
t3n MeisterPrompter - KI und Prompting für deinen Arbeitsalltag
Reverse-Prompting: Wie dir absichtlich schlechter Output helfen kann
Mittwoch, 15. April 2026 · 9 min
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Shownotes
Prompt-Hacks mit Renate und Stella
Link zur Folge zum Thema Projekte erstellen: t3n-meisterprompter.podigee.io/63-chatgpt-clau…
Link zur Folge zum Thema Bann-Liste: t3n-meisterprompter.podigee.io/48-bann-liste-k…
Schreib uns gern, welche Prompts wir aus deiner Sicht behandeln sollen. Entweder per E-Mail an meisterprompter@t3n.de oder via Instagram. Renate findest du unter @renate.gpt, Stella schreibst du über @t3n_magazin.
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Susanne Renate Schneider Herzlich willkommen bei t3n MeisterPrompter, dem Podcast, der deine Prompts auf Hochglanz poliert
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Susanne Renate Schneider Ich sitze heute hier mit Stella von t3n
Stella-Sophie Wojtczak Und ich mit Renate von renate.gpt und du hast es auch wirklich so betont, es ist sowas ganz Besonderes. Es ist was Besonderes. Es ist auch wirklich schön, weil ich mich immer freue, wenn wir es so aufzeichnen. Aber uns gibt es jede Woche. Also immer Mittwochs gibt es eine neue Folge. Ihr könnt euch jede Woche freuen.
Stella-Sophie Wojtczak Selbstverständlich. Und zwar immer zum Thema KI und Prompten. Und heute, ja, ziehen wir das Ganze mal anders auf. Weil ehrlich gesagt gucken wir genau darauf, wie man es nicht macht.
Susanne Renate Schneider Vielleicht wird die Folge auch am Gegenteiltag veröffentlicht. Wer weiß. Das wäre Zufall. Weißt du noch in der Schule?
Stella-Sophie Wojtczak Ja, natürlich.
Susanne Renate Schneider Gegenteiltag. Und wir läuten jetzt den KI-Gegenteiltag an, der euch bessere Ergebnisse bringt. Was, wenn ich es schon sage, klingt es schon irgendwie weird, aber ich erkläre euch oder wir erklären euch, was wir damit ganz genau bezwecken wollen. Eigentlich kommt, hole ich jetzt zu lange aus, wenn ich es psychologisch erkläre, oder?
Stella-Sophie Wojtczak Wir machen so eine kleine Interviewsituation jetzt. Und zwar, Renate, erzähl uns doch erst mal, was hier eigentlich der psychologische Hintergrund hinter dem ist, was wir machen, weil du hast ja auch eine Vergangenheit als Arbeitspsychologe.
Susanne Renate Schneider Genau, also psychologisch passiert es tatsächlich manchmal so, dass man in einem therapeutischen Umfeld nicht fragt, okay, das ist dein Ziel, wie kommst du da bestmöglich hin? Denn es ist manchmal schwierig, das wirklich zu abstrahieren. Wie komme ich da hin? Was muss ich ganz genau machen? Das weiß man ja meistens nicht, sonst würde man es machen.
Susanne Renate Schneider Deswegen ist es halt effizient oder manchmal einfach zielführender zu sagen, okay, das ist dein Ziel. Was müsstest du machen, um dieses Ziel auf jeden Fall nicht zu erreichen? Beziehungsweise was müsstest du machen, um dieses Ziel zu sabotieren? Das klingt jetzt erstmal komisch und es fühlt sich vielleicht auch im ersten Moment komisch an.
Susanne Renate Schneider Selbst in dieser, also auch im psychologischen, im therapeutischen Setting fühlt sich das komisch an, weil man fühlt sich ein bisschen veräppelt. Aber was bringt das denn?
Stella-Sophie Wojtczak Also erstmal Disclaimer, wir machen hier natürlich keine therapeutische Beratung, sondern wir gucken uns einfach nur dieses Prinzip an und haben das eben in dem Fall quasi in Ansätzen aufs Prompten übertragen. Ich fände es witzig.
Susanne Renate Schneider Wenn wir heute so auf der Couch eigentlich liegen würden. Das wäre jetzt eigentlich nett.
