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Shownotes
<p><strong><em>Das ist heute im Programm:</em></strong></p><p>— Die Sozialdemokraten von der SPÖ kommen in einer neuen Umfrage nur noch auf zwölf Prozent. Steht Österreich wirklich vor Neuwahlen? Und was würde das für Menschen aus dem Ausland bedeuten?</p><p>— Österreichs Richterinnen und Richter protestieren eine Woche lang. </p><p>— Ab dem nächsten Jahr soll es Steuervorteile für Menschen geben, die das Pensionsalter erreicht haben und weiterarbeiten. Wer kann davon profitieren?</p><p>— In Wien sollen die Öffis, Wasser, Abwasser und Müllabfuhr wieder teurer werden. Wir schauen, welche Zahlen schon feststehen und welche noch Schätzungen sind.</p><p>— In Salzburg geht es um Ausbeutung bei der Arbeit, in Linz gilt ein Ausbruch einer Infektionskrankheit als beendet, und in Niederösterreich hüpft wieder ein Känguru an den Straßen entlang.</p><p><br></p><p><strong><em>Bleiben Sie über die wichtigsten Änderungen auf dem Laufenden und hören Sie zu, um mehr über die Ereignisse, Traditionen und Gesetze Österreichs zu erfahren.</em></strong></p><p>Bei Fragen zur Zusammenarbeit wenden Sie sich bitte an: <strong>rot.weiss.rot.report@gmail.com</strong></p><p>Unser Podcast ist in 5 Sprachen verfügbar: <strong>rwr-report.at/</strong></p>
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[SPEAKER_00]: Hallo, ihr hört den Routweiß-Rotrepart, den Podcast für alle, die in Österreich leben und arbeiten. [SPEAKER_00]: Jede Woche sprechen wir kurz und verständlich über die wichtigsten Erreignisse. [SPEAKER_00]: So wisst ihr welche Änderungen für eure Arbeit, eure Dokumente und euren Alltag wichtig sind.
[SPEAKER_00]: Heute in unserer Sendung, die Sozialdemokraten von der SPÖ kommen in einer neuen Umfrage nur noch auf 12 Prozent. [SPEAKER_00]: Stet Österreich wirklich vor Neuwahlen? [SPEAKER_00]: Und was würde das für Menschen aus dem Ausland bedeuten? [SPEAKER_00]: Österreichs Richterinnen und Richter protestieren eine Woche lang.
[SPEAKER_00]: Ab dem nächsten Jahr soll es Steuervorteile für Menschen geben, die das Pensionsalter erreicht haben und weiterarbeiten. [SPEAKER_00]: Wer kann davon profitieren? [SPEAKER_00]: In Wien sollen die Öffis, Wasser, Abwasser und Müll abfuhr wieder teurer werden. [SPEAKER_00]: Wir schauen welche Zahlen schon feststehen und welche noch Schätzungen sind.
[SPEAKER_00]: In Salzburg geht es um Ausbeutung bei der Arbeit. [SPEAKER_00]: In Lins gilt ein Ausbruch einer Infektionskrankheit als beendet. [SPEAKER_00]: Und in Niederösterreich hüpft wieder ein Kengro an den Straßenentlang. [SPEAKER_00]: Das und noch viel mehr hört ihr gleich. [SPEAKER_01]: Wir beginnen mit der großen Politik.
[SPEAKER_01]: Dort gab es in den letzten Tagen beunruhigende Zahlen, Laute Schlagzeilen und viele Gerüchte hinter den Kollissen. [SPEAKER_01]: Besonders viel Aufregung hat eine neue Umfrage des Instituts OGM ausgelöst. [SPEAKER_01]: Während die Nationalratswei jetzt, würde die sozialdemokratische Partei Österreichs kurz SPU nur 12 Prozent der Stimmen bekommen.
[SPEAKER_01]: Zum Vergleich, weil der Nationalratsweil 2020 waren es noch rund 21 Prozent. [SPEAKER_01]: In der neuen Umfrage liegen sogar die Grünen mit 15 Prozent vor der SPU. [SPEAKER_01]: Ganz vorne legt die rechts populistische, freihheitliche Partei Österreichs, die FPÖ mit fast 39 Prozent. [SPEAKER_01]: Auf Platz 2 steht die konservative österreichische Volkspartei, die ÖVP mit 21 Prozent.
[SPEAKER_01]: Die drei Parteien der aktuellen Regierung, also ÖVP, SPÖ und die liberalen Neos kommen zusammen nur noch auf ungefähr 40 Prozent. [SPEAKER_01]: das klingt nach einem politischen Erdbeben. [SPEAKER_01]: Trotzdem sollten mir ruhig bleiben. [SPEAKER_01]: Das sind keine Wahl-Ergebnisse, sondern nur die Antworten von rund 1000 Menschen in einer Umfrage.
[SPEAKER_01]: Eine andere aktuelle Umfrage, diesmal vom Institut Lasersfeld, zeigt ein anderes Bild. [SPEAKER_01]: Dort erreicht die SPÖ 14 Prozent und die Grünen kommen auf 12 Prozent. [SPEAKER_01]: Sogar die Reihenfolge der Parteien hängt also davon ab, wie die Institute ihre Umfragen machen. [SPEAKER_01]: Umfragen zeigen die Stimmung in einem bestimmten Moment.
[SPEAKER_01]: Sie haben außerdem eine statistische Fehlerquote. [SPEAKER_01]: Bei einer echten Wahl kommt es dagegen auch darauf an, wie viele Menschen wählen gehen, [SPEAKER_01]: den allgemeinen Trend sollten wir aber nicht ignorieren. [SPEAKER_01]: Rechts populistische Parteien gewinnen in vielen Teilen Europas an Unterstützung.
[SPEAKER_01]: Dafür gibt es mehrere Gründe. [SPEAKER_01]: Das Leben ist teurer geworden, viele Menschen vertrauen den bekannten politischen Parteien nicht mehr. [SPEAKER_01]: Über Migration wird heftig gestritten. [SPEAKER_01]: Und viele haben das Gefühl, dass die Regierungsparteien lieber mit einer der Streiten als ihre Probleme zu lösen.
[SPEAKER_01]: In Österreich spricht die FPÖ und der Herbert Kickle, diese Sorgen seit Jahren direkt an. [SPEAKER_01]: Sie fordert besonders strengeregeln für Migration. [SPEAKER_01]: Für Menschen, die nach Österreich gekommen sind, um zu arbeiten, zu studieren, oder sich hier ein Leben aufzubauen, ist das natürlich beunruhigt.
[SPEAKER_01]: Aber ein hoher Wert in einer Umfrage heißt nicht, dass morgen plötzlich Aufenthaltstitel ungültig werden, oder Schulen schließen. [SPEAKER_01]: Dafür braucht es offizielle Entscheidungen, Verhandlungen zwischen Parteien und neue Gesetze. [SPEAKER_00]: Warum verliert die SPÖ so schnell an Unterstützung?
