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Shownotes
<p><strong>Das ist heute im Programm:</strong></p><p>Die Regierung kürzt die Universitätsfinanzierung, deshalb sind Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Was bedeutet das für Studierende und Patienten der Universitätskliniken?</p><p>Eine große Gesundheitsreform. Wie soll die Arbeit der Krankenhäuser verändert werden, damit Sie schneller zu einem Spezialisten kommen?</p><p>Eine neue Umfrage – wie stehen die Österreicher zu Migranten und wollen sie strengere Regeln für sie?</p><p>Warum zahlen Sie in Österreich für dieselben Produkte mehr als im benachbarten Deutschland, und gibt es eine Chance, das zu ändern?</p><p>Wie plant die Regierung, die Haushaltskasse vor starken Schwankungen beim Strompreis zu schützen, und welche Risiken entstehen dabei für die Industrie?</p><p><br></p><p><strong><em>Bleiben Sie über die wichtigsten Änderungen auf dem Laufenden und hören Sie zu, um mehr über die Ereignisse, Traditionen und Gesetze Österreichs zu erfahren.</em></strong></p><p>Bei Fragen zur Zusammenarbeit wenden Sie sich bitte an: <strong>rot.weiss.rot.report@gmail.com</strong></p><p>Unser Podcast ist in 5 Sprachen verfügbar: <strong>rwr-report.at/</strong></p>
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[SPEAKER_01]: Hallo! [SPEAKER_01]: Sie hören den Roadweis Road Report. [SPEAKER_01]: Den Podcast für alle, die in Österreich leben und Arbeiten. [SPEAKER_01]: Jede Woche berichten wir kurz und verständlich über die wichtigsten Ereignisse, damit sie über die Veränderungen informiert sind, die ihre Arbeit, ihre Dokumente und ihren Alltag betreffen.
[SPEAKER_01]: In der heutigen Ausgabe erfahren sie, die Regierung kürzt die Universitätsfinanzierung, deshalb sind tausende Menschen auf die Straße gegangen. [SPEAKER_01]: Was bedeutet das für Studierende und Patienten der Universitätskliniken? [SPEAKER_01]: Eine große Gesundheitsreform. [SPEAKER_01]: Wie soll die Arbeit der Krankenhäuser verändert werden, damit sie schneller zu einem speziellesten kommen?
[SPEAKER_01]: Eine neue Umfrage. [SPEAKER_01]: Wie stehen die Österreicher zu Migranten, und wollen sie strengere Regeln für sie? [SPEAKER_01]: Warum zahlen Sie in Österreich für die selben Produkte mehr als im benachbarten Deutschland? [SPEAKER_01]: Und gibt es eine Chance, das zu ändern? [SPEAKER_01]: Wie plant die Regierung die Haushaltskasse vor starken Schwankungen beim Strompreis zu schützen?
[SPEAKER_01]: Und welche Risiken entstehen dabei für die Industrie? [SPEAKER_01]: All das und noch mehr hören Sie in wenigen Augenblicken. [SPEAKER_00]: Beginnen wir mit dem Wichtigsten, mit dem, was das Land in der vergangenen Woche wirklich bewegt hat. [SPEAKER_00]: Es begann an Konflikt zwischen den Österreichischen Universitäten und der Regierung über Geld.
[SPEAKER_00]: Am 27. Mai gingen Tausende Menschen auf die Straße, von ersten Messstrigen bis zur Professoren und blockierten Straßen in Wien, Graz, Linz, Salzburg und Klagenfurt. [SPEAKER_00]: Das Motto des Protests war der Herstack Unis retten, also rette die Universitäten. [SPEAKER_00]: Warum sind all diese Menschen unzufrieden?
[SPEAKER_00]: Die Regierung hat ihre Budgetpläne für die Jahre 2028 bis 2030 vorgestellt. [SPEAKER_00]: Darin sind für die Universitäten nur 15,5 Milliarden Euro vorgesehen. [SPEAKER_00]: Das ist erstens eine Milliarde weniger, als sie heute bekommen. [SPEAKER_00]: Und zweitens hatten die Universitäten darum gebeten, ihren Haushalt auf 18 Milliarden Euro zu erhöhen, um einfach überleben zu können.
[SPEAKER_00]: In einer Zeit in der alles teurer wird. [SPEAKER_00]: Von den Betriebskosten bis hin zur Laborausrüstung. [SPEAKER_00]: Wenn man die Inflation berücksichtigt, nimmt die Regierung den Universitäten also faktisch fast 14 Prozent ihrer Finanzierung weg. [SPEAKER_00]: Welche Folgen wird das haben?
[SPEAKER_00]: Wenn Universitäten nicht genug Geld haben, nehmen sie Kürzungen vor. [SPEAKER_00]: Zum Beispiel könnte die Zulassung zu beliebten Studienfechern noch schwieriger werden. [SPEAKER_00]: Wenn die Anzahl der Plätze in Labor oder Kursen reduziert wird, heben die Universitäten einfach die Anforderungen für Aufnahmeprüfungen an, um mehr Bewerber auszusortieren.
[SPEAKER_00]: Auch die Qualität der Ausbildung hängt von der Finanzierung ab. [SPEAKER_00]: Und noch ein Punkt, der nicht nur für Studierende wichtig ist, Universitätskliniken, zum Beispiel das allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien, sind nicht nur Forschungsstätten. [SPEAKER_00]: Das sind Orte, wo hintausende von echten Patienten kommen.
[SPEAKER_00]: Ein Loch in der Universitätsfinanzierung bedeutet auch weniger Praktikanten, weniger Ärzte und noch längere Wartezeiten für Untersuchungen oder Termine. [SPEAKER_00]: Es ist alsoverständlich, dass die Menschen im Pürzent. [SPEAKER_00]: Trotz der Proteste hat Wissenschaftsministerin Eva Maria Holzleitner, bis lang keine zugeständnisse gemacht.
[SPEAKER_00]: Das letzte Wort hat nun das Parlament, das in einigen Monaten eine endgültige Entscheidung treffen soll. [SPEAKER_00]: In der Zwischenzeit braucht das gesamte österreichische Gesundheitssystem dringende Veränderungen. [SPEAKER_00]: Der Rechnungshof hat einen Bericht vorgelegt, indem er eindeutig festgestellt hat, dass die Arbeitsweise der Regierung, der Bundesländer und der Krankenversicherung heute einfach nicht effizient ist.
[SPEAKER_00]: Hier sind konkrete Zahlen. [SPEAKER_00]: Im Jahr 2024 hat der Staat 44 Milliarden Euro für das Gesundheitswesen ausgegeben, aber die Wartezeiten bei Ärzten sind seitdem nur länger geworden. [SPEAKER_00]: Einen Arzt zu finden, der mit einer Krankenkasse arbeitet, einen Kassenarzt, wird zu einer echten Herausforderung.
[SPEAKER_00]: Gleichzeitig dukliezieren verschiedene Krankenhäuser die Arbeit von an ande und verschwenden dabei Milliarden von Euro. [SPEAKER_00]: Deshalb hat der Rechnungshof eine klare Forderung gestellt. [SPEAKER_00]: Bis 2028 müssen Entscheidungen getroffen werden, die wirklich und nicht nur auf dem Papier etwas verändern.
[SPEAKER_00]: Insgesamt haben die Experten 15 konkrete Schritte vorgeschlagen. [SPEAKER_00]: Zum Beispiel soll der Schwerpunkt auf Hausarztegelegt und kleine Krankenhäuser zu großen medizinischen Zentren zusammengeschlossen werden. [SPEAKER_00]: Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt das Beispiel in Niederüstereich in Stokerao.
[SPEAKER_00]: Dort baut man ein großes Krankenhaus, das drei kleinere Einrichtungen ersetzen wird. [SPEAKER_00]: Ein weiterer Vorschlag der Experten ist, die Krankenhäuser unter eine zentrale Verwaltung zu stellen. [SPEAKER_00]: Derzeit verweiten alle möglichen Stellen das österreichische Gesundheitswesen gleichzeitig.
[SPEAKER_00]: Die Regierung, jedes Bundesland für sich und die Krankenkassen. [SPEAKER_00]: Alle haben ihre eigenen Interessen und Bögeys, das Geld wird ungeordnet ausgegeben und der Patient wird dabei nicht selten zum Gefangenen dieses Systems. [SPEAKER_00]: Die Prüfer schlagen vor, die Kontrolle in einer Hand zu konzentrieren.
[SPEAKER_00]: Das ist notwendig, damit die Finanzierung nicht dort hinfließt, wo es lokalen Politiker nützt, sondern dort hin, wo sie wirklich gebraucht wird. [SPEAKER_00]: Das sind natürlich große Veränderungen, die noch ausführlich diskutiert werden, bevor eine echte Reform beginnt. [SPEAKER_00]: Aber wenn sich nichts ändert, wird der Staat weiterhin Milliarden ausgeben und sie werden trotzdem keine rechtseitige Hilfe bekommen.
