Sankt Podcast – Highlights der Heiligen

Charles de Foucauld – Studieren geht über Missionieren

Sonntag, 30. November 2025 · 39 min

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Shownotes

Hee hee! Zum Ersten Advent reden wir über einen französischen Wüstenmönch mitten in Algerien. Doch irgendwie unterscheidet er sich von typischen Heiligen und ist uns nicht ganz unsympathisch.
() Vorgeplänkel
() Michael Jacksons göttliche Eingebungen
() Heiliger Charles de Foucauld
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Hallo, grüß euch und herzlich Willkommen zu Sankt Podcast Highlights der Heiligen. Der Nichtreligiöse Religionspodcast über die schrägsten, seltsamsten und unterhaltsamsten christlichen Heiligenfiguren. Jede Woche stellen wir euch hier eine christliche, Heilige oder einen christlichen Heiligen vor, erzählen aus dem Leben und wirken eben jener und finden für euch auch die, ob es Dauerzulagen heraus Ruhe. Weiters gibt es jede Woche von der Person, die diesmal nicht den oder die Hauptheiligen dabei hat, ein heiliges Highlight. Ein besonderes Schmankerl an Wissen und Fakten, immer auch mit Bezug auf die Welt der Religion und der Heiligen. Eure geschätzten Hosts sind Biane, evangelisch getauft, inzwischen aus der Kirche

ausgetreten. Hi und Theresa, Grüß dich katholisch und ausgetreten. Genau ihr habt die kurzen, knappen Einleitungen der letzten 2 Folgen wettmachen müssen. Fast kennt sicher keiner sonst aus, da ach so, ja sicher, jetzt haben wir wieder alles klargestellt, ich weiß. Nicht ob man es hört, mit dem Bauch.

Macht gerade Randale, aber es geht mir gut. Der hat angefangen schreien, weil er so langsam redet. Er macht die richtige Musik. Musik ist aber ein gutes Stichwort. Begeben wir uns einmal in die Welt der Musik, versuchst denn du gern, so hast du eine Lieblingsband oder eine lieblingsmusiker Musikerin.

Ich mag Randy Newman sehr gern, das ist so n alter Mann am Klavier, der so deprimierende Blues Sachen spielt. Klingt vorzüglich. Aber auch mit lustigen Texten. Ich, ich mag Billy Joel ganz gern, das ist so n alter Mann am Klavier, der fröhliche Musik spielt. OK, ich seh schon das Thema. Irgendwie.

Und ich mag so Country ganz gern. Elizabeth Cotton ein. Alter Mann, der ist eine alte. Frau, die an der Gitarre sitzt, die traurige Lieder singt. Ja, ja, und du. Ja, ich höre ganz gern Metal. Wir haben ja hier auch schon ein paar Metal Bands erwähnt. Im Podcast Saint Vitus, die nach dem Heiligen Vitus Fight.

Benannte Band, die wir auch empfehlen können, aber im Grunde höre ich alles sehr gern, mit Ausnahme von Schlager, wie du vielleicht schon ahnst, geht es in meinem heutigen heiligen Highlight um Musik beziehungsweise um einen bestimmten Musiker. Tatsächlich habe ich das heutige heilige Highlight von unserer lieben hörerin Naima zugespielt bekommen, eigentlich waren es sogar 2 und zum einen hat sie mir vom neuen Album der spanischen Sängerin Rosalia erzählt, da ist jedes einzelne Lied von einer anderen weiblichen Heiligen inspiriert. Oh, beim Lied Berghain zum Beispiel geht es um die Queen Hildegard von Bingen, ich hab ein bisschen den Verdacht, dass Naima mir das alles nur erzählt hat, weil sie noch mal erwähnen wollte, dass man im Berghain.

War nicht nur einmal. Oh was echt, Oh je, sie ist noch cooler als. Sie fand das Berghain irgendwann sogar zu fad und ist dann in den anderen. Gegangen Queen, also das Album von Rosalia, heißt Lux. Sehr empfehlenswert. Und wirklich ein tolles Konzept, aber für ein heiliges Highlight doch noch irgendwie nicht an Hinscht genug. Kein Problem, Naima hat mir noch was geschickt und zwar geht es um einen Popstar, dessen Einfluss auf die Welt der Musik nicht überschätzt werden kann, oder sagt man nicht unterschätzt er war hat großen Einfluss gehabt, der wurde verglichen mit Gandhi mit Konfuzius, ja mit Jesus Christus himself, es geht um.

Michael Jackson. Wirklich? Ja, ohje. Michael. Hab ich gesagt, Michael Jackson. Ja, das sind wir. Ich hätte aber ganz gerne, dass du an dieser Stelle ein Hi hi einspielst geht. Das ja deins, was du gerade gesagt. Hast Richtiges. Was machst du denn so über Michael Michael Jackson? Der mich ja. Vor erstmal muss ich mich vor dem Schock erholen. So ein Jump Scare so dieser Hi hi. Manche.

Es gibt Leute, die muss man warnen, wenn man über Michael Jackson spricht, weil sie Angst vor dem haben, so wie mich. Ich find den mega gruselig, ja was? Weiß, was dir nimmer weh tun. Das stimmt. Ich finde er ist mal also extrem überschätzt gewesen tatsächlich seine Musik. Ich wusste kein einziges Lied, was mir wirklich gefällt. Ja, okay aber nüffel es dir nicht gefällt, hast du es ja. Gerne wieder das Maß aller Dinge. Er war, er ist kein alter Mann, er saß nie am Klavier. Oh nein, okay nein, ich sehe schon, warum es nicht dein Ding ist.

Man könnte trotzdem sagen, dass viele Leute Michael Jackson ganz gern gehört. Haben ja viele Leute, hören auch ganz gern Andreas Gabalier. Das spricht auch nicht für. Ihn ich würde jetzt was nicht, kann man das vergleichen? Ja okay lassen wir das. Du wirst mir jetzt zu kontrovers, ich rede einfach einmal noch ein bisschen weiter von Michael Jackson. Gott und glaube, er spielt nämlich von Anfang an eine Rolle im Leben von Klein Michael Jackson. Wusstest du, dass der als Zeuge Jehovas aufgewachsen ist? Wirklich?

