RINGLSTETTER's RENDEZVOUS

#32 | Franz Xaver Gernstl – der Geschichtensammler unter den Filmemachern

Montag, 26. Oktober 2026 · 1 h 03

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Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit Franz Xaver Gernstl über seine Kindheit, seinen Weg zum Dokumentarfilmer und die besonderen „Verbindungen“ zu seinem langjährigen Kameramann. Wir sprechen außerdem darüber, was das Erbe seiner Mutter mit der Gründung seiner Produktionsfirma zu tun hat und über seine ganz persönliche Reise zum Glück. Was bedeutet Zufriedenheit – für ihn persönlich, aber auch für unsere Gesellschaft? Immer wieder geht es dabei auch um sein Buch „Glück gehabt“. Eine persönliche Folge über das Leben, das Glück und die Kunst, es zu genießen. Viel Spaß beim Zuhören!

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Krass, jetzt kenne ich dich echt lange. Aber wir haben nicht gewusst, dass du so ein Gämbler bist? Ich habe bei der Papa immer gesagt, boah wenn es was machst und dann machst du gut wie das geht weil schlechter wird's von selber! Aber das stimmt ja auch! Ja... aber ich war immer überrascht, dass es doch sehr viele Menschen gibt die zufrieden sind.

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von RingenstädtersrundeVu aus dem Bayernwerkstudios. Ich freue mich sehr über meinen heutigen Gast, wir kennen uns schon lange und zumindest ich freu mich immer wenn ich dich sehe! Ich hoff das Bündner! Ich mich auch! Und ich freue mich dass du da bist und dass wir ein bisschen ratschen unter anderem über dein neues Buch.

Glück gehabt heißt es buch aber Da fehlt noch der rote Aufkleber. Der Bestsellerautor, hast du? Ist das ein Bestsella? Ja ja, einmal mal auf den Spiegelbestseller. Das ist ein schönes Gefühl findest du nicht? Eigentlich schon! Ich fand es auch... Das kann jetzt mein Leben lang überall draufbauen. Spiegl-Bestseller-Autor Genau.

und dadurch dass dieser Podcast ringt statt des Rendezvous heißt gibt's am Anfang ein kleines Ritual, das ist folgendermaßen stelle vor wir hätten einen Rendezvou würden uns nicht kennen und du müsstest dich kurz vorstellen. Jetzt in unserem Fall kannst du auf jegliche Hoffnung, auf Erotik verzichten.

Du kannst dich einfach nur... Wie stellst du dir vor, wenn du jemanden kennenlernst, der dich nicht kennt? Als wir es nicht vorher zusammenkennen, dann hätt ich mir ein bisschen vorgestellt. Das sind Veranstalte! Ich bin an einer Tankstelle geboren im Bad Feinbach zwischen den Essozapfsäulen Und war da zwei Jahre.

und dann bin ich in Rosenheim aufgewachsen. Da habe ich meine Hippie- und Jugendjahre verbracht, und dann habe ich einen Typen kennengelernt der später mein Kameramann wurde und mit dem bin ich nach München gezogen und wir haben uns so überlegt was wir mit unserem Leben machen. Dann haben wir gesagt, wir müssen irgendwas entweder mit Gastronomie oder Gangster oder Fernsehen.

Das ist ja alles in einem Miss. Genau und dann haben wir auch gesagt, ja wir müssen das Fernsehen neu erfinden und es hat so ein bisschen gedauert aber das haben wir dann gemacht. Was würdest du sagen? Hast Du einen Beruf? Ja, ich habe so einen richtigen Beruf. Ich hab mal auf uns meiner Mutter, weil mein Vater so ein ewig ... Unternehmer ewige Geldnot mit Krediten hin und her, hab jetzt meine Mutter zur Liebe Bankaufmann gelernt.

Weil die hat gemeint, wenn man da quasi im Geldhaus ist dann haut das Geld schon hin. Das haben wir dann sehr stark gelangweilt als die anderen angefangen haben lange Haare zu haben und Bärte und so. Da hab ich gesagt, da kann ich nicht in einer Bank gucken mit meiner Krawatte. Ich habe dann gekündigt und hab Sozialpädagogik studiert, weil mir nichts Besseres eingefallen ist.

Also ich wollte eigentlich auf die Filmhochschule, aber da waren dann zwei so Filme machen in Roseneimer und gesagt das ist ein Quatsch, lehren erst mal was gescheites, haben wir Sozialpädagogic studiert... Und was würdest du heute sagen? Wenn du dir selber eine Berufsbezeichnung geben würdest, würdest Du sagen, du bist Dokumentarfilmer, würdest Du sagen ... Ein Mensch von Beruf, der Menschen begegnet.

Was war deine Bezeichnung für dich? Ich würde einfach ganz schlicht sagen Filmemacher. War ich! Jetzt bin ich Schriftsteller. Weil es bei einem Rendezvous so ist das einer Geschenk mitbringt habe ich dir eins mitgebracht und du darfst uns einfach unromantisch aufreißen. Cool Und zwar... Ich hab dein Buch gelesen in Italien und dann ist mir Und da werden wir vorhin noch auf das Buch zu sprechen kommen, aber dann ist mir ein Buch wieder eingefallen.

Das für mich bis dahin das Buch war übers Unterwegssein. Ja was ist natürlich oder? Aber dann kannst du es verschenken! Aber Jack Carrack, schön dass du's gleich sagst... Ich hab' mein Verliehen... Ehrlich jetzt? Es ist aus der Haus, also... Also das ist ja super. Ist gut. Ja, das ist aber... Es freut mich jetzt zumindest, Dass du eigentlich kreisst mir in deinem Fall, dass du sofort irgendwie checkt hast um was es geht.

Ja klar und unterwegs ist Check-Carwork. On the road von Check-Characke ist einfach ein absolutes Meisterwerk was diese Reiserei angeht und das Leben als solches auch fand ich. Mir ging's einfach oft so beim Lesen von dein Buch da sind wir dachten immer wieder an Check-Carrack denken. Das haben wir natürlich einen jungen Jahr angelesen und das war eine Vorbereitung auf die erste Amerika-Reise.

Ja klar. Und Angst und Schrecken in Las Vegas haben wir ja gelesen. In Las Vegas, das... So also dann trotzdem freut es dich hoffentlich trotzdem ein bisschen feinlich dass ich nix für dich dabei. Nein nein, das ist schon richtig so genau so. Bum bum kann dich dir geben vielleicht. Na bum bum, das is nicht.

na. Franz Larsensmeij du hast gerade schon gerne über einen Abriss gemacht über dein Leben. zumindest wisst ihr zu kamen? Ich hab mich beim Lesen gefragt, war das quasi eine gefühlte Mittelschicht? Die aber eigentlich Unterschicht war. Ein Gefühl war da gar nichts, das war halt so wie es war. Das haben wir jetzt nicht wahrgenommen.

Wir sind ein Mittelsschicht also finanziell mit Sicherheit nicht und jetzt vom Bildungsniveau ist ja meine Mutter immer sehr... belesen und hat Wert auf gute Manieren gelegt. Aber der Unterschied war es jetzt auch nicht, aber er war halt so ein Kleinen Unternehmer und hat halt nie geschafft irgendwie ordentlich Kohle ranzubringen weil das sie mit jedem Scheiß so ausführlich beschäftigt hat, mit jedem Handwerklinie.

Es musste alles perfekt sein sonst hat das nicht abgegeben. Also pedantisch? Pedantisch könnte man sagen ja Der Fischer, mein Kameramann sagt da hätte ich einiges geerbt. Ja das habe ich mir dann auch gefragt. Ich habe mich gefragt ob es nicht was ist, was dich auf der einen Seite dazu gebracht hat dass du ein freies Leben wolltest unbedingt und eben nicht so etwas wo ständig der Zwang und der Druck ist.

aber auf der anderen seiten Hast du doch ein bisschen was von diesem... Also wenn's das macht, dann machst du es schon genauer. Ich habe bei der Papa immer gesagt, boah wenns was machst und dann mach so gut wie es geht weil schlechter wird's von selber. Aber das stimmt ja auch. Ja, das stimmt! Ich finde schon dass das stimmt.

ich find' auch dass das nicht... also ich hab das gar nicht als negativ gelesen ehrlich gesagt. Ich hab mir gedacht, das ist eigentlich eine super Vorbereitung auf dieses Gewerbe, dass man auf der Ornerseite selbstbestimmt ist, also Unternehmer. Aber auf der anderen Seite schon auch einen eigenen... selber schon genau weiß was man will, dass uns reden einem ja permanent die Leute rein.