[SPEAKER_01]: Inzwischen erledet Österreich eine Rekord-Trockngheit. [SPEAKER_01]: An 26. Mai hat die Wetterbehörde Geos 4 Austria, Daten über den Grundwasserstand und die Niederschlagsmänge veröffentlicht. [SPEAKER_01]: Diese Frühling war einer der Trockensten in den 169 Jahren seit Aufzeichnungen geführt werden.
[SPEAKER_01]: Es fehlen 50% weniger Niederschläge als üblich. [SPEAKER_01]: Am schwierigsten ist die Lage in Oberösterreich Salzburg und Kärten, wo die Erde so ausgetrocknet ist, dass die Wasservorräte im Boden nicht mehr schnell genug aufgefüllt werden können. [SPEAKER_01]: Das ist nicht nur eine unangenehmete Hatsache, sondern eine echte Bedrohung für die zukünftige Ernte.
[SPEAKER_01]: In nächster Zeit könnte das die Preise für lokales Gemüse und Getreide spürbar in die Höhe treiben und auch die Waldbrandgefahr erhöhen. [SPEAKER_01]: Vor diesem Hintergrund fordern Umweltschützer von Greenpeace die Regierung auf, mit dem Wassersparen zu beginnen. [SPEAKER_01]: wie schlagen Sie das vor.
[SPEAKER_01]: Gleich vorweg, niemand plant Ihnen das Wasser abzusperren. [SPEAKER_01]: Aber der Staat soll eine vollständige Prüfung der Industrie und große Agrarkonzern durchführen, die einen riesigen Teil der Rissourcen verbrauchen. [SPEAKER_01]: Zu den Vorschlägen gehört auch die Einführung einer Steuer für übermäßigen Wasserverbrauch und die Schaffung eines öffentlichen Registers, damit klar ist, wer wie viel Wasser verbraucht.
[SPEAKER_01]: Wir betonen noch einmal, dass dies die Produktion große Unternehmen und Konzerne betrifft und nicht gewöhnliche Verbraucher. [SPEAKER_01]: Aber die Trockenheit wird sich so oder so auf alle auswirken. [SPEAKER_01]: Deshalb kann es in einzelnen Bundesländern beispielsweise zu Einschränkungen bei der Rasenwässerung oder beim Befüllen von Schwimmbärdern kommen.
[SPEAKER_01]: Ein weiteres großes und schwieriges Thema ist die Migration. [SPEAKER_01]: Es gab zwei Ereignisse, die in Österreich vergangenen Woche intensiv diskutiert wurden. [SPEAKER_01]: Ende Mai fällt ein Gericht in Klagenvurt ein Urteil gegen einen 24-jährigen Syrischen Staatsbürger, der vor einem Jahr in Fählach einen Terroranschlag verübte.
[SPEAKER_01]: Laut Ermittlungen ist der ein Anhänger, der in Österreich und den meisten civilisierten Ländern verboten in Organisation, islamischer Staat, kurz E.S.E.L. [SPEAKER_01]: Damals wurden fünf Menschen verletzt und ein Jugendlicher getötet. [SPEAKER_01]: Die Zahl der Opfer hätte aber noch größer sein können.
[SPEAKER_01]: Der Terrorist wurde von einem gewöhnlichen Mann gestoppt. [SPEAKER_01]: Übrigens einem anderen Migranten aus Syrien, der Saar was passierte und den Täter mit seinem Autoramte. [SPEAKER_01]: Am 27. Mai verurteilt das Gericht den Terroristen und sprach das Urteil Lebenslangerhaft. [SPEAKER_01]: Bereits am nächsten Tag fällt das Landesgericht Wiener Neustadt ein Urteil in einem anderen Aufsehen-Erregendenfall.
[SPEAKER_01]: Zwei 21-Jährige Männer wurden für schuldig befunden, eine Serie von Anschlägen geplant zu haben. [SPEAKER_01]: Sie hatten unter anderem versucht, im August 2024, explosionen bei einem Konzert der Sängerin Taylor Swift in Wien zu verursachen. [SPEAKER_01]: Sie wurden zu 15 Beziehungsweise 12 Jahren haft verurteilt.
[SPEAKER_01]: Solche Fälle lösen Verständlicherweise eine starke emotionale Reaktion in der Gesellschaft aus. [SPEAKER_01]: Nach Aufsehen erregenden Verbrechen nehmen die Menschen Sicherheitsfragen Schärfer wahr und Diskussionen über Migrationen werden noch Spannungsgeladene. [SPEAKER_01]: Vor diesem Hintergrund fordert die rechtsgerichtete Partei FPÖ weiterhin eine strengere Migrationspolitik.
[SPEAKER_01]: Vertreter der Partei erklären, dass aktuelle System funktionieren nicht effektiv und rufen dazu auf, die Grenzkontrollen zu verschärfen, illegale Migration einzuschränken und die Asylregeln zu überarbeiten. [SPEAKER_01]: Sie bestehen auch darauf, dass der Staat nur jene Migration zulassen soll, die ihrer Meinung nach den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen des Landes entspricht.
[SPEAKER_01]: Interessanterweise zeigen Meinungsumfragen, dass solche Forderungen Unterstützung finden, zumindest bei einem Teil der Österreicher. [SPEAKER_01]: Laut einer Ende Mai veröffentlichten Galobstudie halten 64 Prozent der Befragten die aktuelle Migrationspolitik für zu wenig streng. [SPEAKER_01]: Die Mehrheit der Befragten äußert auch bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Migration auf die Sicherheit und das kulturelle Leben des Landes.
[SPEAKER_01]: Gleichzeitig unterstützten rund drei Viertel der Befragten die Idee, den Familiennachzug durch ein Quotensystem zu begrenzen. [SPEAKER_01]: Es ist jedoch wichtig zu bedenken, jede Umfrage spiegelt die Stimmung der Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder. [SPEAKER_01]: Und nach schlagzahlen trechtigen Nachrichten und viel beachteten Gerichtsverfahren wird die öffentliche Meinung meist emotionale.
[SPEAKER_01]: Deshalb zeigen solche Zahlen nicht nur die Einstellung zur Migration, sondern auch wie die Gesellschaft auf Erreignisse reagiert, die Angst, Sorge und ein Gefühl der Unsicherheit auslösen. [SPEAKER_00]: Und zum Abschluss? [SPEAKER_00]: Eine Nachricht, die alle betrifft, die Autofahren oder ein neues Auto kaufen möchten.
[SPEAKER_00]: Absächsten Juli treten in der Europäischen Union neue Sicherheitsanforderungen für Autos in Kraft. [SPEAKER_00]: Von nun an müssen alle neuen Automodelle die technische Möglichkeiten haben, einen so genannten Elkohol-Interlock einzubauen. [SPEAKER_00]: Es klingt kompliziert, aber das Prinzip ist ganz einfach.
[SPEAKER_00]: Ein Elkohol-Interlock ist ein Gerät, dass wir ein Alkohol-Tester funktioniert. [SPEAKER_00]: Bevor der Motor gestartet wird, muss der Fahrer einen Test machen. [SPEAKER_00]: Wenn das System feststellt, dass der Alkohol-Gehalt über dem Alaubten grenzwert liegt, startet das Auto einfach nicht.
[SPEAKER_00]: Gleich zur Beruhigung. [SPEAKER_00]: Das bedeutet nicht, dass Abjuli jeder Fahrer in Österreich jeden Morgen vor der Fahrzeuerbeit ins Gerät blasen muss. [SPEAKER_00]: Die neuen Regeln verpflichten die Hersteller lediglich dazu, die Autos für die Installation eine solchen Systems vorzubereiten, falls das Nötig werden sollte.
[SPEAKER_00]: Wozu dient das? [SPEAKER_00]: Der Grund ist einfach. [SPEAKER_00]: Die Behörden vieler Europäische Länder suchen nachwegen, die Zahl der Alkoholbedingten Unfälle zu reduzieren. [SPEAKER_00]: In Österreich hat man mit diesem Ansatz einige Jahre experimentiert. [SPEAKER_00]: Fahrern, die zum ersten Mal alkoholisiert am Steuer erwischt wurden, wurde in bestimmten Fällen eine Alternative angeboten.
[SPEAKER_00]: Entweder ein langer Führerschein in Zug oder die Instellation eines Erkehohol-Intellox auf eigene Kosten. [SPEAKER_00]: Die Ergebnisse waren recht überzeugend. [SPEAKER_00]: Fahrer, die dieses System nutzen, wurden deutlich seltener wieder beim Fahren unter alkohol ein Fluss erwischt. [SPEAKER_00]: Der Salz werden solche Technologien nun Schrittweise Teil der gesamte Europäischen Regeln.
[SPEAKER_00]: Für die meisten Gesetzestreuen Fahrer werden diese Änderungen kaum spürbar sein. [SPEAKER_00]: Für diejenigen aber, die nach dem Trinken an Steuer setzen, könnten die Folgen deutlich spürbarer werden. [SPEAKER_00]: Neue Autos werden für eine solche Kontrolle bereits bereit sein und damit wird es viel einfacher, Gerichtsentscheidungen und Einschränkungen für Verkehrsdelinkwenden durchzusetzen.