[SPEAKER_00]: Ein wichtiger Grund ist einfach. [SPEAKER_00]: Die Partei streitet seit Monaten um politische Posten. [SPEAKER_00]: Ihr langjähriger Chef Andreas Barbler verliert nach und nach an Einfluss und zieht sich aus der Führung zurück. [SPEAKER_00]: Auch seine Funktion in der Regierung ist Teil der Verhandlungen geworden.
[SPEAKER_00]: Viele Wälerinnen und Wäler sind diese ständigen Kämpfe um Ämter Leid. [SPEAKER_00]: Deshalb gibt es hinter den Kulissen schon Gerüchte über vorgezogene Wahlen. [SPEAKER_00]: Manche Nensuga Ende Jänner des nächsten Jahres als möglichen Termin. [SPEAKER_00]: Die Oppositionelle SPÖ fahdert offen sofortige Neuweilen.
[SPEAKER_00]: Auch einzelne Politiker der ÖVP lassen erkennen, dass sie sich das vorstellen können. [SPEAKER_00]: Doch zwischen solchen Aussagen und eine Auflösung des Palamens liegt ein großer Unterschied. [SPEAKER_00]: Bundeskanzler Christian Stocker hat die Gerüchte öffentlich zurückgewiesen. [SPEAKER_00]: Er will die Koalition zusammenhalten, so lange sie arbeiten kann.
[SPEAKER_00]: Regulär steht die Nächste Nationalratswahl erst 2009 und 20 an. [SPEAKER_00]: Niemand hat bisher beschlossen, im Jänner zu wählen. [SPEAKER_00]: Und selbst wenn es irgendwann vorgezogene Wahlen gibt, kommt die FPÖ deshalb nicht automatisch in die Regierung. [SPEAKER_00]: In Österreich zählt, welche Parteien gemeinsam eine Mehrheit im Parlament haben.
[SPEAKER_00]: Nur so können sie eine Regierung bilden. [SPEAKER_00]: Die meisten anderen Parteien wollen bisher nicht mit Herbert Kickel zusammenarbeiten. [SPEAKER_00]: Für Menschen aus dem Ausland ist deshalb vor allem eines wichtig, informiert bleiben. [SPEAKER_00]: Ja, aber wegen jeder neuen Umfrage in Panik geraten, nein.
[SPEAKER_00]: Für unseren Alltag und unseren Aufenthaltsstatus gelten die aktuellen Gesetze nicht die großen Schlagzeilen. [SPEAKER_00]: Trotzdem muss die jetzige Koalition viel tun, um den Menschen zu zeigen, dass sie ihre [SPEAKER_00]: Während die Politik über Posten streitet, machen Österreichs Richterinnen und Richter auf ein anderes Problem aufmerksam.
[SPEAKER_00]: Ohne eine funktionierende Justiz helfen auch die besten Gesetze wenig. [SPEAKER_00]: Das betrifft direkt alle, die einen Termin bei Gericht haben. [SPEAKER_00]: Von Montag dem 12. Oktober bis Freitag dem 16. Oktober gibt es in ganz Österreich eine Protestaktion mit dem Titel 100% erreicht.
[SPEAKER_00]: Was jetzt? [SPEAKER_00]: Der Grund? [SPEAKER_00]: Laut der Berufsvertretung ist die Arbeitsbelastung so hoch, das Richterinnen und Richter bereits Mitte Herbst so viele Stunden geleistet haben, wie für ein ganzes Jahr vorgesehen sind. [SPEAKER_00]: Während der Aktion wollen sie sich streng an ihre offiziellen Aufgaben halten.
[SPEAKER_00]: Normale Gerichtsverhandlungen sollen ausfallen. [SPEAKER_00]: Endgültige Urteile vorerst nicht ausgegeben werden und [SPEAKER_00]: Dringende Fälle bearbeiten die Gerichte aber weiter, besonders bei Festnahmen, Untersuchungshaft oder wenn jemand sofort Schutz braucht. [SPEAKER_00]: Die Richter legen das Land also nicht lahmen.
[SPEAKER_00]: Sie wollen die Regierung auf den schweren Personalmangel aufmerksam machen. [SPEAKER_00]: Besonders kritisch ist die Lage in Vorarlberg. [SPEAKER_00]: Am Landesgericht fällt Kirch fehlen mindestens 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. [SPEAKER_01]: Was solltet ihr tun, wenn ihr in dieser Woche eine Gerichtsverhandlung habt?
[SPEAKER_01]: Ignoriert die Ladung auf keinen Fall und bleibt nicht einfach zu Hause. [SPEAKER_01]: Ruft bei der Geschäftstelle des Gerichts oder bei eure Anwältin oder eurem Anwalt an und frag nach ob der Termin stattfindet. [SPEAKER_01]: Kontrolliert auch eurem Briefkasten und eure E-Mails. [SPEAKER_01]: Wichtig ist außerdem, Gerichte sind nicht das selbe wie Verwaltungsbehörden.
[SPEAKER_01]: Der Protest der Richter betrifft nicht die Arbeit der Fremdenbehörden, der Bezirkshauptmannschaften oder des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl, kurz BFR. [SPEAKER_01]: Wenn ihr dort einen Termin habt, geht wie geplant hin. [SPEAKER_01]: Nach Politik und Gerichten kommen wir jetzt zu etwas Schönerim.
[SPEAKER_01]: Der österreichische Rundfunk Kurz, O-R-F, hat die neuen Finalisten seines beliebten jährlichen Wettbewerbs neuen Plätze, neuen Schätze bekannt gegeben. [SPEAKER_01]: Dabei wählen die Menschen den schönsten Ort Österreichs. [SPEAKER_01]: Die Auswahl in diesem Jahr ist fast schon ein fertiger Reiseführer für den Herbst.
[SPEAKER_01]: Für das Bogenland tritt die historische Brücke von Andau an. [SPEAKER_01]: Kärnten schickt den felsigen Griffner Schlossberg ins Rennen, Nieder Österreich die Rackseilbahn mit ihrer schönen Aussicht. [SPEAKER_01]: Ober Österreich setzt auf das Bergebiet Hutterer Böden. [SPEAKER_01]: Salzburg ist mit der ruhigen Friedenskirche Hochkundeck dabei.
[SPEAKER_01]: Tirol möchte mit der Festung Kufstein gewinnen. [SPEAKER_01]: Vor Allberg im äußersten Wästen stellt die geschützte Berglandschaft Tilesuna vor. [SPEAKER_01]: Und wie ist mit dem gemütlichen Türkenschanzpark im Herbst vertreten? [SPEAKER_01]: Zuerst haben die Menschen in jedem Bundesland aus drei Vorschlägen ihren Favoriten gewählt.