Also ich habe mich natürlich so mit der Pubertät dann von den spießigen Familienverhältnissen abgenaubert. Und da gab es in Rosenheim so eine Hippe Glicke, die da immer so Unfug macht und Stadtpark gegen Persil in Brunnen geschüttert. Ich war so ein Geldverschenktin der Fußgängerzose, ich will das Zeug!

Trotzdem hat mich diese Pädanterie von meinem Vater oder der Perfektionismus schon geblieben auch. Also ich mag jetzt kein Morgs machen, dann wurscht was. Ich habe sehr lange an dem Buch geschrieben... kräftig entmüllt, dass da keine überflüssigen Wörter drin sind. Das wäre mir ein Graus gewesen oder eine überflussige Sätze.

also ich mache mal schon sehr viel Arbeit mit den Dingen die ich mach und das macht ja auch Spaß. jetzt gehen wir mal nochmal nach Rosenheim. Jetzt nehmen wir mal gerne in die Jugend. Da erfährt man, dass du eigentlich diese hippie Ecke diese andere Gesellschaft, eben nette Spitzegesellschaft. Bist du auch irgendwie so neigerutscht?

Und dann hat ja das irgendwie halt gefallen! So, man hat immer so ein Gefühl... Du bist immer da blieben wo sie irgendwie hat's dir da gefallen. Hör bitte rum gesagt. Weil was haben wir Steppenwolf gelesen da? Ja man hässe und der Kipp ist natürlich die... sind die Gleise dann schon in etwa verlegt, wo man hin will?

Dann war er damals so als der Sein Franziska, da haben wir natürlich immer geschaut was tut sich da? und dann gab es diese amerikanischen Philosophen. Timotheliri zum Beispiel, Jerry Rubin und das hat man alles gelesen und fand toll gefunden und ich habe nicht gesagt die möchten jetzt hippie werden weil das hat sich irgendwie so hergegeben und da ist er mit Kiffen los gegangen.

Und so Alternative, die einen oder anderen haben dann so eine Landkommune gehabt, wo man dann zu Besuch war. Also das hat sich von diesem spießigen Bankerleben mutiert und irgendwie sind wir dann halt ins Filme machen gekommen glücklicherweise... Aber das ist ja wirklich eine absurde Geschichte! Also erstens stelle ich mir immer wieder fest, dass die Weltgeschichte ja bekanntlich von Frauen in Wahrheit gemacht wird und so auch die Weltgeschichte eurer Filme.

Weil du musst wirklich erzählen, also ich hab gedacht wenn das stimmt kann man sich fast nicht vorstellen dass ihr quasi dein späterer Kameramann und du eine... dass es um dieselbe Frau ging quasi Ja ja, das war schon so. Also die Geschichte war so. Ich hatte ein Rosenheim in einer kleinen Wohngemeinschaft gewohnt Und dann kam dann am Samstagabend eine, der hier so in hippe Glamotten halt irgendwie abgetragener Lampfilmmantel bei meiner Mitbewohnerin zu besuchen und sagt, ich fahre noch einer von euch nach München heute.

Ich fahrte nach Münchner, also nicht... Aber ich hab die Frau toll gefunden! Ich habe sie gesehen und ich dachte mir großartig, das geht passieren ja mehr ab und zu, denn nicht aufgelenlicht. Maximal viermal im Leben. und das war einmal der Fall. Und dann habe ich gesagt, naja, muss nicht nach Münzen aber konnte schon nach München fahren hier auf dem VW-Bus.

Den Montagefahrzeug von meinem Papa hat ausrangstiert. und jetzt Hippibus... ...und dann hab' ich die dann nach Pohen gefahren. Dann haben wir noch ein paar Jungs mitgenommen vom Cafestudio wo wir unterwegs noch eingekehrt sind. Sind mir da durch einen vereisten Iversberger Furs geschlittert so mit Sommerreifen und begift natürlich die ganze Bande.

Und dann sind wir dort angekommen, die Hippis wurden ausgeladen und sie ist mit mir zum Wirt Ein bisschen uns angefreundet, haben dann lieber gegessen. Wir waren mal im Semmelkneel und ich am Spielautomaten irgendwie dicke Kolik machte und so habe ich alles sehr imponiert. Und dann sind wir nach Hause da ins Wohngemeinschaftshaus und steigen über einen einschlafenen Typen auf dem Flughatt.

Der hat gerade geplänt in den Wohnzimmer, in ihr Schlafzimmern. Dann sage ich, was ist das für ihn? Ja, das ist der Hans-Peter. Das ist mein Ehemann und ich dachte immer, was ist das? Also unangenehme Situationen haben wir. Sie sagten nie, es ist schon okay, wir haben eine offene Ehe beschlossen vor ein paar Tagen und sie hat sich halt dran gehalten.

Und er hat das schon mal rumgefragt! Meidern gab es eine peinliche Begegnung dabei im Frühstück und ich bin da möglichst schnell wieder abgehauen. Ich habe mir aber stark verliebt in die Frau, der Fischer ist gerade auf dem Weg nach Marokko gewesen zwei Tage später. Dann war er weg mal für drei Monate.

Und da haben wir uns dann sehr angefreundete zu watchen und ich hatte eine schöne Zeit und das ging aber bloß ein Jahr lang Aber er war ja nach drei Monaten wieder da. Aber trotzdem, es lief parallel quasi. Das war damals so in der Zeit, dass das schon möglich gewesen ist oder was? Ja, nur jetzt für die Kronik gefragt nicht!

Und dann hat sie mich verlassen und auch gesagt, es geht nicht mehr mit zwei Männern... ...und dann heißt aber ein Monat später halt den Fischer auch verlassen. Haben wir uns getroffen und haben gesagt, jetzt haben wir keine mehr beide. Jetzt müssen wir irgendwie schauen wie wir zurechtkommen. Und da haben uns dann angefreundet.

Dann haben wir rituell seinen Ehring zu sägen. Und dann haben wir gesagt, das war mal, jetzt ziehen wir nach München mal Wohngemeinschaften. War das nie wieder ein Thema zwischen euch quasi diese Eifersucht oder dass man dass man dieselbe Frau hat? War das nicht mehr ein Thema? Nein. Naja, ist nicht nachtragend und ich auch nicht.

Also ich hatte ja gar keinen Grund gehabt. Und ... Ich weiß gar nicht warum das so elegant gegangen ist. Die Fische sind wohlwollende, gutmitige Chip! Wenn du das so zurückdenkst an diese Zeit, weil erzeitbar dann so wie du es gerade erzählt hast, geht dir das manchmal ab? So halt dieses wirklich, dass einem so viele Konventionen wurscht waren?

Das wird sich wahrscheinlich ein bisschen blödern. Krieg ich mir so schnell nicht raus? Erklaufen müssen, das war ein lustigeres Leben und es war halt alles ein bisschen lockerer und nicht zu reglementiert. Gut man war auch nicht verheiratet und da keine Kinder gehabt, also die Zwänge waren auch nicht so.

Jetzt, wo so alles durchgetaktet ist und jeder auf Selbstverbesserungen aussah und hat einen genauen Plan. Wo hin will man mit vierzig Jahren schon pensioniert sein? Und spart dann vorher ... Damals waren es die Bauspare über die man sich immer lustig machte. Jetzt sind sie Betriebswirtschaftler! Hast du nachdem du mit dem Fischer in München warst, habt ihr überlegt... Das ist auch ein schönes Kapitel.

Habt ihr überlegt was machen wir jetzt so? und das gab's irgendwie keine wirkliche Idee. Und dann hält man sich natürlich... Man wollte das Fernsehen revolutionieren, hast du gesagt? Man hält sich für wahnsinnig genial. Wenn man sagt wir haben praktisch kein Konzept. also das Konzept ist wir haben keins und fahren los und machen quasi einen Dokumentarfilm, ohne das aber vorher gemacht zu haben.

Nein, das stimmt nicht! Also habt ihr schon gemacht? Ich habe ja beim BR eine Ausbildung gemacht, die hat drei Monate gedauert. Das hat sich Hospitanz genannt damals also keine Volontariat oder was man sonst so macht. Ja wo du diese Reportagen betreut hast... Da bist du drei Monate mit dem Regisseur geklaufen im Schneiderrahmen rumgehängt und da hat man die ganze Sache angeschaut Und durfte dann relativ schnell meine eigenen Filme machen.