[SPEAKER_00]: Die Hauptidee der neuen Regeln ist ein so ganz einfach. [SPEAKER_00]: Wer getrunken hat, dem fährt das Auto nicht. [SPEAKER_00]: Damit haben wir die großen Ereignisse besprochen. [SPEAKER_00]: Jetzt kommen die Dinge, die jeder im Geldbeutelspürt. [SPEAKER_00]: Wir sprechen über Geld und Wirtschaft.
[SPEAKER_01]: Wir beginnen mit guten Nachrichten für alle, die in der österreichischen Elektronik und Elektrottechnikindustrie arbeiten. [SPEAKER_01]: Nach fast drei Monaten schwieriger Verhandlungen haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber endlich auf eine Lohnerhöhung geeinigt. [SPEAKER_01]: Die Vereinbarung wurde am 28. Mai unterzeichnet und betrifft rund 60.000 Beschäftigte in ganz österreich.
[SPEAKER_01]: Wenn Sie in der Herstellung von Elektronik, Elektrotechnik, Industriemaschinen, KFZ-Komponenten oder in Betrieben dieser Branche arbeiten, kann diese Nachricht auch Sie betreffen. [SPEAKER_01]: Deshalb muss erklärt werden, was sich ändert. [SPEAKER_01]: Zunächst steigen die sogenannten Tariflöhne, also die Mindestlöhne, die ein Arbeitgeber laut kollektiver Traktzahlen muss.
[SPEAKER_01]: Sie werden um drei Prozent erhöht. [SPEAKER_01]: Dabei gilt die Erhöhung rückwirkend, ab dem ersten Mai. [SPEAKER_01]: Das bedeutet, dass die Beschäftigten eine Nachzahlung für den Zeitraum erhalten, den sie nach diesem Datum bereits gearbeitet haben. [SPEAKER_01]: Außerdem steigen auch die tatsächlichen Löhne.
[SPEAKER_01]: Das hängt vom jeweiligen Betrieb und den Bedingungen des kollektivvertrags ab, aber die Erhöhung kann bis zu fast 3 Prozent betragen. [SPEAKER_01]: Außerdem wurden zusätzliche Vergünstigungen für beschäftigte, mit langer Betriebszugehörigkeit vereinbart. [SPEAKER_01]: Menschen über 40 Jahre oder diejenigen, die mehr als 20 Jahre in der Branche gearbeitet haben, erhalten zusätzliche Bezahlte freie Tage, so genannte Gesundheitstage.
[SPEAKER_01]: Diese können für Erholung, Regeneration oder die Erledigung persönliche Angelegenheiten ohne Lohnverlust genutzt werden. [SPEAKER_01]: Warum war diese Einigung so wichtig? [SPEAKER_01]: Weil die Verhandlungen außerordentlich angespannt waren. [SPEAKER_01]: Gewerkschaften und Arbeitgeber konnten sich fast 12 Wochen lang nicht einigen.
[SPEAKER_01]: Die Arbeitgeber bestanden auf eine Erhöhung von nur 1% die Gewerkschaften lehnten das Kategorisch ab und begannen sich auf Streiks vorzubereiten. [SPEAKER_01]: In vielen Betrieben fanden Betriebsversammlungen statt, die Beschäftigten stimmten über mögliche Protestmaßnahmen ab und die Arbeitgeber gerieten unter immer größeren Druck.
[SPEAKER_01]: Laut Gewerkschaftsvertretern wurde die Einigung Buchstäblich in letzter Minute gefunden. [SPEAKER_01]: Die Verhandlungen gerieten mehrmals in eine Sackgasse und die Parteien waren einem großen Arbeitskampf sehr nah. [SPEAKER_01]: Für viele Beschäftigte war diese Geschichte eine Erinnerung daran, welche Rolle Gewerkschaften in Österreich spielen.
[SPEAKER_01]: Gerade dank Kollektivverträgen werden hier regelmäßig die Löhne in verschiedenen Branchen angepasst. [SPEAKER_01]: Und gerade durch solche Verhandlungen erhalten Beschäftigte oft Lohnerhöhungen selbst, wenn die wirtschaftliche Lage schwierig bleibt. [SPEAKER_01]: Wenn sie in dieser Branche arbeiten und nicht sicher sind, ob die neue Vereinbarung für sie gilt, wenden sie sich am besten an den Betriebsrat ihres Unternehmens.
[SPEAKER_01]: Und wenn es in ihrem Betrieb keinen Betriebsrat gibt, können sie sich direkt an die Gewerkschaft GPA-Wenden und Nachfragen wann genau sie die Nachzahlung erhalten und wie die neuen Regeln ihr gehalt beeinflussen. [SPEAKER_00]: Jetzt zu einer Nachricht, die auf den ersten Blick weit vom Leben gewöhnlicher Menschen entfernt scheint, aber tatsächlich viele Familien in Österreich betrifft.
[SPEAKER_00]: Am 27. Mai hat die Regierung die Ausweitung des Förderprogramms für Industriebetriebe angekündigt. [SPEAKER_00]: Einfach gesagt, der Staat wird weiterhin großen Fabriken helfen, ihre Strom und Gasrechnungen zu bezahlen. [SPEAKER_00]: Warum ist das überhaupt zum Problem geworden? [SPEAKER_00]: Nach der Energiekrise sind die Strom und Gaspreise in Europa stark gestiegen.
[SPEAKER_00]: Für eine normale Familie bedeutet das höhere Energiekosten. [SPEAKER_00]: Für große Fabriken aber Millionenkosten zusätzlich. [SPEAKER_00]: Besonders stark traf das die Betriebe, die viel Energieverbrauchen. [SPEAKER_00]: Metalllitten, die chemische Industrie, hersteller von Baumaterialien, Glas, Papier und anderen Industriegüttern.
[SPEAKER_00]: Für diese Unternehmen ist Energie nicht ein zweitrangiger Kostenfaktor, sondern einer der wichtigsten. [SPEAKER_00]: Und wenn die Stromrechnungen auf das doppelte oder sogar drei Versteigen, arbeiten manche Betriebe fast ohne Gewinn oder sogar mit Verlust. [SPEAKER_00]: Deshalb kamen in letzter Zeit immer öfter Warnungen von der Großindustrie.
[SPEAKER_00]: Unternehmensleiter Sacken offen, wenn es zu teuer wird, Produkte in Österreicher zu stellen, kann ein Teil der Produktion in andere Länder verlagert werden, wo Strom Beliger ist. [SPEAKER_00]: Und genau hier beginnt diese Nachricht. [SPEAKER_00]: Nicht mehr nur Fabrikbesitzer, sondern auch gewöhnliche Beschäftigte zu betreffen.
[SPEAKER_00]: Denn wenn eine Fabrik schließt oder die Produktion reduziert, trifft das zuerst die Arbeitsplätze. [SPEAKER_00]: Und das betrifft nicht nur in Genieure oder Manager. [SPEAKER_00]: Das sind Beschäftigte an Produktionslinien. [SPEAKER_00]: Fahrer von Gabelstabland, Lagerarbeiter, Reinigungskräfte, Sicherheitspersonal, [SPEAKER_00]: Die Logik der Regierung ist also folgende.
[SPEAKER_00]: Jetzt gilt aus dem Budget für die Unterstützung von Betrieben auszugeben, ist günstiger als später tausenden von Menschen nach möglichen Entlassungen Arbeitslosengeld zu zahlen. [SPEAKER_00]: Wie funktioniert diese Hilfe? [SPEAKER_00]: Unternehmen bekommen das Geld nicht automatisch. [SPEAKER_00]: Sie müssen nachweisen, dass sich ihre finanzielle Lage durch hohe Energiepreise erheblich verschlechtert hat.
[SPEAKER_00]: Danach kann der Staat einen Teil der Strom- und Gaskosten erstatten. [SPEAKER_00]: Dabei ist die Hilfe nicht für alle gedacht, sondern vor allem für Betriebe, die am stärksten von Energieressourcen abhängen und eine bedeutende Anzahl von Arbeitsplätzen sichern. [SPEAKER_00]: Aber die Regierung gibt zu, subventionen Dauerhaft zu vergeben, ist nicht möglich.
[SPEAKER_00]: Deshalb wurde gleichzeitig eine weitere wichtige Änderung angekündigt. [SPEAKER_00]: Große Betriebe sollen die Möglichkeit bekommen, schneller eigene Energiequellen zu installieren. [SPEAKER_00]: Zum Beispiel Solarmodule auf Fabrik Dechern, Windanlagen oder andere Energiesysteme direkt auf dem Gelände des Betriebs.
[SPEAKER_00]: Die Idee ist, dass die Fabriken weniger von den Schwankungen der Strommarktpreise abhängen. [SPEAKER_00]: Wenn ein Betriebs-Sicht teilweise selbst mit Energie versorgt, ist er weniger anfällig für neue Krisen. [SPEAKER_00]: Werden die gewöhnlichen Menschen diese Änderungen schon morgen spüren?