Ja, ihn ermindert Ende der 80er hat er es aber dann verlassen, weil sein, weil sein Status als Weltstar irgendwie nicht so ganz in die Philosophie der Zeugen gepasst hat und sie scheinbar wollten, dass er das ganze Runterdreht ein bisschen er hat aber noch weiter aufgedreht, offensichtlich. Er soll weiterhin ein Christ gewesen sein.

Welche Konfession genau, weiß man nicht. Es gibt die Theorie, dass er noch kurz vor seinem Tod irgendwie konvertiert ist und so saved by Jesus, er selber hat aber mal angegeben, er fühle sich keiner bestimmten Religion zugehörig, er würde einfach glauben, ja, außerdem hat er wohl viel in der Bibel gelesen, bibelfest und gottgläubig wer er war. Wusste Michael Jackson, dass Gott Faulheit nicht duldet? Vor der für 2009 geplanten This is it konzerttour soll er sein Team auch noch mal mitten in der Nacht zusammengetrommelt haben, um irgendwelche neue Ideen zu besprechen oder Songs aufzunehmen jetzt.

Toxic bosby. Es hat ihn einfach. Gerade die Inspiration gepackt und diese Inspirationen, glaubte er, kamen natürlich von Gott. Aber man musste so aus schnurstracks angehen, denn ansonsten könnte es passieren, dass Gott die großen Ideen Weiterschickt an jemand anderen, der sich dann gleich umsetzt. Lionel Richie.

Im schlimmsten Fall vielleicht sogar an Michael Jacksons größten Rivalen. Wer ist das? Hören Sie und finden Sie es heraus. So soll sich folgende Anekdote zwischen Jackson und seinem Choreographen Kenny Ortega zugetragen haben. Michael that but kenny god channels this from me at night i can sleep because I'm so super charged can you that but michael we have to finish can't god take a vacation and without missing abeat michael that you don't understand if i'm not there to receive this ideas god might gift in to prince.

OK, das ist ein schöner Anekdote, aber bei Prince ist es eh besser aufgehoben. Prince ist ja ungefähr 1000000 mal cooler als Michael Jackson gewesen. Ja, der Sänger Prince soll eine gewisse Rivalität mit MJ gehabt haben. Inwiefern das alles nur Medien Stunt war, sei dahingestellt, war vielleicht nur eine Performance, aber Michael Jackson wollte mal mit Prince zusammenarbeiten für seinen Song Bad und Prince hat abgelehnt.

Weil die erste Line dieses Songs ist your but is mine, also dein Arsch gehört mir und Prince hat gesagt, Na, wer wird das singen, wird er das über Mi sagen, Wer i das über ihn sagen? Sicher nicht. Okay. Ja, auf keinen Fall wollte Michael Jackson riskieren, dass Gott seine himmlischen Ideen an Prince weiterleiten würde.

Ein kleines, kompaktes, heiliges Highlight. Ja, und ein bisschen Gossip heute. Celebrity News. Ne News ist schon weit einher. Brandaktuell von 2009. Ist er nicht auch in dem Jahr gestorben? Tja, rip. Weißt du das Prince jetzt irgendwie, der hat ja seinen Namen geändert und der ist der jetzt nicht homophob geworden.

Prince lebt nicht mehr, oder? Ist er schon längst. Tot. Prince hat seinen Namen geändert und war homophob vor seinem Tode. Aber er hieß doch schon, Ah ja, The Artist Formaly Nones ah. Ja, the Artist Formaly Nones. Wie hieß er denn King? Ich bin trotzdem Team. Prince ist mir egal oder war der homophob? Die Show, der ist schon 2016 gestorben, homophob. Wieder eine Idee von Michael Jackson, die er geklaut hat. Ja, okay er war ein bisschen homophob. Fuck.

Ja, lass uns das lassen und lieber über Leute reden, die niemals homophob sind, so wie Christen. Gut, dann kommen wir jetzt zu meinem heutigen Heiligen. Aber übrigens, heute ist der erste Advent, frohen ersten Advent Freunde. Nein, ist es nicht dann. Werden wir die Folge veröffentlichen? Au ja, frohen ersten Advent. Genau, und ich habe trotzdem einen zeitlich passenden mitgebracht.

Heute ist zwar der 30 November, also an dem Tag wo ihr die Frage hört und. Keinen Zeittransfer denken oder dass du dich in die Zukunft. Versetzt Objektpermanenz. Mein Heiliger hat tatsächlich am morgigen 1. Dezember Gedenktag. Dazu kommen wir dann gleich und für meinen Heiligen Reisen wir heute in ein Land, wo wir noch nie waren, weder im Podcast noch in echt.

Es geht um ein Land, das mit 2,4 Millionen Quadratkilometer auf Platz 10 der flächenmäßig größten Länder der Welt ist. Also super für meine kleine Karte, die ich dann hier einfärben kann. Das Land ist sogar größer als Mexiko und Grönland. Gemeinsam oder separat? Separat ja, es geht um Algerien, Algerien, der Nachbar im Westen, Marokko und der Nachbar im Osten, Tunesien, da waren wir ja schon mal mit verschiedenen Heiligen, aber in Algerien noch nie. Wir lernen einen Mann kennen, bei dem sehr, sehr viele Red Flags auf den ersten Blick wehen, wo man so denkt, Easy nicht.

Aber ich muss echt sagen, am Ende fand ich ihn extrem sympathisch und ich bin gespannt, ob du am Ende auch eher auf seiner Seite stehst. Aber wir fangen erst mal bei den ganzen problematischen Sachen an. Damit geht's schon los. Sein Name lautet Charles, er ist Franzose, er ist noch nicht so schlimm, Charles, Eugene Vicon und de Foucault, de Point, Briand und.