[SPEAKER_01]: Jetzt treten alle neuen Orte im Finale gegen einander an. [SPEAKER_01]: Die große Show läuft am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, um 20 Uhr 15, live auf O-R-F2. [SPEAKER_01]: Für alle die erste Kurzem in Österreich leben, ist das eine schöne Gelegenheit alle neuen Bundesländer kennen zu lernen, ganz ohne langweiliges Geografiebuch.
[SPEAKER_01]: Und wenn ihr danach gleich einen Wochenentausflub planen möchtet, hat der Wettbewerbs sein Ziel erreicht. [SPEAKER_01]: Damit sind wir am Ende unseres Überblicks über die wichtigsten Nachrichten der Woche. [SPEAKER_01]: Jetzt sprechen wir über Geld. [SPEAKER_01]: Über steigende Gebühren, den Arbeitsmarkt und finanzielle Änderungen, die bald auf die Menschen in Österreich zu kommen.
[SPEAKER_00]: Wir beginnen diesmal nicht mit höheren Preisen, sondern mit einer Nachricht die manchen Menschen im Rohstand mehr Geld bringen könnte. [SPEAKER_00]: Es geht um alle, die schon anspruch auf Pensionen haben, aber weiterarbeiten möchten. [SPEAKER_00]: Der Bundesrat hat ein Paket zur sogenannten Aktiv-Pensionen unterstützt.
[SPEAKER_00]: Die Idee ist einfach. [SPEAKER_00]: Wer das gesetzliche Pensionsalter erreicht hat, eine Pension bekommen kann und trotzdem weiterarbeitet, soll auf einen Teil des Arbeitslons keine Steuerzahlen. [SPEAKER_00]: Ab dem ersten Jänner 2007 und 20 soll das für bis zu 1.250 Euro im Monat gelten, also für höchstens 15.000 Euro im Jahr.
[SPEAKER_00]: Aber Achtung. [SPEAKER_00]: Der Staat zahlt pensionistenen und pensionisten diese Summe nicht zusätzlich aus. [SPEAKER_00]: Es geht nur um den Teil des Einkommens auf denen keine Steueranfällt. [SPEAKER_00]: Wie viel man tatsächlich spart hängt deshalb vom eigenen Gehalt ab. [SPEAKER_00]: Außerdem senkt das Paket die Beiträge zur Pensionsversicherung deutlich.
[SPEAKER_00]: Das Finanzministerium erklärt, die Erleichterung gilt für Einkommen, dass ab Anfang des nächsten Jahres verdient wird. [SPEAKER_00]: Warum macht die Regierung das? [SPEAKER_00]: Österreichs Bevölkerung wird immer älter. [SPEAKER_00]: Gleichzeitig fehlen vielen Betrieben dringend erfahrene Fachkräfte.
[SPEAKER_00]: Die Regierung möchte Menschen motivieren, länger im Beruf zu bleiben. [SPEAKER_00]: Hohe Steuern sollen ihnen die Freude an der Arbeit nicht nehmen. [SPEAKER_00]: Befürworter sagen, so bleiben gut ausgebildete Leute länger im Arbeitsleben. [SPEAKER_00]: Kritiker erinnern aber daran, dass nicht alle Impensionsalter noch arbeiten können, besonders nach vielen Jahren schwerer körperlicher Arbeit.
[SPEAKER_00]: und wichtig. [SPEAKER_00]: Viele Versicherungsjahre allein reichen nicht aus. [SPEAKER_00]: Wer das gesetzliche Pensionsalter noch nicht erreicht hat, bekommt diesen Vorteil nicht automatisch. [SPEAKER_00]: Im selben Paket gibt es auch Änderungen bei der Abfertigung. [SPEAKER_00]: Neu. [SPEAKER_00]: Dabei zahlen Arbeitgeber Geld für ihre Beschäftigten in eine Vorsorgekasse ein.
[SPEAKER_00]: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen künftig mehr Möglichkeiten bekommen, [SPEAKER_00]: aber höhere mögliche Gewinne bedeuten auch höhere Risiken. [SPEAKER_00]: Bei manchen Varianten gibt es keine Garantie mehr, dass das eingezahlte Geld erhalten bleibt. [SPEAKER_00]: Oder man kann es nicht mehr vorzeitig auszahlen lassen.
[SPEAKER_00]: Unterschreibt also keine neuen Verträge, nur weil jemand besonders gute Gewinne verspricht. [SPEAKER_00]: Die Regierung stellt außerdem Geld bereit, um die Beschäftigung älterer Menschen und von Menschen mit Behinderungen zu fördern. [SPEAKER_00]: Sie hat auch die Regeln für Familienleistungen bei Menschen mit vorübergehendem Schutz genauer festgelegt.
[SPEAKER_00]: Dazu gehören unter anderem aus der Ukraine vertriebene Personen. [SPEAKER_00]: Hier muss aber jeder seinen eigenen Aufenthaltsstatus und die persönlichen Voraussetzungen prüfen. [SPEAKER_00]: Nur weil eine Leistung im Gesetz steht, bekommt sie nicht automatisch jeder. [SPEAKER_01]: Jetzt geht es um viel weniger erfreuliche Zahlen aus der Staatskasse.
[SPEAKER_01]: Vokor zum haben österreichische Medien über den Hohenstaatschuldenstand berichtet. [SPEAKER_01]: Fast 320 Milliarden Euro. [SPEAKER_01]: Dabei darf man zwei verschiedene Zahlen nicht verwechseln. [SPEAKER_01]: Rund 320,5 Milliarden Euro waren Ende August allein die Finanzschuldendes Bundes.
[SPEAKER_01]: Wenn man aber den gesamten Staat mit Bundesländern und Gemeinden zählt, kommt man sogar auf 341 Milliarden Euro. [SPEAKER_01]: Pro Einwohnerinnen und Einwohner sind das ungefähr 47.000 Euro Schulden. [SPEAKER_01]: Natürlich schickt euch das Finanzamt keine Rechnung über diesen Betrag. [SPEAKER_01]: Das Problem ist dann anderes.
[SPEAKER_01]: Für Schulden muss der Staat zinsen sein. [SPEAKER_01]: Allein im Jahr 2025 gingen mehr als 8 Milliarden Euro an die Gläubiger. [SPEAKER_01]: Diese Zahlungen werden weiter steigen. [SPEAKER_01]: Warum ist das für eine normale Familie wichtig? [SPEAKER_01]: Der Staat hat nicht unendlich hier Geld.
[SPEAKER_01]: Je mehr Erfützinsen ausgibt, desto weniger bleibt für Krankenhäuser, Straßen, Schulen, Universitäten und Sozialleistungen. [SPEAKER_01]: Das bedeutet nicht, dass morgen Leistungen wegfallen oder Steuern steigen. [SPEAKER_01]: Aber es erklärt, warum die Regierung ständig nach Möglichkeiten zum Sparen sucht.
