bitte. Es wurde schon nach Fachthemen gefragt. Und ja, lass uns bitte auf jeden Fall Fachthemen machen, damit Max wieder richtig glänzen kann. Auf jeden.

Ich habe auch wieder ganz schön viel geredet. Es war ja bei jedem so bisher. Aber irgendwann kommt es dann auch, dass der Max wieder mal viel redet. Dann machen wir nächstes Mal ein Fachthema. Ihr schreibt auf jeden Fall über retterview.de slash Frage, welches Fachthema das sein könnte, worüber wir mal wirklich reden sollten. Dann arbeiten wir das Ganze schön aus.

Macht das relativ früh, damit wir auch noch ein bisschen Zeit haben, weil so viel Zeit ist, haben wir nicht. Und ja, dementsprechend freuen wir uns drauf. Ihr könnt auch in die Kommentare schreiben. Liked es, teilt es. Das ist ganz wichtig. Und wenn ihr Bock habt, schickt denjenigen, die Eltern sind, Retterview Kids vorbei. Ja, freuen die sich vielleicht die Kinder auch.

Kriegen sie es zumindest in der ersten Folge schon mal erklärt, was die 1 und 2 so macht. Nur, magst du es mal wieder schön mit dir? Absolut. Ich kann es nur zurückgeben, Chris. Das glaubt uns kein Schwein. Ihr Liebt, bis denn. Ciao, ciao. Retterview. Gedanken, Wissen und Spaß aus dem Pflasterlaster.

Mit Max und Notfallsanitäter Sammy.

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