[SPEAKER_00]: Wahrscheinlich nicht. [SPEAKER_00]: Die Löhne werden dadurch nicht automatisch steigen und die Wohnkosten werden nicht sinken. [SPEAKER_00]: Aber diese Nachricht ist aus einem anderen Grund wichtig. [SPEAKER_00]: Sie zeigt, dass die Regierung derzeit sehr besorgt über den Zustand der österreichischen Industrie ist und versucht Betriebsschließungen und den Verlust von Arbeitsplätzen zu verhindern.
[SPEAKER_00]: Für viele Migranten ist das besonders aktuell. [SPEAKER_00]: Da ein großer Teil der Ausländer in Österreich gerade in der Produktion, in der Logistik und in verwandten Branchen arbeitet. [SPEAKER_00]: Wenn der Staat also über die Unterstützung der Industrie spricht, geht es faktisch auch um die Erhaltung von Arbeitsplätzen für 10.000 von Menschen.
[SPEAKER_01]: noch eine Wirtschaftsnachricht. [SPEAKER_01]: Eine neue Studie der Arbeiterkammer kurz AK, das ist eine der größten Organisationen, die sich für den Schutz der Rechte von Beschäftigten und Verbrauchern einsetzt. [SPEAKER_01]: Die Experten haben die Preise von gleichen Markenprodukten in österreichischen und deutschen Supermerkten verglichen.
[SPEAKER_01]: Und die Ergebnisse waren für österreichische Käufer sehr unangenehm. [SPEAKER_01]: Im Durchschnitt kosteten dieselben Produkte in Österreich rund 26% mehr als in Deutschland. [SPEAKER_01]: Manche waren hatten sogar noch einen größeren Preisunterschied. [SPEAKER_01]: Zum Beispiel waren bestimmte Chip-Sorten fast 3 und 90% teurer.
[SPEAKER_01]: Kaffee im Kapseln über 80% teurer und manche Produkte kosteten fast doppelt so viel. [SPEAKER_01]: Hier muss jedoch sofort eine wichtige Sache erklärt werden. [SPEAKER_01]: Das bedeutet nicht, dass absolut alle Produkte in Österreich 93 Prozent teurer sind. [SPEAKER_01]: Genau das schreiben reisere Schlagzeilen oft.
[SPEAKER_01]: In Wirklichkeit geht es um einzelne Waren. [SPEAKER_01]: Der durchnittliche Unterschied war deutlich kleiner, rund 26 Prozent. [SPEAKER_01]: Außerdem hat die ARK nicht zufällige Produkte verdlichen, sondern dieselben Marken in bestimmten Geschäften. [SPEAKER_01]: Für die Studie wurden Preise aus Online-Shops von Biller und Interspar in Österreich und Riebe und Globus in Deutschland herangezogen.
[SPEAKER_01]: Das ist also keine Geschichte darüber, dass in einem Land ein teureres Produkt oder eine andere Qualität verkauft wird. [SPEAKER_01]: Verglichen wurden möglichst ähnliche Artikel. [SPEAKER_01]: Und jetzt die wichtigste Frage. [SPEAKER_01]: Weil viele Einwohner Österreichs schon lange das Gefühl haben, dass der Gang in den Supermarkt für den Geldbeutelschmerzhaft geworden ist.
[SPEAKER_01]: Besonders spüren das Familien mit Kindern, Pensionisten und Menschen mit niedrigen Einkommen. [SPEAKER_01]: Das Problem liegt nicht nur darin, dass die Produkte teuer sind. [SPEAKER_01]: Viele Menschen sehen, dass im Benachwarten Deutschland dieselbe Ware oft deutlich billiger ist. [SPEAKER_01]: Deshalb fahren in den letzten Jahren immer mehr Einwohner aus Grenzregionen zum Einkaufen über die Grenze.
[SPEAKER_01]: Genau deshalb wird in Österreich seit einigen Jahren über den sogenannten Österreich aufschlagt diskutiert. [SPEAKER_01]: Das ist ein Begriff für Situationen in denen er [SPEAKER_01]: internationale Hersteller dieselben Waren für den österreichischen Markt teurer verkaufen als für andere EU-Länder.
[SPEAKER_01]: Gleichzeitig sollte man bei den Schlussfolgerungen vorsichtig sein. [SPEAKER_01]: Bisher gibt es keine Beweise dafür, dass der gesamte Unterschied nur durch die Giehe der Supermerkte oder Hersteller zu erklären ist. [SPEAKER_01]: Auch Logistikosten, Miete, Löhne der Beschäftigten, Wettbewerb zwischen Handelsketten und Besonderheiten des Marktes beeinflussen die Preise.
[SPEAKER_01]: Aber die tatsache bleibt bestehen. [SPEAKER_01]: Der Preis unterschiedexistiert und er wurde nicht zum ersten Mal von unabhängigen Studienfest gestellt. [SPEAKER_01]: Darüber sprechen nicht nur Medien, sondern auch die Arbeiterkammer und andere Verbraucherschutzorganisationen. [SPEAKER_01]: Würzig in nächster Zeit etwas ändern?
[SPEAKER_01]: Vorerst wahrscheinlich nicht. [SPEAKER_01]: Aber das Thema hat die Ebene der österreichischen Regierung und der europäischen Union bereits erreicht. [SPEAKER_01]: Derzeit werden Mechanismin diskutiert, die solche Preis unterschiedet zwischen den EU-Ländern begrenzen könnten. [SPEAKER_01]: Und für die gewöhnlichen Menschen ist diese Nachricht aus einem einfachen Grund wichtig.
[SPEAKER_01]: Sie bestätigt, dass das Gefühl, warum ist wieder alle so teuer im Supermarkt nicht nur eine Emotion ist. [SPEAKER_01]: Studien zeigen, dass Einwohner Österreichs in vielen Fällen wirklich mehr für dieselben Produkte zahlen als Käufer in Deutschland. [SPEAKER_00]: Vergangene Woche gab es aber auch positive Finanzen errichten.
[SPEAKER_00]: Am 28. Mai hat die österreichische Regierung die Einführung eines neuen Schutzmechanismus gegen starke Strompreis Schwankungen angekündigt. [SPEAKER_00]: Einfach gesagt, der Staat bereitet eine Absicherung für den Fall vor, dass die Preise auf den Energiemarkten wieder stark ansteigen. [SPEAKER_00]: Wie funktioniert das?
[SPEAKER_00]: Es wird ein höchstpreis von 10 Cent pro Kilowattstunde festgelegt, ohne Steuern und Netzgebühren. [SPEAKER_00]: Diese Regel gilt für eine Basisstromänge, die an der Familie normalerweise für ein Jahr reicht. [SPEAKER_00]: Wenn der Marktpreis für Strom länger als drei Monate hochbleibt, wird die Regierung ihren Tarif automatisch auf dem Niveau von 10 Cent einfrieren.
[SPEAKER_00]: Das bedeutet, selbst wenn der Markt schwankt, über steigt der Tarif für die Basis Strommänge für eine gewöhnliche Familie nicht diese Obergrenze. [SPEAKER_00]: Warum hat die Regierung diesen Schritt gerade jetzt gemacht? [SPEAKER_00]: Weil die letzten Jahre gezeigt haben, dass der Energiemarkt sehr sensibel auf internationale Konflikte reagiert.
[SPEAKER_00]: Jede Krise im Nahenosten lässt die Gas und damit auch die Strompreise auf das doppelte Ansteigen. [SPEAKER_00]: Für die Regierung ist das ein Weg massiver Unzufriedenheit bei den Bürgern zu vermeiden, die das ständiger Ansteigen der Ausgaben schon satt haben. [SPEAKER_00]: Hinter dieser Entscheidung verbürgt sich jedoch ein ernsthafter Interessen konflikt.
[SPEAKER_00]: Energieunternehmen sind gegen eine solche Obergrenze. [SPEAKER_00]: Sie erklären offen, wenn der Staat die Preise künstlich begrenzt, verlieren die Unternehmen Gewinne, die sie für den Bau neuer Solarparks und die Modernisierung der Netze eingeplant hatten. [SPEAKER_00]: Im Wesentlichen wählt die Regierung also zwischen günstigem Strom, hier und jetzt und der Entwicklung von grüne Energie in der Zukunft.
[SPEAKER_00]: bedeutet das, dass die Rechnungen schon im Juni sinken werden? [SPEAKER_00]: Nein. [SPEAKER_00]: Das ist ein Schutzmechanismus, der nur im Falle einer neuen Krise greift. [SPEAKER_00]: Für die gewöhnlichen Menschen ist diese Nachricht aus einem anderen Grund wichtig. [SPEAKER_00]: Sie zeigt, dass der Staat die Realität anerkennt.