Oder auf Deutsch Karl von Jesus kann man auch. Sagen Karl von Jesus, das ist richtiger Johannes von Gott, ja. Das ist voll so einer. Ja, genau, und ich weiß nicht, man hat es vielleicht überhört wie Comb. Vielleicht oder so falsch ausgesprochen war er ein ein Graf oder so. Er war ein Graf, er war ein französischer Adelsspross. Sofort geblockt natürlich.

Nicht schlecht und er war auch dann später irgendwann Offizier der Kolonialarmee. Wollte nämlich gerade eben habe ich geistig verknüpft. Moment ein Franzose, was tut der in eigentlich hat Oh nein. Und er war Mönch. Aber das ist ja jetzt nicht unbedingt was Negatives. Wir kennen viele nette Mönche, seine Vorfahren, also einen seine Vorfahren. Von Schaal waren Kreuzritter, auch das nicht super sympathisch.

Aber Schal hingegen, der wollte den Islam nicht bekämpfen wie die Kreuzritter. Er wollte ihn verstehen. Und dann bekämpfen. Vielleicht doch nicht? Oh, das wär doch mal was, oder? Das wär doch mal was Erfrischendes. Absolut. Bevor wir zu Charles Charles, also ich. Und sags mal Schal. Schal auf Französisch.

Der Typ heißt Charles. Auf Französisch heißt es, Charles Charles de Gaulle, Charles de. De Foucault. Da Charles. Da Charles genau, ich sag einfach Karl von Jesus, also bevor wir zu kaits glauben kommen und dem, was er dann so über den Islam gelernt hat, fangen wir am besten mal beim Anfang an, die Geschichte seines Lebens beginnt 1858, also recht spät auch. Ich wollt Grad sagen, das ist ja brandaktuell. Genauso aktuell wie Michael Jackson. Naja, auf der großen Skala der Heiligen ist er sehr aktuell. Ja, das stimmt wohl.

In Straßburg, eine schöne Stadt im im Elsass, in Frankreich und ja, Charles, wie gesagt, Charles Karl wuchs Blaublütig oder kam Blaublütig auf die Welt und natürlich auch bestens betucht. Alle Vorzeichen des Lebens waren eigentlich perfekt, aber dann ein kleiner Bruch in seiner Vita mit 6 oder 7 wurde er schon komplett vollweise also kurz hintereinander sind beide Eltern an verschiedenen Sachen verstorben und Charles und auch seine Schwester Marie, die zogen dann zum Großvater oder zu den Großeltern. Um dort aufzuwachsen.

Aber es gab dann auch noch den Deutsch französischen Krieg in der Zeit. Auch das hat alles ein bisschen verkompliziert, weil sie dann auch flüchten mussten vor dem Krieg und so keine allzu unbeschwerte Kindheit, leider und ja, mit 16 ging er dann nach Paris aufs Jesuitengymnasium, um dort eine ordentliche Ausbildung zu kriegen.

Weißt du noch, wo die Jesuiten gegründet wurden? In Paris. In Paris. In den Katakomben, oder? Ja, genau, unterirdisch für die Underground, für der Underground worden. Es lief aber auch dann am Gymnasium nicht super gut für unseren kleinen Karl, denn er wurde vor der Schule verwiesen, nach kurzer Zeit wegen Zitat Faulheit und asozial benehmen.

Asozial benehmen. Wow, OK. Ja und ja. Gut, die die Jesuidenschule hat, hat nicht gereicht für ihn. Dann wurde er auf die Militärschule Sansir verschifft, dort sollte er Disziplin lernen. Ja, das war wahrscheinlich schon n bisschen strenger der Ton und man dachte einfach gut Disziplin Einhämmern und vielleicht so ne Offizierslaufbahn dann anlegen, dann sollte er dann eben diese Ausbildung dort absolvieren, aber auch in dieser Zeit hat Schal dann. Ganze 45 Strafen wegen Ungehorsams und Faulheit einkassiert.

Nein, Rebell war. Ein richtiger Rebell. Ja, es stand dann auch irgendwie so, dass er als Jahrgang schlechtester am Ende bestanden hat. Also er hat noch irgendwie es hinbekommen, aber alle anderen waren vor ihm fertig. Mit knapp 20 war Scheidern quasi Soldat nach dieser Ausbildung, die ein bisschen holprig verlief und jetzt der nächste persönliche Schicksalsschlag, jetzt starb auch noch sein Großvater.

Aber für Schall bedeutete das, dass er jetzt das gesamte Familienvermögen erbte. Also er war jetzt jung, er war voller Geld, er war fertig mit seiner Schule und hat das Leben mal so richtig genossen, er hat alles verprasst in kürzester Zeit das ganze Geld ausgegeben und auch wirklich, das steht da so explizit, was man jetzt nicht unbedingt von einem christlichen Heiligen erwartet, für Prostituierte, für Luxus jeder Art, für Essen, für. Getränke also der hat richtig so ein Partyleben geführt. Und auf seine Schwester hat er nicht geschaut. Hat die nichts gekriegt von dem gehört? Aber die Schwester wissen jetzt irgendwie gar nichts mehr. Die wird wahrscheinlich irgendwann verheiratet worden sein oder bei Verwandten Leben.

Ich weiß nicht nach diesen ausschweifenden Jahren wurde es jetzt aber ernst für Schal, denn er war ja immer noch Soldat und er wurde jetzt in den Einsatz verlegt nach. Algerien. Nach Algerien? Genau. Ja, und obwohl die Sache ernst wurde, nahm schal sie überhaupt nicht ernst, sondern nahm stattdessen seine geliebte Mimi mit, was seine Geliebte Mimi so heißt. Sie ist einfach Ihr Name.