Stella-Sophie Wojtczak Ja, stimmt. Dann müssten wir nochmal drüber sprechen, wie wir unser Studium hier einrichten. Aber damit wir zu dem Arbeitskontext zurückkommen. Okay, zurück zum Arbeitskontext. Und zwar, wir haben uns überlegt, genau das zu nehmen und zum Beispiel, wenn ihr einen Text für Linkedin erstellen wollt. Und ich könnte mir vorstellen, der eine oder die andere macht das manchmal mit KI.
Stella-Sophie Wojtczak Sich dann mal genau das, was Renate gerade gesagt hat, zu schnappen und zu sagen, hey, wenn ich einen Linkedin-Post haben will, der wirklich am besten gar nicht funktioniert. Der soll ignoriert werden. Der soll wirklich einfach schlecht performen. Der soll keine Impressions erzeugen, keine Kommentare.
Stella-Sophie Wojtczak Also genau das übrigens, was ihr natürlich nicht wollt, wenn ihr wahrscheinlich auf der Plattform was veröffentlicht. Fragt mal, was würdet ihr dann tun? Und ich weiß, das ist ein super kurzer Prompt und ich habe auch zu Renate am Anfang gesagt, Moment mal, also ich soll jetzt... Beim Prompten fragen, wie ich es nicht machen soll. Damit mir dann auffällt beim Output der KI, weil das ist der Sinn dahinter, dass vielleicht Punkte, die ich mache, weil ich sie für richtig halte, weil sie sich so eingebürgert haben, damit ich genau die hinterfrage und dann plötzlich sehe, aha, okay, keine Ahnung, genau den Aufbau, den ich immer für meinen Linkedin-Post, um bei dem Beispiel zu bleiben, nutze, der ist ja genau falsch, sagt jetzt zumindest ein Output. Und das muss man natürlich
Stella-Sophie Wojtczak auch immer kritisch hinterfragen. Das ist wieder eine Episode, wo wir euch einfach auch Anregungen geben wollen, wie man auch zusätzlich mit KI arbeiten kann.
Susanne Renate Schneider Genau, also es ist einfach ein Bewusstsein dafür, was eben falsch laufen kann. Also das kann man halt wie gesagt natürlich auf jeden Lebensbereich ziehen, aber wenn man dann sieht, okay, vielleicht mache ich echt ein paar Sachen, die eigentlich exakt das Gegenteil bewirken würden, nämlich dass man das Ziel sabotiert und genau die könnt ihr dann ja auch übernehmen im Fortgang des Chats beispielsweise, um zu sagen, bitte merke dir diese Sachen und tu alles dafür, dass sie im Verlauf des Chats oder des Projektes umgangen werden.
Stella-Sophie Wojtczak Genau. Und das ist dann wieder der Punkt. Kommen wir mal weg von dem Linkedin-Post, was ja ein recht einfaches Beispiel war. Die Idee, diesen Prompt so einzusetzen oder diesen Prompt Zusatz ist es ja eher, wäre genau für was, wenn ihr Projektarbeit macht. Sprich, wenn ihr schon, ja, vielleicht eine gewisse Idee habt, die ihr verfolgt, wenn ihr schon einige Inhalte generiert habt und dann das Ganze eben so zu hinterfragen und was du gerade auch gesagt hast, was man nicht machen muss. Wir haben ja auch eine Folge jüngst dazu gemacht, wie ihr Projekte erstellt.
Stella-Sophie Wojtczak Die kommt nochmal in die Shownotes. Und das wäre auch was, wo ihr genau dann auch hinterlegen könnt, hey, so möchte ich es übrigens nicht in meinem Projekt haben.
Susanne Renate Schneider Genau, also das war ja wirklich am Anfang, also wirklich ganz am Anfang von KI, von ChatGPT, habe ich immer gesagt, sagt nicht, was ihr nicht wollt, weil das dann so ein bisschen ist wie der rosa Elefant, der im Raum steht. Mittlerweile hat sich das schon gewandelt, denn solche, wie hast du es auch immer genannt, diese No-Gos-Systeme, Was man auch sagen kann, welche Worte auch nicht genutzt werden kann.
Susanne Renate Schneider Das ist auch ein sehr, sehr wichtiger Marker für KI mittlerweile, um ein gutes Ergebnis zu bekommen, damit es auch weiß, was es nicht machen soll.