[SPEAKER_00]: Strompreise sind nicht mehr vorherseber und ohne direktes Eingreifen der Behörden könnte die Preisinstabilität [SPEAKER_00]: Derzeit ist dieser Mechanismus gegen Stand heftiger Diskussionen. [SPEAKER_00]: Da die Regierung versucht, die Interessen der Verbraucher, die überleben müssen und der Energieversorger, die Infrastruktur aufbauen müssen, damit Österreich nicht von Energieemporten abhängt, in Einklang zu bringen.
[SPEAKER_00]: Für viele Beschäftigte ist das auch ein Signal der Stabilität. [SPEAKER_00]: Der Staat versucht, die Betriebskosten unter Kontrolle zu halten, um eine neue Infektionswelle zu verhindern, die das Reale Einkommen der Bevölkerung endgültig aufzähren würde. [SPEAKER_01]: Und jetzt, der wichtigste Teil unserer Ausgabe.
[SPEAKER_01]: Nicht nur Neuigkeiten, sondern Informationen, die ihr Leben in Österreich schon heute, oder in nächster Zeit beeinflussen können. [SPEAKER_01]: Vor wenigen Tagen hat das österreichische Parlament ein Paket von Änderungen des Migrationsrechts verabschiedet. [SPEAKER_01]: Der Nationalrat hat ein Gesetz gebildigt, dass die österreichischen Regeln an den neuen europäischen Pakt über Migration und Asyl anpasst.
[SPEAKER_01]: Das klingt kompliziert, aber lassen Sie uns das in einfache Worte übersetzen. [SPEAKER_01]: In den letzten Jahren haben die Länder der europäischen Union versucht, sich auf einheitliche Regeln für Migration und Asyl zu einigen. [SPEAKER_01]: Jetzt werden diese Regeln schrittweise in ganz Europa eingeführt.
[SPEAKER_01]: Das Ziel ist, dass eine Person, die in einem beliebigen EU-Land um Asyl bittet, die selten Verfahren durchläuft, egal ob das Österreich Deutschland, Frankreich oder Italien ist. [SPEAKER_01]: Deshalb schreibt Österreich jetzt einen Teil seiner Gesetze neu. [SPEAKER_01]: Was bedeutet das für eine gewöhnliche Person?
[SPEAKER_01]: Wenn Sie bereits Schutz einer Aufenthalt-Genehmigung erhalten haben oder einen stabilen Status besitzen, brauchen Sie nicht in Panik zu geraten. [SPEAKER_01]: Ihre Dokumente werden nicht automatisch ungültig. [SPEAKER_01]: Wenn Sie sich aber gerade in einem Asylverfahren befinden, kürzlich einen Antrag gestellt haben, oder das Erstplanen können sich die Regeln schrittweise ändern.
[SPEAKER_01]: Das kann die Reihenfolge der Bearbeitung von Fällen, Dokumentenprüfungen, Entscheidungsfristen und einzelne Grenzverfahren betreffen. [SPEAKER_01]: Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, sich nicht auf ratschläge aus sozialen Netzwerken oder auf Informationen von vor drei Jahren zu verlassen.
[SPEAKER_01]: Denken Sie daran, dass das Migrationsrecht in Europa gerade eine der größten Reformfasen der letzten Jahre durchläuft und Informationen über offizielle Quellen überprüft werden müssen. [SPEAKER_01]: Jetzt kommen wir zur zweiten Nachricht. [SPEAKER_01]: Sie könnte besonders interessant für diejenigen sein, die ihre Zukunft in Österreich durch Arbeit gestalten möchten.
[SPEAKER_01]: Am selben Tag hat das Parlament Änderungen des Niederlassungs und Aufenthaltsgesetzes verabschiedet. [SPEAKER_01]: Das Gesetzes, das Aufenthalt und Beschäftigung von Ausländern regelt. [SPEAKER_01]: Kurz gesagt, der Staat versucht, das System für Menschenverständlicher zu machen, die Österreich für den Arbeitsmarkt gewinnen möchte.
[SPEAKER_01]: Es geht vor allem um Inhaber oder künftige Antragsteller, der rot weiß Rotkarte. [SPEAKER_01]: Für viele Migranten ist diese Karte der wichtigste Weg zu einem langfristigen Leben in Österreich. [SPEAKER_01]: Sie erlaubt es, gleichzeitig zu arbeiten und legal im Land zu wohnen. [SPEAKER_01]: Früher beklagt sich die Menschen oft über komplizierte Bürokratie, eine große Menge an Dokumenten und lange Bearbeitungszeiten.
[SPEAKER_01]: Jetzt verspricht die Regierung einige Verfahren einfacher und verständlicher zu machen. [SPEAKER_01]: Wenn Sie derzeit in Österreich eine Arbeit suchen, einen Umzug durch Beschäftigung planen oder bereits Dokumente für die Rotweiß-Rotkarte vorbereiten, überprüfen Sie unbedingt die neuen Bedingungen.
[SPEAKER_01]: In manchenfällen kann das sowohl Zeit als auch Nerven sparen. [SPEAKER_01]: Ein weiteres Thema, das viele unserer höherer Beschäftigt, ist der Familien nachzug. [SPEAKER_01]: Leider ist die Lage hier nicht eindeutig. [SPEAKER_01]: Die Regeln ändern sich ebenfalls und derzeit analysieren Juristen genau, wie die neuen Forschriften in der Praxis funktionieren werden.
[SPEAKER_01]: Wenn sie vorhaben, ihren Ehemann, ihre Ehepfrau oder ihre Kinder nach Österreich zu holen, verlassen sie sich nicht auf die Erfahrungen von Bekannten, die dieses Verfahren vor einigen Jahren durchlaufen haben. [SPEAKER_01]: Selbst wenn es bei jemandem nach einem bestimmten Schema im Jahr 2022 oder 2023 geklappt hat, bedeutet das nicht, dass jetzt noch dieselben Regeln gelten.
[SPEAKER_01]: Vor der Einreichung von Dokumenten sollten sie unbedingt die aktuellen Anforderungen überprüfen oder sich von einem Experten beraten lassen. [SPEAKER_00]: Und schließlich ein Thema, das sehr viele Menschen interessiert, über das aber bis lang noch weniger gesprochen wird als es sollte. [SPEAKER_00]: Die österreichische Staatsbürgerschaft.
[SPEAKER_00]: aber die politische Diskussion läuft und sie könnte tausende von Migranten betreffen. [SPEAKER_00]: Heute muss man in den meisten Fällen für die Erlangung der Staatsbürgerschaft Deutschkenntnisse auf dem Niveau B. Einz nachweisen. [SPEAKER_00]: Für viele Menschen ist das bereits eine Ernst der Herausforderung.
[SPEAKER_00]: Aber in politischen Kreisen wird immer häufiger die Möglichkeit diskutiert, die Anforderungen auf Niveau B. zwei oder sogar C. Einzern zu heben. [SPEAKER_00]: Damit sie den Unterschied verstehen, B1 ist das Niveau, auf dem man ein alltägliches Gespräch führen. [SPEAKER_00]: Die meisten Alltagssituationen bewältigen, am Arbeitsplatz kommunizieren und generell selbstständig im Landleben kann.
[SPEAKER_00]: B2 ist schon eine ganz andere Geschichte. [SPEAKER_00]: Hier muss man sicher Diskussionen zu schwierigen Themen führen, die Presse ohne größere Schwierigkeiten lesen, die meisten Fernsiesendungen verstehen und seine Meinung frei äußern können. [SPEAKER_00]: Und C1 näher sich dem Sprachniveau eines gebildeten Muttersprachlers an.
[SPEAKER_00]: Warum sprechen wir jetzt darüber? [SPEAKER_00]: Weil viele Menschen, die Beantragung der Staatsbürgerschaft, Jahre lang aufschieben. [SPEAKER_00]: Manche warten auf eine bessere Arbeit. [SPEAKER_00]: Manche planen ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. [SPEAKER_00]: Manche denken einfach, ich beantrage das nächstes Jahr.
[SPEAKER_00]: Aber Migrationsgesetzte haben eine Besonderheit. [SPEAKER_00]: Sie können sich ändern. [SPEAKER_00]: Deshalb, wenn Sie bereits alle aktuellen Voraussetzungen für die Erlangung der Staatsbürgerschaft erfüllen, über die notwendige Aufenthaltsdauer ein stabiles Einkommen und ein B1 Sprachzätifikat verfügen, lohnt es sich zumindest jetzt schon ihren Anspruch zu prüfen.
[SPEAKER_00]: Nicht, weil sich morgen alles ändert, das weiß niemand, sondern weil wichtige Entscheidungen auf eine unbestimmte Zukunft zu verschieben, nicht immer die beste Strategie ist. [SPEAKER_00]: Und wir gehen weiter zu den Nachrichten aus der Hauptstadt und berechten Kurz- und Interessanter über, womit wir ihn gerade lebt.
[SPEAKER_01]: Bevor wir zu den Stadt Nachrichten kommen, keren wir kurz zum Thema der Universitätsproteste Zurück, über die wir bereits gesprochen haben. [SPEAKER_01]: Diese Geschichte ist nicht nur wegen des Geldes und der Kürzungen wichtig, sie hat gezeigt, wie ernst die österreichische Gesellschaft, Bildung und Wissenschaft nimmt.