Da habe ich viel fürs Kinderprogramm gemacht, da schaue ich eigentlich das damals, als kann ich so als Reporter rumgelaufen mit Fallschirmspringen und Ballonfahren und Altglaskontainer verfolgt und so sagen. Das hat einem Abteilungsleiter gut gefallen. Ich sage prima deine Reportage und was würdest du eigentlich gerne machen?

Dann sagte er, ich fand das toll was ich da machen durfte. Und dann ist man aber schon eingefahren. was immer das Problem war, dass sie irgendwas recherchiert haben. und dann ist mal so zwei Wochen später hingekommen. und dann war alles ganz anders. die Wohnung aufgeräumt neugweißelt irgendwie Frau beim Friseur und die Bäuerin mit dem Dendelkwand im Kustall und äh ... Das war alles nicht so.

Da habe ich gesagt eingeführt ich gerne losfahren und gleich drehen Also eigentlich die Recherche schon mitdrehen. Weil man das alles so unauthentisch vorgekommen ist, was man da gedreht hat, dass man alle steif ist und bitte... Und jetzt hab ich ihm dann erzählt, weil er gesagt, das ist eine super Idee.

Jetzt weiß ich bloß nicht, was ich da im Projektplan schreiben soll. Da fährt einer los und dreht irgendwas! Und dann ist uns aber ein bisschen gedauert bis uns dann ein schöner Titel eingefallen ist der ist Zehn Grad östliche Länge, Schnurstracks durch die Republik. Und da war der Plan eben vom neunzehnten Längengrad nicht lang von Allgäu bis zur Ostsee zu fahren.

Das hat ihm gut gefallen das konnte man im Projektplan schreiben und dann haben wir angefangen das zu drehen und die ersten vier Filme sind dann erstaunlich gut geworden. Und das ist aber eine interessante Geschichte dass du erzählst dass die ersten Filme eben sehr gut waren und dann kam aber sofort quasi war man sich seiner Sache fast ein bisschen zu sicher, oder?

Kann man das so sagen? und dann hat man es gleich mal übertrieben und hat festgestellt die nächsten Filme waren gar nicht gut. Ja der zweite war schon schlechter. War schon schlechter! Und warum war das so? Ja, man sich wirklich im Erfolg gesund hat und sagt ja, das ist überhaupt kein Problem. Das schlafen wir mal schon lange.

Es liegt es eh erst ab sechszehn Uhr wenn sie flach wird. Das ist gut! Und dann fangen wir am sechzehn-Hur zum Tränen an, können immer noch abends in der Disco drehen irgendwie bei schlechter Beleuchtung mit den schlechten Kameras damals. Da waren wir ein bisschen zu arrogant und haben dann einen Tempfer gekriegt auch von den Redaktionen.

Wir haben uns natürlich eingeredet, dass die keine Ahnung haben wie man es heute so macht. Natürlich! Und dann sind wir schon wieder zu Sinnen gekommen und haben dann wieder eifrig gearbeitet und uns viel Mühe gegeben. Dann waren die Filme im Gesamten schon prima. Der zweite das war ein Ausrutscher. Das war unsere Arroganz geschuldet.

Jetzt haben wir den dritten Mann noch nicht besprochen der dabei ist, Stefan Rawasch. Wie kam der, also der macht den Ton? Wir haben gesagt, Gernstel macht die Gespräche. Der Fischer macht die Kamera und Stefan Ravatsch macht den Tone. Ihr wart immer nur zu dritt unterwegs. Ich hab das nie mehr aufgeblasen.

Auf und zu mal ein Praktikantin mitgenommen. Aber für's Drehen war es quasi eine Kamera, einen Ton, Angel... Das war im Grunde unser ganzer Verdienst dass wir die Dokumentarfilmerei abgespeckt haben aufs absolute Minimum. Kamera, Mikrofon und Typ, der sich für andere Leute interessiert. Und ein VW-Bus, der früher grün war... ...und dann rot!

Wie kam Stefan dazu? Das war so. Ich habe einen Fischer da in der Landwehrstraße fünft gewohnt im Rosenheim. Der Fischer unter Willi Fraunknacht und ich. Zwarza wollte die eigentlich auch mit einziehen. Ja, aber das wollten wir dann nicht. Sie hat kein Problem gesehen, aber wir schon haben uns eine größere Wohngemeinschaft werden.

Aber in Wahrheit waren es mir drei Proben und ich bin nach dem Sozialpädagogischen Studium quasi arbeitslos. Ich wollte jetzt nicht im Jugendheim arbeiten. Da haben wir nicht so gereizt, ein paar Monate. Und dann bin ich halt daheim geguckt und Stefan hat in der Thal-Kirchner Strasse gewohnt und bei der TZ gearbeitet.

Auf dem Wege sind wir bei uns vorbeigekommen und da ist er halt stecken geblieben und hat mit mir gepockert oder weggehämmern gespielt oder man hat ja die Pflaschen Rotwein gesoffen oder so... ...und der war quasi der Hausfreund! Den haben wir nach dem ersten Film gedreht. Irgendjemand hat dabei gedacht, es wäre prima wenn wir da noch einen Spitzel dabei haben.

Aber der hat das nicht gelernt? Nein, er war ein Meteor also das ist ein Schriftzettel quasi. und dann habe ich gesagt du machst es damit. und dann haben wir ihm die kleine Tonvibbel gekauft unter Mikrofonen. Die ersten Töne in den ersten Filmen waren wahrscheinlich auch nicht ganz präzise, aber ich hatte ein bisschen Ahnung und er auch.

ein bisschen untereinander haben wir schon hinkriegt. Das haben wir damit überspielt dass sich dann noch wie in rasender Report immer mit dem Mikrofon in der Hand rumgelaufen ist weil das natürlich einfach heutzutage haben sie immer die kleinen Dinger vor im Mund. Ja oder diese Ansteckerler bei Jesu usw.

Aber dann hat er ja schon mit der Angel auch. Dann gibt's die besten Töne, ich mach viel Arbeit. Die Angelaue und die Tönen sind am Besten. Das ist richtig! Aber dass das jemand... Also mich hat es dann doch wieder erinnert als ich das so gelesen hab wie ihr drei da zusammenkommen seid und das gemacht habe, hat es mich dann total erinnern an heute eigentlich wo dieses YouTube-Ding so hochkommt, wo ja auch einfach Leute plötzlich sich sage mal für fünfhundert Euro Material kaufen.

Heute ist halt viel billiger aber auch einfach loslegen können. War das schon ein bisschen ähnlich oder? Naja, also von der Technik her nicht. Aber vom Vorgang hier, dass man einfach was macht obwohl man es nicht gelernt hat? Das stimmt ja! Wobei heutzutage sind die Produktionsmittel sozialisiert, gell?

Kann jeder Kaspar-Kanne gehen, ich fühle damals als eine Kamera hunderttausend Mark gekostet aber... Dass wir den Stefan da überreden konnten, dass es überhaupt keine Kunst ist. Komm jetzt, das ist meist ein Blende-Soptor hin oder... Das ist Kunst so irgendwie und dann haben wir es halt gemacht blauäugig und es ist gelungen!

Aber dein Mutter musste dann nochmal richtig grad stehen auch für dich? Also das war ja plötzlich dann ein Geschäftsmodell Aus Versehen, quasi. Ja aus Versehen... Nein nicht aus Verseen! Ich habe ja den Auftrag gekriegt die vier Filme zu machen als Regisseur oder Autor oder wie wir es genannt haben. Also ich konnte ihn jetzt selber produzieren auch weil ich hab schon gesehen da gibt's so kleine Firmen die machen das fand ich ganz toll.

Und mit so einem fest angestellten Team, das ist ja auch schwierig. Weil die haben so Vorschriften wie lang Pause machen müssen und dann war es damals eine Zimone dass man irgendwas gedreht hat und keine Drehgenehmigung gehabt hat und nicht vorbereitet war. Ich dachte mir jetzt geht er zu eben wenn ich nicht brauche mein eigenes Team.

Und da habe ich gefragt ob er den selber produzieren kann? Dann hat der gesagt wo wenn du mit dem Geld auskommst dann kommst du es so machen. Das waren nur die internen Kosten und ich hab gesagt hör kein Problem kriegen wir schon hin. Das war dann relativ knapp! Ich glaube, es waren hunderttausend oder was für die ganze Produktion?