Geliebte mit großen G genau, wer ist denn die Geliebte Mimi? Seine seine Liebhaberin Mimi OK nahm er mit nach Algerien in den Militäreinsatz. OK. Krieg ja gut, das war es war glaub ich, die Franzosen hatten das da schon relativ unter Kontrolle, war aber trotzdem nicht üblich, dass Soldaten jetzt ihre ihre Freundinnen oder Geliebten da mitnehmen und das war dann wohl auch der der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte bei der Armee denn. Er wurde unehrenhaft entlassen.

Dafür, dass er sie mitgenommen hat. Oh, der hat echt nie dazugelernt hat. Na, eigentlich nicht. Aber immerhin wurde jetzt aus der Workcation eine Vacation für die beiden. Also Mimi blieb auch da, sie blieben beide in Algerien, dachten sich, wenn wir schon mal hier sind, dann schauen wir uns das Land auch ein bisschen an und sind dann da ein paar Monate herumgereist, aber jetzt verschärfte sich die politische Lage in Algerien, es gab einige Aufstände, die Situation wurde unsicherer, auch für Franzosen. Und da kommt jetzt eine Entscheidung, die irgendwie gar nicht so richtig zu kahl oder schal passen mag. Er meldete sich jetzt freiwillig zum Dienst zurück, weil er wollte jetzt irgendwie die

Situation wieder kontrollieren und ging halt zur Armee wieder. Aber die wollten ihn wieder. Die haben ihn wieder entnommen, die. Haben ihn echt wieder genommen. Richtig dumm, aber da war jetzt dann wohl auch mal n paar Wochen lang richtig vorbildlich hat so sein Ding gemacht, also hat hat sich an Befehle gehalten und so weiter weißt du.

Was meine Theorie ist was denn? Ich glaub die Mimi war schwanger. Und er hat jede Ausrede genutzt und gesagt, Oh je, Oh schau auf die Uhr, schau. Das kann natürlich sein. Ja, über Mimi, da ist die Geschichte jetzt leider auch vorbei. Von ihr hören wir auch nichts mehr, ich weiß nicht was aus ihr wurde und doch Schaal verlor dann irgendwann wieder den Fokus bei der Armee und jetzt hat er nämlich eine neue Leidenschaft für sich entdeckt, den Islam mit jetzt mittlerweile 20 Mitte 20 schon. Quittierte er den Militärdienst zum zweiten und dann auch wirklich final einmal, um jetzt ein Forscher zu werden? In einer Quelle las ich des Charles Charles, das nervt mich selbst schon, wenn wir das mal

anders sagen. Nee, ist wirklich, hier steht Charles. Irgendwer hat das geschrieben. Ja, weiß ich nicht. Also in einer Quelle las ich jedenfalls, dass er seine Begeisterung für diese fremde Religion ausgerechnet während des Kriegs auch entdeckte, denn er war so extrem beeindruckt davon, wie er im Kampf gegen die Muslime dort einfach beobachten konnte, wie die immer wieder Pausen gemacht haben während des Kämpfens, um zu Gott zu beten, weil die ja 5 mal am Tag beten, und manchmal war das Halt auch im Kampf. Die machen das einfach während des Kämpfens. Anscheinend war das damals so in Algerien und Chah hat das Halt gesehen und dachte sich, Woah, das ist echte Gottesfurcht, das ist echte Hingabe für diese

Religion. Und hat sie dann währenddessen wahrscheinlich. Na ja, er fand das richtig cool und er fand dann auch, dass sich die Christen im Vergleich eigentlich schämen müssten, weil sie ihren Gott ja längst nicht so gut verehren, wie die Muslime es tun. Also er war dann super begeistert von dieser neuen Religion, er lernte dann auch Arabisch, studierte den Koran und wollte jetzt das verbotene Königreich Marokko entdecken, also das Nachbarland, und das war damals wirklich.

Im 19 Jahrhundert unmöglich für Christen, da reinzureisen. Also es war denen wirklich verboten, die Einzigen, die dort sein durften waren halt Muslime und auch Juden zum Teil und deshalb verkleidet er sich jetzt auch als ein Jude, als russischer Rabbiner namens Josef Aleman Josef Aleman. Aleman aleman. Ja, ich bin.

Josef Deutsch ein völlig normaler. Aleman. Aleman. Ja, weil er einfach als als Rabbiner anscheinend auch einreisen konnte. Und als Christ wäre das Halt nicht möglich gewesen. Ja, und er war jetzt einige Monate lang in Marokko unterwegs, er knüpfte Freundschaften, manchmal wurde es auch ein bisschen brenzlig, wenn Leute ihm so ein bisschen auf die Schliche kamen, aber er hat sich irgendwie durchgewurschtelt und hat ganz, ganz viel von dieser Kultur gelernt und war eben auch einer der ersten Westeuropäer, die das wirklich so sammeln konnten.

Er hat auch das mächtige Atlasgebirge dort untersucht, er hatte auch Karten von gezeichnet, die dann auch für Geographen in Europa war. Wahnsinnig wichtig wurden also, er hat wirklich da richtige Forschungsarbeit geleistet, er. Hat voll einfach Sachen geleakt aus Marokko. Und hat sich Reingeschmuggelt und dann alles verraten.

Ja, und dann war die Reise irgendwann vorbei. Er hat natürlich auch voll den Europäer gemacht, dass er sich dann auch so die die landestypische Tracht mitgenommen hat, ganz viele Teppiche gekauft hat und mit dem ganzen Zeug dann so nach Paris zurück und dann so einen auf Marokkaner gemacht, so ah, ich träume jetzt schon auf marokkanisch, ich weiß nicht. Ich trinke jetzt nur noch minztee. Ich brauch keinen Kaffee.

Ja, das warst du, als wir in Marokko. Waren das war, das ist war und. Du hast keine Teppiche gekauft. Aber er hat das gemacht, ja, und er wurde dann. Er hat nämlich ein ein Buch über diese Zeit geschrieben, seine Forschungsreise durch Marokko, das wurde extrem wichtig, er gewann dafür Wissenschaftspreise in ganz Europa hat man darüber geredet von diesem mutigen Entdecker.

