- wöchentlichErscheinungsrhythmus
- 54 mintypische Länge
- 25. Okt.letzte Folge
Der Essay bietet Produktionen auf höchstem Niveau und mit literarischem Anspruch. Unsere Autor*innen sind Philosoph*innen, Dichter*innen, Soziolog*innen, Künstler*innen. Im SWR Kultur Essay denken sie laut. Manchmal denken sie auch leise. Aber immer hörbar und meinungsstark. Der Essay: Ein akustisches Theorie-Theater.
Folgen
Christine Nagel: Ein Funken Hoffnung
Der englische Künstler und Schriftsteller John Berger bezeichnete sich selbst als „Geschichten-Erzähler“. In diesem Essay hören wir ihm zu, wie er beim Reden seine Gedanken entwickelt, abwägt, in den Raum stellt. Aus seinen Fragen an die Ge
Wladimir Kaminer: Weltallnachbarn
Wladimir Kaminer fragt, warum unsere Nachbarn im All, welcher Gestalt sie auch sein mögen, bisher nicht auf all unsere Versuche mit ihnen in Kontakt zu treten, geantwortet haben. SWR 2024
Isabella Hermann: Jenseits der Technik – Was wir heute von Star Trek lernen können
Star Trek gilt als der große utopische Science-Fiction-Entwurf schlechthin. Doch Utopie bedeutet hier mehr als bloßer technischer Fortschritt wie Sprachcomputer, Holodecks und Weltrauminfrastruktur. Im Zentrum steht vielmehr eine Gesellscha
Dietmar Dath: Zukunft rettet Gegenwart - Wie uns „Star Trek“-Serien mit Fernwärme versorgen.
Warum sind die Computer auf dem Raumschiff Enterprise besser integriert als in unserem Alltag? Das „Star Trek“-Universum aus zahllosen Serien, Kinofilmen, Spielen, Comics und Texten kennt außer Computern auch lauter Zweibeiner, die keine Me
Andreas Brandhorst: 60 Jahre Star Trek – ein persönlicher Bericht
1966 flog das Raumschiff Enterprise zum ersten Mal über die amerikanischen Fernsehschirme, sechs Jahre später auch über die deutschen. Andreas Brandhorst, Science-Fiction- und Thriller-Autor, erzählt davon, wie der erfolgreiche Weg von Capt
Ilija Matusko: Seitenwechsel – über weiße Linien und unsichtbare Grenzen
Tennis gilt – immer noch – als Sport für Wohlhabende. Er kann sogar als Bild für die Klassengesellschaft dienen: Manche sind reich und elegant, andere nicht. Einige dürfen spielen, andere bleiben draußen. Und nur wenigen gelingt der Seitenw
Barbara Kaufmann: Das Verhör der Ingeborg Bachmann
Ingeborg Bachmann war Schriftstellerin, aber sie wurde zu einer Marke und einem Preis. Die Bachmann. Die große Tochter der Stadt Klagenfurt. Wer hat ihr dieses Image verpasst? SWR 2023
Die Macht der Schweinsblase – Fußball und die Kunst der Überschreitung
Die Faszination an einem Spiel, in dem eine begrenzte Anzahl von Spielern einen Ball ausschließlich mit dem Fuß vor sich hertreibt, ist und bleibt unerklärbar. Mal wurde das Fußballstadion als Ersatz-Tempel der untergegangenen Götter versta
Bellavista 3 – Vom zweifelhaften Glück im Sommer ein Zuhause zu haben
Alle Sommer der Kindheit hat Rafael Jové in der katalanischen Heimat seines Vaters verbracht, hat Pinien gerochen, Salzwasser geschluckt, stundenlang an Tischen gesessen, kein Wort verstanden. Bis heute zieht es ihn jedes Jahr dorthin zurüc
Frank Hertweck: Der Denk-Herr und der kleine Dichter: Martin Heidegger und Paul Celan oder das Geheimnis der Begegnung
Das Verhältnis des Paul Celan und Martin Heidegger ist eines der großen und vieldiskutierten Rätsel der deutschen Nachkriegsgeschichte, hier der Philosoph, der sich für den Nationalsozialismus engagierte, dort der Dichter, dessen Eltern im
Galeria Finissage. Letzte Bilder aus dem Warenhaus
Das rote Telefon gehört zu den kollektiven Erinnerungsbildern der meisten über 40-Jährigen. Das rote Telefon, das man als Kind in die Hand bekam, damit man wusste, wohin mit den Händen. Beim Pixy-Fotografen. Damals im Kaufhaus. – Die Kaufhä
Treu, treuer am treusten
Immer wieder stolpert Autorin Lena Reißner über die Treue. Der Begriff kommt ihr vor wie ein Konzept, aber welches genau, das weiß niemand genau, das ist doch Auslegungssache, oder? In ihrem Essay aus dem Jahr 2023 geht Lena Reißner den Fra
Vielen Dank nach Tel Aviv – Sophie von der Tann auf meinem Bildschirm
Sophie von der Tann kommt mit dem Grauen des 7. Oktober 2023 in das Leben unserer Essay-Autorin. Über den Bildschirm. Ihr blasses Gesicht, ihre Stimme, ihr jugendliches Aussehen kannte sie bis dahin noch nicht. Und sie reagiert wie viele an
Die eindringlichste Stimme Deutschlands. Herbert Grönemeyer zum 70. Geburtstag