Ja, ich weiß gar nicht mehr wie viele es waren. Siebzig tausend, glaube ich, für einen siebzig Minuten-Markt. Und damals war das Zeug ja noch viel teurer, weißt du. Die Headschaften und alles. Also es waren knappe Etabler, wir sind damit zurechtgekommen... ...und dann haben die gesagt, ihr konnt's produzieren!

Dann bin ich Filmproduzent geworden und da wird natürlich kein Gerät. und keine Kohle. Und dann habe ich meine Mutter überredet, dass sie ihr Häuschen, das gerade von ihrer Mutter geirbt hat verwendet hat, dass ich mir Filmgeräte kaufen kann. Das hat die Tapfer gemacht, also die waren nicht reich, das war eigentlich alles was gehabt hat.

Aber das hat mich dann so gewundert weil es kommt irgendwie ja dann später... Also man erfahrt so ein bisschen was über deine Kindheit und wie du aufgewachsen bist spissigen engen Welt. und die Mutter wünscht sich ihm, dass der Bankkaufmann wird. Und aber paar Jahre später ist er dann doch bereit diese Idee zu unterstützen?

Was war sie da? ... Ich weiß nicht, ich hab ein paar Filme gesehen, die ich machte unter Boa im Fernsehen. Also das war über die Eitelkeit geschuldet. Ja ja, stolz zum Ende des Vertrauens. Der kann ja was sein. Der nimmt sowas auf die Reihe. Wir hatten ein sehr vertrauensvolles Verhältnis gehabt. Ob wir schon ein bisschen gewagt waren, was wir da inszeniert haben?

Also wenn wir jetzt irgendwo schiefgegangen wären, wäre Mutters Häuschen verwendet gewesen und dann haben wir gekommen aber es nicht passiert. Du hast gerade gesagt, dass wir über das Dreigestirngerät geredet haben. Es gibt auch an der Film, es gibt auch den Tomacht Und es gibt einen, der sich für Menschen interessiert.

Hast du das einfach so weggesagt? Und dann habe ich wieder, hab' ich wieder hinkört, weil ich mir gedacht hab', wenn man so diese Kapitel lest oder wenn wir mit dir überhaupt reden müssen und das ständig am Buch festmachen. Dass du oft erzählst alles als wirst du immer dabei nur. Also du sitzt quasi... also wenn die Hippis da im Wohnzimmer sitzen und es passieren irgendwelche ausgefallenen Dinge, dann hast du immer diese Beobachterposition.

Also du sagst es auch selber, du hast jetzt zum Beispiel auch nicht ... Jetzt bei Frauen du warst kein Traufgänger. Du warst halt selbstbewusst sein gar nicht irgendwie so. Du hast ja das immer angeschaut wenn die anderen quasi die Kasanovas wie die das machen. also man hat eigentlich das Gefühl du bist in einem ständigen Lernprogramm.

Also du schaust dir was an und daraus versuchst du wenn du etwas kannst davon gebrauchen. dann nimmst du's dir. Eine lustige Beobachtung! Das ist mir selber noch gar nicht sehr aufgefallen. Aber wenn ich es jetzt sage, dann kommt's da nicht falsch vor. Glaubst du das diese Lebenshaltung, die du da hast oder einfach dieser Wesenszug?

Den hast du ja durchgezogen! Nein, ich meine gar nicht absichtlich... Das ist natürlich eine, ich glaube es fragt sich ja immer jeder warum das funktioniert hat bei dir. Dass die Leute dir etwas erzählen was sie normalerweise wenn sie wüssten dass es jetzt Fernsehen würden sie das niemals tun und kann das... Und ich glaub mittlerweile liegt daran dass du gar nix willst.

Das ist mein großes Ziel weil... Ich sehe jeden Zenfutisten das wollen abzulegen. aber es ist schon so, ich schau dem Leben zu wie's passiert Und weil in den Griff kriegt man es ähnlich. Und da, wo irgendwo meine Möglichkeit sich ergibt mitzumachen, dann mal mit. Aber das braucht doch einen Riesenvertrauen.

jetzt gerade wenn man weiß, man muss so ein Film machen? Dass das auch dann klappt oder hast du das einfach? oder ist der diesen Denkste in dem Moment einfach nicht dran? Naja, da gab's schon Fasen, wo wir wirklich verzweifelt waren und irgendwie drei Tage rumgefahren sind und keine Geschichte aufgerissen haben.

Ich wollte gar nicht mehr aus dem Auto gehen. Er brachte hohe Frustrationsschwelle und muss halt einfach dabei bleiben und am vierten Tag schmeißt man alles hin, das wollen wir nicht mehr. Naja aber dieses dabei sein, da fragt man sich natürlich... ich habe dann jetzt versucht unter dem Gesichtspunkt mal wieder anzuschauen und man könnte auch auf die Idee kommen Dass dich's dann gar nicht interessiert.

Also, das ist schon so... Ich vermucke jetzt den Leuten mit denen ich da die Filme gemacht hab' Jetzt nix, ich muss unbedingt was von dir hören Und ich bieg die Leute auch nicht dahin wo ich sie gern hin hätte Sondern ich geb... man baute ihnen halt so ne kleine Bühne. also so übersetzt Sie sind jetzt für mich Zeit meiner großen Helden.

Und das ist mein bester Freund und ich habe da keine journalistische Distanz, und man schafft eine gute Atmosphäre – und dann sollte er erzählen, was er erzähln mag! Nicht das, was ich hören möchte... Aber denkst du, wer an dessen? An den Filmen oder denkst Du an denen?! Also wenn der was sagt, das frage ich mich immer.

Wenn du etwas sagst, denkst du dran, oh, das ist aber interessant! Der Typ ist aber interessant oder denkst Du schon? Oh, das is' aber cool weil das wird ja ein Film. Ich schneide den Film im Zuchern schon. Ich meine schon, der sah super und dann freust Dich auch. Und dann merke ich aber, der hat keinen richtigen Anfang gehabt.

Das ist sehr professionell, was ich da eingeschlichen habe in meinem Gehirn. So ein kleiner Schneideraum der stattfindet. War schon ein äußerst komplexer Vorgang, der im Gehirnt passiert. Was den Typen magst, wo es ihn zuhören magst und man sich erzählt halt wirklich etwas. Wirklich meinst du nicht so einen Quatsch?

Das hat oft eine halbe Stunde quatscht gebraucht bis er das zum Eigentlichen gekommen ist. Tatsächlich haben wir meinen Film auch schon gebastelt im Kopf. Das hat ja manchmal funktioniert, manchmal nicht funktioniert. Also es ist eine Mischung aus Zuneigung und technische Einordnungen... also war schon ein ziemlich... ... so napsen Verschaltung.

Das weiß ich gar nicht weil ich habe mir immer, ich denke mal immer was das Ganze so schön macht oder so glaubwürdig ist dass es tatsächlich immer sich anfühlt, wie eine richtige Erstbegegnung eigentlich gehört. Genau! Weil das ist glaube ich der Unterschied zu einem Interviewer, der ja was wissen will.

und bei dir haben wir immer das Gefühl es braucht auch immer erstmal diese Unsicherheit der Begegnungen also man kennt sie halt nicht. Man muss erst mal schauen wie wird das? Und macht man sie überhaupt so... Das ist alles mit erzählt und das ist glaub ich das war's jetzt so. Jetzt kommt wieder dieses Togschlagwort, aber natürlich ist es so, dass das authentisch dadurch ist.

Das war unsere Prämisse immer! Es muss authentisch sein. Weil es jedem so gehen würde? Also du nimmst quasi als Zuschauer und deshalb mich dann auch mit Fernsehen ja immer was zu tun hat total interessiert oder fasziniert sogar... Du nimmest eigentlich beide Positionen ein. Ja Und was wir halt nicht gemacht haben oder ich nicht gemacht habe aus Bequemlichkeit möglicherweise, mich nicht irgendwo hin gemurkst.

Ich habe nicht versucht irgendwas darzustellen was ich nicht bin weil man da unwohl gewesen wäre. also ich bin echt gewesen und wir haben natürlich auch geschaut dass die Menschen echt sind und das ist vielleicht das Geheimnis... Das ist eh so interessant finde ich, dass man die ganze Zeit bei dir wenn man mit dir zusammen ist nie das Gefühl hat, dass du überhaupt als Selbstdarsteller Also dass du das irgendwie mögen würdest, habt man auch nicht das Gefühl?