[SPEAKER_01]: Verschiedenen Schätzungen zu Folge gingen rund 28.000 Menschen auf die Straßenwienst und für einen Werktag ist das wirklich sehr viel. [SPEAKER_01]: Noch interessanter ist, dass den Protestorganisationen mit völlig unterschiedlichen politischen Ansichten unterstützt haben. [SPEAKER_01]: Universitätsgruppen, die sich normalerweise streiten, standen dieses Mal auf der selten Seite.
[SPEAKER_01]: Für Österreich ist das eine eher seltene Situation. [SPEAKER_01]: Deshalb haben viele Beobachter diesen Protest als eine der auffälligsten Bürgeraktionen des Jahres bezeichnet. [SPEAKER_01]: Und nun kurz und verständlich über die wichtigsten Erreignisse, Neuigkeiten und Veränderungen. [SPEAKER_01]: Also, ab dem 28. Mai funktioniert in der Wiener U-Bahn das neue Zahlungssystem Tap und Right.
[SPEAKER_01]: Jetzt kann man ein ticket bootstäblich in wenigen Sekunden kaufen, ohne Automaten, Bargeld oder die Suche nach Kleingeld in den Taschen. [SPEAKER_01]: An einigen Stationen wurden bereits speziell Terminels aufgestellt. [SPEAKER_01]: Man muss nur eine Bankkarte, ein Smartphone, oder eine Smartwatch mit Kontaktloser Zahlungen an Störmenele halten, das grüne Signal abwarten und schon kann man fahren.
[SPEAKER_01]: Danach wird ihr Gerät quasi ihr Fahrschein. [SPEAKER_01]: Standardmäßig kauft das System ein normales Einzelticket für Wien. [SPEAKER_01]: Wenn sie nicht alleine reisen, können sie über den Bildschirm des Terminels bis zu 5 Tickets auf einmal kaufen. [SPEAKER_01]: Es gibt jedoch einen wichtigen Punkt.
[SPEAKER_01]: Wenn ein Kontrolleur zu ihnen kommt, müssen sie genau die Karte oder das Gerät vorzeigen, mit dem sie bezahlt haben. [SPEAKER_01]: Mit dem Telefon bezahlt, Telefonzeigen, mit der Karte bezahlt, Karte zeigen. [SPEAKER_01]: Derzeit läuft das System im Testbetrieb an neuen großen Stationen, darunter Stefan's Platz, Westbahnhof, Hauptbahnhof und Schwedenplatz.
[SPEAKER_01]: Es gibt keine zusätzlichen Gebühren. [SPEAKER_01]: Der Preis ist der selbe, wie bei normalen Ticketkauf bei den Wienerlinien. [SPEAKER_01]: Wenn sie also Apple Pay, Google Pay oder eines Smartwatch-Wirtzahlungen nutzen, ist das Fahren in der Wiener-Uban noch ein bisschen einfacher geworden.
[SPEAKER_01]: Inzwischen hat am 29. Mai offiziell die Vienna Pride-20026 begonnen. [SPEAKER_01]: Das Programm läuft über zwei Wochen, bis zum 14. Juni. [SPEAKER_01]: Für Österreich ist das nicht nur ein Festival, sondern eines der größten öffentlichen Ereignisse des Jahres, das jedes Jahr hunderttausende von Menschen anzieht.
[SPEAKER_01]: Besonders macht dieses Jahr auch, dass die Regenbogenparade ihr 30-jähriges Jubiläum feiert. [SPEAKER_01]: Deshalb erwarten die Veranstalter besonders viele Gäste und Teilnehmer. [SPEAKER_01]: Das Haupterreignis findet am 13. Juni auf der Ringstraße statt. [SPEAKER_01]: Allerdings verläuft die Feier in diesem Jahr nicht ohne Schwierigkeiten.
[SPEAKER_01]: Durch Bügekürzungen der Stadt wurde die Förderung der Vienna Pride umfasst die Hälfte reduziert. [SPEAKER_01]: Deshalb mussten die Veranstalterteile des Programmskürzen. [SPEAKER_01]: Zum Beispiel wird das traditionelle Pride-Village am Rathausplatz dieses Jahr nur einen Tag lang betrieben, statt wie sonst drei.
[SPEAKER_01]: Für viele Wiener ist das einer der beliebtesten Teile des Festivals. [SPEAKER_01]: Denn dort finden Konzerte treffen von Bürgerorganisationen und kulturelle Veranstaltungen statt. [SPEAKER_01]: Trotzdem versichern die Veranstaltar, dass das Haupterreignis die Regenbogenparade im vollen Rahmen stattfinden wird.
[SPEAKER_01]: Erwartet werden über 300.000 Teilnehmer und Gäste, auch wenn sie nicht vorhaben, an der Parade selbst teilzunehmen, sollten sie aus praktischen Gründen Bescheid wissen. [SPEAKER_01]: Im Stadtzentrum wird es viele Straßenspärungen geben und die öffentlichen Verkehrsmittel werden sehr stark ausgelastet sein.
[SPEAKER_01]: Für viele Migranten ist die Vienna Pride auch eine Möglichkeit. [SPEAKER_01]: Eine Besonderheit des modernen Wienkennen zu lernen. [SPEAKER_01]: Eine Stadt, die versucht, offen für sehr verschiedene Menschen und Gemeinschaften zu sein. [SPEAKER_01]: Wenn sie also am 13. Juni im Zentrum sind, wundern sie sich nicht über die vielen Regenbogen fahren.
[SPEAKER_01]: Für Wien ist das schon längst eines der aufverlichsten Erreignisse des Jahres. [SPEAKER_00]: Und jetzt eine Nachricht für alle, die kostenlose Veranstaltungen lieben und mehr Kontakt zu den Einheimischen suchen. [SPEAKER_00]: Im Bezirk Neubau startete die neue Saison des Projekts Neubau Tanz.
[SPEAKER_00]: Idee ist ganz einfach. [SPEAKER_00]: Tanzen mitten in der Stadt, an verschiedenen Plätzen. [SPEAKER_00]: Jeden Donnerstag von 18 Uhr bis 21 Uhr kommt eine mobile Tanzfläche an verschiedene Standorte im Bezirk. [SPEAKER_00]: Jedes Mal erwartet die Gäste ein anderer Tanz-Dee. [SPEAKER_00]: Darunter sind Tango, Salzer, Moderna-Tanz, klassische Tanzprogramme und vieles mehr.
[SPEAKER_00]: Mitmachen können sogar diejenigen, die noch nie zu vorgetanzt haben. [SPEAKER_00]: Das Wichtigste ist zu kommen und keine Angst vor dem ersten Schritt zu haben. [SPEAKER_00]: Die Besonderheit des Projekts ist eine sehr ungezwungener Atmosphäre. [SPEAKER_00]: Hier kann man nicht nur tanzen, sondern auch Nachbarn kennenlernen, neue Freunde finden oder einfach einen schönen Sommerabend verbringen.
[SPEAKER_00]: Für viele Menschen, die erst kürzlich nach Österreich gezogen sind, sind solche Veranstaltungen oft eine deinfrasten Wege sich in das lokale Leben zu integrieren. [SPEAKER_00]: Man muss kein Ticket kaufen, sich nicht anmelden und braucht keine besondere Vorbereitung. [SPEAKER_00]: Die Teilnahme ist völlig kostenlos.
[SPEAKER_00]: Wenn sie also ein bisschen weniger zu Hause sitzen und ein bisschen mehr vom echten Wienerbezirksleben spüren möchten, kann Neubautanzt ein guter Anlass sein, spazieren zu gehen. [SPEAKER_00]: Eine weitere interessante Neuigkeit betrifft die Frage, wie wen seine Bezirke in den kommenden Jahren verändern will.
[SPEAKER_00]: Im Bezirk-Meidling bereitet die Stadt das Projekt eine sogenannten Low Traffic Neighborhood vor. [SPEAKER_00]: Einfach gesagt, ein Bezirk durch den deutlich weniger Transitverkehr fließt. [SPEAKER_00]: Die Idee ist, dass Autos wohnstrassen nicht mehr als Abkürzung durch den Bezirk nutzen können.
[SPEAKER_00]: Für Einwohner und Lieferdienste bleibt die Durchfahrt möglich, aber zufälliger Autoverkehr wird deutlich reduziert. [SPEAKER_00]: Warum will die Stadt das überhaupt umsetzen? [SPEAKER_00]: Das Argument der Behörden ist ganz einfach. [SPEAKER_00]: Weniger Autos bedeutet weniger Lärm, saubere Luft und sichere Restrasen für Kinder und Fußgänger.
[SPEAKER_00]: Ähnliche Projekte funktionieren bereits in vielen europäischen Städten, besonders in London. [SPEAKER_00]: Dort haben sie leophafte Diskussion ausgelöst. [SPEAKER_00]: Ein Teil der Menschen unterstützt solche Änderungen, ein anderer Teil hält sie für Unbequem für Autofahrer. [SPEAKER_00]: In Wien wurde die Entscheidung noch nicht endgültig getroffen.