Stella-Sophie Wojtczak Genau. Ich glaube, wir haben auch mal einen Hack dazu gemacht, dass ihr eben eine Liste erstellen sollt mit Begriffen, die ihr nicht verwenden sollt. Da könnt ihr zum Beispiel typische Buzzwords draufschreiben etc. Das war eben auch mal ein Hack. Link kommt in die Shownotes. Und da ist es mittlerweile, ich glaube, als wir die Custom-GPTs erstellt haben, war es auch explizit so, erinnere ich mich oder meine ich mich zu erinnern, ich schaue es nochmal nach, dass da auch stand übrigens auch, was soll eben nicht passieren.
Stella-Sophie Wojtczak Und da merkt man ja auch, also auch generell, KI soll ja immer nutzerfreundlich sein. Klar ist es wichtig, gut zu prompten, aber es soll ja trotzdem auch so eigentlich verständlich und leicht zu bedienen sein, dass es möglichst viele Menschen nutzen. Das ist ja auch etwas, ein Anliegen der Softwareunternehmen, die da eben hinterstehen.
Stella-Sophie Wojtczak Deswegen auch das, dass sich das so wandelt, ist ja irgendwie auch nachvollziehbar.
Susanne Renate Schneider Genau, auf jeden Fall. Und wie gesagt, das nehmt ihr dann und ihr könnt quasi erstmal diesen Prompt machen, dieses Was muss tun, um das Ziel zu sabotieren und dann erstellt mir die bestmögliche Umsetzung unter Berücksichtigung dieser Fehler.
Stella-Sophie Wojtczak Ja, genau. Also das ist dann eben der nächste Schritt. Erst fragen, was kann falsch laufen und dann nochmal zu schauen, was können wir daraus machen. Aber man kann natürlich auch das weiterdrehen. Also du kannst ja auch in Anführungszeichen Spaß erlauben und sagen, okay, dann setz mir doch das bitte genauso um, dass alles schief geht.
Stella-Sophie Wojtczak Also du kannst ja auch das nochmal wirklich vertiefen und auch in dem Kontext weiterarbeiten.
Susanne Renate Schneider Und auch gucken, in wie vielen Sachen davon man sich dann doch wiedererkennen würde auch.
Stella-Sophie Wojtczak Eben, also wir finden, also klar, wir schmunzeln da auch so ein bisschen drüber, haha, ich fordere die KI auf, mach es genauso, wie es nicht laufen soll. Aber genau, das ist ja eigentlich dieser witzige Twist, der auch dazu anregen soll, sich nochmal selbst zum Beispiel auch im Team zu hinterfragen. Also auch sowas, wir haben viele in letzter Zeit manchmal auch über Brainstorming gesprochen, auch für solche Runden, wenn ihr merkt, okay, die Luft wird immer dünner und auch im Oberstübchen, da wird es immer schwieriger, wir kommen gerade schwer voran.
Stella-Sophie Wojtczak Wäre das so eine Sache, korrigiere mich gerne als Arbeitspsychologin, die auch wieder so ein bisschen das gängige Doing aufbrechen kann und da helfen kann. In verschiedenen, ob es jetzt Projektarbeit ist, gerade wenn ihr auch im Bereich Marketing, Social Media unterwegs seid, ich glaube, da wäre das auch nochmal hilfreich.
Susanne Renate Schneider Eine neue Denkweise ist immer hilfreich, auch so, ja, wie du halt gesagt hast, wenn man so feststeckt in dem Sumpf, dass man da eben rauskommt. Also probiert es sehr gerne mal aus. Wir freuen uns darüber zu hören, wie ihr das findet, wie es ankam. Schreibt es gerne entweder in die Kommentare oder an unsere E-Mail.
Stella-Sophie Wojtczak Und zwar an meisterprompter@t3n.de Vergesst nicht natürlich diesen Podcast zu abonnieren. Genauso wie unser Newsletter. Da gibt es nämlich auch immer Prompts und Hacks für die KI-Nutzung. Und dann würde ich sagen, schaltet nächste Woche wieder ein. Vielleicht sprechen wir auch wieder über ein KI-Tool. Wir nehmen uns die ja alle nacheinander, nehmen wir die ja genau unter die Lupe, was da so unsere Erfahrungen sind. Aber ihr erfahrt es nur wenn er einschaltet.
Stella-Sophie Wojtczak Es wird aber auf jeden Fall KI-relevant sein. Deswegen seid dabei, abonniert uns und bis nächste Woche und drei, zwei, eins, stimmt. Bleib nochmal.
Renate und Stella drei, zwei, eins, bleib sauber.