Was haben Sie in Marokko über ihn gesagt? Das würd mich voll interessieren, ob jetzt das ganze Land angefressen war. Das hab ich tatsächlich. Hey, du darfst es gar nicht. Joseph. Ja, sogar seine seine Familie, die ihn ja so ein bisschen verstoßen hatte nach seinem Ganzen. Ich habe euer Vermögen verprasst und bin unehrenhaft entlassen worden und so, die haben ihn auch wieder rehabilitiert nach einiger Zeit, weil er jetzt einfach europaweit gefeiert war, alle liebten Schal für sein für sein Werk genau, und er hatte jetzt mehr erreicht als er sich wahrscheinlich hier selbst zugetraut hätte, als alle anderen ihnen zugetraut hätten, er war ein großer Forscher geworden, doch innerlich innerlich war er leer, er war so leer.

Und Nein, ja. Aber diesmal reagierte er nicht mit Sex, Drugs and Rock n Roll, sondern mit Beten, Abstinenz und mit Jesus. Jetzt fand er doch wieder zu Gott. Man fragt sich natürlich, warum Jesus eigentlich, warum nicht Mohammed? Ja, ich hab mir das hab ich mich tatsächlich Grad gefragt. Ja, er hat wirklich anscheinend darüber nachgedacht, ob er konvertieren kann zum Islam. Er hat das mit Freunden diskutiert und abgewogen. Er war wohl kurz davor, das zu tun. Ja, ich hab's mir auch gedacht, warum ist er nicht? Hätte er nach Marokko einreisen dürfen, wenn er konvertiert wäre?

Richtig. Gute Frage. Hätte das ganz offen machen können. Das ist wirklich eine gute Frage. Ich hab nämlich eigentlich gedacht, das läuft jetzt darauf hinaus, was er konvertieren wird, damit er. Soweit ich weiß, ist er nach Marokko nie wieder zurück. Wahrscheinlich war er wirklich da ein bisschen.

Was alles bin Dirt dunded? Ja, Na der Grund, warum er sich dann doch fürs Christentum entschied, ist nicht ganz klar. Es heißt dann oft, dass er sich auf die Tradition seiner Familie besonnen hat. Natürlich auch aus dieser Kultur kommt und irgendwie damit aufgewachsen ist. Und es wäre einfach auch so Ende des 19 Jahrhunderts völlig unerhört gewesen, dass ein ja ein Mann in Europa zum Islam konvertiert. Das ist irgendwie sehr, das wäre sehr seltsam gewesen, allgemein auch komisch, weil man liest dann auch, dass Schal wirklich so in seiner Jugend einfach so mit 15 beschlossen hat, es gibt keinen Gott, also er hat eigentlich die meiste Zeit seines Lebens gar nicht mehr an Gott geglaubt, dass er Pat, der auf diesen.

Ganzen Typ jetzt noch zum Heiligtum. Überlegt die ganze Zeit, aber was was passiert denn jetzt noch? Was ist da denn? Jetzt legt er wirklich den radikalen Wandel hin. Ja OK, man die. Margareta von Cortona, die hat ja auch ja ein ganz Schönes. Ründchen Wir lieben einen radikalen Wandel. Genau. Comeback Stories. Ja, also er war jetzt fast 30 hat Jesus wieder für sich neu entdeckt oder vielleicht auch das erste Mal in seinem Leben wirklich entdeckt.

Es gab jetzt einiges aufzuholen, ganz, ganz, ganz, ganz viele Sünden zu beichten. Da hat er erstmal ne ne ultimative Absolution sich eingeholt für alles was er so verbrochen hat vorher. Er hat dann auch eine Pilgerreise ins Heilige Land gemacht, er schloss sich dann 1890 auch einem Trappistenorden an, wo er wirklich dann die absolute Entsagung erleben wollte.

Das Problem war aber weder also er war dann einmal in Syrien für eine Zeit, ich glaub auch in Nazareth oder Jerusalem war er dann noch bei den Klarissen, also er hat dann noch mal den Orden gewechselt. Aber egal wo er war, irgendwie hat das nicht funktioniert für ihn. Es war diese Entsagung, die er dort erlebt hat, war ihm nicht hart genug und es lag einfach daran, dass im Vergleich zum Beispiel die Menschen in Syrien, die nicht in dem Kloster lebten, die waren viel ärmer dran als die Mönche, die in dem Kloster lebten, das heißt, er fühlte sich dort eigentlich wie in einem Luxushotel, weil einfach die Armut drumherum so viel größer war, und er wollte wirklich die absolute Armut erleben. Also ging er Einsiedeln.

Na. Ja, bald. Und bald tut er das zur Vollständigkeit noch einen Namen, dann im Kloster den Namen Marie Alberique an. Aber ich werde ihn weiterhin krei nennen, Marie Alberique. Alberique Alberique Marie. Marie Alberique okay ja, wollte ich nur mal sagen. Ja, er hat dann trotzdem, so ich glaube, Gute 11 Jahre in diesem unbefriedigenden oder vielleicht zu befriedigenden Klosterleben verbracht und wurde dann 1901 schließlich Priester. Da kam er irgendwann auf die Idee, dass er als Priester vielleicht auch mehr aktiv gestalten kann. Irgendwie ist er mal noch nicht so sympathisch. Vielleicht kommt es ja noch.

Er war jetzt 43 Jahre alt. Und eben auch Priester. Und er wollte sich jetzt was Eigenes aufbauen. Du hast es gerade schon gesagt, er wollte Einsiedeln, eine ganze Einsiedelei für sich aufbauen und dazu ging er jetzt zurück in die algerische Wüste, da, wo er zuletzt als Soldat und als Forscher auch unterwegs war. Schaal hatte sich extra eine Gegend ausgesucht, wo bisher auch am allerwenigsten Priester vertreten waren, also vielleicht hat er da irgendwie auch die Einsamkeit gesucht, gleichzeitig beschreibt er aber, dass er sich in der Wüste. Eigentlich so wenig einsam wie je zuvor gefühlt hat, obwohl er allein war.