[SPEAKER_00]: Der Zeit laufen Gespräche mit den Einwohnern des Bezirks. [SPEAKER_00]: Aber das Aufkommen, eine solchen Projekt, zeigt bereits die Entwicklungsrichtung gestatt. [SPEAKER_00]: Wien investiert immer mehr in Fahrradinfrastruktur, öffentliche Verkehrsmittel und angenehme öffentliche Räume.
[SPEAKER_00]: Wenn Sie also merken, dass es in der Stadt in den letzten Jahren mehr Fahrradwege und Fußgängerzonen gibt, das ist Teil genau dieser Strategie. [SPEAKER_00]: Derzeit ändert sich für die Einwohner von Meidling nichts. [SPEAKER_00]: Aber die Entwicklung des Projekts sollte man auf jeden Fall verfolgen.
[SPEAKER_01]: Und jetzt, eine Neuigkeit, die es nur in Wien geben konnte. [SPEAKER_01]: Wenn sie schon eine Weile hier leben, haben sie vielleicht bemerkt, die Wiener haben eine ganz besondere Beziehung zum Thema Tod. [SPEAKER_01]: Was in vielen Ländern als düsteres Thema gilt, wird hier oft zum Anlass für einen Witz.
[SPEAKER_01]: Und zwar für einen ziemlich feinselnigen Witz. [SPEAKER_01]: Vergangene Woche hat das Bestattungsmuseum Wien, das auf dem Gelände des berühmten Zentralfriedhofsbetrieben wird, ein neues Souvenier vorgestellt. [SPEAKER_01]: Auf den ersten Blick nichts Besonderes, ein gewöhnlicher Koffer-Riemen.
[SPEAKER_01]: Aber der Aufschrift steckt alles. [SPEAKER_01]: Reise vor dem Sterben, sonst reisen deine Erben. [SPEAKER_01]: Und genau in diesem Satz steckt das ganze Wien. [SPEAKER_01]: Denn das ist nicht nur ein Witz über den Tod. [SPEAKER_01]: Das ist gleichzeitig schwarzer Humor, eine Erinnerung daran, das Leben nicht aufzuschieben und eine sehr österreichische Selbst-Ironie.
[SPEAKER_01]: Von außen mag es seltsam erscheinen, dass ein Bestattungsmusik um solche Sachen verkauft. [SPEAKER_01]: Aber das Bestattungsmusik um Wien ist schon lange für seine ungewöhnlichen Souvenies und seinen spezifischen Humor bekannt. [SPEAKER_01]: Hier findet man Postkarten, Tassen, Kalender und andere Dinge, die das Thema Tod so behandeln, wie es nur Wiener können.
[SPEAKER_01]: Und wenn sie sich je gefragt haben, warum inwiehen so viel über Friedhöfe, Bestattungstraditionen und einen schönen Tod gesprochen wird, dann ist das kein Zufall. [SPEAKER_01]: Die Wiener Trauerkultur ist ein ganzes Kulturelles Phänomen, das sich über Jahrhunderte geformt hat. [SPEAKER_01]: Deshalb ist der neue Kofferiemen nicht nur ein Souvenier.
[SPEAKER_01]: Es ist ein kleines Stück einer sehr speziellen Wienerkultur. [SPEAKER_01]: Und ehrlich gesagt steckt in diesem Witz eine gewisse Weißheit. [SPEAKER_01]: Denn während wir reisen, Urlaub oder Träume aufschieben, geht das Leben weiter. [SPEAKER_01]: Und einen Koffer mit einem solchen Aufschrift erkennen sie am Gepäckband am Flughafen übrigens garantiert als Erster.
[SPEAKER_01]: Und zum Abschluss eine weniger lustige dafür aber viel nützliche Nachricht. [SPEAKER_01]: Wenn sie noch nichts von ihr gehört haben, werden sie es wahrscheinlich bald tun. [SPEAKER_01]: Laut Angaben der Wettmedunivinen hat sich diese Art bereits in einzelnen Stadtteilen gut etabliert und breitet sich weiter aus.
[SPEAKER_01]: Ihre Namen hat sie von den charakteristischen schwarz-weißen Streifen an Körper und Beinen. [SPEAKER_01]: Das sieht recht auffällig aus, aber begegnen möchte ihr kaum jemand. [SPEAKER_01]: Das Hauptproblem ist, dass diese Möke sich ganz anders verhält als die Mücken die wir kennen. [SPEAKER_01]: Die meisten Menschen wissen, Mücken sind abends, in der Nähe von Gewässern oder Nachts aktiv.
[SPEAKER_01]: Tagsüber kann man also mehr oder weniger unbesorgt im Park spazieren gehen oder auf der Terrasse sitzen. [SPEAKER_01]: Mit der Tigermögliche funktioniert dieses Prinzip nicht. [SPEAKER_01]: Sie sticht tagsdüber, beim Spazieren gehen, beim Pignik, beim Fahrradfahren oder wenn sie einfach in einem Café im Freien sitzen.
[SPEAKER_01]: Viele Menschen bemerken auch, dass ihre stichische Märzhafter sind, als die gewöhnlicher Mücken und der Jokreiz kann länger andauern. [SPEAKER_01]: Derzeit beobachten Fachleute die Lage und es gibt keinen Grund zur Panik. [SPEAKER_01]: Wenn sie einen Balkon, eine Terrasse oder einen Garten haben, überprüfen sie regelmäßig Stellen an denen sich Wasser ansammeln kann.
[SPEAKER_01]: Alter Eimer, Untersetzer und Erblumen-Töpfen, Gießkannen, Kinderpuls oder Blumen-Wasen, das ist die ideale Umgebung für die Vermehrung der Tigermücke. [SPEAKER_01]: Und wenn sie viel Zeit im Freien verbringen, besonders in Parks oder Grünen anlagen, sollten sie ein Insektenschutzmittel dabei haben.
[SPEAKER_01]: Dabei sollte man es jetzt nicht nur abends, sondern auch tagsdüber verwenden. [SPEAKER_01]: Es scheint als hätte wie in diesem Sommer einen weiteren neuen Mitbewohner bekommen, an denen man sich gewöhnen muss. [SPEAKER_01]: Und wir verlassen die Grenzen der Hauptstadt, um ihnen zu erzählen, was in den Bundesländern passiert ist.
[SPEAKER_00]: beginnen wir mit Tirol. [SPEAKER_00]: Vergangenne Woche geschah hier ein Erreignis über das ganz Österreich gesprochen hat. [SPEAKER_00]: Zum ersten Mal seit 4 Jahren wurde durch einen Protest die Brenner Autobahn A13, eine der wichtigsten Verkehrsachsen Europas vollständig gesperrt. [SPEAKER_00]: Wenn sie nicht in Tirol leben, mag diese Nachricht wie eine weitere Geschichte über stauswirten.
[SPEAKER_00]: Für die einheimischen Aber bedeutet das viel mehr. [SPEAKER_00]: Über den Brenner pass fließt täglich ein riesiger Strom von Gütertransporten zwischen Nord- und Süd-Europa. [SPEAKER_00]: Für die Wirtschaft ist das eine wichtige Rote. [SPEAKER_00]: Für die Menschen, die in der Nähe leben, ständiger Lärm, Abgase und ein Endloser Strom von Lastkraftwagen.
[SPEAKER_00]: Die Bewohner des Wipthalts beklagen sich seit vielen Jahren, dass die Lage immer schlimmer wird. [SPEAKER_00]: Manche Dörfer leben faktisch neben einem Transport-Koridor von internationalem Ausmaß. [SPEAKER_00]: Deshalb entschieden sich lokale Aktivisten und Politiker zu einem Radikalenschritt und organisierten eine Demonstration direkt auf der Autobahn.
[SPEAKER_00]: Interessant ist, dass die Behörden die Aktion zunächst zweimal verboten hatten. [SPEAKER_00]: Aber das Landesverwaltungsgericht hierohl stellte sich auf die Seite der Veranstaltar und erlaubte dem Protest. [SPEAKER_00]: Für viele Tirola war diese Geschichte symbolisch. [SPEAKER_00]: Die Menschen wollen Wien, Berlin und Brüssel zeigen, dass das Problem des Transitverkehrs durch die Alten nicht mehr auf dem zweiten Platz bleiben kann.
[SPEAKER_00]: Die Haupthaufnung wäre jungen ist der Brenner Basis Tunnel. [SPEAKER_00]: Das ist ein gewaltiges Eisenbahnprojekt unter den Alten, das in Zukunft einen erheblichen Teil der Güter von der Straße auf die Schieneverlagern soll. [SPEAKER_00]: Aber bisher wird die Eröffnung des Tunnels ständig verschoben und die Bewohner des Talz warten weiterhin.