Nein ich hab überhaupt keine Lust irgendwas zu hat. Ich bin ja ganz schlecht wenn ich was anmoderiere und so in die Kamera... Das ist nicht mein Talent, es wird dann ziemlich steif diggantig. Ganz wunderbar mit irgendwelchen Leuten, weil ich dann das echt... Aber sobald sie da stehen, ist das irgendwie für einen Eindruck machen.

also das funktioniert bei mir. Ich wäre wahrscheinlich ein schlechter Schauspieler. Ich denke immer, wenn jemand eigentlich so wenig Wert darauf legt dass er im Mittelpunkt steht. Warum macht der dann genau was wo nichts anderes passiert die ganze Zeit? Aber weißt du vielleicht gar nicht den Mittelpunkten bist sondern war halt die Leute mit denen du redest oder?

Also das ist ein Medium eigentlich. Der Fischer haben wir dann irgendwann nach dem im ersten Film haben wir noch relativ konventionell gemacht zum Mitstativ und Quatsch irgendwie so... Und ja ich hinter der Kamera wie man es so gemacht hat und fragt, ich komme von hinter der Kamera. Der arme Mensch steht da vor der Kamera und soll ganz natürlich agieren, sagt der Physiolokomenstädter vor die Kamera wenn du so fragst.".

Und so ist das zustande gekommen! Nichts, dass sie meine Nase unbedingt in die Kamera halten wollte. Andererseits haben wir dann auch nichts dagegen gehabt. also... Das war ja nicht so, dass man jetzt irgendwie einen Plan hatte und wie man wirken möchte. Und dann am Ende noch Moderatorenausbildung oder so ein Zweck.

Wir waren ja drei so Lausbuben unterwegs, die halt vergnügungssüchtig und dreißigfreudig waren. Und am Ende haben wir dann gemerkt, dass wir es auch so Lebensweishalten einsammeln und einfach auf der Suche nach Menschen sind, die wissen, wie man richtig lebt. So, jetzt sind wir natürlich am Punkt! Weil das gibt da ein Film... Ein langen Film, wo du quasi all die Begegnungen, wo es ums Glück geht.

Ja zusammengetragen hast und jetzt in dem Buch geht's wieder... quasi das Fazit Glück gehabt. Der Versuch ein glückliches Leben zu leben, den spürt man von Anfang an bei dir. In irgendeiner Form ist als wäre das, das fand ich interessant. Also wäre klar, dass das Leben das zu bereitzustellen... also überhaupt bereitstellen kann.

Glück! Ja, wobei es ist der Begriff Glück, der kam erst so in der Mitte meines filmemahorischen Tuns, kam er überhaupt ins Gespräch und zwar haben wir vor zwanzig Jahren oder sowas... Haben wir schon mal einen Kinofilm gemacht? Ich wollte eigentlich als Filmemacher mal ein Kinofilm machen. Hatten auch schon Titel Taxi nach Istanbul das Geheiß, weil man türkischen Taxifahrer gehabt hat.

Haben schon in Anfangs-Trailer gesehen, irgendwie neunhundertundachtzig Mark irgendwie. Aber der ist dann gestorben und damit ist die Idee auch gestorbt. Und da hatte ich einen schwäbischen Cutter Der gesagt hat, was spinnst denn rum? Was wirst du da drehen? Ihr habt so viel Material im Archiv. Das ist billiger und dann haben wir aus dem Archiv raus die schönsten Geschichten herausgesucht, die wir gehabt haben oder die uns am besten gefallen haben.

Haben sie zusammen montiert und haben dann ein Kinofilm gehabt mit neunzig Minuten Längen. Dann noch keinen Titel, haben uns den angeschaut und haben gemerkt Wir haben da eine Menge sehr glücklicher Leute gedreht Und glücklich jetzt nicht, weil die irgendwie viel Kohle hatten. Sondern es waren alles Menschen, die so ihre Rolle im Leben gefunden haben oder das Talent hatten sich mit den Unzählänglichkeiten des Lebens anzufreunden also nicht die Privilegierten sondern die ja daraus gehabt haben immer wie man richtig lebt.

und da haben wir den Film dann genannt Gernstels Reise auf der Reisen nach dem Glück. Den Titel gab es wirklich erst nach den zwanzig Jahren filmischer Tätigkeit. Wenn wir gemerkt haben, also glücklich waren immer die, die einfach ihr Leben gelebt haben. und der Titel weist jetzt auf so einen Zufallsklück hin.

Glück gehabt im Lotto gewonnen! Das ist ja flüchtig das passiert und dann ist wieder weg. eigentlich geht's um Zufriedenheit. Ja aber trotzdem kann man ja sagen wenn man am Ende des Burges steht dass man wirklich das Gefühl hat, es ist ein Mensch der hat genau diesen... Also das finde ich einfach total schön.

Dass du immer... Es ging dir ja immer um das zu finden bei den anderen Leuten und während du das gemacht hast, hast du's für dich gefunden! Ja, so kann man es wirklich sagen. Das kann man sagen und ich muss wirklich sagen der Titel kam zustande aus dem Verlag gesagt hat. Sag mal dein Leben in einem Satz, da folgt mir dann immer nichts ein.

und dann hat doch eingefallen dass ihr eigentlich immer Glück gehabt habt. mit meinem Leben ist nie wirklich was schief gegangen. Also schon mal das eine oder andere nicht. Ich finde, ein paar Geschichten gibt es schon... Ja aber so unter dem Strich alle Beine sind noch dran irgendwie und Kinder sind wohl auf und ich habe so viel Geld dass man jeden Abend ein Glas Rotwein leisten kann.

Und da hab' ich schöne Wohnung also kein Grund zum Jammern. Das ist eigentlich was was ich jetzt mit Glück meines ist einfach wahrzunehmen, dass man eh schon in einer sehr privilegierten Situation ist. Also wir jetzt hier da in Oberbayern... Niederbayern? Oberfeuts? Einfach im Mittel-Europa vermutlich allgemein oder?

Wir haben ja jetzt über den halben Jahrhundert in friedlichen, weitgehendem Friedlingenverhältnissen gebt und das sind wir hier schon eh in Deutschland. Und das mal wahrzunehmen, wie gut es einem eigentlich geht und dass man nicht im Gasser streifen wohnt oder nicht im Iran und nicht immer schauen muss ob seine Kinder ernähren kannst und sich mit dem anzufreunden was man hat.

Das ist halt so eine Kunst die nicht jeder beherrscht. Hast du das Gefühl jetzt wird's dann doch kurz, ich weiß mal gerade einfach, hast du das gefühlt, dass das aus so einer Sattheit wie es die letzten Jahrzehnte vielleicht war, oder dass das so was Selbstverständliches geworden ist. Dass man jetzt halt davon ausgeht, dass er ihm das zu steht quasi im Leben und das zur Unzufriedenheit auch entsteht... ...oder so ein Gejama weil man's einfach nimmer zu schätzen weiß?

Ja, dann wird immer mehr und mehr noch. wenn es gut ist, dann muss es noch besser werden Und der Mensch ist mal so gestrickt, dass er im Vergleich immer sind. Wenn die Nachbarn jetzt gleich gut gehen, dann könntest du vielleicht noch ein bisschen besser gehen. oder hat das größere Auto und die schönere Frau... ...und man muss halt immer so einmal rumpeilen was einem gerade nicht passen könnte.

Hattest du es gar nicht? Also ich hab's irgendwie, glaube ich habe's schon reduziert irgendwie. Ich hab' das auch nicht! Ich hab's einfach nicht! Diese Schielen, was die anderen haben da klar als wenn der andere ja irgendwie einen Eine bessere Kaffeemaschine hat, als ich noch ein bisschen Kaffee mache.

Ich sag's gerade weil ich mir glaube vierzehn Tage mit meiner neuen Kaffeemaschine beschäftigt hab! Da vervolle ich dann immer im Waren mit der vollautomat-siebträger Maschine, die selber malen. Dann kannst du den Mal gerade einstellen und kannst länger durchlaufen lassen. Kannst einen stark gebrannten Kaffee, sonst verrückt werden.

Jetzt habe ich festgestellt nach... jetzt bekommen wir vom Thema ab. Aber nach vierzehn Tagen und ungefähr fünf Tassen Kaffees jeden Tag oder noch mehr haben wir meinen Magen verdorben. kurzfristig Tee getrunken. Jetzt habe ich gemerkt, dass es mir besser gefällt, dass ich eigentlich ein Tee trinke. Du bist einfach vom Wesen her würde ich auch sagen du bist der Tee drin.