Herbert Grönemeyer hat über 40 Jahre die deutsche Popgeschichte mitbestimmt, wie kein anderer. Der Schriftsteller Michael Lentz hat 2024 ein umfassendes Buch über Grönemeyer veröffentlicht, das dessen Nachnamen als Titel trägt und auf Gespr
Raoul Schrott: Szenen des Untergangs
„Szenen des Untergangs“ heißt der neue Gedichtzyklus des österreichischen Schriftstellers Raoul Schrott. Der Dichter beobachtet unsere gefährdete Welt genau und tritt als Warner auf. Trotz der Untergangsstimmung, die Raoul Schrott meist aus
Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils
Worte können töten – oder befreien. Ein Gedicht, gelesen zum richtigen Zeitpunkt, kann tausende Menschen bewegen. Die Kraft der Sprache in Kunst und Poesie, ihr Klang und Rhythmus sind nicht nur Mittel des kritischen Denkens, sie laden ein
Durchhalten – Eine Beschwörung
Wir kommen ungefragt und gehen ungewollt. Dazwischen liegt ein Leben, das wir manchmal feiern dürfen und manchmal aushalten müssen. Kein Leben ohne Schande, keines ohne Schmerz. Das ist nicht zu schaffen, denkt man oft, das kann ich nicht a
I WANT TO BELIEVE – Agent Scully, Erich von Däniken und die Paranoia der Neunziger
Ein Kind geht in die Bücherei und entdeckt die Paranoia. Es sind die Neunziger: Im TV läuft „Akte X“, am Kiosk seziert das P.M.-Magazin Aliens, Dan Brown schreibt „Illuminati“. Das Internet ist noch jung und langsam, aber schon uferlos. Ein
Zum selbstverständlichen Luxus der öffentlichen Bibliothek
Welche Rolle spielen Öffentliche Bibliotheken in der digitalen Ära eigentlich? Brauchen wir sie heute noch, und wenn ja: wofür? Jonas Fansa, Direktor der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin, nimmt uns in seinem Essay aus dem Jahr
Ein Schal aus Worten - Ein Brief über verlorene Unschuld und die Wehrpflicht
Artur Weigandt, 1994 im kasachischen Uspenka geboren, studierte Ästhetik in Frankfurt am Main und absolvierte die Deutsche Journalistenschule. Er verbrachte längere Zeit in Prag, Kyiv und Tbilissi. 2023 erschien bei Hanser Berlin sein Debüt
Robert Frost "Stopping by Woods on a Snowy Evening"
Es ist vielleicht das berühmteste Gedicht der amerikanischen Literatur. Millionen von Schülern haben es auswendig gelernt. Es wird in Filmen von Don Siegel bis Quentin Tarratino zitiert und in der Fernserie „Die Sopranos“. John F. Kennedy v
I'm gonna kill that woman
Fast jeden Tag wird in Deutschland ein Femizid begangen, die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist. Weil sie zu selbständig ist. Sich getrennt hat. Dinge tut, die der Mann für sie nicht vorgesehen hat. Das Innenministerium fordert „mehr
Frohe Weihnachten. Und danke, Maria.
Dieses Essay stellt nicht die Geburt Jesu in den Mittelpunkt, sondern die Frau, die ihn zur Welt gebracht hat. Es geht um Schmerzen, Erwartungen, das Patriarchat, Weihnachtsromantik und die Frage, warum eigentlich niemand der Mutter gratuli
Nachts gehört mein Leben mir
Daniel Schulz spielt Computer, er spricht davon, dass er viel spielt, oft nicht zugibt, wieviel, und dass dieses Spielen für ihn eine Flucht aus dem Alltag ist. Er nennt sich einen funktionierenden Junkie und spricht davon, dass er viele ke
Der Milliardär hat’s manchmal schwer. Ein Versuch in gefühlter Gerechtigkeit
Der Milliardär mag zehn Schlafzimmer haben, kann aber immer nur in einem Bett schlafen, von zehn Badezimmern benutzt er selbst bei stärkstem Harndrang nur ein einziges. Am Abend können Milliardäre keine besseren Serien streamen als die 99%
50 Jahre Bestenliste oder Am Anfang war: das Bild. Was will die Literaturkritik im Fernsehen?
Seit 50 Jahren setzt die Bücher-Bestenliste den rein an Verkaufszahlen orientierten „Bestsellerlisten“ die Empfehlungen einer Jury aus Literaturkritikern entgegen. Lange Zeit hatte sie ihren Platz im Fernsehen, heute im Hörangebot des SWR.
Tonight's the night – Mit Neil Young leben und sterben
Vor 80 Jahren, am 12. November 1945 wurde der Sänger Neil Young in Toronto geboren. Zum Geburtstag des Musikers wiederholen wir einen Essay, den Navid Kermani 2020 für den SWR geschrieben hat. Seinen Ausgang nimmt der Essay in Kermanis “Buc
Dr. C's Conversationslexikon (14) - F wie Feierabend
Nach der Arbeit wird gefeiert? Wer, wie und warum? Armin Chodzinski alias Dr. C. geht dem Verhältnis von Freizeit und Arbeit in einer ökonomischen Revue nach.