[SPEAKER_01]: Milliarden an Schuldenklingen vielleicht weit weg. [SPEAKER_01]: Die Heizkosten dagegen spüren viele Menschen schon jetzt. [SPEAKER_01]: Dieser Winter könnte deutlich teurer werden, besonders für Häuser mit einer eigenen Ölheizung. [SPEAKER_01]: Nach den jüngsten Angaben ist der Preis für 100 Liter Heizöl von rund 107 Euro auf etwa 183 Euro gestiegen.
[SPEAKER_01]: Wer wie üblich 3.000 Liter für ein Haus bestellt, zahlt damit mehrere 1.000 Euro mehr. [SPEAKER_01]: Auch Holzpellet sind teurer geworden. [SPEAKER_01]: Vor einem Jahr kostete eine Tonne ungefähr 310 Euro. [SPEAKER_01]: Jetzt sind es rund 420 Euro. [SPEAKER_01]: Ein Haus, das im Winter 6 Tonnen verbraucht, zahlt dadurch mehr als 600 Euro zusätzlich.
[SPEAKER_01]: Die Lieferung kommt noch dazu. [SPEAKER_01]: Bei Gasheizungen können die Kosten pro Jahr um 150 bis 250 Euro steigen. [SPEAKER_01]: Und wer Fernwärme nutzt, muss in manchen Städten mit 5 bis 8 Prozent höheren Preisen rechnen. [SPEAKER_01]: Jede Wohnung und jedes Haus hat eine andere Heizung und einen anderen Vertrag.
[SPEAKER_01]: Such deshalb jetzt euren Vertrag heraus und prüft den Tarif. [SPEAKER_01]: Was kostet die Energie selbst? [SPEAKER_01]: Wie hoch sind die Netzgebühren? [SPEAKER_01]: Ist ein bisheriger Rabatt vielleicht schon abgelaufen? [SPEAKER_01]: Wer zur Miete wohnt, sollte bei der Vermieterin, beim Vermieter, oder bei der Hausverwaltung fragen, wie die monatlichen Vorauszahlungen berechnet wurden und wann die Jahresabrechnung kommt.
[SPEAKER_01]: Wenn ihr einen neuen Anbieter sucht, schaut besonders auf den normalen Preis nach dem Ende eine Aktion. [SPEAKER_01]: Denn günstige Angebote enden oft schneller als der Winterfrost. [SPEAKER_00]: Eine weitere Zahlung betrifft fast alle Haushalte. [SPEAKER_00]: Der verpflichtende O-R-F-Beitrag.
[SPEAKER_00]: Der Verwaltungsgerichtshof hat eine weitere Beschwerde abgewiesen und endgültig bestätigt, dass dieser Beitrag mit dem Recht der Europäischen Union vereinbeist. [SPEAKER_00]: Schon vorher hatte der Verfassungsgerichtshof den Beitrag für Rechtmäßig erklärt. [SPEAKER_00]: Der Versuch Ihnen vor Gericht abzuschaffen ist damit wieder geschleitert.
[SPEAKER_00]: Zur Erinnerung. [SPEAKER_00]: Der Beitrag hängt nicht davon ab, ob Ihr einen Fernseher habt. [SPEAKER_00]: Der Grundbetrag liegt bei 15 Euro und 30 Cent im Monat, also bei rund 1884 Euro im Jahr. [SPEAKER_00]: In manchen Bundesländern kommt noch ein zusätzlicher Landesbeitrag dazu. [SPEAKER_00]: Zahlen muss man grundsätzlich auch dann, wenn man überhaupt nicht Fernseht.
[SPEAKER_00]: Bei niedrigen Einkommen oder wenn man bestimmte Sozialleistungen bekommt, kann eine Befreiung möglich sein. [SPEAKER_00]: Dafür müsst ihr aber selbst einen offiziellen Antrag stellen. [SPEAKER_00]: Zum Schluss schauen wir uns Zahlen an, bei denen viele beschäftigte Neugierig auf die Gehälter anderer Menschen werden.
[SPEAKER_00]: Österreich hat die Bezüge seiner Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker für 2020 veröffentlicht. [SPEAKER_00]: Der Bundespräsident verdient ungefähr 27.000 Euro Brutto im Monat. [SPEAKER_00]: Der Bundeskanzler bekommt rund 24.000 Euro, der Fizikanzler fast 21.000 Euro und die Ministerinnen und Minister etwas mehr als 19.000 Euro im Monat.
[SPEAKER_00]: Ein gewöhnliches Mitglied des Nationalrats erhält etwa 10.400 Euro Brutto. [SPEAKER_00]: Das sind natürlich Brottobeträge, auch Politikerzahlen darauf hohe Steuern. [SPEAKER_00]: Außerdem gilt in diesem Jahr für die höchsten politischen Ämter eine sogenannte Nulllohnrunde. [SPEAKER_00]: Das heißt, die automatische Erhöhung ihrer Gehälter fällt aus.
[SPEAKER_00]: Trotzdem sind die Beträge beeindruckend. [SPEAKER_00]: Manche sagen, dass die Verantwortung für ein ganzes Land gut bezahlt werden muss. [SPEAKER_00]: eines ist immerhin positiv. [SPEAKER_00]: In Österreich sind die Bezüge der politischen Führung öffentlich. [SPEAKER_00]: Alle Bürgerinnen und Bürger können sie nachlesen.
[SPEAKER_00]: Und jetzt geht es nach Wien. [SPEAKER_00]: Dort schauen wir uns besondere Fälle, neue Stadtprojekte und Veranstaltungen an, die interessant sein könnten. [SPEAKER_01]: Wir sind in Wien. [SPEAKER_01]: Hier lohnt es sich einen Blick ins Geldbörse zu wärfen und sich auf höhere Kosten vorzubereiten.
[SPEAKER_01]: Für die Menschen in der Hauptstadt könnte das nächste Jahr deutlich teurer werden. [SPEAKER_01]: Das Jahr ist zwar noch nicht vorbei, aber bei wichtigen Ausgaben ist die Richtung schon klar. [SPEAKER_01]: Erstens. [SPEAKER_01]: Die Wienerlinien wollen die Ticketpreise jedes Jahr an die Inflation anpassen.
[SPEAKER_01]: Die Jahreskarte ist schon zu Jahresbeginn von 365 Euro auf 647 Euro gestiegen. [SPEAKER_01]: Wenn die nächste Anpassung noch einmal rund 3,5 Prozent bringt, könnte sie fast 483 Euro kosten. [SPEAKER_01]: Das ist bisher nur eine Schätzung, noch keine endgültige Entscheidung der Stadt. [SPEAKER_01]: Die genauen Preise für Einzelfahrscheine, Monatskarten und Jahreskarten sollen die zuständigen Stellen erst später bekannt geben.