Wir haben nicht damit gerechnet. aber jetzt macht man aufstehen und hast einen Hfalttee. Das ist freundlicher als so ein aggressiven Kaffee. Ja ja? Da hast du doch ein paar Jahre alt werden müssen, dass das rauswitzt. Ja die vorher sind gar nicht in den Espresso-Maschinen. Die haben mal genervt mit dem blühten Kapseln oder so.

Das kann man ja nicht machen! Das kann man nicht machen. Aber das ist ja lustig, weil du bist eigentlich jemand der wach werden muss oder du immer in der gleichen Temperatur? Nein, es geht schon bei Null los wenn ich aufstehe... Echt? Du brauchst so lange und du fliegst? Eigentlich stund! Ehrlich?! Ja, Hocke da und dann schau ein bisschen was ist denn in der Süddeutschen und was ist auf Social Media?

und hat jemand meine Likes und Skills? Wenn es geht, dann hänge ich einen Stund drum bevor er die kleine ginge. Und reden auch nicht? Räden möglicherweise ab und zu schonmal wegen meiner Freundin oder was... Aber ich hab mir eine halbe Stunde zum Meditieren hin noch. Also erst dreithausend Kaffee und zwischen der halben Stunde meditiere ich.

Nach Kaffe meditieren?! Wie geht das? Das gibt bei dir. Aber wer es sehen will, na keine Chance! Ich könnte nie mit deinem Café da, der macht mich ja so, oder macht den ja so hyppelig. Da könnt ihr nie meditieren. Du bist ja auch der Eifrige Meditator. Ja, ich bin auch ein Meditater aber ich würde jetzt gerne... Ich kann ehrlich gesagt fast überhaupt keinen Kaffee mit Koffein mir trinken.

Ich hab daheim nur noch Koffeen fallen. Ach so? Ich mach das gar nicht mehr! Da könnten wir irgendeinen Teefreundeklub machen. Lass uns doch einen Schwabigener-Tee-Klub. Kann man mal so spießig vor den Tee trinken und dachten die sind die Hosen scheiße und die Kaffe trinken sondern die wilden Kerle. Jetzt drehen wir einfach den Spiel behaupten einfach als Gegenteil.

Lass uns noch, ich habe nur zwei Sachen die mich durch dein Leben sind, die ich wahnsinnig eigenartig finde und die möchte ich noch besprechen. Das eine ist diese Zockerei weil das hab' ich überhaupt nicht gewusst. dann haben wir gedacht krass jetzt kenne ich dich echt lange aber ich hab' keine Guss dass du so ein Gambler bist und vor allem Und das habe ich erstmal mit diesem Titel auch mit dem Glück gehabt, dass ich mir gedacht hab du hast, jetzt hast du ja immer so beiläufig quasi den abgezockt und da gewonnen und da ein Spielautomaten leer gemacht.

War das schon immer so? Also bist du auf die Welt gekommen als einer der beim Zocken glückert oder kannst du was besser oder hast du mehr Geduld oder willst du gar nicht gewinnen und deswegen ist es auch wieder sowas. Also meine Eltern haben das bestimmt nicht beigebracht. Und dann, so in jungen Jahren war ich da immer im Cafestudio rumgeguckt.

Das war unser Wohnzimmer. Da gab es Schallplatten die man auch kaufen konnte und natürlich keiner gekauft hat. Und das war unser Wohnzimmer und da ist Pokern so in Mode geworden... ...und ich habe dann natürlich auch zum Pokern angefangen! Und da hab' ich so ein Talent entwickelt also mit Blöffen konnte.

Ganz gut. Und ich habe da tatsächlich über lange Jahre immer im Plus gearbeitet, also immer mehr. Also das ist mein Studium damit verdient und... Ich hab das auch meinen Kindern schnell beigebracht. irgendwie die Spokern und der den Waage im Wut, dass man auch in der Lage ist verlieren zu können. Dass man sich jetzt einen Kopf rein sonst einmal verloren beim nächsten Mal wirst du wieder gewinnen.

Und das ist nicht so, dass ich meine Kinder zu wilden Spielern oder Zockern erzogen hätte. Aber ich glaube es gehört schon dazu eine Erziehung, dass man ein gewisses Maß an Wagemut mitbringt. Ja du hast gerade gesagt wenn man verliert dann machen ja Menschen. also wenn Leute verlieren machen sie meistens zwei Fehler entweder sie verharren quasi in diesem Zustand und sind irgendwie niedergeschlagen was auch immer oder sie werden halt gierig Und probieren es dann nochmal.

Genau und reizend, quasi überreizende Systeme. Das ist schwierig, das sollten wir nicht machen. Das darf man nicht machen! Wenn man mal verloren hat, haben wir ja verloren. Das passiert ja im Leben auch. Ja eben. Auf der Frau weggegangen bin, kannst du's nicht rumhocken? Und irgendwie dein Leben lang vor dich hin meinen gibt so Leute die machen das.

Und da musst du nach vorne schauen was in der nächsten Runde passiert. Vielleicht ist mein ganzes Leben so eine Zockerei gewesen. Also mindestens immer die nächste Runde mit wechselnden Teilnehmern. und aber du wolltest auch nie... Du hast gesagt, der Verlierung ist nicht schlimm, aber gewinnen wollen ist auch irgendwie auch nicht gut oder?

Doch das ist ein schönes Gefühl wenn man gewinnt. Na wenn wir gewinnen, aber vorher nicht gewinnen wollten oder weil sie einfach laufen lassen oder? Ja also ich hatte mir nie zielig gesteckt. Ich muss ja Millionen Euro haben oder da muss ich mich bestimmt bestimmte Positionen oder ein Job, oder eine Haus- oder eine Lamborghini haben.

Das hat mich nicht interessiert. Mir hat eigentlich immer das Machen interessiert, also einem Leben teilnehmen. Was hast du? Das haben wir überlegt und das haben wir nie überlegt, was ich eigentlich in meinem Leben alles so für Antrieb gehabt habe. aber es mag schon sein! Aber hast Du einen richtigen Antrieb?

Ich hab bei Dir das Gefühl, Du hast den Antrieb immer erst wenn Du's machst. Das könnte sein, gell? Währenddessen quasi. Also nie irgendwas zielstrebig gemachte. Eigentlich immer so Gelegenheiten wahrgenommen. Immer geschaut was passiert und da wenn man was gefallen hat, habe ich mitgemacht. Tagelöhner.

Ja, tagelöner. Den Drittbrettfahren des Klicks. Schön! Und das zweite ist super weil wir kommen jetzt genau auf das dass er aus diesem aus diesem Rumfahren und Filmemachen für das Bayerische Fernsehen, wurde ja eine Firma die megaherz. Die ja dann im Laufe der Jahrzehnte zu einer wirklich großen, also das war jetzt nur Korklitsche mehr, sondern das ist ja eine große Produktionsfirma, die aber schon für diese Art Filmemachend stand und steht immer noch.

Hast du? Und du warst auch der Chef! Ja, zur Zweit waren wir dann... Und jetzt haben deine Söhne, diese Firma war das für dich und ich komme noch erinnern als ich dich mal besucht habe im der Megaherz. Da saß du tatsächlich in so einem Büro an so einem Schreibtisch. Also, Produzentenarbeiten verrichtet quasi.

Das war mindestens die Hälfte meiner Tätigkeit? Eben! Die haben wir ja gar nicht besprochen und das finde ich aber interessant, dass du auf der einen Seite dieser Freigeist ... Und war es doch so, dass dann der Bankkaufmann nochmal um die Ecke kam und dir schon geholfen hat... Ja, nicht der Bank-Kaufmann.

Es ging nicht ums Geld verdienen. Es gingen um's machen. Dass man einfach was bewegt. Also die erste Geschichte auf uns zukommen war Dinkster, das ist Kindergewiss. Das fand man toll. und dann sind wir über vierzehn Jahre lang gemacht. Erst mit Fritz Egner und dann mit Werder Schmibauer? Genau! Wir waren zu dritt und dann waren wir mal zu acht.