Denn wo sonst als in der Wüste ist man Gott so nah? Er hat in der Schönheit dieser Landschaft, oder er beschreibt das auch immer ganz viel, wie fasziniert er von der Wüste war, hat er einfach Gottes Nähe gefühlt und war endlich nicht mehr leerinnerlich, ja, er war spirituell, jetzt auch am Ziel angekommen, aber seine Neugier, die er schon immer im Leben hatte, die war noch nicht ganz am Ende, und jetzt kommt noch mal eine neue Etappe in seinem Leben.

Wie einst in Marokko begann Schal mit neuen Studien, diesmal aber zur Kultur des Wüstenvolks der Tuareg. Wie hat er sich da eingeschlichen? Er ist einfach hingegangen. Diesmal musste er sich gar nicht einschleichen, denn die fanden Schal tatsächlich relativ nett, denn er war anders als die meisten Christen davon überzeugt, dass er die nicht missionieren muss oder soll.

Okay. Der ist da hingegangen. Hat er das gedacht? Warum hat er gedacht, er soll nicht missionieren? Weil er das nicht richtig findet. Er hat. Ich mein, ich stimme ihm zu, aber ich hab gedacht, das war so das ganze Ding, der zweite. Denk dran, ja, ja, weil er war da in dieser Hinsicht anders und es gibt auch ein ein Zitat von ihm, was schriftlich überliefert ist.

Der hat sehr sehr viel auch selber geschrieben, da hat er gesagt, Ich bin nicht hier um die Tuareg zu bekehren, sondern um sie zu verstehen und ich bin zunehmend überzeugt, dass es auch nicht angebracht ist, Einzelbekehrungen anzustreben. Oh, jetzt ist man doch etwas sympathischer. Geworden, ja. Er war wirklich einfach.

Er wollte sich da gar nicht. Irgendwie weiß ich nicht unbeliebt machen, indem er irgendwie anfängt sie zu nerven mit Jesus, er wollte einfach unter denen sein und lernen. Er möchte Ihnen das jetzt zum Besseren oder zum schlechteren Christen. Das ist eine gute Frage zu einem besseren Menschen, vielleicht zu einem schlechteren Kirchenvertreter. Ja, er war jedenfalls da, um die Sprache der Tuareg zu lernen, er schrieb sogar ganze Wörterbücher über tausende Seiten, wo er das Vokabular zu.

Des Volkes sammelte auch die bis heute, was ich so gelesen hab, immer noch in der Wissenschaft auch viel benutzt, weil er einfach so einer der ersten war, die das gemacht hat haben. Er hat auch Poesie und Sprichwörter gesammelt, also wirklich alles was ihm da irgendwie in die Finger kam hat er festgehalten für die Nachwelt über dieses Volk und die Tuareg, wie gesagt die fanden den sympathisch, dem ihm dann auch einen Ehrentitel verliehen, das heißt so viel wie Marabut das ist so ne Art. Tuareg, muslimischer Ausdruck für heiliger Mann oder so? Also die haben schon irgendwas geahnt, er hat teilweise den Tuareg, auch wenn er da so durch die Gegend gewandert ist und sie besucht hat, hat er teilweise

medizinisch auch geholfen, weil er da irgendwie ein bisschen was hatte, gleichzeitig die Tuareg aber auch ihn, er hatte nämlich einmal Skorbut, und die haben ihn davon geheilt. Anscheinend kann man sich in der Wüste auch Skorbut einfangen. Ich nicht nur vorsehe. Hat vermutlich zu hart asketisch gelebt. Ja, ich werde nur Sand gegessen haben oder so und da ist halt kein Vitamin C drin.

Hat Sandkuchen gebacken. Ja und Schah, also dann auch eine persönliche Freundschaft zu einem der ich weiß nicht, inwiefern die Tuareg einen König hatten, aber in diesen christlichen Quellen, die ich studiert habe, steht dann immer, er hat sich mit dem König der Tuareg angefreundet, aber ja. Ja, knapp 10 Jahre lang. Jetzt noch mal hat Schal so als Eremit neben oder unter den Touareg verbracht und jetzt zeige ich dir mal ein kleines Foto von ihm ein.

Richtiges Foto ja, Ah ja, das ist ja das coole, wenn wir relativ zeitnahe Heilige haben, dass wir dann auch Fotos. Haben ist es. Er ist der Mann links. Okay ich weiß, dass gesagt, er ist der Mann links, aber was passiert mit der Person rechts? Die hat so Touareg Gewandung an. Ja, aber wo ist da das Gesicht? Das sieht man doch da.

Ach so, das ist die Nase. Ah, jetzt sehe ich es eher das. Ist nicht so gut beleuchtet. Wow, ich habe überhaupt nicht verstanden, was da passiert. Ach so, es ist seine Nase okay okay ja, schaut lieber aus, irgendwie schaut echt recht sympathisch aus auf dem Foto jetzt. Ist auch noch ein Kamel zwischen den beiden?

Ja, das Kamel habe ich mir auch gerade angeschaut. Erinnerst du dich noch an das Kamel bei Cosma und Damian? Das sprechende Kamel was bei der Beerdigung gestört hat und gesagt. Hat ja wo ja ich mein auf dem Foto schaut er recht nett aus. Ja ja, nämlich die Tür hinter der Person, ich hab das jetzt auch noch irgendwie Teil von dem Gesicht. Ja, OK, ich sehe was du meinst.