[SPEAKER_01]: Zweitens werden auch wichtige Leistungen der Stadtteurer. [SPEAKER_01]: Abjener sollen die Gebühren für Trinkwasser und Abwasser um ungefähr 4,5 Prozent steigen. [SPEAKER_01]: Die regelmäßige Müllabfuhr soll fast genau so viel teurer werden. [SPEAKER_01]: Dahinter steckt die sogenannte Valorisierung.
[SPEAKER_01]: So heißt die gesetzliche Regel in Wien, nach der die Stadt bestimmte Gebühren an die allgemeine Preiseentwicklung anpasst. [SPEAKER_01]: Ein paar Euro mehr für Wasser oder Müll, würden zunächst vielleicht nicht dramatisch. [SPEAKER_01]: Aber wenn gleichzeitig Öffis, Betriebskosten und Hals und teurer werden, macht die Summe einen großen Unterschied.
[SPEAKER_01]: Wenn ihr eine Wohnung mietet, denkt er an. [SPEAKER_01]: Wasser und Müll abvur stecken normalerweise in den Betriebskosten. [SPEAKER_01]: Seht euch deshalb die jährliche Abrechnung eurer Hausverwaltung genau an. [SPEAKER_01]: Das wichtigste ist, keine Panik. [SPEAKER_01]: Ihr müsst jetzt nicht zur Verkaufstelle laufen und gleich mehrere Jahreskarten auf Vorrat kaufen.
[SPEAKER_01]: Prüft lieber wie lange eure jetzige Jahreskarte noch gilt und welche Ermässigungen es gibt. [SPEAKER_01]: Für junge Menschen, studierende, pensionisteninnen und pensionisten, sowie Menschen mit Behinderungen, bietet wen deutlicher Vergünstigungen. [SPEAKER_01]: Der volle normalpreis ist also nicht die einzige Möglichkeit.
[SPEAKER_00]: Bei unserer nächsten Nachricht geht es nicht um Rechnungen, sondern um neue Chancen für junge Menschen. [SPEAKER_00]: Zum internationalen Mädchen Tag hat die Stadt Wien das geplante Projekt Wiener Mädchen Club vorgestellt. [SPEAKER_00]: Dabei geht es nicht um einen geschlossenen Club mit Mitgliedskarte, sondern um eine neue, leichtnutzbare Online-Plattform.
[SPEAKER_00]: Sie soll Angebote, Kose und Workshopsterstadt für Mädchen und junge Frauen an einem Ort sammeln. [SPEAKER_00]: Der richtige Staat ist für das Frühjahr des nächsten Jahres geplant. [SPEAKER_00]: Die Themen sind sehr unterschiedlich. [SPEAKER_00]: Von Frauenrechten, Sicherheit auf dem Heimweg am Abend und Schutz vorgewalt, bis zu Berufswahl dem sicheren Umgang mit Medien, künstlicher Intelligenz und Robotik.
[SPEAKER_00]: In Wien gibt es bereits den Wiener Töchtertag, an dem Mädchen berufe kennenlernen können. [SPEAKER_00]: Auch das digitale Projekt Die Days Next Jan läuft schon. [SPEAKER_00]: Künftig sollen diese Angebote leichter an einem Ort zu finden sein. [SPEAKER_00]: Mädchen und junge Frauen aus Wien dürfen außerdem selbst mitentscheiden, was die neue Plattform anbieten soll.
[SPEAKER_00]: Bis Jänner läuft auf dem Stadtportal eine offene Onlineumfrage. [SPEAKER_00]: Dort kann jede Sagen welche Kurse oder Fähigkeiten ihr bisher fehlen. [SPEAKER_00]: Für Familien, die erst vor Kurzem nach Österreich gekommen sind, kann das eine gute Hilfe beim Ankommen sein. [SPEAKER_00]: Jugendliche finden in einer neuen Umgebung nicht immer leicht Freunde, besonders, wenn sie noch nicht fließen, Deutsch sprechen.
[SPEAKER_00]: Gemeinsame, kreative oder technische Kurse können neue Kontakte schaffen und helfen sich schneller zu Hause zu fühlen. [SPEAKER_00]: Noch ist der Wienermätchenclub in Planung. [SPEAKER_00]: Den aktuellen Fragebogen und weitere Nachrichten findet ihr auf dem offiziellen Portal der Stadt Wien.
[SPEAKER_00]: Im siebten Wienerbezirkt Neubau gibt es inzwischen eine neue Idee für Hundebesitzer. [SPEAKER_00]: Sie zeigt, dass die Stadt sogar auf kleine Dinge im Alltag achtet. [SPEAKER_00]: Das Bekannte Wienermotor Sackal für Skackal kennen wohl alle. [SPEAKER_00]: Hundecode gehört in Sackal. [SPEAKER_00]: Jetzt geht der Bezirkt noch einen Schritt weiter und startet das Projekt schönes Gassie.
[SPEAKER_00]: Neben dem Sackal sollen die Menschen auch eine kleine Wasserflasche ein Flaschall mitnehmen. [SPEAKER_00]: Nein, das Wasser ist nicht zum Trinken für den Hund gedacht. [SPEAKER_00]: Damit kann man frischen Hunde-Irinen an Baumstämmen sofort verdönen oder wegspüllen. [SPEAKER_00]: In dem Dichtbebautenbezirk neu-Bau sind rund 600 Hunde angemeldet.
[SPEAKER_00]: Gleichzeitig gibt es dort sehr wenig Grün. [SPEAKER_00]: Junge Bäume, die später schatten Spenden und gegen die Sommerhitze helfen sollen, leiden besonders unter dem U-Rien. [SPEAKER_00]: Er kann ihrer Rinde stark schaden. [SPEAKER_00]: Deshalb verteilt das Bezirksamt jetzt kostenlos, besondere Flaschen an Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer.
[SPEAKER_00]: Das Wasser verdünnt die schädlichen Stoffe und schützt die empfindliche Rinde vor dem Ausdrucknen. [SPEAKER_00]: Neue Strafen gibt es nicht und niemand muss eine Flasche mitnehmen. [SPEAKER_00]: Alles ist freiwillig. [SPEAKER_00]: Aber man muss schon sagen, wie ein hat für den Umweltschutz in der Stadt eine ganz neue kleine Idee gefunden.
[SPEAKER_01]: Auf dem Wiener Wohnungsmarkt passiert gerade etwas, das nicht zu der Vorstellung passt, das Wohnungen immer not teurer werden. [SPEAKER_01]: Laut dem neuen Bericht Remax-Emospiegel gab es in der ersten Jahreshefte in Wien mehr als 7.000 Verkäufe von Eigentumswohnungen. [SPEAKER_01]: Das sind deutlich mehr als im Vorjahr.