[SPEAKER_00]: Deshalb glauben viele, dass die Blockade der Autobahn kaum die letzte solche Aktion gewesen sein wird. [SPEAKER_00]: Jetzt eine Nachricht aus Niederösterreich. [SPEAKER_00]: Sie könnte besonders wichtig für diejenigen sein, die eine preiskünstige Unterkunft suchen. [SPEAKER_00]: Im Bundesland werden die Regeln für die Vergabe von Gemeinde Wohnungen und geförderten Wohnungen geändert.
[SPEAKER_00]: Kurz gesagt, die Behörden versuchen, das System flexibler und gerechter zu gestalten. [SPEAKER_00]: Früher wurden viele Entscheidungen nach einem rechtstaren Kriterien katalog getroffen. [SPEAKER_00]: Entweder erfüllte eine Person die Bedingungen oder nicht. [SPEAKER_00]: Jetzt soll ein Punktesystem eingeführt werden.
[SPEAKER_00]: Was bedeutet das in der Praxis? [SPEAKER_00]: Jede Lebenssituation kann eine bestimmte Punktzahl hinzufügen. [SPEAKER_00]: Zum Beispiel eine lange Wartezeit in der Wartenschlange, eine schwierige Familie-Resituation, ein Kind mit Behinderung, oder das Risiko, die unterkunft zu verlieren.
[SPEAKER_00]: Die Idee ist, die realen Lebenssituation besser zu berücksichtigen, an Stadt nach dem Prinzip alle die gleichen Regeln zu arbeiten. [SPEAKER_00]: Für viele Menschen ist das eine gute Nachricht, denn das Leben passt selten in Standardformulare. [SPEAKER_00]: Gleichzeitig erinnert das noch einmal an einen wichtigen Punkt für Migranten.
[SPEAKER_00]: In den meisten österreichischen Bundesländern ist das Recht auf eine Gemeinde oder Sozialwohnung mit Anforderungen an den legalen Aufenthalt verbunden. [SPEAKER_00]: Wenn sie also vorhaben, sich auf eine Wohnungsswarte Schlange anzumägen, prüfen sie unbedingt die aktuellen Bedingungen in ihrer Gemeinde.
[SPEAKER_00]: Denn selbst benachbarte Städte können unterschiedliche Regeln haben. [SPEAKER_01]: Außerdem sucht die niederösterreichische Polizei seit einigen Monaten nach einem sehr ungewöhnlichen Serien-Dieb. [SPEAKER_01]: Und nein, diesmal geht es nicht um Fahrräder, Telefone oder teure Uren. [SPEAKER_01]: Der Mann stahl Schuhe.
[SPEAKER_01]: Und nicht irgendwelche, laut Polizeiangaben interessierte er sich hauptsächlich für Damentschuhe, die die Leute vorhaustören, im Treppenhaus oder Verwohnungen stehen ließen. [SPEAKER_01]: Im Laufe seiner Karriere entwendete er rund 170 paar Schuhe. [SPEAKER_01]: Die Polizei veröffentlichte sogar Fotos der sichergestellten Sammlung, weil nun die Eigentümer dieser Schuhe gefunden werden müssen.
[SPEAKER_01]: Und nach den Fotos zu urteilen ist das ein echtes Museum. [SPEAKER_01]: Torn Schuhe, sandalen, Pumps, Winterstiefel für jede Jahreszeit und jeden Geschmack. [SPEAKER_01]: Das Interessanteste ist, dass die Ermittler keinen gewöhnlichen Diefstahl zum Zweck des Weiterverkaufs vermuten. [SPEAKER_01]: Nach der bisherigen Version könnte der Mann aus einem fetischistischen Interesse an Schulen gehandelt haben.
[SPEAKER_01]: Genau deshalb verbreitet es sich diese Geschichte sofort in den österreichischen Medien. [SPEAKER_01]: Jetzt bitte die Polizei die Einwohner, die veröffentlichten Fotos zu überprüfen. [SPEAKER_01]: Vielleicht erkennt jemand unter den dutzenden von Paaren seine eigenen Tonschuhe wieder, die vor einigen Monaten auf mysteriöse Weise verschwunden sind.
[SPEAKER_01]: Wenn sie also in einem mehr Familienhaus wohnen und die angewohnheit haben, ihre Schuhe auf den Flur zu stellen, vielleicht wäre es besser, sie doch nach drinnen zu nehmen. [SPEAKER_01]: Denn wie die Praxis zeigt, findet man selbst im sehr ruhigen Österreich manchmal Menschen mit recht speziellen Hobbys.
[SPEAKER_01]: Und wir schließen mit guten Nachrichten aus mehreren Regionen des Landes. [SPEAKER_01]: In Vorallberg wurde erstmals auf gesamtösterreichischer Ebene der österreichische Staatspreis Holzbau, der staatliche Preis für Holzarchitektur verlin. [SPEAKER_01]: Für viele mag das wie eine Fachmann Nachricht klingen, aber eigentlich zeigt sie das, wo für Vorarlberg in Österreich unterüber hinaus schon lange bekannt ist.
[SPEAKER_01]: Genau hier entstehen seit vielen Jahren moderne Holzgebäude, die Ökologie, Energieeffizienz und modernes Design vereinen. [SPEAKER_01]: In diesem Jahr erhielten gleich zwei Projekte aus dem Bundesland die höchsten Auszeichnungen, das neue Rathaus in hohen M's und der Bildungskomplex in Hitisau.
[SPEAKER_01]: Und jetzt nach Steiermark und Salzburg. [SPEAKER_01]: Hier gibt es gute Nachrichten für alle die Regionalsüge nutzen. [SPEAKER_01]: Die Steiermark hat beschlossen, die Muthalbahn, die historische Eisenbahnlinie zwischen unsmarkt und Tamsweg zu elektrifizieren. [SPEAKER_01]: Diese Bahn fährt heute noch mit Dieselzügen, obwohl viele europäische Strecken schon längst auf Elektroantrieb umgestellt haben.
[SPEAKER_01]: Nach der Modernisierung werden die Züge leiser, umweltfreundlicher und komfortabler sein. [SPEAKER_01]: Für die einheimischen bedeutet das nicht nur weniger Lärm und Abgase, sondern auch die Aussicht auf bessere Verkehrsverbindungen zwischen den Bergregionen. [SPEAKER_01]: Solche Nachrichten schaffen es selten auf die Titelseiten der Zeitungen, aber sie beeinflussen oft am stärksten die Lebensqualität der Menschen in den Regionen.
[SPEAKER_00]: Und zum Abschluss, kurze Erinnerungen an das Wichtigste. [SPEAKER_00]: Erstens. [SPEAKER_00]: In Wienfunktioniert bereits das Neuesystem Tap Entride. [SPEAKER_00]: An den Stationen Hauptbahnhof Westbahnhof Bahnhof Meidling, Steffansplatz, Schwedenplatz, Spittelau, Zieglergasse, Neubaugasse und Erdberg kann man jetzt mit einer gewöhnlichen Bankkarte, einem Telefon oder einer Smartwatch bezahlen.
[SPEAKER_00]: Wenn Sie über die österreichische Staatsbürgerschaft nachdenken, schieben Sie das nicht lange auf. [SPEAKER_00]: In politischen Kreisen wird aktiv über eine Erhöhung der Sprachanforderungen von derzeitigen Niveau B1 auf B2 oder sogar C1 diskutiert. [SPEAKER_00]: Eine Entscheidung gibt es noch nicht, aber die Diskussion läuft.
[SPEAKER_00]: Und rettens, Änderungen des Asyl- und Migrationspakt-Anpassungsgesetzes sowie des Niederlassungs- und Aufenthalt-Gesetzes sind bereits in Kraft getreten. [SPEAKER_00]: Wenn Sie mit Asyl-Aufenthalt-Genehmigung, Rotweiß-Rotkarte oder Familienachzug zu tun haben, überprüfen Sie unbedingt die aktuellen Regeln auf Migration.gv.at und bei den offizialen Behörden.
[SPEAKER_00]: Und das Wichtigste schieben sie Dokumente nicht auf Später. [SPEAKER_00]: In Österreich können sich regeln langsam ändern. [SPEAKER_00]: Aber wenn Änderungen bereits im Kraft getreten sind, kann es gefährlich werden, sich auf alte Informationen aus Facebook, Telegramm oder Foren zu verlassen.
[SPEAKER_00]: Prüfen sie daher offizielle Quellen, halten sie sich über aktualisierungen auf dem laufenden und sparen sie ihre Zeit, ihre Nerven und ihr Geld. [SPEAKER_00]: Damit endet unsere heutige Ausgabe. [SPEAKER_00]: Vielen Dank, dass Sie diese Woche dabei waren. [SPEAKER_00]: Wir werden Sie weiterhin über die wichtigsten Erreignisse auf dem laufenden Heiden.
[SPEAKER_00]: Abonieren Sie den wöchentlichen Podcast Rotweißroht Report, den Podcast für alle, die in Österreich leben und arbeiten. [SPEAKER_00]: Sie finden uns auf Apple Podcasts YouTube und Spotify. [SPEAKER_00]: Das war's für heute. [SPEAKER_00]: Bis in einer Woche.