Ja. Sitzt nicht in Super HD Qualität. Ja, natürlich ist es auch alt. 1910 oder so. Na finde ich, finde ich cool. Ja, ich finde es vor allem toll von den Touareg, dass sie ihn halt so aufgenommen haben und gesagt haben, ja du bist, du bist jetzt unser, unser Macherboot, unser Spezi. Ja, unser Christenfreund, der uns nicht mit Jesus nervt.

Toll. Ja, ja, wenn jemand kommt und weiß ich nicht, sich für mich interessiert, meine Sprache lernen will, Sprichwörter von mir sammeln will, würde ich auch sagen. Würdest du gerne tuerik Sprichwörter? Oh, vielleicht schaue ich gleich noch mal nach und dann reichen wir noch mal 1 nach. Genau. Wir reichen uns nach, wie wir es zu tun pflegen. Jetzt kommen wir zu seinem Gedenktag, dem 1. Dezember.

Können wir dafür noch dazwischen fragen? Warum ist er jetzt heilig? Immer noch. Na ja, weil er ne gute Nudel war. Ja eh. Aber wann hat der Vatikan zum Beispiel gesagt, Ja, dieser Eremit, der da bei den Tuareg nicht missioniert hat, den machen wir jetzt heilig. Na ja, also man muss dazu wissen, Franziskus hat ihn heilig gesprochen, also ist noch nicht so lange her, und da waren ja die die Ansichten des Vatikans auch schon ein bisschen andere, da ist der Vatikan jetzt vielleicht auch nicht mehr super stolz auf alles, was sie so im missionarischen gemacht haben.

Und man feiert den den Chai eher genau dafür, dass er religiöse Toleranz vorgelebt hat. OK, na das gefällt mir, das gefällt. Mir genau. Und natürlich haben sich dann auch Wunder und alles ereignet. Klasse. Darauf haben wir es halt auch gewartet. Aber jetzt müssen wir leider erstmal zu seinem Ende kommen. Sein Gedenktag, wie gesagt am 1.

Dezember 1916 da war er 58 Jahre alt und sein irdisches Dasein fand wirklich ein ziemlich brutales Ende. Leider, das erwartet man jetzt gar nicht mehr, es war jetzt inzwischen der Erste Weltkrieg, der auch die Sahara erreicht hat und in der Zeit haben dort in dem französischen Kolonialgebiet in Algerien einfach so viele aufständische Stämme, wie es heißt, sich dann auch Herumgetummelt, und die sind zu Charles Charles Klaus. Gegangen und in einer Quelle habe ich gesehen, dass sie anscheinend ihnen nur kidnappen wollten, weil sie halt Angst hatten, dass er zu den Franzosen geht und wichtige Informationen über die Gegend an die verrät und dann quasi weiß ich nicht ja ihnen in den Rücken fällt.

Hätte er glaube ich nicht gemacht. Ja, also Sie wollten ihn eigentlich nur kidnappen, aber dann ist die Situation ein bisschen entlitten und irgendjemand hat in der Aufregung Schal erschossen. Und dann haben Sie ihn direkt dort neben seiner Klause verbuddelt im Sand, und er wurde auch erst 13 Jahre später geborgen und ordentlich bestattet.

Ja, wenn dann andere Quellen sagen, es waren irgendwelche Räuberbanden, die da unterwegs waren, ich weiß leider nicht genau was wie jetzt der Sachverhalt war, es wird dann aber auch immer noch explizit gesagt, es war nicht die Tuareg, es war ein Nachbarvolk, weil die Tuareg, die hätten das nicht mit ihm getan bei seiner selig und auch bei der Heiligsprechung später so ungefähr 100 Jahre danach waren dann alle.

Anscheinend auch viele Tuareg in Rom. Ey cool, Oh, das finde ich toll, aber ich frage mich, wie die Tuareg ihn innerhalb ihrer Gemeinschaft sehen, also ob es so Geschichten über ihn gibt, die man sich erzählt. Ja, was ist die Frage? Ja, das eigene Halt. Also aus der Inner Tuareg Sicht. Das ist halt leider das, was so ein bisschen schade ist, dass ich jetzt auch.

Ja zu 99% christliche Quellen oder halt neutrale europäische Quellen gelesen hab. Aber. Neutral, unter Anführungsstrichen neutral. Also neutral, dass sie nicht unbedingt christliche Quellen sind, sondern von weil er eben auch ne geschichtliche Figur ist und darüber viel bekannt ist. Ja, aber so wirklich, was die Tuareg jetzt von ihm gesagt haben, wird da immer nur wiedergegeben, es wäre wirklich super interessant zu sehen.

Höchstens an an der Ruhe. Ja, ganz genau. Und auch allgemein auf. Podcast@web.de. Ob vielleicht die heutigen Touareg das auch eher so sehen, dass er am Ende ja trotzdem irgendwie als Kolonialherr einst in dieses Land kam und so und dass er doch eher negativ gesehen wird? Aber ich weiß nix über die Touareg muss ich ehrlich gesagt sagen.

Was ist über Auto oder das Touareg hast? Von Volkswagen. Ja, und das ist ein ziemlich cooles Wort, das. Klingt cool, das stimmt. Yep. Ja, Reliquien vom heiligen Scheide Foucault. Befinden sich heute unter anderem in der Notre Dame in Paris. Also viel, viel besser geht es glaube ich, gar nicht für einen französischen Heiligen. Seinen letzten Wunsch, den er eigentlich noch hatte, kurz bevor er dann so je starb, war es, einen eigenen Orden zu gründen, weil du erinnerst dich, er war bei den Trappisten und bei den Klarissen nicht so wirklich zufrieden, er wollte was Eigenes machen.

Und das haben dann andere später in seinem Namen gemacht. Ich glaub 30 Jahre später wurde dann ein Orden gegründet, der sich auf die Lehren von Schaal bezogen hat und der Orden heißt die kleinen Brüder Jesu. Mei. Kurz danach haben sich ja noch die kleinen Schwestern Jesu gegründet. All das gefällt mir da.

