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Shownotes
Der Königspinguin: wie er 300 Meter tief taucht, sein Küken balgt und im Eis überlebt. Für Kinder ab 5.
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TIERE EINFACH ERKLÄRT — Folge 2: Der Königspinguin
Erzähler: Weißt du noch? In der letzten Folge haben wir über den Braunbären gesprochen. Der lebt hoch oben in den Bergen. Erzähler: Heute gehen wir an einen ganz anderen Ort. An einen Ort, an dem es richtig, richtig kalt ist. Erzähler: Stell dir vor, du stehst am Meer. Es ist eiskalt. Der Wind pfeift dir um die Nase. Erzähler: Und überall um dich herum ist Schnee. Weißer Schnee, soweit du schauen kannst. Erzähler: Da unten, ganz unten auf der Welt, lebt ein ganz besonderer Vogel: der Königspinguin. Erzähler: Weißt du, warum er Königspinguin heißt? Nicht, weil er eine Krone trägt. Erzähler: Er heißt so, weil er groß ist. Richtig groß. Fast so groß wie ein kleines Kind. Erzähler: Und er hat etwas Besonderes an seinem Kopf. Weißt du, was? Erzähler: Er hat leuchtend orange Flecken an den Seiten seines Kopfes. Wie kleine Sonnenuntergänge. Erzähler: Und auf seiner Brust glänzt ein Streifen in der gleichen Farbe. Als hätte er sich etwas Schönes angezogen. Erzähler: Aber weißt du, was das Komischste am Königspinguin ist? Er ist ein Vogel, aber er kann nicht fliegen. Erzähler: Stell dir vor, du wärst ein Vogel und könntest nicht fliegen. Das wäre doch schade, oder? Erzähler: Aber dem Königspinguin macht das gar nichts aus. Er hat nämlich etwas anderes gelernt. Erzähler: Er kann schwimmen wie ein Fisch. Nein, noch besser als ein Fisch. Erzähler: Stell dir vor, du springst ins Wasser und pfeilst davon wie ein kleiner Torpedo. Zisch! Erzähler: Seine Flügel sind nicht wie die von anderen Vögeln. Sie sind klein und steif, wie Flossen. Erzähler: Damit rudert er durchs Wasser, so schnell, dass deine Augen ihm gar nicht folgen könnten. Erzähler: Und unten im Wasser sucht er nach Fischen. Das ist sein Lieblingsessen. Erzähler: Manchmal taucht er so tief, dass es ganz dunkel wird. Tiefer, als du jemals schwimmen würdest. Erzähler: Rate mal: Wie hält sich der Königspinguin warm, wenn es so kalt ist? Erzähler: Er hat einen dicken Mantel aus Federn. So dicht, dass weder Wind noch Wasser durchkommt. Erzähler: Und unter seiner Haut ist eine dicke Schicht Speck. Es ist, als hättest du zwei dicke Pullis übereinander angezogen. Erzähler: Aber wenn es richtig kalt wird und der Wind heult, macht der Königspinguin etwas ganz Schlaues. Erzähler: Er stellt sich ganz dicht zu seinen Freunden. Alle stehen dicht aneinander, wie bei einer großen Umarmung. Erzähler: Hunderte und Tausende von Pinguinen stehen Schulter an Schulter. So wärmen sie sich gegenseitig. Erzähler: Und weißt du was? Wenn einem Pinguin am Rand zu kalt wird, wandert er nach innen. Und ein anderer rückt dafür nach außen. Erzähler: So wechseln sie sich ab. Jeder darf mal in der warmen Mitte stehen. Das ist fair, oder? Erzähler: Und wenn ein Königspinguin-Baby zur Welt kommt, sieht es ganz anders aus als seine Eltern. Erzähler: Es ist nicht schwarz-weiß-orange. Es ist braun und flauschig, wie ein großer Kuschelbär. Erzähler: Erinnerst du dich an den Braunbären aus der letzten Folge? Das Pinguin-Baby ist genauso weich und flauschig, nur viel kleiner. Erzähler: Die Babys haben es eilig, groß zu werden. Denn die braunen Federn sind nicht wasserdicht. Erzähler: Sie können noch nicht schwimmen. Sie müssen warten, bis ihre wasserdichten Federn gewachsen sind. Erzähler: Und dann? Dann geht es für sie ins Wasser. Zisch! Und ein neues Abenteuer beginnt. Erzähler: Der Königspinguin: ein Vogel, der nicht fliegen kann, aber trotzdem ein König ist. In seinem kalten, weißen Reich ganz unten auf der Welt.