Dann sind sie immer ein bisschen mehr geworden, da haben wir uns einen Schnittplatz gekauft weil ich für technisch gespielt war. Es stand der Modell Eisenbahn als eine große Schnittanlage. damals waren es ja noch so Apparate Und dann kamen halt so verschiedene Produktionen dazu Und jetzt sind es, glaube ich, fünfzig Leute oder was fest.

Das ist schon eine Menge und da muss man schon schauen, dass das was passiert ist. Und jetzt machen wir heute so die Landfrauenküche zum Beispiel. Weiß nicht ob du das kennst? Ja ja, aber es ist immer... Ich weiß nicht eigentlich auf was ich raus wollte. Da hast du eigentlich schon Mit dem was du gemacht hast, so ein Stil vorgegeben.

Wo die Firma sich so hinentwickelt. Ich kann mich nur erinnern... Die ersten, ich glaube es war zwischen Spesshaltung, Karwendel oder irgendeine solche Sachen, wo das plötzlich trotzdem anders geht. Die Landfranküche ist auch anders als jetzt. andere Kochformat weg. Das ist gerade an diese Checker Tobi-Filme.

Ja, das ist echt eher so die Richtung. Weil die Landfrankenküche ... gemütliches Behebiges und auch geplant. Ja, aber trotzdem finde ich... ja das machen wir jetzt so sehen weil es schon lang gibt, aber als es das angefangen hat zu geben war es trotzdem eine Weiterentwicklung dieser klassischen unter unserem Himmel Reportage.

Das war nicht immer genau das gleiche. Also man hat viel mehr en passant mitgekriegt also in den klassischen Interviews-Situationen zum Beispiel. Nicht zu gelackt? Genau! Hast du das? War das einfach deine Anwesenheit, dass klar war irgendwie, wir machen halt einfach Gernstelfilme? Oder wurde das bei jedem Projekt neu besprochen oder...?

Nee. Das viel passiert halt einfach so stimmungsmäßig und so... Also was vielleicht näher dran ist noch ist Willi wills wissen, was man gemacht haben auch über von der Fünfzig Folgen und jetzt Checker Tobi und Checkerin Marina diese ganzen Kinder-Wissensformate ... wo halt einer rumzieht und neugierig ist.

Das fand ich so lustig, dass... Also da drüber nachgedacht über Willi Wisswissen und Checker Tobi, haben wir gedacht, poh das ist so krass weil du bist eigentlich ausgestiegen dann irgendwann aus der Firma? Und die letzten Sachen, die du aber selber produzierst waren eben auch diese Sachen. Ja. Dann haben wir gesagt, du bist wieder voll am Anfang!

Du hast mit diesem Kinderfilmchen angefangen. So ja, herrlich, find er lustiger. Und eigentlich geht es wirklich so ein Circle of Life Ja, das stimmt. Ist er das selber noch nie aufgefallen? Nein, ist mir noch nicht aufgefallen. Stimmt mit Kinderprogramm angefangen und die letzten Tätigkeiten waren dann auch wieder Kinderprogrammen.

Ich bin jetzt seit fünf Jahren schon aus der Geschäftsführung daraus und habe mir ganz rausgemischt als ich sagte den Söhnen nicht bis ihre Firma führen sollen. Das heißt, da hast du ja kein Problem damit mit loslassen oder? Und so Sachen abgeben. Nein überhaupt nicht! Meistens auch schon ab und zu und man spricht mal über die eine oder andere Sendung oder eine Idee oder was.

aber das macht ja keinen Sinn. wenn ich sage jetzt kriegt ihr die Firma jetzt mach's dass wir dann immer noch im Hintergrund rumzuwurschen und es gescheitert auch Fall zu sagen wie es geht Das ist unangenehm für alle, oder? Für einen selber ja auch. Weil man kommt da dann nicht zur Ruhe wenn man nicht aufhört.

Ja jetzt im Moment bin ich gerade dabei mit dem Nichtstun anzufreunden. Ich habe es mir vorhin erzählt. Jetzt habe ich zwei Monate Pause gehabt und wundere mich wie gern ich da rumhocke. Na gut, ich mache nichts. Ich beschäftige mich mit der Kaffelmaschine zum Beispiel. Jetzt brauche ich eine neue Bohrmaschine.

Das ist auch so eine Sache, das würde mich wahnsinnig ärgern wenn ich da einen kauf und dann plötzlich merke die falsche kann nicht nach links drehen oder irgend sowas. Bin ja leider der falsche Ansprechpartner. aber ich merk schon du hast zu tun. Du hast gesagt jetzt bist du Schriftsteller hast also Klach dabei.

Wie hat dir das Spaß gemacht? Das schreiben an sich, das Filme machen an sich macht ihr auch keinen Spaß. Das ist einfach ein mühsames Ton, immer geht irgendwas nicht. Was Spaß macht ist, wenn man sich abends im Hotel das Material anschaut und dann mit irgendeinem Gmaschstimmer dreht hat, findet es fünf wunderbare Sätze.

Ich habe gesagt, dass was beim Trink an, ich merke das. Das macht Spaß! Und beim Schreiben ist es so... Also für mich zumindest, mir fließt's nicht aus der Feder. Für mich schon eine Qual des Schreibens. aber das Tolle ist heute, wenn du das geschrieben hast, die drei Seiten am nächsten Tag kürzt wieder einen halben Weg, das sollte man nicht machen.

Aber ich mache es trotzdem. Und dann hast du plötzlich eineinhalb Zeiten und denkst eigentlich cool jetzt, das ist gut! Das lasse mir jetzt so. Es ist interessant weil du sagst du, dass fließt nicht bei dir aber... Also als wir uns letzte Woche schon drauf haben, habe ich das schon gesagt. Ich finde das extrem erstaunlich für jemanden der das zumindest meines Wissens nach zum ersten Mal ein Erzählbuch schreibt, dass es total nach dir klingt.

also es klingt als würde es fließen. Das habe ich schon von verschiedenen Leuten erzählt. Ich höre dich quasi das erzählen. Es gibt also wirklich Momente, wo man beim Lesen aufhört dass du es selber liest sondern oder wirklich deine Stimme weil man die natürlich auch einfach kennt und sagt okay das heißt was ich damit sagen will?

Du hast offensichtlich ein großes Talent dafür! Ich hab da auch im Buch versucht mich nicht zu verbiegen Nicht irgendwas darzustellen, irgendwas hinzuschreiben was nicht ich bin. Also auch so in dem im Satzduktus und keine komplizierten Sätze. Ich mag es ja möglichst knapp irgendwann. Und was ich überhaupt nicht mag sind so überschlüssige Wörter zu viel als Werbe oder Werbien.

Das hat einen relativ knappen Stil manchmal vielleicht ein bisschen zucken. Ja für mich ist das genau richtig weil dadurch kann man bleibt man dabei Das ist glaube ich das. Also es geht immer um die Sache und auch wenn sie wirklich sind ja wirklich skurrile Geschichten, selbst da taucht man quasi ein in diese Situation.

also ob das jetzt diese hibbigen Kommunen Sachen sind oder ob's später dann beim Drehen dieser Begegnung ist. Man steht schon dabei weiß einem... Kannst du was vorstellen? Ja weil es keine...weiß nicht abgleitet in der Sprachverliebtheit. Das haben ja wenige Leute dass sich schreiben können und trotzdem kein Sprach verliebt hat.

Ja, das war mir schon wichtig. Dass es jetzt nicht so und so und da hingeht Schwurbel des Zeugs ist. und dann ich bei dein grandioses Formulierer, mir geht's einfach drum Geschichten zu erzählen mit möglichst wenig Wörtern. Magst du noch mal einen Film machen? Oh mein wenns jetzt grad so hier. also die anderen zwei sind ganz unglücklich.

Die Sange der Stefan sagt er hat den Sinn im Leben verloren. Wirklich? Ich kann jetzt ganz gut ohne Filme machen. Ein Leben war so bei Buchschreiben sehr eine schöne Sache, wenn sie jetzt mal was ergeben sollte oder wenn der Beher jetzt nochmal da hergekommen tut, dann bestimmt die können ja gar nicht machen, keine Kerntwände machen... Oder ich werde es schon mitmachen aber bin jetzt auch nicht aktiv am Suchen.

Hat dich das eigentlich getroffen? Wir waren ein bisschen beleidigt, wenn sie gesagt haben, nächstes Jahr wollen wir nichts mehr bestellen. Jetzt müssen mal die Jungen ran und sagen, ich habe nichts gesagt, aber gedacht! Wir sind irgendwie ein gut funktionierendes Programm. Hat es mich schon geärgert?