Gibt es bis heute noch irgendwelche Ableger von. Und was ist die Philosophie der kleinen Brüder und Schwester Jesu? Dass man, wenn ich das richtig gesehen habe, dass man quasi ein Leben in der Welt führt, also nicht so abgeschlossen von einem, dass man. Einen Ordner. Bisschen. Genau, dass man wirklich auch einen normalen Beruf haben kann, nebenbei. Und dass man einfach religiöse Toleranz lebt und einfach ein gutes christliches Vorbild nach Jesus. Willen ist jetzt aber nicht missioniert und sowas. Das ist gut.

Ja, ich hab bei Scharl leider keine klassischen Schutzpatronate gefunden. Das wird irgendwie bei ihm nicht angegeben, aber was ich gefunden hab ist, dass der Mann anscheinend auch mal gesagt hat, dass er glaubt, dass er durchaus, auch wenn er im Himmel landen sollte, neben seinen muslimischen oder auch jüdischen Freunden dort sein kann.

Es gibt da ein Zitat, was ich im Deutschlandfunk noch mal nachgelesen habe. Da spricht er mit einem Protestanten, diskutiert mit dem über diese Frage, ob er eigentlich ein schlechtes Gewissen hat, dass die Tuareg alle in die Hölle kommen oder sowas, und er sagt, dann sehen sie, sie sind Protestant, jener ist ungläubig, die Tuareg sind Muslime, und ich bin Mönch, und ich bin mir sicher, Gott wird uns alle aufnehmen, wenn wir es verdienen.

Na schau. Ich meine. Ja, was ist das für eine Frage? Wird es ihnen eigentlich klar, dass Ihre lieben Freunde alle in die Hölle kommen wären, wenn, dann wäre er ihr Schuld, weil wenn er wohin geht und ihnen von Jesus erzählt, wenn sie vorher nichts davon gewusst hätten, ich meine sie waren Muslime, also wussten Sie von Jesus, aber nicht vom Christentum, egal, wenn die vorher nicht davon wussten, würden sie vielleicht eh in den Himmel kommen, weil dann ist das nicht ihr Schuld, aber wenn er und komm und jenem von Gott erzählt und sie dann sagen, ja, nein, nicht für uns.

Stimmt, man kriegt eine Carte blanche, wenn man noch nie die Chance hatte von Jesus zu. Hören, ja. Tja, aber es gibt auch umgekehrt Geschichten, da gibt es irgendwie eine nette alte Dame von den Tuareg, die wohl auch mal gesagt hat, dass es ihr so leid tue, dass er nicht in den Himmel. Kommt ja voll, oder?

Natürlich denke ich wir. Müssen an das selber gedacht haben, das ist süß. Oh Mann. Er ist, glaube ich auch. Ach so. Also er hat gesagt, Na, lieber Tuareg Freunde, wir werden uns im Himmel sehen und die alte Dame hat gesagt, Nein, du kommst in die Hölle, sorry, schön, ja. Ich glaub er ist auch der erste Heilige, den wir hier besprochen haben, der denken würde, dass sogar wir ungläubiges blasphemisches Volk, du und ich ne Chance hätten in den Himmel zu kommen, wenn wir gute Nudeln sind. Einfach ne, er hat ja auch nicht nur die Muslime genannt und Protestanten, sondern auch die Ungläubigen. Und dann ist mir noch aufgefallen, bei der ganzen Geschichte, es ist jetzt schon n krasser Kontrast noch mal mit der Folge davor, mit deiner

Margareta von Cortona, die Frau, die ein Büßerleben führt und Wiedergutmachung leisten muss. Stimmt. Weil er hat es wieder richtig easy irgendwie. Er konnte vor allem, er hat viel Schlimmeres angestellt als. So viel Schlimmeres, ja. Ja, das ist wieder typisch. Er hatte einfach voll das aufregende, tolle Leben.

Er hat dann einfach noch weiß ich nicht Abenteuer dort erlebt, hat einen Bestseller geschrieben, wurde von allen geliebt, ja, und sie musste keine Ahnung was alles machen. Naja good vorhin, ja, das ist der heilige Charles de Foucault. Karl von Jesus. Karl von Jesus ja. Also irgendwie hat er sich jetzt im Laufe deiner Erzählung doch auch meine Sympathie erschlichen.

Nicht, weil er irgendwie besonders tolle Dinge getan hat, sondern einfach, weil er Toleranz gezeigt hat, weil er relativ entspannt zu sein schien. Ich weiß nicht, das ist einmal ein ganz anderer Heiliger. Das glaubt man und ich. Finde das auch echt interessant, dass du sagst Franziskus hat ihn kürzlich relativ kürzlich als heilig gesprochen, weil das halt auch gewisse Signale aussendet.

Danke, dass du mir von ihm erzählt hast. Abschließend auch noch einmal danke an Naima für die Idee des heutigen heiligen Highlights und an die Liebe. Luise, die hat uns als Tauberbischofsheimerin exklusive Insider Informationen über den Alltag in der Heimat der Heiligen Lioba gegeben, Gell, weil die ist dort wohl wirklich sehr präsent, hat Luise bestätigt, samt Reliquienparade und eben der Lioba Brötchen. Die zwar trocken, aber beliebt sein. Sollen OK.

Grüße gehen raus. Ja, voll arg. Dass wir eine echte Tauber, Tauber, Bischofsheimerin erwischt haben. Oh, sie hat aber auch erwähnt, dass die Leoba möglicherweise gar nicht in Tauberbischofsheim gewirkt hat. Auf das sagen wir keine. Ja, dann hören wir uns bald wieder. Habt eine schöne Adventszeit. Ja, ich hoffe, ihr genießt das.

Und bleibt gesund. Wir gehen jetzt was essen und sind Bäuche, machen Badevoll den Aufstand. Tschau, tschau. Pfiat Deich. Magic Escape Room Kevin MC Cloud incompedec.com License Undercreative Commons by Attribution Four Point O License.

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