[SPEAKER_01]: Eine verkaufte Wohnung kostete in Durchschnitt rund 320.000 Euro. [SPEAKER_01]: Zwischen den Bezirten gibt es aber sehr große Unterschiede. [SPEAKER_01]: Im beliebten Fürtenbezirk widen, sankten die Preise bei abgeschlossenen Verkäufen um mehr als 20 Prozent, auf ungefähr 400.000 Euro Prowohnungen.
[SPEAKER_01]: In Otterkring gingen sie um 16 Prozent zurück. [SPEAKER_01]: Auch in der Leopoldstadt und in Favoriten laden die Werte niedriger. [SPEAKER_01]: In Magereten steigen die Preise dagegen um fast 20 Prozent. [SPEAKER_01]: In Florezdorf und Wäring waren es jeweils ungefähr 17 Prozent mehr. [SPEAKER_01]: Über ganz wiengerechnet ist der durchnittliche Preis pro Quadratmeter sogar leicht gesunken.
[SPEAKER_01]: Wie kann das sein? [SPEAKER_01]: Die Erklärung ist einfach. [SPEAKER_01]: Die Statistik zeigt die Wohnungen die tatsächlich verkauft wurden. [SPEAKER_01]: Wenn in einem Bezirk viele kleine Einzimmerwohnungen verkauft werden, aber nur wenige große Wohnungen sind der durchschnittliche Kaufpreis.
[SPEAKER_01]: Der Preis pro Quadratmeter muss dabei gar nicht fein. [SPEAKER_01]: Umgekehrt können schon wenige sehr teure Neubauwohnungen, den Durchschnitt in einem anderen Bezirk stark nach oben treiben. [SPEAKER_01]: Wer kaufen möchte, sollte deshalb nicht nur auf dem Bezirk schauen. [SPEAKER_01]: Wichtig sind auch die Energieklasse, der Zustand des Gebäudes, das Stockwerk und die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
[SPEAKER_01]: Und eines darf man nicht vergessen, sinkende Kaufpreise bedeuten nicht automatisch niedrigerer Mieten. [SPEAKER_01]: Mit einem platzlichen Staatenrückgang der Wiener Mieten sollte deshalb niemand rechnen. [SPEAKER_01]: Das nächste Thema ist besonders für Menschen wichtig, die Arbeit suchen oder bereits arbeiten, vor allem für älterer Beschäftigte.
[SPEAKER_01]: Die Stadt wie ihn überlegt, eine Ausnahme bei der Dienstgeberabgabe abzuschaffen. [SPEAKER_01]: Diese Abgabe zahlen Unternehmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. [SPEAKER_01]: Viele kennen sie als U-Bahn-Steuer. [SPEAKER_01]: Der Zeit sind es zwei Euro pro Beschäftigter Personen und Arbeitswoche.
[SPEAKER_01]: Das Hermissen betriebe diese Abgabe nicht zahlen, wenn sie jemanden einstellen, der älter als 55 Jahre ist. [SPEAKER_01]: Genau diese Ausnahme möchte die Stadt jetzt streichen. [SPEAKER_01]: Für eine Person würde das den Betrieb rund 100 Euro im Jahr zusätzlich kosten. [SPEAKER_01]: Für ein großes Unternehmen klingt das nach wenig Geld, trotzdem gibt es viel Kritik.
[SPEAKER_01]: Nach dem 50. Geburtstag eine neue Arbeit zu finden. [SPEAKER_01]: Nach aktuellen Zahlen des Arbeitsmarkt-Service, kurz AMS, sind allein in Wien mehr als 33.000 Menschen über 50 Arbeitslos gemeldet. [SPEAKER_01]: Gewerkschaften befürchten, dass der Wegfall selbst dieser kleinen Erleichterung manchen Arbeitgebern einen weiteren Grundgibt älterer Bewerber abzulehnen.
[SPEAKER_00]: Zum Schluss aus Wien haben wir noch zwei seltsame Geschichten aus der Welt von Polizei und Bestattung. [SPEAKER_00]: Sie klingen fast wie eine schwarze Komödeer. [SPEAKER_00]: Im Bezirktöbling sah eine Polizeistreife in der Nacht einen jungen Mann mit einer Maske. [SPEAKER_00]: Er sah es ganz ruhig auf einer Mülltonne vor einem geschlossenen Supermarkt.
[SPEAKER_00]: als die Polizei näher kam, lief er plötzlich weg. [SPEAKER_00]: Dabei stieß er eine Polizist in zu Boden und werde sich heftig gegen die Festnahme. [SPEAKER_00]: Zwei Polizisten wurden leicht verletzt. [SPEAKER_00]: In der Tasche des 25-jährigen Österreichers fanden die Beamten eine Druckluftpistole.
[SPEAKER_00]: Was dieser Mülltonnengeist nachts mit Masker und Waffe auf der Mülltonne wollte, versuchen die Ermittler noch herauszufinden. [SPEAKER_00]: Und wenn ihr glaubt, das war schon das seltsamste aus Wien, hat die Bestattung Wien noch etwas Besonderes vorbereitet. [SPEAKER_00]: Im Bekannten Bestattungsmuseum auf den Wienerzentralfriedhof gibt es zu Halloween eine ungewöhnliche Aktion.
[SPEAKER_00]: Wer möchte darf sich in einen echten Saarklägen und ausprobieren wie es sich darin liegt. [SPEAKER_00]: Natürlich freiwillig und kostenlos. [SPEAKER_00]: Laut den Veranstaltern gibt es auch keine medizinischen Einschränkungen. [SPEAKER_00]: Am 31. Oktober, von 16 bis 20 Uhr, findet dort ein Familienfest, mit Reizölen, Mit-Machaktionen und einem sehr besonderen Einblick in die Wiener-Bestattungskultur statt.
[SPEAKER_00]: Der Eintritt ist frei. [SPEAKER_00]: Vor Ort sammelt man Spenden für das Kinder-Palliativ-Zentrum Momo, [SPEAKER_00]: Wenn ihr dachtet, wie ihn kann euch nicht mehr überraschen, zeigt die Stadt wieder einmal ihren ganz eigenen Umgang mit dem Tod. [SPEAKER_00]: Mit viel nachdenken und sehr schwarz im Humor.
[SPEAKER_00]: So ungewöhnlich und voller Gegensätze war diese Woche in der Hauptstadt. [SPEAKER_00]: Jetzt verlassen wir die Wiener Straßen und reisen durch die österreichischen Bundesländer. [SPEAKER_00]: Dort gibt es mindestens genauso spannende Nachrichten. [SPEAKER_01]: Jetzt schauen wir, was außerhalb der Hauptstadt passiert ist.
[SPEAKER_01]: Wir beginnen in Salzburg, mit einem Thema, das alle betrifft, die nach Österreich gekommen sind, um hier Geld zu verdienen. [SPEAKER_01]: Die Hilfsorganisation Caritas in Salzburg und die Erztiozüse Salzburg wollen auf ein Ernstes Problem aufmerksam machen. [SPEAKER_01]: Menschenhandel.