Aber das ist so ein okayes und setterndes Buch nicht geschrieben. Und jetzt dachte ich mir, wenn wir dann in zwei Jahren sagen müssten, äh, da tun man, der hört nicht mehr so richtig und der Fischer hat gesagt, nun müssen wir leider aufhören. Das wäre ja peinlich gewesen. Also dass die das mit nach zweieinvierzig Jahren gesagt haben, jetzt langsame, das ist schon okay.

Glaubst du, dass so ein Format wie dieses Gernstel unterwegs? Dass so viele Jahrzehnte? Also jetzt gehen wir mal kurz in die Zukunft dieses Mediums allgemein, weil beide Fernsehen wird das lineare Fernsehen tröpfelt auf eine seltsame Art so dahin und aus. Ja Das Streaming ist da aber es hat irgendwie wenig Platz für echte Kreativität finde ich sondern es geht sehr nach natürlich noch wirtschaftlichen Sachen Und Es gibt einen kompletten ... unkontrollierbaren Markt von YouTube, wo einfach wie du es vorhin schon gesagt hast, jeder machen kann.

Der halt wusst... der irgendwie ein Handy gerade aushalten kann so. Aber was mich damit beschäftigt ist das, was dir gelungen ist und was ich ja auch bei mir immer die Leute sagen ist dass du ja verbunden bist als Zuschauer und Zuschauerin mit jemanden, der für dich Programm macht. Über vierzig Jahre ist man einfach verbunden und mit mir ist man auch verbunden.

Glaubst du, dass es so Figuren überhaupt wie uns oder wie wir, das es das überhaupt noch mal geben wird? Naja, es gibt ja schon so YouTuber die irgendwie... Aber die bleiben ja in so einer Bubble also in so eine Blase. Die sind ja immer alle nur berühmt quasi in Ihren, ihres Gleichen. aber das was ich meine Gotschalk in die achtziger, neinziger den hat jeder kennt oder Michael Jackson sind wir mal aus der Musik ist ja genauso.

Aber dass es so Leute gibt die weil ich denke darüber nach weil mir alle beklagen das ist das verbindende nicht mehr gibt im gesellschaften zurecht. und ich merke aber dass auch daran liegen kann dass es diese verbinden Menschen gar nicht mehr Die, die nicht nur in ihrer Bibel tätig sind. Genau, sondern einfach für alle was verbinden.

Alle am Samstagabend werden das geschaut haben oder auch schon die Zeit, dass man miteinander Tagesschau schaut und diskutiert dann. Also ich hab das Gefühl es macht nur noch der Sport. also ist auf der Fußball kriegt er's noch? Ja da bin ich halt gar nicht zu Hause gekommen, da kenne ich mich überhaupt nicht aus mit Fußball.

Aber glaubst du, dass es da zurückgibt? Oder glaubst Du, das zerflettert immer mehr. Ich glaube, das zerfletters. Und ja klar gibt's ein paar so Helden dann, die dann auch entsprechend gepusht werden und erfunden werden. geradezu also so Stars. aber jetzt wenn man Deutschland in den Hördalen Gotschall gehabt Weiß ich, der Fritz Egen einmal Zeitlang an.

Es gibt ja gar so Figuren die alle gekannt haben oder kennen. Nichts weniger geworden, gell? Ja du kannst das jetzt übernehmen. Naja aber ich finde auch... Bundeskanzler. Bundeskantler! Da ist doch grad irgendwie Setzungsrunde im Gang, oder? Das ist Wahnsinn, ja. Nein, das könnte ich gar nicht. Also ich könnte überhaupt nichts... Ich käme da gar nicht hin, weil mir der Antrieb fehlt.

Ich bewundere die alle Politiker, warum machen sie sich von allen Ecken angefeinert und ab und zu werden es gelobt aber meistens nicht was dafür eine Idee dahinter steckt? also wahrscheinlich doch irgendwie so viel Lust an der Macht. Du könntest ja einen diesen genau diesem Film noch machen dass du so politiker triffst Und mit Ernem diese Gespräche für die Keinsjournalisten.

Warum machen Sie das eigentlich? Warum machen sie den ganzen Scheiß überhaupt nicht? Habe ich mal im Metzger gefragt, also Saug schlachtet und dann habe ich gesagt, ganz ehrlich macht er das irgendwie Spaß. Da ist alles grübeln gerade. Aber da ist niemand genau gewusst. Das war immer so eine latente Frage bei den Leuten.

Was sagt Frau dazu? Ja genau, was sagt Frau da zu. Er ist dann oft aufgebrochen, eine jahrelange Verachtung die er erlebt hat von seiner Frau. und dann sind sie erzählen gekommen unten um seine Modelleisenbande gibt es ja nicht mehr sowas. Also so einsame Männer die ein einsames Ehe-Leben geführt haben mit der Frage was sagt frau dazu, ist dann sehr ans Eingemachte gegangen.

Eigentlich latenf die Frage auch, macht der eine Spaß was zu machen. Oder warum machen sie das eigentlich? Aber warst du jetzt, wenn man abschließend eigentlich nicht auch... aber ich war immer überrascht dass es doch sehr viele Menschen gibt, die zufrieden sind. Ja also das hat mich immer an deinen Filmen immer und dachte mir Wahnsinn!

Also in einem Schatten Leben ganz viel zufriedene Menschen. Das stimmt, wobei das war natürlich auch eine selektive Wahrnehmung. Wir haben ja also die Hälfte der Geschichten immer gedreht haben und da haben wir dann nicht hergenommen. Es waren schon immer so Leute mit sich in der Welt im reinen Bahn meistens.

Und ich glaube es sind weniger geworden. Ich habe jetzt einen Eindruck alle sind so am Rum nörgeln was kann man da nicht passen? Also ich erinnere mich noch, als wir die Reihe Gernstel in den Alpen gemacht haben. Da waren die Leute glücklicher oder zufriedener. Also so ein Bergler irgendwo und halt nicht immer so privilegiert mit Wiedrigkeiten des Lebens vertraut, die man dann einfach angenommen hat.

Das waren zufriedene Leute. Ich habe auch den Eindruck, dass die Leute am Land zufrieden sind als in der Stadt. In der Stadt hast du noch mehr... was du haben könntest, haben wolltest und dann passt so hier was nicht. Da wo es nicht sind vielleicht auch im Land hast du vielleicht einfahre. Wir kommen jetzt ins romantische Fantasien.

Ja einfach eine Frage! Ich glaube schon dass das da was wahres dran ist. Und ich glaub man kann sich reduzieren auf die Eigenheimquote quasi also dir gehört mehr am Land. Ich glaube es gibt mehr Leute in dem etwas gehört am Land. Man hat nicht so viel drum herum. Genau, aber man hat was Kleines, das einen irgendwie schützt und sichert.

Und man kann sie auch nicht soviel vergleichen natürlich. Tatsächlich war es bei unseren Filmen so dass wir auf der Suche nach glücklichen Leuten waren am Ende. Aber ich habe jetzt gerade gedacht weil du gesagt hast die Hälfte ab Zweck geschmissen wo es nicht so war. Das wär ja auch mal ein interessanter Film, ne?

Ja das waren die Langweiler. Die Aufschneider. Weißt du was wir jetzt mit uns haben? Ahja gut! Das will ich gar nicht sagen. Und dann irgendwie so einen Dampf geplaudert hinlegen. Da hab' ich eine neue Viertelstunde zugehört und dann geht's mir schon mal weg. Das war'n schon auch so. oder es ist einfach fahrt irgendeine Ufer da raus und sagt man, was der Onkel von... Der hat sich jetzt... Ich seh' ihn da gekauft, er ist ne Rode.

Gut, dann gehen wir jetzt mit gutem Beispiel voran lieber Franz und Ufer nicht aus. Ja genau. Sondern beenden dieses schöne Gespräch! Das war ein sehr schönes Gespräch über das Leben und über dein Leben vor allem. Danke fürs Kommen. Danke für die Einladung und immer eine Freude mit dir. Und ich mache jetzt das noch weil es in dem Fall wirklich ich halte es noch in der Kamera.

Dieses Buch ist eine Superlektüre Wenn man Zeit hat. Wir haben eine ganze vier Weihnachtenzimmer, wo es kauft. Ja der Herr Gernstel wird noch geschäftstüchtig. Also freue Weihnachten! Danke fürs Kummerfranz und danke für die Einladung.

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