[SPEAKER_01]: In der Region starten sie eine große Informationskampagne für soziale Einrichtungen, Fachorganisationen und die Bevölkerung. [SPEAKER_01]: Denn Menschenhandel bedeutet nicht nur Entführungen oder Zwangsprostitution, wie man es aus Kriminalgeschichten kennt. [SPEAKER_01]: Im Alltag geht es oft um schwere Ausbeutung bei der Arbeit.
[SPEAKER_01]: Menschen werden mit Schulden abhängig gemacht, psychisch unter Druck gesetzt oder so bedroht, dass sie ihre Arbeit nicht mehr verlassen können. [SPEAKER_01]: Für Menschen, die zum Arbeiten aus dem Ausland kommen, ist diese Falle besonders gefährlich. [SPEAKER_01]: Das Muster ist oft ähnlich.
[SPEAKER_01]: Vermittler versprechen einen legalen Arbeitsvertrag und einen guten Lohn. [SPEAKER_01]: Nach der Ankunft nehmen sie den Menschen aber den Reise pass weg. [SPEAKER_01]: Ringen sie in schlechten Unterkünften Unter und verlangen Geld für angebliche Schulden durch die Reise oder die Wohnung.
[SPEAKER_01]: Wer seinen vollen Lohn fordert, dem dron sie mit Abschiebung. [SPEAKER_01]: Das sind keine strengen Regeln des österreichischen Arbeitsmarkts, sondern schwere Straftaten. [SPEAKER_01]: Natürlich ist nicht jede verspätete Lohnzahlung gleich Menschenhandel. [SPEAKER_01]: Fachleute müssen jeden Fall einzeln prüfen.
[SPEAKER_01]: Aber auch, wenn keine solche Straftat vorliegt, sind absichtlich zu niedrige Löhne oder gefährliche Arbeitsbedingungen, schwere Verstöße gegen österreichische Gesetze. [SPEAKER_01]: Die staatliche Arbeitsinspektionen macht deutlich, es gibt Hilfe und niemand sollte Angst haben danach zu fragen.
[SPEAKER_01]: Frauen können sich an die spezialisierte Stelle L-E-F-E-B-F-Wenden. [SPEAKER_01]: Für Männer gibt es die Organisation MEN-WIA. [SPEAKER_01]: Die Initiative Unlock berät besonders Menschen, die nicht alle nötigen Dokumente haben oder ohne Anmeldung arbeiten. [SPEAKER_01]: Auch die Arbeiterkammer, die Gewerkschaften und die Polizei können euch helfen.
[SPEAKER_01]: Merkt euch vor allem diese Regel. [SPEAKER_01]: Kein Arbeitgeber darf euren Reise pass behalten. [SPEAKER_01]: Auch nicht mit der Begründung erbrauche ihn für die Unterkunft oder den Arbeitsvertrag. [SPEAKER_01]: Wenn ihr isoliert seid oder jemand euch unter Druck setzt, bewahrt Nachrichten und Schätz auf.
[SPEAKER_01]: Fotografiert eure Arbeitszeit aufzeichnungen, behaltet Kopien, eure Dokumente und holt euch so schnell wie möglich unabhängige Beratung. [SPEAKER_01]: Rechte am Arbeitsplatz sind die Grundlage legaler Arbeit und kein Besonderer gefallen. [SPEAKER_00]: Unsere nächste Geschichte kommt aus der Steiermark.
[SPEAKER_00]: Dort sind viele Besitzer von Hotels und Ferien-Wohnungen sehr verargert über die Pläne der Landesregierung. [SPEAKER_00]: Die Koalition aus der rechtspopulistischen FPÖ und der konservativen ÖVP möchte die Nächdigungsabgabe ab juni 2007 und 20 fast verdoppeln. [SPEAKER_00]: Diese Pflichtabgabe zahlen Gäste, Properson und Nacht.
[SPEAKER_00]: Bisher sind es 2,5 Euro. [SPEAKER_00]: Künftig sollen es fast 5 Euro sein. [SPEAKER_00]: Die Tourismusbranche ist entsetzt. [SPEAKER_00]: Die Hoteliersvatten höchstens mit einer kleinen Erhöhung auf 2 Euro und 80 Cent gerechnet. [SPEAKER_00]: Jetzt schlagen sie alarm. [SPEAKER_00]: Landeshauptmann Mario Kunasek erklärt die starke Erhöhung damit, dass die Steiermark Jahre lang die niedrigsten Beiträge in Österreich hatte.
[SPEAKER_00]: Die Betriebe sehen das anders. [SPEAKER_00]: Reisende lesen die einzelnen kleinen Positionen auf der Rechnung oft nicht. [SPEAKER_00]: Sie unterscheiden nicht zwischen dem Zimmerpreis und den zusätzlichen Abgaben. [SPEAKER_00]: Sie achten auf den Gesamtpreis. [SPEAKER_00]: Wenn Urlaub teurer wird, bleiben Gäste vielleicht Kürzer, oder geben weniger Geld in Restaurants und für Soviniers aus.
[SPEAKER_00]: Für alle, die im steirischen Tourismus arbeiten, ist das ein wahnsinnig nahl. [SPEAKER_00]: Wenn weniger Gäste kommen, können Betriebe personal abbauen oder Arbeitsstunden kürzen. [SPEAKER_00]: Noch ist die höhere Abgabe nur ein Gesetzesplan und kein geltiger Tarif. [SPEAKER_00]: Falls ihr für Nächsten Sommer schon einen Urlaub an den Sehnen oder in den Bergen der Steiermarkt plant, lässt eure Buchung genau.
[SPEAKER_00]: Ist die Ortstaxe, also die Nächdigungsabgabe im Endpreist ist z.B. enthalten oder kommt sie noch dazu. [SPEAKER_00]: Aus Oberösterreich gibt es wichtige neue Informationen zu einer Ärzten Krankheitswelle rund um Lins. [SPEAKER_00]: Im Sommer kam es dort zu einem Ausbruch der Legionärskrankheit, auch Legionelose genannt.
[SPEAKER_00]: Bakterien lösen dabei eine schwere Lungenentzündung aus. [SPEAKER_00]: Nach den neuesten offiziellen Svalen gab es 36 bestältigte Fälle. [SPEAKER_00]: Leider ist noch ein Mensch gestorben. [SPEAKER_00]: Damit liegt die Zahl der Todesopfer jetzt bei 4. [SPEAKER_00]: Trotzdem konnten die Ärzte und Ärzte sein Leben nicht retten.
[SPEAKER_00]: Es gibt aber auch eine sehr gute Nachricht. [SPEAKER_00]: Die Stadt Linz hat offiziell erklärt, dass sie seit Anfang September keine neuen Infektionen festgestellt hat. [SPEAKER_00]: der Ausbruch gilt damit als vollständig eingedämmt und beendet. [SPEAKER_00]: Die Suche nach der Ursache geht trotzdem weiter.
[SPEAKER_00]: Fachleute haben bereits mehr als 280 Proben im Labor untersucht. [SPEAKER_00]: Sie prüfen industrielle Kühlsysteme rund um die Stadt, darunter auch anlagen das Energieunternehmens Lins AG. [SPEAKER_00]: Eine einzige, eindeutig nachgewiesene Quelle der Bakterien haben die Ermittler bisher aber nicht genannt.
[SPEAKER_00]: Die Staatsanwaltschaft untersucht außerdem, ob jemand technische Anlagen nicht sorgfältig genug gewartet hat. [SPEAKER_00]: Die Ärzten und Ärzte erklären noch einmal, wie die Krankheit entsteht. [SPEAKER_00]: Die gefährlichen Bakterien gelangen in die Lunge, wenn Menschen winzige Wasser trebchen, einartmen.
[SPEAKER_00]: das kann zum Beispiel in der Nähe von industriellen Kühlthürmen, bei schlecht funktionierenden Klimaanlagen oder in Duschen mit länger stehenden Wasser passieren. [SPEAKER_00]: Anders als bei der Grippe stecken sich Menschen damit nicht durch Husten oder Niesen gegenseitig an. [SPEAKER_00]: Es gibt deshalb keinen Grund, anderen Menschen in Lins aus dem Weg zu gehen.
[SPEAKER_00]: Die Behörden haben die Lage unter Kontrolle. [SPEAKER_00]: Wer für den Ausbruch verantwortlich war, muss die offizielle Untersuchung klären. [SPEAKER_01]: Aus Vorallberg kommt ein Gerichtswahl, bei dem die Geschichte des Zweiten Weltkriegs plötzlich wieder im heutigen Grundbuch auftaucht.
[SPEAKER_01]: Ein Bauer aus Burserberg, Stefan Wehnger, möchte vor Gericht alte schwerer Einschränkungen für sein Grundstück loswerden. [SPEAKER_01]: Das Land gehört zwar seiner Familie, aber er kann es nicht freien Nutzen. [SPEAKER_01]: Der Grund sind alte Rechte eines deutschen Hüttenvereins. [SPEAKER_01]: Der Verein hat ein Vorkaufsrecht auf das Grundstück und dort darf überhaupt nicht gebaut werden.
[SPEAKER_01]: Dieser Einschränkungen gehen auf das Jahr 1944 zurück. [SPEAKER_01]: Damals kauften Vorgänger des Vereins aus der NS Zeit, die entsprechenden Rechte von Wehingas Großvater. [SPEAKER_01]: Wegener und sein Anwalt sagen, sein Großvater musste den Vertrag 1944 unter direktem Druck von Nazi-Funktionären unterschreiben.
[SPEAKER_01]: Außerdem war der Preis viel zu niedrig. [SPEAKER_01]: Der heutige Verein wieder spricht, er sagt, der damalige Kaufpreis war fair, und der Verein hat schon lange nichts mehr mit der Nationalsozialistischen Ideologie zu tun. [SPEAKER_01]: Das Bezirksgerichtblutens hat die Klage des Bauern abgewiesen.
[SPEAKER_01]: Nach 80 Jahren lässt sich der damalige Zwang nicht ausreichend beweisen, erklärt das Gericht. [SPEAKER_01]: Seine Anwälte bereiten bereits eine Berufung vor. [SPEAKER_01]: Diese Geschichte ist eine sehr praktische Warnung für alle, die in Österreich ein Grundstück oder ein Hauskaufen möchten.
[SPEAKER_01]: Schaut immer ins Grundbuch. [SPEAKER_01]: alte Belastungen, Wegerechte für Nachbarn, oder ein früher vereinbartes Vorkaufsrecht, können viele Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte bestehen bleiben. [SPEAKER_01]: Und sie können euch stark einschränken, obwohl das Grundstück euch selbst gehört.
[SPEAKER_01]: Zum Abschluss unserer Sendung müssen wir wohl einen bekannten österreichischen Touristen Schärz ändern. [SPEAKER_01]: Viele kennen die T-Shirts mit dem Spruch, no-Kangerus in Austria. [SPEAKER_01]: Damit soll klar sein, Österreich ist nicht australien, bei uns gibt es keine Kängorus. [SPEAKER_01]: Aber letzte Woche stimmete das in Niederösterreich plötzlich nicht mehr.
[SPEAKER_01]: In der Nähe von Langenleus sahen mehrere Autofahrer ein echtes Kenguru. [SPEAKER_01]: Es hüpfte ganz gemütlich neben einer Straße durch die Gegend, direkt bei den Wein derben. [SPEAKER_01]: Ein Fahrer erzählte, dass er um sechs Uhr morgens zuerst dachte, er träume noch am Steuhr. [SPEAKER_01]: Aber das Tier war wirklich da.
[SPEAKER_01]: Die Menschen in der Umgebung haben sich schnell an den ungewöhnlichen Gast gewöhnt und ihm sogar eine Namen gegeben. [SPEAKER_01]: Sydney. [SPEAKER_01]: Woher das exotische Tiergekommen ist und von wo es entlaufen sein könnte, versuch die Polizei noch herauszufinden. [SPEAKER_01]: Keine Sorge, Österreich steht nicht vor einer Invasionen Wilder Kängerus.
[SPEAKER_01]: Nur ein einzelner Australia hat sich offenbar nicht an die Regeln aus dem Geografieunterricht gehalten. [SPEAKER_01]: Falsier ihn am Straßenrand seht, macht bitte keine Safari daraus. [SPEAKER_01]: Fahrt langsamer und ruft die zuständigen Einsatzkräfte. [SPEAKER_01]: Und die Hersteller der Souvenierthischert brauchen jetzt wohl ein zusätzliches Wort.
[SPEAKER_01]: Stadt, in Österreich gibt es keine Kängerus, müsste es heißen. [SPEAKER_01]: Normalerweise gibt es in Österreich keine Kängerus. [SPEAKER_00]: Damit endet unser Überblick über die Erreignisse der vergangenen Woche. [SPEAKER_00]: Wir beobachten weiter alle Entscheidungen, die eure Arbeit, eurer Dokumente und euren Alltag in Österreich betreffen.
[SPEAKER_00]: Und wir erklären euch nicht nur, was passiert ist, sondern auch, was das für euch persönlich bedeutet. [SPEAKER_00]: Abonniert unseren wöchentlichen Podcast Rot-Weiß-Rot-Report. [SPEAKER_00]: Ihr findet uns auf Apple Podcasts YouTube und Spotify. [SPEAKER_00]: Danke, dass ihr dabei wart.
[SPEAKER_00]: Das war's für heute. [SPEAKER_00]: Wir hören uns in einer Woche wieder.